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,%.\.>. A-,, IeHlSAd�rf sind die Genossen nnt ihren Frane» gekommen, vi« Züge schlwMn sich an oind füllen die Aufmarschstraßen, deren Spitz« schon in den �FriedrichÄham einschwenkt, während am Königstor noch die Genosse� avarten. Schnell sbrmienen sich die Züge unter den alten Bannern, die so oft das Beiüiner> Proletariat zum Ausdruck seines Machtwillens begleitet haben. �Infibersehbar die Züge, grandios die Wirkung des roten Fahnemvaldes«gegen das satte Grün der Bäume. Wie erneuert «ischeinen die StraAm. auf denen die Menjchenmassen die Züge flankieren, die noch»nicht in unseren Reihen marschieren. Ueder eine Stunde währt desr Aufmarsch aus dem grünen Plan des Fried- nchtsharns und noch i�nmer treffen Züge von Genossen mit klingen- dem Spiel ein, die mzn d«n Außenbezirken von weither kommen. Der Platz vor dem Schief ischen Fernbahnhof war der Treffpunkt der Kreise Treiptäw, Köpenick und Spandau . Unter der Leitung der Trrptchwer schlössen sich langsam alle Abteilungen der drei Kreise zu«inchn starken Zuge zusammen. Es war auf- fallend, wie zahlreich auch die G e» o s s i n n e n dem Ruf nachNie wieder Krieg!' gefolgt waren. ÜJedem Kreis gingen Reichsbanne» mufikkapellen voran. Rät« Fahnen, Schilder mit bekanntem pazi- sistischen Wortlaut ober auch dieses bezeichnende» Inhalts, wie: Wir hatten die Wunden,«wir hatten den Schorf, die große Pension, die hm Ludendorff ' gestalteten dos Bild des Aufmärsche» ab- wechslungsreich. Am Brunnenplatz sammelten sich zur Antilriegstund» gebung die Kreise Wedd�iug und Reiuickeudorf. Im roten' Wedding , der chockchutg der Kommunisten, marschierte unter den Losungen der Sozialdemokratie ein unübersehbarer, nach vielen Tausenden zählender Zulauf. Bon den Demonstranten getragene Schilder mit den kriegsgegnerischen Losungen wurden durch be- geisterte Rufe von der Bevvlklerung begrüßt. Di« Anteilnahme der Bevölkerung des proletarischen Wohnviertel» der Mietskasernen. durch dessen lange graue Stachen sich der Zug zum Fviedrichshain bewegte, war außerordentlich stark. Auffallend hoch war die Be- teillgung der Frauen an der Demonstration, denen ein neuer Krieg die drückendsten Lasten auferlegen würde. Freudige Zurufe er- tönten, als sich in der Dan.siger Straß« ein fast«denso großer Zug von Arbeiterwrnern der Freien. Turnerschast, fportgestählte Gestal­ten, und die Sozialistische Arbeiterjugend anschlössen. Kreis Neukölln trat am Bahnhof Warschauer Brücke an. Truppweis« trafen die Genossen«in. Bald reichte die kurze Seitenstraße nicht aus. um den Zug aufzustellen. An die Spitze des Zuge» trat das Reichsbanner, dann folgte das Tambour- lorps, dahinter die Banner der Partei. Di« Musikkapelle des Neu- kollner Reichsbanners marschierte im Zuge der Partei. Durch die Proskauer Straß« gings zum Friedrichshain . Ein langer Zug, der unterwegs ständig neuen Zustrom erhält. Punkt- lich ist der Zug im Friedrichshain und nimmt dort auf dem weiten Gelände Aufstellung. Kreis Mitte und Tiergarten versammelten sich um lg>4 Uhr am Köllnische» Park. Ein« ungeheure Teilnehmer- zahl war zur angegebenen Zelt bereit» an Ort und Stelle und immer neu« kamen hinzu. Um Uhr sollte der Abmarsch nach dem Friedrichshain erfolgen, aber es wurde 19 Uhr, bis sich der lange Zug zusammengestellt hatte. Ein roter Fahnenwald zog sich durch die dichten Reihen und die vergoldenden Strahlen der Abendsonn« brannten gleich einem Feuermal auf all den Weckrufen:Nie wieder Krieg',.Krieg dem Kriege',Die Staatsgewalt geht vom Volte aus',Für Freiheit und Recht!' Der Zug nahm seinen Weg durch die Neue Friedrich-, Schickler-, Wallner-Theater-, Markus-, Blumen-, Andreas-, Lebuser, Friedrichsberger, Friede»straße, über die Lands- berger Alle« noch dem F r i e d r i ch» h a i o. Unterwegs schlössen sich immer wieder neue an. au» den Fenstern tönten freudige Zurufe, und als die Internationale erklang, hallte vielstimmiger Gesang au» allen Ecke» und Enden. Unter all de» Männern und Frauen. Jungen, und Mädel», au» deren Augen der feste Wille zur Tat l-uchtete, marschierte auch eine älter« Frau. Ein fadenscheiniger Mantel umhüllte ein« dürftig« Gestalt, am Kops saß ein verblichener, arg verdrückter Trouerhut. Fest klammerte sie sich an den� Arm ihres Mannes, als trügen sie ihre Beine nicht mehr. Und in ihren Augen lag eine Welt voll Trauer. Eine Mutter, der dieser Tag, Jahre zuvor, das Leben zerbrach..,, Arbeiterjugend, Arbeitersportler! Di« Acbeitersugend und die Sportorganlsatlonen versammelten sich in der D a n z i g« r Straße. E» war ein prächtige» Bild: Die Jugend in ihren blauen Kitteln, die Sportler in ihrer Sport- lleidung mit ihren Sportgeräten, und über ihnen, so weit das Aug« reichte, rote Fahnen. Wer sie so sah, als sie festen Trittes mit leuchtenden Augen singend durch die Straßen zogen, batt« die Gewißheit, daß dieser Jugend die Parole: ,.N i« wieder Krieg!' keine leere Phrase ist. sondern daß sie mit heiligem Ernst für den Geist kämpfen wird, den die Tag« von Wien und Nürnberg bewiesen haben und die jetzt in den Zeltlagern der Kinderfreunde täglich neu gelobt sind, für den Geist der B e r b r ü- d e r u n g und derBölkeroersöhnung! Im Friedrichshain war für die Jugend ein besonderer Platz vorgesehen. Max Westphal . ihr früherer Vorsitzender, der selbst im Kriege einen Arm verloren hat, sprach. wir. die Zugend.«vollen zum Andruck bringe», daß e» kein Ziel gibt, um da, die Völker In einen neue« Krieg gehetzt werden müßkea. Alle Werte, die der vergangene Krieg verschlungen hat, hätten die Menschheit auf Jahrzehnt« hinaus glücklich machen können, wenn sie richtig angewandt worden wären! Di« Internationalen der Jugend, der Sportler, der Partei und der Gewerkschaften, diese vier großen Säulen der modernen Arbeiter- bcwegung, bürgen dafür, daß künftig« Kriege in ihrer Wurzel erstickt werden! Begeistert stimmte die Jugend«in in das choch, da» Westphal aus die internationale Arbeiter-, bewegung ausbrachte! Die Kundgebung der Kommunisten. Die Kommunisten hatten für gestern einenRoten T a g" angesagt und ihre Anhänger in den L u st g a r t e n gerufen. Wenn auch die Zahl der Demonstrierenden hinter der unserer Freunde, die abends im Friedrichshain aufmarschierten, weit zurückbleibt, so sei doch nicht verschwiegen, daß noch immer viel zu viel Mensch«« hinter der kommunistischen Parole herlaufen. Wir sagen dies ganz ossen: denn die Sozialdemokratie und der ..Vorwärts' haben es nicht nötig, zu lügen und zu fälschen. Man iragte sich aber: Wo» macht ihr? Wohin geht ihr? Da steht auf einem Schild«: DieSPD. hetzt zu neuem Krieg! Man kann nicht fassen, daß denkend« Arbeiter hinter einem solchen Schilde herlausen können. Die Demonstrationszügc kamen im Lustgarten mit starker Verspätung an. Die» beweist, daß die Parole der einstündigen Arbeitsruh« auch von den Anhängern der KPD . nicht befolgt worden Ist. Für den Lärm und Tamtam,

