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Jm mitteldeutschen Braunkohlenbergbau.

Front gegen das Mehrheitsabkommen.

Die Kündigung des Mehrarbeitsabtommens im Braun tohlenbergbau hat den stärksten widerhall in allen Revieren gefunden. Nachdem bereits am Sonntag, den 28. November, die Bergarbeiter in über 50 Bersammlungen dem Vorgehen der Tarifperbände einstimmig zugestimmt hatten, haben am 5. Dezember wiederum 70 Berfammlungen stattgefunden, die durchweg gut besucht, zum Teil überfüllt waren. In den Ver­fammlungen wurde einstimmig die Beseitigung des Mehrarbeitsabkommens und die Wiedereinjährung der tarifsichen Arbeitszeit gefordert. In gleichfalls einmütig ange nommenen Entschließungen wurde den Verbandsleitungen das vollste Lertrauen ausgesprochen.

Bemerkenswert ist, daß die Versammlungen teilweise auch von Wertvereinlern besucht waren, die den Entschließungen zustimmten. Wie diese ihr weiteres Berbleiben in den Werkvereinen zu rechts fertigen gedenten, erscheint völlig unverständlich. Viele diefer durch die Werkpropaganda irregeführten Arbeiter sind wieder zu den Ver­bänden zurüdgefehrt. Auch sonst sind allerorts starte Mit­gliederzunahmen zu verzeichnen. Jedenfalls steht fest, daß lich in den bisher über 120 stattgefundenen Bersammlungen mit etwa 35 000 Teilnehmern, nicht eine Stimme für die Beibehaltung des Mehrarbeitsabfommens und gegen die Taktik der Verbands­leitungen erhoben hat. Das ist ein glänzender Beweis dafür, daß die Führung der Intereffen der Bergarbeiter unbestritten fest in den Händen der Gewerkschaftsführer liegt. Bugleich ist es aber auch ein Beweis des völligen Zusammenbruches der Werts. gemeinschaften.

Die Arbeitszeitfrage ist die Feuerprobe für die Harmonie zwischen den Grubenleitungen und Werfsgemeinschaften, die jetzt den Arbeitgebern die Gefolgschaft verfagt haben. Die Arbeitgeber fordern von ihren Schüßlingen unbedingten Glauben an die Notwendigkeit der Beibehaltung der verlängerten Arbeitszeit, die Wertvereinler aber wollen von den Früchten der Gewerkschaften mitgenießen; fie wollen ihre erstreue" mit Vorteilen bezahlt haben. Hier scheiden sich die Wege, bas haben die Bersammlungen bewiesen.

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Der Massenaufmarsch das haben die Bersammlungen gezeigt ist der entschlossene und einstimmige Willensausbrud der mitteldeutschen Braunfohlenbergarbeiter auf Beseitigung des

Mehrarbeitsabtommens.

Mögen die Arbeitgeber, aber ganz besonders das Reichs arbeitsministerium, die richtige Wertung dieser nicht miß­zuverstehenden Stimmung finden.

Die Arbeitslosenfrage.

billigung ber Waren unb burch Arbeitsbefchaffung bürfte ein Mahnruf bleiben.

In einem anderen Referat ,, begründete" Dr Erdmann von der Vereinigung deutfcher Arbeitgeberverbände Arbeitslosenversicherung, von der er sich keine Behebung deren Stellungnahme gegen den Gefeßentwurf über die durchführbar hält, da nach seiner Auffassung das Risiko ber der Erwerbslosigkeit verspricht und die er praktisch nicht für faffen fei. Arbeitslosigkeit versicherungstechnisch nicht zu er­

Genosse Spliedt vom ADG B. und Dr. Pfirrmann vom Butab traten dieser Auffassung entgegen und legten Inapp um­riffen den Standpunkt der Gewerkschaften überhaupt bar. Zusammenfassend fann gesagt werden, daß die theoretisiere..den Ausführungen Dr. Weigert's mie des Unternehmervertreters Dr. Erdmann das Problem der Arbeitslosigkeit seiner Lösung feinen Schritt weitergebracht haben.

