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Beilage

Mittwoch, 12. November 1930

Der Abend

Shalausaale des Vorwärts

Im Lande des Eisens

Studienfahrt ins Erzbecken von Briey- Longwy

Der Internationale Gewerkschaftsbund und deren Leistungsfähigkeit in der Schwerindustrie natürlich feine hat beschlossen, eine besondere Aktion zu unternehmen zur sehr hohe ist. gewerkschaftlichen Organisierung der Arbeiter, die in dem Die Arbeiter werden durch die ihnen fabelhaft hoch Erzbeden beschäftigt sind, das sich von Luremburg bis| dünkenden Löhne angezogen, oder sie wollen der Arbeitslosigkeit Nancy in der belgisch- französisch- luxemburgischen Grenz im eigenen Lande entrinnen. Viele hoffen, Geld zu sparen, setzen ecke ausbreitet und zum großen Teil Ausländer heranzieht. Die bescheidene Lebensweise fort, die sie in ihrer Heimat gewohnt Unser Redaktionsmitglied J. Steiner Jullien hat die waren. Bei der harten Arbeit und dem rauhen Klima tritt dann Verhältnisse an Ort und Stelle untersucht. Wir beginnen bald der Kräfteverfall ein. 20 Prozent der Portu heute mit der Veröffentlichung seiner Beobachtungen. giefen", fagte mit ein Arzt, Dr. Lafont in Longwy , find Fährt man von der Stadt Luxemburg nach Nancy , eine Ent- tuberkulös, eine Folge ihrer ganz unzureichenden Ernährung." fernung von etwa 100 Kilometer in gerader Linie, so sieht man Hüttenwert an hüttenwert, Erzgruben und Balzwerke in fast ununterbrochener Folge. Es ist die berühmte Dreiländer­ede, wo Frankreich , Belgien und Luremburg auf­einanderstoßen. Rund 170 000 Arbeiter sind hier allein in der Schwerindustrie beschäftigt( Erz- und Kohlengruben, Hütten und Walzwerke), die Transport und Bauarbeiter, mindestens 30 000, nicht gerechnet. Der Zug fährt zwischen Athus in Belgien , Ober­und Nieder- Redingen in Luxemburg , Saulnes in Frankreich über die luxemburgisch- belgisch- französische Grenzecke. Die hügelige, von steil abfallenden Tälern durchzogene Landschaft ist eingehüllt in den grauen Qualm der Schlote. Hier gibt es

Fabriken, deren Gelände in drei Ländern liegt.

Aber während die Länder sich durch Grenzpfähle voneinander abzuschließen suchen, hat die wirtschaftliche Entwicklung Zustände erzeugt, die ihresgleichen auf der ganzen Welt nicht haben. Die 3500 Arbeiter unserer Fabrit", sagte mir ein Fabrikdirektor in Longwy , verteilen fich auf 22 Nationalitäten: Franzosen, Belgier, Luxemburger , Polen , Italiener, Jugoslawen, Portugiesen, Rufsen, Tschechoslowaken, Rumänen, Deutsche , Griechen, Ungarn , Marottaner, Spanier , sogar Japaner ." Was bedeuten unter diesen Umständen die immer noch aufrechten Grenzpfähle?

