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Jubiläumswettfahrten der Freien Segler

am 12., 18. und 19. Juli

Die größte sportliche Beranstaltung des Freien Segler.| den gemeldeten Booten allein fünf befinden, die noch ein unbe­Verbandes im 30. Jahre seines Bestehens steht vor der Tür: schriebenes Blatt sind. Die Jubiläumswettfahrten auf dem Tegeler See . Ein friedliches Wettrüffen zur See" herrscht auf den Bootsplätzen der Arbeiterfegler, den Fahrzeugen wird die ganze Aufmerksamkeit geschenkt. Lad- und Farbenpinsel werden geschwungen und das Unterwasserschiff wird sorgfältig vom Anwuchs und allen Uneben­heiten gereinigt; denn mitentscheidend für den Sieg ist außer dem Steuermann und feiner Besatzung die einwandfreie Beschaffenheit fakung di der Außenhaut des Bootes.

Vorsichtig werden von den jungen, in der Wettfahrttechnik noch nicht so ,, betauten" Seglern die alten Wettfahrtkämpfen ausgehorcht. Doch ihre Wortfargheit in der Preisgabe von Regattatniffen ist bekannt. Aber trotz einschneidender Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit herrscht unter den Arbeiterseglern ein Sportsgeist, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wenn man berichten kann, daß 322 Boote zu den Wettfahrten ge­meldet haben, so spricht die Zahl für sich. Wo kamen jemals im bürgerlichen Sport derartige Meldungen, trotz der vielen Reprä­ſentationsſegler" zustande? Und auch der Berband läßt es sich an gelegen sein, in diesem Jahre, wie in jedem Jahre zuvor, aber dies­mal in verstärktem Umfange, zu den Unkosten beizusteuern.

Die Jubiläumswettfahrten, das bisher größte Treffen der Ber eine des Freien Segler- Verbandes, findet am 12., 18. und 19. Juli auf dem Tegeler See ftatt. Die Start- und Ziellinie liegt vor der Insel Lindwerder, auch ,, Liebesinsel" genannt. Die Wettfahrten be­ginnen Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr, Sonnabend, 18. Juli, um 15 Uhr und Sonntag, 19. Juli, um 10 Uhr. 322 Bootseigner stehen mit ihrer Besatzung zum ehrlichen Wettstreit bereit!

An den Wettfahrten ist beteiligt der Kreis Berlin im Freien Segler- Verband mit 17 Vereinen der Gruppe Ost mit 173 Booten und 10 Bereinen der Gruppe West mit 104 Booten. Als mitgastgebender Verein hat es sich die Tourensegler- Vereinigung Tegel nicht nehmen lassen, die Höchstmeldung von 39 Booten ab­zugeben. Dann folgt, als ebenfalls gastgebender Verein, der Wassersport- Verein Nordstern" mit 15 Meldungen. Der Verein Spandauer Jollensegler, führend bei der Punktwertung zum Schmid- Wanderpreis", wartet mit 12 Meldungen auf, folgend der Segler- Berein Stößensee mit 10 Meldungen und die Freien Segler Jörsfelde mit der gleichen Zahl. Der Segel- Club Weinmeisterhorn wartet mit 9 Meldungen auf. Sportlicher Ehrgeiz befleißigte auch den noch jungen Freien Segler- Verein am Wannsee " zur Abgabe von 7 Meldungen. Die Freien Segler Saatwinkel taten das gleiche durch Abgabe von 6 Meldungen. Dann folgen der Wassersport­Verein Waldkater" und die Wandersegler Pichelswerder mit je 3 Meldungen.

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In der Gruppe Ost führt im Verhältnis zu den großen. Bereinen der Segler- Verein Rahnsdorf als zweiter Bunftanwärter auf den Schmid- Wanderpreis mit 22 gemeldeten Booten. Der Segel Club Fraternitas" schickt die gleiche Bootszahl an den Start. Eine hundertprozentige Beteiligung seiner regattafähigen Fahrzeuge stellt der Verein Freie Segler Müggelsee, da 18 Meldungen vor­liegen. Die gleiche Zahl liegt von der Freien Bereinigung der Lourensegler Grünau vor, jedoch liegt das Meldeverhältnis gegen früher diesmal wesentlich niedriger. Der Wassersport- Verein 1921 hat 16 Boote gemeldet. Eine gute Meldezahl hat auch der Segel­Club 1919 mit 14 Booten zustandegebracht, ebenfalls der Verein Berliner Jollensegler mit 13 und die Segler- Bereinigung Nieder­ schöneweide mit 11 Meldungen. Mit 12 Booten im Verhältnis zur Bootszahl des Vereins wenigen Meldungen, dafür aber guten Booten beteiligt sich der Segel- Club 1898. Neun Meldungen liegen vom Wassersport- Verein., Welle" vor. Dann folgen der Segel- Club Wendenschloß mit 5, der Segler- Verein Freiheit" und die in diesem Jahre im Verband aufgenommene Wassersport- Bereinigung 1929 mit je 4, der Segel- Club Aeolus" mit 2, der Wassersport- Verein Crossinsee, der Segel- Club Hansa, Berlin , und die Tourensegler Zeuthen mit je einer Meldung. Auch zwei Boote von Einzel­mitgliedern beteiligen sich an den Wettfahrten.

