Einzelbild herunterladen
 

Ar. 143 47. Jahrgang

1. Beilage des Vorwärts

Zudithausidyll In Brandenburg.

in

Schlechte Kameraden im Gefängnis.

In Brandenburg a. d. 5. ist ein neues Buchthaus im Entstehen. Wenn es fertig ist, soll es eine Perle im preußischen Strafvollzug fein. Einfimeifen aber entspricht dem veralteten Bau auch der 3uch thouston unter den Gefangenen. Der Außen stehende erhält nur selten Einblicke in die merkwürdigen Sitten und Bräuche, die im Zuchthaus herrschen. Höchstens in einer Gerichts­verhandlung. So war es in diesen Tagen in Brandenburg .

Hilferufe. Sch. huschte an einem Beamten vorbei, Sóm. stand an der Spülzelle, hielt sich den Kopf und wimmerte. Er hatte eine Berlegung abbekommen, die ihn eine Boche lang im Lazarett feſt­hielt.

In der Verhandlung schilderte ein früherer Zuchthausgefangener den Vorgang. Das ganze Gefängnis außte, daß Schm. von Sch. und S. perprügelt werden sollte. Von einem Stich mit dem Messer tönne aber feine Rede sein. Der angeflagte Sch. bestritt gleichfalls, mit einem Messer gestochen zu haben. Gegen den mit einem Meffer?" meinte er verächtlich. Ich habe ihn einfach verprügelt. Ich laffe mich nicht beleidigen. S. hat mit der Sache nichts zu tun." Der Rebentläger blieb aber dabei, daß er mit einem Messer ver­legt worden sei. Der Direkter des Zuchthauses Brandenburg, Dr. Schwerdtfeger, stellte Schan. fein gutes Zeugnis aus; Schm. brauft auf. Er erilärt, das Werturteil des Direktors fei gleidh null. Eine Anzahl Zeugen, frühere Mitgefangene des Angeklagten und Wachtmeister, waren nicht imstande, volle Klarheit in diese An­gelegenheit zu bringen. Der Vertreter des Nebenklägers, Dr. Feblo­witsch, beantragte die Ladung noch eines Zeugen, eines früheren Zuchthausgefangenen, der bestätigen soll, daß tatsächlich eine Ver­abredung stattgefunden habe, den Nebenkläger zu mißhandeln. Der Staatsanwalt beantragte gegen Sch. wegen einfacher Körperverletzung zwei Wochen Gefängnis und wegen Bedrohung mit dem Tode eine Woche Gefängnis; für den Angeklagten S. Frei­spruch. Das Gericht verurteilte Sch. wegen Körperverlegung zu drei Wochen Gefängnis und sprach ihn von der Anflage der Bedrohung, da sie nicht ernst gemeint war, frei. S. murde

Vor dem Schöffengericht mußten sich zwei 3ucht hausgefangene veranimorten, der wegen schweren Einbruchs diebstahls im Rückfall zu 15 Jahren verurteilte Sch. und der wegen schweren Raubes die gleiche Strafe verbüßende S. Die Anlage lautete auf gefährliche Körperverlegung. Der Berlegte Schym spielte den Nebenfläger. Er gehört zu der Kategorie von Gefangenen, die in der Anstalt im höchsten Maße unbeliebt find. Andy seine Mitgefangenen tonnien ihn nicht leiden Die Gefangenen erffären, Schm. jei ein schlechter Ramerad, mache Schmutzigteiten, verpeze seine Genossen bei der Gefängnisverwaltung und mache als Salfattor feinen Hilfskaffattoren das Leben schwer. Der Ange­flagte Sch. war aber ein solcher Hilfstalfaktor bei dem Nebentläger. Eines Tages wurde in seiner Zelle eine Untersuchung vorgerom­men, man fand nur einen Spirituskocher. Schn. hatte das der Gefängnisverwaltung angezeigt, daß der Hilfskaffaktor in seiner Zelle eine überzählige Matraße, drei neue Anzüge, eine Jacke, ein Paar neue Schuhe, verschiedene Lebensmittel aus der Küche und einen Spiritusfocher aufbewahre. Natürlich war Sch. empört. Sein Mitangeflegter S. beschimpfte Schm. und spuckte ihm ins Gesicht. Schm. beschwerte sich bei dem Gefängnisvorsteher, daß er bedroht worden sei. Wenige Tage darauf hörten die Wachtmeister| freigesprochen.

