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Abwehrkampf der Zigarrenarbeiter. Berbandstag der Maschiniſten.

Geringe Löhne- hohe Zigarrenpreise- große Profite.

Der Berbandsvorsitzende des Deutschen Tabafarbeiterverbandes,| nicht zu 10 Bf., fondern zu 12 und 15 Pf. in den Handel gebracht Genoffe Karl Deichmann in Bremen , gibt uns folgende fachliche werden. Aehnlich verfährt man bei 3igarren in anderen Breis­Darstellung des Kampfes: lagen.

Der Kampf, der legt in der Bigarrenindustrie tobt, hat burch feine Entstehung und durch feinen Umfang überragende Bedeutung gewonnen. Um die Schuld von sich abzuwälzen, stellen die Organe bes Reichsverbandes deutscher 3'garrenhersteller immer wieder bie Behauptung auf, daß es sich bei der von ihnen verfügten Aussperrung um eine Abwehrmaßnahme" handle, bie, burch milde Streits in Leipzig und Brestou hervor gerufen fei.

Dabei steht fest, daß die eine Leipziger Firma ihre Arbeiter. schaft schon fündigte, che die Sortierer überhaupt bie Arbeit nieber gelegt hatten, während bei der anderen Leipziger Firma die Ar­beitseinstellung durch provokatorische Redensarten des Firmenin habers verursacht wurde.

Entscheidend ist jedoch, daß

die Leitung des Rd3. jede Verständigungsmöglichkeit unterbunden

hat und die Aussperrung, zunächst in Sachsen und Schlesien und dann in ganz Deutschland , durchführte, ohne die im Reichs tarif vorgesehenen Schlichtungsbestimmungen zu be­achten. Der Tarifbruch liegt also ohne Zweifel ganz auf Unter­nehmetjeife.

Am 11. November fanden in Berlin auf Beranlaffung des Reichsarbeitsministeriums unverbindliche Besprechungen statt, um den Weg zu einer Betlegung des Kampfes zu erforschen. Auch hier haben bie Unternehmer burch ihre Erklärung, weber grundsäglich noch mittschaftlich irgendwelche Zugeständnisse machen zu tönnen, jede Berständigungsmöglichkeit zerschlagen. Ueber ihre Brundfäße braucht nach allem nichts mehr gejagt zu werden. Aber auch die wirtschaftlichen Erwägungen", die einer Einigung entgegenstehen sollen, find nicht ernstzunehmen, wenigstens vertreten wir in dieser Frage eine andere Meinung. Die Möglich teit, die Löhne zu erhöhen, besteht sehr wohl Biele Firmen zahlen heute schon die geforderten Löhne und darüber hinaus. Daraus er­gibt sich, daß es auch allgemein möglich ist, die Lohnfrage im Sinne begu unge tribe word. Der eldsverband aber mill jewebe zone dazu vorhanden wäre. Der Reichsverband aber will jedwede Lohn erhöhung hintertreiben.

Um einmal der Deffentlichkeit einen Einblid zu geben, lassen wir eine Aufstellung folgen über

die Geffehungstoffen der Zigarrenherstellung.

Bir legen babei eine 10 Bf. 3igarre im Kleinverlauf zu grunde. Greifen wir das Tar fgebiet Schlesien heraus und zwar

irgendeinen Ort ohne Driszuschlag und Breslau mit dem höchsten Ortszuschlag dieses Gebietes. Der Lohn anteil bei einer solchen Bigarre beträgt 12 bis 13,50 mt., an Rohtabat 17,50 m., Eingangszoll 6 Mt. und Bande. rolensteuer 20 Mt., dazu andere Betriebskosten in Höhe von 3,50 bis 4 mt., insgesamt 59 bis 61,50 mt. An Unter nehmer und Händlergewinn verbleiben demnach un gefähr 38,50 bis 41 Mt. Dieser Gewinn ist erheblich höher bei den anderen Breislagen. Dazu kommt, daß vielfach diese Bigarren

Der AfA- Bund behauptet seine Stellung

Dem Reichswahlausschuß der Freien Angestelltenverbände liegen neben ben bereits veröffentlichten Wahlergebnissen aus 124 Bahl. treifen weitere Ergebnisse aus folgenden vor: Melsungen , schaffen burg ( Stadt und Land), Leipzig ( Land), Königstein ( Elbe ). Ludwigs, burg ( Württemberg ), Heidenheim ( Baden ), Arnstadt ( Thür.), Her ford( Land), Wittenberg ( Stadt), Warendorf i. Westf., Liebenwerda, Lichtenstein - Callnberg, Hildburghausen , Zerbst ( Lausiß), Blanken burg( Harz ), Baden- Baden , Heilbronn , Würzburg ( Land), Greifen. hagen.

Die Möglichkeit besteht also, die geforderte geringe Lohnbe laftung zu tragen. Nach der gestellten Lohnforderung mürbe für das schlesische Tarifgeb'et die gesamte Mehrbeta ftung ungefähr 1.75 bis 2 m t. betragen, so daß ber gesamte Bohn. anteil dieser Breistage 13,75 bis 15,50 betragen würde. Der Ge winnanteil betrüge immer noch 36,50 bis 30 m. pro 1000 Stud, ober 36% bis 39 Broz 3u beachten ist, daß der Bohnanteil bei den höheren Preislagen prozen tual erheblich geringer wird und die Gewinnquote start fteigt. Bei folchen Gewinnen fanm feine Rebe davon sein, daß wirtschaftliche Erwägungen" es verbieten, in der Lohnfrage ein Entgegenfommen zu zeigen.

Die Berdienste der Arbeiter sind sehr gering. Bei der Her. stellung der 3'garre au 10 Bf. im Kleinverlauf beträgt der Ver dienst bei einer allgemein anerkannten Normalleistung

Drt

( ohne Ortszuschlag) M. 2,23 pro Tag

Breslau

( höchster Ortszuschlag) M. 2,56 pro Tag

27% Bfg. pro Stunde.= 32 fg. pro Stunde. Angesichts solcher Lohnverhältnisse werden die Zigarrenfabri fanten fich verpflichtet fühlen müssen, brauchbare Bugeständnisse zu machen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter werden jedenfalls nichts unversucht lassen, um eine bessere Entlohnung herbeizuführen.

Die einigen Bigarrenfabrikanten.

Tabatzeitung", perfuchen in ber Deffentlichkeit immer wieder den Die Leitung des RD3 und ihr Sprachrohr, die Süddeutsche Einbrud zu erweden, als ob sich die Zigarrenfabrikanten noch nie. mais fo einig gewesen wären, wie gerade jekt und daß dem Beschluß des RD3. betreffs der Aussperrung überall Folge geleistet werbe". durch die Presse gegangene Rotiz dienen, monach nun auch die Be Dieser Stimmungsmache follte auch die in den letzten Tagen zirtsgruppe D berbaben des RD3. mit angeblich 17 000 Beschäf tigten am 19. November die Belegschaften aussperren werde. Nun Nun ſtimmt es, daß am 14. November in Lahr ein berartiger Beschluß gefaßt wurde, aber es ist sicher feine Uebertreibung, wenn gefagt wird, es war eine richtige 3angengeburt.

Der Geschäftsführer des RD3. mußte extra von Berlin nach Lahr reisen, um die so einigen" oberbadischen Zigarren. fabrikanten noch einiger zu machen. Und das Ergebnis?

Bon 44 anwesenden Zigarrenfabrikanten stimmten 24 für die Aus perrung, 12 bagegen und acht enthielten sich der Abstimmung. Raum aber war der Geschäftsführer des RD3. wieder in Berlin , da beschloffen die oberbabischen Zigarren­fabrikanten, bie Aussperrung nochmals um eine Woche zu verschieben und nun ,, endgültig" am 26. November aus­aufperren. Das ist nun der vierte Aussperrungstermin. So sieht die sielgepriesene Einigkeit des RD3. aus.

Bei dieser Gelegenheit fei richtiggestellt, daß die Firma Bier mann u. Schörling in Bremen ebenfalls ausgesperrt hat. Die ent gegenstehende Melbung in Str. 546 des Borwärts" beruhte auf einen Hörfehler bei der telephonischen liebermittlung.

Die Arbeitslosen marschieren!

Am Sonntag traf in London eine Bergarbeiter belegation von Arbeitslofen in Stärte von 260 Bersonen aus Süden Südmales ein. Die Bergarbeiter hatten den Beg von ihrer Heimat nach Bondon in 12 Tagen zu Fuß zurüd gelegt. Sie wurben bei ihrer Ankunft in London von Laufenden von Menschen jubelnb begrüßt. 3med der Demonstration ist, der Bevölkerung Englands die Herzlosigkeit Baldwins gegenüber der hungernden Bergarbeiterschaft zu zeigen.

Entschädigung Berufsfranfer.

Insgesamt haben in dem bisher veröffentlichten 144 Wahl­freisen erhalten: Der schweizerische Bundesrat teilte bem Internationalen Arbeits Allgemeiner Freier Angestelltenbund 143 758 Stimmen, Deutsch- amt mit, daß er durch den Generalsekretär des Böllerbundes die nationaler Handlungsgehilfenverband 118 928, Gewerkschaftsbund der formelle Ratifizierung der internationalen Ueber­Angestellten 114 151. sonstige Hauptausschußverbände 23 454, 17 einfunft, betreffend die Entschädigung ber dur Berufs. frantheiten betroffenen Personen, einreichen ließ. Frauenberufsverbände 49 329.

Aussperrung der westdeutschen Kanalschiffer. Die Antwort der Kanalreeder.

Die Kanalreeder, die den Streit durch die Ablehnung des Lohnfchiedsspruchs vom 24. Oftober und ihre Kündigungen während des Berbindlichkeitsverfahrens provoziert haben, find jetzt zur Aus­fperrung der Streifenden fowie der noch fahrenden Kapitäne, Maschiniften und Schiffsführer übergegangen.

Sie legen damit die gesamte westdeuliche Kanalschiffahrt völlig lahm und verfuchen, andere Transportwege zu benußen. Da jedoch das Perfonat der holländischen Rheinschiffahrt sich nicht zu Streit brecherdiensten mißbrauchen lassen wird, droht der Konflift auch auf die Rheinfchiffahrt überzugreifen.

Drobende" Einführung der 3 teiligen Schicht

Die oberschlesischen Eisenhütten wadeln. Einmal hat es ihnen der Schiedsspruch über den Mantel­tarif angetan, den sie ablehnen, weil er ber man fich bereits schwer fämpfenden Eisenindustrie Oberschlesiens neue zurzeit nicht tragbare Belastungen" bringe.

Der niedrige Breisstand habe felbft in den vergangenen Ron juntiurmonaten, troß weitgehender Rationalisierung ber Berte, feine nennenswerte Rentabilität ermöglicht, weil die Untoften, namentlich die Löhne, ständig gestiegen feien.

Briefe an den Vorwärts". Auch für Herra Brüninghaus nühlich zu lesen. Wir erhalten täglich eine Fülle von Zuschriften, die sich mit der Tabatarbeiteraussperrung beschäftigen. Wir geben zwei davon wieder:

Brih, 18. November 1927.

Ihr erschütternder Artikel Ein Kampf um das nadie Beben" in der Morgenausgabe Ihrer heutigen Nummer 545 veranlassen mich, Sie um Uebermittlung einer Adresse der Wermsten der Armen zu bitten. Ich habe ble Absicht, zum bevorstehenden Fest eine Familie durch ein Weihnachtspatet zu überraschen. Ich habe einen fünfjährigen Jungen und tonnte getragene Jaden, Schuhe usw. für ein ebenso gleidhaltriges oder auch tieineres Rind beilegen.

Berlin , 17. Nopember 1927.

Shnen zur Mitteilung, daß die Sachen über die Zigarren­arbeiter im Hauptblatt wirklich zutreffen, da ich selber aus dem Eichsfeld bin und meine Eltern beibe sowie mein Bruder von dem Streit betroffen werden, ohne einen Pfennig Gelb find, und bei Der Arbeitszeit von 48 Stunden 12 bis 13 Mart pro Woche ver bienen. Es ist ein Hungerdasein auf dem Eichsfeld in bem schwarzen Beltteil. Aber Gott sei Dant find die Leute auch schon anders benfend. Erst heute schrieben meine Eltern, sie wiffen nicht, was werben foll, ob ba nicht die Behörde eingreift. Steinen Pfennig Unterstügung erhalten sie und find vier Personen, meine Schwester Ferner bilde die drohende Einführung der drei. und Nichte dazu. Schreiber dieses war ba, und es wurmt, wenn teiligen Arbeitsschicht in den Stahl- und Walzwerten ein man baran benti, bas piele Beute nicht glauben, daß es wirklich neues Moment#artster Unsicherheit, ba bei Einfo ist. Ich habe mich beswegen von meiner Heimat getrennt und führung der breiteiligen Schicht neue wesentliche Belastungen des arbeite hier. Ferner schreiben sie, sie werden auch nichts gewahr, Lohntontos und damit eine weitere Berminderung der Reniabilität außer was in der Zeitung steht, welche ich hinsende. Als ich die mit Sicherheit zu erwarten feien. Zeitung laufend fandte, haben mehrere fie gelesen. Gonft hören fie nichts, was los ift in ihrer Brandfe. Hatte ja feinerzeit ben Borwärts" nach dort senden lassen, leiber wurde es zu teuer bei dem Verdienst von 12 Mart. Nun sende ich öfter mal dieselbe hin unb faufe sie hier beim Händler. Es tann wirklich nicht so weiter gehen mit den Sigarrenarbeitern, fchreiben meine Eltern heute. Sie stehen vor einem Rätsel, so was ist noch nicht dagewesen.

Unternehmungen müssen rentieren. Es kommt jedoch nicht nur auf die Rentabilität an, sondern auch auf die darin arbeitenden Deutschen . Das vergessen die um möglichst günstige Rentabilität besorgten Unternehmer zu leicht.

An anständigen Löhnen und dem Achtstundentag ist auch in Oberid lesien noch fein Unternehmer zugrunde gegangen. Wir nehmen beshalb diefe berechneten Stoßfeufzer nicht zu tragisch.

Der 16. ordentliche Verbandstag wurde am 20. November in Frankfurt a. M. eröffnet. Neben den Delegierten waren eine große Anzahl von Delegationen aus den verschiedenen Wirtschaftsbezirten erschienen. Meistens alte Rollegen, die die Gelegenheit mahrnahmen, den Berbandstag zu begrüßen. Als Gäste waren u. a. erschienen: Brof. Ruppel als Bertreter der Stadt Frankfurt , Direktor Donau vom Internationalen Arbeitsamt, Hermann Müller , Berlin vom 2 DG B., Genosse Miesbach vom Drtsausschuß Frankfurt, Alwin Brandes vom Deutschen Metallarbeiterverband, Th. Rogur Dom DB., Berlin , fomie Delegationen der Maschiniftenverbände von England, Danes matt und der Tschechoslowakei . D

Nach dem Sturm" von Uthmann wurde ber Berbandstag vom Borsigenden des Verbandes Klebe eröffnet. Diefer Berbandstag fei eine Jubiläumstagung, da an dem gleichen Tage und zit gleicher Stunde der Zentralverband der Maschiniften und Heizer vor 35 Jahren in Berlin gegründet

fel. Es fei nicht leicht gemefen, die Berufskollegen zu gewinnen. Unendliche Schwierigteiten stellten sich in den Beg. Dennoch fei der Berband infolge der Opferwilligkeit der Mitglieder und auf der Grundlage des Berufsgebantens zu einer achtunggebietenden Macht im deutschen Gewerkschaftsleben geworden. Die Kollegen Ho18. Berlin und Wagner, Augsburg , die an der Gründungsver fammlung vor 35 Jahren teilgenommen hätten, sind mit anwesend.

Brof. Ruppel begrüßte den Verbandstag und hob die außer ordentliche Bedeutung hervor, die diesem Berufe im Zeitalter der Technik im Wirtschaftsleben zufommt. Sehr gut fahre der Berband, baß er neben der Berbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen mit auf die berufliche Bildung feiner Mitglieder bebacht( ei. Direktor Dona u Dom Internationalen Arbeitsamt gab in feiner Begrüßungsrede einen Ueberblick über Aufbau und Tätigkeit des Internationalen Arbeitsamies. Bon Wichtigkeit für den Berband der Maschinisten seien die Uebereintommen, die über das See arbeitsrecht getroffen feien und noch in Borbereitung find.

Der Bertreter des englischen Maschinisten. Derbandes überbrachte die Grüße der englischen Kollegen. Es sei die größte Freude in seiner 32jährigen Tätigkeit, diesen Berbandstag begrüßen zu fönnen. Die Engländer würben gern baran mitarbeiten, menn vom Internationalen Arbeitsamt llebereinkommen geschaffen würden, die die Berufskollegen besonders intereffieren. Die eng lischen Kollegen würden es begrüßen, wenn

eine Internationale der Majchiniften

zustandekomme. Der Bertreter des dänischen Majhi. niftenverbandes fonnte mit Stolz darauf hinweisen, daß von den Berufskollegen Dänemarts 98 Prozent organisiert sind. Auch die Dänen begrüßten die internationale Zusammenarbeit der Maschiniftenverbände und dankten ben beutfchen Berband für bee Borarbeit hierzu. Der Bertreter des Maschiniſtenverbandes der Tschechoslowakei flagte über die mißlichen Berhältnisse der Arbeiterschaft in der Nachbarrepublik. Die Kommunisten hätten die Gewerkschaften durch ihre Wühltätigkeit sehr geschwächt. Rur lang­fam mache sich ein Umschwung bemerkbar.

Hermann Müller vom DGB. betonte, die Tätigkeit, die der Entwicklung der Organisation fehr förderlich gewesen. Daß er ba Verband im Sinne der Berufsausbildung geleistet habe, sei der neben die gemertschaftliche Tätigkeit nicht vernachläffigte, zeige die

ftattliche Anzahl der abgeschlossenen Tarife. Kollege Roğur vom ADB. begrüße die Tagung und hob die Notwendigkeit der engeren Zusammenarbeit der Arbeiter, Angestellten und Beamten hervor.

Alwin Brandes vom Deutschen Metallarbeiterverband mies einleitend auf das enge Berwandtschaftsverhältnis zwischen beiden Berbänden hin. Gelegentliche Reibungen feien meistens in turzer Beit beseitigt worden. Auf die gewaltige technische Umwälzung der Gegenwart übergehend, hob ber Kollege Brandes hervor, daß irok des Aufstieges der Technik und der Ergiebigkeit der Ar beitstraft

die foziale Not in Deutschland noch sehr groß fet. Die gemertschaftlichen Drganisationen feien noch zu schwach. Der Metallarbeiterverband merbe am Schluffe des Jahres mieder mehr als 800 000 Mitglieder zählen.

Radh bem Genoffen Miesbach tamen einzelne Delegationen zum Bort, die den Verbandstag begrüßten.

der politischen Neutralität in den Gemertschaften hin. Tur fo fei Genoffe Adolf Cohen, Berlin , mies auf bie Notwendigkeit es wieder möglich, starte und einheitliche Gewerkschaften zu schaffen. Damit schloß Klebe die erste Sigung des Berbandstages. Der Kaffenbericht war Gegenstand einer eingehenden Be ratung in einer geschlossenen Sigung. Hier wurde festgestellt, daß der Mitgliederbestand eine sehr zufriedenstellende Entwidlung nimmt Es fonnte eine außerordentlich günstige Entwicklung der Ber. mögensverhältnisse bes Berbandes und feiner verwal Aus diesem tungstechnischen Einrichtungen festgestellt merben. Grunde wurden die sozialen Unterstühungen wesentlich erhöht. Die Streitunterstützung erfuhr eine Erhöhung um mehr als 25 Pro3. Ein neuer Zweig, bie 3nvaltben und Alters. persicherung, fann, statt mit 50 Broz. nach dem alten Statut, schon mit Wirtung vom 1. Januar 1928 voll in Kraft gesezt werden.

Der französische Gewerkschaftsbund. Der französische Freie Gewertschaftsbund hat ein neues Aktionsprogramm aufgestellt. Cr fordert darin vor allem fofortige Stabilisierung und erklärt fich zur Mitarbeit an der Befestigung der Währung unter der Bebingung bereit, daß da bei die Entwicklung des Inlandsmarktes burch Steigerung der Rauftraft der Verbraucher als Ziel aufgestellt werde. Im einzelnen fordert der Gewerkschaftsbund volle Anerkennung des Koalitions. rechts, Arbeitertontrolle über die Gefchäftsfüh rung der Unternehmen, Rationalisierung unter Wahrung der Interessen der Arbeiterschaft, Entwidlung ber Sozial. gefeggebung, vor allem der Arbeitslojemunterstützung, trenge Einhaltung des Achtstundentages, gleidhe Entlohnung der männlichen und weiblichen Arbeitnehmer, obli gatorische Schlichtung aller wirtschaftlichen Streitigkeiten, Berbesse rung des Fachunterrichts, Behebung der Wohnungstrije, Reorgani fterung der staatlichen Verwaltung und unbedingte Sicherung des Friebens

Jebem Gewertschaftsmitglieb wirb zur Pflicht gemacht, dem Gewerkschaftsbund nicht nur formell anzugehören, fondern feine Ziele mit aller traft zu pertreten und zu unterstützen. Im Anschluß an das neue Aktionsprogramm der CGI. hat das Beamtentartell eine träftige Propaganda entfaltet und dabei den Erfolg zu verzeichnen, daß vier Provinzvereinigungen von Kommunalbeamten in Südfrankreich fich dem Kartell an gefchloffen haben.

Uls Internationaler Sekretär der Steindruder wurde auf einer internationalen Tagung der Steindruder in Brüssel als Nachfolger des verstorbenen Sefretärs Boels ber Sefretär des belgischen Schrift fegerverbandes Genoffe Bergmann bestimmt. Siz des Gefre tariats bleibt Brüssel

Die Spartaffe der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten .- G. Berlin , Wallife. 65 ift täglich mit Ausnahme von Sonnabend Don 9-3 Uhr und 4-6 Uhr. Sonnabends von 9-1 Uhr geöffnet.

Berantwortlich für Boliti?: D: Curt Gener: Wirtschaft: Altanerhöfer; Gewertschaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton:.. Däier: Lotales und Conftiges: Frig Karftabt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin Drud: Borwärts- Budbruderet Berlag: Borwärts- Berlag Gm b S.. Berlin unb Berlagsanstalt Baul Ginger Co Berlin B 68, Binbenstraße& Sierzu 1 Bellage,

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