Nr. 410 ♦ 44.�ahrgtMg
7. Seilage öes Vorwärts
Mittwoch, ZI. August 1427
Das künstliche Gewitter. � Die Technik der Hochgespanuten Ströme
Die Elektrotechnik ist auf dem Gebiet« de» Hochspannungswesens im Begriff, neue Weg« m beschrciien. Hier werden Arbeiten vor- bereitet, deren Verwirklichung noch vor wenigen Jahren von den Faäileuten in das Reich der Phantasie verwiesen wurden. Vor nicht zu langer Zeit wurden im Rheinland Freileitungen für die ungeheure Spannung von 220 000 Volt in Betrieb genommen. Sie wer- den augenblicklich jedoch nur mit 110 000 Volt belastet. Aber der Zusammenschluß der nordwestdeutschen Großkraftwerke mit den süd- deutschen und schweizerischen wird es in der nächsten Zeit mit sich bringen, daß diese Oeitungen mit 220 000 Volt Betriebsspannung betrieben werden. Die Elektrotechnik ist dabei, die für diesen Hoch- leistungsbetrieb notwendigen Geräte, Transformatoren, Trenn- schalter, Oelschalter, Ueberspannungsapparat«, Hochspannungssiche- rungen usw. zu schaffen. Während alle dies« Arbeiten jedoch noch nicht vollendet sind, plant man bereits Hochspannungsleitungen für 380 000 Volt anzulegen. Auch auf diesem Gebiet der Elektrotechnik zeigt es sich wieder, daß die Praxis Dinge meistert, für die die Theorie, die wissen- Ichaftliche Erklärung, noch nicht geschassen wurde. Wie in den An- sangstagen der Maschinentechnik, ist auch hier wieder der Versuch alles. Interessant ist die Tatsache, daß es bis zum heutigen Tage in Europa nur ein einziges Hochspannungslabo- r a t o r i u m gibt, das sich in den Tronsformatorenwerken der AEG, in Oberschöneweide befindet. Hieb werden theoretische Ueber- legungen durch den praktischen Versuch nachgeprüft. Man bemüht sich dabei, möglichst die Betriebsverhältnisse zu schassen, die der Praxis entsprechen. So gibt es«ine Anlage, die künstlichen Regen erzeugt, so daß man Hochspannungsgeräte unter Verhältnissen prüfen kann, wie sie bei einem normalen Gewitter entstehen. Hier treten ganz plötzliche Beanspruchungen in den elektrischen Appa- raten auf, die etwa mit einem Hammerschlag zu vergleichen sind, durch die mechanisch« Geräte ganz plötzlich beansprucht werden. Der Spannungsanstieg ist hier so steil, daß er in einer Sekunde eine Milliarde Volt erreichen kann. Man hat«in Meßgerät konstruiert, das diesen Spannungsanstieg aufzeigen kann und das alsbald fertig- gestellt sein wird. Bei solchen elektrischen Stoßprüfungen ist das Jsoliermaterial ganz anderen Beanspruchungen unterworfen, als bei langsam ansteigenden Spannungen, bei denen gewöhnlicher Wechsel- ström von 50 Perioden oerwendet wird. Hochfrequenzerscheinungen, die durch atmofphärische Störungen in unseren Starkstromleitungen erzeugt werden, können durch einen Tesla-Transformator von einer Million Volt Spannung und einer Frequenz von 50 000 nachgeahmt werden. Wer entsinnt sich nicht noch der aufsehenerregenden Versuch« Teslas, der damals die Gefahrlosigkeit hochfrequenter Ströme bei relativ hohen Spannungen nachwies.
