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Säbel und Degner verhaftet.

Wegen Fluchtverdachtes und Berdunkelungsgefahr.

Die beiden früher der Kommuniflischen Partei angehörigen| 1919 der Stadtverordnetenversammlung als Stadiverordneter an und Stadträte Otto Gabel und Gustav Degner sind im Anschluß an wurde später undefoldeter Stadtrat. Degner ist besofbeter Stadtrat das Verhör durch Staatsanwaltschaftsrat Dr. Weißenberg verseit dem Jahre 1925. Sein Anstellungsvertrag mit der Stadt Berlin haftet und und ins Unterfuchungsgefängnis gebracht lief bis zum Jahre 1937. worden. Amtlich wird darüber folgende Meldung bekanntgegebea:

3n der Straffache Sflatet hat der Untersuchungsrichter beim Landgericht I dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend die Boruntersuchung gegen Bürgermeister Schneider, die Stadträte Gäbel und Degner, Direktor Shuning und Stadtamtsrat Satolofiti wegen des Verdachtes der schweren passiven Be­flechung( Bestechung unter Berlehung einer Amtspflicht) eröffnet und gegen die drei Brüder Stiaret wegen affiver Bestehung der erfigenannten fünf Personen ausgedehnt. Gegen die Stadträte Gäbel und Degner ist haft befehl wegen Fluchtverdachts und Verdunkelungsgefahr erlaffen worden."

Wie die BS. Rorrespondenz mitteilt, soll sich aus den Silare?, Konten ergeben haben, daß abel in ziemlich unverhüllter Form Bestechungssummen angenommen hat, die 30000 Mart im Jahr erreichen. Auch das Konto Degner foll ähnliche Beträge aufweisen. Gäbet wird auch vorgeworfen, daß er seinen Einfluß dahin geltend gemacht habe, daß in der kommunistischen Presse Angriffe gegen die Firma Sflaret unterblieben sind, obwohl aus Kreisen der von den Wohlfahrtsämtern versorgten Personen fchwere Klagen über die BG. vorlagen. Gäbel gehörte seit

Die Behauptungen über die BBG. Aufsichtsrat weist sie zurüd.- Brolat stellt Girafantrag.

Zu den Behauptungen der Roten Fahne" über die Ber liner Brennstoffgesellschaft und thren früheren Direttor Brolat tellt der Städtische Nachrichtendienst mit:

Der Aufsichtsrat der Berliner Brennstoffgesellschaft m. b. H. hat in seiner Sigung vom 5. November sich mit dem Aufsatz ,, Brolal hat Berlin um Millionen befrogen"( Rote Jahne" vom 3. November 1929) beschäftigt. Er hat den früheren Geschäfts­führer Brolat, den früheren und jetzigen Geschäftsführer Schüße, den jekigen Geschäftsführer Grille, die damaligen und jetzigen Profuriften Slawalfe? und Spier nnd die damaligen und jetzigen Betriebsratsmitglieder Borchardt und Gnot gehört.

Der Aufsichtsrat ist nach eingehender Befragung fämtlicher Herren zu der Ueberzeugung gefommen, daß die taffa hlichen Behauptungen, die die Rote Fahne" aufgestellt hat, un­wahr find. Betrügerliche Handlungen find nicht feffgefteilt worden. Die laufende Kontrolle der Hauptprüfungsstelle hat et­geben, daß die Geschäftsführung einwandfrei ist. Der Aufsichtsrat erwartet, daß der Magistrat als Gesellschafter versammlung die im öffentlichen Infereffe gebotenen Schritte un­verzüglich unternimmt, um eine refilofe Klarstellung herbeizuführen. Der Magistrat wird sich in seiner nächsten Sigung mit diefer Ungelegenheit beschäftigen. mend

Direttor Brolat hat sofort durch seinen Rechtsbeistand Straf­antrag gegen bie Rote Fahne" stellen lassen.

Heute findet eine außerordentliche Betriebsratssitzung der BBG. statt, am Sonntag eine Versammlung der gesamten Arbeiter schaft der BBG.