Bon Haifischen verschlungen. Fünf Fischer fanden einen schrecklichen Tod. Beracruz. 25. März. Cinen schredlichen Tod fanden fünf Infaffen eines ischerboofes, das bei einem schweren Sturm in der Nähe von Veracruz unterging. Nach den Aussagen des einzig Ueberlebenden des Bootes, Avilia, sind die fünf übrigen Fischer von Hai. fifchen verschlungen worden, die dem Boot gefolgt waren. Avilla wiil gesehen haben, wie zwei feiner Gefährten auf diese Weise ums Leben famen. Er selbst, der sich an einem Wradftüd über Waffer hielt, fonnte erft nach 50ftündigem Kampf mit den Wellen gereffet werden.

Die Ankunft der Europa ".

Dife Brauns Glückwunsch an den Lloyd.

De preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat an den Nord deutschen Lloyd in Bremen folgendes Telegramm gerichtet:

Herzlichen Glüdwunsch zu der hervorragenden Leiffung der Europa " und vielen Dank dafür, daß mir Gelegenheit gegeben war, die erfte, so erfolgreich beendete Fahrt dieses herrlichen Schiffes mit­zumachen.

k

Am Dienstag, wadymittags 14 Uhr( Berliner 3eit), ist die ,, Europa " in den Hafen von New Bort eingelaarfen. 3ahlloje Sirenen ftimmten ein Freudengeheul der Begrüßung und Gratulation an; Autohupen aller Tönungen schalteten sich in den Chor ein. Begeisterte Rufe der Menge, die, mit Liederfingen sich die

Alsirio Azevedo

72]

Grad Hamisher terhaus

Ein& ma

21.

Zeit vertreibend, zu Tausenden die Ufer säumte bereits um 12 Uhr( Berliner Zeit) hatten sich die ersten Neugierigen am Lloyd Bier versammelt verstärkten den enthusiastischen Bill. fommensgruß.

Bei Beurteilung der Leistung der Europa " muß man berück fichtigen, daß sie erstens bedeutend schlechteres Wetter hatte als die Bremen " bei ihrer Refordfahrt und sie außerdem infolge der Wetterlage eine um 70 Seemetlen längere Route wählen mußte. Johnson hat überhaupt von Anfang an gar teine Rennfahrt geplant. Man kann somit die erreichte Geschwindigkeit der Europa " als gute Durchschnittsgeschwindigkeit betrachten und damit rechnen, daß die Europa " bei ihrer Dzeanfahrt niemals viel länger als 4 Tage und 17 Stunden gebrauchen wird.

Während der letzten Nacht

mußte die Europa " bet ziemlich farfem Nebel fahren. Das Meer wogte in starfer Dünung. Das Schiff tam aber gleich­mäßig schnell vorwärts und lag auch gut im Waffer. Die Baffagiere an Bord hatten fast durchweg darauf verzichtet, ihre Kabinen auf zusuchen, um den Erfolg der Fahrt abzuwarten; viele, besonders die Amerikaner, waren durch Betten an ihr intereffiert. Der Jubel bei der Bekanntgabe, daß die Europa " das Ambrose- Feuerschiff gegen 6 1hr morgens( amerikanischer Zeit) erreichen werde, steigerte fich zu stürmischen Freudenausbrüchen, als das Leuchtschiff tatsächlich um diese Zeit gesichtet wurde. Der Kapitän und die Ingenieure versicherten den Passagieren, daß der erreichte Reforb im Sommer sehr bequem beträchtlich zu steigern fei, wenn die Dünung nicht so start ist, feine Gegenwinde die Fahrt beein trächtigen und das Aeußerste aus den Maschinen herausgeholt werden kann. Außerdem wird im Sommer die nördliche Route benutzt, die augenblicklich wegen der Eisberggefahr nicht gefahren wird.

