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Arbeiter Sport

Berliner Turnhallennot.

In der Stadtgemeinde Berlin hat der allgemeine Ruf: Schafft Spiel und Sportpläge für die Jugend!" ein williges Ohr gefunden. Ueberall in den Außenbezirken werden große Spiel­flächen, Rolksparts und kleine Stadien hergerichtet, die dem Drang nach Licht, Luft und Sonne Geltung verschaffen und die teilweise als Notstandsarbeiten ausgeführt werden, so daß die Förderung der Bolksgesundheit gleichzeitig der Erwerbslosenfürsorge dient. Für den Besucher Berlins , der die fertigen und im Bau befindlichen Stätten der Körperkultur besichtigt, wird Berlin daher als sport­freudige und fördernde Stadt erscheinen.

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Wer aber die Turnhallen besichtigt abgesehen von den neuerbauten, muß feststellen, daß hier die großzügige Initiative vollständig versagt. Und die Schulhöfe, teilweise durch ihre Größe für sportlichen Betrieb durchaus geeignet, haben heute noch das Aussehen wie vor 50 Jahren. Wenn die Volksgesundheit ge= fördert werden soll, dann dürfen nicht nur große Anlagen für das Auge geschaffen, sondern es muß auch mit dem vollständig Ver­alteten aufgeräumt werden.

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In Berlin fehlen 500 bis 600 Turnhallen, wenn der von der Schuldeputation festgesetzte Plan bezüglich der täglichen Turnstunde durchgeführt werden soll. Für die 5000 Klassen der Boltsschulen Alt- Berlins sind etwa 170 Turnhallen vorhanden, während für die Durchführung der täglichen Turnstunde rund 625 Turnhallen erforderlich wären. In den höheren Schulen find für etwa 740 Klassen 45 Turnhallen vorhanden, während die doppelte Zahl notwendig wäre. Für die Berufsschulen sind überhaupt nur einige Turnhallen vorhanden, soweit frühere Volks­schulen übernommen wurden, hier fehlen ebenfalls 50 Turnhallen. Aber auch die Ausstattung der Turnhallen entspricht von einigen Ausnahmen abgesehen nicht im entferntesten den modernen Anforderungen. Am schlimmsten sieht es natürlich in den alten Berliner Stadtteilen aus. Die Turnhalle in der Rüdersdorfer Straße hat das ehrwürdige Alter vca 56 Jahren, es ist ein Raum von 6,93 meter: 17,94 Meter, zudem so unfreundlich, daß einem schon beim Betreten die Freude an Leibesübungen vergeht. In der Langestraße, Gartenstraße, Stral­funder Straße, Kastanienallee usw. befinden sich Turnhallen aus dem Anfang der siebziger Jahre, die nur wenig größer und vollständig veraltet sind. In Stralau, jetzt zum Bezirk Friedrichshain gehörig, befindet sich eine ebenfalls bald sechzigjährige Turnhalle, über die uns aus Arbeitersportfreisen berichtet wird:

Wenn man die Stralauer Turnhalle, in der auch ein Arbeiter­turnverein zu üben genötigt ist, weil es feine andere Halle gibt, betritt, so mutet es einem an, als ob man in ein Altertums: museum geraten wäre. Geräte sind nur ganz unzureichend vorhanden, wie es vielleicht von 50 Jahren genügt hätte. Um­fleidemöglichkeiten fehlen, so daß oft die 2 borte zum Umkleiden benutzt werden. Die Beleuchtung wirkt oft so romantisch, daß das Turnen ausfallen muß, um Unglücksfälle zu verhüten. Im Winter ist das Turnen besonders erschwert. Wenn die riesige Eingangstür in der Größe eines Scheunentores einige Male ge­öffnet wird, vergeht jedem infolge der Kälte die Lust zum Ueben, denn einen Vorraum wie in anderen Turnhallen gibt es auch nicht. Zu Freiübungen können höchstens 15 Personen(!) Aufstellung nehmen."