der-geschlagen worden ist, mar die Behelligung schwach. Die Reden bewegten sich auf den, bekannten kommunistischen Niveau. Zu besonderen Zwischenfällen ist es n ich t gekommen. Die Polizei verhielt sich erfreulicherweise sehr zurückhaltend. Oer Polizeipräsident teilt um 21.30 Uhr abends mit: Di« heutigen Antikriqg stund- gedungen in Berlin sind ruhig verlaufen. Bei der Kund» gebung der KPD. im Lustgarten mußten einige Personen zwangsgeste-llt und ein Wagen, der beleidigend« Schau» stcllungen enthielt, sichergestellt werden. Der Abmarsch der ver- schiedencn Züge vollzog sich reibungslos, und den Anord- nungen der starken Potizeiposten wurde bis auf einige klein« Fäll« Folge geleistet. Die Kundg.ebung der SPD. auf der Spielwiese im Friedrichshain war so stark besucht, daß in den umliegenden Straßen Parallelkundgebungen abgehalten wurden. Auch hier vollzog sich die Kundgebung selbst und der An- und Abmarsch der Massen reibungslos. Bi» um 21 Uhr wurden im Zu- sammenhang mit den Kundgebungen insgesamt 16 Personen zwangsgestellt. Im Laufe der gestrigen Abendstunden wurden an ver. schieden«» Stellen der Stadt insgesamt 16 kommunistische Demonstranten wegen Widerstandes und Nichtbefolgung polizeilicher Anordnungen zwangsgestellt und der Ab- teilrmg IA im Polizeipräsidium zugejührt.

