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Ueber den Stand der Bewegung in Stettin meldet eine| Euch der Bewegung an! Es liegt im ureigensten Interesse eines| verließen, ganz unerwartet das Hoch auf die moderne revo Korrespondenz: Der Konfektionsstreit in Stettin nimmt täglich jeden, theilzunehmen an dem Klampfe, den wir führen! Hoch lutionäre Arbeiterbewegung" ausgebracht wurde. an Umfang zu. Obwohl die Konfektionäre alles thun, um zu die gerechte Forderung: 9stündige Arbeitszeit und Stimme aus der Menge verbesserte den Ruf in Sozialdemo verheimlichen, wer für sie noch weiter arbeitet, so hat das Bemühen 55 Pfennig Stundenlohn! fratie". Er hatte nur den Eindruck gewonnen, daß das Hoch der Lohnkommission der Arbeiter alle Schneider zu vereinigen, Arbeitsberechtigungsfarten werden jeden Tag von 9-12 der Bewegung galt, um bessere Daseinsbedingungen zu erzielen, doch großen Erfolg. Augenblicklich streiken in Stettin von den und 2-8 Uhr im Streitlokal, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig, nicht aber auf die Politik sich beziehen sollte. dortigen 6000 Arbeitern und Arbeiterinnen mindestens 5000. ausgestellt. Nach längerem Plädoyer stellte der Amtsanwalt dem Ge Sechs von denjenigen Firmen, die der Arbeitgeberorganisation nicht Die Lohnkommission richtshofe die Entscheidung anheim. angehören, haben sich mit den Schneidern geeinigt. Günstiger hat sich der Zimmerer Berlins und Umgegend. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld berief sich auf das Zeugniß auch in Stettin die Lage der Ausständigen dadurch gestellt, daß in des vernommenen Aufsichtsbeamten, welcher bekundete, daß die Breslau die Arbeitgeber einen Lohnaufschlag von 10 Prozent in Berlin , Alexanderstr. 27a, die in Nr. 36 des Vorwärts" sei hier die Umgestaltung der Arbeitsverhältnisse mit den gesetzZn der Erklärung der Herren Jacob u. Braunfisch Verhandlungen rein sachlicher Natur waren. Unter Revolution bewilligt haben. Der Erfolg der Breslauer hat die Stettiner sehr ermuthigt. veröffentlicht ist, ging uns vom Bevollmächtigten der Berliner
Filiale des Allgemeinen Deutschen Tapeziervereins eine Gegenlichen Mitteln zu verstehen. Der Zeuge, welcher sicherlich nicht In Dresden wurde am Dienstag in einer stark besuchten Erklärung zu, worin dieser seine von der Firma Jacob u. Braun- 3u gunsten der Versammlung seine Auffassung drehen wird, habe das Wort in diesem Sinne aufgefaßt. Aus diesem Grunde sei Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Herren- fisch bestrittenen Angaben aufrecht erhält. U. a. führt er aus, eine Freisprechung am Plaze, event. dürfe ein unbescholtener and Knabenkonfektion der partielle Streit be- daß von den 27 Kollegen, die bei jener Firma beschäftigt ge- Mensch nicht gleich durch eine Freiheitsstrafe geächtet werden schlossen. Mehrere Firmen haben bewilligt. Betreffs der wesen wären, 14 unter 20 M., die übrigen 20-27 M. und einer und sollte auf eine kleine Geldstrafe erkannt werden, die das Gesetz Damenkonfettion wird nächsten Montag Beschluß gefaßt mal eine Woche 42 M. verdient habe. Das Gros der Kollegen in erster Linie androhe. habe den Minimallohn von 27 M. bei den brillanten" AkkordEine Versammlung des bürgerlichen Rechtsschuh- preifen nicht verdienen können. Die Berufung der Firma auf vereins für Frauen" in Dresden erkannte die Forderungen die Konkurrenten, die auch keine höheren Affordpreise zahlen der Ausständigen an und sagte ihnen ihre Unterstützung zu. Dies sollten, sei ebenfalls nicht ganz zutreffend.
werden.
