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gelegt tocröcn. Durch die Errichtung weiterer Tiefbrunnen in der Wuhlheide l>esteht die Gefahr noch gröherer Senkung des Wasser- spiegels und somit des Verfalls der unter großen Schwierigkeiten angelegten Anlagen. In einem An- trage verlangten die Sommunisten die Freigabe der Benutzung des Treptower Jugendheims für den komnmniftischen Jugendverbons> Genosse Lchniann beantragte, über diesen Punkt zur Tagesordnung überzugehen, da die Bezirksoersammlung dem Wohlfohrtsminister keinerlei Borschriften machen kann. Die Bezirksversammlung schloß sich dem Antrage des Genossen Lehmann an. Soziale Anträge der SPD . IS. Kreis Weihensee. In der letzten Bezirksversammlung standen 27 Borlagen zur Beratung, die in mehr als Sstündiger Sitzung abgewickelt wurden. Eine Vorlage des Bezirksamtes auf Bewilligung von etwa S000 Mark aus gemeinschaftlichen Vorbehaltsmitteln zum Ausbau des Strandes des Freibades Orankesee wurde onge- nommen. Angenommen wurde ferner ein Antrag auf B e r b e s s e- rung der Verkehrsoerhältnisse. Die KPD. hatte wieder- holt erklärt, daß sie es ablehne, für sozialdemokratische Ehrenbeamte zu stimmen. Da unsere Fraktion aus diesem Grun a auch nicht für Kommunisten stimmte, wurden diele ousge- schattet. Die KPD. brachte deshalb einen Antrag ein, der verlangte, daß die Wohliahrtspfleger nach dem Verhältniswahlrecht gewähll werden soltten. Der Antrag wurde abgelehnt. Einige Anträge aus Verbesserung des Straßenpflasters und Anlegung von Rad- fohrwegen wurden der zuständigen Deputation überwiesen. Eine A.iirage der bürgerlichen Arbettsgemeinschast beantwortete das Be- zirksamt dahin, daß für den Neubau von Unterkunftsräumen, auf dem Rennbahngelände elwa 3S 000 Mark angefordert worden sind. Die Entscheidung des Magistrats steht noch aus. Von unserer Fraktion wurden unter andern noch folgende Anträge gestellt: Das Bezirksamt wird ersucht, beim Magistrat dahin zu wirken, daß für ausreichende Beköstigung der bedürftigen, tranken und untercrnährten Kinder und Beschaffung von Kleidungsstücken, ausreichende Mittel zur Verfügung gestellt werden, daß ferner auf die Durchführung der Reichsverfassung be- züglich Lieferung freier Lernmittel gedrängt wird. 2. Das Bezirksamt wird ersucht, aus Verstärkungsmitteln ausrei- chende Beträge zur Erneuerung der 3. 9. und 10. Gemeinde- schule zur Verfügung zu stellen. 3. Das Bezirksamt wird ersucht, beim Zentralmagistrat dahin zu wirken, daß die Aufhebung aller Abbaumoßnahmen gegen die Sozialrentner erfolgt, die Aufrechterhaltung der für April 1930 geltenden Sätze angeordnet wird und eine Erhöhung der Richtsätze in Er- wägung gezogen wird. Die Anträge wurden angenommen.

Berlin Hamburg - Berlin . Man schreibt uns: Berlin Hamburg Berlin das war die Parole, acht Tage Urlaub, mit dem neuerbauten Kabinenmotorfchiff Kreuz 2l ß" der Reederei Otto Schmidt-Berlin auf dem Wasserwege. Eine herrliche Fahrt über Spandau , die Havel her- unter, über Rathenow , nach dem alten Städtchen Haoclberg! Eine frische Brise weht, wir sind aus der Elbe, große Dampser-Schlepp- züge kommen uns entgegen, 12 bis 18 große beladene Kähne nach- schleppend. Wester geht unsere Fuhrt über Wittenberg «.

