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Theater und Film.

Bernhard Blume: Treibjagd"

Schiller Theater.

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Geheimpolizisten, Offizierspizel und ein amerikanischer Reporter find sehr aufgeregt. Im Oftober 1919 Scharmügelt nach die Weiße Armee gegen die Rottruppen von Petersburg. Ob Judenitsch noch einmal im Namen des Zaren tommandieren wird, oder ob Tropfis Soldaten die alte Nemastadt halten werden das ist die Frage. Die strategische Krisis kompliziert sich dadurch, daß Anja bei Balba nam, eine berühmte Tänzerin, das Alleinschlafen nicht verträgt und sowohl den weißen wie den roten Männern die Köpfe verdreht. Im Salon der Balbanom wird sehr viel Schnaps getrunken, und die aus solcher milden Beschäftigung entstehende russische Schmermut mirti perheerend. Der rote Leutnant Smigal verplempert seine Pflicht. Der weiße Leutnant Gogolin tann den aufgepflanzten Bajo­netten der Troßfiften entschlüpfen. Anja efelt sich vor ihren roten und weißen Liebhabern und nimmt ins breite Bett einen schwind jächtigen Jungen. Aber auch dieje parteilose unhygienische Ver puffung ihrer erotischen Kräfte bringt feinen Segen. Mit zerstörten Nerven liefert die Tänzerin die Geheimpapiere aus, die fie für den weißen Liebhaber verwahrte. Der rote Tichekamann Ogan fommt so in den Besitz des corpus delicti, das ihm gestattet, bie göttliche Anja an die Wand zu stellen. Anja entzieht sich aber der boliche mistischen Gerechtigkeit mit Hilfe einiger Gifttabletten. Sie stirbt unter schrecklichen Zuckungen ihres schönen Körpers, noch im Tobe angebetet von dem Allertreuesten der Verehrer, dem Juwelenschleber Wuul, der weiße und rote Petersburger mit gleicher Gründlichkeit euspomert. Der Sherlock Holmes der Sowjettragödie, der besagte Bolkskommissar Ogan, hat zu all dem Unglüd mur zu sagen: ,, Gesindel!"

In normaleren Zeiten des Geschmacks würde ein Provinz­direktor das Stüd ordinär und moralisch angestedt von Sechsdreier­romantit gefunden haben. Heute entbedt man und ganz mit Recht, daß Bernhard Blume versucht, seine bebentlichen

Vorbilder zu veredeln. Trotzdem geht er dem ordinären Kino nicht aus dem Wege, doch er ist auf dem Weg, das wirksame Reißertheater zu erlernen. Fällt ihm eines Tages ein nicht so billiger Dramen­stoff ein, dann wird es sich verlohnen, mit seinem starten Dialog zu rechnen. Da ist zum Beispiel die Szene, in der der Volkskommiffar dem weißen Leutnant sein Spizelgeheimnis entlodt. Der Dramatiker nerfprigt die Pointen und Raketen des Kriminalwiges mit großem

Talent.

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In früheren Zeiten hätte auch ein ehrgeiziger Regisseur dem jungen Dramatiker lächelnd gesagt: Berehrter Freund, Sie müssen mir balb noblere Aufgaben zumuten, damit ich mich für Sie ein sebe. Borläufig verbietet mir meine fünftlerische Autorität, Ihre ollen, wenn auch ganz nett wieder aufgefrischten Kamellen meinem Bublifum, das mich als einen gebildeten Mann schäßt, anzubieten. Karlheinz Martin inszeniert finngemäß, das heißt fnallig. Man erschrat, weil Tilla Durieur, die Darstellerin der erotisch viel beschäftigten Anja, ihre hervorragenden Rünfte gebraucht, um die jehr äußerliche Dame noch mehr aufs Aeußerliche zu spielen. Erst im Schicksalsabstieg war Frau Durieur empfindsam und menschlich. In einigen Sekunden verfällt die fcharmante Frau zur Schlampe. Diese Mimi? war wieber bas alte, großartige Birtudentheater. Tanah spielte ben weißen Spigel, der ein zerquetschtes Groß maut zu sein hat, außerordentlich imposant und typenecht. Müthel, Ledebour , Wolfgang Heinz und Beibelt charakterisierten, wie der Regisseur es wünschte: auf dice Birkung. Es fielen durch leijere, daher auch würdigere Manieren auf: 2qubinger als schwindfüchtiger Revolutionsschlemihl und Elfa Wagner, bie nur menige Augenblide die 3ofenpfiffigkeit und das politisch unser borbene gute Gewissen zu perteidigen hat. Max Hochdorf .

