Nene Urabstimmung der Eisenformer.
Die Funktionäre lehnen den Vergleichsvorschlag ab.
Die Funktionäre der Berliner Eisenformer und Berufsgenossen nahmen gestern abend zu dem Vergleichsvorschlag des Schlichtungsausschusses Stellung, über dessen Inhalt wir in der gestrigen Morgenausgabe ausführlich berichtet haben. Der Branchenleiter Schröder gab zunächst einen furzen Bericht über die Berhandlungen und teilte mit, daß die Branchentom mission, die noch am Montagabend zusammenkam, den Bergleisvorschlag einstimmig abgelehnt hat. Er vertrat die Auffassung, daß das Zugeständnis der Metallindustriellen nur auf Grund der übergroßen Mehrheit für den Streit bei der Urabstimmung in der vorigen Woche erfolgt sei.
Der Bergleichsvorschlag Jei aber so tautschutartig, daß für die Unternehmer die Möglichkeit besteht, für viele Arbeiten, befonders aber für neuzufalfulierende, den 5prozentigen Afrordzuschlag nicht oder wenigstens nicht in voller Höhe zu zahlen.
Aus diesem Grunde empfehle die Branchenkommission auch den Funktionären, den Bergleichsvorschlag abzulehnen, am Donnerstag abend in Betriebsversammlungen Bericht zu erstatten und am Freitag entsprechend den Bestimmungen des Berbandsstatuts in den Betrieben eine neue Urabstimmung vorzunehmen. Das Resultat der llrabstimmung muß in der Funktionärkonferenz am Freitag abend übersichtlich geordnet abgegeben werden.
In der anschließenden Diskussion trat ein Teil der Redner dafür ein, ungeachtet der Erklärungsfrist, die erst am Sonnabend um 11 Uhr abläuft, schon am Sonnabend früh in den Streit zu treten, wenn die Urabstimmung wiederum eine Streitmehrheit ergeben sollte. Die Funktionäre beschlossen einstimmig die Ablehnung des Vergleichsoor schlages und werden in der Konferenz am Freitag abend die meiteren Beschlüsse fassen.
Vierzehn Sitze für den AfA- Bund.
Dem Stimmenverhältnis, das die Angestelltenwahl in Berlin ergab, wird folgende Sigverteilung als wahrscheinlich errechnet: Auf den AfA Bund entfallen 14 Size, auf den Gd2. 10 Size, auf den DHB. 9 und auf den Verband weiblicher Angestellten 4 Size.
Die ewige Bertagung der Berhandlungen zur Regelung der Löhne der Reichsarbeiter macht allmählich einen peinlichen Eindrud. Wenn es sich um Arbeiter handelt, dann ist bei den maßgebenden Stellen die Zeit anscheinend jehr tnapp bemessen. Die Arbeiter läßt man warten, und damit sie sich ja teine hoffnungen maten, fagt man ihnen von vornherein brüst und brutal, eine generelle Erhöhung der Löhne tommt nicht in Frage. Dabei sind die Löhne der Reichsarbeiter, wie wiederholt in der Arbeiterpreffe unwiderlegt festgestellt wurde, so hund serbärmlich, daß man den Mut des Reichsfinanzministeriums, eine generelle Verbesserung dieser Elendslöhne zu verweigern, geradezu bewundern muß.
Personalabbau zwecks ,, Verjüngung".
Die Lohnpolitik der Deutschen Bant.
Im Bankgewerbe graffiert wieder einmal der Abbau. Speziell die Deutsche Bant bedient sich in Berlin wie im Reiche diefes Mittels, um ältere, verheiratete Bankangestellte auf jüngere weibliche Kräfte für billiges Geld einzustellen. die Straße zu sehen und an deren Stelle Lehrlinge und An sämtliche Schulen und Berufsämter wird eine illustrierte Schrift Unsere Wohlfahrtseinrichtungen" versandt, mit der Bitte, fie jüngeren, von der höheren Schule abgehenden Leuten, die Interesse am Eintritt in das Bankgewerbe hätten, zugängig zu machen. In einer eigenen Wertzeitung, den Monatsheften für die Beamten der Deutschen Bant", versucht man, die Angestellten, die
vom Abbau verschont bleiben, für die Wertgemeinschaft mit
der Direktion reif zu machen.
