Feiern der Jugend.
Die Feiern der Jugendweihe, veranstaltet von den Sozialisten und Freidenkern Groß- Berlins, versammelten am gestrigen Sonntag Taufende zur vormittäglichen Feierstunde in den größten Sälen der verschiedenen Stadtteile. Für die Jugendweihe in der Wolfsbühne" am Bülowplay hatte man versucht, eine völlig neue Form zu finden. Von der herkömmlichen Programmgestaltung: Musit, Rezitationen, Weiherede hatte man abgesehen, statt dessen durch Konzentrieren auf das Wesentliche eine seltene Eindringlichkeit der Feier erreicht. Die Einführung der Weihekinder erfolgte unter Klängen aus Schuberts Rosamunde"; Preczangs Vorspruch Erlöse dich", für gemischen Chor gesezt von Ermin Lendvai, und die Ouvertüre zu ,, Coriolan " Don Beethoven biideten llebergang und Auftakt zu Bruno Schönlants Sprechchorspiel Seid geweiht". In diesem Spiel hat Schönlant das Motiv jener Jugend, die an der Schwelle des Lebens steht, neu gestaltet. Erwartungsvoll und hoffnungs freudig sieht die Jugend in die Zukunft, die ehemaligen Spiel gefährten versuchen sie im Kinderland zurückzuhalten diese Kinder fzene ist reizend, aber die Sehnsucht nach dem unbekanten Lande der Erwachsenen ist stärker. Jedoch der Schleier ihrer Traumbilder zerreißt, entsetzt stehen sie vor der furchtbaren Wirklichkeit des Arbeitslebens, und aus ihrer Enttäuschung weckt sie erst die Aufforderung der Alten, sich einzufügen in den Kampf gegen die Unterdrücker. Die einzelnen Bilder des Spiels waren gut herausgearbeitet, das Schlußbild mit dem festlichen Aufzug erschien szenisch außerordentlich gelungen.
Im Bezirk Lichtenberg gab es eine würdige Feier in der Aula des Gymnasiums An der Parkaue. Das Podium war mit lebenden Pflanzen und roten Fahnen geschmückt. Das Ebert- ManzQuartett und das Künstlertrio des AMV. gaben mit ihren hoch künstlerischen Darbietungen dem Fest die erhabene Weihe. Bon tiefer Wirkung waren auch die Vorträge des Sprechchors der weltlichen Schulen in Lichtenberg unter Leitung von Iver Zitscher. Die Festrede des Lehrers Becker wandte sich in schlichten und eindring lichen Worten an die Jugend, sich das Schöne im Leben nicht rauben zu lassen, dafür aber zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen für das Ideal des Sozialismus. Reiht euch ein in das Heer der organisierten Arbeiterschaft! Zerreißt die Bande nicht, die euch mit euren Arbeiterbrüdern verbinden! Auch ernste Worte der Mahnung jand der Sprecher für die Eltern, ihren Kindern in der Zeit der neuerwachten Persönlichkeit, der Konflikte und der Entscheidung der Kinder, selbständig ihren eigenen Weg zu suchen, mit Verständnis gegenüberzustehen, ihnen nicht durch Strenge ihr bestes Recht zu vertümmern, jung zu sein.
Ehrung der Kapp- Putsch - Opfer
Kundgebung an den Gräbern in der„ Blanken Hölle".
Zu Tausenden pilgerten gestern nachmittag die Schöneberger Sozialdemokraten und Republikaner nach dem Friedhof Blanke Hölle", um an den Gräbern der Opfer des Kapp- Putsches ein Bekenntnis für die Republik abzulegen. Die Gräber waren mit roten Tulpen geschmückt und auf beiden Seiten loderten aus aufgestellten Kandelabern die Flammen empor. Die roten Fahnen der Abteilungen der SPD . Schönebergs, fowie die Ichwarzrolgoldenen Banner des Reichsbanners umfäumten die Ruhestätte. Schöneberger Arbeiterfänger fangen einleitend das Lied „ Das heilige Feuer", und das Tambourkorps des Reichsbanners fchlug einen Trauerwirbel, der dumpf über den großen und weiten Friedhof hallte.
