Die Anarchie in der Textilindustrie.
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Arbeitslosigkeit.
Ueberstunden. Kurzarbeit. Hier ist die Ueberstundenwirtschaft wiederholt aufs schärffte kritisiert worden. An dem Material, das die freigewerkschaftlichen Verbände der Deffentlichkeit zugänglich gemacht haben, wurde nach gewiesen, daß troß der großen Arbeitslosigkeit leberstunden in geradezu unerhörtem Ausmaße geleistet werden. Jetzt hat auch der 3entralverband der christlichen Zegtilarbeiter Deutschlands eine Erhebung über die Arbeitszeit in der Textilindustrie veranstaltet, die erneut beweist, daß das Notgesetz zur Sicherung des Achtstundentages nicht länger auf sich warten laffen darf.
Die Erhebung, die sich über die Woche vom 11. bis 16. Oktober erstreckt, erfaßte 972 Betriebe mit rund 242 000 Arbeitern. In 15 Betrieben mit 4900 Arbeitern wurde 49 Stunden gearbeitet, in 61 Betrieben mit 18 000 Arbeitern 50 Stunden, in 76 Betrieben
mit 30 100 Arbeitern 51 Stunden, in 24 Betrieben mit 4000 Arbeitern 52 Stunden, in 55 Betrieben mit 23 700 Arbeitern 53 Stunden, in 346 Betrieben mit 65 000 Arbeitern 54 Stunden, in 17 Betrieben mit 3400 Arbeitern 55 Stunden. Rund 15 000 Arbeiter in 68 Betrieben arbeiteten mehr als 56 Stunden in der Erhebungswoche.
Daraus ergibt sich, daß in 662 Betrieben mit 165 000 Arbeitern, also in zwei Dritteln der Betriebe mit zwei Drittel der Arbeiter mehr als 48 Stunden gearbeitet wurde, und rund 83 000 Arbeiter in 431 Betrieben, also ein Drittel der Arbeiter in der Hälfte der Betriebe, arbeiteten länger als 53 Stunden.
Gleichzeitig mit den Ueberstunden herrschte Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. In 310 Betrieben mit 76 000 Arbeitern wurde weniger als 48 Stunden gearbeitet, und zwar in acht Betrieben mit 770 Arbeitern bis 24 Stunden, in 30 Betrieben mit 27 000 Arbeitern 25 bis 40 Stunden, und in
222 Betrieben mit 49 000 Arbeitern 41 bis 48 Stunden.
Das Ergebnis dieser Erhebung zeigt, daß in der Textilindustrie gar feine Rücksicht genommen wird auf die Arbeitslosen, die in dieser Industrie noch vorhanden sind, denn trotz der wesentlichen Besserung in der Textilindustrie ist die Zahl der Arbeitslosen immer noch sehr erheblich. Von den Mitgliedern des Zentralverbandes waren in der Erhebungsmoche rund 8,5 Proz. erwerbslos und 40 Braz. arbeiteten bis 48 Stunden. Dieser Anarchie, die verhunden ist mit einem systematischen Lohndrud, muß schleunigst ein Ende gemacht merden.
Generalaussperrung der Schuhmacher.
Weil fie Cohnerhöhung fordern.
Frankfurt a. M., 10. Dezember. ( WTB.) In einer bedeutenden Offenbacher Schuhfabrik hat ein Teil der Arbeiter. schaft ohne Einhaltung der Kündigungsfrist unter Bruch des Arbeitsvertrages die Arbeit niedergelegt. Von gewerkschaft licher Seite ist das Verhalten dieser Arbeiter gebilligt und die übrige Belegschaft aufgefordert worden, sich mit den Streifenben folidarisch zu erklären, eine Zusammenarbeit mit Ersagträften zu verweigern und so eine Schließung des Betriebes zu erzwingen. Auch in Mainz haben bereits zwei Betriebe megen Streifs und Kündigung die Arbeit eingestellt. Die Bereinigten Schuh industriellen des Maingaues haben darauf sich mit den bestreiften Firmen einstimmig solidarisch erklärt und beschloffen, von den Gewerkschaften bis heute mittag eine Erklärung darüber zu verlangen, daß sofort in allen Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen wird, sämtliche Forde rungen und Kündigungen zurückgezogen werden und eine geordnete Aufrechterhaltung und Beiterführung fämtlicher Betriebe des ganzen Gebietes gesichert wird.
