Das beste Agitationsmittel wäre, unsere Leute auf dem Lande seßhaft zu machen.
Für die Anträge Nieder- Barnim tritt als letter Redner in der Diskussion Schimansti- Adlershof ein. Er will, daß die einzelnen Programmpunkte zu Anträgen im Parlament verwendet werden.
Gerisch theilte in seinem Schlußwort mit, daß Genosse Schippel bereits als Korreferent von der Agrarkommission bestimmt sei. Dem Wunsche, daß eine Kommission Don
3 bis 5 Personen Befugniß erhält, Material zu sammeln und zu bearbeiten, tönne er sich nur anschließen. An guten Flugblättern für die Landagitation sei noch nie Ueberfluß gewesen. Der Referent tritt dann noch der Auffassung entgegen, als ob die ,, Ellbogen freiheit", welche mit den Nieder- Barnimer Anträgen erreicht werden soll, für sich allein, unabhängig von der Agitation, erreicht werden könnte.
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sich nur verschlechtern werde. Nach den Stimmen in der Presse Zu dem Artikel IX( 3ahl der Lehrlinge) wird in der zu urtheilen, wird schon eine Korrektur des Vereinsgefeßes am ersten Beile hinter dem Worte können" die Einschaltung der grünen Tisch geplant. Worte: nach Anhörung der betreffenden Innungsverbände" beStadthagen bestreitet, daß man sich durch Einbringung schlossen und statt des Schlußwortes dieses Artikels befugt" das eines derartigen Gesezentwurfes verschlechtern könne. Der An- Wort verpflichtet" eingesetzt. trag wirte agitatorisch und könne deshalb unbeanstandet an- Dem Artifel X( Lehrlingsverhältniß) Abfah I wird folgender genommen werden. Wortlaut gegeben: Der Antrag Krasemann wird sodann angenommen. Bei Arbeitern unter 17 Jahren, die mit technischen HilfsEin Antrag der Gubener Genossen: Die Parteifonferenz leistungen nicht lediglich ausnahmsweise oder vorüberwolle beschließen, den Parteivorstand zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß gehend beschäftigt die Agitation in der Niederlaufih durch unsere Abgeordneten durch sie in einem Lehrlingsverhältniß stehen. werden, gilt gilt die Vermuthung, daß Im übrigen ist Vorträge mehr als bisher gefördert werde, damit die Rotte" die Frage, ob ein solches vorliegt, nach den Umständen des ein auch hier immer zahlreicher wird wurde der Agitations- zelnen Falles zu entscheiden. Beiden Theilen steht die Berufung tommission überwiesen. bei den Handwerkskammern zu. Ein solches Verhältniß kann Ein von Wriezener Genossen gestellter Antrag, betr. Protest auch dann angenommen werden, wenn ein schriftlicher Lehrgegen den Sedanrummel, wurde weil verspätet zurück vertrag nicht abgeschlossen oder ein Arbeitsverhältniß verDiese letzteren Anträge wurden als die weitgehendsten zuerst gezogen. Eine Sympathie- Erklärung für die Essener Genossen, einbart worden ist, daß das Verhältniß als ein Lehrverhältniß zur Abstimmung gebracht und einzeln sämmtlich angenommen. welche in dem Meineidsprozeß verurtheilt sind, gelangt zur gelten folle." Sie lauten: einstimmigen Annahme. Die Parteikonferenz wolle beschließen, den Parteitag zu Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen und nachdem zweiten Abfazes beschlossen. Es würde, so meinte man, zu ersuchen: 1. Einen prinzipiellen Gegner des Agrarprogramms Antrick noch die von der Kommission verausgabten zum Rorreferenten zu bestellen. 2. Das Agrarprogramm a b- Broschüren der Beachtung empfohlen hatte, schloß der Vorzulehnen. 3. Die Thätigkeit der im vergangenen Jahre gewählten sigende Thomas die Verhandlung um 6 Uhr abends mit drei Agrarfommission für erledigt zu erachten. 4. Der Reichstags- fachem Hoch auf das Wachsthum der Rotte". frattion abermals im Interesse der Förderung der Landagitation
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Bu Artikel XI( Meistertitel) wurde die Streichung des großen Unzuträglichkeiten führen, wenn für jedes Gewerbe eine Prüfungskommission eingesetzt würde. Auch nicht ein Vertreter der Regierung, sondern ein Vertreter der Handwerkskammer solle als Kommissar fungiren. Dem Handwerkerſtande müsse Mit dem Gesange der Marseillaise gingen die Theilnehmer man Vertrauen entgegen bringen und ihm das Prüfungswefen allein überlassen. Klagen in dieser Beziehung #seien bisher auch nicht über die Meisterprüfungen laut geworden. Man giebt schließlich dem Artikel XI folgende Wer ein Handwerk selbständig betreibt, darf den Meistertitel vom 29.- 31. Juli 1895, nur führen, wenn er eine Gesellen und eine Meifterprüfung eines Handwerks abgelegt hat.