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Bis aus Lübeck kommen sie! Eine besondere sportliche Note erhalten die Wettfahrten durch die starke Teilnahme von Booten auswärtiger Vereine. Nicht weniger als 33 Boote von sechs auswärtigen Vereinen werden cn den Start gehen und so manche harte Nuß wird den Berlinern durch gutes Bootsmaterial und vorzügliche Steuerleute zum Knaden gegeben werden. Ein besonderer Schleppzug trifft aus Rathenow Brandenburg ein, mit 3 Booten von den Freien Seglern Rathenow , zwei 15- Quadratmeter- Wanderjollen und einer Ausgleichsjolle. Bier 15- Quadratmeter- Wanderjollen, eine 10- Quadratmeter- Rennjolle und neun Kreuzer, darunter fünf 35- Quadratmeter- Kreuzer, größtenteils Selbstbauten, tommen vom Segler- Club Nord- West", Brandenburg , und elf Boote. 15- Quadratmeter- Wanderjollen, eine 15- Quadratmeter- Rennjolle und fieben Ausgleichjollen kommen von den Freien Seglern Brandenburgs . Bom Wassersport- Club Sturmvogel", Magdeburg , wird eine 15- Quadratmeter- Wanderjolle an den Wettfahrten teilnehmen. Per Bahn kommen vom Segler- Verein Wakeniz, Lübeck , zwei Neu­bauten der 20- Quadratmeter- Rennjollenklasse und vom Segler- Club ,, Hansa" Lübeck eine 22- Quadratmeter nationale Binnenjolle und eine 15- Quadratmeter- Rennjolle.

Klassenboote in der Wettfahrt

Drei

Ein erfreuliches Zeichen im Arbeiterfeglersport ist das Heran­wachsen der Klassenfahrzeuge, wovon zu den Wettfahrten 189 Boote der verschiedensten Typen gemeldet haben. Auf die Ausgleichsfahrzeuge entfallen 133 Fahrzeuge. An Klassentielbooten haben gemeldet: 2 Sonderklassen, 2 Boote der 35 Quadratmeter nationalen Kreuzerklasse, 7 Boote der 30 Quadratmeter Rennjachten­Klasse und 9 Boote in der A- und B- Klasse der 20 Quadratmeter Kielbootklasse. Die 22 Quadratmeter nationale Binnenjollenklasse ist mit 9 Booten vertreten. Gute Startfelder werden auch die 20­und 15- Quadratmeter- Rennjollen zeigen. Bei den 20- Quadratmeter­Rennjollen gehen 27 Boote der A- Klasse und 5 Boote der B- Klasse an den Start. Heiße Kämpfe werden nicht ausbleiben, da das Feld durch 6 Neubauten belebt wird. Ein neuer ,, Bum- Bum" ist ent­standen und die Lübecker sind, so oft sie in Berlin waren, nie ohne Erfolg von dannen gezogen. Die 15- Quadratmeter- Rennjollent.asse stellt 33 Boote mit 26 Booten in der A- Klasse und 7 Booten in der B- Klasse. Auch hier treffen sich die Alten wieder, aber so manche Neuerscheinung wird zu beachten sein. Ein feltèn gebotenes Bild mird sich beim Start der 15- Quadratmeter- Wanderjollenklasse, der stärksten Klasse im Regattafeld, bieten, wenn 41 Boote dieser Klasse, davon 38 Boote in der A- Klasse, über die Startlinie rauschen werden. Wie beliebt gerade diese Klasse geworden ist, beweist die Zahl der bis dahin von keiner anderen Klasse erreichten Meldungen. Freiheit IV", Ronchi" ,,, Lola" und ,, Juwel", die Sieger bei den Frühjahrswettfahrten, werden auf der Hut sein müssen, da sich unter

