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schaftlichsten Wohnungsbaues durch praktische Versuche seiner Lösung entgegengeführt werde. Der Redner sprach am Schluß die Bitte aus, das Breslauer Unternehmen nicht als einen Lurus zu be trachten, sondern es als eine Tat zu merten, die zeige, daß man gewillt sei, das harte Schicksal zu meistern. Reichsminister

Dr. von Guérard sprach dann als Vertreter des Reichspräsi­ denten  , und Dr. Hirtfiefer als Vertreter des preußischen Ministerpräsidenten.

Nur die dringendsten Arbeiten.

Der Magiftrat hat seine Wünsche eingeschränkt.

Die Erörterungen und Beratungen über die Höhe der Mittel, die von der Stadtverordnetenversammlung dem Magiftrat für die nächste Zeit zur Ausführung der dringendsten Bauten usw. freigegeben werden sollen, nähern sich ihrem Ende. Der Magiftrat hat jetzt den Stadt­verordneten eine Uebersicht derjenigen im Haushaltsplan für 1929 vorgesehenen Bauten zugehen lassen, deren Ausführung er nach der auf Wunsch der Stadtverordneten versammlung vorgenommenen nochmaligen Prüfung für un­aufschiebbar hält. Er beantragt, ihm die erforderlichen mittel freizugeben.

Danach sollen die folgenden Bauten sofort neu begonnen werden: 1. im Gebiet der Bauverwaltung: die Eugen- Kleine Brücke in Lichterfelde  - Süd, der Umbau der Potsdamer- Tor- Brücke in Spandau  , die Brückenverbreiterung am Bahnhof Südende, das Zwischengelände der Bauausstellung; 2. im Gebiet des Woh nungsbaues: die Kriegsblindensiedlung; 3. im Gebiet des Schulwesens die Neubauten in Lichtenberg  , Weißensee, Buch und Wittenau   sowie die Erweiterung auf Scharfenberg; 4. im Gebiet des Wohlfahrtswesens: das Obdach und die Krippe Neukölln, die Heizung des Arbeitshauses und das Johanna- Heim in Werftpfuhl; 5. im Gebiet des Gesundheitswesens: die Erweiterung des Krankenhauses Reinickendorf  , die Quarantäne­station im Kinderfrankenhaus Reinidendorfer Straße, das Leichen haus und Dienstgebäude Hasenheide, der Umbau am Urban, das Röntgeninstitut Friedrichshain  . Von den dringlichen, noch nicht begonnenen Straßenbauten mußten die meisten als sehr eilig anerkannt werden. Die zunächst freizugebenden Mittel wurden aber gleichwohl von 13 Millionen auf Millionen herabgesetzt.

Für den Fall, daß in absehbarer Zeit in der allgemeinen Geldmarktlage eine wesentliche Besserung eintritt, behält sich der Magistrat vor, die Freigabe weiterer Mittel vorzu schlagen. Bis dahin soll die Beschlußfassung vertagt werden. Die Stadtverordnetenversammlung soll aber vorsorglich den 5 aus haltsausschuß ermächtigen, auch während der Ferien auf Vor­schlag des Magistrats die Freigabe weiterer Mittel zu beschließen.

Betrugsgeschäfte mit Bildern.

Bertauschte Gemälde im Bantdepot.

Einem raffinierten Schwindelgeschäft mit wertvollen Ge­mälden ist die Berliner   Kriminalpolizei auf die Spur ge fommen.

Seit einiger Zeit wohnte in der Bismarckstraße 6 in Steglitz  ein 42 Jahre alter Juwelier Hans Hesse, der sich auch" Diret­