den Auftrag zu ertheilen, die unter Nr. 91 des vorjährigen der Konferenz auseinander. Parteitagsprotokolls befindlichen Anträge( Forderung voller Verantwortlichkeit der Beamten, Aufhebung der Gefeßesbestimmungen, welche die Ausübung des Schankgewerbes und die Abhaltung öffentlicher Luftbarkeiten einschränken und Aufhebung der Ausnahmegesetze gegen ländliche Arbeiter und gegen das Gesinde) zu wiederholen.
Die von Berlin II und VI gestellten Anträge waren damit erledigt. Man trat nunmehr in die Berathung des Punktes Presse ein. Hierzu lagen drei Anträge vor.
1. Die Parteifonferenz, auf der sämmtliche Kreise der Provinz vertreten sind, spricht sich entschieden gegen Neugründung von Parteiblättern aus. Den Kreisen wird es zur ernsten Pflicht gemacht, für die Einführung bezw. weiteste Berbreitung der zur Beit anerkannten Parteiorgane zu wirken. Den einzelnen Kreisen bleibt es überlassen, welche anerkannten Parteiblätter sie einführen wollen.
2. Die Agitationskommission wird beauftragt, für die Landagitation ein Sonntagsblatt herauszugeben.
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3. Die Parteigenossen von Finsterwalde beantragen, das ,, Niederlaufizer Volksblatt" als Partei- Organ anzuerkennen. Schmidt- Sonnenburg erklärt sich als Gegner projektirten Sonntagsblattes und gegen Neugründung von Blättern überhaupt. Wo solle der Handarbeiter blos die Zeit hernehmen, um alles zu genießen?
abtreiben.
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Die Handwerker- Konferenz
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( Schluß.) Die Einsetzung eines Gesellenausschusses bei der Handwerkskammer wurde unbedingt mit der Motivirung abgelehnt, daß in den Innungen und Innungsausschüssen den Gesellen schon genügende Befugnisse eingeräumt feien; die Handwerkskammer habe auch ihrem ganzen Wesen nach keine Aufgaben, bei denen es nöthig wäre, die Gesellen zuzuziehen.
Hinsichtlich der Aufbringung der Kosten der Handwerkskammer erachtete es die Handwerker- Konferenz für eine nicht zu rechtfertigende Belastung des Handwerkerstandes, wenn man ihm die Tragung dieser Kosten zumuthen sollte; es wurde vielmehr beschlossen, dieselben aus öffentlichen Mitteln aufzubringen.
Alljährlich sollen die Handwerkskammern über den zur Er füllung ihrer gesetzlichen Aufgaben erforderlichen Rostenaufwand einen Voranschlag aufstellen; derselbe bedarf der Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde.
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Saffung:
Die Meisterprüfung ist vor einer Innung oder vor der für einzelne Gewerbe von der höheren Verwaltungsbehörde hierzu eingesetzten Prüfungskommission abzulegen. Vorsitzender ist in ersterem Falle ein von der Handwerkskammer Beauftragter.
zur vollständigen Ausführung der gewöhnlich vorkommenden Die Prüfung darf sich nur auf den Nachweis der Befähigung Arbeiten des Handwerts oder Handwertszweiges und auf das Vorhandensein der zum selbständigen Betriebe des Handwerks nothwendigen gewerblichen Kenntnisse( Buch- und Rechnungsführung) erstrecken.
Die unbefugte Führung des Meistertitels ist strafbar und von der Behörde zu verhindern.