Reichstagsabgeordneter Franz Künstler hielt die Gedenkrede. Er führte aus: ,, Wie vor 10 Jahren treten wir in Ehrfurcht an die Gräber der im Freiheitstampfe gefallenen Brüder. Tiefer Schmerz zog in unser Herz, als wir die Kunde vernahmen, daß im Kampfe gegen die rohen Kapp- Rebellen brave Arbeiter und Familienväter ihr Leben lassen mußten. Die 12 Jahre republitanischer Geschichte in Deutschland sind mit dem Blut gemordeter Menschen getauft, die nach der schrecklichen Zeit des Völkermordens die Welt und Deutschland einer besseren Zukunft entgegenführen wollten. Es wird stets die Pflicht der Sozialdemokratie sein müssen, gerade der vielen, vielen Namenlosen zu gedenken, die Tag für Tag still und pflichttreu an dem großen Wert der Befreiung der Menschen gearbeitet haben. Die Deutsche Republik verdankt den Proletariern am Schraubstock und an der Hobelbant, den Angestellten und Beamten ihre Existenz. Der Bestand der Republik wird gesicherter sein, wenn das neue deutsche Staatswesen es versteht, die Herzen und Köpfe der werftätigen Bevölkerung zu erobern, das heißt die Lebensbedürfnisse der deutschen Arbeiter in sozialer and kultureller Beziehung in weitestgehendem Maße zu erfüllen. Zehn Jahre nach dem Kapp- Putsch sind an die Stelle der Kapp, Lüttwig und Ehrhardt die Hitler , Frid und Goebbels getreten. Tag für Tag schmähen sie die Republik und sagen ihr den Kampf auf Leben und Tod an. Wenn die Heimkrieger Frick und Goebbels ein Tänzchen wagen wollen, die deutsche Arbeiterschaft ist gemappnet und bereit, diesen Herren dieselbe Abfuhr zu geben wie den Kappisten. Wenn es sein muß, dann wird die werktätige Bevölkerung aufstehen wie ein Mann und mit allen Mitteln den Butschiften bedeuten, daß sie in der Republit ausgespielt haben. Die Sozialdemokratische Partei und das republikanische Reichsbanner wird die gemordelen Brüder immer in gutem Andenken behalten."
Abermals ertönte der Gesang der Arbeitersänger und die eindrucksvolle und zu Herzen gehende Kundgebung schloß ab mit dem Lied vom guten Kameraden.
Landjäger gegen Kinderfreunde.
Von der Arbeitsgemeinschaft der Kinder. freunde wird uns folgender Vorfall mitgeteilt, der dringend der Untersuchung durch die vorgesetzte Behörde bedarf.
Am Sonnabend und Sonntag veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin in 3ossen einen Helferausbildungskursus zum Zwecke der Jugendpflege. Der Kursus fand im Berliner Jugendland Zossen statt. Am Sonntag nachmittag um 17 Uhr marschierten zirka 150 Teilnehmer unter Singen von Wanderliedern zum Bahnhof zurück. Kurz vor 3offen ritten Landjäger, die anläßlich einer Flugveranstaltung dort postiert waren, rüdsichtslos in die Teilnehmer hinein, wie sich später herausstellte, weil sie eine Demonstration vermuteten. Als die Teilnehmer en die ersten Hänjer von 3ossen herankamen, gingen sie auf die Bürgersteige. Die Landjäger tamen
In den Tivoli- ichtspielen in Pantom stand die Jugendweihe im Zeichen der Erziehung der ins Leben hinaustreten den Arbeiterkinder zur proletarischen Solidarität. Während früher den Arbeiterkinder zur proletarischen Solidarität. Während früher ein einzelner Weiheredner die Feierrede hielt, war es jetzt ein die fämpfenden Arbeitermaffen verförpernder Sprechchor, die die neuen Kämpfer in ihre Reihen aufnehmen, um ihnen das Ziel des gemein samen Strebens ,,, Das Land der Gerechten ", zu zeigen. Aus Not und Elend der proletarischen Jugend ist die kämpferische Solidarität der einzige Weg zur Befreiung aus dem dumpfen Druck der Städte und Elendsviertel. Der Chor weihte die Kinder symbolisch zu diesem Kampf. Beethovensche Musik und die gemeinsam gesungene Internationale" schlossen die schöne Feier ab.