Dieses Ultimatum ist von den Gewerkschaften nicht be. folgt worden, so daß nunmehr sämtliche Betriebe der Schuhindustrie des Maingaues fofort der gesamten Belegschaft fündigen und nach Ablauf der Kündigungsfrist die Generalaus perrung verhängen werden. In gleicher Weise wird voraussichtlich auch in den übrigen Bezirken des Deutfchen Reiches verfahren werden, so daß
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eine Generalausfperrung in der gesamten deutschen Schuhindustrie nicht ausgeschlossen erscheint. Wie die Frankfurter Boltsstimme" hierzu meldet, hat eine Anzahl Firmen die Kündigung bereits aus gesprochen. Zwei Firmen, bei denen Hausschuhe hergestellt werden, hätten jedoch erklärt, daß sie sich dem Beschlusse des Arbeitgeber. verbandes nicht fügen würden. Sie wollten ihren Arbeitern nur fündigen, wenn eine Generalaussperrung für das ganze Reich in Betracht komme. Die beiden Firmeninhaber hätten eine Gigung des Zentralverbandes der Unternehmer beantragt, die am heutigen Freitag in Berlin stattfinde, und in der endgültige Beschlüsse gefaßt werden sollen.
besteht, von 997( 1924) auf 1936( 1925) gestiegen. In der gleichen| Zeit hat sich die Zahl der Betriebsratsmitglieder von 3729 auf 4179 erhöht.
Die Ursachen dieser rückläufigen Entwicklung sind befannt. er sich für seine Arbeitskollegen einfegt, sägt den Aft ab, auf dem er fitzt. Wenn nicht das Betriebsrätewesen in fleineren und mittleren Betrieben vollständig zusammenbrechen soll, dann müssen die notwendigen Reformen so schnell wie möglich in die Betriebsrätegefeggebung eingebaut werden.
Aus dem Königreich Stingl- Rex.
Wie man soziale Pflichten abwälzt.
Ein Helfer, der etwa zwei Jahre beim Postamt C 2 beschäftigt war. wurde nach erfolgter Kündigung am 6. Oftober entlassen und erhieli ein Ablehrgelb in Höhe eines Bochenlohnes. Am 11. Ottober wurde er wieder eingestellt und mußte das Abkehrgeld zu rüdzahlen.
Der Helfer ist der durchaus begreiflichen Meinung, daß durch die Burüdforderung des Abkehrgeldes zum Ausdruck gebracht wurde, daß Fortsetzung des alten Arbeitsverhältnisses handele. Deshalb er es fich nicht um eine Neueinstellung, sondern um die hob der helfer, der nach kurzer Zeit wie der entlassen wurde, Einspruch beim Gewerbegericht.
Der Vertreter der Verwaltung fagte, die Rüdforderung des Abfehrgeldes laffe nicht den Schluß auf Fortsetzung des Arbeitsverhält
Staate noch möglich sind. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß die Landarbeiter in dem Kulturstaat Deutschland zum erheblichen Teil schlechter als das Bieh leben müssen. Sind denn diese Zustände den Regierungsstellen bisher volltommen entgangen? Sind die Regierungsstellen denn vollkommen blind gegen das, was sich in den landwirtschaftlichen Betrieben zeigt? Oder betrachtet man diese Dinge als ein Pflänzchen Rührmichnichtan, das man nicht einmal fritisieren darf.
Die polnischen Wanderarbeiter.
Borläufiges Abkommen mit Polen .
Endlich ist zur Regelung der Berhältnisse der Polnischen Banderarbeiter zwischen Deutschland und Bolen nach faft zweijährigen, mit Unterbrechungen geführten BerBerhandlungen begannen im Frühjahr 1925 und wurden nach einer handlungen ein vorläufiges Abkommen abgeschlossen worden. Die Unterbrechung im Herbst vorigen Jahres auf polnische Anregung zu Beginn d. J. wieder aufgenommen. Im Februar werden neue Verhandlungen zum Abschluß eines endgültigen Abtommens beginnen.