Diese und viele andere Mikstände bei diesem Institut, das nach außen hin so trampfhaft um seine Reputation bemüht ist, hat den Allgemeinen Berband der Deutschen Bantangestellten veranlaßt, sich einmal mit den Zuständen bei der Deutschen Bant in seinem Verbandsorgan zu beschäftigen und einige satirische Berse speziell dem Direttor Waffermann und dem neuernannten Personaldirektor Ritter von Stauß zu widmen. Die Direktion, die mit ihren Monatsheften, mit ihren Bertssportvereinen die Angestellten zu organisationsfeind lichen Elementen zu erziehen versucht, vermochte diese Satire nicht zu ertragen und beschlagnahmte aus dem Betriebs. ratszimmer der Deutschen Bant heraus eine Anzahl der Verbandszeitungen und verbot bei Strafe der Ent. lassung die Verteilung des Organs in ihren Räumen, trotzdem ausdrücklich im Reichstarif für das deutsche Bankgewerbe mit ihr vereinbart ist, daß die Verteilung des Verbandsorgans während der
Regelung der Reichsarbeiterlöhne wieder vertagt. Geschäftszeit in den Räumen der Bank zulässig und statthaft ist. Eine generelle Erhöhung ,, kommt nicht in Frage".
Neu
Die für Dienstag angefehten Berhandlungen greu Achtung! SPD. - Holzarbeiter!
regelung der Löhne der Reichsarbeiter sind vom Reichsfinanzminifterium abermals pertagt worden. Bei den Tariffontrahenten ist ein Schreiben des Ministeriums eingelaufen, worin die Organisationen zu Freitag, den 18. November, vormittags 11 Uhr zweds Aussprache über die Lohnfrage eingeladen werden. Gleichzeitig hat das Ministerium den Organisationen gegenüber abermals betont, es vertrete nach wie vor den Standpunkt, daß eine generelle Lohnerhöhung während der Dauer des Tarif Dertrages nicht in Frage tommen tönne.
Am Donnerstag, dem 17.November 1927, 1912( 72) Uhr, in„ Schinkels Jeffjälen", Brüdenstraße 2:
Versammlung aller Parteigenoffen
Sehr wichtige Tagesordnung.
| Bollzählige Beteiligung erwartet Der Fraktionsvorstand.
WERTHEIM
Leipziger Str.( Versand- Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz
Kinder
Was ist die Folge des Borgehens der Deutschen Bant? Cine fieberhafte Nachfrage nach der beschlagnahmten Verbandsliteratur, fo daß der Allgemeine Verband sich genötigt fah, einen Sonderabdrud aus Die dieser Nummer anzufertigen. Direktoren der Deutschen Bant hätten wirklich flüger daran getan, etwas weniger empfindlich zu sein, statt auf diese Weise eine höchst wirtfame, wenn auch unfreiwillige Reflame für die freigemerf schaftliche Organisation der Banfangestellten zu machen. Im übrigen wird die Sache noch ihr Nachspiel in der Deffentlichkeit haben.
Konflikt im niederschlesischen Bergbau. Die Unternehmer dulden teine Berbindlichkeitserklärung.
Im niederschlesischen Steinkohlenbergbau droht ein ernster Lohntonflitt. Der vor furzem gefällte Schiedsspruch, der eine Lohnerhöhung von 6 Proz. auf die Effettivlöhne vorjah, wurde von den Arbeitgebern abgelehnt, von den Gewerkschaften angenommen. Das Reichsarbeitsministerium persagte dem Schiedsspruch die Verbindlichkeit und Schuf dadurch einen tariflosen 3ustand. In den voran. gegangenen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber wiederholt be. antragt, die ganze Lohnfrage um sechs Wochen zu vertagen; dann feien sie bereit, eine Bereinbarung mit den Gewerkschaften zu treffen.
