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Copyright Safari-Verlag G.ra.b.Hn Berlin W 35.

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(4. Forts«tzilNg.) Als die Häuser gebaut waren, zog man«in, und die Frauen ei zählten, was sie gehört hatten, sie versuchten auch. Neuigkeiten aus ihren Männern herauszulocken, aber viel Erfolg hatten sie natürlich nicht. War es vielleicht Männerfache, mit Weibern zu schwatzen? Bald wurden sie von Taparte zum Tee gerufen. Orsokidok bekam auch Tee wie die andern, wurde ober als ein großer Knabe betrachtet und bekam weniger Zucker in feine Tasse. Es gab nämlich eine Tasse für jeden. Das war«in neuer Brauch, den sie auf dem schiff gelernt hatten. Und man große, harte Kekse, die zwischen den Zähnen krachten. Das war Essen, das füllte, ohne zu sättigen. Die Kost der weißen Männer. Man verstand gut, daß die Ge- danken der weißen Männer seltsam werden mußten, wenn sie sich intt so seltsamer Nahrung füllten, die nicht aus getöteten Tieren bestand. Mala nahm etwas Keks für die Knaben mit heim und befahl, Fleisch zu kochen. Rennticrfleisch mit Talg. Er hatte gerade eine fette Kuh erlegt, und das war das beste, was man bieten konnte. Iva hängte den Topf über das Feuer und dachte daran, daß jetzt bald sie die Schiffe besuchen und Tee trinken sollte. Lange hotte sie nicht an die Kost der weißen Männer gedacht, plötzlich aber überkam sie die Lust zu alledem, was die weißen Männer mitbrachten. Sie freut« und sehnte sich. Die Männer wurden von Papi geholt, und Orsokidok durfte wieder mit dabei sein: man bekam weiche Lösselspeise, auf die aus einer großen Tasse Sirup gegossen wurde. Der Sirup wurde zuerst über der Lampe erwärmt. Bald aber war das Renntierfleisch gekocht, Iva holte sie und teilte das Fleisch aus. Bei Mala gingen die Stück« von Hand zu Hand. Jeder biß ab und reichte das Fleisch dem nächsten weiter, und eine Schüssel mit Suppe ging unter ihnen herum. Die Besucher, die die Kost des weißen Mannes gewohnt waren, hatten lange Zeit kein Rcnntierfleifch geschmeckt, und sie merkten, daß sie hungrig gewesen waren und jetzt erst satt wurden. Es wurde manches erzählt, vieles jedoch nur angedeutet, und sie mußten den Rest erraten: aber so vermied man Kritik und forderte nicht die Meinung der andern heraus. Es wurde beschlossen, einig« Tage zusammenzubleiben. Mala hotte die Fährten vieler Renntiere in nördlicher Richtung gesehen. Aielleicht war der Zug schon im Gange, und die andern sagten, daß das Eis bis zum Schiffe nach gut wäre. Mala könnte gern einige Zeit mit der Reise warten.- Mola hatte auch Lust, zu bleiben. Er besah die fein« Waffe. Es war vergnüglich, durch die kleine Kerbe zu gucken und das Korn auf dem Ende der Büchse zu sehen. Man ahnte stets ein Renntier oder einen Robbenkopf davor, und alles, auf das man zeigte, mußte sterben. Jagd wurde ein Spiel, bei dem alles gefangen werden konnte. Er drückte ab, spannte den Hahn wieder und betrachtete lange mit Interesie den Schaft. Das war ein« ganz andere Bü�se als die, die er früher gesehen hatte. Ach, die weißen Männerl Ihre Köpf« arbeiteten beständig, immer schufen sie neues. Neue Schiffe und neue Männer, neue Rede und neue Dinge, man verstand gut die Rede des Angokok, der die Luft über dem Lande der weißen Männer geschmeckt hatte, wenn seine Seele auf der Reise war. Ob sie auch als kleine Kinder geboren wurden und sich wie die Menschen entwickelten? Sie sagten zwar, daß es auch in ihrem Land« Weiber gäbe, brachten sie ober nie mit hierher. Sie begehrten die Frauen hier, nohman sie, ohne zu fragen, und dos war auch richtig, denn