leber die wirtschaftliche Entwicklung nur einige Zahlen. Das Eisenerzgebiet verteilt sich auf Luxemburg und die französischen Departements Moselle( der nördliche Teil Elsaß - Lothringens ), und Meurthe- et- Moselle , in dem das Erzbeden von Briey­Longwy liegt, hart an der ehemaligen deutsch - französischen Grenze. Die Eisenerzgewinnung Luremburgs ist ziemlich stabil geblieben( 7 335 000 Tonnen 1913 und 7026 000 Tonnen 1928). Während aber die Eisenerzgewinnung Deutschlands durch den Verlust der lothringischen Gruben im selben Zeitraum Don fast 36 Millionen Tommen auf inapp Millionen Tonnen 3urudging, stieg die Frankreichs von fast 22 Millionen Tonnen auf nahezu 50 Millionen Tonnen und ist auf dem besten Wege, selbst die Eisenerzgewinnung der Vereinigten Staaten , die mit 63 Millionen Tonnen unverändert blieb, einzuholen. Während die Eisenerzgewinnung im Departement Moselle auj 20 404 000 Tonnen zurückging, stieg die des Departements Meurthe- et- Moselle non faft 20 Millionen auf über 26 Millionen Tonnen. Dieser An­stieg hat seitdem weiter angehalten. Das abbaufähige Eisenerzvorkommen dieses Departements wird auf 3 Milliarden Tonnen geschätzt. Stärker noch stieg in diesem Departement die Eisen- und Stahlerzeugung an, und zwar im gleichen Zeitraum von 3 493 000 Tonnen Roheisen und 2 299 000 Tonnen Robstahl auf 4255 000 Tonnen Roheijen und 2 299 000 Tonnen Rohstahl auf 4 255 000 Tonnen Roheisen

and 3 608 000 Tonnen Rohstahl.

Insgesamt hat Frankreich feine Stahl- und Eisenerzeugung feit 1913 verdoppelt.

1913: Roheisen: 5 207 000 Tonnen, Robstahl: 4 687 000 Tonnen; 1929: Roheisen: 9 665 000 Tonnen, Rohstahl 10 446.000 Tonnen. Es hat also selbst Großbritannien überflügelt und steht hinter Deutschland an zweiter Stelle in Europa .

Vor dem Kriege- nach dem Kriege

Vor dem Kriege gehörten nicht nur die Erzgruben des Departements Moselle deutschen Unternehmern, auch die des Departements Meurthe- et- Moselle waren zu einem guten Teil im Besiz von Deutschen . Die Eroberung des Erzbeckens von Briey- Longwy, die von unseren Aldeutschen als ein Ziel des Weltfrieges aufgestellt wurden, war schon vor dem 4. August 1914

auf dem besten Wege einer friedlichen Berwirf­lichung. Ein erheblicher Teil des gewonnenen Eisenerzes wurde also nach Deutschland verfrachtet. Nach dem Ruhrgebiet ist es ja

nicht weit.

Das hat sich seit dem Kriege geändert. Während man im Ruhrgebiet immer mehr schwedisches und spanisches Erz verhüttet, wird das Erz von Brien- Longwy mehr und mehr an Ort und Stelle oder in anderen Teilen Frankreichs verschmolzen. Den Koks dazu bezieht man meist aus England, Nordfrankreich und Belgien , die notwendige Kohle meist aus dem lothringisch- jaar ländischen Kohlenbecken, das jetzt auf französischer Seite durch deutsche Reparationsarbeiter ausgebaut wird.

Frankreich bereitet sich auf die Rüdgabe des Saargebiets vor. 3war eignet sich der Ruhrfofs am besten zur Berhüttung des lathringischen Eisenerzes, und der Austausch zwischen Lothringischen Erz und westfälischem Kofs wäre wegen der geringen Transport kosten um so wirtschaftlicher, weil Eisenbahnwagen und Rähne nie leer zu fahren brauchten. Wenn einmal die Vernunft in Europa eingezogen sein wird und die Vereinigten Staaten von Europa den europäischen Völkern ihre fulturelle und wirtschaft­liche Bedeutung zurückgeben werden, die sie jetzt langsam, aber ficher zugunsten Aftens und Amerifas einbüßen, dann wird auch in dem Erz- und Kohlengebiet, das von Nancy bis Dortmund reicht, eine Rationalisierung eintreten, die ihrem Namen Ehre macht.