Benn man die Bestrebungen der Arbeiterturnvereine, die Jugend von der Straße zu frohem Turnen und Spiel in die Turn­halle au führen, anerfennt, so wird man die Forderung verstehen, daß die geplante neue Turnhalle in Stralau bald in Angriff genommen wird. Wenn Millionen für Sport­pläge ausgegeben werden, so sollte doch ein kleiner Teil dieser Summe verfügbar sein, um der Turnhallennot zu steuern! Sehr erwünscht und notwendig wäre es auch, daß die großen Schulhöfe, deren es eine ganz ansehnliche Zahl gibt, für den Spiel- und Sportbetrieb umgestaltet werden, was mit verhältnis­mäßig geringen Roften möglich ist. Bei den Doppelschulen sind zur­zeit die Höfe durch Hecken und Zäune getrennt, harter Boden und dichter Baumbestand ermöglichen nur ein Promenieren der Kinder in den Pausen ganz die alte Schule, wo alles in Reih und Glied gut ausgerichtet sich erholen" durfte. Auch in der Turn­stunde sind die Lehrer zumeist auf das alte Lehrsystem angewiesen, weil weder Turnhalle noch Schulhof für Spiel und Lauf geeignet sind. Borteilhaft wäre es, wenn bei Neubauten mehrere Schulen zusammengelegt werden und dadurch die Möglichkeit ge= schaffen wird, einen großen Sportplag innerhalb des Schul­grundstückes zu schaffen.

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Die Stadt Berlin hat auf dem Gebiete der Außenspiel­pläge zweifellos vieles Vorbildliche geschaffen. Da aber ein großer Teil der Leibesübungen innerhalb des Häusermeeres be­trieben werden muß, so darf die Turnhallennot sowie der Ausbau der Schulhöfe nicht länger zurückgestellt werden. Auch das alte" Berlin hat ein Anrecht auf Spiel- und Sportmöglichkeit.

Russische Ringer in Berlin .

Am Dienstag konnten endlich die Ringkämpfe zwischen einer Auswahlmannschaft des Arbeiterathletenbundes und den russi­ichen Athleten stattfinden. Schon einmal war der Empfangs= abend und der Kampf abgesagt werden, weil die Russen einfach nicht nach Berlin gefomemn waren. Auch diesmal hing die Abhal­tung des Kampfabends an einem seidenen Fädchen, jedenfalls hatte man die Berliner Anhängerschaft der russischen Ringer schon um 27 Uhr zum Empfang nach dem Schlesischen Bahnhof bestellt, aber noch um 49 Uhr war von ihnen nichts zu bemerken. Die Leitung der Veranstaltung hat es beide Male nicht für nötig gehalten, die eingeladene Bresse von der veränderten Sachlage zu benachrichtigen. Man braucht in Sporttreifen also nicht verwundert zu sein, wenn die Presse ihr Verhalten den Sportlern gegenüber danach einrichtet. In später Abendstunde begann dann die Abwicklung des Pro­gramms im Schweizergarten. Leider fonnte man sich nicht entschließen, das Beiprogramm ausfallen zu lassen, so daß sich die Kämpfe bis nach 1 Uhr hinzogen. Eine starte Beanspruchung des Publikums, wenn man außerdem noch die lange Wartezeit in Be­tracht zieht. Im Kampf selbst zeigten sich die Russen unseren Ath­leten überlegen. Ihre große Angriffsluft und ihr Tempo brachten ihnen den Sieg mit 15: 13 Punkten.

Herbstwaldlauf der Leichtathleten.