Rudolf Rittner 60 Jahre alt.

Der deutsche Schauspieler Rudolf Rittner wird in biefen Lagen sechzig Jahre alt Schon seit zwanzig Jahren steht er nicht mehr auf der Bühne. Die ihn sahen, erinnern sich aber, daß er ein foftbares naturalistisches Theater spielte.

Er gehörte nicht zu jenen Birtuofen, die nur sich selber zeigen mollten. Er unterwarf sich vollkommen bem Stüd und versuchte niemals, burch Talente zu glänzen, bie den Stil eines Dramas ganz veränderten. Ihm lag auch nicht jenes geschäftige Virtuofentum, das heute immer stärker zwischen den einzelnen Bühnen herum. mandert. Er schäßte noch die zusammenhängende Theatertruppe und fam gar nicht auf den Gedanken, daß ein anerkannter Künstler das Recht haben soll. zwischen den tonfurrierenden Direktoren haftig und erwerbstätig herumzutummeln.

Sein Stolz, bei dem großen Zuchtmeister all dieser ernsten und bescheidenen Menschendarsteller, bei Otto Brahm , beheimatet au fein, war erfreulich. Als der schlichte, strenge und verständnisvolle Bater des naturalistischen Theaters starb, zog sich auch Rudolf Ritiner zurüd.

Siegfried Lautenburg, der ein närrischer Mann und gerade wegen dieser Eitelkeit ein gewiegter Entdecker der echten Ramödiantennaturen war, entdeckte auch Rudolf Rittner . Lauten burg hieß ihn zunächst das unglüdliche sentimentale Hanschen in Mar Halbes Jugend" spielen. Der junge Liebhaber wurde bald reifer und ein wundervoller Glockengießer für die Berfuntene Glode". Er wurde überhaupt der beste Darsteller der Hauptmann schen Lebens und Unglüdsphilosophen.

Die letzten Adler."

Universum.

Bengt Berg hat die bestmögliche Spezialausbildung genoffan, er hat einen Namen von Weltruf, er hat taufenderlei Berbindungen und alles, alles benutzt er, um durch seine Bogelfilme Kulturtat an Kulturtat zu reihen. Er war der erste, der den Beweis erbrachte, daß es eine Natur im Film gibt und durch ihn sehen wir, was ein weiterer Fortschritt ist, das Tier in der Natur. Er vermirklich ganz große Gedanken, er ist ein fünstlerisch hochbegabter und der gewissenhaftefte Berichterstatter über die belebte Natur. Dadurch bereitet er allen den Stadtmenschen, die stets vom grauen Häuser= meer des Autags umfangen sind, eine Stunde erlösender Entspan

nung.

Diesmal nahm sich Bengt Berg der letzten Adler an, die in Schmeden hausen. Ideenreich und praktisch wie er ist, ließ er über Nacht Bäume im Walde wachsen, um den Ablerhorst mit seinen zmei Jungen auf das allergenaueste beobachten zu können. Wir sehen dieses Adlerleben, ein Drama in sich, ein Drama für die ganze Um gebung. Es ist mit lastender Bucht erzählt. Und doch ist alles natürlich und teiner hat das Recht, den Adler zu schelten. Haffen wir ihn momöglich nur darum, meil er nimmt, was der Mensch felber nehmen wollte? Aber Bengt Berg wollte nicht nur die Abler im Horst belauschen, er wollte auch die Adler im Fluge zeigen. Dieferhalb machte er, mit der Kamera in der Flugmaschine, Jagb auf sie. Einer der verwegenſten und erfolgreichsten Flieger Schwes dens war der Führer des Flugzeugs. dens war der Führer des Flugzeugs. Erst unterschätzte man die eigene Geschwindigkeit und flog glatt an den Adlern vorbei. Man mußte tangjamer werden und da hatte man das Glüd, daß bie mußte langsamer werden und da hatte man das Glüd, daß bie Adler sich für ihren tapferen Beschützer intereffierten, Neugierig um treiften sie den großen Menschenvogel und schenkten so Bengt Berg

und uns allen fostbare Bilder.

Die letzten Adler murden in Schweden als Naturdenkmal er­bringt dieser Film zu Wege. Man kann gewissermaßen beruhigt flärt. Doch mehr als das ausgeflügeltste Naturschutzgesetz vermag. sein, denn durch die ungeheure Eindringlichkeit seiner Schilderungen stehen die letzten Abier unter Bengt Bergs persönlichem Schutz. teslived e. b.

Plancks goldenes Doktorjubiläum.