Zu erwähnen ist noch die bündige Erklärung der Regierungsvertreter, daß dem Reichstage in seiner bevor= stehenden Tagung ein Gefeßentwurf betreffend die Organisation des Handwerkszugehen wird, bei dessen Ausarbeitung das gewonnene Ma terial berücksichtigt werden soll.
Gewerkschaftliches.
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Die Art der Gründung des Niederlausitzer Boltsblattes" Die Ehrenamtlichkeit der Aemter in den Innungen, bespricht Me Bel Finsterwalde in längerer Rede. Er betont, Innungsausschüssen und Handwerkskammern wurde sodann mit daß er persönlich die Ansicht vertrete, daß der Beschluß der der Maßgabe beibehalten, daß die erweislich baaren Finsterwalder Genossen tros des ablehnenden Votums der Auslagen den betreffenden Personen vergütet werden sollten. 94er Konferenz, ein eigenes Blatt zu gründen zu mißbilligen Die Konferenz- Mitglieder konnten sich nicht der Ueberzeugung Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über sei. Er komme dem Auftrag seiner Wähler nach, wenn er den verschließen, daß, wenn man den Rahmen der Zwangsorganisation Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Antrag Finsterwalde hier vertrete. Organisation tragen. und zumal denjenigen der Handwerkskammer feststelle, man auch Krasemann Neu- Ruppin empfiehlt seinen Antrag betr. vorbereitende Maßregeln für das Inslebenrufen der neuen Im Correspondent für Deutschlands Buchdrucker die Herausgabe eines Blattes, das unentgeltlich den Vertrauens- Institutionen treffen müsse. Hierfür wurden in dem Gesez und Schriftgießer" wird die Behauptung aufgestellt, der VorPersonen zugestellt werde und von diesen zur Verbreitung ge- entwurfe des Herrn Staatssekretärs Dr. v. Bötticher bewärts" habe in feinem am 1. September gegen den" Corbracht werden soll. treffend die Einrichtung von Handwerks respondent"- Redakteur Gasch veröffentlichten Artikel frivole Köfter- Schöneberg will, daß die Presse mehr dem tammern die geeigneten Unterlagen gefunden, indem diese Vorwürfe" gegen die Buchdrucker- Organisation erhoben. Das ist Empfinden und dem Verständniß des kleinen Mannes angepaßt letteren einen provisorischen Charakter tragen und zu dem in doppelter Beziehung unwahr. In der betreffenden, vom fein soll. Das Voltsblatt" für Teltow hat zu viele Fremd- 3wede hauptsächlich errichtet werden sollen, bei der Der Corr." selbst angeführten Stelle ist lediglich von Strömungen worte. Die Blätter sollten sich nicht gegenseitig die Abonnenten Organisation des Handwerks mitzuwirken und sich über den die Rede, die sich in der Buchdrucker- Organisation oft genug den Handwerkskammern zu gebenden Unterbau zu äußern. Daher breit gemacht haben und dem Effekt nach darauf hinausliefen, 3ubeil ersucht die unter 2 und 3 gestellten Anträge abzu- wurde für richtig gehalten, am Schlusse der„ Grundzüge über der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Hemmnisse zu bereiten. lehnen. Es sei sehr befremdend, daß der finanziell gar nicht die Organisation des Handwerks" vor dem von dem„ Lehrlings- Unfere Meinung bezieht sich also nicht auf die Organisation günstig gestellte Kreis Ralau- Luckau ein eigenes Blatt für sich in wesen" handelnden Abschnitte eine Uebergangs- Beschlechtweg, sondern auf gewiffe Mitgliederkreise, die feinerzeit Anspruch nimmt. stimmung mit folgendem Wortlaut zu beschließen: den Ton angaben und deren Hauptvertreter sich heute im PrinEwald- Brandenburg: Unsere Blätter werden zum theil Die erstmalige Wahl zur Handwerkskammer erfolgt a13- zipalslager befinden. Aber auch diesen Mitgliederkreisen haben aus Furcht vor Maßregelungen nicht gelesen. Wo