Am Sonntag veranstaltete die Leichtathletikvereinigung" im Friedrichshagener Forst ihren diesjährigen Herbstlauf. Der Ablauf und das Ziel befand sich in der Nähe des Bahnhofes, unweit der Oberförsterei in Friedrichshagen , wo sich Zuschauer und Spazier­gänger recht zahlreich eingefunden hatten. Für Einzelläufer waren 10 000 bzm. 5000 Meter, für ältere Sportler, männliche und weibliche Jugend 3000, 2000 bzw 1000 Meter zu bewältigen. Das zu durch­eilende, sehr schwierige Waldgelände erstreckte sich in der Richtung nach Klein- Schönebed und stellte an die Läufer. besonders an die Langstreckenläufer, große Anforderungen. Es blieb jedoch niemand auf der Strecke, alle gingen wohlbehalten durchs Ziel. Der Haupt­veranstaltung ging um 3 Uhr nachmittags ein Propaganda lauf, an dem etwa 350 Sportler teilnahmen, voraus. Wenn die Angelegenheit in sportlicher Beziehung durchaus befriedigen fonnte, mar in organisatorischer Beziehung mancherlei ver fehlt. s mangelte an Umfleidemöglichkeiten, am Biel troch alles

Mir

durcheinander und behinderte die einkommenden Läufer. empfehlen, bei der nächsten Sportveranstaltung auch zumindest das 3iel durch eine Leine entsprechend abzugrenzen.

Resultate. 10 000 Meter Männer: 1. Riefstahl- Qudenwalbe 34: 23,1; 2. Matt­5000 Meter Männer: 1. Andrä- Lichtenberg 16: 31,9;

ner- Schönow 34: 25,6.

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2. Fengler- Groß- Beesten 16 32,5. 3000 Meter Jugend 08/09: 1. Romenat Schöneberg 11: 50,3; 2. Müller- Neu- Schulzendorf. 2000 Meter Jugend 10/12: 2000 Meter Frauen: 1. Jankowsti­1. Weiß- Wedding 6:31; 2. Kurth- Schönow. Lichtenberg 8: 6,9; 2. Reichert- Roland 8: 7.5. 1000 Meter Frauen: 1. Hertel­Köpenid 4: 58,4; 2. Türfel, Schwimmer, Norden, 3000 Meter Acltere Sport . ler: 1. Alemmstein- Moabit 10: 18,2; 2. Wächter- Sparta . 5000 Meter Aufänger: Eckert- Adlershof 10: 32,8; 2. Neugebauer- Luckenwalde . 5000 Meter Schwimmer: 1. Linde; 2. Lange Mannschaftswertung: 5000 Meter Männer: 3000 Meter 1. Moabit , 38 Punkte: 2. Groß- Beesten und Südoft I, 39 Punkte. Jugend 08/09: 1. AGC. I, 31. Punkte. 2000 Meter Jugend 10/12: 1. Wedding und Adlershof , 21 Punkte; 2, AGC., 40 Punkte.

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Schafft Sportplähe!

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Auch für den Wassersport.

Sportärztliche Untersuchungen in Dresden . Das Arbeitersport. fartell Dresden beschloß, die sportärztlichen Unter­fuchungen für die Jugendlichen durchzuführen. Durch Beihilfe der Stadt Dresden ist es möglich, alle jugendlichen Sportler und Sportlerinnen fostenlos zu untersuchen. Die Untersuchungen werden vom Aerztebund zur Förderung der Leibesübungen vorgenommen werden.

Fußballrefultate vom 24. Ottober.

