Freitag
10. Juni 1927
Kulturarbeit
Das Parteiarchiv.
Von Jonny Hinrichsen.
Bauen und Wohnen.
In wenigen Tagen blickt das Archiv der SozialDemokratischen Partei auf sein 45jähriges Bestehen Der Kapitalismus hat seinen Riefenbau faft vollendet. Im zurüd. Errichtet im Auslande unter den schwierigen Ber- Steinmeer seiner Großstädte versinken die Reste vergangener Jahr hältnissen, in denen sich die Partei unter dem Sozialisten- Aber auch seine Zeit wird kommen. Schon steigt um ihn die neue hunderte, vom Verkehr umbrandet, der Stück für Stück abschlägt. gesetz befand, angefangen mit den denkbar bescheidensten Mitteln, hat das Archiv in seiner Entwicklung doch bewiesen, mie recht seine Begründer hatten, einen solchen Plan zu verwirklichen.
Es dürfte daher angebracht erscheinen, kurz auf die geschichtliche Entwicklung des Archivs, etwas näher einzugehen. Es war August Bebel , der im Jahre 1878, in einem Artikel des Leipziger Borwärts" vom 20. Februar, die Gründung einer
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allgemeinen Parteibibliothek befürwortete. Bebel verwies auf die Schwierigkeiten, die einer Sammlung von älterer sozialistischer und volkswirtschaftlicher Literatur entgegenstanden. Es sei hohe Zeit, eine Stelle zu schaffen, wo die ganze einschlägige Literatur in möglichster Bollständigkeit gesammelt und somit einer späteren Generation erhalten und unter bestimmten Bedingungen - zugänglich gemacht werden könne.
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Obwohl der Vorschlag allseitige Zustimmung fand, wurde seine Ausführung durch das im Oktober desselben Jahres verhängte Ausnahmegesez gegen die Sozialdemofratie zunächst unmöglich gemacht. Erst nach der im Auslande erfolgten Konsolidierung der Partei war es der Genosse Hermann Schlüter , der 1882 im Züricher ,, Sozial demokrat" bestimmte Forderungen für die Gründung einer Sammelstelle für Parteiliteratur erhob. Und auf einer Parteikonferenz in Zürich desselben Jahres erweiterte er feinen Vorschlag und trat für die Schaffung eines
Parteiarchivs
ein. Die Konferenz machte Schlüters Vorschlag zum Beschluß, und Genosse Eduard Bernstein wurde mit der Entgegennahme der Eingänge beauftragt.
Im darauffolgenden Jahre übernahm Genosse Schlüter im Nebenamt die Archivverwaltung, und auf dem Kopenhagener Parteifongreß wurde der erste Bericht über den Stand des Archivs, dessen Katalog bereits 288 Nummern aufzuweisen hatte, erstattet. Schon vier Jahre später war Schon vier Jahre später war die Zahl der Eingänge weit über 3000 gewachsen. Um diefelbe Beit, 1888, wurde das Archip mit Hilfe des Genoffen Friedrich Engels nach London verlegt, um von dort nach dem Fall des Sozialistengefeßes( 1890) nach Berlin überzusiedeln. Aber auch in Berlin mußte das Archiv wiederholt seinen Standort wechseln, bis es mit der Uebersiedelung Lindenflraße 3,
nach der
im Jahre 1912, in seinem jezigen Heim ein bleibendes Unterfommen gefunden hatte.
Was das Parteiarchiv von allen anderen ähnlichen Büchereien unterscheidet und ihm sein besonderes Gepräge gibt, ist die Eigenart und Originalität feiner Sammlung. Es versteht sich von selbst, daß es alle die ,, Urkunden" enthält, die die Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus Marg, Engels und Lassalle, hinterLassen haben. Es ist daher gesondert in die Dokumentenjamislung( Archiv) und die Bücherei( Parteibibliothek). Hinzu kommt die umfangreiche Brief, 3eitungs-, 3eitschriften- und Materialiensammlung.
Die Bücherei
umfaßt gegenwärtig rund 30 000 Bände, in denen fast alle Kultursprachen vertreten find. So findet man hier das Kapital" von Karl Marx in Japanisch und die revolutionäre chinesische Literatur.