Zulmiro in einem sehr hübschen Waschseidenkleid lief in ihrer nervösen Art ein paar Schritte voraus. Dann folgte Dona Estella, ganz in Schwarz, ernst und streng: eine würdige, durch und durch tugendhafte Matrone. Miranda trug einen Geh­rod mit einem winzigen Band auf der Brust, einen seidenen Hut, Lackstiefel und einen Kragen, der noch höher gewesen 2 wäre, wenn das Kinn ihn nicht daran gehindert hätte. Als fie Joao Romao erblidfen, lächelten er und Zulmira herz­lich, aber Dona Estella vergab sich nicht so viel und schrift mit stolzer arroganter Miene einher.

Borm Eingang einer Teeftube in der Rua Ouvidor stand Joao Roman und martete auf die Familie Miranda, die unten in der Stadt Einfäufe machte. Er trug einen tadellos gearbeiteten grauen Raschmiranzug und wußte, daß er sehr gut aussah.

Es war zwei Uhr nachmittags, und die schmale Straße war überfüllt. Die Sonne glühte, und doch war die Luft frisch. Bornehme Herren gingen bei Bascoal lässig ein und aus; elegante Jünglinge pafften thre Zigaretten und warte ten auf eine Gelegenheit, ihre Namoradas" anzusprechen; Damen in feidenen Aleidern naschten Süßigkeiten und tranten Wein aus Oporto . Wes strömte Reichtum und Wohlstand aus, und die Unterhaltungen wurden flüsternd geführt, wie es der gute Ton heischte. Mit Hilfe zahlreicher Spiegel wurde distret geflirtet; an der Bar tranten die Männer Er frischungen, und andere fnabberten bas französische Gebäd, für welches das Lokal berühmt war. Die älteren Leute blätterten in der Mittagszeitung, und Kellner midelten eifrig Ronfeft in buntes Seidenpapier und machten eine Schlinge in die Schnur, an der das Patet vom Finger des Käufers herunterbaumeln sollte.

Ms die Stunde meiter vorrüdte, tamen etliche Beamte von den nahegelegenen staatlichen Aemtern auf einen Sprung hinein, um ihren Nachmittagswernut zu trinken, und Reporter von einem halben Dugend Zeitungen lungerten herum, begierig irgendwelchen Brocken aus einem politischen Gespräch aufzuschnappen. Aber Joao Roman verließ seinen Bosten am Eingang teinen Augenblid und stand, auf seinen ftraffgerollten Regenschirm mit marmornem Griff geftüßt, da. Er ermiderte die lächelnden Grüße der Vorübergehenden und sprach ab und zu ein paar Worte mit einem, der stehen blieb, um ihm die Hand zu schütteln. Er war freundlich und huld voll und verriet feinerlei Ungeduld, als höchstens gelegentlich durch einen Blid auf seine schwer goldene Uhr, deren Dedel mit vornehinem Knaden auf und zu sprang.

Endlich tauchte die Familie des Barons de Freiral auf.

Der zukünftige Schwiegerjohn und Biscount in spe stürzte ihnen entgegen und führte sie galant an einen Tisch, wo er darauf bestand, ihnen Erfrischungen anzubieten. Nach dem er mit Dona Estella Rüdsprache genommen hatte, be­stellte Joao Romas Sandwiches und Mutateller, aber zul­mira zog Eis und einen Liför vor. Jedoch nur die Tochter des Hauses schien etwas zu sagen zu haben. Sie plauderte munter, und die anderen hörten zu. 2lls sie sich endlich mit ihrem Eis abgab, blidte Miranda zur Decke und bemerkte, das Lokal müsse dringend renoviert werden. Dona Estella fragte Joao Roman höflich, was er von der neuen Opern truppe hielte, mas ihm recht peinlich war, aber er fand end lich den Mut, fich zu äußern und zu sagen, die Darstellerin der Lucia sei entfeßlich did und fähe besonders im Nacht hemb schrecklich aus.

