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2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Nr. 138. 5 75

Versammlungen.

Der Deutsche Holzarbeiter- Verband( Bahlstelle Berlin ) hielt am 9. Juni bei Keller, in der Koppenstraße 29, eine General­versammlung ab, in welcher der Kassirer Miefe folgenden Kassen­bericht vom 1. Quartal erstattete:

Einnahme der Hauptkasse.. 13 632,24 M. Ausgabe 8 030,58

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Bestand für das nächste Quartal Einnahme der Lokalkasse Ausgabe

5 601,66 M.

8 295,01 M. 4,187,71

Bestand für das nächste Quartal Einahme der Unterstügungskasse Ausgabe Bestand

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4 107,30 m. 582,20 M. 176,87 405,33 M. Abrechnung vom Maskenball: 780,50 M. 207,30

Einnahme. Ausgabe Ueberschuß.

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573,20.

Sonntag, den 14. Juni 1896.

13. Jahrg.

vermittelt. Dem Kassirer wurde bedeutet, daß er auch in solchem Bericht über den bisherigen Verlauf des Streifs. Das bisher Falle den Arbeitsnachweis zu benutzen habe. Nachdem Kunze erzielte Resultat sei trotz der furzen Spanne Zeit als ein äußerst einen Bericht über die Drechslerbewegung erstattet hatte, erfolgte günstiges zu bezeichnen, so daß die Berliner Maurer Schluß der Versammlung. mit Stolz auf die diesjährige Lohnbewegung zurückblicken können. Beifall seinen Bericht. In der Diskussion wurden einige Fälle Mit einem lebhaften Appell zur Ausdauer schloß Redner unter von Verhaftungen erwähnt. In seinem Schlußworte forderte Redner zu reger Betheiligung an der Unterstügung auf.

Referäume sind von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an ge

Arbeiter- Bildungsschule. Conntag und Montag kein Unterricht. Die

öffnet.