Kommunisten übersatten Reichsbanner. Ein Kamerad schwer verletzt. Zu de» späten Abendstunden wurden an verschtedea« Stelle« der Stadl auf Reichsbauuerkameraden. die von der Demonstraüoa iU Friedrichshain heimkehrten, feige kommunistische Ueberfäll« ver- übt. Di« Rowdies, dir sich stets in großer lieberzahl befanden. drangen plötzlich aus dem hinierhall aus die Reichsbanner- kameroden ein, die ahnungslos ihren Wohnungen Zustrebken, mit Dolchen, Messern und Schlagringen. Ein besonders roher Ueberfäll wurde in der Lübbener Straße auf die Reichsbanncrkoineraden Kluge und A st perübt. Aus einem Lokal stürzten plötzlich mehrere Kommu- nisten heraus und stachen Klug«, der sich gegen die Uebermacht ver­zweifelt«»ehrte, nieder. Er erhielt einen tiefen Messer st ich i n d i e B r u st. Der Schlververletzt« mußt« sofort ins Bj�hanien- Krankenhaus gebracht werden. Sein Begleiter wurde rriederge- schlagen und ebenfalls erheblich verletzt. Das alarmiert« Ueberfäll- kominando konnte einen der Täter verhaften. In der Swinemünder Straße wurden mehrere Reichsboimer- kameraden von einer Horde von etwa 36 Kommuni st en umringt und niedergeschlagen. Zwei Reichsbannerleuto er- litten erheblich« Verletzungen. Der Hauptradelsfvhrer konnte von der Polizei ermittelt und festgenommen«nerden. In der Linienstraße wurden vier Kommunisten verhaftet, die auf Retchsbonncrleute eingeschlagen hatten.

Das Fiasko des Roten Tages. Aach der Mainiederlage die Augustniederlage.