for" nannte. Er hatte in Erfahrung gebracht, daß ein ehemaliger in Rommission führte, für die er einen zahlungsfähigen Räufer suchte. Hesse machte den Rittmeister darauf aufmerksam, daß in einem Lurushotel Unter den Linden   ein Amerikaner Fred Sterry wohne, der sich für Kunst interessiere. Nach Berabredung wurden die beiden Gemälde, ein Gabriel Metsu   und ein Jan Steen  , am 28. Mai d. I. dem Amerikaner, einem Westvirginier, im Hotel vorgelegt. Er erklärte sich auch bereit, die Kaufsumme in Höhe von 47 000 Mart zu zahlen. Bis zum Eintreffen des Geldes wurden die Gemälde in das Depot einer Bank in der Jägerstraße gegeben. Als das Geld wider Erwarten nicht einging und der Amerikaner auch nichts von sich hören ließ, forschte Andrejewsti bei der Bank nach und erfuhr, daß die Gemälde abgeholt und nach einer Bank in der Friedrichstraße gebracht worden waren. Hier wurde ihm das große Patet ausgehändigt. Als er es öffnete, stellte sich heraus, daß die wertvollen Bilder gegen Ritschbilder, vertauscht worden waren, die höchstens 10 Mart zusammen wert sind. Der Rittmeister wandte sich jetzt an die Kriminalpolizei. Der Verdacht, den Umtausch vollzogen und die Originalgemälde verschoben zu haben, richtete sich gegen Hesse. Er ist aus seiner Wohnung verschwunden. Die Nachforschungen ergaben weiter, daß er das Paket aus der Jägerstraße abgeholt und die Bilder schon am 28. Mai, also noch am Tage, da die Be­sichtigung im Hotel stattgefunden hatte, einem Kunsthändler für zu­fammen 12 000 Mart verkauft hatte. Der Händler erwarb sie in gutem Glauben. Am nächsten Tage wurden die Gemälde durch Flugzeug bereits nach Amsterdam   geschafft, doch ist noch nicht bekannt, in wessen Hände. fie inzwischen weitergegeben wor­den sind. Nach dem flüchtigen Hesse wird noch gesucht.

russischer Rittmeister Andrejewsti a wei wertvolle Gemälde

Das gestohlene Böckchen.

In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend ist die im Stadt­part Lichtenberg   aufgestellte Bronze, ein auf den Hinterbeinen stehendes Böckchen darstellend, etwa 60 Zentimeter

Handgranaten im Laubengarten.

Explosion aus unbekannten Ursachen.

Auf einem Laubengrundstück der Kolonie Born-| gehört seiner Angabe nach seit 1921 der Kommunistischen Partei ant. holm" am Underjenweg im Norden Berlins   erfolgte am Er behauptet, von dem Vorhandensein der Sprengtörper auf seinem Freitag nachmittag plöhlich eine heftige Explosion. Grundstück nichts gewußt zu haben."

Ueber die umliegenden Lauben ging bis zu einer Entfernung von 250 Metern ein Hagel von Glas und Eisensplittern nieder. Von einigen Laubenkolonisten wurde die Polizei benach­richtigt. Die Beamten sperrten die Explosionsstelle sofort ab und nahmen eine Durchsuchung des Grundstücks vor. Dabei entdeckten sie Teile von explodierten Sprengförpern und in einem Erdloch, das einem Sprengtrichter glid, noch eine größere Anzahl von behelfsmäßigen Handgranaten, die von der Explosion nicht in Mitleidenschaft gezogen waren, Der sonderbare Munitions fund gab der politischen Polizei Veranlassung zu ein gehenden Ermittelungen.

Die Sprengtörper bestanden aus 25 3entimeter langen start wandigen Gasrohren, an derem Ende fich große Fettbüchsen befanden. Die ganze Herstellung ist fachmännisch vorgenommen. Die Sprengladungen waren von großer Wirkung. Die Ursache der Explosion ist noch nicht einwandfrei ermittelt, es wird aber vermutet, daß sie infolge 3ersehung der Pulver­mischung erfolgt ist. Es ist als ein besonderer Glüdsumftand an­zusprechen, daß von den zahlreichen Siedlern der umliegenden Laubengrundstücke niemand verlegt worden ist.

Bom Polizeipräsidium wird zu dem Vorfall noch folgendes mitteilt: Die von der politischen Polizei vorgenommenen Feststellungen führten zur Auffindung von 40 behelfsmäßigen Hand­granaten, die auf dem Grundstück vergraben waren. Granaten dieser Art sind im Jahre 1924 zum ersten Male aufgetaucht. Auch die auf dem Grundstück vorgefundenen Sprengkörper rühren aus jener Zeit her. Der Pächter des Grundstückes ist festgenommen und wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz dem Richter zu geführt worden. Er hat das Grundstüd seit 1919 in Benuzung und

hoch, von unbekannter Hand vom Godel gebrochen und| entwendet worden. Die Figur, ein Wert des Bildhauers Albert Wille, ist dem Bezirksamt Lichtenberg   erst im Januar 1928 von der Kunstdeputation Berlin   überwiesen worden. Angaben über den Berbleib der gestohlenen Bronze nehmen alle Dienststellen des Bezirksamts Lichtenberg   und die Polizeireviere entgegen. Für die Ermittlung des Täters ist eine Belohnung von 100 Marf ausgesetzt worden. Vor Ankauf und Annahme der Figur wird

gewarnt.