Die Maurer nahmen Freitag Abend in vier großen öffent lichen Versammlungen den Situationsbericht über den gegen­wärtigen Stand der Lohnbewegung entgegen. In Gründel's Lokal in der Brunnenstr. 188 waren Saal und Gallerie bis auf den letzten Platz dicht besetzt. Silberschmidt führte un= Eine Versammlung von 124 Baudeputirten der Puter gefähr folgendes aus: Der seit fünf Tagen tobende zweite fand am 10. d. M. stait. Nach dem Bericht der Kommission Kampf in diesem Jahre um Erringung des Neunstundentages haben auf drei Bauten Innenpuzer für 19 Pf. pro Quadratmeter habe einen wider Erwarten günstigen Verlauf genommen. fich den Arbeitgebern angeboten und die Arbeit für diesen minders Die Muthmaßungen, daß die Maurer ein zweites Mal werthigen Preis übernommen. In einem Fall sind es Buyer für eine Lohnbewegung nicht zu haben seien, habe sich als aus Magdeburg , welche die Bewegung schädigen. Im zweiten durchaus irrige erwiesen. Das gegenwärtige Streifgebiet umfasse Fall sind es Berliner Putzer, die zwar die Lohnbewegung mit­685 Bauten; auf 444 derselben werde mit 5712 Maurer neun gemacht haben, aber aus egoistischen Gründen abtrünnig wurden. Stunden gearbeitet. 832 Streifende stehen in der Streifliste ver- Der letzte Fall fennzeichnet sich dadurch, daß der Annehmer sich schon zeichnet. 1547 arbeiten zu den alten Bedingungen auf in dem Flensburger Maurerstreit dadurch ausgezeichnet hat, daß 200 Bauten, deren größte Zahl fast garnicht in betracht käme, er für die Flensburger Arbeitgeber während des Ausstandes weil diese zum größten Theil furz vor ihrer Fertigstellung, Maurer und Puzzer in Berlin angeworben hat. Die Anwesenden Dem Raffirer wurde auf Antrag der Revisoren Decharge er im übrigen Ausbauten und Scharwerkereien feien. Allen verurtheilten das Verhalten dieser Pußer in energischer Weise. theilt. Aus dem Vorstandsbericht, den Glocke erstattete, war zu angefangenen Neubauten sei seitens der Lohnkommission Die Anregung, die Arbeitslosen- Unterstüßung einzuführen, fand erfeben, daß im 1. Quartal sechs Prozesse anhängig gemacht sind, die Hauptaufmerksamkeit zugewendet, und es sei gelungen, dort in der Versammlung eine eingehende und gründliche Besprechung. die im Jnteresse der Mitglieder auf Verbandskosten geführt wurden. überall die neunstündige Arbeitszeit einzuführen. Von den Allgemein war man der Ansicht, daß diese Frage als eine offene zu Nach dem Bericht des Schriftführers haben im ersten Quartal 444 Bauten mit Neunstundenarbeit haben diese Woche 111 mit betrachten sei, doch dürfe man die Schwierigkeiten, die eine außerordentliche und eine ordentliche Generalversammlung, 1693 Maurern bewilligt. Von einer Reihe von Bauten seien sich demgegenüber stellen, nicht außer acht lassen. Wären sämmt­ferner 12 Vorstandssizungen stattgefunden. Ein Bericht der ganz bestimmte Bescheide bis zum Beginn der Versammlung noch' liche Puzer Berlins in der bestehenden Organisation, alsdann Kontrollkommission fonnte nicht gegeben werden, da dieselbe wäh- nicht eingelaufen. Im Laufe des heutigen Tages seien allein sei die Frage leichter zu lösen. Die Gewerkschaften, welche die rend des Tischlerstreits fast teine Eizungen abgehalten hat und auf 15 Bauten mit 128 Kollegen die Forderungen bewilligt. Arbeitslosenunterstüßung gewähren, haben Wochenbeiträge bis soll dafür im nächsten Quartal ein Halbjahres Bericht unter Auf einem Bau( Brauerei Pfefferberg) sei am selben 2 M. zu leisten. Ohne einen solchen Beitrag würden die Puzzer breitet werden. Der Bericht des Arbeitsvermittlers stellt sich wie Tage die Arbeit von den sieben dort Beschäftigten niedergelegt, ihre Arbeitslosen kaum unterstützen können. Die Versammlung folgt: Auf dem Arbeitsnachweis waren vorhanden 742 Stellen, dagegen sei auf 3 Bauten von 14 Kollegen die Arbeit zu den beschloß, die von der Lohnkommission ausgearbeitete Broschüre und davon wurden ausgegeben 332, besetzt 302. Die Zahl der dringen- alten Bedingungen wieder aufgenommen. 