Der

Ebenfalls nach der bereits genannten Korrespondenz foll die Staatsanwaltschaft sich entschloffen haben, auch die Eröffnung der Boruntersuchung wegen Beftechung gegen den Generaldirektor ber Berliner Hafen und Lagerhallengesellschaft, Wilhelm Schining, zu beantragen. Die Staatsanwaltschaft glaubt, fefte Anhaltspunkte dafür zu haben, daß Generaldirektor Schüning in der Zeit, als er noch Dezernent für die Anschaffungsgesellschaft war, Ausfünfte und Empfehlungen für die Sflarets nicht lediglich aus freundschaftlichen Motiven erteilt, sondern daß er bafür von den drei Brüdern Ge schente und finanzielle Zuwendungen erhalten habe. Generaldirektor Schining ist über diesen Bunft gestern non Staats. anwaltschaftsrat Reifenberg vernommen worden und hat zu gegeben, die Sflarefs an fehr viele Berfomen empfohlen zu haben. Schüning hat auch die Tatsache, buß er dafür entschädigt worden sei, mindestens nicht bestritten. Infolgedessen wird das Berfahren gegen ihn ebenso wie gegen Sammelber fortgeführt werden. Schließ lich ist die Untersuchung wegen Bestechung auch gegen ben Stadt: antsrat Gafolositi beantragt werden, der Doerrechnungsrevisor bei der Hauptprüfungsstelle des Berliner Magistrats ist.

meitig nadmiegen lassen. Das Semidt mirde jedesmal in Ordnung gefunden.

Als die BBG. vor Jahren die Koblenplähe übernahm, wurden auch die dort befindlichen aften Staatswagen mit übernommen. Die Waagen am Urbanhafen und auf dem Strafauer Blak, gelten bis zum heutigen Tage als öffentliche Waagen, die auch vost fremden Unternehmungen und von städtischen Shellen noch heute quafi amdlich als Ratsmaage bemigt werden. Es werden dieselben Gebühren wie bei den Ratswaagen erhoben. Auf den Scheinen der Ratswagen hetßt es z. B.: Bezirksamt Tempelhof , Ratswaage Tempelhof. Bei den Wiegekarten der BBG. ist die Firma: Berliner Brennstoffgefellschaft oben aufgebrudt. Der Abnehmer in Schöneberg ebenso wie die Plakleitungen der BBG. betrachten die Wangen Urbanhafen und Stralauer Blas noch immer als Ratswaagen und haben deshalb auf den BBG. Wiege farten den blauen Stempel Ratswaage" aufgedrückt. Bei der ganzen Angelegenheit liegt in feiner Weise ein Betrug vor.

Sämtliche Städtischen Stellen und fämtliche Bezirksamter er­fennen das Gewicht der BBG.- Wange als amilich an. Lohn tüten betonant die BBG. von einer Reflamefirma gratis. Bon ben Blagvermaltern und der gesamten Belegschaft find seit Jahren bie Lieferungen nach Gewicht und Qualität stets in einwand freifter Weise ausgeführt worden.

Donnerstag,

Spredchor für Proletarische Feierstunden. 19% 1hr, Uebungsstunde, Sophienschule, Weinmeisterstr . 16/17, Ge­fangstaal. Hauptprobe zur Novemberfeier.

Funkwinkel.z

Eine Stunde war dem vor fünfzehn Jahren verstorbenen Georg Traft gewidmet. Der Name dieses Dichters iſt nur einem ver hältnismäßig fleinen Kreis geläufig. Trafi lebte in der Traumwelt eines Hölderlin, einer Laster- Schüler, eines Verlaine; seine Dich tungen rühren nicht an die Welt unferer Dinge, stehen fremd und nerforen barin. Aber doch ist fein Bert nicht tot. Es fówingt in dem großen Rhythmus von Werden und Bergehen, in diesem ewigen Leben des Alls. Diese schönen, strömenden Berfe fanden eine ausgezeichnete Interpretin in Anna Höllering . Heinrich Fischer fagte zarte und fluge Worte über Trafl; doch er fprach fie zu einer Gemeinde, die Traft fennt und liebt. Weshalb versuchte man nicht, diese ja mir scheinbar volksfrembe Kunst einfach und naiv zu erläutern. Man soll sich doch endlich darüber flar merden, daß der Rundfun? Kunft und Bildungsmittler für das Bolt ist, der in den für die Werttätigen günstig gelegenen Abend stunden zu den Werftätigen reden muß; nicht mit billiger Unterhaltung, fondern mit jeder Art Kunst und Belehrung. Aber alles, was in dieser Zeit gefandt wird, muß allgemeinverständlich geboten werden. Mit wie einfachen Mitteln das gefingen fann, zeigten die Behn Minuten Rille", in denen Franziska