Wer das Feuerwerk dieses größten Tesla-Transformators gesehen hat, der in ständiger Folge Blitze von über vier Metern Länge ausstrahlt, wird kaum den Mut ausbringen, sich in den Strahlung-- bereich dieses Gerätes zu begeben. Die Funken entladen sich hier mit der Lautstärke eines natürlichen Gewitters. Man hat hier im Laboratorium den Eindruck, als ob alle Geister der Hölle lebendig geworden seien, wenn dieser Tesla-Transformator seine Energie von sich gibt. Außerordentlich lehrreich ist die G l e i ch s p a n- nungs-Schlogprüseinrichtnng, mit der Isolatoren und andere Geräte auf die bei Blitzschlägen auftretenden Beanspruchun- gen geprüft werden. Hochgespannter Wechselstrom wird hier in Gleichstrom umgewandelt, der zwei Hochspannungskabel von je 350 Metern Länge auf 400 Kilowatt auflädt. Ueber eine Funk- strecke werden die zu prüfenden Geräte an diese Kabel angeschlossen. Run können sie dem Ansturm der ungeheuren Energie von 300 Mil- lionen Kilowatt in einem verschwindend kleinen Zeitmaß unter- warfen werden. Sie werden also hier mit einem elektrischen Stoß geprüft, der den Kräften, die bei natürlichen Blitzen austreten, sehr nahe kommt. Um den großen Gefahren zu begegnen, die bei Kurz- schlüssen in Hochspannungsanlagen austreten, ist es notwendig, automatisch wirkende Oelschalter einzubauen, die diese gefährlichen Ströme abschalten können. Dies« Oelschalter werden in einer Kurzschluß versuchsan läge geprüft, die aus einem 1000-L8. Motor besteht, der ein 60 000 Tonnen schweres Polrad mit 500 Um- drehungen in der Minute antreibt. Im gegebenen Zlugenblick wird der Stromerzeuger über den zu prüfenden Apparat kurzgeschlossen. Es entstehen dabei Ströme von einer Stärke bis zu 32 000 Ampere. Endlich möge noch«in Hochspannungs-Prüftransfor- mator für eine Million Volt erwähnt werden, dessen einer Pol an die Erde gelegt ist, während der andere zu einer Kugel führt, die über einen Meter Durchmesser hat. Durch diese Kugel werden die elektrischen Ladungen so ausgeglichen, daß das sonst fast unerträgliche Donnern verschwindet. Dieser Transformator hat eine Leistung von 1000 Kilovolt-Ampere. Mit ihm werden Iso- latoren, Transformatoren und anderes geprüft. Augenblicklich ist man dabei,«ine Anlage zu bauen, mit der Kurzschlußlei st un- gen bis zu einer Million Kilovolt-Ampere erreicht werden können. Der Eisenkern dieses Transformators, der allein 65 Tonnen wiegt, ist bereits fertiggestellt. Dieser Apparat über- trifft den bisher größten Transformator der Welt im Goldenbergwerk der Rheinischen Elektrizitätswerke um 30 Proz. So ist auf dem Gebiet der Hochspannungstechnik noch alles im Fluß. Ding« werden Wirklichkeit, die vor kurzem noch wie ein Märchen erschienen, und mit dem Fortschreiten unserer technischen und physikalischen Erkenntnisse werden wahrscheinlich auch die neuesten Märchenleistungen und die Arbeiten der Zukunft übe» troffen werden.
Die Chemie brachte es an üen Tag. Versicherungsagent und Geschworener. Erinnerungen an den Beleidigungsprozeß des Lairdgerichts- direktors Dr. M a r s ch n e r, dem bekanntlich der schwere Vorwurf der Urteilsfälschung gemacht worden war, bot eine Ver- Handlung vor dem Großen Schöffengericht Berlin-Wedding. Ange- klagt war hier der Versicherungsagent Gustav V i e tz k e wegen schwerer Urkundenfälschung und Betruges. Vietzke war, wie erinnerlich, als Geschworener in dem großen Meineidsprozeß gegen zwei Justizwachtmeister und einen Gemeindevorsteher tätig gewesen, der die Grundlage zu der ganzen Affäre Marschner bildete. Als die Verurteilten dann gegen das Urteil ankämpften, hatte er sich gewissermaßen zum