16 Bauten liegen Abrechnung über die Lohnbewegung drucken zu laffen und unentgelt den Recherchen, die der Arbeitsvermittler Wiedemann ausführte, ganz still, während auf 33 Bauten nur theilweise gearbeitet lich zu verbreiten. Ferner beschloß man dahin zu wirken, daß beträgt 6. werde. Zu den 200 Bauten, wo 10 Stunden gearbeitet werden, sämmtliche Puzzer Berlins und Umgegend Montag Nachmittag Hierauf berichtet der Vorsitzende Glocke über die Stellung rechnen diejenigen von Held u. Frante, Strauch'sche Attiengesell- 4 Uhr in der Versammlung in Keller's Saal, Koppenstr. 29, zu der Ortsverwaltung zu dem Klavierarbeiter- Streit. Die Orts- schaft und noch einige. Hier habe man mit ganz eigenthüm- erscheinen haben. Ferner wurde es gewünscht, nochmals Kennt verwaltung habe sich vor Ausbruch des Streits lichen Umständen zu rechnen. Nicht nur lassen sich einige niß zu erhalten von den Bauten, welche von Buzzmeistern besetzt rückhaltlos gegen die Inszenirung desselben Arbeiter zu Denunziationen herbei, sondern sie werden auch sind. Es sind dies die Bauten: Graunstr. 4 und 8, Lorging­unter den zur Beit gegebenen Verhältnissen durch die Polizei zu den Arbeitsstätten begleitet. Auf straße 19c, Zorndorferstr. 8, Mühlenstr. 15, Rigdorf, Köpnickers ausgesprochen, da alle Vorbedingungen für dem Bau Kurfürstendamm wurde vom Polier Dobler und Pfuelstraßen- Ecke, Buzmeister Scharf; Graunstr. 10, Puzz­einen Sieg der Arbeiter so gut wie fehlten. die Polizei durch Revolverschuß Signal herbeigerufen, um meister Hensel; Zorndorferstr. 37, Putzmeister Buck; Straße 12, Obgleich die Konjunktur für alle Geschäfte etwas günstiger als den Rücktransport der Arbeiter zu bewerkstelligen. Andere Pestalozzistraßen- Ecke, Puzmeister Langnic. sonst wäre, sei doch die Saison der Klavierarbeiter nicht im wieder bewaffneten sich mit Maurerhammern, oder auch mit von Sommer. Ferner waren Mittel zur Unterstützung fast nicht vor 24 Drähten zusammengedrehten Schlaginstrumenten, wie solche handen und außerdem durch den 8 Tage früher ausgebrochenen auch auf dem Bureautisch der Versammlung niedergelegt waren. Klaviaturarbeiter Streit ein Theil der Klavierarbeiter ge- Alle diese Dinge ließen es angebracht erscheinen, ruhig zwungen, zu feiern. Sodann standen zur Zeit in einer größeren und taktvoll auf die Zurückgebliebenen einzuwirken, fich Anzahl deutscher Städte die nächsten Berufsgenossen, die Tischler, ihre Lohns und Arbeitsverhältnisse bessern zu helfen. im Streit und war auf eine nachdrückliche Hilfe von dieser Pflicht der Maurer sei es, auf dem betretenen Wege raftlos vor­Seite nicht zu rechnen. Einen Einfluß auf das Zurückstellen des wärts zu schreiten, dann sei in absehbarer Zeit der Neunstunden­Streits fonnte jedoch die Ortsverwaltung nicht geltend machen, tag auf der ganzen Linie durchgeführt. Eine extra aufmerksame da die in ihrer Mehrheit lokalorganisirten Klavierarbeiter eine Kontrolle sei am Sonnabend und hauptsächlich am Montag gemeinsame Berathung nicht zu wünschen schienen. Allerdings nöthig. Außerdem seien die Kollegen an ihre Pflicht gemahnt, sei es ein grober Fehler der Verbandsmitglieder( zirka 200), für Kräftigung des Streiffonds zu sorgen. Aus taktischen welche als Klavierarbeiter thätig waren, daß sie nicht in den Gründen werde am Dienstag die Streikunterstützung aus öffentlichen Versammlungen darauf hinwirkten, den Holz- gezahlt. Zu diesem Zwecke haben sich die Streifenden arbeiter Berband der durch die angegebene Mitglieder in dem Bureau ihre Quittung ausstellen zu laffen, zahl am Streit sich betheiligen mußte, zu Rathe wo sie ihre Streiffarte bekommen. Mit der Quittung haben sie au ziehen. Nach Ausbruch des Streits war es für sich zur Empfangnahme der Streitunterstützung nach dem Zentral­den Verband Pflicht, seine Mitglieder zu unterstützen, bureau