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Mit je 5 Booten stellt sich die 15- Quadratmeter- Halbrennjollen und die 20- Quadratmeter- Wanderjollentlasse den Startern. Gut be­schicht bei gutem Material find die 10- Quadratmeter- Renn- und Wanderjollenklassen; 16 und 18 Meldungen in den A- und B- Klassen für beide Bootsgattungen liegen vor. Die 20- Quadratmeter- Jollen­freuzerklasse ist diesmal nur mit 5 Meldungen vertreten, jedoch be­finden sich darunter die Neubauten Frohsinn" und" Ohio ". Gleich­falls 5 Boote starten in der 15- Quadratmeter- Jollenkreuzerklasse. An Ausgleichfielbooten starten 19 Boote der Ausgleichskreuzer und 7 Flossentieler, ferner 7 Ausgleichsjollenkreuzer in zwei Klassen und 3 Kielschwertboote. Die Ausgleichsjollen sind mit 97 Meldungen vertreten, die in 12 Klassen starten werden. Auch in diesen Klassen werden sich harte Kämpfe abspielen, da die berühmten ,, Schnell­läufer" fast restlos vertreten sind.

Wenn die Schleppzüge fahren! Werbend für die Ziele des Freien Segler- Verbandes werden die brei Schleppauge mit ben 173 Booten join, bie Gonn­abend, 11. Juli, durch die Stadt nach dem Tegeler See zu den gastgebenden Vereinen fahren. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr werden die Schleppzüge die Berliner Brücken passieren, alle die­jenigen, die heute noch fern der Organisation stehen und sich zum Teil, froß ihrer Gesinnung noch im bürgerlichen Sportlager be­finden, daran erinnernd, daß der Freie Segler Verband nur allein die Sportorganisation ist, in die sie gehören. Sonnabend, 11. Juli abends, steigt dann der obligate Seglerball im Restaurant Blumeshof", von den Freien Seglern Saatwinkel veranstaltet. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß für die Gäste, die die Wettfahrt aus nächster Nähe beobachten wollen, ein Dampfer zur Verfügung steht, der die Wettfahrt­bahn abfährt. Abfahrt vom Wassersport- Verein Nordstern" eine Stunde und von der Tourensegler- Bereinigung Tegel eine halbe Etunde vor dem jeweiligen Start.

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Biel Arbeit ist bisher von den gastgebenden Vereinen geleistet worden, aber viel Arbeit muß noch geleistet werden, denn 250 Boote sollen fachmännisch untergebracht werden. Aber am Sonn­abend ist alles bereit zum Empfang! Wenn auch befürchtet wird, daß durch die vielen Boote der Tegeler See über die Ufer treten tönnte, so wäre zu wünschen, daß die Wettfahrten nicht allzu sehr durch atmosphärische Einbrüche gestört werden, damit ein völliges Gelingen der Wettfahrten gegeben ist, da schon ohnehin durch die Zahl der gemeldeten Boote, die Steuerleute beim Absegeln der Runden, die größte Aufmerksamkeit walten lassen müssen. W. T.

,, Der spannende Moment"

Der Photowettbewerb beim RAST

Anläßlich des Reichs- Arbeiter- Sport- Tages hatte die Berliner Arbeitsgemeinschaft des Arbeiter Lichtbild- Bundes neben ihrer Ausstellung einen Photowettbewerb mit dem Titel " Der spannende Moment" ausgeschrieben. Mit diesem Wettbewerb wollte die Arbeitsgemeinschaft allen Arbeiter- Lichtbildnern einen Anreiz zum zielbewußten Arbeiten, zum Schaffen von gutgesehenen Sportbildern geben. Daß dieser Aufruf gefruchtet hat, bewiesen die überaus zahlreichen Eingänge, die kürzlich vom Preisrichter: follegium gesichtet wurden.

Zwischen all den herrlichen Momenten" zu wählen, fiel wirf. lich schwer, denn die gespannten Strahlenfallen hatten durchweg Gutes erhascht. Als beste Leistung murde ein Bild der Freien Photovereinigung Berlin ( Hugo Maiwald) gewertet, das sowohl im Aufbau wie in der Gesamtwirkung dem Thema am nächsten kam. Alle prämiierten Bilder werden in der Bildbeilage des Vorwärts", Bolt und 3eit", veröffentlicht.