Die Köpenicker konnten zum erstenmal ihre Jugendweihe in der Aula der neuen Dorotheenschule feiern. Der schöne Raum, durch dessen hohe Fenstern die Strahlen der Märzen sonne hereinsluteten, ließ die Feier besonders eindrucksvoll gestalten. Der Rektor der weltlichen Schule, Genosse Tluset, machte aus der Weiherede eine Kampfrede. Er forderte die Jugendlichen auf, nicht immer von anderen die Neugestaltung zu erwarten, sondern selbst zu Pionieren für Freiheit und Recht zu werden. Erfreulich war übrigens auch die starke Beteiligung der Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterjugend, die mit ihrer neuen roten Fahne diejenigen Kame raden, die gerade die Jugendweihe erhalten hatten, wie im Triumph abholten und durch den Saal begleiteten. Ein schönes Symbol für den Eintritt in das Leben.
Jugend wirbt für ihr Werf.
Zu einer großzügigen Werbeveranstaltung hatte die Ortsgruppe Neukölln des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen im Mercedes- Baiast aufgerufen. Die Begrüßungsworte sprach Stadtrat Schneider. Das Werben für den Wandergedanken und den Jugendherbergsgedanken sei der Hauptzweck der Veranstaltung. Das Werk der Jugendherbergen sei nach dem Kriege in den Zeiten der schwersten wirtschaftlichen Depression begonnen worden. Trotz der schlechten finanziellen Lage Deutschlands sei die Jugendherbergsbewegung ständig angewachsen, und heute fönne man schon auf die stattliche Zahl von über 2000 Jugend herbergen im ganzen Reiche zurückblicken. Im letzten Jahre hätten 3½ Millionen Jugendliche in den deutschen Jugendherbergen übernachtet. Ein luftiger Spielfilm, der eine Banderung durch die Sächsische Schweiz zeigt, führte mitten hinein in das fröhliche Getriebe des Jugendwanderns und des Kampierens in den Herbergen. Eine Reihe von Wandervereinigungen und Jugendbünden umrahmten die Werbeveranstaltung mit fünstlerischen Darbietungen und turnerischen und gymnastischen Vorführungen.
Eigenartiger Bremsunfall
Ein Zug in Amerita, voll mit Kohle beladen, hatte in der Mitte zwei Holzwaggons. Als der Zug plöglich gebremst wurde, stiegen die beiden Holzwaggons in die Luft, die Rädergestelle blieben auf den Schienen.
ihnen nachgeritten und sprengten erneut in die auf dem Bürgersteig gehenden Kinderfreunde. Dabei wurde einer der Teilnehmer um geritten. Durch Zeugenaussagen wird angegeben, daß die Beamten sich bei ihrem rücksichtslosen Borgehen geäußert haben:„ Wir reiten euch nieder wie die Hunde, und wenn ihr alle liegen bleibt." Es ist nur der besonnenen Haltung der Kinderfreunde helfer zu verdanken, daß Unfälle verhindert wurden. Eine Darstellung des Vorgangs ist den Behörden zugeleitet worden.
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Frau Hanau bricht aus- und fehrt ins Frauengefängnis zurüd. Paris , 24. März.( Eigenbericht.)
Die Direktorin der„ Gazette du Franc", Frau Marthe Hanau , ist am Sonntag aus ihrer Belle im Krankenhaus geflohen. Mit Hilfe eines Leinentuches, das sie am Fenster angeknüpft hatte, ließ sie sich in den Hof hinab und fuhr in einer Autodroschte davon. Unterwegs ließ sie bei einem Postamt halten und warf dort eine Eingabe an das Justizministerium in den Postkasten. Dann fuhr fie vor ein Kaffeehaus und telephonierte von dort an ihren Ber: teidiger. Ihre Reise endete vor dem Frauengefängnis von Saint Lazare , wo ihr nach langem Rufen und Klopfen geöffnet wurde.„ Ich bin es müde, von den Aerzten mit allen möglichen 3wangsmitteln behandelt zu werden" erklärte sie dem Gefäng nisdirektor ,, ich will in meine alte Belle zurück. Dort habe ich wenigstens Ruhe." Der überraschte Beamte führte Frau Hanau in ihre Zelle zurück, trojdem er, wie er nicht versäumte zu erklären, eigentlich seine Vollmachten überschreite, da er keinen neuen Haftbefehl für Trau Hanau besize. Der gelungene Streich der Frau Hanau hat in ganz Frankreich Heiterfeit ausgelöst.