staunend betrachten wir die riesigen Elbbrücken Dömitz , Bütow, grüne Uferwiesen, fette Weiden mit prachtvollem Viehbestand zu bei- den Sesten! Fischreiher mit ihrer Beute fliegen auf, Störäze am Ufer nach Futter suchend, Möwen umkreisen unser Schiff, dort fliegt ein Hühnerhabicht, die Deute in seinen Krallen haltend, man merkt: Wir befinden uns auf einem größeren Geruäiser! Unsere Fah t geht weiter, über Laucnburg, dann zu den Vororten von Hamburg und endlich ist Hamburg in Sicht. Hafenrundfahrt mit einer Hasenbarkasie und Besichtigung des großen Ozeen-Schnelldampfers Deutschland ". Heimwärts ging dann d'e Fahrt. Könnt« sich doch jeder Proletarier solche Fahrt leisten mit dem FcrienfahrschiffK r e u z A ß".

Das grüne Berlin . Ziund-19 000 000 Quadratmeter Grünflächen. Die Freiflächenpolitik der Stadt Berlin hat sich wie das Amt für Stadtplanung selbst sagt zum Ziele gesetzt, einen gesunden Ausgleich für die ungünstigen Lebensverhältnisse der Stadtbewohner zu schaffen. Auf den Kops dieser Berliner Stadtbewohner ent- fallen heute rund 33 Quadratmeter Freisläche. Nicht weniger als 18 96 2 000 Quadratmeter Grün- flächen sind in jedem Frühjahr ourch die städtischen Gartenämler herzurichten. Treptow hat allein über 2 890 000 Quadratmeter, Charlottenburg ebenfalls über 2 M.llionen und W e d d i n g, Reinickendorf . Tempelhof , Neukölln und Z e h l e n- dorf über eine Million Oua.ratmeter Grünflächen. Hinzu kommen 51,36 Hektar Waldpark, 33,97 Hektar botanische Schul- gärten. 121 Hektar Anlagen aus Spiel- und Sport- Plätzen, für die 89,65 Hektar st äotische Gärtnereien und Baumschulen unterholten werden. 478 000 Bäume de- finden sich in den Berliner Straßen, Steglitz zähtt über 56 000, dann kommt Reinickendorf mit 47 000, Lichtenberg mit 44 000, Zehlendorf mst 39 000 und Charlottenburg mit 36 000, während im Bezirk Friedrichshain nur 5400 und in Mitte 7000 Slraßenbäume vorhanden sind Die g r ö ß t e P a r k a n l a g e ist der fiskalische Tiergarten mit 240 Hektar, wogegen der kleine Ticrgarien nur knapp 7 Hektar umfaßt. Die Iungsernheide in Charlottenburg ist 123 Hektar groß, Nehberge im Bezirk Wedding 120 Hektar, und 0er Bezirk Treptow kann gleich mit dem Treptower Park 52,6 Hektar, dem Plänterwald 81,5 Hektar und der Wühl- Heide 64 Hektar aufwarten. Der Stadtpark in Steglitz ist 0,5 Hektar groß und im Bezirk Wittnersdors hat der Hin den- b u r g p a r k eine Fläche von 1 1 Hektar und der P r e u h e n p a r k von 4 Hektar. Die S ch ö n h o l z« r Heide ist 5 Hektar groß. So- gegen der Bolkspark auf dem Tempclhofer Felde 25 Hektar. Charlottenburg hat den Lietzen seepark mit 8 Hektar und der Bezirk Wedding den Humboldthain mit 30 Hektar und don Schillerpark mit 23 Hektar. Der FrieSrichshain ist 41 Hektar groß. Diese großen Lungen, die über das ganze Weichbild Berlins verbreitet sind, spenden der Berliner Bevölkerung fonwährend neue Lebenskraft: sie zu erhalten und immer weiter auszubauen ist eine städtebauliche Aufgab«, um dem arbeitenden Berlin in seiner me- chanischen Weltstaotarbest den Gegenpol der Erholung in freier und gesunder Luft bieten zu können.

