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Das ist die große Lehre, die uns Lenin eingehämmert hat. Der Kampf innerhalb der Arbeiterklasse ist auch ein Kampf gegen diese arbeiterari st akratische Minderheit, für die Zerschlagung ihres Einflusses auf die Arbeiterklasse. sS. 25 a. a. 0.)* Hier wird mit aller Deutlichkeit aus dem Klassenkampf der Arbeiterschaft gegen die Bourgeoisie ein Selbst» zerfleischungskampf der Arbeiterschaft untereinander gemacht. Nicht mehr lautet die Parole:Hie Kapital hie Proletariat!", sondern für die Kommunisten heißt sie:Hie Arbeiteraristokratie hie ge­wöhnlicher Arbeiter!" Diese Parolenänderung zerschlägt nicht nur die bisherige Front des Klassenkampfes, sie nimmt auch dem Klassenkampf selber den von Marx entdeckten, allein vernünftigen Sinn. Die FrontArbeiter gegen Kapitalist" beruht auf der ökonomischen Tatsache, daß die Gesamtheit der Arbeiterschaft von der Gesamtheit der Kapitalisten wirtschaftlich ausgebeutet, d. h. um einen Teil ihres Arbeitsproduktes gebracht wird. Besteht solch ökono- misches Verhältnis aber auch zwischen dem besser und dem schlechter entlohnten Arbeiter? Man wird vergeblich fragen, wieso etwa der Maurer den Steinträger, wieso der Monteur den Hilfsarbeiter ausbeutet. Im Gegenteil! Beide werden ausgebeutet von dem gleichen Kapitalisten und deshalb kann ihre Stellung nicht feindlich gegeneinander ge- richtet sein, sondern nur miteinander und nebeneinander in der gleichen Front liegen. Auf Seite 26 macht Merker dann noch eine erstaunliche Entdeckung. Bei der Stärke desReformismus " in Deutsch - land muß ja nach Merkers Theorie die gutbezahlte Arbeiteraristokratie bei uns in dem durch Niederlage und Tribute verelendeten Deutschland besonders stark vertreten sein. In der Tat, nach Merker bzw. seinem Gewährsmann, dem Referenten der Programmkommunisten auf dem 6, Kongreß, ist dies so: Auch Deutschland erhält gegenwärtig Extra- Profite. Die Perspektive der weiteren siegreichen Eni» Wicklung der deutschen Industrie auf dem Weltmarkt ist imstande, einen Teil des deutschen Proletariats zu verlocken: damit operiert im Grunde genommen die deutsche Sozialdemokratie, dadurch erklärt stch im gewissen Grade die F e st i g k e i t i h r e r P o s i t i o n." Das also ist das Neueste! Das tributpflichtige Deutsch- land, das an fast die ganze Welt Entschädigungen zahlen muß, das Deutschland des Dawes-Planes und des Poung-Planes erhältExtraprofite", mit denen es eine Arbeiteraristokratie besoldet, und korrumpiert. Man sieht, zu welchen Konsequenzen die Theorie der zwei Arbeiter- klaffen gelangt. Doch zur Hauptsache. Wir begrüßen, daß hier einmal Klarheit geschaffen ist, daß von jetzt ab die Kommunisten Spaltung und Zertrümmerung der Arbeitereinheit nicht nur tatsächlich betreiben, sondern als ihr klares ökono- misches Ziel proklamieren. Es ist nach diesen Defini- tionen kaum noch notwendig, daß auf Seite 45 der Broschüre der Verfasser sich ausdrücklich als Gegnerder Gewerk- schaftseinheit bekennt, indem er ausruft:Unser Ziel wird nie erreicht werden, wenn die Kommunisten im Inter- esse derformalen Einheit" auf den Klassen» kämpf verzichten!" Klassenkampf, das bedeutet bei Merker nach dem Ge- sagten klar und deutlich den Kampf gegen dieArbeiter- aristokratie", gegen die gelernten und etwas höher bezahlten Arbeiter. Dieser Klassenkampf ist in Wirklichkeit nichts als Spaltungskampf, als Kampf gegen dieEinheit der Arbeiterklasse. Für die Erkenntnis des Wesens der KPD. sind die Merkerschen Ausführungen überaus wertvoll.