er hatte gehört, daß weit fort von hier dereinst ein Schiff mit niaken Männern an Bord gekommen war.. Die verlangten keine von den Frauen der Manschen, und sie bezahlten auch nichts. Das Schiff war eine Enttäuschung. Vielleicht waren es Männer, die verdammt waren, ohne Frauen zu leben. Die weißen Männer waren merkwürdig. Wollen wir nach Rcnntieren ausschauen und sehen, frisches Fleisch zu bekommen?" Mala ließ seine Gedanken fahren und war sofort bereit. Es mußte herrlich fein, wieder den Knall zu hören, das machte die Jagd lustiger. Er befühlte seinen Daumen, der ganz geschwollen und empfindlich vom Bogenstrang war. der dagegenschlug, wenn er den Pfeil abschoß. Eine Büchse war so leicht zu handhaben. Keine Kraft gehörte dazu, kein Unbehagen. In den zwei Jahren, die er ohne Munition gewesen, hatte er jedesmal die Pfeile aus den Renntieren herausschneiden müssen. Wa» war das gegen«in Stück Blei, das durch die Luft fuhr, ohne daß man es sah. In jeder Patrone«ine Seele, die den Tod in die Tiere sandte. Wieviel bezahlt man für eine Büchse?" fragt« er und dachte an seine Fuchsfeve. Papi streckte die Finger aus und begann auf- zuzählen. Hier sind zehn Felle. Das ist der kleine Finger. Hier sind zehn, und hier sind zehn, hier sind zehn, und auf der andern Hand dieser Finger zehn und der nächste zehn." Die andern wurden nicht mitgezählt. Mala war zufrieden. Er hatte Füchse genug, und eine Büchse wollte er haben, ehe sie Tabak und Holz bekamen. Aber eine Näh- nadel oder zwei sollte Iva auch gleich haben. Di« wenigen, die sie noch besaßen, waren so oft'geschliffen, daß sie ganz kurz waren. Nähnadeln und eine Büchse. In den Bergen stießen sie auf die Fährte von Renntieren. Sie jagten nur zum Vergnügen, und deshalb gingen alle drei Mann zu» fannnen. Als sie nahe genug an die Der« herangekommen waren, begaben Papi und Taparte sich j« nach einer Seile. Sie hatten Büchsen und waren die Führer der Jagd. Mala mutzte lächeln. Di« zwei, denen er Fleisch zu schenken pflegte, und deren Hunde er im Borjahre am Leben erhallen hatte I Aber jetzt besaßen sie Büchsen, und als sie zwei geschossen hatten, war er den Renntieren noch nicht nahe genug gekommen. Heute gab es für ihn keinen Fang Er mußt« sich damit begnügen, den andern zu helfen und seinen Anteil am Fang, die Hinterteile der Tiere zu nehmen. Die Büchse war stärker. Sie legtgn sich nieder und aßen von dem Fleisch. Man wurde warm«ud durstig vom langen Geh«, glücklicherweise aber waren

die Bremsenlarven groß. Sie saßen auf der Innenseite des Fells und warteten darauf, daß das Wetter warm wurde, um sich durch die Renntierhaut hinauszubohren. Sie saßen dicht aneinander wie große Beeren und schmeckten wie süßes Wasser. Wenn man viele , löschten sie den Durst. Äas Wetter war gut, die Sanne schien, und so blieben sie im Schnee liegen und unterhielten sich. Aber was waren Malas Er- Zählungen von Paumi, der zwei Bären geschossen, von Odark, der im Winter krank gewesen, von den Männern, die Frauen getauscht hatten? Was bedeutete dos gegen die Neuigkeiten vom Schiffe? Die beiden andern Männer konnten erzählen. Die hatten Bücher gesehen, auf deren Seiten weiße Männer in gewaltigen Häusern lebten, wo viele Leute hin und her laufen konMen, ohne gegen die Wände zu stoßen, und es gab viel mehr Schisse im Lande der weißen Männer, als man geahnt hatte, und Tiere von undenkbarer Größe, auf denen die weißen Männer spreizbeinig sahen. Es zeigte sich auch, daß sie Frauen hatten wie die Menschen. Bekamen sie eure Frauen?" fragte Mala. Papi wollte von etwas anderm reden. Hann« hatte keinem ge- fallen als