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Nach kurzer Berathung verkündete der Vorsitzende, daß mit Rücksicht auf den Charakter der Versammlung das am Schluſſe derselben ausgebrachte Hoch nach keiner Richtung hin als grober Unfug aufgefaßt werden könne und dasselbe in keiner Weise geeignet war, das Publikum zu belästigen, weshalb auf Staatskosten die Freisprechung erfolgte.
soll insbesondere in der Weise geschehen, daß bei Einkäufen nur Auf dem Neubau in der Rankestraße in Char folche Geschäfte berücksichtigt werden, welche Betriebs- lottenburg haben sämmtliche Töpfer bis auf einen werkstätten errichtet haben. Wie wir ferner hören, hat sich in Dresden eine Freie Vereinigung" bürgerlicher sie zu geringeren Löhnen arbeiten sollten, als der Tarif vor- Schumann Oscar Muche vor der dritten Strafkammer - im ganzen 24 Mann die Arbeit niedergelegt, weil Frauen gebildet, welche sich als Aufgabe gesetzt hat, die schreibt. Es sollten zunächst 10 pet. auf weiße Arbeiten ab: streitenden Konfektionsarbeiter petuniär zu unterstützen. gezogen und außerdem die Kaminöfen durchschnittlich mit 48 M. bezahlt werden, wobei als Grundlage der sogenannte Puppen kamin als leichtester Kaminofen gelten soll, während er zu den schwierigsten Arbeiten gehört. Die Arbeiter waren von den Meistern Karl Jung , Andreas Weigert und Baul Hannaske für die Firma Minuth engagirt.
Einige hunderttausende eines Flugblattes, das sich mit der Bewegung in der Konfektionsindustrie und zugleich mit dem Hamburger Korbmacher Streit befaßt, wurden am Montag in Hamburg und den benachbarten Städten mit gewohnter Präzision vertheilt. Am Mittwoch fanden in derselben Sache zahlreiche Versammlungen statt.
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Aus Kottbus wird uns ohne nähere Angabe mitgetheilt, daß die Arbeiter der Firma Graß u. Hirschmann wegen einer Lohnforderung im Streit stehen und daß weitere Ausstände vermuthet würden.
Wegen Freiheitsberaubung hatte sich der pensionirte am Landgericht I zu verantworten. Der Angeklagte ist jetzt Beram Landgericht I zu verantworten. Der Angeklagte ist jetzt Vervon dem Kriminalschuhmann Leschke. walter des Hauses Gneisenaufstr. 21, er übernahm diese Stelle Der Sohn des letzteren, der Tischlerlehrling Arthur Leschte, hatte eines Tages im Auftrage seines Meisters in dem betreffenden Hause bei einen Miether zu thun. Der Angeklagte suchte ihn darüber auszuhorchen, während der Lehrling ihm nicht Rede stand. Dieser Borfall scheint den Angeklagten äußerst ergrimmt auf den Sohn seines früheren Kollegen gemacht zu haben, denn als dieser am Die Deutsche Warte" empfindet das Bedürfniß, sich zum Nachmittage des 10. November v. J. mit einem Freunde vor der Anwalt der streifenden Konfektionsarbeiterinnen aufzuwerfen und Thür des Hauses vorüberging, in welcher der Angeklagte stand, trifft mit ihren Deklamationen allerdings ohne es zu wollen den Nagel auf den Kopf. Die Deutsche Warte", deren Mit- Ueber den Schlosserstreik in Neuruppin erfahren wir warf ihm der Angeklagte ein sehr beleidigendes Wort zu und als arbeiter bekanntlich ebenso elend bezahlt werden wie die Kon- folgendes Nähere: In den drei größeren Bauschloffereien von der junge Mensch sich derartige Beschimpfungen verbat, faßte er fektionsschneiderinnen, macht den Leitern des Streits bitteren W. Schule, W. Eckert und R. Janke forderten die ihn bei der Binde und forderte einen in der Nähe befindlichen Ernstes" den Vorwurf, daß sie leichtfertig gehandelt haben und Arbeiter: zehnstündige Arbeitszeit, 15 M. Mindestlohn wöchentlich, Echuhmann auf, den Tischlerlehrling zur Wache zu sistiren, augenscheinlich nicht im stande sind, die ganze Tragweite ihres für Ueberstunden und für Sonntagsarbeit 25 pet. Ausschlag, und da dieser ihn fortwährend belästige und beleidige; ihm Echrittes zu begreifen. in der Schulte'schen