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Ohne besondere Ueberraschungen verliefen am Sonntag die Serienspiele. Spandau 25 fertigte die Anriker mit 9: 0 ab. Rathenow holte sich von Giemensstadt mit einem 7: 2- Sieg die Punkte. Nauen und Brieselang trennten fidy 0: 1. Wittenau schickte Sachsenhausen mit 8: 0 geschlagen nach Haus. Veltener Ballspiel- Club und Vorwärts- Hennigsdorf trennten sich 3: 3 unent­schieden. Einen harten Rampf lieferten sich Adler 12 und Nordiska. Trozdem Nordiska bis zur Pause mit 3: 1 führte, gelang es Adler nicht nur den Ausgleich zu erringen, sondern auch mit 4: 3 den Sieg sicher zu stellen. Eisen­spalterei leistete dem Arbeiter- Sportverein 24 hartnädigen Widerstand, konnte Adler 08 hatte in aber einen 4: 3- Gieg der ASB.- Leute nicht verhindern. Amateure mußte fich Bittoria feinen Gegner. 12: 0 lautete das Ergebnis. Mit dem von Fichte- Gesundbrunnen eine 0: 2- Niederlage gefallen lassen. gleichen Resultat trennten sich Teutonia und Tegel 24. Fichte 24 mußte sich von Bernau mit 1: 5 geschlagen bekennen. Jm Often gab es überaus Enappe Resultate. So mußte Stralau einen weiteren wertvollen Punkt am Askania abgeben( 1: 1). Trogdem der Verein für Bewegungsspiele gegen Britannia bis zur Pause mit 1: 0 in Führung lag, gewannen Testere zum Schluß noch mit 1: 2. Vorwärts 20 mußte sich der mit Ersak spielenden Treptower Mann­fchaft mit 1: 3 beugen. Tasmania verlor gegen Lichtenberg I mit 2: 4 und rüdt Lichtenberg dadurch an die zweite Stelle in der Gruppe. Sadowa schlug ben Abteilungsneuling Richterswalde hoch mit 6: 1. Oberspree sicherte sich durch einen 2: 1- Gieg über Zeuthen die Spike in Gruppe B mit Hertha 22, die gegen Weißenfee mit 3: 0 ficher gewannen. Alt- Glienice fertigte den Berliner Sportverein 16 mit 5: 0 ab. Sparta und Berliner Sportverein 22, die mit gleicher Punktzahl die Spike der Gruppe C behaupten, teilten sich die Ger. überlassen. Fichte- Südoft gewann gegen die Schweiffterne mit 6: 0. mania verlor gegen Lichtenberg III mit 1: 5. Jm Südwesten konnte Ein­tracht 25 feinen ersten Gieg feiern. Neuköllner Ballspiel- Club wurde mit 8: 2 gefchlagen. Berolina mußte fich dem Spizenreiter Ludenwalde I mit 0: 2 beugen. Teltow schlug Berlin 12 sicher mit 6: 0. Unentschieden 1: 1 trennten fich Nowawes und Fortuna 23. Ueberhaupt gab es in Abteilung B nur knappe Resultate. Es trennten fich Zehlendorfer Ballspiel- Club und Bittoria 0: 1; Botsdam und Wilmersdorf 1: 2; Schmargendorf und Wannsee 1: 1; Lantmik

In verstärktem Maße ergeht heute unser Ruf an die Gemeinden. Allerdings wird dabei immer in erster Linie an Sports und Spiel Buntte burch ein 1: 1- Resultat. Komet mußte Frisch- Frei mit 1: 8 die Punkte plätze gedacht, die den Turn- und Rasensport treibenden Ber­einen zur Benugung überlafen werden sollen.