Glücklicherweise tam in diesem Augenblid Botelho an und fochte vor Erregung. Draußen vor der Stadt hatte sich eine Tragödie abgespielt, ein Zusammenstoß zwischen einem Offizier und einem Untergebenen. Der Offizier hatte einen Sergeanten beschimpft, und legterer hatte mit einer Ohrfeige geantwortet, morauf ihn der Offizier mit seinem Säbel er­ftach. Und ganz mit Recht, meinte Botelho, der in Sachen der Disziplin für unbeugfame Strenge war. Ein Gergeant, der imftande ist, die Hand gegen seinen Borgesetzten zu er heben, verdient nichts anderes, als niedergestochen zu werden. Die Augen des Alten glühten vor Begeisterung, und er lauschte begierig, als Miranda non einem ähnlichen Fall er zählte, der sich vor zwanzig Jahren abgespielt hatte. Dann folgte eine unaufhörliche Serie von Geschichten aus Botelhos unverfiegbarem Borrat, aber die anderen wurden allmählich müde und benutzten einen Augenblic Pause, um aufzustehen und zu gehen.

Joao Romao bot Zulmira den Arm, und der Baron ging neben feiner Frau. Sie spazierten langsam durch die Rua Ouvidor zum Sao Francisco- Blog, wo der Baron Joan

Mittwoch, 26. März 1930

Nichts als Redensarten.

Der Kriminalbeamte lag umsonst unter dem Bett.

Jm Jahre 1926 war bel einer Pelzkonfektionsfirma und in der gleichen Nacht bei einer anderen Firma in dem selben Haufe eingebrochen worden. Der Berdacht richtete sich damals gegen eine Familie W.

#

Der alte W. und zmei Söhne waren als Nacht und Iages= wächter in dem Hause beschäftigt. Eine Haussuchung war er­gebnislos und die Beschuldigten mußten wieder entlassen werden. Das Berfahren ruhte, bis sich im vorigen Jahre der Kaufmann Gustav Levy bei der Kriminalpolizei meldete, um gegen die Brüder W. Anzeige wegen eines Raubüberfalles zu erstatten. Levn. der ebenso wie die Brüder W. vielfach vorheftroft ist, hatte mit Karl B. ein Tertilgeschäft betrieben, aus dem sich dann ein großer Straf­prozeß entwidelte. Beide Geschäftsteilhaber, die jetzt wieder im Gefängnis fizen, gerieten in Feindschaft und Leny bezichtigte Otto und Karl W. des Einbruches im Jahre 1926. Er behauptate, dass das Diebesgut durch den ebenfalls vielfach vorbestraften Schneider Friz Herlig verschoben worden sei, und er erbat sich, der Kriminalpolizei den Nachweis für die Schuld der drei Personen zu erbringen. Zu diesem Zwed lud er herlig in seine Bohrung, nach­dem er einen Kriminalbeamten unter das Bett und einen zweiten im Nebenzimmer hinter die Tür versteckt hatte. Bei dieser Zu­fammenkunft soll nun Herlitz dem Levy gesagt haben, daß die ge­stohlenen Belze noch in derselben Nacht zu ihm in die Wohnung gebracht worden seien, und daß er sie durch seine Frau in mehreren Baketen bei den Gepäckannahmestellen verschiedener Bahnhöfe auf­gegeben habe.

Unter der Antlage des Einbruchdiebstahles und des Raubes hatten sich nun gestern Otto und Karl Wendt und wegen Hehlerei das Ehepaar Herlig vor dem Schöffengericht Berlin . Mitte zu verantworten. Bei Herlig maren ein Sportpelz und ein Scalmantel beschlagnahmt worden, die aus dem Geschäft von Segal stammten. Der Geschäftsinhaber tonnie aber nicht sagen, ob diese Gegenstände damals bei ihm gestohlen waren. Dem Verteidiger gelang es, die Befundungen von Gustav Leon auf das Schwerste zu erschüttern. Benn ist bereits wiederholt wegen§ 51 in Strafver fahren außer Berfolgung gesezt morden. Außerdem ergaben fich zwischen den Aussagen von Levy und denen der Kriminalbeamten erhebliche Bidersprüche. Herlitz behauptete, daß er derartige An= gaben gar nicht gemacht habe. Das, was die Beamten in ihren Bere steden gehört haben wollen, seien Redensarten von Leng gewesen. Die Angeklagten wollten sich zu jener Zeit auch noch nicht gefannt haben. Das Gericht beschloß, Levy nicht zu ver eidigen, und hielt die Sache für so wenig geklärt, daß es zur Freisprechung sämtlicher Angeklagten fam.