Werkstatt noch die Entlassung des Werk- sei der junge Mensch nicht bekannt und er verlange deswegen " Zu diesem Streik," meint das Blatt, find tausende junger führers Richter. Die Meister, die alle der Zunft angehören, waren seine Feststellung. Der Schuhmann willfahrte der Aufforderung Mädchen verurtheilt,( 3) die sich bisher fümmerlich,( also doch!) ganz verdußt, als sich ihre sonst so genügsamen Arbeiter erlaubten, des ihn bekannten früheren Kollegen. Muche begab sich mit zur aber anständig(!) ernährten. Die große Armee(!) der beklagens- Forderungen zu stellen. Sie gingen auf die gestellten Be- Wache. The dort aber der Sistirte seinen Namen nennen konnte, werthen Mädchen, die sich von der Schande ernähren, wird aus dingungen nicht ein, worauf am Montag 23 Mann die platte der Angeklagte selbst mit der Bemerkung heraus:„ Das dem Konfektionsstreit neuen Zuwachs erhalten. Und wenn der Arbeit einstellten. Leider haben nicht alle Gesellen die ist der Sohn des Kriminalschuhmanns Leschke aus der MittenStreit beendet ist, werden die Gefallenen" nicht immer zu der Arbeit niedergelegt, so streiken von der Schulte'schen Werkstatt walderstraße." Die Behauptungen, welche der Angeklagte in der mühseligen Arbeit zurückkehren. Mit verkaufter Frauenehre werden 12 Mann und 4 arbeiten; bei Eckert streifen 6 Mann, 3 ar- Verhandlung aufstellte, daß er von dem jungen Manne zuerst die Kriegskosten des Konfektionskrieges theilweise bezahlt werden beiten; bei Jante stehen 5 Mann aus und 1 arbeitet. Die Zunft- durch den Ausdruck„ Dicpansch" beleidigt worden sei und den das ist eine Aussicht, vor der uns Entseßen überfällt. Haben meister bemühen sich, von außen Arbeitskräfte heranzuziehen. Meister Namen desselben nicht gekannt habe, wurden durch die Zeugens das die Urheber des Streits bedacht?" Schulze ist deshalb schon nach Berlin gefahren. Daß aber aussagen vollständig widerlegt. Der Staatsanwalt beantragte Wer sind aber die Urheber des Streits? Nach Ansicht der die auswärtigen Schlosser in Neu- Ruppin fein Eldorado finden 2 Monate Gefängniß, der Gerichtshof ließ es bei zwei Wochen Weisen der Deutschen Warte" die Leiter des Streifs, nach würden, wird schon durch die geringen Forderungen bewiesen, Gefängniß bewenden. der Ansicht jedes urtheilsfähigen Menschen diejenigen, welche die die die dortigen Arbeiter an die Meister stellten. Die bisherigen Konfektionsarbeiterinnen bislang gezwungen haben, unter den Löhne bewegen sich zwischen 8-18 m., der Durchschnittslohn ist elendesten Verhältnissen zu arbeiten zum Nutzen des eigenen 12 M. bei elfstündiger Arbeitszeit. Wer den höchsten Lohnsatz Die an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten ArProfits. Diese möge die" Deutsche Warte" verantwortlich erhält, muß mit allen vorkommenden Arbeiten gut vertraut Meist wird machen für die verkaufte Frauenehre", mit der die Kriegskosten sein. die Arbeit in Afford gegeben, der beiter hielten am Mittwoch Nachmittag bei Joël, Andreasstraße, niedrig des Konfektionsstreits bezahlt werden. Und wer sind denn die oft so faum sein soll, daß das Koftgeld eine außerordentlich stark besuchte Versammlung ab, wo über Käufer dieser Frauenehre? Diese Frage möge sich die Deutsche verdient würde. Auch in sonstiger Beziehung werden die Ber - den Stand des Streits berichtet wurde. Nach den Ausführungen Warte" felber beantworten und sich mit ihren sittlichen Anwand- hältnisse in den drei Werkstellen als recht verbesserungsbedürftig 3impel's haben 16 Firmen, die zusammen 112 beschäftigten, die Forderungen, lungen an die rechte Adresse wenden. geschildert. So würden in der von Schulze neben 16 Gehilfen Arbeiter Die ,, Volks- Zeitung" beschäftigt sich in einem eingehenden 10 Lehrlinge gehalten, die von morgens 6 bis abends 8 und darunter den Neunstundentag, bewilligt. Bon und auch des Sonntags fast regelmäßig