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Aus den Bezirken.

3. Bezirk.- Wedding.

Die Bezirksverordnetenversammlung beschäftigte sich zunächst mit einer Borlage des Bezirksamts über die Bewilligung von 15 750 M. aus Vorbehaltsmitteln für besondere Notstands maßnahmen. Das Geld soll zur Beschaffung warmer Unterkleidung für die Erwerbslosen und deren Kinder sowie als Beitrag zur Verschickung Tuberkuloser verwendet werden. zu sehr lebhafter Debatte führte ein Antrag der KPD., daß den Notstandsarbeitern die Regentage mitbezahlt werden sollen. Genosse Krause führte dazu aus, die Notstandsarbeiter würden in der Hauptsache nach dem Tarif der Bauarbeiter bezahlt und dieser Tarif lenne eine Bezahlung der Regentage nicht; darum sei die SPD . nicht dafür Sie stelle aber felgenden Abänderungsantrag: Das Bezirksamt wird ersucht, beim Landesarbeitsamt sowie beim zentralen magistrat zu veranlassen, daß den Notstandsarbeitern der Unterstügungssatz für Erwerbslose unter allen Um­ständen garantiert werde!" Die SPD. wolle dafür sorgen, daß Arbeitende nicht weniger erhalten als Arbeitslose. Das Ziel der SPD. aber sei, das Arbeitsverhältnis der Notstandsarbeiter in ein freies Arbeitsverhältnis umzuwandeln. Dies tönne aber mur durch Beschlüsse des Reichstags geschehen. Genosse Stadtrat Bock führte Klage, daß einzelne Notstandsarbeiter mit Absicht nur ein Mindeſtmas von Arbeit leisten, so hätte der kommunistische Bezirks­verordnete Berndt, der auch als Notstandsarbeiter auf den Rehbergen beschäftigt werde, und noch zwei Arbeiter während eines Tages nur 10 Quadratmeter rigolt. Den Gewerkschaften sei es zu danken, wenn die Netstandsarbeiter nach dem Tarif der Bauarbeiter bezahlt wür­den. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der SPD. , daß den Notstandsarbeitern der Unterstützungssatz der Erwerbslosen unter allen Umständen garantiert werden müsse, mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen. Zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen Sozialdemokraten und Kommunist en fam es nach der Abstimmung. Als Genosse Klose darauf hinwies, daß der fommunistische Frattions= vorsigende nicht nur Gastwirt, sondern auch Auto mobilführer sei, also einen deppelten Beruf habe und so einem Erwerbslosen das Brot wegnehme, wurde der tommunistische Fraktionsführer in seinen Ausführungen derart ge­mein, daß die Sigung aufgehoben werden mußte.

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6. Bezirk Kreuzberg.

Vor Beginn der letzten Bezirksversammlung fiel die rege An teilnahme der Mitglieder aller Parteien an dem Befinden unseres Friz 3ubeil auf. Allseitig wurde der Hoff­nung Ausdruck verliehen, daß es der ärztlichen Kunst gelingen möge, den allverehrten Kämpfer am Leben zu erhalten. In der Be­zirksversammlung brachte das Bezirksamt durch Borlage zur Kennt­nis, daß der Magistrat aus finanziellen Gründen auf seinem frü heren Standpunkt beharre und feine Mittel für den Um. bau von gewerblichen Räumen zu Verwaltungszweden hergeben könne. Das Bezirksamt ist somit nicht in der Lage, Wohn­räume freizumachen und ihrem ursprünglichen Zwecke zuzuführen. Ein von uns gestellter und vom Genossen Sänger begründeter An­trag verlangt unter Berufung auf den in der Stadtverordneten rersammlung angenommenen Antrag unserer Fraktion betreffend Schaffung von Arbeitsgelegenheit einen erneuten Borstoß in dieser Richtung. Dem Antrag stimmten alle Parteien zu. Ebenfalls einstimmige Annahme fand ein von den Demo­fraten gestellter und von der Wohlfahrtsdeputation empfohlener Antrag auf Erhöhung der Entschädigung für die mit Arbeit über­lafteten Wohlfahrtsvorsteher. Der Antrag geht an den Magistrat weiter. Die Bezirksversammlung stimmte weiter der Ausführung eines vom Garten- und Bauamt vorgelegten Entwurfes über die