Fragen der Anwerbung, des Arbeitsvertrages und der RückwandeDer Inhalt des Abkommens umfaßt in der Hauptsache die rung. In dem Arbeitsvertrag werden die polnischen Wanderarbeiter den einheimischen Landarbeitern gleichgestellt. Die Hauptkam darauf an, daß auch die schon in früheren Jahren nach Deutsch land gekommenen polnischen Wanderarbeiter wieder in die Wanderung einbezogen wurden. Dieses Problem ist in einer Deutschland befriedigenden Weise gelöst worden. Ebenso wurde die Anwerbung für das nächste Jahr geregelt.
schwierigkeiten lagen in der Rückwanderungsfrage. Es
niffes zu. Das Abkehrgeld sei eine freiwillige Seiſtung, die nach den geltenden Bestimmungen zurückzuzahlen sei, wenn der Betreffende nach furzer Zeit wieder beschäftigt werde. Wiedereinstellung am 11. Oftober gefagt wurde, er habe einen er. Die Klage wurde abgewiesen, meil dem Kläger bei seiner sich also nur um ein vorübergehen des Arbeitsverhältnis gelung der deutsch - polnischen Wirtschaftsverhandlungen, sowohl des frankten Beamten für die Dauer der Krankheit zu vertreten, es habe Angesichts der überaus schleppenden und schwierigen Entwic handelt und gegen die Entlassung am 6. Oktober sei kein Einspruch Handelsvertrags- wie der Niederlassungsverhandlungen, ist die Eins gung auf fozialpolitischem Gebiet, wie sie in der Wanderarbeiter effen durchaus gerecht wird.
erhoben.
Hier hat sich also die Boftverwaltung, indem sie den Kläger ausdrücklich für ein vorübergehen des Arbeitsverhältnis einstellte, formell vor den Folgen der Einspruchsflage gesichert. Daß aber auch dieser Fall ein Beispiel für das bei der Post herrschende unfoziale System ist, das betonte der den Kläger vertretende Betriebsratsvorsitzende, indem er ausführte, beim Postanit C 2 werde den Helfern, die entlassen werden, stets gesagt, fie brauchten sich nicht nach anderer Arbeit umzusehen, denn sie würden bald wieder eingestellt. Das sei das bekannte System, wonach immer nur furze Arbeitsper. hältnisse begründet werden, damit die Helfer nicht in den Genuß der Rechte aus einem längeren Arbeitsverhältnis fämen. Die Gewerkschaft habe sich deswegen bei der Oberpostdirektion beschwert und diese habe erklärt, daß sie ein solches Verhalten der Verwaltung des Bostamies nicht billige. Erreicht sei dadurch aber nichts weiter, als daß das Bostamt C2 die Entlassenen nicht nach ein oder zwei, sondern erst nach acht bis vierzehn Tagen wieder einstelle. An dem System selbst sei baburch aber nichts geändert.
Bezüglich des gegenwärtigen Falles bemerkte der Betriebsrats= gefagt, wenn er seine Klage zurüdzie he, dann werde er weiter Dorfizende, der Personalchef des Poftamtes C 2 habe zu dem Kläger beschäftigt. Wer gegen die Bost tlagt, der werde nie wieder eingestellt, der sei für die Boft erledigt.
frage vorliegt, besonders zu begrüßen, zumal fie den deutschen Inter
Die Notlage der Saararbeiter. Saarbrüden, 10. Dezember.( Mtb.) Die gestrige Vollversammlung der Arbeitsfammer des Saargebietes ließ die große Erregung weiter Arbeitnehmerkreise über ihre derzeitige Lage er fennen. Es wurden die großen Schwierigkeiten besprochen, die sich aus der starken Frankenfiut ergeben. Teilweise tam es zu einer erregten Aussprache über den Preisabbau und die von den der OberpreisArbeitnehmermitgliedern geforderte Aktivität kommission. Außerdem wurde von den Gemertschaften, spmohl von den christlichen als auch von den freien, ein Antrag eingebracht, der von der Regierungskommission Linderung der Notlage weiter Vollstreise verlangt, welche bei der sogenannten Beamtenbetreuungsaftion der Reichsregierung leer aus gehen sollen und die nach diesem Antrag mehr als die Bedachten eine Unterstützung nötig haben.