Das Archiv wird von sehr vielen Personen in Anspruch genommen, die entweder für Vorträge oder wissenschaftliche Abhandlungen die erforderlichen Auszüge machen. Die Themen, die den wissenschaftlichen Arbeiten zugrunde liegen, sind immerhin von Interesse und für die geistige Einstellung der studierenden Jugend charakteristisch. So wurden im legten Berichtsjahr für folgende
Diplomarbeiten
Materialien des Archivs verwendet: Sozialdemokratie und Strafgesehentwurf";" Marristische Staatsauffassung"," Die auswärtige Politit der Sozialdemokratie", Entstehungs geschichte des deutschen Parlamentarismus", Die Barifer Kommune und der Sozialismus“,„ Verfassungspolitische Brobleme", Berufsschule und Arbeiterbewegung",„ Die Berufskrankheiten im Baugewerbe"," Die Entstehung der ersten Arbeiterinternationale"," Die ersten Anfänge der Arbeiterbewegung"," Die Braunschweiger Arbeiterbewegung", Die Geschichte des Malerverbandes"," Friedrich Ebert , Eines Menschen Weg" und in mehreren Fällen das ,, Boltsbegehren" und die„ Fürstenabfindung". Häufig werden von auswärtigen Universitätsbibliotheken Werke angefordert, insbesondere seltene Zeitschriften und
Zeitungen.
den von ihm zeugen.
Beilage des Vorwärts
nach einem hilflosen Schema sein, sondern eine sinnvolle Gliederung der als Einheit gesehenen Siedlung.
Rapitalismus nicht gedeihen. Sie jetzt voraus, daß man den Blick Eine Städtebaukunst fonnte auf dem dürren Boden des aufs Ganze lenkt und daß Gemeinschaftssinn lebendig ist, denn sie ist ja die künstlerische Gestaltung des ganzen Stadtkörpers in dem Geiste, der in ihm wohnt. Beides fehlt dem Kapitalismus , in dem das Individuum schrankenlos herrscht und die Gesellschaft ein Nebenund Gegeneinander von Individuen ohne innere Einheit ist. So mußte sich das künstlerische Schaffen auf einzelne Bauten, einzelne Straßen und Pläge lenken, ohne sich jemals frei entfalten zu können. Man baute antife Tempel in unserem falten Norden, wo sie heute wie frierende Fremdlinge im Wege stehen, flüchtete in die Romantik des Mittelalters zu Erfern, spizen Giebeln und trummen Straßen, versuchte es mit der Kunst der Babylonier und Aegypter. Wo wirtliche Kunstwerte entstanden, mußten sie in formlose Massen hineingestellt werden und wurden durch die Dissonanz mit ihrer Umgebung um jede Wirkung gebracht. Nur langsam beginnt sich das Lebensgefühl der neuen Zeit, aus dem eine
Flut, die einst alle Dämme brechen wird. Nur noch Trümmer wer Von einsamen Gebirgstälern, wo das Wasser die ersten Webstühle trieb, und von immergrünen Wäldern, wo man mit Holztohle das Eisen schmolz, tam er her. Die Städte mit ihren eifersüchtigen Zünften waren ihm feindlich. Dann zerriß er die Fesseln, wühlte den Leib der Erde nach Kohle und Erzen auf und spannte ein Netz von Eisenschienen über das Land. Mit tausend Fangarmen zog er die Menschen an sich. Wie nie vorher wuchsen die Städte. Block um Block, immer größer, immer rascher, fraß sich ins Land-, endlose, öde Arbeiterviertel, nichts als Stein, häßliche Werkstätten, Turmbauten, Brücken, Bahnen im wüsten Durcheinander. Ruß und Lärm zog mit ihm ein, Not und Schmug auf der einen Seite, Ueberfluß und Geschmacklosigkeit auf der anderen. Wie eine blinde Naturkraft, mit riesigen Kräften bauend und zerstörend, ist er gekommen, zerriffene Stein- Städtebaukunft entstehen kann, zu flären. Man mendet wüsten hat er hinterlassen. Aber seine chaotische Bildheit ist schon sich davon ab, andere Zeiten und Völker nachzuahmen, und sucht gebrochen. Ordnende Kräfte, neuer Geist werden ihn in andere den Weg über Einfachheit, 3weckmäßigkeit und ratio= Bahnen zwingen und neue Ziele zeigen. nalistische Vollendung der Techn it. Jedenfalls wird dadurch viel Unechtes abgestreift und der Rohstoff freigelegt, dem die Kunst, wenn ihre Zeit gekommen ist, Leben einhauchen fann.