Wortführer der Mitgeschworenen gemacht, die die bekannte, später zusammen- gefallene Erklärung abgaben, daß nach ihrer Meinung Unregel- Mäßigkeiten bei der Urteilsabstimmung vorgekommen wären. Gegen Vietzke schwebt« damals schon das vorliegende Verfahren. Als Agent einer Versicherungsgesellschaft hatte er bei einer versicherten Frau einen Unfallschaden zu regulieren. Hierbei soll er diese in der Weise über das Ohr gehauen haben, daß er ihr statt der zugebilligten 245 Mark nur 160 Mark auszahlte und die über dies« Summe ausgestellten und van der Versicherten unterschriebenen Quittungen nachträglich durch Radieren auf die Höhe von 245 Mark brachte. Da die Zahlen zunächst mit Bleistift von Vietzke geschrieben worden waren, war die Fälschung kein Kunststück, sie war aber auch nicht leicht festzustellen. Die Chemie aber brachte es an den Tag. Auf dem Wege der sogenannten Aditionsmethod« wurde durch den chemischen Sachverständigen Dr. Müller nachge- wiesen, daß mindestens auf zwei Quittungen über 245 Mark die Zahl 160 vorher gestanden hatte. Das Ableugnen der Fälschungen nützte daher dem AngeNagten nichts, zumal auch die Versicherte im Gegensatz zu Vietzke unter Eid bekundete, nur 160 Mark er- halten zu haben. Als sie später erfuhr, daß ihr mehr zustand, haste sie den Angeklagten zu weiterer Zahlung aufgefordert, jedoch hatte ihr dieser keine Antwort gegeben. Das Gericht sah auch als erwiesen an, daß der Angeklagte die sogenannte, zunächst gleichfalls über 160 Mark lautend« Verzichtsquittung nach dem Radieren mit Schreibmaschinenschrift hatte ausfüllen lassen, um sie besonders beweiskräftig zu gestalten. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängnis. Das Gericht erkannte einerseits unter Zubilligung mildernder Umstände, andererseits angesichts des groben Vertrauensbruches auf zwei Monat« Gefängnis, billigte dem Angeklagten aber bei Zahlung einer Buße in Höhe von 1000 Mark eine dreijährige Bewährungsfrist zu.
Schafft Schwerkriegsbeschädigten Badegelegenheit! Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen erhebt im Namen tausender Ksiegsbeschädigter folgende Forderung: Findet schon der gesunde Mensch sommerliche Hitze drückend und lechzt er nach einem Bad, so wird dem amputierten Schwer- kriegsbejchädigten die Hitze zur Qual. Er schwitzt schon unter der Bandage für das Kunstglied, wenn der gesunde Mensch die Temperatur für erträglich hält. Der Gesunde nimmt zu jeder Jahreszeit ein Bad im See, im Fluß oder im Schwimmbassin der Hallenbäder. Dem amputierten Schwerkriegsbeschä- digten ist dieser Genuß versagt. Er bedarf aber im Sommer für den empfindlichen Stumpf nicht nur eines erfrischenden Bades, sondern auch der heilenden Strahlen der Sonne. In den öffentlichen Bädern kann er die verstümmelten Glieder nicht sehen lassen. Die bestehenden Badegelegenheiten wären aber nach den bestehenden Verhältnissen zu besonderen Badezeiten für Schwer- beschädigte nicht ohne weiteres benutzbar, weil entweder die Zu- gänge(Treppen, Leitern usw.) nicht für Amputierte passend sind oder andererseits in den Hallenbädern die Gefahr des Ausrutschens auf den meist glatten Fliesen besteht und andere Hemmnisse in den offenen und geschlossenen Bädern noch vorhanden sind. Der Reichs- bund der Kriegsbeschädigten erhebt deshalb die Forderung an die Allgemeinheit: Gebt den Abertausenden von Ampu- tierten und sonstigen Bein- und Armbeschädig- ten(in Deutschland allein 46 000 Beinamputiert« und 22 000 Arm- putierte) passende Badegelegenheiten in oder neben den bestehenden Fluh- und Hallenbädern. Die Schwerbeschädigten sind für jede Erleichterung dankbar!