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Aus reißen des Betriebsrates wird uns noch folgendes mit geteilt: In Sadoma ist fein Bertiportplag getauft worden. Es war ein Plak gemietet, der monatlich unter 100 m. toftete. Der Play in Wilhelmshagen( auf welchem sich das Er. holungsheim der BBG. befindet) und das Gebäude find offiziell aus Mitteln der BBG. bezahlt. In der diesjährigen Bilanz finden fich Ausgaben in Höhe von rund 123 000. Die Gebrüder Sttaret haben felbstverständlichy teinen Pfennig dazu beigetragen. Bon den städtijdjen Stellen wird niemals fobenbola, sondern nur Riefernbrennholz bestellt. Das wurde auch geliefert. Breis ng unter dem handelsüblichen. Bittenau hot stets oberschlesische Fördertohle bestellt und stets oberschlesische Förder fohle geliefert erhalten. Der Preis lag erheblich unter dem handelsüblichen Breis. Jede Fuhre Kofs, die vom Gasmer! Tegel bezogen wurde, ist auf der Gaswerfswaage ge mogen und mit der Originalwiegefarte des Gaswerfs an die Ber­braucher geliefert worden. Es ist ein gletter Schwindel, daß falsche neue Wiegekarten gedruckt und auf jeder dieser Starte 10 Bentnerinz zwei Gedichte las. Sie schickte zwei Briefe des Dichters vor mehr als die Fuhre eigentlich enthält, gestempelt morben fei. Die Folgerung, daß für jede Fuhre ein betrügerischer Verdienst von 20 Mart erzielt wurde, ist glatt erfunden. Mir bei Lieferung von einem der Flake der BBG. wird auf der eigenen Waage das Gewicht feffgestellt. Auch bei den Stofslieferungen an die städtischen Stellen legen die Preise unter dem Konventionspreis,

An die Siedlung in der Rabazer Straße murde mit den Originalwiegelarten des Gaswerts Tegel geliefert. Der Verwalter der Siedlung hat die Fuhren wiederholt stichprobenartig ander.

aus, die über die Entstehung diefer Gedichte Sprachen. Hier gab also der Dichter felber eine Erklärung zu feinem Schaffen, und die Auswahl war so glüdlich getroffen, daß man sich feine ein fachere Erläuterung wünschen fonnte. Franziska King( prad bia Bom Berje, vor allem die Brosa, mit zärtlichstem Verständnis. Spätnachmittag an gab es modernere und modernste Musik DOI Reger bis Honegger in schönen Aufführungen. Den Ab­schluß des Abends bildete angenehme Unterhaltungsmufit der Stapelle Schmidt- Boehlte.

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Tes.

Dorn- Maczinski weiter Spitze.

Petri- Zieh rücken vor.

Dieses Sechstagerennen ist für die Beranstalter zweifellos ein ganz großes Geschäft: Innenraum, Tribünen und Ränge waren auch in der fünften Nacht dicht besetzt!

Die beiden Nachmittagswertungen brachten feine nennenswerten Beränderungen im Felde, bas nach dem Ausscheiden der Gebrüder Bolte nun aus elf Mannschaften besteht. Bis zur 10- Uhr- Abendwerfung

behalten die Atteure ein gleichmäßig ruhiges Tempo. Auch als die Bertung ausgeläutet wird, mird die Fahrt nur wenig flotter. Na ch 96 Stunden beträgt die Kilometerzahl 2319,00. Shundenergebnis 28,600 Kilometer. Beben fommt erst auf die Bahn, als in der vorlegten Runde des fiebenten Spurts To nani abzieht und eine Runde wieder ausholen fann. Auch Lehmann Wiffet find mit von der Partie. Im zehnten Spurt gibt Conet das Signal zu einer wilden Jagd in deren Berlauf die Mannschaften Louet Mouton, Emer- Kroschel, Hürtgen- Miethe und Dorn- Maczinsti je eine Runde aufholen.

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Da Dorn Maczinski den Rundengewin mit vollziehen fömmen, bleiben sie weiter alleiniges Spigenpaar. Gegen 11 Uhr vermögen Ties Betri ihre Position bedeutend zu ver­beffern. Zunächst holen sie sich eine und etwa fünf Minuten später eine zweite Runde zurüd. Beim zweiten Vorgehen Tiez- Betri gehen Bouet- Mouton mit und holen ebenfalls eine Runde auf. Der Stand des Remmens: Spize: Dorn Macziniti 75 Buntte. 1 Runde zurüd: Petri- Tieß 192, Hürtgen- Miethe 89 Buntte. 2. Runden zurüd: Krüger- Funda 265, Ehmer- Kroschel 102 Punkte. 3 Runden zurüd: Gooffens- Deneef 137, Louet- Mouton 135, Manthey Schön 89 Punkte. 4 Rumben zurüd: Wauters- Bermandel 62 Bunite. 5 Runden zurüd: Zonani- Negrini 74, Wiffel- Lehmann 70 Punkte.