einem alten weißen Mann, und dieser Mann mußte allen andern gehören und konnte ihr nur hin und wieder ein Stück Tabak geben. Papi interessierte sich deshalb nicht für die Frage. Taparte dagegen führt« das große Wort. Alle hatten bei seiner Frau gelegen. Er selbst muhte oft viel« Tage long auf den Fuchs- fang gehen, und wenn er heimkam, war immer ein Mann bei ihr, und viel Essen und Zeug war in seinem Hause aufgehäuft. Mala reizte oll diese Prahlerei. Er wußte, daß er mehr Felle hatte, als die beiden andern zusammen den weißen Männern ge- bracht hatten, und daß man seiner Frau früher inehr als den andern nachgestellt hatte. Usberlaß es den Frauen, von Liebe zu reden," sagte er.Jetzt will ich heim. Es sieht aus, als wolle es wehen." Als Molo heimkam und das Fleisch ins Haus warf, kleidete Iva sich an. Es war warmes Wasser im Topf, und das Fleisch kochte

bald. Aber sie luden keinen van den Ruchbarn«ln, stmbern aßen allein. Mala war zieinlich schweigsam und legt« sich bald oieder. Unter der Decke logen die zwei, Mann und Frau, und sprachen darüber, was sie von den andern gehört und von deren Besitz gesehen hatten. Gemeinsamer Neid brachte sie einander näher. Im übrigen waren sie sich stets einig, nie gab es Streit, und nie hatte Mala Iva ge- schlagen. Beide waren tüchtig, stark und fleißig, ihr Wohlstand kam von selber, und gesunde, flinke Kinder hatten sie: und dennoch hatten die zwei andern Männer Büchsen, und das gab Stoff zum Noch- denken. Papi hatte gefragt, ob Mola Lust hätte, zu schießen, und Aba hatte Iva eine Nähnadel und Faden angeboten. Es war weißer, um Holzstückchen gerollter Faden, aber Iva hatte nein gesagt und nur«in wenig Keks und Tee der Kinder wegen angenommen und einige Rcnnticrselle dafür gegeben, viel mehr, als sie am Schifte hätte geben müssen. Noch nie war es geschehen, daß Malas nicht reichlich bezahlten und mehr gaben, als sie erhiellen. Wir reffen morgen," sagte Mola.Sie baten mich, noch einen Tag zu bleiben, deshalb reisen wir. Laß sie selber Schlitten ver fertigen und mit ihren vielen Sachen fertig werden. Es ist besser, daß die, die nichts besitzen, sortreisen von diesen reichen Menschen." Arn nächsten Margen war der große schwarze Hund nicht zu finden. Als Mala am Abend heimgekommen war, hatte er geschlafen, jetzt aber war er fort, und keiner wußte, wohin. Sie riefen überall, gingen herum, um nach ihm zu suchen, und Taparte bedauerte Mala wegen seines Verlustes. Hunde gebären leicht," antwortete er.Einige verschwinden, andere werden geboren." Und ruhig begann er den Schlitten für die Abreise instand zu setzen. Bald waren sie bereit. Geschirr und Sträng« des Hundes ließen sie liegen. Die beiden Knaben waren ein wenig unzufrieden mit dem Aufbruch. Sie wären am liebsten geblieben und hätten mit den andern Kinder» gespielt, aber es verbesserte ihre Laune, daß sie beide ein Stück Licht bekommen hatten. Dos war lustig zu kauen. es hörte gar nicht auf, gerade wie die Leckerei, die man zum Kauen aus altem Speck und Weidenkätzchen macht«, nur war das Licht viel festlicher. Als Mala am Abend halt machte, half Iva ihm nicht beim Hausbau. Mala wunderte sich etwas, aber Iva tat, als merke sie nichts, ging ein wenig abseits und blieb dort stehen. Sie hatie wohl ihre Gründe. Mala baute weiter, und Orsokidok dichtet« die Fugen. Sie waren ganz fertig, als Iva zu ihnen trat. Bist du ein wenig gegangen?" fragte Mala, nur um dos Schweigen zu brechen. Das weiß ich nicht," lautete die Antwort, und mehr wurde nicht gesprochen. Es wurde Schnee über der Lampe geschmolzen, und oll« außer Ivo tranken. lFortletzung folgt.)