arbeiten den übrigen Firmen hat eine Gruppe, die Freie Vers Artikel mit den Fragen, die zum Ausbruch des großen Streits geführt haben. Es heißt darin sehr treffend:" Den besten Willen in der Wertstelle der Spruch angebracht: Eine Arbeitsordnung fehle gänglich, dafür sei einigung der Holz Industriellen Berlins , sich bereit Das Wenn vor jedes flärt, die 91/2 stündige Arbeitszeit zu bewilligen. der Unternehmer vorausgesetzt, müssen die Arbeiter: forderungen scheitern an der mangelhaften, lofen, stetig edle Schlofferzunft die beste Bunft auf Erden." böse Maul ein Schloß aufgehängt wird werden, so wär die wurde in der Versammlung abgelehnt; die Berhandlungen sollen jedoch mit dieser Gruppe fortgesetzt werden. Die zweite Gruppe, dem Verfall ausgesetzten Organisation der Arbeiter. Der Geist der Streifenden ist gut. Hoffentlich hilft die Vereinigung der Fraisereibefizer Berlins , zu der 31 Betriebe Und diese wird ganz zweifellos wiederum niemals sich verdichten und für die Dauer festigen, so lange nicht das Solidaritätsgefühl der Schloffer ihnen gehören, hat die Forderungen zurückgewiefen; eine dritte Gruppe hat die Streiffommission ersucht, Donnerstag Mittag 12 Uhr zum baldigen Siege. die zweite Forderung, die Errichtung von Betriebswerkmit ihnen zu verhandeln. Die Zahl der Streifenden beträgt jetzt stätten erfüllt ist. Nichtig ist, daß ein wirksamer, vor In der Metalltuchfabrik von Seele u. Co. in Plauen 910, die Zahl der vom Streit betroffenen Betriebe 82. Der haltender Gegendruck der organisirten Arbeiter erst nach Dresden haben am 10. Februar sämmtliche Weber Geist unter den Streifenden ist außerordentlich gut. Störungen Einrichtung von Betriebswerkstätten zu erwarten ist, während wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. irgend welcher Art sind nicht vorgekommen. heute in deren verstreutem Zustande weder eine dauernde Der Streik der Korbmacher und Korbmacherinnen in Befferung der gegenwärtigen, noch der zukünftigen Verhältnisse Hamburg dauert unverändert fort. Die Zahl der Auszu erwarten steht." Was die Einrichtung der Werkstätten an- tändigen beträgt jezt 132 Personen mit 121 Kindern. Unter langt, so meint das Blatt, es stehe fest, daß bei Ausschaltung den Streifenden befinden sich 38 Frauen und Mädchen. An der Zwischenmeister aus dem Produktionsprozeß die Unternehmer Unterstützung wurden vergangene Woche zirka 800 M. ausso viel ersparen dürften, daß dies den Kosten der Einrichtung bezahlt. Der Geist der Ausständigen ist gut! Geldsendungen, von Betriebswerkstätten ungefähr gleichkäme. sowie Anfragen sind zu richten an E. Frante, bei Herrn Winkelholz, Thalstraße 17, Hamburg , St. Pauli .
Die ,, Staatsbürger- Zeitung" fällt in ihrer ruppigen Art unseren Genossen Singer an, framt alte, längst widerlegte Berleumdungen, für die sie schon öfter abgestraft ist, hervor und spielt sich als eine Verfechterin der Interessen der Konfektionsarbeiterinnen auf. Dabei wollen wir zur Kennzeichnung dieses Blättchens hier nur konstatiren, daß es bis heute noch nicht eine Zeile des sachlichen Eingehens auf die Zustände in der Konfektion und die Arbeiterforderungen gebracht hat.
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Für die streikenden Konfektionsarbeiter und Arbeite rinnen gingen bei unserer Expedition ein:
2,-.
1200,-
R.
Von Nichtsozialdemokr. 1. Freund Wilhelm 4 ,-. 3. D. T. u. H. 6,-. le Proleter. du R. H. 5,-. A. M., Alexandrinenstr. 40, 9,-. A. B. 3,-. Gewerkschaftskommission 10,-. Arbeiter Sanitätskommission 25,-. Dr. S. 1,-. Bom franken Nagelschmied 1,50. Ges. durch Philipp Bernstein 10,- P. St. 5, 2. v. G. 10,-. Frl. Dr. A. Bl. 10, Dr. H. B. 10,-. Summa 1312,50. Bereits quittirt 648,25, in Summa 1960,75.
Weitere Beiträge werden entgegengenommen.
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Die Expedition.
Partei- Nachrichten.
müßten.