Wahlen bei der Teutschen Neichspost.

folibarisch und befumbeten ihre Bereitwilligkeit, mit allen zur Bere fügung stehenden Mittein für ihre Durchfegung einzutreten. Glei h zeitig wurden einmütig für das weitere Borgehen richtunggebende Beschlüsse gefaßt.

Die Aussperrung der Antwerpener Tiamantarbeiter.

Brüffel, 7. Dezember. ( Mib.) Die Antwerpener Unternehmer der Diamantindustrie haben am Sonntag die Schließung der Betriebe für acht Tage beschlossen. Seit gestern ruht in den meisten Antwerpener Betrieben die Arbeit. In den anderen Städten des Landes werden jedoch die Betriebe der Diamantindustrie fortgeführt.

Verschlechterung des Gewerkschaftsrechts?

Condon, 7. Dezember. ( TU.) Das englische Kabinett wird sich morgen mit den Vorschlägen auf Abänderung der Gewerkschafts­gefeggebung befassen. Der endgültige Entwurf liegt dem Kabinett bereits vor. Auf Grund dieses Entwurfes soll der General streit als ungefeglich erflärt und die Immunität auf Grund der Gewerkschaftsafte zurückgezogen werden. In der Frage der Stellung von Streitposten sind Aenderungen vorgesehen, die vor allem ein Massenstreitposten stehen und die Besuche von Haus zu Haus verhindern sollen

Bei den Wahlen für die Beamtenausschüsse wurden 1924 für die freigewertschaftliche Liste 19 498 Stimmen abge­Es ist geben, bei den Wahlen 1926 jedoch 20576 Stimmen. mithin ein Zuwachs von 1078 Stimmen zu verzeichnen. Bei den Es scheint das Schicksal aller Regierungen zu sein, jeder frei­letzten Wahlen der Betriebsräte bei der Deutschen Reichspost sind für die freige werffchaftliche Lifte 37122 Stim- heitlichen Regung durch reaktionäre Maßnahmen zu begegnen zu Bosgewertihaft, Mi gliedschaft im Deutschen Ber. Generalstreit heraufbeschworen hat, macht der englischen Regierung men abgegeben worden, so daß die Allgemeine Deutsche fushen. Nicht das bornierte Berhalten der Zechenbesizer, bas den fehrsbund, bereits eine Gefolgschaft von 57 693 Bersonen im icht noch Kopfschmerzen, sondern lediglich die Folgewirkung dieses Berhaltens, der Generalstreit. Für die Gewerkschaften war der Postbetriebe hat. legte Generalstreif eine Lehre. Könnte er es nicht auch für die Regierenden sein?

Wahl der Metallarbeiter in Jena .

Die Generalve sammlung der Verwaltungsstelle vom 3. Da zember hatte die Neuwahl der Ortsverwaltung vorzunehmen. Es Amsterdam und 231 für die Liste Moskau . wurden 667 Stimmen abgegeben, wovon 436 für die Liste

Die Hamburger Hafenarbeiter fordern Lohnerhöhung. Bei der neuen Lohnbewegung der Hamburger Hafen arbeiter, die das Lohnabkommen zum 31. Dezember gefündigt haben, handelt es sich um eine Forderung auf ohnerhöhung von 20 Pro 3. Das ist dieselbe Forderung, um die es sich bei dem letzten Schiedsspruch drehte. Was für Ham burg beschlossen wird, gilt auch für die übrigen Nordsee häfen, einschließlich der Beferhäfen, sowie für Lübeck und Stettin . Stettin hat den Tarif im Augenblick noch nicht gekündigt; dafür ist bis zum 15. b. M. noch Zeit.