zu begeben. In der Diskussion wurde ebenfalls das un­da die Forderungen an sich berechtigt waren. Es find bis zur solidarische Verhalten einiger Indifferente in recht drastischen Beendigung des Streits 10 400 m. an die Mitglieder ausgezahlt Ausdrücken getadelt; andererseits aber auch den erfolgreichen und 2000 M. den nicht im Verband Organisirten überwiesen. fachlichen Auseinandersetzungen zwischen Kontrollirenden und zu Außerdem fühlte sich die Ortsverwaltung verpflichtet, die alten Bedingungen Arbeitenden volle Anerkennung gezollt. Im wesent: Solidarität gegenüber den gesammten Klavierarbeitern, die sich lichen erklärten fast sämmtliche Diskussionsredner das entworfene gewiß brav gehalten hätten, zu üben, indem sie bei einer Anleihe Situationsbild als ein durchaus befriedigendes. Zum Schluß wurde für 6000 M. gut sagte, die die Buchdrucker den Klavierarbeitern den Versammelten mitgetheilt, daß neue Sammellisten zur Aus­gewährten. Die Versammlung erklärte sich mit der Thätigkeit gabe gelangen, mit der Einrichtung, daß die Beistenernden der und Haltung der Ortsverwaltung einverstanden. Eurow besseren Kontrolle wegen Namen und Betrag zweimal aufzu= präzisirte seine Stellung in der Kommission, während schreiben haben, einmal laufend auf die Liste, dann wieder Millarg sich tadelnd über die Einleitung des Streiks laufend auf ein abtrennbares Duplikat, welches in Händen des ausfprach. Einen Antrag, die Mitglieder, welche als Sammlers verbleibt. Mit einem Hoch auf die Solidarität der Klavierarbeiter nach Beendigung des Streits nicht wieder in Maurergesellen, auf den Neunstundentag und auf die Solidarität Arbeit genommen waren, zu unterstützen, wurde dahin modifizirt der deutschen Arbeiterschaft schloß die imposante Versammlung. hierzu beim Schriftführer May Bielizti, Grüner Weg 70. und angenommen, daß jeder Fall von der Ortsverwaltung unter- Die Versammlung für den West en tagte im Königshof sucht werde, und wo eine Maßregelung vorauszusetzen sei, soll und referirte hier Maurer Frige, der gleichfalls Genugthuung die Unterstügung eintreten. Hierauf wurde die Wahl der Mit über den günstigen Verlauf der Bewegung aussprach. In glieder zur Werkstattkontroll- Rommission bestätigt, und verlas gleichem Sinne äußerten sich eine Anzahl Diskussionsredner. Es In Posen ist ein Schuhmann angeschossen worden. Ein fodann Grunert die Abrechnung vom Tischlerstreit. Die wurde betont, daß der Neunstundentag unter allen Umständen offiziöses Telegramm meldet: Der Schußmann Ruhnke ist heute detaillirte Zusammenstellung finden die Leser im Annoncen- allgemein durchgeführt merden müsse. Sollte es wider Erwarten früh gegen 5 Uhr auf offener Straße während der Ausübung theil. Un Einnahmen sind 24 167,70 M. zu verzeichnen, diesmal noch nicht gelingen, so würde man nöthigenfalls einen seines Patrouillendienstes ohne jede Veranlassung durch einen während die Ausgaben sich auf 24 166,17 m. belaufen. Davon dritten und vierten Vorstoß wagen. Nachdem der Vorsigende noch Revolverschuß in den Rücken schwer verletzt worden. Er ver­find unter anderm 10 606,55 M. Unterstützungen gezahlt, mals zu energischer Durchführung des Kampjes aufgefordert hatte, mochte sich noch nach dem Stadt- Krankenhaus zu schleppen. Der 5600 M. auf der Bank angelegt und 1900 M. für auswärtige fand die Versammlung mit einem Hoch auf das Gelingen der Be- Thäter, ein hiesiger 25 jähriger Maler namens Eduard Mazurowich, Streits verwandt. Bei Besprechung innerer Angelegenheiten wegung ihren Abschluß. wurde in einem Hause der in der Nähe des Thatortes liegenden wurde über einen Kassirer von der Krankenkasse Beschwerde Die Versammlung bei Joël war von ca. 1000 Personen Wienerstraße verhaftet. Ueber das Motiv der That verweigert geführt; derselbe hat gelegentlich an einen Gemaßregelten Arbeit besucht. Hier erstattete Stater im Namen der Lohntommission er jede Auskunft.