Ä!e Oilbersöihuxirnie Von£Rc? Beaxh[suihbrud wtbotm Stciociftectl ICtbccftkoug au btm SazOsche» von I»lla Slepptl „Was sieht es mich an. wo das Geld herkommt/ polterte Bali,„das Geld ist da, das ist die Hauptsache." „M i ch aber kümmert es und ich werde mich erst ver- gewissern, wie die Sache sich verhält." „Ach was," sagte Clyde, sichtlich bekümmert.„Du weißt, daß du nicht der Einzige bist, auf den Rücksicht genommen werden muß, wir anderen haben auch ein Wörtchen mitzu- roden. Um Gotteswillen, sei nicht so moralisch und wirf nicht die ganze Geschichte über den Haufen. Bedenke, daß ich zehntausend sauer erworbene Dollars auf dem Altar gs- opsert habe." „Ja," stimmte George mit ein,„und denk an mich und Cherry. An Geld kann ihr ja nicht mehr viel liegen! wenn sie die Sache trotzdem durchgesetzt hat, kannst du Gift darauf nehmen, daß sie weiß, warum sie es getan hat. Jedenfalls hast du kein Recht, die ganze Sache umzuschmeißen." Als Boyd in Chcrrys Zimmer trat, um sie zur Rede zu stellen, begann er nicht so stürmisch, wie er beabsichtigt hatte. Eine gewisse Furcht vor der Wahrheit bemächstgte sich seiner, und außerdem erschreckte ihn Cherrys Aussehen. Es machte fast den Eindruck, als ob sie krank sei. Darum begann er nur zaghaft ihr das Geschehene mitzuteilen. Sie lächelte müde und sagte:„Ich sagte Ihnen ja, daß oft eine Wendung eintritt, wenn man sie am wenigsten er- wartet." „Kam sie auch unerwartet für Sie," fragte er ungeschickt. „Etwas Gutes kommt fast immer unerwartet." „Nicht für den, der seine Hand mit im Spiel gehabt hat." „Warum glauben Sie, daß ich meine Hand im Spiel gehabt habe?" , Sie waren gestern abend mit Hilliard zusammen." Sie nickte leichthin.„Wir haben unsere Berhandlungen wegen der Kupfermine gestern abend abgeschlossen." „Günstig für Sie?" „Er übernimmt die Mine und beutet sie aus," ant- wortete sie. „Das heißt, daß Sie unabhängig sind, daß Sie Alaska verlassen und tun könen, was Sie wollen?" Sie lächelte nur geheimnisvoll. „Sie scheinen nicht sehr zufrieden zu sein?" „Wir Menschen sind ja nie zufrieden, wenn uns ein
Wunsch erfüllt worden ist. Außerdem— außerdem bin ich heute etwas aus dem Gleichgewicht." „Es tut mtir leid," mit aufrichtigem Bedauern, ,chaß Sie nicht mit nach Kalvik kommen." „Nicht mit nach Kalvik kommen," sagte sie hastig.„Wenn es Ihnen und George recht ist, komme ich mit, denn ich möchte doch unser Unternehmen vollendet sehen." „Cherry, ich hoffe, daß Sie Hilliard in dieser Sache nicht beeinflußt haben." „Warum nachforschen?" „Weil ich noch nicht mein ganzes Ehrgefühl verloren habe. Ich hoffe, Se haben nicht getan, was Sie später bereuen werden." Er sah einen Schimmer von Humor in ihren Augen. „Und wenn ich es bereuen würde, was geht das Sie an?" Er bewegte sich unruhig unter ihrem forschenden Blick. Würde es Ihre Handlungsweise beeinflussen, wenn Herr Hilliard ein großes Opfer von mir verlangt hat, um das Geld zu geben?" „Natürlich!" sagte er und stand auf: es war ihm nicht möglich, sich unter ihrem beobachtenden Blick ruhig zu ver- halten. Sein Gesicht glühte und er wurde noch verwirrter, als sie hinzufügte:„Auch wenn es Ihren Ruin bedeutete, den Verlust des Vermögens, das Ihre Freunde Ihnen anvertraut haben— und— und den Verzicht auf Fräulein Wayland? Sagen Sie aufrichtig," ihre Stimme klang jetzt weich mch tief,„würden Sie das Geld zurückweisen?" „Ich bin in einer sehr schwierigen Lage," sagte er lang- sam,„ich kann nicht nur nach eigenem