Auch dieser Wettbewerb hat wieder einmal gezeigt, daß die beſten Leiſtungen größtenteils von den Mitgliedern des ALB.. er­zielt wurden; ein Zeichen und ein Mahnruf an all diejenigen Amateure, die noch dem ALB. fernstehen und zumeist einer ce­dankenlosen Knipserei obliegen. Die Vereine der Berliner Arbeits­gemeinschaft des ALB., die sich in allen Stadtteilen befinden, bieten ihren Mitgliedern nicht nur fachgemäße Ausbildung, sondern aud) regelmäßige Dunkelkammerbenutzung mit allen technischen Appara­ten. Da die Ausübung der Amateurphotographie immerhin mit

Das Rathaus in Wien

vor dem auch bei der diesmaligen Arbeiter- Olympiade vom 23. bis 26. Juli die Sportler aufmarschieren werden.

mehr oder weniger hohen Kosten verknüpft ist, dürfte der verbilligte Bezug von Photomaterial schon Grund genug zum Organisations anschluß sein. Von großer Bedeutung ist das Organ des ALB Das neue Bild". Diese, von allen Fachkreisen anerkannte, hervora ragende Monatszeitschrift, wird vom ALB. ständig verbessert und bietet jedem, der Freude am schönen Bild empfindet, etwas. Außer den besten Photos findet der Amateur Aufsätze erster Fachleute, Ratschläge, Bilderkritiken usw., so daß sie auch für jedes Nicht­mitglied empfehlenswert ist. Alle Anfragen über den Bezug der Bundeszeitschrift sowie in Vereinsangelegenheiten sind an den Vor­fizenden, Artur Fechner, Hohenschönhausen, Große- Leece- Str. 56, zu richten.

Ergebnis des Photowettbewerbes: 1. Preis Hugo Maiwald( Freie Foto­vereinigung), 2. Preis W. Niedermeŋer( TB. Naturfreunde), 3. Preis Hugo Maiwald, 4. bis 6. Preis Moebus, 7. Preis Sugo Maiwald( FFB.), 8. Preis W. Niedermeyer( TV.), 9. Preis W. Neumann( AFG.), 10. Preis Dr. Rosenthal, 11. Preis M. Müller, 12. Preis Erw. Eisinger, 13. Preis W. Lautant, 14. Preis Paul Hübner( TV. Naturfreunde), 15. Preis Ernst Scharmacher.

Schmierentheater

Der kommunistische Parteiladen hat jetzt Reklametage eingelegt. Die Not des Reiches und der Arbeiterschaft ist den gewiffenlosen Volksverhetzern gerade gut genug, um daran die faule Parteisuppe zu kochen. Der neueste Reklametric ist die Herausstellung bürgerlicher Sportler, die plöglich ihr proletarisches Herz entdeckt haben sollen. Allen voran seine bürgerliche Prominenz der Herr Tanski. Daß diese nationalbolschewistischen Plakettenjäger nun mit einemmal den Weg des Heils in das Lager Thälmanns ge­funden haben, daran ist natürlich die Sozialdemokratie schuld. Des­halb lassen denn auch die Herrschaften im Rot Sport" einen Phrasen­schleim los, in dem sie dreist und gottesfürchtig behaupten, die Arbeiterolympiade in Wien diene den Profit­interessen des Unternehmertums! Was diese eben aus dem nationalistischen Ei herausgefrochenen Piepmäßen sich nur ein­bilden! Man weiß nicht, wer von den beiden, die kommunistischen Draht­zieher oder ihre bürgersportlichen Hampelmänner, den traurigsten Mut aufbringt. Hätten die Drahtpuppen nur einen Funken politischen Taft­gefühls, sie müßten sich schämen, ein solches Zeug zu verzapfen, denn wer gestern noch im Lager der Faschisten stand, dem steht es schlecht an, heute sich revolutionär zu geberden. Was wird man für Zucker­brot angeboten haben, um diese Leute für den roten Laden zu ge­minnen. Und wie schön der Chor der Neubekehrten schon den bolsche­mistischen Kirchenpsalm fingen fann! Das flingt beinahe so lieblich wie die Stimme des Herrn Grube. Wir wetten, daß dieser viel schwägende Zeitgenosse den Sermon selbst verbrochen hat, höchstens könnte der kleine Frechling Lesch dabei noch geholfen haben.

Sollte unter den Lesern des ,, Rot Sport" noch jemand sein, dem das Gehirn noch nicht total verkleistert ist, dann dürfte sich ihm die Frage aufdrängen, wie es denn möglich war, daß so gläubige Bolschewisten sich bisher in den bürgerlichen Vereinen herum­freiben konnten, und noch dazu als Potal-, Plaketten- und Ehren­preisträger. Man kann doch wohl nicht annehmen, daß diese Zeit­genossen über Nacht des Heils teilhaftig geworden sind. Deshalb gehen wir wohl nicht fehl in der Annahme, daß die Unterzeichner des Aufrufs als Hauptattraktionen der Spartakiade gezogen" worden sind und daß sie nun nach dem Verbot ein papierenes Match austragen müssen, um wenigstens einen Teil der Kosten wieder her­einzubringen.