WAS DER TAG BRINGT. iiiwinnmiiHfliininiiininiuiiiiiiiiiiuiiiiiiiiininmimnniinnnmmiiinmiiiiiiiMiinmmiiuiiinmmmimiiniiiiiiiuiiiiiiniininiiiiniiiniuimiiimiiniiiiamniwrannninminnuRnni

Der Wahlgalgen. Aus Stroßburg wird mis geschrieben: Der früher« Direktor der politischen Abteilung des Völkerbundes, Pros. Dauthoux, der während des Verfailler Friedenskongresses als Dolmetsch tötig war, veröffentlicht im hiesigenJournal Francais" seine Erinnerungen. Von besonderem Interesse ist eine Wiedergabe der VerHand- lungen der Großen Vier über die Frage, ob der deuffche Kaiser abgeurteilt werden soll. Wilson habe sich lebhaft dagegen gewandt, Wilhelm II. vor Gericht zu stellen, weil man dadurch aus ihm einen Märtyrer machen würde.Napoleon", sagte er.der aller- dings durch andere Methoden als Wilhelm II. versucht hatte, eine Weltherrschaft zu begründen, ist er nicht lediglich durch seine Ge- sangcnschast auf St. Helena die Hauptfigur einer ungeheuren Legende geworden?" Gestatten Sie," unterbrach Lloyd George ,die Napoleon- lsgende verdankt doch wirklich nicht nur St. Helena ihren Ursprung." Nach der weiteren Darstellung von Dauthoux war Lloyd George damals hauptsächlich aus Gründen der englischen Wahltaktik dafür, daß dem Kaiser der Prozeß gemacht werde. Er habe das übrigens später auch zugegeben. Im August 1921. als B ria nd zusannnen mit Lloyd George im Auto zum Präsidenten der französischen Republik fuhr, fragte Briaird: Nun also, wann urteilen wir über Wilhelm II. ? Ist der Galgen schon errichtet, wo er wird hängen?" Lloyd Georg« lachte:, /Haben Sie etwa ernstlich daran geglaubt? Das war doch nur ein Wahlgalgen. mein Lieber!" Kulaken mit der Zarenfahne. Im Bezirk Bardüffk in der Sowjetukroine hat die Politische Polizei eine Organisation sowjetfeindlicher Bauern entdeckt, die gerade jetzt wahrend der Sowjetwahlen im Dorf eine energische terroristische Kampagne gegen die sowjetfreundlichen Elemente führte. In diesemKulakennest" find nunmehr 18 Verhaftungen vorgenommen worden und ein Prozeß wegen gegenrcvolntionärer

Dienstag, 19. Februar. B a r 1 1 a. 16.00 Staalsminner des 19. Jahrhundefts In nenesten Qeschichtswerken.(Am Mikrophon: Hans Simons , Diicktor der Deutschen Hochschule für Politik). 16.30 Johannes Brahms : Sonate f-moll, op. 5(Prot, Josef Weiß). Anschließend: Unterhaltuncsmusik, Fcrdy Kauttmann mit seinem Europa - Orchester. 18.30 Prof. Dr. Alfred Man es: Neu« Formen der Persorjtn Versicherung, 19.00 Ministerialrat Hans Coslar: Wi« arbeitet eine moderne staatliche Presse­stelle? 19.30 Prof. Dr. Scherlnc: Musik Im Haas. 20.00 Dr. Help» Uptnana: Einlettart ta dem nadtfoltendcn Sendespiel:Pro­fessor Bernhard!". Könics Wusterhausen. 16.00 Siud.-Rat Dt. Haas Philipp: Bcfficrkaritverte BodfUlunde aus Deutsch­ lands Vorteschichte und ihre VetVertunt im Schulunterricht. 16.30 Nachmlttagskcnaert von Leipzig . 17.30 Maria Kuhla: Die neue Türkei . 18.00 Dr. Richard H. Stein: Neuere Hausmusik für Klavier. 15.30 Französisch für Anfänger. 18,55 Prof. Dr. R. Qradmann: Franken und Schwaben. 30.00 Sonderveranstaitung für den Deutschlandsender. Blasmusik. 31.00 Robert Schumann : Fraucnliabe und Letxu op. 43(.Maria von Ba.silidcs. Alt). 21.30 Alte und neue Tänze(Mas Rostal, Violine; am Flügel; Bruno Stidlerr Winkler). UAb-ZiM BHdfwbRiUKfae.