Unberücksichtigt bleiben aber dabei jene Sportvereine, welche auf Land sportplägen ihren Sport nicht ausüben fönnen, so die Wassers sportler, Kanufahrer, Ruderer, Segler usw. Sie alle sind nun ein­mal auf Gelände am Wasser angewiesen und gezwungen, zum Schuhe ihres Bootsmaterials testspielige Baulichkeiten aufzuführen und zu unterhalten. Die Plakfrage ist aber von jeher ein Schmerzens­find der Wassersportler. Ungeheure Mittel müssen dafür aufgebracht werden, so daß es erstaunlich ist, daß es trotzdem einzelnen Bereinen Nun stehen diese möglich war, sich eigene Bootshäuser zu schaffen. aber vielfach auf Pachtboden mit furzfristigen Berträgen, zum Teil nur mit Einjahrespacht, auch bei städtischem Gelände. Es ist daher unmöglich, einen großzügigen Ausbau der Bootshäuser vor­zunehmen, und doch wäre das so bitter notwendig, um auch der arbeitenden Jugend in verstärktem Maße mit Hilfe des Wasser­sports, die eigenartige Schönheit der Mark zu erschließen. Hier einzugreifen, wäre Pflicht der Gemeinden und eine dankbare Auf­gabe unserer Vertreter in den Parlamenten. Durch Ueberlassen ge­eigneten Geländes und Umstellung der kurzfristigen Pachtverträge in Erbpacht fönnte den Vereinen die Möglichkeit zum weiteren Ausbau ihres Sportzweiges im Interesse der Augemeinheit gegeben werden.

Sichert auch dem Wassersport seinen Platz!

Spartentag der Leichtathleten.

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Die Tagung der Leichtathletikvereinigung am Sonntag war Don 60 Delegierten besucht. Nach dem Geschäftsbericht des Borsigen den und dem Tätigkeitsbericht der einzelnen Funktionäre intereffierte das vom Cenossen Hoffmann Köpenick unterbreitete Jahres programm, das neue Wege wies und eingehende Kritik an den Leichtathletikvereinigungs- Veranstaltungen übte. In Zukunft wird mehr Gewicht darauf gelegt werden, die Provinz zu bearbeiten. Sportfeste der Leichtathletikvereinigung follen zeitlicher auseinander liegen. Der tommende Kreistag war ein weiterer Punkt der Tagesordnung. Dem Kreistage werden Anträge zur Werffportfrage und eine Entschließung zur Fürstenabfindung(! Red.) überwiesen. Gruppensportfeste sollen nur noch an einem Tage gemeinsam statt. finden, ebenso die Bezirksfeste; die Termine werden zu Beginn des Jahres festgelegt. Als Delegierte zum Kreistag wurden zwei Sport­lerinnen und acht Sportler gewählt. Die Neuwahl der Sparten­leitung ergab: Borsigender: Sänger( Fichte SD.); Männersport wart: Lippert( Lichtenberg ); Raffierer: Frid( Lichtenberg ), Endrikat ( Moabit ); Schriftführer: Rosente( Neukölln); Preffe: Hurtig( Fichte SD.); Jugendleiter: Bergmann ( Schöneberg ); Obmann der Revisoren: Köppen( Fichte SD.); Obmann der Kampfrichter: Hurtig; Zeugmart: Schwandt( Moabit ); Ge­schäftsstelle: D. Schulz( ASC.).

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Bon einem parteigenössischen Arbeitersportler wird uns noch die Mitteilung, daß sich der Spartentag auch mit der Fürsten­abfindung befaßte. Das sind Angelegenheiten, mit denen sich die Leichtathleten selbstverständlich nur auf ihren Fachtagun gen beschäftigen fönnen, denn bis zur Mitgliedschaft in einer poli­tischen Organisation haben es die wenigsten von ihnen gebracht. Im übrigen scheinen die Leichtathleten auf dem besten Wege zu sein, sich von Leuten, die eben in die Arbeitersportbewegung hineinge. schneit sind, Borschriften über ihre politische Meinung machen zu lassen. Vielleicht erkundigen sich die Leichtathleten einmal bei den " Freien Schwimmern Charlottenburg " über die bei ähnlichem An­laß gemachten Erfahrungen.

Das Spielfest des Bezirks Wedding der Freien Turnerschaft Groß- Berlin fand unter guter Beteiligung statt und nahm bis zum Schluß das Interesse der Zuschauer in Anspruch.