Gutdünken handeln, andere sind abhängig von mir." Sie lachte spöttisch:„Entschuldigen Sie, daß ich Sie durch meine Frage in die Enge getrieben habe— Ihr Zögern ist mir Antwort genug." Er wollte protestieren, sie aber brachte ihn zum Schweigen, indem sie mit ihrem kleinen Fuß auf die Erde stampfte. „Genug. Haben Sie mir nicht wiederholt gesagt, daß Se jedes Mittel benützen würden, um Fräulein Wayland zu ge- Winnen? Ihr plötzliches Zartgefühl ist nicht aufrichtig, und Sie würden mir besser gefallen, wenn Sie nach Ihrem Dorteil gegriffen hätten, ohne nach dem Woher und Wohin zu fragen." Wortgeplänkel waren nicht seine stark« Seite und er fand nichts, was er ihr entgegnen konnte. Cherrys scharfer Angriff hatte ihn aus der Fassung gebracht, so daß er trotz der glück- lichen Wendung, die sein Schicksal genommen hatte, in übelster Stimmung war. als er sie schließlich verließ. In der Halle des Hotels stieß er auf den Journalisten, den Fräser seinerzeit in seinem Netz gefangen hatte. Der Man»
begrüßte ihn eifrig:„Wie geht's, Herr Emerson? Etwas Neues von Ihrem Unternehmen?" „Nein." „Ich hoffte, Sie würden mir wieder etwas Interessantes erzählen können." „Haben Sie vielleicht jenen Artikel geschrieben?" „Ja, Herr Emerson. War er nicht wohlgelungen?" „Von dem Gesichtspunkt einer Zeitung aus-, vielleicht. Don wem hatten Se die Aufschlüsse bekommen?" „Von Herrn Clyde." „Clyde! Sie meinen Fräser oder Frobisher ." „Nein, von Alton Clyde. Er.war an jenem Abend sehr redselig." Der Journalist lächelte bedeutungsvoll. „Sie meinen betrunken?" „Nicht gerade betrunken, er wußte noch, was er sagte. Können Sie mir nicht noch weitere Mitteilungen machen?" „Nein." Boyd ließ ihn stehen und ging ärgerlich, aber mich ganz niederschmettert auf sein Zimmer. Fräser hatte
also dennoch die Wahrheit gesprochen und mit einer Art eigen sinniger Loyalität es vorgezogen, den Verdacht auf sich ruhen zu lassen, anstatt einen Freund anzugeben. Es paßte eigentlich zu dem seltsamen Charakter des Abenteurers. Boyd traf beide Männer in seinem Zimmer an. „Ich muß dir eine Entschuldigung niachen, Fräser, daß ich dich verdächtigt habe," sagte er. Fräser lachte, eine Plötz- liche Verlegenheit band ihm die Zunge. Darauf wandte Emerson sich an Clyde:„Wie konntest du es geschehen lassen, daß ein Freund so ungerecht behandelt wurde?" „Ich— ich hatte gar nicht die Absicht, ein Geheimnis zu verraten," enffchuldigte Alton sich sehr kleinlaut.„Du weiht, ich kann nicht viel Alkohol vertragen und— ehrlich gestanden, ich erinnerte mich an gar nichts mehr." „Als du dich an jenem Abend betrankst, brachtest du nicht allein Unglück über uns alle, sondern ließest es auch noch ?eschehen, daß ein treuer Kamerad ungerecht beurteilt wurde," igte Boyd.„Fräsers und meine Wege sind verschieden und ich habe ihm häufig harte Worte gesagt. Für die Dienste die er mir geleistet und die Opfer, die er mir gebracht aber bin ich nicht undankbar. Du hast dich entschlossen, Alton, dich unserem verzweifelten, waghalsigen Unternehmen anzu- schließen, und je weiter wir kommen, desto mehr Schwierig- leiten werden uns begegnen. Wenn du aber nicht den Mund halten und Order parieren kannst, mußt du lieber nach Chikago zurückkehren." „Wir wollen die Sache nicht so tragisch nehmen," ver- suchte Fräser zu vermitteln,./ich möchte darauf wetten, daß er ganz zerknirscht ist und keine Dummhsiten mehr machen rd.".(Fortsetzung folgt.) j
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