Mufitaufträge

übergibt man nur dem Nachweis bes Deutsch. Musikerverbandes, Berlin O 27, Andreasstr. 21( Königstadt 4310, 4048). Geschäftszeit 9 bis 5, Sonntags 10 bis 2 Uhr. Auf Wunsch Vertreterbefuch

Errichtung eines architettonis fchönen Rinderlpiel| Bezirtsami wiederholt beabsichtigte Umgestaltung des Rir. plages auf der Gneisenau promenade in der Nähe der plages in Wilhelmshagen, der wirklich sich in einem troft. 3ossener Straße aus Borbehaltsmitteln beider Körperschaften zu. Losen Zustand befindet, zu einer Schmuckanlage leider an der ab­Bon den Rednern aller Fraftionen wurden zu einem demokratischen lehnenden Haltung der Kirchengemeinde gescheitert ist. Die Kirchen­Antrag auf Beseitigung der schlechten hygienischen 3ugemeinde hat die vom Bezirksamt geforderte Auflaffung des Blazes stände in den älteren Boltsschulen des Bezirts viele Miß an die Stadt, welche in Anbetracht der erheblichen Herstellungskosten stände in bezug auf die Abortanlagen gerügt. Es herrschte unerläßlich war, abgelehnt. Einmütigkeit darüber, daß Abhilfe nur eine Aufteilung der Schul­verwaltung bringen fann.

11. Bezirk Schöneberg.

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In der Bezirksversammlung vom 8. Dezember wurde Genosse Ostar Hauffe, der schon früher einmal der Versammlung ange­hörte, an Stelle des ausgeschiedenen Genossen Obst eingeführt. Das Bezirksamt zog es vor, eine Anfrage unserer Fraftion über die noch immer nicht behobenen Mängel in dem Jugendheim, das in der ehemaligen Rapelle des früheren Maison de santé" untergebracht ist, nicht zu antworten. Die Anfrage wird erst in der nächsten Sitzung Gegenstand der Verhandlung sein. Bei der Errichtung eines Schwimmbades auf dem Dominicusplatz haben sich mancherlei Schwierigkeiten ergeben, so daß zur endgültigen Klärung ein beson derer Ausschuß eingesetzt werden mußte. Die Kommunisten, die bei den Ausschußberatungen des Haushaltsplanes durch Still­schweigen glänzten, überraschten die Versammlung mit einer Reihe von Anträgen, aus denen ihre Untenntnis des tatsächlich schon Geleisteten wieder einmal hervorging. Sie forderten u. a. beim Kapitel Unterstützungswesen" freie Arztwahl und freie bie feit langem erfüllt sind. Sie stellten auch Forderungen, Fahrtausweise für Schwerbefchädigte, Forderungen, bie längst in den Boranschlag hineingearbeitet waren, und bewiesen damit, daß sie die Kunst, einen Etat zu lesen, bisher noch nicht be griffen haben. Leider wurde die sozialdemokratische Fraktion durch einen von den Bürgerlichen gestellten Schlußantrag daran gehindert, Endlich wurde noch ein bürgerlicher Antrag, der die Freigabe der die praktische Tätigkeit der Kommunisten ins rechte Licht zu setzen. Rodelbahn im Stadtparf behandelt, beraten. Genosse Ram= romiti mies auf die zahlreichen Unglüdsfälle hin, die bei der Be­nuzung dieser Bahn zu verzeichnen waren. Er sprach die Erwartung brauchsfähig gemacht werden möge. aus, daß die Rodelbahn durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen ge=

16. Bezirk Cöpenid.

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Vorbildliche Genossenschaftsfilme.