Zur Feier der fünfzigjährigen Wiederkehr des Tages, an welchem Mag Bland zum Dottor promoniert wurde( 28. Juni 1879), peranſtalliete die Physikalische Gesellschaft gemeinsam mit der Gesellschaft für technische Bhyfit eine Festigung. Profeffor Brings heim, der Vorsitzende der Berliner Gesellschaft, begrüßte den Jubilar, der hier seinerzeit den Vortrag über die Quantenthenrie gehalten, von dem nicht nur eine neue Epoche der Phyfit, sondern bes natur­wissenschaftlichen Dentens überhaupt beginnt. Professor Ronen Bonn, der Vorsitzende der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, überreichte das erste Exemplar der im porigen Jahr anläßlich des 70. Geburtstages von Bland geftifteten goldenen Bland- Medaille dem Jubilar selbst als Zeichen der Dankbarkeit und inneren Ber bundenheit. Auch das zweite Cremplar übergab er ihnt, damit der nach seinem Borschlag vom Borstand Ermählte die Michaille aus Blands eigenen Händen empfange. Die Wahl mar auf bert Einstein gefallen, der, wie Bland hernorhob, den ersten ent. scheidenden Einfluß auf die Weiterbildung der Quantentheorie durch die Lehre von den Richtquanten ausgeübt hat.

Es folgten einige Vorträge wissenschaftlicher Art, nach deren Beendigung die Teilnehmer der Versammlung sich zu einem zu Ehren Plands veranstalteten Festmahl zusammenfanden.

Ein Museum des Riffches. ite

Bt.

Zur Bundesregatta.

Morgen Sonntag in Grünau .

Die Vorbereitungen zu der morgen, Sonntag, in Grünau vor den Regattatribünen des Berliner Regatta- Bereins stattfinden den Bundesregatta bes Arbeiter Turn. und Sport­bundes sind beendet. Die auswärtigen Teilnehmer und Gäste sind bereits in Berlin eingetroffen und haben zum Teil schon an den heute abgehaltenen Borrennen teilgenommen. Besonders der 4. Kreis ( Sachsen ) ist zahlreich vertreten, denn dort hat der Arbeiter- Ruder sport in den legten Jahren einen besonders großen Aufschwung ge­nommen. Den hiesigen Vereinen ist dadurch eine äußerst starte Konturrenz erstanden, die sich auch auf der Regatta am Sonntag zweifellos durchfeßen wird. Die Berliner Bereine werden sich sehr streden müffen, wenn sie im Ziel noch vorne sein wollen.

Zu den 16 Ruber und Ranurennen haben 97 Mannschaften mit etupa 400 Ruberern und Ramifahrern gemelbet. Außer den Berliner Bereinen starten Mannschaften aus Leipzig , Dresden , Burzen, Han nover- Linden, Stettin , Karlsruhe , Bieschen, Hof a. d. S., Rathenom, Brandenburg und Fürstenmalde.

Eröffnet wird die Regatta mit einem Stilrudern der männ lichen Jugend. Auch den Frauen ist Gelegenheit gegeben, fich in einem Biererrennen zu betätigen. Zahlreich besezt ist der 1. Riemenpierer. Hier starten unter anderen auch Bereine aus Dresden , Burzen, Stettin , Brandenburg und Fürstenmalde. heiß umstritten mar von jeher das 2chterrennen. Hier werden der Ruderverein Hannover - Linden, der Ruderverein Borwärts­Leipzig, der Ruderverein Sagonia- Burzen, der Ruderverein Bor wärts- Berlin und der Ruderverein Collegia- Charlottenburg um den Sieg fämpfen. Wie immer, so wird es auch diesmal ein Bord- an Borb- Kampf auf der ganzen Strede werden. Im ganzen werden 10 Ruderrennen, darunter zum ersten Male in Berlin zwei Remmen in Rennbooten, und amar ein Bierer- und ein Achterrennen, aus gefahren. Die Sieger der einzelnen Rennen vorher zu bestimmen, ist fehr schwer, da einige Mannschaften zum ersten Male in Berlin starten. Auch der Kanufport tommt zu feinem Recht. Sechs Rennen werden ausgefahren. Wenn man berücksichtigt, daß die Beteiligung der Auswärtigen als gut zu bezeichnen. Besonders eigentliche Ranuregatta in Nürnberg stattfindet, so ist auch hier die Bier Boote stellen sich hier dem Starter. Durch das Ausscheiden der scharf und interessant wird das Rennen der Kanuvierer sein. schwächeren Mannschaften in den Borrennen werden die Haupt rennen, die am Sonntag um 13 Uhr beginnen, nur von gleich­wertigen Mannschaften gefahren, wodurch scharfer und intereffanter Sport geboten wird. Der Verlauf der Rennen wird den Besuchern durch eine Blaupunkt"-Lautsprecheranlage übertragen. In den Baufen mird auch das Konzert permittels dieser Anlage durch Dbeon und Barlephan Schallplatten ausgeführt.