Die gesetzliche Miete. Llnv w.e sie berechnet wird. lieber die Frage:Wie wird die gesetzliche Miete berechnet?" bestehen noch immer Unklarheiten. Diese Unklar-- Helten sind durch die am 1. Juni eingetretene Mieterhöhung noch vergrößert worden. Zu ihrer Behebung sei das Folgend« angeführt. Der von dem Mieter an den Hauswirt zu zahlende Betrag setzt sich aus der gesetzlichen Miete und den Zuschlägen zur staatlichenGrundoermögenssteuer, dem Gemeinde- Zuschlag und den, staatlichen Zuschlag, zusammen. Für die gesetzliche Miete ist ein fester Sag(zur Zett 121 Proz.) bestimmt, für die Zuschläge dagegen nicht. Bielmehr sind die Zu- schlüge auf die Mieter nach dem Berhältnis der reinen Friedensmiete umzuleg-en. Trotzdem hat sich der Glaube eingebürgert, daß auch sür die Zuschläge ein fester Satz(bis- her 4 Proz.. jetzt 8 Proz. der Friedensmiete) besteht. Dieser Glaube ist dadurch hervorgerufen worden, daß in den amtlichen Bekannt- machungen immer wieder gesagt wird, daß die Zuschläge zur Grund- Vermögenssteuerim Durchschnitt" 4 Proz. oder 8 Proz. der Frie- densmiete betragen. Das ist zwar richtig, aber es ist damit der An- schein erweckt worden, als ob die Hauswirte be- rechtigt seien, außer der gesetzlichen Miete auch für die Zu- schlage einen festen Satz zu erheben. Tatsache ist jedenfalls, daß der größte Teil der Hauswirte den Durchs chnittslotz erhebt, und daß die Mieter in Unkenntnis der gesetzlichen Vor- schriften auch den Durchschnittssatz zahlen. Es nützt also nicht' wenn in den amtlichen Bskanntmachuugen betont wird, daß e u bei den 4 oder 8 Proz. nur umDurchschnittssätze" handele, un die Hauswirte dies« Sätze nicht berechnen dürfen. Um die Umlage berechnen zu können, muß man die Eesami- sriedens miete des Hauses und ssrner den Betrog der staatlichen Grundvermögens st euer willen, wobei ober zu beachten ist, daß die Ausrechnung dem Hauswirt obliegt. Beispiel der Berechnung. Nehmen wir an, die Gesamtfriedensmiete beträgt 1000 Mark, die staatliche Grundvermöaenssteucr 36 Mark und die monatliche Friedensmieie 50 Mark. Der staatliche Zuschlag zur Grundvermögenssteuer ijt aus 100 Proz. und der Gememdezuschlag. soweit er vom Mieter zu tragen ist, ebenfalls auf 100 Pro.z. der staatlichen Grundvermögcnssteuer festgesetzt worden. In unserm Bei. spiel betragen also die Zuschläge zur staatlichen Grundoermchgcns- stei-er zusammen(200 Proz. von 36 Mark) 72 Mark. Die Umlage- berechnimg erfolgt nach folgender Formel: 50(Friedensmieie) mal 72(Zuschläge)) z gcz- 1000(Gcsämtsricdensmicte)) Da die gesetzliche Miete in Berlin zur Zeit 121 Proz. der Friedensmietc beträgt, so hat der Mieter vom 1. Juni ab zu zahlen: Gesetzliche Miete(121 Prov von 50 M)... 60,50 M. TemeindezuscHag und Zuschlag zur staatl. Grund- Vermögenssteuer............ 3,60, Zusammen... 64,10 M. hat der Mieter die Schönheitsreparaturen übe» nommen, so ermäßigt sich die gesetzliche Miete um 4 Proz., so daß er vom 1. Juni ab zu zahlen hol: Gesetzliche Miete(117 Proz von 50 M).... 58,50 M. Zuschläge, wie oben.......... 3,60 Insgesamt... 240 M.

Pfeiswevte V»»f c/lip

B&rlin S.: Oranienstrafta 164-165 Charlottenburg; Resinenstrafie 4

Berlin N.: Reinickendorfer Straße 21 Berlin O-s Frankfurter Allee 60