Erfolg der Diamantarbeiter in Antwerpen . Brüffel, 10. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) In der Antähnlich. Wenn er mit der Drohung des dauernden Ausschlusses von Dies Berhalten des Personalchefs sieht einer Erpressung sehr merpener Diamantarbeiteraussperrung haben die Arbeiter einen der Arbeit die Rücknahme einer Klage zu erzwingen sucht, dann muß ähnlich. Wenn er mit der Drohung des dauernden Ausschlusses von wichtigen Sieg davongetragen. Der Unternehmerverband, der von einem Teil seiner Mitglieder im Stich gelassen wurde, verzichtete auf bestehen kann. Es ist höchste Zeit, daß mit dieser unsozialen Unter- schaftsschleiferei und ist bereit, e Lohnfrage ohne weiteres dem er wohl selbst der Meinung sein, daß sein System vor Gericht nicht die Forderung der Abschaffung der gewerkschaftlichen Genossennehmerpratis bei der Post endlich aufgeräumt wird. Schiedsgericht zu unterbreiten. Auf dieser Grundlage wird die Arbeit am Sonnabend wieder aufgenommen.
Wohnungselend der Landarbeiter.
Wie entfehlich das Wohnungselend der Bandarbeiter ist, be meist unter anderem ein Bericht, der dem Vorstand des Deutschen Landarbeiterverbandes in diefen Tagen aus Schlesien und zwar aus dem Kreise Breslau - Land zugegangen ist. Der Bericht stügt sich auf Besichtigungen, die unter Beteiligung von Vertretern behördlicher Stellen durchgeführt wurden. Bir registrieren:
wohl das Schloß von herrlicher und wunderbarer Aufmachung In Baschwiz herrschen ebenfalls trostlose Zustände. Obist, hat man für die Landarbeiter nichts übrig. Die Klosettan lage besteht aus vier. Bretterwänden. Als Sitzgelegenheit dient ein Knüppel. Die Leute müssen sich gegenseitig fest= halten, um nicht in das Loch zu fallen. Für Kinder ist die Anlage überhaupt nicht zu benutzen, da das mit Lebensgefahr verbunden ist. Ein Abfluß der Schmutzwasser ist nicht vor. verbunden ist. Ein Abfluß der Schmußwasser ist nicht vor handen. Der Brunnen mußte wegen Seuchengefahr geschlossen werden. Alles Wasser müssen die Arbeiter bei einem fleinen Befizer holen, da der große alles verkommen läßt.
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bitterstes Glend. Dort hausen deutsche und polnische Land Auf dem sogenannten Rosenvorwerf gibts anstatt Rosen arbeiter eng zusammen. Die deutschen Arbeiter befizen eine Wohnfläche von 12 Quadratmetern, die ausreichen muß, um Familien mit acht, neun und zehn Kindern unterzubringen. Im Berlin , 10. Dezember. ( WTB.) Der Hauptausschuß der ziefer gibt es in Hülle und Fülle. Die Klosettanlage wird von Sommer sind die Wohnungen heiß im Winter bittertalt. Inge= Arbeitgeberverbände der deutschen Schuhindustrie hat Deutschen und Ausländern besucht. Für 50 Menschen sind dort heute im Hinblick darauf, daß in einer Reihe von Bezirken und Betrieben teilweise unter Bruch der einzelnen Arbeitsverträge Lohn zwei Löcher ohne Abfluß vorhanden. Es läuft alles das U neben. forderungen gestellt worden sind, die sowohl in Rücksicht auf Nachdem dann die Verhältnisse auf dem Gute Gniech die Geschäftslage der Schuhindustrie als auch in Rücksicht auf die wit geschildert werden, fährt der Bericht fort: Höhe der allgemeinen Lohnlage in derselben als unberechtigt fiche führen, wenn wir das Gesehene alles wiedergeben wollten. Es wurden noch mehr Güter besucht. Es würde ins Unermeßund unerfüllbar anzusehen sind, einstimmig be= schlossen, für nächste Woche eine Die Herren, die daran teilgenommen haben, mußten doch aner. 2andarbeiterverband führt, sondern daß es oft noch fennen, daß es nicht leere Reden sind, die der Deutsche schlimmer ist, als er es schildert. Die Herren mußten auch zugeben, daß bei solchen Verhältnissen es feinem Landarbeiter zugemutet werden tann, mit Freuden seine Arbeit zu verrichten und daß dann die Landflucht kein Wunder ist.
Generalver
[ ammlung einzuberufen, um in dieser die Generalaussperrung
in fämtlichen deutschen Schuhfabriken zu beschließen.