Die Begrüßungsfeier für die ausmärtigen Teilnehmer und Gäfte findet heute, Sonnabend, 20 11hr, im Gemertschaftshause statt.

Oesterreich- Deutschland 2: 2.

Das Spiel der Oesterreicher in Bielefeld . Die Cauderfußballmannschaft der österreichischen Mr. beiterfportler fpielte gestern in Bielefeld gegen die deutsche Elf. Das Ergebnis 2: 2 enffpricht dem Spielverlauf und der Gleichwertigkeit der Mannschaften, Reichsinnenminister Severing begrüßte Zuschauer und Gäfte und brachte ein be­geistert aufgenommenes Hoch auf die gemeinsame Republik des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit aus.

Nach dem Schlachtefest. Wir sind überglücklich!

Bon den Berichten über die Borerei Schmeling- Baoline

In dem Bürttembergifchen Landesgamerbetragen mir noch folgende nach: museum in Stuttgart besteht auch eine Ritschabteilung, in der seit 20 Jahren Dokumente für alle Geschmadsentgleisungen bes Kunsthandwerks und der Kunstindustrie gesammelt werden. Man findet dort Nachbildungen berühmter Persönlichkeiten aus Seife, Achbecher mit patriotischen Sprüchen und ähnliches.

Die Deputation für Kunft und Bildungswefen der Stadt Berlin bat in der Frühjahrsausstellung der fademie Berte von Frans Gidhorft, Gearg befit gingen einige Bilder aus der Ausstellung über. Chmig, Mag Dppenheimer und August Krana angetauft. Auch in Bribat. MAT

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Theater der Woche.

Bom 30. Juni bis 7. Juli Bolfsbühne.

Theater am Bülowplag: Berlin , wie es meint und lacht.

Staatstheater.

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Die Einnahmen beim Wohltätigkeitstampi" zugunsten des New- Yorker Milchfonds werden auf 450 000 Dollar gefchäßt, wo Don auf beide Boger etwa 90 000 Dollar entfallen dürften. Für Baolino gewiß ein nettes Pflaster auf die Bunde, für den deutschen Dempfen dagegen nur eine Abschlagszahlung auf die in Aussicht stehende Millioneneinnahme. Denn der nicht mehr ferne Endtampf um die Weltmeisterschaft, zu dem sich Schmeling durch seinen Sieg über den Spanier qualifiziert hat, sichert dem gefeierten Deutschen Einnahmen, die er noch vor Jahresfrist nicht für möglich gehalten hätte. Wie sich nach dem Kampf mit Baolino herausgestellt hat, erlitt Schmeling in der fünften Runde eine schmerzhafte Brellung des Unterarmes, die ihn an dem uneingeschränkten Gebrauch feiner rechten Hand hinderte. Mutter Schmeling, bie bie

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ganze Nacht hindurch in ihrer Wohnung in Berlin - Stegliz am Radioapparat verbrachte, ist über den neuen Erfolg ihres Jungen natürlich hocherfreut. Wenige Stunden nach dem Rampf batte fie ein Telegramm von ihrem Mag in Händen des Inhalts: Geib

Oper Unter ben sinben: 30. Götterdämmerung . 1. Cavalleria. Bajassi. hr zufrieden? Ich bin auch außerordentlich glüdlich. Am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr unterhielt sich Schmeling fünf Minuten lang telephonisch mit seinen Angehörigen in Berlin unb

2. Bozzet. 3. Bahime. 4. Die Scaggräber. 5. Tristan und Stolbe. 6. André Chenier . 7. Der Tafenkavalier. 8. 9heingold.

Oper am Plag ber Republik : 30., 3., 6. Neues vom Tage. 1. und 2. Der

und im September mit Sharten, vielleicht aber auch mit Dempsey um die Weltmeisterschaft bogen werde.

Freischig. 4. Die Fledermaus. 3. Don Giovanni . 7. 3phigenie auf Tauris. erzählte babei u. a., daß er jegt zur Erholung nach Florida fahren 8. Wibelia Stäbtische Oper, Charlottenburg : Turnus IV, Turandot . 10. Auguft gefchloffen. fchloffen.