100 Morgen Schonung vernichtet.

Waldbrand im Köpenider Forst.

Jm Köpenider Stadtforst dicht bei rampenburg wütete gestern nachmittag ein größerer Waldbrand, durch den nahezu 100 Morgen Schonung vernichtet wurden. Ausflügler sahen im Jagen 191, etwa 1000 meter füblich der Bismard warte, eine starte Rauchsäule aufsteigen. Die Müggelheimer freiwillige Feuerwehr wurde alarmiert, die aber bereits einen so umfangreichen Waldkomplex brennend vor­fand, daß sofort der Berufszug von Schöneweide und die Röpenider sowie Schmödwizer Feuerwehr zur Hilfe herbeigerufen werden mußte. Außerdem wurde die Schuh polizei von dem Großfeuer in Kenntnis gesetzt, und eine Hundertschaft rüdte auf Lastautos zur Unterstützung der Wehren an. Das Feuer griff mit rasender Schnelligkeit um sich und bald brannten 100 morgen S cho nung lichterloh. Es mußten breite Schuhgräben gezogen werden, um ein Weitergreifen des Feuers zu verhindern. Nach drei­stündiger angestrengter Tätigkeit war die Hauptgefahr beseitigt. Eine größere Brandwache blieb bis in die späten Abendstunden hinein an der Brandstätte zurück. Als Entstehungsursache wird Un Dorsichtigteit eines Spaziergängers vermutet, der einen glimmenden Zigarrenstummel achtlos beisete geworfen hat.

Ein Großfeuer beschäftigte mehrere 3üge der Feuerwehr gestern abend in der Isoliermaterialienfabrit von Dettmar in Adlershof  , Rudower Chaussee. Größere Mengen Benzin sowie Delvorräte fielen den Flammen zum Opfer. Die Wehren mußten aus sechs Schlauchleitungen größten Kalibers Wasser geben, um die angrenzenden Gebäude zu schützen. Die so­

Die Maiunruhen vor Gericht.

Die Barrikadenkämpfe in Neukölln hatten gestern vor dem Schöffengericht wieder ein gerichtliches Nachspiel Angeklagt maren der 18jährige Arbeiter Willi Schönknecht und der Ara

beiter Roch, jener wegen vorsätzlicher Eisenbahntransportgefährdung. diefer wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstandes gegen die Staatsgemalt. Am Nachmittag des 1. Mai hatte die Menge an der Ede der Reuter- und Kaiser- Friedrich- Straße das Straßen pflaster aufgerissen, Barrikaden errichtet und Stangen über die Straßenbahngleise gelegt. Schönknecht schleuderte gegen einen Straßenbahnwagen einen Pflasterstein, der eine Scheibe des Triebwagens zerschmetterte. Er mußte wegen vorsäglicher Eisen­bahntransportgefährdung zu einem Jahr Zuchthaus, der vom Gesetz festgesetzten Mindeststrafe, für dieses Vergehen perurteilt wer­den. Das Gericht betonte aber, daß es einen Antrag auf Umwand­lung der Zuchthausstrafe in eine Gefängnisstrafe unterstützen werde. Koch   erhielt 6 Monate Gefängnis, wegen zahlreicher Bor­strafen wurde ihm eine Bewährungsfrist verweigert.

Hoffentlich wird die Begnadigungsinstanz dem Vorschlag des Gerichts st att geben. Ein durch kommunistische heter verführter junger Arbeiter braucht wegen eines verhältnismäßig geringen Bergehens, das zudem ohne ernste Folgen blieb, nicht gleich für sein ganzes Leben mit dem Makel des Zuchta hauses belastet werden.