Resultate. Handball: Jugend Groß- Berlin- Süden- Wedding 3: 1; Jugend Sportler Eiche- Tegel- Wedding 0: 6; Frauen Neukölln- Wedding 8: 4; Männer II Fichte- Nord- Wedding 0: 3; Männer I Spandau - Wedding 3: 2. Fauftball: Alte Herren Wedding I- Wedding II 48: 75; Jugend Sportler gegen Turner 63: 65; Jugend Eiche- Tegel- Wedding 66: 43; Jugend Turner Süden gegen Wedding 72: 79; Frauen Neukölln- Wedding 90: 57; Männer I Spandau gegen Wedding 49: 45; Männer II Spandau - Wedding 44: 60. Beim Bölker. ball fiegte die 2. Mädchenabt. Wedding. Spiel- und Sportinteressenten tönnen die Uebungsabende aller Abteilungen des Bezirks Wedding der FTGB. Dienstags und Freitags in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 18, erfahren.

Artistenwettstreit im Arbeiterathletenbund. Am Sonntag, den 14. November, findet im Großen Saal der Neuen Welt, Hasenheide, ein großer Jubiläumsartistenwettstreit statt. Borver fauf in der Geschäftsstelle des Arbeiterathletenbundes, Gubener Straße 5, bei Hoffmann, Sporthaus Fichte, Köpenider Straße 108 und in Neukölln, Filiale von Fichte, Kaiser- Friedrich- Straße 65. Saaleröffnung 1% Uhr. Anfang des Konzertes 2 Uhr, des Wett­streites punkt 3 Uhr. Eintritt 1 Mart.

Schachspieler! Das Schachspiel ist ein Mittel zum fulturellen Aufstieg der Arbeiterklasse. Tausende Hand- und Kopfarbeiter haben das bereits anerkannt. Immer mehr widmen diesem schönen Spiel, das bis vor wenigen Jahren noch Privileg der sogenannten besseren Kreise war, ihre freie Zeit. Der Berliner Arbeiterschach­klub( Mitglied des Deutschen Arbeiterschachbundes) gewinnt all­jährlich an Ausdehnung und hat etwa 30 Abteilungen in den ver­schiedensten Stadtbezirken. In Charlottenburg wurde kürz­lich eine zweite Abteilung West en d" gegründet. Sie spielt jeden Donnerstag 8 Uhr in Charlottenburg , Potsdamer Straße 12, bei Ulrich. Schachspieler, Gäfte und Anfänger sind jederzeit freund­lichst eingeladen.

Gerätewettkampf im Kunstfurnen Breslau - Berlin . Einer Ein­ladung der Freien Turnerschatf Breslau folgend, fuhr am Sonn­abend eine Riege Berliner Turner nach Breslau , um dort für die Arbeiterturnbewegung zu werben. Berlin turnte in folgender Auf­stellung: Leuthold- Moabit , Capito Fichte, Henneberg FTGB.- Wilmersdorf, Gutschow FTGB.- Wedding, Winner. Moabit und Blank Fichte. Der große Saal des Gewerkschafts­hauses war überfüllt, als am Sonntag nachm. 4 Uhr der Wettkampf begann. Die 2000 Zuschauer tamen auch voll auf ihre Rechnung. Mufterhafte Leistungen wurden von beiden Mannschaften vollbracht. Bald war Berlin im Vorteil, bald Breslau , ein ausgeglichener Wett­fampf, der mit dem Resultat 1430: 1430 Bunften endete.

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gegen Schöneberg 5: 2; Fukbaring gegen Charlottenburg 1: 3; Frisch- Auf gegen Kreuzberg 2: 1; Ludenwalde III gegen Rüstig- Borwärts 2: 7; Trebbin gegen Ruhlsdorf 5: 4; Woltersdorf gegen Fichte 21 9: 4; Britannia gegen Eudenwalde V 4: 2.