Borläufig find wir aber noch nicht so weit. Da Franfrei á an einem chronischen Arbeitermangel leidet, merden oft von meither unter erheblichen Kosten Arbeiter herangeholt, die meist eine Fabrik oder ein Bergwert noch nicht einmal gesehen haben

Eine Frage und keine Antwort

Wiederholt habe ich im Laufe meiner Untersuchung sowohl an Fabritherren wie an Behördenvertreter folgende Frage gestellt: Sie laffen unter großen Kosten ungeschulte Arbeitskräfte von weither fommen, während sozusagen in Handreichweite eingearbeiteté deutsche Arbeitskräfte brach liegen.

Warum greifen Sie nicht auf diese deutschen Arbeitskräfte

zurüd?

Diese Arbeiter würden sich hier gar nicht ansiedeln, sondern jeden Sonntag, die entfernter Wohnenden vielleicht alle vier Wochen heimfahren. Eine ,, nationale Gefahr" würden sie also nicht bilden. Wäre das nicht auch ein praktischer Anfang der deutsch französischen Zusammenarbeit, von der man feit Locarno soviel bei festlichen Gelegenheiten spricht?" Locarno soviel bei festlichen Gelegenheiten spricht?"

Ich erhielt nur ausweichende Antworten. Erst nach und nach begann ich die Arbeitsmarktpolitik der lothringischen Schwerindustriellen zu begreifen, dank der Unterstügung, die mir sowohl der Sekretär der luxemburgischen Gewerkschaftskommission, Genosse Krier, wie auch die französischen Gewerkschafter zuteli werden ließen.

Diese Arbeitsmarktpolitif ist nicht nur, wie wir noch sehen werden, eine wirtschaftliche. Sie ist start von national politischen, aber auch von bevölkerungspolitischen Motiven durchsetzt.

Nationalpolitisch stehen die Fabrikherren der ostfranzösischen Schwerindustrie ziemlich weit rechts. Mit dieser politischen Ein­stellung würde es schlecht in Einklang zu bringen sein, wenn diese Fabrifherren gerade deutsche Arbeiter in großen Massen heranholen würden. Etwas anders liegen die Dinge im loth­ringischen Kohlenbecken, wo die aus dem Saargebiet und dem Rheinland stammenden deutschen Arbeiter sich nach Sprache und Lebensgewohnheiten kaum von der einheimischen Bevölkerung unter­scheiden und wo es auch ein Mißtrauen gegen die Deutschen nicht gibt. Daher findet man dort unter den Arbeitern viel mehr Deutsche als im eigentlichen Erzbecken.

Bevölkerungspolitisch ist man bestrebt, die Belgier, Luremburger und Italiener

ständig anzusiedeln,

was auch zum Teil gelingt. Die in Frankreich geborenen Kinder der Angesiedelten sind nach französischem Gesetz ohne weiteres Franzosen, sofern sie nicht mit 20 Jahren ausdrücklich für die Heimat ihrer Eltern optieren.

Italien , aber auch andere Länder, bemühen sich, dieser Nationalisierungspolitik Frankreichs entgegenzuwirken. Italien

zahlt zum Beispiel den schwangeren Frauen die Kosten der Heim-. reise und eine Prämie, um diese Frauen zu veranlassen, die Kinder in Italien zu gebären.

Es ist ohne weiteres flar, daß eine Entnationalisierung der nahe beheimateten Deutschen viel schwerer ist. Das sind zwei der Gründe, weshalb man im lothringischen Erzbeden so wenig Deutsche findet. Der für die Schwerindustriellen ausschlaggebende Grund dürfte aber ein anderer sein.