sollen die bald nach Intrafttreten dieses Gesetzes für wir nicht die Absicht unterschoben, der sozialdemokratischen Leute hergenommen werden, nur ein Sonntagsblatt zu vertheilen? drei Jahre auf Berufung der Verwaltungsbehörde für diejenigen Arbeiterschaft zu schaden, sondern wir sagten nur, daß dies der Zweckmäßig sei, wenn die Genossen sich an einem Orte schlüssig Handwerker, welche 25 Jahre alt und im Besize der bürger- ffett, nämlich die Wirkung ihres Thuns gewesen wäre. machen, daß sie nur ein Parteiblatt lesen wollen( Postabonnenten lichen Ehrenrechte sind und mindestens ein Jahr im Bezirke der und dem ist so. abgerechnet). Die Kosten für die Expedition werden dann um Handwerkskammer ein stehendes Gewerbe mit Gesellen oder Lehr- lichen um nichts besser ist als die der eben zurückgewiesenen, beUnter anderen Behauptungen, deren Qualität im wesentein Bedeutendes verringert werden. Andernfalls sollte man lingen betreiben. jedem Blatte einen bestimmten Bezirk zuweisen. Den bestehenden Innungen des Bezirks ist die Berechtigung findet sich eine Beschwerde der" Correspondent "-Redaktion darGegen die Sanktionirung der Finsterwalder Gründung spricht beizulegen, einen näher zu bestimmenden der Bedeutung der über, daß im Vorwärts" in der Besprechung eines Buches über sich der Redner mit Entschiedenheit aus. Innung entsprechenden Theil der Mitglieder der Handwerks- die Konsumvereine der Saß steht: Wir haben aber hier wohl fammer zu wählen. Auch kann sonstigen Vereinigungen von nicht nöthig, auf das utopistische der Arbeitslosen= Gewerbetreibenden eine ähnliche Wahlberechtigung beigelegtersicherung, vor allem wenn sie sich auf die Arbeiter allein flüßt, hinzuweisen." Das bezeichnet die„ Correspondent "= Die vornehmste Aufgabe der so gebildeten Handwerkskammer Redaktion wüthend als eine mißlungene Geistesblüthe", mit der ist, die Durchführung der Organisation des Handwerks so zu der Vorwärts"" wieder" einem gewerkschaftlichen Hilfsmittel fördern, daß nach Ablauf der dreijährigen Zeitdauer die Neu- in die Quere fahre. Dabei wird in demselben ,, Correspondenten ", wahl der Handwerkskammer nach Maßgabe dieses Gesetzes ge- wo das gedruckt ist, seit Jahren gepredigt, daß die Kaffen der schehen tann." Buchdrucker- Organisation unter der Last der Arbeitslosenversiches rung fast erdrückt würden, daß vornehmlich aus diesem Grunde der Neunstundentag eingeführt werden müsse, nämlich um zu entlasten und dadurch die Kosten der Arbeitslosen- Unterstüßung zu vermindern; man hat ferner früher wiederholt die Aufforderung an die Buchdruckereibesitzer gerichtet, zu den Kosten der Arbeitslosenunterstügung mit beizutragen, weiter weiß jedes Kind, daß die Gewerkschaften, einschließlich der Buchdrucker- Organisation, nur eine Arbeitslosenunterstügung zahlen können, die den Arbeitslosen bei längerer Dauer der Arbeitslosigkeit nicht davor bewahrt, sein bischen Habe aufs Pfandhaus zu tragen oder Schulden zu machen. Und da soll die Arbeitslosenversicherung, zumal wenn sie auf die Arbeiter allein gestützt ist, feine utopistische sein? Gewiß, sie ist utopistisch, zumal in der wissenschaftlichen Bedeutung, wie dieser Ausdruck in der Rezension des Vorwärts" zu verstehen ist. Es handelt sich dabei um die Doktrin der liberalen Volkswirthschaft, wonach der Arbeiter die Wirkung der Krisen durch
Salomon Wriezen bemerkt: Der Antrag Krafemann ist unannehmbar. Das Blatt würde nichts nüßen, wohl aber den anderen Blättern sehr schaden.
Gegen das Verlangen der Finsterwalder Genossen spricht sich Löwy Frankfurt ebenfalls aus.
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werden.