DerRote Tag"' der K o m m u n i st e n ist in ganz Deutschland ruhig und wie übereinstimmend berichtet wird, unter äußer st geringer Beteiligung verlaufen. Di« kommunistische Demonstration in Hamburg war ein Fiasko. Aehnlich lauten die Nachrichten aus den sächsischen Industriestädten, aus Baden, Württemberg und Mecklenburg . Eo gestaltete sich der seit Wochen mit größtem Lärm undre° volutionärem" Geschrei als Kampftag propagierte 1. August im ganzen Reich zu einer Niederlage der KPD . Auch im Ausland ist derRote Tag" ähnlich verlaufen. Die Moskauer Parolen ziehen nicht! Die pleite von Hamburg . Hamburg , t. August. lEigeubericht.) ver l. Augost ist in Groß- Hamburg«rotz der wüstrn hetz« der kommunistischen Dolkszeltung und der SpV die io de» letzten Tagen noch ein« gauze Reihe von Flugblättern herau». gegebe« hatte, im großen und ganzen ruhig verlausen. Am hasealor kam es zu einem ernsteren Zusammenfloß, in dessen Verlauf die Polizeü drei Schüsse abgab und estien Mauu durch einen Oberschenkel schütz verlehle. Die von der KPD. angekündigte große R e v o l u i i on im Hasen blieb mangels Beteiligung aus. Der Hasen zeigte das gewohnt« Bild. Anstehe« im kleinen kreis erregte ledig­lich ein junger Mann. der. statt Flugblätter zu verteilen, sie in den Hafen versenkte. Auch von der angefündlgten Beslaggung de« Hafen » war nichts zu entdecken. Nicht einmal die kommunistische Silauer ei-Gesell schuft fühlte sich veranlaßt, dir rote Fahne heraus­zustecken. Da im homburger Staatsgebiet östeulliche vemonstrakonen ver­boten sind, fand die kommunistische Demonstration um 17 Ahr auf Allonaer Gebiet statt. Rvud 3000 b I» 4000 per- so neu hatten sich au, dem gesamten Groß. Hamburger Elbegebiet eingefunden. Die Demonstration verlief ruhig. Lediglich in ham- bürg kam e» an einigen Stellen bei dem versuch Umzüge zu bilden. zu'Auseinandersetzungen mit der Polizei. An der Landungsbrücke

wurde gegea 16,30 Uhr ein Zug von 100 Personen ausgelöst, ein Maun wurde festgenommen. Za der Nähe de» Hafentor» wurde gegen 17 Uhr ebenfalls versucht, einen Zug zu bilden. Al» mehrere Beamte schließlich tällich angegriffen wurden, schoß die Polizei. Kommunistenblamage in München . München . 1. August.(Eigenbericht.) Der'Antlkriegstag der Münchener Kommunisten ist vollständig ins Wasser gefallen. Nach dem Polizei- verbot hatte die Kommunistisch« Presse angekündigt, daß die kommunistischenArbeitermassen' nun erst recht gegen die sozialfaschistischen und imperialistischen Kriegshetzer' demonstrieren und die Arbeit niederlegen würden. DieMassen' hatten aber die Nase voll. In den Großbetrieben.ist der kommunistischen Parole nirgends gefolgt worden. Auch zu Ansammlungen oder Zusammenstößen, zu denen di« kommunistisch« Presse geradezu aufgefordert hatte, ist es nach Mitteilung der Polizei nicht ge- kommen. Kommunistischer Fehlschlag in Paris . Part«. 1. August.(Eigenbericht.) Der 1. August ist in Pari» vollkommen ruhig ver« laufen. Bon 265 500 Pariser Arbeitern sind nach amtlichen Fest- stellungen sage und schreibe 7600 der kommunistischen Streikparolc gefolgt. Polizei und Kommunisten vom Kegen vertrieben. Wien . 1. August.(Eigoabertcht.) l Der 1. August wurde in Wien zu einer große» Plamag« für die Kommunisten und di« Polkzet. Di« Kom- munisten hatten aufgefordert, trotz des Verbote» zu demon- strieren. Der Demonstrationsplatz war jsdoch frühzeitig von einem Riesenpolizeiausgebot besetzt worden. Man sah infolgedessen statt der kommunistischen Massen nur Polizribeamt«. Abend» gegen 7 Uhr setzte ein woltenbrucharttger Gewitterregen«in. vor k dem dann schließlich auch die Polizei davoneilte,

Reue Landvolkausschreitungen. Blutiger Zusammenstoß zwischen Landvolkdemonstran<en und Polizei.