1. Juli bis Schauspielhaus am Genbarmenmarkt: 30. bis 5. Napoleon . 6. bis 8. Ge. Schiller- Theater: 30. bis 5. Treibiagb. 6. bis 8. Gefchloffen.

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Ein Spätabendblatt brachte gestern die Biographie von Berliner Einwohnern, die auch Schmeling heißen. Ein Glüd, daß der Boger Müller nicht in Turin gefiegt hat!

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Unfer Schnellberichterstatter Jonathan hat die Situation beim Kampf am beften erfaßt. Er brahtet uns vom Fernseher am Wedding:

Schmeling:

Theater mit feftem Spielplan: Deutsches Theater: Die Fledermaus. Rammerspiele: Gefchloffen, Die Romebie: Der Mann, ber feinen Namen änderte. Theater in bez Rönig. Ramöbler baus: Hochzeitsteife.- Theater bes gräger Straße: Finalen. Weltens: Frieberite. Deutsches iuftler Theatez: Polnische Wirtschaft. - Ezianon Theater: Der Cheftreil. Metropol Theater: Bigubart. Berliner hanes Diterferien. Kleires Theater: Raß aber toden. Theater: Taporter. Menes Theater am 800: Fräulein pardon. Die Eri Rofe Theater: Olaf, Gartenbühne, 8 Uhr: 1. bis 7. Die gefchiebene Frau. 8. Gräfin Marisa. Theater in ber Rlosterstraße: Der Frauenarzt. Theater in bez Wintergarten: Bon John- Jaz- Girls, Scamp n... M Gefiet in eine blutige Maffe. Seanup, die luftigen Berliner und weitere Varieté- Kunsttcäfte. Scala: D'Sanlon und Rambuni und die weiteren Attrattionen. Baolino. Theater mit wechselndem Spielplan: Suftspielhaus: 30. Arm mie eine Rirgenmaus. 1. und 2. Gefchloffene Bor­

Behrenstraße: Belde war's?

Das Stüd Romantit, das auch in dem Hauptmannschen Natu ralismus steďte, pertörperte Rudolf Ritiner treuherzig und gefühl­nauf. So geschah, daß man zunächst im Florian Gener eigentlich einen verpfuschten, piel zu redseligen Gerechtigkeitsritter jah. Der Darsteller gab sich dem Hauptmannschen Wort so innig hin, daß er auch nicht ben breiten, sehr lyrischen Pomp biefer Gestalt anzutaften wagie. Erst allmählich merkte man, daß Rittner recht hatte. Hier war ein starkes deutsches Gesinnungsdrama mit einer imponierenden Hauptperson entstanden. Florian Gener fiel durch Rittner durch und er wurde durch Rittner wieder gerettet. So ist die Erinnerung an diesen deutschen Schauspieler eng mit dem Andenken an biefen ftellung. Ab 3. Revolution bei Eterns. tragischen Patrioten verknüpft. Florian Gener, der Ritter mit den schwarzen Federn, war Rudolf Rittner selbst, ein massiver, gar nicht fomplizierter Charafter. Der Schauspieler war eben fein Nerven und Bunter Self.&, 16 Uhr: Großes Sofenfeft. fomödiant, sondern ein Seelenspieler. So wurde er auch von Leniş Corinth gemalt und dieses Bild verschwindet nicht mehr aus dem Gebächtnis.

M. H.

Nachmittagsvorstellungen.

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Baltsbühne: Theater am Elomplag: 30. Trofanet. Gartenbühne: 1., 17 Uhr: Rongart und Bunter Seil, 7., 17 Uhe: Ronzert

enutb

Er wandelte das mutige blasfe

Erft war er noch der mutige Baste, Dann fein Gesicht.' ne blutige Maste!

Rofepeateros Die heutigen Handballspiele. Нови Wegen der Bundesregatta spielen die Arbeiterhand baller mur heute. Im 2 Beairf stehen sich die Bezirksmannschaft und bie Nürnbergmannschaft um 19 Uhr in Hennigsdorf . Wald­Sportplan gegenüber. Weitere Spiele: FTGB..Karlshorst 1 gegen

Erftaufführungen der Woche. Montag. Apmabienhaus: Hochzeitsreife. Rpfe Theater: Dief. Skittmod. 2uftfpfelbays: Renolution bei Sterns.

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Besucht die Bundesregatta des Arbeiter- Turn- u. Sportbundes

Sonntag, den 30. Juni 1929, 13 Uhr in Grünau / Regattatribünen/ Volkstümliche Preise