Delou Forst betont, daß die" Finsterwalder Zeitung" eine Privatgründung eines Mannes fei, dem die Sache jest schon wieder leid geworden wäre.( Hört Apelt Berlin führt aus, daß die Genossen des Ruppiner Die Vorschläge für die Regelung des Lehrlingswesens in den Kreises mit der Brandenburger Zeitung", die für sie als Partei- neuen Grundzügen des Freiherrn von Berlepsch decken sich blatt bestimmt worden sei, nicht auskommen konnten. Ein großer im wesentlichen mit den bereits unter dem 15. August 1893 verTheil der früheren Lefer ist jetzt auf andere Blätter übergegangen. öffentlichten, die durch die Gegenvorschläge des 1894er Er spricht im Sinne des Antrages I, daß den Kreisen es frei Handwerkertages ihre Beurtheilung erfahren haben. gestellt sein soll, welche Organe sie berücksichtigen wollen. Danach wurde auch in der Handwerkerkonferenz beschlossen, Nach turzen Bemerkungen von Helsinger Luckenwalde, daß im Artikel I wie auch sonst in den Vorschlägen an Raiser Landsberg und Deter- Berlin IV tommt Krasemann stelle des Ausdrucks anzuleiten" überall das Wort aus nochmals zum Wort. Er beantragt, daß ftatt: Sonntags- zubilden" einzusetzen sei. blatt in seinem Antrage gesetzt werden soll: Monats= Der Artikel II. erhält sodann folgende abgeänderte Fassung: Die Befugniß zur Ausbildung von Lehrlingen steht nur den jenigen Personen zu, die 1. Das 24. Lebensjahr vollendet, und
blatt.
3appay Frankfurt: Jedes Blatt sollte seinen fest abgegrenzten Bezirk erhalten. Damit würde viel Raum gespart, der fonst für Bekanntmachungen 2c. verwendet werden muß. Er erwartet, daß die Kreise vom Regierungsbezirk Frankfurt die " Boltsstimme" unterstüßen werden.
Bei der Abstimmung wird der Antrag Finsterwalde mit allen gegen eine Stimme und der Antrag Krasemann gegen drei Stimmen abgelehnt.
Der Antrag I wird einstimmig angenommen. Als V. Punkt ist eingeschoben: Die Lotalfrage. Der von Berlin hierzu vorgelegte Antrag besagt, daß das Sperren von Lokalen in der Umgebung Berlins mit der Zustimmung der Berliner Genossen vorgenommen werden darf.
Hinz Berlin III und Pohlih Berlin I äußern sich im Sinne des Antrages. Die Lotalsperren hätten schon oft Unzuträglichkeiten hervorgerufen. Um das zu verhindern, wollten die Berliner Genossen ein Wort dabei mitsprechen.
Schimansty- Adlershof meint, daß die Schuld wenn Unauträglichkeiten entstanden sind, lediglich daraus herrührt, daß die Berliner Genossen die Sperre nicht beachtet haben. Gin Lofal in jedem Ort frei zu halten, sei unthunlich.
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den Arbeitsmarkt
2. in dem Handwerk, in dem die Ausbildung der Lehrlinge erfolgen foll oder in einem gleichartigen Fabritbetriebe eine ordnungsmäßige Lehrzeit zurückgelegt und im Anschluß daran eine Gefellen- und Meisterprüfung bestanden haben. Diejenigen Gewerbetreibenden, welche zur Zeit des Inkraft- Versicherungstassen überwinden tönnen soll. Diese Doktrin auftretens dieses Gesetzes ein Handwerk bereits fünf Jahre selbstständig betrieben haben, behalten das Recht zur Ausbildung von Lehrlingen in demselben.
Den selbständigen Betrieben des Handwerks wird die Leitung des Betriebes oder eines Betriebszweigs in einer Fabrit gleich geachtet. Ferner soll Artikel III wie folgt lauten:
Der Leiter eines Betriebes, in dem mehrere Handwerke vereinigt sind, ist nur befugt, in demjenigen Handwerke Lehrlinge auszubilden, für das er den Voraussetzungen unter Nr. 2 entspricht.