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Sonntagsplandezei.

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Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ab. Neu mann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Imgegend. Menderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Schulz. Kotibuserdamm 72. Bund der gelelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hermann Jahn , Schönhauser Allee 177 c.

Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 15. Juni: Bortrag des Herrn Dr. Friedeberg über Berlegungen, Wunden und Stillung von Blutungen. Nachher praktische Uebungen. Samburg, Filiale Berlin 2. Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, im Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E.H. 29) Märkischen Hof, Admiralstr. 18 c. Fortfehung der außerordentlichen Mit­glieder- Bersammlung vom 8. Juni. Tagesordnung: 1. Wahl des Vertrauens­kaufmännischen Betrieben. Montag, den 15. Juni, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße: Große öffentliche Versammlung. Tages ordnung: 1. Vortrag des Herrn Kohn über Der Achtuhr- Schluß und das über Die Stellung der Münchener und Barmer Handelskammer zum Achtuhr­2. Vortrag des Herrn Berthold Heymann preußische Abgeordnetenhaus". schluß". 3. Diskussion. Deutscher Senefelder- Bund. Mitgliedschaft Berlin . Dienstag, den

arztes. 2. Siltalangelegenheiten. Liga jur Herbeiführung des Achtuhr- Schlusses in sämmtlichen

16. Sunt, abends 8 Uhr, im Restaurant Rollig, Neue Friedrichstr. 44: Mite glieder- Bersammlung und Vorstandsfizung.

Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 15. Juni, abends 8% lht: Kombinirte Mitglieder- Bersammlung bei Bergner, Annenstr. 16. Arbeiter- Stenographenverein Stolze". Üebungsstunden jeden Freitag Abend bei Bubeil, Lindenstr. 106. Mitglieder werden aufgenommen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin . Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr: Zusammenfunft der Schleswig- Holsteiner im eaurant des Landsmannes H. Knudsen, Oranienftr. 198. Näheres stehe im zuhr: Stremferpartie. Abfahrt Blumenftr. 49 bet Ruppin. Meldungen

Inseratentheil.

Vergnügungsverein ,, Eintracht". Sonntag, den 7. Juli, morgens

Vermischtes.

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Wenn einer bis zur vorigen Woche gar nichts konnte und Hinterher behauptete man, der junge Kommis sei irrfinnig gewesen. gar nichts war, eine Eigenschaft konnte ihm keiner rauben: Er Warum? Weil er aufschnitt, groß that und einem Mädchen etwas war wenigstens 3Zeitgenosse. Aber mit diesem Behelfe mußte er vorschwindeln wollte? Das thun, wirkliche Edelleute" auch. Weil er Eine runde Viertelmillion hat die Moskauer Barenfrönung auskommen, seit die Unterthanen" mit den Landeskindern" zu viel Geld verbrachte? Woher stammt denn der Nothstand der meisten dem deutschen Wolfe gekostet, und jetzt, da der Rummel vorbei, gleich verschwunden. Jetzt endlich ist wieder Ersatz geschaffen. adeligen Rittergutsbesizer? Weil er, als sein Lügengewebe zu werden gerade diejenigen, die mit Hoch und Hurrah für die Be In Thüringen ist das erlösende Neuwort geprägt worden. Sizzo fammengebrochen, in die Spree gesprungen? Wie viele Adels. willigung der Summe eingetreten, sich nicht besonders freudigen Prinz von Lautenberg wird nach einem Beschlusse des Landtages sprößlinge sind auf dem Felde der Ehre", im Zweikampf, gefallen, Herzens der Dinge erinnern, so die russische Haupt- und Staats- fünftighin die Krone von Rudolstadt und Sondershausen auf um Dinge, die nicht so viel Werth haben, als das Schwarze unterm attion für alles, was Höfling heißt, gebracht. Als Prinz Heinrich seinem Haupte vereinigen. In dem Schreiben, das der Nagel! Aber der preußische Justizminister hat Recht: Wenn auf dem Moskauer Bahnhof eintraf, soll kein russischer Groß- Prinz auf den Beschluß hin an die amtliche Landeszeitung" zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe. Beim kleinen Kommis fürst anwesend gewesen sein, ihn zu empfangen. Das war richtete, spricht er die Bewohner von Rudolstadt und ist es Jrrsinn und muß es Jersinn bleiben, bei anderen ist es Nummer Eins. Dann kam der Festabend des Moskauer Sondershausen mit meine Landesbrüder und Landesschwestern" Schneidigkeit und flotte Lebensführung, sie sind die Edelsten deutschen Vereins. Der Droguenhändler mit dem italienischen an. Ob sich das gemüthliche Wort wohl auch auf die Sozial- und Besten und werth auch