Danton

Die Geschichte eines Revolutionärs

Unsere Epoche, die zu tiefst ein Zeitalter der Wandlung ist, schafft sich auch ihr eigenes Geschichtsbild. Die zünftige Geschichts. wissenschaft hat bisher versagt, den Massen der modernen demokra­tischen Massenstaaten ihren Hunger nach zusammenhängender ge­schichtlicher Erkenntnis zu stillen. Der Mensch der Gegenwart tann feine mit Fußnoten und Aftenauszügen bepackten Bände lesen, wenn er in den wenigen Mußestunden, die ihm die Hast des heuti­gen Lebens läßt, sich auf seine geschichtlichen Voraussetzungen be= sinnen will. Die zünftige Wissenschaft hat versucht, das echte Be­dürfnis, das sich im Erfolg von Emil Ludwigs historischen Büchern ausspricht, zu übersehen und diese Bücher mit der Be­zeichnung historische Belletristik" abzutun. Die zünftige Wissen­schaft ist den Arbeiten Ludwigs vielleicht gerecht geworden, aber sie durfte nicht übersehen, daß im Erfolg dieser Bücher sich das neue Geschichtsbild der demokratischen Massenstaaten durchzusehen begann. Hermann Wendel formuliert die Forderung, die an dies neue Geschichtsbild zu stellen sind, im Geleitwort zu seinem soeben im Verlag von Kurt Rowohlt, Berlin , erschienenen, 419 Seiten starken Geschichtswertes Danton folgendermaßen: Es gibt ge staltete Geschichte, die sich, ohne die Mittel des Künstlers zu ver schmähen, streng an die Regeln des Historifers hält." In der Tat: Der Mensch der Gegenwart will gestaltete Geschichte, die ihm lebens­voll und blutnah die Bergangenheit gegenwärtig macht, Gegen­märtiges durch Vergangenes, Bergangenes dura Gegenwärtiges

cinander erhellend.

Georges Danton ! Wie ist er wieder lebendig geworden in diesem Buch, eine kämpfende Generation mit seinem Kämpfermut zu begeistern. Bauernblut fließt in den Adern dieses Sohnes der Champagne , der nach einer wild verspielten frühen Kindheit drei zehnjährig nach Troyes geschickt wird. Hier lebt er in der weltzu­gewandten Schule der Oratorianer , die ihm nicht nur Latein und Griechisch, sondern auch Geschichte lehrten und ihre 3öglinge in die aufstrebenden naturwissenschaftlichen Disziplinen des 18. Jahr hunderts einweihten. 1780, e inundzwanzigjährig, tommt der junge Stürmer in eine Advokatenkanzlei nach Paris . Jahre des Lernens, des Genusses, Jahre des Reifens. Sieben Jahre später macht er seine eigene Kanzlei auf, die ihm sicher anfangs Zeit läßt, fich in die geistigen Strömungen seines Beitalters zu versenken. Die Enzyklopädie der D'Alembert , Dide­ rot , Voltaire wird ihm vertraut. Ihr revolutionärer Atem er­füllt ihn.

Die Ereignisse der Zeit drängten Dantons Sinn bald aus dem Juristischen ins Politische. Am 1. Mai 1789 find die Wahlen zur Einberufung der Generalstände, die seit 1614 nicht mehr zu­sammengetreten waren. Der drohende Staatsbankrott brachte die Kräfte, die zur Ordnung, zur bürgerlichen Ordnung drängten, in Bewegung. Am 14. Juli 1789 fällt die Bastille Danton setzt sich an die Spitze der eben formierten Bürgermiliz seines Distrikts. Dieser Distrikt der Cordeliers war der glühende Kern von Paris , Danton die glühende Seele dieses Distrikts. Bald gehörte er auch zu den Bordersten in der Gesellschaft der Menschen freunde, mie zuerst der Jakobinerklub hieß. Es war eine be wegte 3eit, in der es noch teine politische Ueber lieferung, feine politischen Programme, feine politischen Parteien ga b. Jeder, der verantwortlich poli­tisch handeln wollte, mußte sich aus dem Strudel der Zeit erst seine Meinung gestalten:

Auch Danton empfing von niemandem seine politische Meinung. Von seinem Liebling Diderot hatte er gelernt, daß die Souveränität in einem Einzelnen fizzen fonnte und dann

J. Steiner Jullien.

106.

Monarchie genannt wurde, oder im Wolfe saß und Demokra= tie hieß. Gr war Demokrat... Ueber die politischen Abstrak­tionen Robespierres lächelte er und zuckte die Achsein über Marat , für den Politik etwas Ersigbares und Erschwizbares mar. Nichts dergleichen! Auf die sichere Witterung für das Gebot der Stunde, auf das nie trügende Gefühl für die gegebenen Möglichkeiten, darauf kam es an...."