Die Antwort Nankings. Zu direkten Verhandlungen bereit.

Sie lügen wie im Kriege! Kommunistisches Kriegspressequartier. Bericht ans Moskau : Die Berliner Demonstrationen vor der chinesischen Gesandt- ichast werden von der Sowjetpresse mit großer Befriedigung zur Kenntnis genommen." Tatsache: Bor dem chinesischen Konsulat demonstrierten vier(!) Mann, die im Nebenhaus Fenster einwarfen. Geschrei derRoten Fahne": Begeisterte Zustimmung der Arbeitermossen der ganzen Welt zum russischen UltimatmnI" Tatsache: In einer Berliner kommunistischen Hochburg, dem Zentral- Schlacht- und Bichhof, mit 18060 Mann Belegschaft, an deren Spitze ein kommunistischer Betriebsrat steht, fanden sich ganze 40 Mann für eine Slnti-Ehinademonstrotion. 40 von 13 000! In diesem Verhältnis steht dos kommunistisch« Geschrei zur Wirklichkeit! April, April! Man fragt und blamiert sich. In einer Kleinen Anfrage einer dentschnotionalen Landtagsabgeordneten wurde über die vielen Der- Änderungen Beschwerde geführt, die an althistorischen Stätten Potsdams, insbesondere im Park von Sanssouci , vorgenommen worden seien. Ganz besonderen Unwillen, so führt« die Anfragende aus, errege in der Potsdamer Bevölkerung die Nachricht, daß im Muschelsaal des Neuen Palais «in regelrechter Gastwirtschaftsbetrieb eingerichtet werden solle. Das Staatsministerium wurde nach diesem Gastwirtschastsbetrieb gefragt und gebeten, die vorgenommenen Ber- änderungen einer nochmaligen Prüfung durch Kunstsochverständige unterziehen zu lassen. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit- teilt, beantwortet der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Anfrage folgendermaßen: Di« Nachricht, daß im Neuen Palais eine Gastwirtschaft ein« gerichtet werden solle, ist zuerst in der Aprilnummer der Potsdamer Fremdenzeitung" verbreitet worden. Es handelt sich offensichtlich um einen Aprilscherz.

Polnischer INinisterrai in Liarrih. Die polnischen Botschafter in Paris und Berlin haben sich noch Biarritz begeben, wo Minister- Präsident Switalski und der Führer der Regierungspartei im pol- nischen� Parlament, Slawek, ihr« Sommerferien verbringen. In den nächsten Tagen werden außerdem Außenminister Zaleski und Jnnevminister Stladawski, die eineStudienreise" durch Frankreich mach»«, in Biarritz erwartet. DieReueertlärungen" Rädels, Probofhenstis u. a. zichen immer weitere Erklärungen ähnlicher Art nach sich. Neuerdings haben 103 bisherige Oppositionelle sich der Deklaration Rädels an- geschlossen.