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Militärsträflinge meufern.
Paris , 24. März.( Eigenbericht.) Auf der Zitadelle von Dieron haben wegen fchlechter und ungenügender Ernährung 49 Militärgefangene am Donnerstag abend gemeutert. Die Gefangenen verschanzten sich in einer Kasematte und konnten bisher nicht zur Uebergabe gezwungen
werden.
" Jugend und Buch." Wie im vergangenen Jahre fo beranſtaltete am Sonntag der Arbeitsausschuß Berlin für den Tag des Buches" wieder im Blenarsisungsjaal des Reichstages eine Sundgebung, deren besonderes Buch" bildete. The na die dem Tag des Buches 1930" gewidmete Frage Jugend und
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Die Freidenferbewegung.
Allein in Berlin 233534 Mitglieder.
Im Neuköllner Rathaus trat am Sonnabend die Bezirks. konferenz des Verbandes für Freidenfertum und Feuerbestattung zusammen. Nachdem bei den Urwahlen des Verbandes nur Vertreter der Liste Verbandsaufbau" gewählt waren, fann jetzt mit aller Kraft wieder sachliche Arbeit geleistet werden. Der Vorsitzende Schmidt gab den Geschäftsbericht. Noch einmal zeigte er, wie die Kulturarbeit des Verbandes immer wieder von den Kommunisten systematisch gestört worden ist. Die Berliner Bezirksorganisation zählt jetzt trotz alledam die stattliche 3ahl von 233534 Mitgliedern. Im letzten Jahr konnten 7312 Neuaufnahmen verzeichnet werden. Die Kommunisten haben eine eigene Organisation aufgezogen, in die aber nur etwa 4000 Berbandsmitglieder übergetreten sind. Der Kassierer Mehlhose gab den Kassenbericht, der einstimmige Entlastung fand. Bei der Neuwahl wurden die Mitglieder Fritz Schmidt, Richard Boilnn, Heinrich Salzmann, Frau Sydow und Karl Dally in den engeren Bezirksvorstand gewählt. Es wurden dann noch die Anträge zur Verbandstagung behandelt und die Delegierten gewählt. in den Anträgen wurde eine Namensänderung verlangt, und zwar soll der Verband den Namen Deutscher Freidenfer. verband e. V." erhalten.
Plünderung der Textilausstellung.
Das Wert von Einbrechern.
Am Warschauer P1a 6/8 befindet sich die Städtische höhere Tertilfachschule, die seit etwa acht Tagen in Räumen im Erdgeschoß und im ersten Stock eine Ausstellung von Schülerarbeiten veranstaltet. Es handelt sich dabei um Kleidungsstücke, die künstlerischen Wert haben. In der vergangenen Nacht haben Einbrecher, die wahrscheinlich von der Naglerstraße her tamen, diese Ausstellung gründlich geplündert. Sie zertrümmerten eine Fensterscheibe und gelangten zunächst in die mechanische Weberei, wo sie die Stoffe zusammenpadten. In angrenzenden Büroräumen suchten sie in den Tischen nach Geld und nahmen auch einen eingemauerten eisernen Schrank in Angriff. Sie konnten ihn aber nicht bewältigen. Hierauf stiegen die Einbrecher in das erste Stockwerf hinauf und stahlen von den ausgestellten Arbeiten handgestickte Blusen und Kleider und aus der Wäscheabteilung fast sämtliche Stüde . Die Ausstellung sollte am Sonntag zum legten Male gezeigt werden, doch mußte das wegen des Einbruches unterbleiben. Die Diebe werden vermutlich die gestohlenen Sachen auf Märkten oder bei Privatpersonen zum Kauf anbieten. Mitteilungen über das Auftauchen nimmt die Dienststelle B. 8 im Polizeipräsidium entgegen.