Agitation steht bevor. Es erregt besonderes Aufsehen, daß man bei den Verhafteten eine weißblaurot« Fahne fand, bekanntlich die olte Flagge des russischen Zarenreiches. Zuviel Aerzte in Deutschland . Nach einer Zusammenstellung des soeben zum 50. Mol« er- schienenen deutschen Reichsmedizinalkalenders gab es in Deutsch - land ohne das Saargebiet 1928 48 507 Aerzte, so daß auf 10 000 Einwohner 7,58 Aerzte kommen. Nach den allgemeinen Erfahrun- gen aber ist die Ziffer von 7 Aerzten auf 10 000 Einwohner schon ein Maximum. Die Zunahme der Aerzte gegen das Vorjahr be- trägt 1169. In den 49 Großstädten leben 22 631 Aerzte. wobei auf 10 000 Einwohner 12,43 Aerzte kommen, während im übrigen Deutschland 26 876 Aerzte wirkten und aus 10000 Einwohner 5,65 Aerzte kamen. Mit Ausnahme weniger Landesteile ist 1928 überall eine Zunahme der Aerzte zu verzeichnen: die Zahl der weiblichen Zlerzte ist mehr gestiegen als die der männlichen. Sie betrug 1926 1627, 1927 2078 und 1928 2378. Intelligenz und Erstgeburt. Der Professor für Psychologie an der Universität Chikago Dr. Louis L. T h u r st o n e hat ein Wert vollendet, für dos er l.500 Iutelligenzprüfungen in den verschiodensten Familien vorge- nommen Hot. Er will dabei gefunden haben, daß das erstgeborene Kind in der Regel nicht so intelligent ist wie die später geborenen, und die Sprossen aus kleinen Familien im allgemeinen klüger als die aus großen Familien sind. Südafrika braucht Wespen. Vor einiger Zeit führte man in Südafrika Eutalyptusbäume aus Zluftrnlien ein, um Lauholz für den Bergwerksbau zu ge- Winnen. Kaum waren die Bäume aber angepflanzt, als sie von Rüsselkäfern befallen wurden, die so massenhaft auftraten, daß die Vernichtung sämtlicher Eukalyptusbäunte zu befürchten war. Als die wirksamste Bekämpfung der Rüsselkäfer erwiesen sich die An- griffe graßer Wespen, die ihre Eier in die Körper der Käfer legen und sie dadurch töten. Da auch in Australien diese Wespen die ge- fährlichsten Feinde der Rüsselkäfer bilden, beschloß man in Süd- afrika , nunmehr auch Wespen aus Australien einzuführen, um die kostbaren Bäume, die sonst in Afrika gut fortkommen, vor ihren Angreifern Schützen zu können. Radiosteckbrief, Funkbild, erwischter Betrüger. Herr Constantino Queruben hat den Ruhm und das zweifelhafte Vergnügen, als erster durch einen drahtlosen Steckbrief mit gefunktem Bild erwischt worden zu sein. Obgleich unter der Anklage der Unterschlagung und des Scheck- bettuges stehend, wurde er vorlausig gegen eine Bürgschast von 3500 Dollar auf freiem Fuß belassen. Eines Tages bekam die Polizei jedoch Nachricht, daß Herr Eonstantino sich mit Verzicht aus das als Bürgschaft hinterlegte Geld auf eine Wettreise begeben habe. Er hatte bereits einen Tag Vorsprung und befand sich auch schon aus hoher See. Die�iew-Borker Polizei lieh imir sein Bild und seinen Steckbries an alle Schiffe funken, und richtig erkannte der Kapitän derTenyo Maru" in einem seiner Passagier» der ersten Klosse die gesuchte Per- sönlichkeit. Er gab sunkemelegraphisch Bescheid, und bei der Lon- dung in Honolulu wurde Herr Oueruben bereit» von Detektiven er- wartet, die ihn in diesmal sicheren Gewahrsam der New-Yorker Polizei zurückbringen sollten. Eine Durchsuchung seiner Kabine zeigt«, daß sich Herr Oueruben durchaus in der Lage befand, auf die kleine Bürgschaft Derzicku zu leisten. Außer einer beträchttichen Wenge Goldwaren fand man 2486 Dollar.Kleingeld" und einen erheblichen Betrag in KW-Dollar- Roten vor.