Die Sowjetregierung hat in ihrer Replik auf die Ant- wortnote Nankings diese Note für unbefriedigend. den Ton für heuchlerisch erklärt und behauotet, daß olle Mittel der Verständigung erschöpft seien. Der Wortlaut der Antwortnote Nankings wird nunmehr bekannt, er gestattet eine genauere Beurtei- lung des plötzlichen Abbruchs der Beziehungen durch die russische Regierung. Die Rote Nankings lautet: .Die diplomatischen Beziehungen zwischen China und Rußland sind in oller Form durch das chinesisch-russische Abkommen des Jahres 1924 begründet worden, und die chinesische Regierung und das chinesische Volk, von dem Wunsche nach Gleichheit und Freund- schast unter den Nationen getrieben, haben immer Sowjetrußland gegenüber die größte Freundschaft gezeigt und dem russischen Volk gegenüber stets im Sinne der Gleichheit gehandelt. China hat es nie der russischen Regierung gegenüber an Aufrichtigkeit fehlen lassen und ihm stets jedes Entgegenkommen gezeigt. Es sind aber jüngst auf chinesischem Gebiet Be- weise dafür geliefert worden, daß Sowjetagenten tom- m u n i st i s ch e Propaganda betrieben, mit dem Ziel, die chinesische Regierung und die Gesellschaftsordnung zu gefährden. Die chinesische Regierung sah sich daher genöligk. geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Unordnung zu vermeiden. Diese Maß­regeln sind aber nur vorübergehend nnd unvermeidlich. Aber wenn die mandschurischen Behörden dies« Maßnahmen er- griffen haben, haben sie sich der größten Vorsicht irnd Rücksicht- nähme befleißigt, um größere Folgen zu vermeiden. Die Nationalregierung hat Berichte der mandschuri- schen Behörden erhalten, dahingehend, daß der russische Direktor der Ost-China-Bahn und die anderen russischen leitenden Persön- lichkeiten dieser Bahn von Anfang an ssch nicht an die Bestimmungen des Abkommens von 1924, be- treffe nd die Verwaltung der Ost-China-Bahn ge- halten haben. Seit der Organisation des Verwaltungsbureaus haben die russischen Direktoren das Abkommen immer wieder ver­letzt, und den chinesischen Beamten der Ost-China-Bahn war es nicht möglich, ihren Pflichten nachzukommen. Ferner haben die ruffischen Direktoren ihre Posten dazu benutzt, um Propaganda gegen das russisch - chinesische Abkommen zu treiben. Deshalb ist es klar, daß die mandschurischen Behörden zu den von ihnen unternommenen Schritten gezwungen waren, und daß China sich nicht der Verletzung des Abkommens schuldig gemacht hat. Die Chinesische Regierung hat Berichte von den chinesischen Konsulaten in Rußland erhalten, daß die russische Regierung völlig grundlos eine große Zahl chinesischer Staatsange-

höriger verhaftet hat. Es wurde van einer Zahl von 1000 Personen gesprochen. Biele von ihnen wurden aus Rußland aus- gewiesen und haben damit ihre Existenz verloren. Aber die Chinesische Regierung hat die russischen Staatsangehörigen und ihre Handelsorganisationen in China stets mit dem größten Entgegen- kommen behandelt, ohne irgendeinen linterschied zu machen. Dieses Mal haben die mandschurischen Behörden eine Anzahl russi- scher Staatsangehöriger o e r h a f t e t und ihre Bureaus geschlossen, weil es für erforderlich gehalten werden mußte, um bolschewistische Propaganda zu unterbinden, und zum Zweck der Aufrcchtcrholtung der öffentlichen Ordnung. Die Chinesische Regierung schlägt deshalb vor, macht es aber nicht zur Bedingung, daß 1. die Sowjeiregierung alle verhaslelen chinesischen Staats- angehörigen freiläßt, mit Ausnahme derjenigen, gegen welche ein Versahren schwebt und deren Festhaltnag nach Prüfung durch die chinesische Botschasi in Moskau gerechlferiigt ist. 2. Die chinesischen äauflente und die chinesischen Handelsorgani- sationen in Ruhland sollen vollen Schutz erhallen, und e» sollen ihnen alle Crieichlernngen gewährt werden, die zur Ausübung Ihres Berufes erforderlich erscheinen. Wenn die Sowjetregierung dies« Dorschloge anzunehmen in der Lage ist, würde die chinesische Regierung die verhafteten russi- schen Beamten und die Eisenbahnverwaltungsbureaus in anderer Weise behandeln. Zum Schlüsse möchte die chinesische Regierung bemerken, daß sie und das chinesische Volk sich der Hoffnung hingeben, daß die Sowjetregierung ihre bisherige Haltung ihnen gegenüber ändern möge und daß die Sowjetregierung im vorliegenden Falle chinesische Gesetze und die chinesische Staatshoheit beachtet. Die chinesische Regierung ist bereit, den chinesischen Geschäftsführer in Moskau , Herrn Chu-Schau-Pang, der sich auf Urlaub in Nanking befindet, zum chinesischen Delegierten zu er- nennen. Er soll sich nach Eharbin begeben, um die Vorfälle zu untersuchen und dann mit dem Sowjet-Außenkommissarlot über den gesamten Fragenkomplex der Beziehungen zu Rußland sowohl al» der Frage der Ostchina-Bahn verhandeln, um eine beide Teile be- friedigende Lösung zu finden." Diese Note zeigt das deutliche Bestreben, Rückzugslinien offen zu halten. Sie bezeichnet die Maßnahmen, die den Konflikt hervorgerufen haben, alsvorübergehend", die Gegenvorschläge werden nicht«als Bedingung" gestellt, und direkte Verhandlungen angeboten. Angesichts dieser Note tritt der Charakter der P r e st i g e p o l i t i k im Abbruch der Beziehungen durch die Sowjetregierung stark hervor.