Freispruch im Langanfe- Prozeß.

Der Angeflagte jedoch der Zat dringend verdächtig.

Die große Straflammer beim Landgericht I sprach geitern den Schuhmacher 2anganke, von der Anklage der Blutschande und der Notzucht an seiner zwölfjährigen Tochter frei.

In der Urteilsbegründung führte der Borsigende u. a. aus: Man darf nicht Kinderaussagen von vornherein als unglaubwürdig bezeichnen. Tate man bas, fo gingen Sittlichkeitsverbrecher an Rindern fast ausnahmslos ftraffrei aus. Was die Glaubwürdigkeit der Erifa L. betrifft, so fann man ihre Aussagen nicht als Produkt der Phantasie bezeichnen. Sollte sie die Unwahr­beit gesagt haben, fc nuß fie das bewußt getan haben. Eine der artige Berfommenheit traut das Gericht ihr aber nicht zu Sie ist trog wiederholter Vorhalte bei ihren Beschuldigungen geblieben, und ihre Aussage wird von der Mutter, die einen glaubwürdigen Ein­drud macht, unterstüßt. Bei der Bewertung der Aussage von Erita mar aber zu berüdfichtigen, daß fie Ursache hatte, die unwahrheit zu sagen, da fie fürchten mußte, wie sie selbst angab, von dent Bater totgeschlagen oder pon der Mutter hinausgeworfen zu were den, falls der Bater ihres Kindes ein fremder Mann gewesen wäre. Bugunsten des Angeflagten sprach ferner die llnwahrhaftigkeit Eritas in zwei Buntten: der Fürsorger, ber um fie bemüht war, war von ihr fälschlich beschuldigt worden und der Termin, an dem bie Tat ftattgefunden haben sollte, fann nicht ftimmen. Alle Bar­feien waren eifrig bemüht, die Unschuld des Angeflagten festzu­stellen, und das Gericht hätte ihm gern feine Unschuld bescheinigt. Nach dem Berlauf der Beweisaufnahme war das jeboch nicht mög lich. Dem Angeflagten bleibt nach wie vor der Tat dringend ver­dächtig, und nicht mehr als zehn Prozent fehlten zu einem Schuldig.

Man wird sowohl dem Urteil afs auch dessen Begründung durch den Borsigenden zustimmen müssen. Der Eindrud von dem Unge­flagten und der fleinen Erifa war: Die Tochter fagt in diesem Bunfte die Wahrheit, der Bater fonnte es gewesen sein. Urteile fönnen aber nicht auf Grund von Eindrücken gefällt werden; der legte Beweis der Schulb des Angeflagten fehlte, so mußte er freigesprochen werden

Zwei Städte unter Lava und Asche. Das furchtbare Bulfanunglüd in Guatemala . Condon, 5. November. mie aus Guatemala gemeldet wird, sind die Städte Finca und El patrocinio mit ihrer gesamten Be. völferung von der Lava und der glühenden Afche des Bulkans Santa Maria begraben worden. Bis jett fouuten erst 27 Ceichen freigelegt werden. Die Rettungsarbeiten des Militärs, des Roten Kreuzes und der Freiwilligen wurden durch den starten Regen sehr behindert.

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Was Sonnenglanz im Leben verschönt,

Das ist ein Funkeln und Glitzern, ein Strahlen und Blitzen, eine Augenweide ohnegleichen Diamantenklar und rein wäscht die Porzellan-, Glas-, Kristall-. Stein- und Metallgeschirre. Kein Hauch, kein Schleier bleibt zurück. Husch, husch, so fliegt das Fett von dannenl Husch, husch, so wird der

macht bei Ihren Geschirren!

Schmutz verjagt! Für gibts kein Hindernis. Die schmutzigsten Gegen­stände, wie Spülsteine, Bedewannen, Putz- und Bohnertücher, Mops. Fen­sterrahmen, Fußböden,-neu wird alles schnell durch I Welche Bequemlich. keit, welche Zeitersparnis!- durch

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