*

Vor dem erweiterten Schöffengericht Wedding   wurden wegen Beteiligung an den Maiunruhen zwei Angeklagte, bei denen Waffen gefunden worden waren, zu sechs Wochen Gefäng nis verurteilt.

genannte 3 folieranstalt ist schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Aufräumungsarbeiten dauerten

mehrere Stunden.

Die Wechsel von Löwenberg& Co. Sind die Fälscher in Rio de Janeiro   verhaftet?

3m Anfang dieses Jahres erregten die Wechselfälschun­gen, die dem Bankhaus Löwenberg   u. Co. zur Laft gelegt wurden, großes Aufsehen.

Als die beiden Hauptschuldigen wurden bald der 41 Jahre alte, aus Riew gebürtige Bankier Dr. Isaat Lewin und der 33 Jahre alte Proturist Leonhard Rappaport, der aus Mostau stammt, ermittelt. Ihrer Festnahme hatten sich beide durch Flucht entzogen. Jetzt ist dem Berliner   Polizeipräsidium durch Funkspruch aus Rio de Janeiro   mitgeteilt worden, daß man die beiden Berfolgten dort ergriffen hat. Sie hielten sich unter falschen Namen in der Stadt auf, wurden aber auf Grund der Ausschreibungen erfannt. Sie leugnen, die Gesuchten zu sein.

Um die Persönlichkeiten einwandfrei festzustellen, werden die Lichtbilder nach Südamerika   hinübergefuntt werden.

Wegen schwerer Urfundenfälschung wurde von der Kriminalpolizei die 60 Jahre alte Margarete Passarge und ihr 30jähriger Sohne Wilhelm festgenommen. Frau Passarge ist Witme eines Oberlehrers und bezieht als solche eine Pension. Der Sohn hat nun die Quittungen dahin geändert, daß dieses Geld von jetzt an bei einer anderen Bankfiliale ausgezahlt werden würde. Frau. B. mies diese Fälschungen vor und erhielt darauf, da alles in Ord­nung zu sein schien, an mehreren Stellen 200 m, und darüber. Bis­her sind bei der Kriminalpolizei drei Anzeigen eingegangen, es schweben aber noch andere Fälle bei der Staatsanwaltschaft.

*

Kundgebung für Arbeiterinnenschutz! Suwelengeſchäft in Koburg   und ein Bädermeiſter aus Wafungen

Ein schwer belastetes Konto hat ein 44 Jahre alter Kaufmann Esmarchstraße festgenommen wurde. Otto Reiff, der gestern von der Berliner   Kriminalpolizei in der Suhl   in Thüringen   Vertreter einer Autofirma, machte sich dann Reiff war früher in Hinterlassung einer Schulden last in Höhe von etwa 500 000 m. aber selbständig. Am 30. Mai d. I. verschwand er plötzlich unter Zu den Geschädigten gehören u. a. die Städtische Sparkasse in Schleusingen  , die Reiff um 40000 Mart betrogen hat. Ein wurden durch seine Machenschaften zum Konkurs getrieben. Ein Mühlheim   an der Ruhr aufhielt, las in der Zeitung von der Flucht des Reiff und jagte sich in der Verzweiflung eine Kugel in den Ropf. Er liegt noch heute im Krankenhaus. Reiff war mit einem Auto zunächst nach Leipzig   geflüchtet. Dort wurde der Wagen am 9. Juni beschlagnahmt. Der Flüchtige tam jetzt mit der Eisenbahn nach Berlin  . Bei seiner Festnahme hatte er fein Bargeld mehr bei sich. Er wird nach Suhl   transportiert werden.

Dienstag, den 18. Juni, 19%, Uhr, im großen Saal Raufmann aus Schmiedeberg, der sich auf einer Geschäftsreise in des Lehrervereinshauses, Alexanderplatz  .

Rednerinnen: Gertrud Hanna  , M. d. L.; Else Niviera Textilarbeiter- Verband; Frida Licht, Zentralverband der Ange­stellten; Frida Gladosch, Metallarbeiter- Verband; Anna Zammert  , Fabrikarbeiter- Verband. Vom Weltbund für Frauenstimmrecht und staatsbürgerliche Frauenarbeit" sind als Rednerinnen Frau Dr. Rehm, Stuttgart  , und Miß Carrol, Vereinigte Staaten von Amerika  , angemeldet. Eintritt frei!

Das Frauensekretariat.

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