Be
Mit der unhaltbaren Lage befaßten sich dieser Tage in Waldenburg und Neurode Funktionärfonferenzen. fordert wurde: Angleichung der Tarif an die Effettivlöhne, Er höhung der Löhne um durchs nittlich 80 Pf. je Mann und Schicht und Erhöhung der Mindestverdienste der Afford bzw. Gedinge arbeiter. Die Konferenzen machten die Belegschaften gleichzeitig auf den Ernst der Situation aufmerffam.
Den Arbeitgebern soll noch einmal Gelegenheit gegeben werden, ihr Versprechen einzulösen. Weigern sie sich auch jezt, eine ver nünftige Lohnregelung zu treffen, dann ist ein schwerer Birt schaftstampf unvermeidlich. Im niederschlesischen Steinkohlen. bergbau sind rund 27 000 Arbeiter beschäftigt. Davon Bergarbeiter etwa 17 000 bis 18 000 Arbeitnehmer. entfallen auf die Christen etwa 1500, auf den freien Verband der
Freie Gewerkschaftsjugend Groß- Berlin. Seute, Mittwoch, 16 Uhr, Licht bilbervortrag in der Gruppe Weißensee :„ Die Gesundheit des Menschen." b 19 Uhr Filme. Morgen, Tonnerstag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Cüdwesten: Jugendheim Vordftr. 11, Fabrifgebäude. Sputabend. Ripenid: Gruppenheim Jugendheim Grünauer Str. 5. Sächsischer Humor. Frankfurter Tempelhof: Gruppenheim Engeum Allee: Wir gehen zur Werbeveranstaltung. German aftr. 4/6. Bunter Abend. Süboften: Gruppenheim Reichenberger Straße 66( Feuerwehrhaus). Eugen- Levine - Abend. Gesundbrunnen : Gruppenbeim Fote Schule, Cptenburger Straße. Vortrag:„ Die FG3., ihr wollen und Heiterer Abend. Charlottenburg : Jugendheim Epreeftr. 30. Sumboldt: Jugendheim Graun. Ede Lorgingstraße. Unterhaltungsabend. Webbing: Gruppenheim Gerichtstr. 65/69. Bortrag: Was muß ein gewerk. schaftlicher Jugendfunktionär missen?" Landsberger Play: Bir gehen zur Ofttzels Areis- Werbeveranstaltung in der Schulaula Friedenstr. 31.
Birken."
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Um 19% Uhr in der Schulanla Friebenste. 31, Rähe Landsberger Blaz. äffenb liche Werbeveranstaltung. Brogramm: Sprech- und Bewegungschor Gefänge vom Werktag", Musit, Gesang, Lieber zur Lante. Eintritt frei. anzeige: Am Freitag, 19% Uhr, Rurbgebung in der Stadthalle Alofter Straße: roletarische Jugend gegen ben Alkohol. Die Drdner treffen sich um 18 Uhr vor bem eingang Klofterstraße.
Breffefreiheit und Deutsde Bant." Mit dieser Tagesordnung beruft der Allgemeine Verband der Deutschen Bankangestellten zu Freitag, 18. Rovember, 18 Uhr, Rammerfäle, Teltower Str. 1/4, eine große öffentliche Protesttundgebung der Pantangestellten ein. Das Referat wird der Verbandsgefchäftsführer Benno Marg erstatten. Alle gewerkschaftlichen Spitenorganisationen, die politischen Parteien sowie die Direktion der Deutschen Bant sind zu dieser Rundgebung eingeladen worden.
Berantwortlich für Bolitik: Dr. Curt Geyer ; Wirtschaft: 6. Klingelhäfer; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton : R. S. Discher; Lofales und Constiges: Friz Karstäbt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin .. Berlag: Borwärts- Berlag Gm b S.. Berlin Drud: Borwärts- Buchdruderet
und Verlaasanstalt Paul Singer 17 бо Berlin E 68. Lind- trake S.
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