An dieser Farce ist nur eines unbegreiflich, daß es im Rotsport­lager nicht noch ehrliche Menschen gibt, denen bei diesem Schmieren­theater nicht übet wird. Welche beängstigenden Fortschritte muß doch der politische Verblödungsprozeß schon gemacht haben, wenn so etwas ernst genommen wird!

Kleiner Sport

von überall

Abendsportfest bei der FTGB. Die Freie Turnerschaft Groß­Berlin, Bezirk Nordring, veranstaltet Sonnabend, 11. Juli, ab 17 Uhr, ein Abend Werbesportfest auf dem Sportplag an der Schönhauser Allee . Die Vereine des Arbeiter- Turn- und Sportbundes werden gebeten, sich recht zahlreich zu beteiligen. Ausschreibung: Männer 200 Meter, 1000 Meter, Speer­werfen( drei Mann eine Mannschaft), Weitsprung, Schwedenstaffel, 4 X 100 Meter, 10 x 200 Meter. Frauen 100 meter, 4 x 100

Meter, Kugelstoßen, Hochspringen. Jugend: 100 Meter, Speer­werfen, Kugelstoßen, 4 x 100 Meter Schwedenstaffel. Meldungen werden erbeten an Hermann Arndt, Berlin N. 113, Bornholmer Straße 90.

Revanchetreffen Sawall- krewer- Urago auf der Olympiabahn. An ihrem nächsten Renntage, dem 19. Juli, wird die Olympiabahn wiederum mit einem großen Programm aufwarten, das demjenigen des letzten Renntages mit dem so fesselnd verlaufenen Rampf um das Goldene Rad" in keiner Weise nachstehen wird. Die Direktion der Olympiabahn hat auf besonderen Wunsch von Sawall dessen Bezwinger Krewer und Urago wiederum für die Teilnahme ge­wonnen, außerdem sollen noch drei weitere Dauerfahrer der inter­nationalen Extraklasse herangezogen werden.

ADAC.- Reichsfahrt abgesagt wegen der Benzinpreiserhöhung! Die Absicht des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs, in diesem Jahre nach mehrjähriger Pause wieder die Reichsfahrt zur Durch­führung zu bringen, läßt sich leider nicht verwirklichen. Die durch die Notverordnung bedingte Erhöhung der Betriebsstoff­zölle ist nach Ansicht des ADAC. untragbar, und so hat man sich wohl oder übel entschlossen, die für den Herbst geplante Reichs. fahrt abzusagen.

Das Bootshaus der Freien Wafferfahrer Aufwärts" ist nun nach Fertigstellung der Innenarbeiten bezugsfertig und Sonnabend, 11. Juli, werden die Boote ihren Einzug halten. Das Bootshaus befindet sich in Tegel , Bernauer Straße , auf dem Gelände der Wasserwerke, Eingang Uferpromenade, von der Haltestelle Gaswerke in 25 Minuten( Sonntags findet ein Privatautoverkehr statt) zu erreichen. Alle Wasserfahrer, die Interesse an einem Bootsstand haben, können sich Sonnabends oder Sonntags im Bootshaus mel­den oder schriftlich anfragen bei Friz Dietrich, Berlin N. 65, Dub­liner Str. 64.

Pistulla- Heuser am 31. Juli. Der Kampf um die Europa­meisterschaft im Halbschwergewicht zwischen Meister Ernst Bistulla und seinem Landsmann Adolf Heuser- Bonn ist jetzt auf den 31. Juli angesetzt worden. Der Kampf soll im Rahmen einer großen Freiluftveranstaltung im Stadion zu Köln- Müngers­ dorf stattfinden, doch interessieren sich auch Hamburger und Ber­ liner Beranstalter für diese Nummer".

Bundestreue Vereine teilen mit:

Freie Wafferfahrer Röpenid 1924. Conntag, 12. Juli, beteiligt sich alles am Epiel- und Sportfonntag am Krossinsec. Am 18. Juli Lagerfahrt zum Geddinsee( Nähe Gosener Graben). 25. Juli zur Alten Löcknig".

Freie Kanu- Union Groß- Berlin. Abt. Spandau : Donnerstag, 9. Juli, 18 Uhr, Trainingsabend im Bootshaus. Abt. Oberspree: Freitag, 10. Juli 18 Uhr, Borstandsfigung; 20 Uhr Sigung Zur Eiche, Neukölln. Raiser- Friedrich Ede Saalestraße.