recht zu erhalten, liegt natürlich im Interesse des Unternehmerthums, weil es, wenn die Arbeiter glauben, daß durch Versicherungstaffen die Wirkung der Krisen aufgehoben werden fönnte, um seine wirthschaftlichen Vorrechte nicht zu bangen braucht. Die„ Correspondent " Redaktion hat also wieder einen Bock geschossen, der, wie ihr Vorschlag in der Effener Prozeßangelegenheit, dadurch sich erklärt, daß sie noch nicht genügend über das Klasseninteresse der Arbeiter unterrichtet ist. Wenn sie das Verlangen stellt, der Vorwärts" und die politische Arbeiterpreffe solle sich nicht kritisch um die Gewerkschaften kümmern, so hat sie durch ihre Ansicht von der Arbeitslosenversicherung wie von der Essener Prozeßaffäre leider dargethan, daß es im Gegentheil durchaus nicht unnöthig ist, gerade ihr auf die
Wer für ein Handwerk den Voraussetzungen unter 2 entspricht, ist berechtigt, auch in den diesem verwandten Handwerken Lehrlinge auszubilden. Welche Handwerker als verwandte Finger zu sehen. Stadthagen ersucht den Antrag abzulehnen. Er gehört Handwerker zu gelten haben, zu gelten haben, wird für den Bezirk der nicht vor die Konferenz. In einer ganzen Anzahl von Orten Handwerkskammer von dieser nach Anhörung der betheiligten hat der Bierboykott uns Wunden geschlagen, weil die Genossen Innungen mit Genehmigung der höheren Verwaltungsbehörde aus Berlin den Standpunkt vertreten haben: außerhalb des festgestellt." Weichbildes von Berlin gilt der Boykott nicht und gesperrte Lokale besucht haben.( Widerspruch.)
Ein Antrag, über diesen Punkt zur Tagesordnung über zugehen, wird angenommen. Die Frage soll an anderer Stelle erledigt werden.
Nachdem hierauf die Artikel IV und V( Lehrzeit) unverändert zur Annahme gelangt waren, wird Artikel VI( Lehrvertrag) folgendermaßen formulirt:
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Der Lehrvertrag ist schriftlich abzufassen und in einem Exemplar bei der Innung niederzulegen. Nichtbefolgung dieser Verpflichtung ist strafbar.
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Gerichts- Beitung.
Die verwegene Flucht des Verbrechers, Schiffers Rich. Erpel, die seinerzeit so großes Aussehen erregte, hat eine gestern vor der VII. Straffammer des Landgerichts I verhandelte Anklage gegen den Schuhmann Julius Schramm veranlaßt. Dem Angeklagten war am 21. Juni der Schiffer Richard Erpel zum Transport nach Hamburg übergeben worden, wo dieser am Es gelangt zur Berathung der letzte Punkt: Sonstige 22. Juni vor der dortigen Straftammer als Zeuge in einem Anträge. Krasemann beantragt: Im Artikel VII( Gesellenprüfung) wurde die vorgeschlagene Hehlerprozesse vernommen werden sollte. Bei der Uebergabe des Die Parteikonferenz ersucht die Reichstagsfraktion, in der Buziehung eines Regierungskommissars zu jeder Prüfung für Transportanten wurde dem Angeklagten eingeschärft, bei dem nächsten Session einen Gesehentwurf einzubrigen, betreffend die unnöthig gehalten und demzufolge die Streichung des zweiten sehr gefährlichen Verbrecher recht vorsichtig zu sein. Schaffung eines einheitlichen Vereinsgesetze 3. Absages beschlossen. Wolle man einen Kommissar dabei haben, Schramm brachte ihn auch glücklich nach Hamburg . Nach seiner Die Agitationskommission wird beauftragt, die Agitation nach so tönne man einen Vertreter der Handwerkskammer zuziehen. Vernehmung wollte er ihn am 22. Juni mit dem um 6 Uhr dieser Richtung hin in der Provinz zu entfalten. Auch wurden in dem folgenden dritten Absatz die Worte: und 20 Minuten at ends abgehenden Buge nach Berlin den Werth" gestrichen, zurückbringen. Zu diesem Zwecke hatte er den Erpel gefesselt und die Handfesseln geschlossen. Da Erpel darüber ge
Gegen den Antrag wendet sich Antric. Die Wahrscheinlichkeit sei, daß man mit dem neuen einheitlichen Gesetz Artikel VIII wird unverändert gelassen.