Die Reform der Kommunalverfassung. Keine Vorherverabschiedung des Berliner Gesetzes?

Das Gutachten des Staatsrats zu der Borlage über Berlin wird erst am Donnerstag vom Ausschuß endgültig formuliert mer den. Am Donnerstag nachmittag wird sodann die Borlage in das Blenum tommen. Wie verlautet, ist beabsichtigt, ein Eventualgui achten vorzuschlagen. Danach soll empfohlen merden, die Vorlage bis zur allgemeinen Regelung der neuen Kommunalver­faffung für ganz Breußen zurüdzustellen. Golfte Stants regierung und Landtag eine Vorherverabschiedung für unerläß. ich anfehen, so mill der Staatsrat seine Stellung dahin formulieren, daß die Bestimmungen über Staatsaufsicht und Auftrags­angelegenheiten ohne Nachteil aus der Borlage über Berlin entfernt werden fömmen, da in diefer Richtung die weitere Geltung der zur Zeit bestehenden Vorschriften bis zur allgemeinen Neuregelung als ausreichend angesehen wird.

Roman einen Platz in seinem Wagen anbot, aber der Budiker lehnte ab, da er in der Stadt noch Geschäfte zu erledigen hatte. Als der Wagen davonrollte, zupfte ihn Botelho am Aermel

,, Also, es ist alles erledigt; der Mann holt sie heute ab." Ja, heute?" miederholte Joao Romas interessiert und blieb stehen, um weitere Einzelheiten zu hören. Gott sei Dant; es ist auch wirklich höchste Zeit!"

"

Höchste Beit?" erwiderte Botelho gekränkt. Sie haben feine Ahnung, mieniel Schmeiß mich die Geschichte ge­foftet hat."

,, Aber es hat auch wirklich lange genug gedauert- mir fommt es vor, als feien Jahre vergangen, seit wir die Sache besprochen haben."

,, Aber mas sollte ich tun? Ich konnte den Mann nie erreichen. Ich habe geschrieben und geschrieben, und erst vor ein paar Tagen habe ich endlich Antmort bekommen. Dann bin ich zweimal auf die Polizei gegangen und heute zum drittenmal; und nun ist es endgültig beschlossen, daß sie sie heute nachmittag holen. Aber Sie müssen da sein und fie ausliefern. Sonst fönnte vielleicht die Polizei Rücksicht nehmen und sie ohne Ihre Einwilligung nicht mitnehmen mollen."

,, Aber das möchte ich ja gerade vermeiden. Ich möchte, daß es so aussieht, als fei es in meiner Abwesenheit geschehen und als hätte ich nichts danon gemußt."

,, 2ber an men sollen sie sich dann wenden, wenn sie hin tommen? Wer soll sie ihnen denn ausliefern, wenn nicht Sie? Ich weiß, es ist peinlich, aber da müssen Sie schon durch. ,, Sie tönnten mich doch vertreten."

Um Gottes willen Das wäre ja noch ichlimmer. Dann wäre es doch deutlich, daß es sich um eine abgefartete Gache handelt. Nein, Sie müssen zu Hause sein und überrascht werden. Das ist der einzige Weg: da Sie einmal gesagt haben, müssen Sie auch fagen. Die Männer werden fomumen und die Sllavin im Namen des Gesetzes verlangen; dagegen fönnen Sie nichts tun, und wenn es Ihnen auch noch lo unlieb ist, Sie müssen sie ihrem rechtmäßigen Herrn ausliefern. Dann sind Sie sie los, und nachher werden Sie sie nicht mehr jammern und stöhnen hören.

,, Ja, aber

,, Dh, ich weiß. Sie wird schreien und reden, aber da­gegen müssen Sie sich eben mappnen. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig als fie auszuliefern, und Sie haben sie ja ( Schluß fulgt.) nicht schwarz gemacht.

4