Dienst an Deutschlands Lugend. Kulturelle Aufgaben des Arbeitersports.- Eröffnung des Bundesfestes der Arbetterfportler.

Nürnberg , 19. Juli. (Eigenbericht.) Bei dem Festakt der feierlichen Eröffnung des 2. Bundes - festes des Arbeiter-Turn- und Sportbundes flielt der Rcichsinnenminister S e v e r i n g folgende An- prache: Verehrte Festversammlung! Ich Hab« den Auftrag nnd die große Freude, dem Deutschen Arbeiter-Turn- und Sportbund die Grüße der Reichsregierung auezusprechen. Ich möchte hervorheben, daß es dem Reichsinnenministerium nicht darauf ankommt, die Turn- und Sportbewegung der Arbeiter zu unterstützen nur an «inigen Festtagen, die alle sieben Jahre einmal stattfinden. Die Reichsreglerung leg« wer« daraus, hier in Nürnberg fest- zustellen, daß sie e, al, ihre Pflicht and Aufgabe betrachtet. auch für die Tagesarbeit der Arbetterwraer Mittel bereit- zustellen. Wenn ich als verantwortlicher Minister nicht schon von der Rot- wendigkeit dieser Aufgabe überzeugt gewesen wäre, vor meiner Abreise nach Nürnberg , heute wäre mir diese Ueberzeugung ganz besonders klar geworden. Man braucht nur in die Gesichter der Nürnberger Gäste von heute zu blicken, man braucht nur da» Atter einzuschätzen, um zu der Ueberzeugung zu gelangen: Hier ist da» junge Arbeiterdentschlaad! Diese» fange Arbeiter- denlfchland wird von der Reichsregiernng betreut werden hier und überall. Wenn unser« jungen Arbeiter und Sportler keine Gelegenheit hätten, sich in frischer Lust zu stählen, wenn sie nicht folgen würden ihren Führern, die sie hinausführen in die Wälder und auf die Fluren und auf die Sportplätze, dann, meine verehrten Damen und Herren, bestände die Gefahr, daß ste bei Zigarren- und Zigaretten- qualm in der Stube ihre frei« Zeit verbringen und oerkümmern würde. Da» hätte doch die größten sittlichen Gefahren im Gefolge. Darum ist die Unterstützung der Arbeiter-Turnbewegung nicht die Unterstützung einer Turngruppe, sondern sie ist die Unterstützung de, jungen heranwachsenden Deutschland » selbst. Wer das nicht begreift, ist kein Kurier, sondern höchstens ein hin- kender Bote! Eines möchte ich Ihnen vor Augen führen, liebe Genossinnen und Genossen: Ich darf wiederholen, was auch schon in den Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters qnklang: B e i uns braucht das Turnen und der Sport nicht Selbst- zweck zu seinl Wenn wir un» ungehemmt die Erscheinungen, die die Presse manchmal viel zu breit und viel zu ausführlich schil- dert, als Vorbild nehmen würden, dann würden wir nicht Kultur der Menschheit, sondern Kultur des Bizeps treiben. Unsere Betätigung in Spiel und Sport soll nicht nur die einseitige In- anspruchnohm« von Nerven und Mustelpartien sein, sie soll darüber hinaus unsere Zöglinge und Anhänger in Lust und Licht bringen, soll in ihnen das Gefühl der Lebensfreude wecken. Aber wir wollen uns bei allen unseren Turnübungen auch daran er- innern, daß es nicht nur auf die Pflege der Muskeln, sondern auch auf die Pflege des Geistes und auf die Pflege der Seele ankommt. Dos muß letzten Endes auch die Aufgabe jedes Bundes sein. Wenn ich als Minister zur Erreichung dieses Zieles beitragen kann, will ich das gern tun. Ich darf heute schon hier solgendes oerraten:

Ich habe die Absicht, im nächsten Herbst schon alle die großen zentralen Organisationen zusawmenznbernfen. olle großen knllurorganlsationea. die großen Theater- nnd Zugendorga- nisalionen. die Freie Volksbühne, die Schriftstellerorganisatioaen. die großen Tnrnerorganisationen. um zu versuchen, alle unler einen Hui zu bringen. Nicht um eine Arbeitsteilung vorzunehmen, sondern, um den«inen großen harmonischen Menschen der Zukunft zu ge- stalten. Wenn Sie jetzt die schönen Einrichtungen des Nürnberger Stadions benutzen, verehrte Genossinnen und Genossen, dann denken Sie daran, was ich Ihnen sagte: Steven Sie den körperlich und geistig gesunden Menschen In den Mittelpunkt Ihrer Bestrebungen nnd Aufgabent Haben Sie nicht den Ehrgeiz w!« die Nürnberger Meistersinger, den Meisterspringer, Ringer und Schwimmer zu machen. Folgen Sie der Mahnung, au» jedem Turner«inen Kämpfer für Men- schenfreiheit und für Menschenfrieden zu schassen, dann bin ich der festen Ueberzeugung, daß die Worte richtig vcr- standen werden, die ich in Köln ausgesprochen: Die vielen Zehn- lausend« von deutschen Turnern stellen nicht Armeen de» Kriege». sondern Armeen de, Friedens dar! Die Begrüßungsrede des Reichstagspräfidenten L ö b e hatte folgenden Wortlaut: Es wird ssch heut« olles vereinen zu einem mächtigen Akkord, der der Gesundheit de» Körpers und des Geistes gewidmet ist. Allerdings, die Gesichtspunkte, unter denen die Förderung der Körperpfleg« getrieben wird, sind keine einheitlichen. Die einen sehen darin einen Ersatz für militärischen Dienst und Drill, andere erschöpfen ihr« Aufmerksamkeit in der passiven Teilnahme an Rekord- leistungen, die wir als Gegenteil von Körperpflege und Körper- schönheit ansehen. Weitblickend« sehen darin-in notwendiges Gegen- gewicht gegen die einseittge Industriearbeit. Uns aber, die wir diese» Fest veranstaltcn, geht es um mehr. An, soll die Pflege des Körpers helfen, die Schönheil der Helmal und der Dell für jedes gefunSe Menschenkind zu erschließen. An» soll der Spart helfen, die«rast und Gesundheit de, ein- zelnen so zu heben, daß er sich über die Schönheiten freuen kann. An» soll der Rhythmus harmonischer Körperübungen Vorbild sein für die Kameradschaftlichkeit im Leben der breiten Massen. Die Industri-entwicklung hat vielen Menschen Licht und Sonne geraubt. Lang« Arbeitszeit, dumpfe, lichtlose Wohnungen. ungenügend« Ernährung und der Druck sklavischer Abhängigkeit hat taufenden den aufrechten Mut und Stolz und die Lebensfreude sowie den gesunden Körper gebrochen. Solch« Erscheinungen finden wir insbesondere bei den Webern meiner schlesischen Heimat. Genera­tionen Deutschland » haben darunter gelitten. Heran wuchs«in degeneriertes Geschlecht, da, von der Kraft und den Vorzügen der alten Germanen nichts mehr übrig behalten hatte. Sozial- Politik, Arbeitszeitverkürzung. Mutter- und Kinderschutz. Kronken- lassen, Vorschriften über den Arbeitsraum, Abwehr von Alkohol haben den weiteren Verfall aufhalten können: ober sie alle stellen doch nur Abwehrmittel gegen weiter« Verschlechterung dar. Zum neuen Aufbau des gesund«« und lebensfrohen Menschen gehört die positive Tat und bei ihr die Sport- und Körperpflege der wich-