Aus Cilli in Süd- Steiermark wird telegraphirt, daß in der Email geschirrfabrik von Westen in Gabejon ein Streit ausgebrochen ist, der sich wahrscheinlich auch auf andere Fabriken ausdehnen wird. Anstatt den Fabrifinspektor hat die Regierungsbehörde Gendarmen nach dem Streifgebiete gesandt.
Ju Budapest befinden sich 57 Dfenseher im Ausstand. 5 Firmen haben ein Startell gegen die Arbeiter geschlossen. Der Lohukampf ist für die Ausständigen insofern schwer, als sich bereits mehrere Streifbrecher eingefunden haben. Die Firma Gaal hat den Tarif unterzeichnet, infolgedessen haben die 6 dort beschäftigten Kollegen die Arbeit wieder aufgenommen.
Gerichts- Beifung.
Versammlungen.
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er
In der Diskussion sprachen eine Anzahl von Rednern zum theil über Einzelheiten in verschiedenen Betrieben; alle waren darin einig, daß man an den ursprünglich gestellten Forderungen festhalten müsse und diese auch, wenn die Einmüthigkeit unter den Kollegen bestehen bleibe, sicher durchgesetzt werden, umſomehr, als die Vertreter der Unternehmer bei den wie Biehl ers Verhandlungen mit der Streifkommission tlärte bemerkt hätten, daß ihnen eine baldige Beendigung des Streiks sehr erwünscht sei. Eine Resolution, welche besagt, nicht auf das Anerbieten der Unternehmer- Kommiffion einzugehen, sondern an den am 26. Januar aufgestellten Forderungen festzuhalten, wurde einstimmig angenommen.
Ein Antrag Rob. Wolf's, die ersten drei Wochen keine Unter stüßung zu zahlen, wurde nach längerer Debatte, in der eine so lange Wartezeit als nicht angebracht bezeichnet wurde, und es ja denen, die in der Lage find, längere Zeit ohne Unterstügung leben zu können, unbenommen sei, auf dieselbe zu verzichten, zurückgezogen. Ginstimmig angenommen wurde ein Antrag: die Unterstützungsfrage der Streitfommission zu überlassen, bei der sich jeder Unterstüßungsuchende zu melden hat. Ferner wurde beschlossen, daß die arbeitenden Kollegen wöchentlich 1 M. zum Streitfonds zu zahlen haben. Der Vorsitzende gab bekannt, daß am Freitag in Rigdorf, Knesebeckstr. 49, eine Versammlung Immer noch das revolutionäre Hoch. Fast täglich der vorter Rouegen hatnhet. unto an fhjjten Sonntag müssen gegenwärtig Arbeiter die Gerichte in Anspruch nehmen, sieder bei Joel, Andreasstraße, Bericht über die Lage des Streits um gegen polizeiliche Strafmandate, die sie wegen angeblicher erstattet wird. Von Donnerstag an werden im Arbeitsnachweis Bergehen gegen den groben Unfugparagraphen erhalten haben die Streiffarten ausgegeben. Es wurde ferner beschloffen, die Schutz zu suchen. Es muß hervorgehoben werden, daß es fich Streitbureaus von 8-12 und von 2-6 Uhr offen zu halten. in vielen Fällen immer um das althergebrachte Hoch, auf Gelder und sonstige Sendungen für die Ausständigen die nun einmal revolutionäre Sozialdemokratie oder um ähnliche in Versammlungen gebrauchte Ausdrücke han: oelt, die werden entgegengenommen im Gewerkschaftsburean, Annenstr. 16, feit einigen Monaten mit einem Male als" Straftaten" an- bei Gehloff, Mariannen- Ufer 4, und im Bureau, Bergstr. 12, p. gefehen werden. Da man nichts anderes im Strafgesehbuch
sie unter
zur Verfügung hat, fubfumirt man sie unter denselbene Paragraphen, Depeschen und lekke der sonst meistens nur auf fünftige Staatsretter angebracht ist, welche in ihrer sogenannten Studienzeit anständige Staatsbürger durch Radau- und Flegelthaten behelligen.
Nachrichten.
