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Nr. 383 48. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts

Verdoppelter Ausfuhrüberschuß.

Der Außenhandel im Zeichen der Krise.

Der deutsche Außenhandel zeigt in seiner Entwicklung, die Ein-| Delfrüchten. Aber auch die Fertigwareneinfuhr ist wirkungen der verschärften Krise: den Zwang zur Erhöhung der Ausfuhr, die Drosselung der Einfuhr.

Im Juli ist die Einfuhr weiter zurückgegangen; sie miro mit 562,5( im Juni 607,3) Mill. Mark ausgewiesen. Von dieser Summe find aber noch 25 Mill. Mark auf Lagerabrech­nungen für Waren, die in früheren Monaten eingeführt wurden, abzusetzen, so daß die tatsächliche Einfuhr im Juli nur 538 Mill. Mart ausmachte. Das ist seit Jahren die niedrigste Einfuhrziffer. Andererseits ist die Ausfuhr erheblich, von 747 Mill. Mark im Juni, auf 827 Mill. Mart im Juli( unter Einrechnung der Reparations- Sachlieferungen) gestiegen. Ausfuhrüberschuß hat eine Rekordhöhe erreicht: mit 289 mill. Mart hat er sich gegenüber dem Vor­monat( 139 Mill. Marf) mehr als verdoppelt. Außenhandel im Juli( in Millionen Mark)

Barengruppen

1. Lebende Tiere.

Ausfuhr

( ohne Reparations­Sachlieferungen)

Der

Einfuhr

2,9

3,7

Reparations Sachlieferungen 0,0

2. Lebensmittel u. Ge

tränke.

167,4

31,1

0,3

3. Rohstoffe und halb­

fertige Waren.

286,6

142,1

8,9

105,6

615,3

25,8

562,5

792,2

44,8

*) 411,1

4. Fertige Baren

Warenverkehr

O

5. Gold und Gilber *) Hiervon 341 Mill. Mark bereits im Juni ausgeführt.

35,0

Der tatsächliche Einfuhrrüdgang im Juli gegenüber Juni beläuft sich also auf 69 Mill. Mark. Dieser Rückgang ist nur ein Zeichen für die schlechte Beschäftigung der deutschen In­dustrie, entfallen doch 40 Mill. Mark des gesamten Rüdganges auf die Rohstoffeinfuhr. Da in früheren Jahren um diese Zeit die Rohstoffeinfuhr steigende Tendenz aufwies, fönnte man auf ein weiteres tonjunkturelles Absinken der Beschäftigung schließen. Vermutlich wird aber die Bankentrise, die wenig stens vorübergehend zu einer Erschwerung der Rembours= treditnahme für deutsche Importeure führte, die Rohstoffein juhr im Juli ungünstig beeinflußt haben. Zurückgegangen ist vor allem die Einfuhr von Wolle und

um 17 Mill. Mart gesunken. Der Rückgang der Einfuhr von Lebensmitteln um 12 Mill. Mark dürfte saisonbedingt sein; im einzelnen ist die Einfuhr von Gemüse um 5,6 Mill., die von Eiern um 5,5 Mill., von Südfrüchten um 3,2 und die von Schmalz um 2,2 Mill. Mark gesunken. Ob hier auch die Schwierigkeiten der Devisenbeschaffung eine Rolle gespielt haben, ist nicht zu entscheiden.

Die Steigerung der Ausfuhr kommt fast ausschließlich auf Rech­nung der Fertigwarenausfuhr. Starf erhöht hat sich die Ausfuhr von nicht elektrischen Maschinen, die eine Zunahme von 22 Mill. Mark ausweisen( davon Werkzeugmaschinen 16 Mill. Mark). Chemische Erzeugnisse verzeichnen eine Aus­fuhrsteigerung um 10 Mill. Mark( davon Kali 5 Mill.). Auch Textilwaren( um 9 Mill.), Eisenwaren( um 7 Mill.), elektrotechnische Erzeugnisse( um 7 Mill.), Papier ( um 4 Mill.) zeigen erhöhte Aus fuhrziffern. Die erhöhte Ausfuhr von Lebensmitteln beruht auf einer Absatzsteigerung von Margarine, Delen und Fetten..

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Die Reparations Sachlieferungen sind von 33 auf 35 Mill. Mark gestiegen. Dieser Ausfuhrposten wird demnächst verschwinden, da in Durchführung des Hoover Feierjahres mur noch soviel Sachlieferungen auszuführen sind, wie die B33 , Basel , für diesen Zweck bestimmte Mittel hat. Ob es gelingt, die Verträge auf Reparations- Sachlieferungen in freie" Bar­träge umzuwandeln, ift fraglich, da meder der deutsche Haushalt noch der Haushalt eines Gläubigerstaates belastet werden darf.

Dienstag, 18. August 1931

Wieder ein Baufrach.

A.-G. für Bauausführungen geht in Konkurs. Wieder geht ein bedeutendes Bauunternehmen in Konkurs. Die A. G. für Bauausführungen( mit einem Aktienkapital von 2,5 Millionen Mark) hatte schon für das Jahr 1929 einen Ver= luft von 0,4 Millionen Mark ausgewiesen, der aus der Reserve ge­deckt wurde. Die Bilanz für 1930 wurde bisher nicht veröffent­licht, da die Firma schon lange sanierungsreif ist.

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Es scheinen verschiedene Ursachen abgesehen von der schlechten Lage des Baumarktes gewesen zu sein, die den Zu= sammenbruch verschuldeten. Zunächst bestanden enge( und verlust­reiche!) Beziehungen zu der verkrachten Magdeburger Bau und Kredit A.- G., die ihrerseits durch den Konkurs der Emil Dann wird von der Heinide A.-G. stark geschädigt worden war. A.-G. für Bauausführungen auf die Notwendigkeit großer Ab= schreibungen hingewiesen. