Ein Rennfahrer-Roman von Andre Reuze. Oberseiz) von P.A. Angermayer Copyright byBüehergSHe Gutenborg,
Oie„Tour de France ", das große Rennen rings um Frankreich , ist in vollem Gange. Ravenelle, der Bericht- erstatter eines großen Spon blaues, begleitet mit dem Maler Mainguy im Auto die„Giganten der Landstraße". Es sind adf regende Tage, denn hier handelt es sich nicht nur um reinen Spon, an die Auslese der Kralligsten und Ausdauerndsten, sondern viel mehr nach um die Konkurrenz der Fahrradfabnken untei einander. Mit alten Mitteln des Betrugs und der Hinterlist sucht man die Aussichten des gegnerischen„Stalls" zu verschlechtern. (8. Fartsetzung.) Englische und skandinavische Seeleute. Regerchauffeur« in Pantoffeln und blauen Arbeitsblusen unterhielten sich pfeife» rauchend über die Geheimnisse der kleinen Tanzsalons. Auf einem Balkon stand eine Frau im chsmd mit schenkeldicken Armen und säuberte vorsichtig ihre Rosenstauden von den melk gewordenen Blüten. Drüben in der Rue de l'Ecu näselte«ine Harmonika. Aus tiefen Bottichen stieg ekelhafter Schlammgeruch, den noch penetranterer Heringsdust überstank. ..Robert!� rief«ine helle Frauenstimme. Blanc.Mesnil drehte sich um. Sofort erkannte er Dlxüo Landry. und sein Herz begann plötzlich schneller zu schlagen. „Ah-r. du bist'?!.. sagte er ganz einfach. Schon stand sie lächelnd neben ilM. „Ich sucht« dich seit dem frühen Morgen, Robert! Im Hotel sagte mir der Portier, du seist ausgegangen! Ganz zufällig traf ich dich nun hier..." „Weshalb suchst du mich denn?" sagte er, scheinbar hart und kühl.„Du weißt doch, daß zwischen uns alles au, ist! Waruni rückst iu inir also in Qe Havre auf die Bude?" „In diesm Ton sollst du nicht mit mir sprechen! Du siehst doch, daß ich dir nicht nn geringsten böse bin!" „Nichtsdestoweckkger aber kommst du im unrichtigen Augenblick!" „Ich bin dach nicht etwa hier, um dir, wi« du sagst,„ous die Bude zu rücken"! Meine Gesellschaft hat hier in der Nähe einen Film gedreht, und da gestern die Außenaufnahmen fertig geworden sind, kam ich hierher, um das End« der ersten Etappe zu erleben! Ich war sicher, dich in der Spitz« zu finden.. „Da hast du eben Pech gehabt! Gewinn' du n«l mit vier Reifenschaden!" «Als ich dein blaues Trikot sah und dich«rkalinte. wurde mir doch sehr sonderbar ums Herz! Es freut« mich, daß du so großen Beifall hottest! Dein Gesicht war zwar vor Schmutz fast unkenntlich— aber du warst doch schön!...„Armer Junge!" sagt« ich mir und hält« fast geweint, und war so traurig, abreisen ZU müssen, ohne dich wenigsten? vorher gesprochen zu haben..." „Run— und was willst du mir sogen?" fragte er, geschmeichelt und ärgerlich zugleich. „Daß ich in den letzten acht Monaten sehr oft an dich gedacht habe, Robert!" „Mas— das Ist schon acht Manate her?" „Siehst du. du weißt e» nicht einmal! Ich aber habe jeden Tag gezählt und mir gesagt: jetzt sind es drei Wochen, jetzt fünf, jetzt schon ein halbes Johl!... Ach, gib mir doch den Arm, Robert, wenigsten, solang« da» Pflaster so miserabel ist... wegen meiner hohen Absätze!..." Der Ring an ihrer linken Hand war ein Geschenk uo» ihm. Er fühlte die Wärm« des nackten Annes. Im Gehen streift« sie ihn ab und zu niit den Hüsten. Deutlicher als an ihr Lieblings- parfüm. das er sofort wiedererkannte, erinnerte er sich an den Duft ihr«, Körpers. Im Geist« sah er sie halbbekleidet vor dem vei»«» zianlschen Spiegel stehe» und ihr Haar kämnicn. „Du hast dir ja auch einen Bubikopf schneiden lasten!" rief er aus. „Selbstverständlich!... Kleidet er mich etwa nicht?" „Im Gegenteil! Wie ein sechzehnjährige» Mädel siehst du jetzt aus!" Im stillen dacht« er: „Sie ist wirklich hübscher gewarden! Na. da bin ich ja m einer schönen Zwickmühle!... Wem, mich die Kameraden mit ihr sehen..." Obzwar sie längst wieder auf spiegelglattem Asphalt schritten, hielt sie immer noch seinen Arm und schmiegte ihren Körper an den seinen. „Warum bist du eigentlich seinerzeit von mir gegangen, Robert? Ich war doch nest zu dir und zärtlich... ich habe dich doch ge- li«bt!... Du konntest mir doch nichts Ernsthoitc, vorwerfen?..." „Ernsthafte, mcht! Aber du hast eben nicht verstehen wollen, daß ein Rennfahrer, und vor allem einer aus der Extraklasse, nicht Dasselbe ist wie die anderen Männer! Unsereiner muß auf alle angenehmen Seiten de, Daseins verzichten, da Hilst nun einmal alles nichts! Ich habe seinerzeit dir zuliebe den Straßensport mit der Bahn vertauscht, und das war meine erste Dunnnheitl Weil du mich«tnmui am Ziel von Bordeaux— Paris dreckig und ver- schwitzt ankommen sahst, hast du gleich geglaubt, daß der ganze Straßensport ein armseliger Beruf sei. Ralürlich sieht ei» Bahn» fahrer im sauberen Seidentrikot und mit brillantineglänzendem Scheitel meleicht eleganter aus! Aber das sind doch schließlich nur Welberlauncn!" „Ich wollte dich deswegen mied«? zur Bahn bekehren, weil ich dich da immer fahren sehen und stolz sein konnte, wenn du siegtest!" „Dos sagt man so leicht, wem Kind! Aber schließlich hätten mich ja die Bahnrennen nicht ruiniert, denn hinter Tavdemführung oder in Mannschaftsrennen hängt mich so l«icht keiner ab. Doch ich Hab» an dein»? Seite da, Leben eine, grünen Jungen geführt und war nicht, ol, d«in« Lettpuppe'. Und siehst du, da» hat mich vertrieben!" „Aber. Robert!" „Ja, ja, da, war's!... Nichts ai» Schlemmereien in Luxu». lokalen. Kintoppgefchichten, Nachtbuden. Tanzbar».— mein liebes Kind, das ist ganz ausgeschlossen für«inen Mann der im 30«r Tempo Berge fahren soll! Solange ich 0«in Freund war. ging ich zu unmöglichen Zeiten schlafen, hafte nie die nötig« Ruhe und mußte es während der Saison, wo mich die kleinsten Krebse über- spurtet und die Zeitungen verspottet haben, bitter büßen!" „Verzeih, mir, Robert! Ich war noch ein halbes Kind! In. zwischen Hab« ich aber ganz ernsthaft darüber nachgedacht, das kannst du mir glauben!" „Ich auch, Yveft«!,,. Dorum hin ich wieder Straß«, fahre?
geworden! Heute lebe ich. wie es sich für einen Mann von Klasse geziemt I W« Mädels, und wenn sie auch noch so reizend sind, ja gerade weil sie'? sind, verleiten«inen doch nur zu Dummheiten, verstehst du! Die einzige Frau eines wirklichen Rennfahrers ober ist sein Rad!" „Ich bin ja auch heute ganz anders, Robert! Ich würde nichts mehr van dir fordern, was deinem Erfolg irgendwie schädlich sein könnte, oder glaubst du vieleicht, ich sei hierher gekommen, um dich mit Dummheiten zu belästigen?... Dazu habe ich dich wirklich zu lieb!... Ich mochte nur. daß du dir aus den endlosen Landstraßen sagst: jetzt denkt sie an mich! Schon ihr zuliebe muß ich olles tun, um zu gewinnen! Und siehst du. mein großer Junge. wenn du wirklich ein gutes Herz hättest, wenn du nur wolltest..." „Na— was wäre dam,?" fragte er etwas bedrückt. „Dann würdest du mir erlauben, dich zwei oder drei Etappen zu begleiten!" „... in der Rundfahrt?.. „Sei doch nicht gleich wieder böse, Liebling! Da wäre doch
vis Rsvak»dr«r werden massiert. wahrhaftig nichts dabei, und ich würde dir keineswegs zur Last fallen! Tut«s dir denn nicht ein wenig wohl, zu wissen, daß jemand in deiner Näh« ist, der dich liebt?... Ich würde ja nach leicht in einem der Wogen Platz finden... Herr Raoenell«, der nur einen Freund mithat, würde nrir ohne weiteres.. Blanc-Meznil beherrschte seinen aufwalleichen Zorn und sagte: „So seh' ich aus!... Du würdest hübsch im selben Hotel mit mir wohnen, und da ich schließlich niche aus Holz bin, singen die alten Dummheuen wieder an, was?... Tags daraus ober würde ich mit 20 Minuten Rückstand hinterm Feld lntrkurbeln, nicht wahr?... Nein, nein, mein Herzchen, das heiße ich nicht die „Tour de France " fahren!... Wenn ich mir überlege, was Balln dazu sagen würde, nein, nein!... Das schlag« dir ans dem Kops! Es hat jast den Anschein, als wolltest du mich unter allen Umständen lächerlich machen!" Still und traurig senkt« sie nun den Kopf. Alle Glocken der Stadt begonnen Mittag zu läuten, und schorenweise strebten Arbeiter und Angestellte noch Hause.
„Ich muß jetzt zu Tisch. Pueftjp! Sei mir nicht bös«, daß ich ein wenig deutlich geworden bin, ct�cr ich kann's nicht ändern!" „Kann ich dich wenigstens nicht nachher ein wenig besuchen, Robert?" „Ausgeschlossen! Ich bleibe den gawzen Tag im Bett, das nnüßt du! Ich bin doch lein Hoclizeitsreisen�pr, der in Havre umherläuft, sondern ein„Tour d« France'-FahrerN Gestern waren es 381 Kilometer. morgen sind's 871 und Donnerstag 421,... ja, zum Teufel, das will doch erst mal getreten sein. MKnschenskind!" „Du läßt mich also hier stehen?" „Ich verspreche dir, daß wir uns no«A der Rundfahrt m Poris wiedersehen!" „Was?... In einem Monat erst?" „Ich kann doch nicht deinetwegen Dox�seletappen fahren, um schneller bei dir zu sein!" „Dann gib mir wenigstens einen Kuß...." Etwas verlegen blickte sich Blonc-Mcsnil' erst um und neigte sich dann über Ivettes Gesicht, um ihre Prangen zu streifen. Plötzlich ober fühlte er ihren frischen, duitendch: Wund , und geget seinen Willen preßte er ihre zierlichen Hüsten an sich. Sekunden« lang überkam ihn die Persuchung, sie wie einst in die Arme zu schließen und fortzutragen. Doch er überwand sich. Er machte sich von ihr frei und stand, ein wenig benommen» mit unsicheren Blicken vor ihr. „Siehst du, siehst du. es hat gor keinen Zweck, erst anzufangen! Nachher gibt's keinen Halt mehr!... Also, Vacttchen, lebe wohl und auf Wiedersehen in Paris !" Nun eilt« er rasch davon und wandte sich erst nach fünfzig Meter nach ihr um. uin ihr Adieu zuzuwinken. Reglos und wie zerbrochen stand sie da. Allmählich änderten aber ihr« schönen, hilflosen Augen ihren Ausdruck. Sie stampfte auf den Boden und sog:«: „Warle nur, du Bengel. warte nur... du kommst mir noch ganz von selbst!" Dann hielt sie ein vorbeifahrendes. Auto an und ließ sich in das teuerste Restaurant der Stadt fahren. Ravenelle lehnte mit Mainguy am Fenster des Grond-Hoiel in Ronen . Drunten dehnt? sich die Schimmerzeil« d«r Kai». Dunkel wälzte die Seine»hre metallglttzernden Wogen, reckten Eisen kröne gigantische Anne zum Himmel, ratterten Straßenbahnen über die Boieldieubrücke und rollten am anderen Ufer dio Hasen-] zeil« entlang, als inspizierten ihre hellen Lichter die reglosen, Flämmchen der Gaslaternen. Ueber allen Lagerspcichern, die je nach ihrem Inholt schildkröten-! breit oder elefantenwuchtig in der Still« lagen, lastete wachsende| Dunkelheit. Nur von Cafeterrassen wehte Lachen herauf. Um die Etappe des kommenden Tages abzukürzen und un- gestört in Rouen übernachten zu können, hatten die beiden Freunde � eine Spazierfahrt hierher gemacht und beschlossen, die Rundfahrer» die gegen fünf Uhr früh eintreffen mußten, hier zu erwarten. „Welche Stille!" murmelte Mainguy.„Ich muß unwillkürlich. an die armen Fahrer denken.. „Die werden um Mitternacht geweckt und steigen Punkt zwei Uhr morgens in den Sattel."(Fortsetzung folgt.)
WAS DER TAG BRINGT, miitiiiiiimiiiii.'mimimitiiiiiiiaminmtiiiiHmwttnBinBiimiBimmfflntitiiiBÄnrmniimiiciiBBiwniimmiiioinnwtiiiiiiwfiitimrnmriiiiiBiiiiHiiiBiiHioiimiisnin**«
Vier fieftchen Reclsm. Wie lange leben Bücher? Manchmal kommen sie tot zur Welt. Manchmal leben sie ein halbes, manchmal zwei Jahr«. Manchmal überdauern si«»in Jahrtausend. Aber nicht das geistig«, sondern da» stoftlich« Lebendigbleid« eines Buches ist hier gemeint. Welcher Zeitraum ist den, Erdenwollen des Buche» als Druckerzeugnis ge- gönnt? Darauf weiß«in Experiment Antwort zu geben, das der Reclam-Berlog veranstaltet hat. Es fehlte ihm ein Beleg für die im Jahre 1867 erschienen« Erstauegabe der Nummer 1(Goethes Faust. 1. Teil) seiner Universal- Bibliothek, und da er anläßlich seines lOOlöhrigen Jubiläums sein Archiv recht schön in Ordnung bringen wollte, wandte er sich an die Oeffcntlichkeit mit der Bitte, allent- halben nach dem ihm sehlenden Exemplar zu forschen und es ihm gegen«ine hohe Vergütung einzusenden. Der Ausruf, den eine große Anzahl von Blättern verbreitet hatte, war erfolggekrönt. Es gingen, zum Teil aus dem Auslande, vier Hefte ein. Mehr ist wahrlich nicht zu'erwarten gewesen. Vier Reclamheftchen, die sich durch 66 Jahre hindurch erhielten, die haben eine stolze Leistung oallbtachi, die haben einen langen Alent bewiesen. Merkwürdiger Gedanke, deiß vier Heftchen, dir drei Jahre vor dem deuitjch-srnnzä» sischen Krieg ei» /zaus verließen, zehn Jahr« nach dem Weltkriege in dieses Haus zurückgelangen: ein bischen vergilbt, mit einigen Eselsohren versehen, aber sonst„gut erhalten" wie Reclam mitzu» leiten weiß. Der Kreislaus ihres Lebens ist geschloflen. Sie haben zu ihrem Ursprungsort heimgesunden und es fehlt nur die Pointe: Von einem der Hefte hätte zu sagen sein müssen: Es war noch nicht ausgeschnitten! Miß Kressin, Während der rote Knegsmmister Trotzki in seiner sibirischen Verbannung einzugehen droht, scheinen die„höheren" Töchter eine» Sowjetmimster,«m recht solhianoble» Dchein zu führen. Einem Bericht am London zufolg« gehören zu den ständigen Tanzpanne. rimMN de» Prinzen von 7öole» drei wohlerzogene und wohtgewachsen« Tochter de» Herrn— K r a s s i n. Der Prinz von Wales soll nach den Bericht».'» eifriger Reporter nicht gerade der allerbeste, aber doch der begehrteste Tänzer von London sein. Er findet sich öfter in den vornehmsten Londoner Hotel, zum 5- Uhr-Tee ein, blickt prüfend um sich über die Wädchenblüte der englischen Kapital« hinweg, sein Domela. der Generaladjutant, der nicht weniger hübsch ist als sein junger Chef, spritzt aus die ins Aug« gefaßte Dam« zu. verneigt sich höflich und bittet die auserwählt« Dam« für Sein« Königliche Hoheit zum Tanz. Wenn der Prinz von Wales kehr gut gelaunt ist und einen ganz feinen Zirkel besuchen will, dann geht er in hie Tanz- schule von Park Lan«. Hier trifft er nur die allerbest« Gesellschaft an. Di« Herren beginne» beim Baron oder beim Maharadscha, die
Damen bei der Lady und bei der Fkkmdwa von Ruf. drei Russinnen werden als exotische Berühmtheit akzeptiert. Kvlontay. die smarte russische Sejaudtm, ist Ütartnunpjtt
Kreuzotter nge fahr in Frankreich , Nach einem Bericht de, Pafieur-Instttifts hat fich bi» HaU Kreuzottern anscheinend in Frankreich nicht mibeträchtllich vermehrt.. wenn man in« Zahl der durch Schlangenblffe verletzten«t» Stoß" stab nimmt. Besonders in den Wäldern von Ra«bvajlll«t und Fontaiuebleou scheinen die Dipera zugenmnmn, zu habe«.| und die Fälle, i» denen das Institut um Serum gcgm, VipernWfi«; gebeten wurde, haben bedenklich zugenommen. Sollte im nächste» Jahre keim Besserung zu verzeichnen fein, so werden gräß« Waft*; gebiet« für die Oesfentlichkeit gesperrt Verden wüst«», �.,
*"■&
V z.
Ein Studenten„scherz", In einer Hochschul« In A u st i n(Texas ) war es Sftchentmfvtry' die Neulinge abends unter den elttrisierten Sprungfeder« von Matratzen entlang kriechen zu losten. 184 mal war«• gut gegangen. Das 185 Mai schlug der Scherz fehl. Der Neuking schrie plötzlich ose Schmerz aus und starb wenige Minuten später, ob an einem Herz- schlug vor Schreck oder em elektnjchen Schlag, kannte noch nicht er«. mittelt werden. j'! Erst kommt das Fressen. Aus der Drei-Groschen-Opcr. Mann:- Ihr Herren, die ihr un» lehrt, wie man brav leben Und Sünd' und Missetat vermeiden kann. Zuerst müßt ihr uns was zum Fresten geben. Dann könnt ihr reden; damit fängt es an. Ihr. die ihr euren Wanst und unsere Bravheft liebt, Das eine wisset ein für allemal: Wie es ihr immer dreht und immer schiebt. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Erst muß es möglich sein, auch armen Leuten Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden. Denn wovon lebt der Mensch? Indem er stündlich den Menschen peinigt, ausziiht, anfällt. abwürgt und frißt. Nur dadurch lebt der Mensch, daß er so gründlich Lergesteil kann, daß er«in Mensch doch ist. Lert Brecht,|
Sadtgstch dtckj SrnaBP