ZtaunLuster, 1. August.(Eigenbericht.) Der im hiesigen Zentralgeföngnis befindliche Londvolkführer .hamken» sollte heutc nachmittag 314 Uhr entlassen werden. Er hatte zu diesem Zweck die Landvoltleute aus der ganzen Provin,; sowie au« Pommern , Ost- und Westpreußen alarmiert, die ihm «inen würdigen Empfang on der Geföngnistür bereiten tollten. Die Strafanstaltsverwaltung brachte.hamkens sedoch am Tag« vorher in«in andere« Gefängnis, so daß die Komödie nicht stattfinden tonnte. Trotzdem sammelten sich heute nachmittag etwa 900 Land- volkleute in Neumünster zu einer Demonstration. Eine schwarze Fahne mit scharfer Sense al» Spitz« sollt« vorangetragen werden. Die Polizei verlangte die Entfernung der provozierenden Sense. Al, die Demonstranten sich weigerten, ver- suchte die Polizei, den Trägern die FahHf fortzunehmen. Dabei wurde der Polizei starker, handgreiflicher Widerstand geleistet, so daß sie zu den Säbeln und Gummiknüppeln greifen mußte. Verletzt wurden zwei Polizcibeamte. Bon den Bauern erliten zwei schwerere aber nicht gefährlich« Verletzungen� so daß sie in» Städtisch« Krankenhau» gebracht werden mußten. Etwa 6 bis 10 der übrigen Demonstranten erlitten leichte Aer- letzungen. Die Dauern zogen damr zum Viehhof und hielten in einer Markthalle eine Versammlung ab, wo sie die Ankunft de? inzwischen in Flensburg entlassenen Hamken» abwarteten. In der Bcrsammlung wurden wüste Hetzreden gegen die Republik , die sozialistische Presse und die Polizei gehatten. Da der friedliche Charakter der Versammlung nicht gewahrt wurde, ließ der Polizeiverwalter, Bürgermeister Lindemann, feie Ver­sammlung auflösen. Nach ansänglichem Widerstand der Versammelten gelang e» der Kieler Schutzpolizei und der hiesigen städtischen Polizei das Lokal ohne weseittliche ernster« Zusammen- stöße zu räumen. Sämtliche Teilnehmer wurden nach Waffen durchsucht. In einigen Fällen wurden Revolver und Schlagringe

gesunden. Der Zug bewegte sich sodann zum Bahnhos und löste sich auf. Bei der Bevölkerung wird da» Eingreifen der Polizei im oll- gemeinen gutgeheißen, insbesondere von der Arbeiterschaft. Ham- ken» ist gegen 6 Uhr eingetroffen, al» die Bauern sich zum größten Teil zerstreut hatten. Das Attentat von Lüneburg . Eine amilicht Erklärung. Amtlich wird mitgeteilt: Das Spreng st pffattentot In Lüneburg läßt bedauerlicherweis« erkennen, daß die Urheber dieser Freveltaten vor immer oeuen Berbrechen und damit dauernder Beunruhigung der Bevölkerung nicht zurückschrecken. Art der Ausführung und Lage der Oertlichkeit legen die Vermutung nahe, daß der Täter in den gleichen Kreisen zu suchen sein dürste, denen die Urheber früherer Attentate in der gleichen Gegend angehören. Der preußische Minister de» Innern hat deshalb angesichts der durch die anscheinend systematische felMederholung solcher Anschläge begründeten besonderen Bedeutung solcher Attentate bereits vor diesem Anschlag in Gemeinschaft mit den Beamten der zuständigen Strasoersolgungsbehörden alle Maßnahmen erwogen und ange- ordnet, die die dringend notwendige klufklärung der Vorgänge erhoffen lassen. Die Palizel rechnet bei der Aufdeckung der Derbrechen mit der eifrigsten Mitarbeit und Unterstützung d«r Bevölkerung und hat namhafte Belohnungen aus die Ergreifung der Täter ausgesetzt.

Lton Blum hat gegen di« Regierung gestimmt. Wie Hapo» feststellt, ist irrtümlich berichtet worden, daß der Abgeordnet« L�on Blum sich bei der gestrige» Kammerabstimmung über die Ber- trauenserklärung der Stimme enthalten habe. Tatsächlich habe er mit der sozialistischen Fraktion gegen di« Regierung gestimmt