Ueberstundenfeuche auf dem Schlachthof
Kann hier nicht endlich durchgegriffen werden?
Die Arbeitsverhältnisse der in den Berliner Engrosschläch tereien beschäftigten Schlächtergesellen sind an dieser Stelle schon öfter der breiten Oeffentlichkeit unterbreitet worden. Wenn aud) dank der unermüdlichen Tätigkeit der im Verband der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter organisierten Schlächtergesellen viele Besserungen erkämpft werden konnten, so gibt es doch immer noch genügend Außenseiterfirmen auf dem Berliner Schlachthof und in den Vororten, welche die gesetzlichen und tarifvertraglichen Arbeits. zeitbestimmungen mißachten.
Die geforderte und geleistete Arbeitszeit übersteigt in diesen Betrieben bei weitem das erträglichste Maß, denn in einer Zeit, wo in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen von Arbeitslosenunterstützung und öffentlicher Wohlfahrt leben müffen, ist cine 70-90ffündige Wochenarbeitszeif, troß angeblich schlechten Geschäftsganges, ungeheuerlich Brutale Entlassung trifft den Beschäftigten, der dagegen zu opponieren wagt.
Vor allem die Firma Karl Arnhold hält darin jeden Reford. Dabei ist der Inhaber derselben gerichtlich vereidigter Sachverstän= diger in Strafprozessen wegen Arbeitszeitüberschreitungen. Ein weiteres gutes Beispiel gibt ein der Veterinärpolizei unterstellier Betrieb, das Polizeischlachthaus, wo Notschlachtungen des auf dem Transport erkrankten oder frankheitsverdächtigen Viehes vorgenom= men werden. Auch hier Arbeitszeiten teilweise bis zu 70 Stunden pro Woche, so daß dort Beschäftigte seit langen Wochen feinen freien Sonntag hatten. Der Leiter dieses Instituts, ein Veteri= närrat, steht auf dem sonderbaren Standpunkt, daß die Arbeitsleistungen von Hilfskräften, von einer beliebigen Ede engagiert, viel höher sind, als solche vom Arbeitsamt gestellter. Und das alles, trotzdem auf dem 200 Meter entfernt befindlichen Arbeitsnach. weis etwa 1600 Arbeitslose zur Verfügung stehen.
Hoffentlich jetzt sich Herr Stadtrat Kinscher, der neue Dezernent für den Bieh- und Schlachthof dafür ein, daß auch die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Das wird ihm aber nur dann möglich sein, wenn er Besprechungen nicht nur mit den Interessenten des Vieh- und Schlachthofes abhält, sondern auch mit der Interessenvertretung der Beschäftigten im Verband der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter.
Theatersfandal in Bafel. Bei der Aufführung von Friedrich Wolfs Cyankali" durch eine Gruppe junger Berliner SchauLärmszenen, daß die Borstellung abgebrochen werden mußte. Das spieler im Baseler Stadttheater fam es am Sonntag zu derartigen Handgemenge, das sich in den verschiedenen Rängen entwickelte, zwang die Polizei zum Eingreifen. Nach Wiederherstellung der Ruhe konnte die Aufführung zu Ende geführt werden. Den Darstellern wurde am Schluß eine Ovation dargebracht.
Groß: Berliner Parteinachrichten.
14. Kreis Neukölln - Brik. Berichtigung. Nicht der Bildungsausschuk, fondern die Mitglieder der Zeitungskommission haben heute, 191 Uhr, eine Berfammlung im Ideal- Safino; Weichselstr. 8. Jeder Bezirk muž vertreten sein. 99. Abt. Reukölln- Briz. Heute, 20 Uhr, Borstandssigung, nicht, wie irr. tümlich angegeben, Funktionärsigung.
Frauenveranstaltung.
95. Abt. Neukölln . Heute, 19% Uhr, bei Grieger, Leffingfte. 9, nicht Weddingstraße, Bortrag. Nachdem gemütliches Beisammensein mit Raffee.