Zu den vorzüglichen Filmen der zum Zentralverbande deutscher Ronfumvereine gehörigen Zentralen ist ein weiterer Film getommen mit dem Titel: Trinkt gesunde Milch! Dieser Film zeigt den neuen, aufs modernste eingerichteten Molkereibetrieb der Pro­duktion", Hamburg , auf deren Gut Schwanheide( Mecklenburg ). Der Film läßt hochentwickelte Technik und Wissenschaft auf dem Gebiete der Milchversorgung großstädtischer Verbrauchermassen Schauen. Intereſſant find auch die Aufnahmen vom Leben und Treiben auf dem 1600 Morgen großen Gute Schwanheide . Der Film weist auf den gesundheitlichen Wert und auf die hohe volks­und des Milchgenusses hin. Alle Sachverständigen, die den Film wirtschaftliche Bedeutung der Milchgewinnung, Milchbehandlung schon gesehen haben, sind einer Meinung über die glänzend ge­lungene Herstellung des Filmes. Der Film iſt als Lehrfilm von der Bildstelle des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht in Berlin anerkannt worden. Es heißt in der Zulassungsbescheinigung: Der Bildstreifen ist geeignet für Berufeulen des Nahrungsmittel­schafts-, Frauen- und höhere Mädchenschulen, für obere Klaſſen von gewerbes, für Haushaltungsschulen, niedere und mittlere Landwirt­Boltsschulen, Hausfrauenvereine und Volksbildungsveranstaltungen."

Weihnachtskonzert der Schupo. Das Kommando der Schutz­ polizei veranstaltet am Sonntag, den 19. Dezember, vormittags nachtskonzert. Der Zweck der Veranstaltung sell sein, den wenig 11 Uhr, im Großen Schauspielhaus, Karlstraße, ein Weih­bemittelten Bevölkerungsfreifen durch gute Musik, die der Weih nachtsstimmung Rechnung trägt, eine Freude zu bereiten. Die Lei­tung des zirka 80 Mann starten Sinfonieorchesters der Schutzpolizei hat der langjährige Dirigent des Philharmonischen und Blüthner­Orchesters, Camillo Hildebrand , übernommen. Es wirft außer­dem der Gemischte Chor der Schuhpolizei"( zirfa 200 Mitglieder) mit. Besonders hervorzuheben ist, daß auch Frau Gertrud Bindernagel ( Staatsoper Berlin) sich in den Dienst der guten Sache gestellt hat.

Das Fest ber goldenen Hochzeit feiern am 18. Dezember der Tischler Gustav Felfch und feine Ehefrau Marie, wohnhaft Große Frankfurter

Straße 14, in geistiger und Förperlicher Frische und im Kreiſe ihrer Rinder.

Fünfzigjähriges Meisterjubiläum. Herr 8immermeister Otto Frohnede hat am 21. Dezember 1876 vor der Brüfungstommission zu Solzminden fein Meifter­diplom erworben, fo baß er an diesem Tag fein 50jähtiges Meisterjubiläum feiert. Der Jubilar steht im 71. Lebensjahr.

Wanderungen durch den Kreis Teltow. Bon Wilhelm Reichner, 1 und 2. Teil. Verlag Robert Rohde, Berlin W 35.

Der Name des Kreises Teltow ift jebem Berliner bekannt, aber über den

Streis felbft, über das, was er in Wirklichkeit birgt, weiß man so gut wie nichts. Da hat sich nun ein Berliner Bandersmann und Heimatfreund, der auch mit dem Reichenstift gut umzugehen weiß, Wilhelm Reichner, aufgemacht

In der außerordentlichen Sitzung vom 10. d. M. wurden die Bedarfsnachweise für 1927 einstimmig ange. nommen. Zahlreiche Anträge wurden beraten und insbesondere der von den Kommunisten eingebrachte Antrag der Nichtbeschäftigung von Mitgliedern monarchistischer Organisationen im Verwaltungs­bezirk der Stadt Berlin löfte eine lange Redeschlacht aus. Die fozial­demokratische Fraktion hatte dafür einen Antrag eingebracht, nach dem bei der Wahl von Wahlbeamten unter gleichen Bewerbern dem jenigen der Vorzug zu geben sei, der treu auf dem Boden der Repu­ blik stehe und dies öffentlich bekunde. Beide Anträge wurden gegen die Stimmen der Bürgerlichen angenommen. Von den Anträgen unserer Partei, die bei der Beratung des Haushaltsetats angenommen wurden, seien noch folgende hervorgehoben: bei Submissions arbeiten mur Arbeitgeber zu berücksichtigen, die die Tarife und Lohnabkommen, die zwischen den in Frage fommenden Organi­fationen gefchloffen wurden, berücksichtigen, feine Lehrlingszüchter find und ihr Gewerbe nach gewerblich einwandfreien Grundsägen betreiben. Ein anderer Antrag forderte, bei der Zentrale auf die Ergänzung und Instandsegung der sehr vernachlässigten Bestände der SPD . Frattion: mit dem Ausbau des Verkehrs und der an Lehrmitteln in den Schulen zu bringen. Andere Anträge Berbesserung der Straßen in den Außenbezirfen zu beginnen. Kom­munistische Anträge, die sich im Rahmen des Möglichen bewegten, wurden mit unserer Unterstüßung angenommen. Auch die bürger­lichen Anträge auf Bermehrung der weiblichen Assistenzärzte an den städtischen Krankenhäusern und die Bildung einer Deputation für Leibesübung im Bezirk fanden einstimmige Annahme. Die Ber- verhältnisse des Kreises und feine Berwaltung wären bes Schilberns wert. fammlung befaßte sich dann noch mit dem Ausbau der Straße 50 in Friedrichshagen und der Entwässerung in Wilhelmshagen, die drin­gend notwendig geworden ist. Die Beratungen nahmen einen ruhigen Berlauf, da die sonst von gewisser Seite hinfommandierte Buhcrerschaft fehlte.