Die moderne Stadt ist das gewaltigste Dentmal, das der Kapitalismus hinterlassen hat. Seine Größe und seine Schwächen sind in ihr verkörpert, seine gewaltige Entfaltung von Kräften und Massen und seine völlige Unfähigkeit zu ordnen und zu gestalten. Der Boden, auf dem sie erbaut wurde, ist im Besig vieler einzelner, die keine Rücksicht auf die Gemeinschaft tennen . Sein Wertzuwachs, der aus der Arbeit aller stammt, fällt ihnen mühelos in den Schoß. Ihr Streben, ihn so hoch wie möglich zu treiben und ihn so lange wie möglich zu sichern, hindert jede gesunde Entwicklung. So sind die Arbeitsmittel der gesamten Gesellschaft in den Händen zufälliger einzelner, die ihren Besitz dazu mißbrauchen fönnen, sich ohne Arbeit eines beträchtlichen Teiles des Volkseinkommens zu bemächtigen und noch gegen die Interessen der Arbeitenden zu verwenden. Auf ungesundem Boden erhebt sich das chaotische Riesengebilde der Stadt, ohne innere Einheit, aufgebläht und von fostspieligen Verkehrsanlagen nur mühsam zusammengehalten, so wie in der Wirtschaft der Wirrwarr der Einzelbetriebe, der durch das Paragraphenschaft der Wirrwarr der Einzelbetriebe, der durch das Paragraphen gefilz zum Schuß des unverdienten Einfommens verflochten ist. Naturfremd ist die heutige Stadt, wie der Kapitalis mus der Natur des Menschen fremd ist, der im Grunde Unrecht haßt und nur im Kampf mit übermächtigen Gewalten hinterliftig und grausam wird.
Wer Menschen ändern will, darf ihnen nicht nur gute Sitten predigen. Das hat der Kirche in 2000 Jahren nichts genügt. Men schen sind so, wie die Verhältnisse, in denen sie leben müssen, sie machen. Das äußere Chaos verwirrt auch die geistigen und sittlichen Kräfte. Ein gesunder Sinn wird sich dagegen mit allen Mitteln wehren, wird für Ordnung und Recht fämpfen, wenn er Gemeinsinn vom einzelnen will. Zum Neubau der Gesellschaft gehört im wörtlichen Sinn Neubau der Städte, die so gesund, so hell, so vollkommen werden müssen, wie der neue Mensch werden soll. Gemeinschaft gehört, fann die neue Stadt entstehen. Erst wenn das Bodenunrecht gebrochen ist, die Erde wieder der E. Howard, der Vater der Gartenstadtbewegung, gegen Ende des vorigen Jahrhunderts diese Forderung aufgestellt hat, ist sie nicht wieder verftummt. Erfüllt wird sie erst werden mit der Lösung der größeren Aufgabe, der Abschaffung des Eigentumsunrechtes überhaupt. Dann wird auch der Städtebau nicht mehr eine Aufreihung von Häusern und Straßen
Seit
So, wie die Städte heute sind, werden sie nicht mehr lange bleiben. Vor wenigen Jahrzehnten waren viele von ihnen fleine Landstädtchen, manche nur große Dörfer. Mit unglaublicher Schnelligkeit wachsen sie und wandeln sie sich. In wenigen Jahrzehnten werden sie nicht mehr zu erkennen sein. Zwei Wege führen über sie hinaus. Der eine zurück zum Lande, der andere vorwärts zur Gartenstadt.
Rückkehr zum Lande wird nicht Zerfall der Städte, nicht Rückfehr zum Bauerntum sein. Verkehrstechnik, die Raum und Zeit überwindet, wird die Fesseln lösen, die Menschen an ein Stück Erde fetten. Die alte Schollenverbundenheit der Bauern ist uns verloren, eine neue, freizügige Naturverbundenheit fönnen wir uns erringen.