Die Sabotage des Betriebsrätewesens. Wie dringend notwendig besondere gefeßliche Sicherungen für das Wirten und Arbeiten der Betriebsräte find, zeigen die soeben veröffentlichten Berichte der deutschen Gewerbeaufsichtsbeamten für das Jahr 1925. Die Zahl der vertretungslosen Betriebe ist weiter gewachsen. Die Wahlenthaltung ist besonders start in fleineren und mittleren Betrieben. Im Magdeburger Bezirk ist allein in einer Gruppe von 42 Betrieben mit je 20 bis 200 Arbeitern das Fehlen eines Betriebsrates festgestellt worden. Im Barmer Bezirk befinden sich Betriebsräte nur in Anlagen mit mehr als 100 Arbeitern. Fast überall zeigt sich das gleiche Bild; nur Hamburg macht eine Ausnahme. Dort ist die Zahl der Berriebe, in denen ein Betriebsrat
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Wie bitter war es doch, zu sehen, daß die kleinen Kinder in der verschlossenen Stube fizen mußten, sich selbst überlassen. In anderen wieder die etwas größeren mit Hausarbeiten beschäftigt, um der Mutter für den Mittag ein Teil Arbeit zu sparen, da ihre Zeit ja furz ist. Kartoffeln, Kohlen und Handwerks. zeug in einer naffen Stube. Die Möbel, die vom fargen Lohn erstanden sind, verfaulen nach furzer Zeit. Die Kinder find blaß und verfommen. Krankheiten treten auf, nur weil die Leute für den zu arbeiten haben, der sich angeblich ihr Brotherr
nennt.
Soweit der Bericht. Man faßt sich dabei unwillkürlich an den Kopf und frägt sich, wie solche Mißstände in einem kultivierten
Zur Lohnbewegung der tschechischen Bergarbeiter. Prag , 10. Dezember .( WTB.) Heute erschien bei dem Minister für öffentliche Arbeiten eine Deputation der deutschen und tschechischen Bergarbeiterorganisationen. Der Delegationsführer Brozit verwies darauf, daß die Bergarbeiterschaft bereit fei, zu verhandeln, damit die Frage der Lohnerhöhung auf friedlichem Wege gelöst werden könne. Der Minister versprach, Maßnahmen im Sinne der von der Delemeinfame Beratung der Bergwerksbefizer und der Führer der Berggation vorgelegten Forderungen zu ergreifen. Zunächst soll eine gearbeiter stattfinden.
Amnestie für die englischen Bergarbeiter. erkrankten Premierminister vertritt, empfing gestern abend eine London , 10. Dezember .( EP.) Lord Birkenhead , der den Abordnung von Vertretern der Arbeiterpartei und des Kongresses der Trade Union , die wegen einer allgemeinen Amnestie für die während des Ausnahmezustandes zu Gefängnisstrafen verurteilten ſtimmungen einer allgemeinen Amnestie gegenüberſtünden, daß er Arbeitern vorstellig wurden. Birkenhead erklärte, daß gewisse Bedie Regierung diesem Gedanken ablehnend gegenüberstehe, die aber, um die Delegation nicht mit dem Eindruck zu entlassen, daß wichtigsten Fälle sich zur Prüfung vorlegen lassen wolle.
decker in Frankfurt a. M. eingerichtet werden. Eine Dachdeckerlehrlingsschule ist vom Zentralverband der Dachs Der Unter richt findet im Erholungsheim der Frankfurter Arbeiterschaft( Emmershäuser Mühle) statt. Die Teilnehmerzahl ist zunächst auf 30 beschränkt. Es handelt sich um eine Art Berufsschule. Der umfaßt 3. B. neben Materialfunde das große Gebiet des LehrUnterricht greift über den der Fach- und Gewerbeschule hinaus; er lingsrechts, Staatsbürgerkunde, Bauarbeiterschuh, Unfallversichetralverband der Dachdecker will in der Lehrlingsschule Jahr für rungsgefeßgebung, Krankenkasse, Invalidenfürsorge usw. Der ZenJahr einen größeren Teil der im Verband irgendwie tätigen jugendlichen Kollegen fortbilden und damit einen Stamm von jungen Leuten heranziehen, die durch ihre auf der Schule erworbenen Kennt nisse zunächst in ihrem Kreise wirken und später auch für die Gesamtbewegung Dienste leisten können. SPD
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