Eine vernünftigere Haltung des Reichsarbeitsministeriums bei der letzten Lohnbewegung im Hamburger Hafen hätte die neuen Verhandlungen ersparen können. Darüber, wie über die Lohnbewegung der Seeleute, foll Schindler nach Rücksprache mit der zentralen Lohnabteilung berichten.

Der Ortsverband Berlin des Reichsbundes deutscher Technik beschäftigte sich am Montag im Plenarsizungssaal des Reichswirtschaftsrats mit dem Problem der Arbeitslosigkeit Geheim­rat Dr. Weigert vom Reichsarbeitsministerium , der über die Befämpfung der Arbeitslosigkeit sprach, fah ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit befonders in der Ueber führung der vom Lande stammenden arbeitslosen Industriearbeiter in die Landwirtschaft, was nach feiner Ansicht bei einer großzügigen Siedlungspolitit Bergarbeiterforderung in der Tschechoslowakei . fehr wohl möglich sei. Erfreulich war, aus dem Munde eines Re- Prag, 7. Dezember. ( WTB.) Gestern fand hier aus Anlaß der gierungsvertreters zu hören, daß eine Rationalisierung Ablehnung der Forderungen der Bergarbeiter auf Gewährung einer Unsinn sei, wenn sie nur eine Leistungssteigerung und Erhöhung Teuerungszulage durch die Grubenbefizer eine gemein des Unternehmerprofits bringe, das Elend der Massen an sich aber fame Ronferenz fämtlicher Bergarbeiterorgani vergrößere. Sein Mahnruf an die Wirtschaft". tatkräftig fationen der Tschechoslowakei statt. Die Bertreter sämtlicher an­mitzuhelfen an der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Berwesenden Organisationen erklärten sich mit den gestellten Forderungen

Allen Genoffen, Freunden und Be

fannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau

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geb. Rauter, nach langjährigem mit Geduld getragenem fchwerem Sals leiden im 68 Lebensjahre rerstorben ift. Der trauernde Gatte

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Der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter teilt uns mit:

Entsprechend den Beschlüssen des Verbandsvorstandes hat auch der Filialvorst and beschossen, an alle arbeitslosen Mits glieder der Filiale eine Weihnachts unterstützung zur Aus­zahlung zu bringen. Bezugsberechtigt für die Unterſtügung aus der Filialfaffe find alle Mitglieder, welche bis zum Beginn in der Zeit vom 18. bis 24. Dezember erwerbslos find; ihrer Arbeitslosigkeit 13 Wochenbeiträge geleistet haben und ebenso diejenigen Mitglieder, welche sechs Wochen arbeitsles waren, jedoch zu Weihnachten höchstens auf zwei Wochen aushilfsweise Be­schäftigung erhalten haben. Die Mitglieder, welche mithin Anspruch auf Weihnachtsunterstüßung haben, müssen sich am Dienstag, Mitt­woch und Donnerstag dieser und der nächsten Woche im 3immer 3 des Verbandshauses, Berlin N. 24, Johannisstr. 14/15, zur Eintragung in die Liste anmelden.

des

Die Ortsverwaltung Berlin Deutschen Holzarbeiter. verbandes zahlt in der Zeit vom 6. bis 18. Dezember an ihre aus­gesteuerten, arbeitslosen und franken Mitglieder eine Ertra unterstügung. Und zwar erhalten Mitglieder, die am Aus­zahlungstage feit zwei Wochen oder länger ausgesteuert und noch arbeitslos oder frant sind, je nach der Dauer der Mitgliedschaft 6,50 bis 12 Met., in den Beitragsstufen unter einer Mart 3,50 bis 8 Mr. Bedingung ist, daß die Mitgliedsbücher der betreffenden Mitglieder in Ordnung sind. Die Reihenfolge der Auszahlung richtet sich nach der alphabetischen Ordnung, die im Arbeitsnachweis und in Zimmer 2, Rungestr. 30 ausgehängt ist.

Berantwortlich für Politit: Dr. Curt Gener: Wirtschaft: Artur Saternus; Gemertfchaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: R. S. Döscher:

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