der schwersten" Kommerzienraths. Namen, der mit seiner Gewaltsrede das Urteutschenthum und den demokraten bezog? Dann wird das Gift theuerer. Woher soll tochter. Bangermanismus vertrat, wurde innerhalb achtundvierzig die" Post" schnell das nöthige Quantum nehmen, sie, die schon Auf der Berliner Gewerbe Ausstellung gehen die Dinge Stunden zum bestgescholtenen Mann des laufenden Jahres, Tölpel seit Wochen Gift und Galle speit, weil die meiningen 'sche Re- den Gang, der vorauszusehen war. Der Pleitegeier zieht und eine ganze Litanei anderer Koseworte flogen ihm schockweise gierung sich nicht zu der Meinung bekannte, daß jede sozialdemo- einher und sucht, wen er verschlinge, die Klagen, Proteste gut. Muß der ein Gesicht gemacht haben! Was hatte fratische Festlichkeit kurzerhand zu verbieten sei? Wenu gegen den Ausschuß mehren sich, Minister erklären, auf er denn gethan? Nichts anderes, als was alle unsere übrigens ein Theil der Rudolstädter sich künftighin der Aus- der Ausstellung könne man sich sehr gut amüsiren, kommt ein Unternehmer, Fabrikanten und Händler thun, wenn brudsweise des kommenden Fürsten bedienen würde, so mag Gewitter, dann tropst und tröpfelt es durch Dach und Faca, sie im Ausland, beim Mahl und Schmauß zusammenfizer; er hat das garnicht schlecht flingen, wenn es in den Briefen hieße: Pastoren lassen Predigten vertheilen, das Riesenfernrohr ist den Mund recht weit aufgemacht und Preußen- Deutschland Mein lieber Landesbruder," oder Hochverehrtestes Fräulein immer noch nicht fertig, der Fesselballon macht schon seit über alles gepriesen. Lob und Anerkennung zu erringen, Landesschwester"! Pfingsten Streit, weil er mit gar zu schlechtem Wasserstoffgas ge= zieht man aus und eine Maulschelle bringt man heim. D, Ber- Während der letzten Berathung über den sogenannten füttert wurde, die Männer aus Egypten und dem Sudan gehen fennung, wie bitter ist dein Stachel! Nummer Drei hängt eigent Assessoren- Paragraph erklärte der freikonservative Freiherr durch" und vergnügen sich die Nacht über in Berlin , und Herr lich nicht mit der Krönung zusammen, der Berichterstatter eines v. Bedliß im preußischen Abgeordnetenhause, man solle darauf Abraham hat noch immer nicht die Flinte ins Korn geworfen. Berliner Blattes hat die Thatsache aufgegabelt, als er von Mos- achten, daß die Söhne der Familien, die einen Erbschatz von Er ernährt die Volksmassen weiter. Trok der bittersten Vor­Tau weg zur Ausstellung nach Nischny- Nowgorod fuhr. Vor den Patriotismus und Königstreue haben, nicht dem Richterstande würfe, die man ihm macht. Er will einen Ueberschuß erreichen Thoren der Kremelstadt liegt der Ori Kunzewo. Im Schloßpart entfremdet werden. Natürlich meinte er mit den Erbschat- für die Arbeitslosen im Winter. Seine Wohlmeinung hat er sich befindet sich ein Denkstein, ein weißer Kegel, der auf der einen Familien den Adel. Vor einigen Tagen sprang bei Treptow unlängst attestiren laffen, aber die Widersacher ruhen nicht. Seite den preußischen Adler und folgende Inschrift zeigt:" Im ein junger Kommis in die Spree, wurde aber wieder heraus- Immer wieder zerren sie etwas hervor und es wird und Jahre 1818, am 4. Juli, hat hier der Preußenkönig Friedrich gefifcht. Der junge Mann hatte auf der Gewerbe- Ausstellung tann nicht anders werden: Kommen wird ber Tag, Wilhelm III. , als er von hier aus Moskau erblickte, ihr( der mit einer Kellnerin angebandelt, fich als Baron vorgestellt und an dem auch diesem stahlharten Kämpen, nachdem

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Stadt, durch deren Brand die Herrschaft Napoleons vernichtet viel aufgehen lassen. Die Kellnerin aber war schlau und er sich aufgerieben im Dienste des Volkes, die letzte Kraft wurde) für die Errettung seines Staates gedankt." Es wäre nicht erfundigte sich. Und als der feine Herr eines Tages wieder verläßt und er nach einem wehmüthigen Blick auf all die uneben, wenn man diesen Satz den preußischen Volksschul- Lese- erschien, sagte sie ihm ins Gesicht, sie wisse, wer er sei. Der Kessel, Schüffeln und Teller, die neuen Heringe, den übrig ge­büchern einverleibte, wenigstens wüßten dann die Kinder, was Talmi- Baron erhob sich, meinte, er werde ihr zeigen, wie ein bliebenen Zimmtreis und seine Geldtasche refignirt sich sagen es mit den Befreiungstriegen" für eine Bewandniß hatte. wirklicher Edelmann zu sterben weiß, und warf sich ins Wasser. I wird: Aus ist's! Alles verrazt! Nichts mehr zu wollen!"