Eine schönheitsfeindliche Kirchengemeinde. Los von Berlin ! Berlin vernachlässigt uns!" So und ähnlich hetzt man jetzt wieder in den ländlichen Orten der Außenbezirke. gogisch man dabei vorgeht, zeigt folgender Borfall, der uns aus dem Bezirt Köpenid gemeldet wird. In der letzten Bau­deputationssizung fam unter anderem zur Sprache, daß die vom

und hat den ganzen Kreis Teltow abgewandert. Und was er sah und erlebte, will er in drei Bänden, von denen zwei erschienen find, der Mitmelt bekannt­geben. In ber Eat, es ist zum Erstaunen viel, was es in biefem an fich fargen Landftrich zu fehen gibt. Aber man muk, wie Reichner selber die Augen gut auftun, man muß, wie er, mit einer hingebenden Liebe zum Land, feinen Menschen und seiner Geschichte erfüllt sein, um fich in Erinnerung gelangweilt von so einer Aufgabe abzuwenden. Und wenn bie Darstellung

an den reich quellenden landschaftlichen Reizen anderer deutscher Striche nicht des Berfaffers auch teine literarisch- künstlerische ist und wohl auch nicht sein will, fo ift fie in ihrer schlichten Gachlichkeit ein immer angenehmer Weg gefährte. Wie unfere meiften Seimatschilderer entgeht auch Reichner nicht ber Gefahr, allzu historisch zu werden und man würde gern sehen, daß er auch der Gegenwart und den Aufgaben der Zukunft näher träte. Der Ber­faffer versucht eine Synthefe aus Urgefchichte, Geschichte, Stulturgeschichte, Ber­tehrsaefchichte, Gage, Bollstunde, Gealogie, Roologie und Botanit. Hoffen lich behandelt er im britten Band die Stadt Teltow , beren heutige Entwicklung beachtenswert ist, ferner ben Teltowkanal und das Gebirge" des Kreises Teltow , die Gipsberge bei Sperenberg . Auch die Wirtschafts- und Sozial­Jm ganzen find es so erfreulich wirkende Bücher, daß fie getrost in bie Boltsbibliotheten fowie in die Büchereien ber Wanderer und Heimatfreunde gehören. Auch der Boltsschulunterricht auf dem Lande dürfte profitieren. Wir Sozialisten wollen Reichner Dant wiffen, daß er unferem Rurt Grottewig ein freundliches Denkmal feste.

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In jüngster Zeit rieseln Seifenflocken wie Blüten im Mai auf die erstaunte Hausfrau nieder. Schup­pen, Flocken, Schnitzel, Späne wer kennt sie alle, nennt die Namen? Halb ärgerlich, halb belustigt blickt sie in das tolle Gewirbel, das sich ihrer feinen Wäsche bemächtigen möchte. Endlich wehrt sie sich entschlossen:

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Nicht alles, was die Luft durchrieselt, ist rein wie Schnee. Nicht alles, was sich Seifenflocken nennt, ist

auch nur gute, reine Seife. Was käme den seiden­zarten LUX- Seifenflocken gleich, deren beispielloser Erfolg diesen Wettlauf aussichtsloser Nachahmungen heraufbeschworen hat?

Es bleibt beim Alten:

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