Die große Entwicklung, der die Zukunft gehört, geht vorwärts zur Gartenstadt. E. Howard hat uns ihr Bild zum erstenmal gezeigt. An die Stelle der unförmig aufgequollenen, bei ihren Wachsen sich selbst zerstörenden Masse der Städte soll eine Gruppe von 3ellen treten. Breite Grüngürtel sind zwischen den Zellen geplant, ein Schnellbahnnez foll sie zusammenhalten. Beim Wachsen der Siedlung würde eine neue Belle gebaut und sinnvoll ange gliedert. Damit würde der ständige Umbau der Städte, das Aufreißen von Straßen und Leitungen, das Niederlegen ganzer Blocks aufhören. Der Verkehr könnte seine Aufgabe viel leichter erfüllen und würde viel meniger läftig fallen. Gartenanlagen in den Zellen und die Grüngürtel zwischen ihnen würden die Stadt zu einer großen Bartjiedlung machen. 3wischen den einzelnen Straßen und was sonst die Zeit noch erfordern mag, ja selbst für Rernen wäre auch Blah für neue Anlagen wie Flugpläge, Autoganze neue Bellen.
Howard glaubte an den sofortigen Sieg seine Idee. So rasch wie das Eisenbahnnez sich entfaltet hatte, erwartete er, daß die neuz verdrängen würde. Er hat den Widerstand der Trägheit und der Siedlung die alten, schmuzigen, ungefunden, unförmigen Stäck Interessen unterschäßt. Nin langfam entstehen an den Mändern der Großstädte neue, helle, freundliche Siedlungen und mischt sich mehr Grün in das Grau im Innern. Aber sicher und immer schneller wird die alte Stadt verdrängt und baut sich die neue daneben darüber. Georg Heidenreich
oder eine amtliche Stelle. Einsichtnahme und Abschriften- fozialistische Fest der Sonnenwende als Sumbol der anfertigung aus Briefen und Dokumenten ist nur mit besonderer Genehmigung des Parteivorstandes gestattet.
Der Katalog des Archios
Sehnsucht der Massen nach Befreiung, nach Licht. Dem Dunkel der Winternacht gleicht die dunkle Gewalt, die das Sehnen nach Wärme, Luft und Sonne durch die Alltagsfron gefesselt hält. Wie aber ber falte Winter durch den Sieg der Sonne überwunden wird, so soil der Freiheitsmille über die Reaktion in der menschlichen Gesellschaft
die Flammen des Feuers, rot find die flatternden Fahnen der Arbeitermaffen. Die Flamme verbrennt die Gewalt des Dunklen,
Dumpfen
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chippel aufgestellt. Er umfaßt 500 Schreibmaschinen datiert vom Jahre 1901 und ist vom Genoffen Prof. Maxfiegen, um die wahre Menschengemeinschaft zu schaffen. Rot leuchten seiten und ist in 12 Haupt- und 240 Unterabteilungen geordnet. Stichwort- und Namenregister schließen sich an. Außerdem ist eine Autorentartother, alphabetisch geordnet, vorhanden. Die Materialiensammlung( Flugblätter, Prozeß besondere Kartothet vorhanden ist. Ein neuer Ratalog aften usw.) ist nach Kennworten geordnet, worüber eine befindet sich gegenwärtig in Arbeit. Seine Herausgabe ist im Herbst dieses Jahres zu erwarten. Er wird wieder in Maschinenschrift hergestellt und schätzungsweise etwa tausend Seiten Folio umfaffen und in 14 Haupt- und 265 Unterabteilungen gegliedert fein. Entsprechend der wiederholten Nachfrage von Bibliotheken und Antiquariaten wird er in einer größeren Auflage angefertigt werden.
nofsinnen, die sich im Besiz von Parteidokumenten oder wich: Zum Schluß eine Bitte. Mögen die Genossen und Getigen Parteischriften befinden, sich ihrer Ehrenpflicht bewußt werden und diese Schäße, die einen materiellen Wert in der Regel nicht repräsentieren, dem Parteiarchiv zuführen oder mich, den jetzigen Verwalter des Archivs, wenigstens von
Daß die Urkunden der ersten Arbeiterinternationale" dem Vorhandensein solcher Stücke benachrichtigen! zum Teil in Abschriften vervielfältigt, daß sehr wichtige Dokumente photographiert, daß der bisher unveröffentlichte Mary- Engels- Nachlaß durch das Marr- Engels- Institut in Moskau bis auf das letzte Blättchen auf der photographischen Blatte festgehalten wurde, daß von der umfangreichen
Briefsammlung
des Archivs, in wiederholten Fällen Kopien angefertigt und Hunderte von Werfen daraufhin genau eingesehen wurben, ob sie Randgloffen oder sonstige Bemerkungen von Karl Mary und Friedrich Engels enthalten, soll nicht unerwähnt
bleiben.