Die un

Die Konstituante ging im Herbst 1791 auseinander. geheuren Kirchengüter waren zu etwa fünf Sechstein an die zahlungsfähige Bourgeoisie übergegangen, der Wille des Volkes mar zum Gesetz geworden. Die Legislative , die gefeßgebende Nationalversammlung, begann nunmehr ihr Bert. Es galt der schwelenden Gegenrevolution Herr zu werden. Danton führt. Der König wird abgesetzt, der Nationalkonvent gefordert. das allgemeine und gleiche. Wahlrecht verkündet. Es lebe die Demokratie!

Danton wird Justizminister. Er greift durch. Die ver­tnöcherten Feinde der neuen, noch gärenden Ordnung werden durch junge, zuverlässige Republikaner ersetzt.( Die Geschichte wird zum Vorbild.) Danton führt im Ministerkollegium. Inneres, Aus= märtiges, Krieg, Marine, Finanzen in jedes Fach griff er rüd. fichtslos ein." Die Souveräne Europas zittern um ihre Throne. Der Krieg steht vor der Tür. Die Republif ist in Gefahr. Dan­ ton alarmiert das Land, Millionen begeistert seine revolutionäre Energie. In Balmy kommen die feindlichen Söldnerheere zum Stehen. Goethe erkannte die Bedeutung des Tages. Eine neue Epoche der Weltgeschichte hatte begonnen. Mit dem Zusammentritt des Nationalkonvents verzichtete Danton auf sein, Ministeramt; Abgeordnete durften keine Minister sein. Er wollte Barlamentarier sein, dem Volk unmittelbar verantwortlich. Ein So begnadeter Redner wie er brauchte diese Unmittelbarkeit der Wirkung. Danton ist als Kommissar im Auftrage des Konvents in Belgien , um dort nach dem Rechten zu sehen. Hier erreicht ihn die Nachricht von der Erkrankung seiner Frau, seiner Gabrielle.) Er rast zurück nach Paris . Bergebens; sie ist schon unter der Erde. Sinnlose But sprengt diesen beherrschten Menschen. Doch er kann nur einen toten Leib aus dem Grabe herauswühlen.

Danton ist gegen den die Republik erschöpfenden Pro­pagandakrieg. Einheit der Republik ist sein Ziel, Eintracht der Männer, die sie vertreten. Bergeblich mahnt er, immer wieder. Aeußere und innere Schwierigkeiten werden seinen breiten Schultern aufgebürdet. Er wird in den Wohlfahrtsausschuß nicht wieder­gewählt. Robespierre und seine Anhänger ergreifen. die Zügel. Der Wohlfahrtsausschuß wird vorläufige Regierung: Robespierre beherrscht unbeschränkt den Apparat. Danton wird royalistischer Umtriebe beschuldigt und mit seinen Freunden Camille Desmoulins , Westermann verhaftet. Das Verfahren? Eine Farce. Die Revolution 3erstampft ihren stolzesten, lautersten Sohn. Auf dem Wege zur Guillotine bannt David das Antlitz Dantons in Dauer:" Troß, Stolz, Hohn, doch auch Etel an der Gemeinheit des Daseins, Scham, so übertölpelt zu sein, und da Danton ein Mensch ist, gebändigt die menschliche Angst vor dem Tode."

So stellt Hermann Wendel die Gestalt Dantons vor uns hin. Danton , seine Zeit, die Epoche des frühkapitalistischen Bürgertums wird in eraften Zügen lebendig, befreit aus dem Staub sorgsam durchgearbeiteter Aften und Quellen. Danton ! Der junge Georg Büchner hatte einst versucht, die dichterische Ahnung von Dantons mächtiger Gestalt zu zeichnen. Hermann Wendel formt sie heute mit der Hand des erfahrenen Meisters. J. P. Mayer