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Touristenverein Die Naturfreunde", Rentrale Wien , Ortsgruppe Berlin : Sonnabend, 30. Oftober, 18 Uhr, in der Aula der Oberrealschule Mariendorf , Raiserstraße, Bunter Abend. Eintrittskarten a 40 Pf. an der Abendkasse. Naturfreunde, welche an der Bildung einer Abt. Pankow interessiert sind, werden gebeten, ihre Adresse beim Genoffen Fris Sinn, Stettiner Str. 30, anzugeben. Abt. Friedrichshain : Dienstag, 26. Oktober, 28 Uhr, im Heint Ebertyftr. 12, Geschäftliches. Abt. Norden: Dienstag, 26. Oftober, 8 Uhr, im Heim Sonnenburger Str. 20( 8immer 5), Vortrag. Abt. Tiergarten: Dienstag, 26. Oftober, 8 Uhr, im Seim Wiclefftr. 5, Borkämpfer des Sozialis Abt. Treptow : Dienstag, 26. Oktober, 8 Uhr, im Heim Elsenstr. 3, mus". Gefangsgruppe. Abt. Webbing: Dienstaa, 26. Oftober. 8 Uhr, im Heim Mufit. Luxemburger Str. 7, Lichtbildervortrag: Die Sächsische Schweiz ". gemeinschaft, Berbebezirk Norden: Mittwoch. 27. Oftober, 8 Uhr, bei Leh mann. Gaudnitr. 21, Uebungsstunde. Abt. Friedrichshagen : Donnerstag, 28. Oftober, 8 Uhr, bei Fen, Friedrichstr. 73, Liederabend. Abt. Gesund brunnen: Donnerstag, 28. Oftober, 8 Uhr. im Seim Schiller- Lyzeum, Bank, Abt. Ede Böttcherstraße," Faust", 2. Teil, Borlesung mit Erläuterungen, Lichtenberg : Donnerstag, 28. Oftober, 8 Uhr, im Heim Barkaue 10, Brett­Spielabend. Abt. Neukölln: Donnerstag, 28. Oktober, 8 Uhr, im Heim Sander ftraße 11, Vortrag: Lebensreform". Abt. Prenzlauer Berg : Donnerstag, Raturwiffens aft 28. Oftober, 8 Uhr, im Seim Danziger Str. 23, Bortrag. liche Abt.: Napevoku- Sigungen nicht mehr Freitags, sondern ab 28. Oftober immer Donnerstags. Wintersportabteilung: Die Abteilung ist in der Lage, Schneeschuhe preiswert zu beforgen bei genügender Beteiligung. Für Ta Stier 34-35. Meldung bis zum 28. Ottober beint Genossen E. Forbrich, Neu­tölln, Hermannstr. 123. Der Beginn des Trodenturfus wird noch bekannt gegeben.