Die Benuhung des Archivs steht jedermann fret, und zwar den Barteimitgliedern ohne weiteres. Für Nichtparteiangehörige bebarf es ber Empfehlung durch eine, der Archivleitung bekannte Persönlichkeit
Sonnenwendfeiern.
Warum feiern wir die Sonnenwende? Warum zieht vor allem die Jugend hinaus, um am lodernden Feuer den Sieg des Lichtes zu deuten? Wir wissen es: in der Sonnenwendfeier findet das Freiheitssehnen der Unterdrückten Sinnbild für ihre Sehnsucht nach besserem Menschenschicksal! Sicherlich liegt der nach Romantit Geift ist begeisterungsfähig die reine Seele will ben Schmuß suchenden Jugend das Sonnenwendfest am nächsten. Der jugendliche vernichten; das Ideal der einmaligen ewig gewähnten Jugend foll am Feuer Bekenntnis werben. Rampf dem Unreinen, Häß lichen, der Unterdrückung Bäuterung durch die heilige Flamme des Feuers. Lichtsieg, Sieg des Menschen. Ist es nicht derselbe tiefere Sinn der uralten Feier? Mehr und mehr führt die Feier der Sonnenwende in dieser tieferen Bedeutung Junge und Alte zu sammen. Denn nicht allein die Jugend muß tämpfen, alle Unter drückten tragen Freiheitssehnen in der Brust. So entwickelt sich das
so leuchten rote Flammen und Fahnen über das Grau des Lebens, um es zu wecken. Die Sonne werkt es allüberall, auf dem ganzen Erbball, In allen Ländern fämpfen die Arbeiter am wird Menschheitskampf um Schicksalswende. Bas in der Geschichte gleiche Biele So symbolisiert das Feuer in der Sonnwendnacht auch die internationale Verbundenheit der Bölfer. Sonnenwende der Menschheit durch die Unterdrückung der Schwachen durch die mächtigen zerriffen wurde, soll durch den Sozialismus wieder vereint werden. Deshalb ist es nicht eigenartig und verwunderlich, wenn gerade das Proletariat das Fest der Sonnen wende begeht. Sie ist unsere Feier, die unseren Kampf gegen alle
Der Deutsche Musikerverband auf der Magdeburger Theaterzialen und wirtschaftlichen Berhältnisse der deutschen Orchestermusiker, Ausstellung. In fehr wirkungsvoller Weise hat der Deutsche Musikerverband auf der Deutschen Theaterausstellung Magdeburg die sobie Ausbildung des Mufiters früher und jetzt sowie die Entwicklung des Berbandes und der Deutschen Mufiterzeitung zur Darstellung gebracht. Der Stand des Verbandes auf der Ausstellung kann sich fortgesetzt größter Beachtung aller Besucher erfreuen. Am 16. Juni wird anläßlich des 3. Verbandstages des Deutschen Musikerverbandes in der neuerbauten Magdeburger Stadthalle( Theaterausstellung) eine festliche Tagung", verbunden mit einem großen Festton= 3ert, stattfinden. Bei letzterem werden 220 erste Kräfte der ersten deutschen Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Abendroth Köln, mitwirken. Es werden unter anderem die Oberon"-Ouvertüre, Tod und Verklärung" von Richard Strauß , die 1.( C- moll)-Sinfonie von Brahms und die ,, Mufit für Geige" von dem im Weltfriege gefallenen Rudi Stephan ( Solist: Konzertmeister Robin- Magdeburg) zu Gehör gebracht werden.
mir ein historischer Irrtum unterlaufen, der hiermit berichtigt sei Berichtigung. In meinem Aufsatz„ Kultur der Debatte" ist Der historische Ausspruch: M. 5., wir pfeifen auf dieses Gefez." ftammt nicht von Grillenberger, sondern von Brade. Fr. St.
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in ber erften Septemberwoche stattfindenden Biener Messe auf den 10. bis Die Konzertrelle des Berliner Bolts- Chors nach Bien muß wegen der tönnen an der Reise als fingende Mitglieder teilnehmen. Aufnahme in 18. September verschoben werben. Nur noch im Juni Neueintretende der allgemeinen Thorprobe jeden Freitag von 8 bis 10 Uhr Roppenftr. 76, Aula des Andreas- Realgymnafiums.