Aus Sachsen . Gegen den geplanten Wahlrecht 3 Um ft u rz gingen, wie die„ Sächf. Arb.- Zeitung" mittheilt, bis zum 11. Februar bei unseren Genossen über 80 000 Petitionsunterschriften ein. Dazu kommen noch die direkt an den Karlsruhe, 12. Februar. ( W. T. B.) Der, Badischen LandesLandtag gesandten Petitionen und die der Reformpartei. Es zeitung" zufolge brachte die nationalliberale Frattion der zweiten wird erwartet, daß im ganzen über 1/4 Million Unterschriften Ein Hoch auf die moderne revolutionäre Arbeiterbewegung badischen Rammer einen Antrag auf Wahlreform ein, wonach gegen die Wahlrechtsverschlechterei eingehen werden. Selbst die war es auch, das am Schlusse der öffentlichen Versammlung der die Zahl der Abgeordneten von 63 auf 73 erhöht werden soll. Großherzogthum soll danach in 58 Wahlbezirke fönigliche Leipziger Zeitung" giebt zu, daß es sich um einen Bimmerer Berlins und Umgegend angebracht wurde, welche am Das Entrüstungssturm handelt. Sie tröstet sich damit, daß Sonntag Vormittag, den 15. Dezember v. J., in den Sälen der eingetheilt werden, welche je einen Abgeordneten auf grund des nach 14 Tagen tein Mensch mehr von dieser Wahlvorlage" Berliner Ressource, Kommandantenstraße, stattfand. Das Ver- direkten allgemeinen Wahlrechtes zu wählen haben, wobei die sprechen werde, die an den bestehenden Hechten eigentlich brechen wurde begangen von dem Vorsitzenden der Versammlung relative Mehrheit entscheiden soll. Außerdem sollen in 13 Städten doch recht wenig ändere! Auf diese Unverfrorenheit Theodor Fischer . Wegen graven Unfugs erhielt er nun einen Straf- zusammen 15 Abgeordnete durch einen aus Klaffenwahlen hervordes amtlichen Blattes paßt das Wort: Ist es auch Wahnsinn, befehl auf 1 Woche Haft und beantragte richterliche Entscheidung, gegangenen Bürgerausschuß gewählt werden. welche gestern vor der 140. Abth. Amtsgerichts I erfolgte: Fischer hat es doch Methode!" war nicht persönlich auf der Anklagebank erschienen und wurde durch den Rechtsanwalt Dr. Herzfeld vertreten. Vertheidiger beftrist, daß es eine politische Versammlung war, und erklärte, daß diefelbe einen nur gewerkschaftlichen Charakter trug. Seit langen Jahren sei es üblich, mit einem Hoch die Gewerkschafts Versammlungen zu schließen und das Wort revolutionär sei durchaus nicht ausschließlich ein politisches. Der verommene Belastungszeuge, Polizeilieutenant Schmidt Ueber den Streik der Zimmerer Berlins ist zu berichten: Die Zahl der Firmen, die die Forderung bewilligt haben, vom 35. Polizeirevier, welcher die Versammlung überwacht hatte, Die Situation hob hervor, daß die von etwa 200 Personen besuchte Versamm ist in stetem 3unehmen begriffen. Aller Voraussicht nach wird es ist günstig. uns ge: lung ganz friedlich(!) verlief. Die Diskussion war rein sachlich und noch unent- es wu de über Geldsammlungen gesprochen, um zum Frühjahr eine lingen, in den nächsten Tagen auch die bekommen. Erhöhung der Löhne zu erzielen. Um so mehr war er erstaunt", daß schlossenen Seite Kameraden auf unfere Darum auf, Kameraden, die Ihr noch nicht mit uns seib, schließt am Schluffe der Versaminilung, als die Zuhörer schon den Saal Verantwortlicher diedakteur: August Jacobey, Berlin . Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin . Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin . Hierzu 2 Beilagen.
Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Beleidigung der Erfurter Polizei verwaltung wurde Genosse Wiehle daselbst zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt.
Gewerkschaftliches.
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Paris , 12. Februar.( W. T. B.) Ambroise Thomas ist heute Abend gestorben. Der London , 12. Februar.( W. T. B.) Wie das„ Renter'sche Bureau" erfährt, gelte es als fast gewiß, daß infolge eines Rathes der Vereinigten Staaten ein Vertreter der Republik Venezuela nach London gesandt werden dürfte, um direkte Verhandlungen mit England zu eröffnen.
London , 12. Februar.( W. T. B.) Unterhaus. Der Staatssekretär für Frland Sir Gerald Balfour bekämpfte ein Amendement Dillon's und erklärte, auswärtige und koloniale Schwierigfeiten werden die Regierung nicht veranlassen, ihre Haltung betreffend Homerule zu ändern. Redner glaubt, die guten Be ziehungen beider Länder würden durch die klare Einsicht, daß die Regierungsansichten über Homerule unverändert sind, nur gefördert werden.