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Naturfreunde- Ausstellung. Anläßlich einer Werbewoche wird in der Zeit vom 26. bis 30. Oktober der Bezirk Schöneberg- Friedenau des Touristenvereins Die Naturfreunde" im Jugendheim der Schule Offenbacher Str. 5a air Friedenau eine Ausstellung durchführen. Material auf den Gebieten der Prä hiftorit, Zoologie und Botanik, Sittenbau der Naturfreunde, Photos, Natur freundebücher usw. wird zur Anficht ausgestellt. Ein Waren- und Buchver trieb ist der Ausstellung angegliedert. Die Ausstellung ist abenbs von 7 bis 91 Uhr geöffnet. Der Besuch ist unentgeltlich. Als Abschluß wird am Sonn­abend, ben 30. Ottober, in der Aula ber aleichen Schule eine Naturfreundes Abendfeier stattfinden. Beginn 28 Uhr. Eintritt 50 Pf. Neue Stiturfe ber AWJ.( Arbeiter- Wintersportintereffengemeinschaft). Ein Teitungsvortrag und Einteilung Mittwoch, 27. Ottober, Fichte- Blak, Baum­fchulenweg, 8 Uhr. Brattische Uebungen ab 8. November, Sonntagsturfus am 7. und 14 November, vormittags 9 Uhr, ebenda. Uebungsgeräte werden ge­Technik stellt. Rurfusgebühr 4,50 M., Mitglieder und Jugendliche kostenlos. und Tattik im Geländelauf( Sti): Ein Lichtbildervortrag mit neuem Lehr­inpenmaterial läuft unter obigem Thema auf der Monatsversammlung der Wintersport AW3. am 4. November, 7 Uhr, Fichte- Plak, Baumschulenweg. fahrt ber WJ.: Wie alljährlich, fährt die AWJ. vom 24. Dezember bis 2. Januar ins Riefengebirge. Schmiedeberger Pak. Mitalieder und Gäste müssen bis 2. Dezember ihre Anmeldung bei Albert Schneidereit, Berlin­Am 26. Dezember Schmargendorf , Roppoter Str. 49, eingereicht haben. Sonnenwendläufe der AWI., offen für den Bund. Wer bei der Quartier verteilung fofort berüdsichtigt werden will, muß der Anmeldung 2 m. Regie­beitrag und 1 M. Rurfusgebühr beifügen. Arbeitsfahrt der AWA.: Zum Ausbau des Bachtgeländes am 31. Oftober Abfahrt 7 Uhr Görlizer Bahnhof, Sonntagsrückfahrkarte Groß- Beesten.

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Dr. Unblutig lebt!

Da geht er hin und singt nicht mehr! Er hatte tatsächlich mit feiner harten Knochenhand bei mir angeflopft. Die mörderische Wirtschafts­grippe graffierte. Der Tod hatte reiche Ernte und seine Gehilfen hatten alle Hände voll zu tun. Einer von diesen fam auch plötzlich und unerwartet zu mir. Als es flopfte, öffnete ich ahnungslos die Tür. Da stand er vor mir, der fnöcherne Lebensradenabschneidergehilfe, und tanzte vor Freude wie wild einen Charleston, daß ich jetzt noch blaue Flede an den Schienbeinen habe. Auf Hühneraugen fonnte er mich glücklicherweise nicht treten, denn die fürchten mich, den Dr. Unblutig, wie die Menschen den Tod. Gewiß, etwas unpäßlich bin ich vorüber­gehend gewesen. Ich war aber teineswegs lebensgefährlich ertranti, um gleich in's Gras beißen zu müssen. Das sagte ich auch dem Ge­hilfen des Todes. Der aber meinte, daß er das besser wissen müßte. Mein Lebenslicht wäre am Erlöschen. Als ich ihm das ausreden wollte, nahm er mich an der Hand und führte mich in den großen Gaal, in dem die unendlich vielen Lebenslichter brennen. Als uns beide dort der Tod selbst jah, schüttelte er mißbilligend den Kopf und jagte zu einem Gehilfen: Das hast Du falsch gemacht."- Sieh hier den Stein des Lichtes!," und er wies dabei auf einen funfelnden Stein, der wie hunderttausend Lichter strahite. Das ist der

Kukirol

Der wird nie erlöschen, weil es immer Menschen geben wird, die an Hühneraugen, Hornhaut., Fußschmerzen und an falten und nassen Füßen leiben." Da hat sich der Gehilfe des Todes schweigend empfohlen. Seitdem hat sich die Kutirol- Fabrik wieder erholt. Es geht aufwärts, da die Wirtschaftslage sich jetzt allmählich besseri und die vielen Millionen Kutirol Verbraucher den Kutirol- Erzeugnissen auch weiterhin treu geblieben sind.

Die vielmillionenfach bewährten Rufirol- Präparate und die be liebten Rutirol- Einlegesohlen werden nach wie vor in anerkannt gleicher Güte hergestellt und sind in fast allen Drogerien und Apothefen erhältlich.

Kutirol Fabrit Kurt Krisp, Groß- Salze bei Magdeburg .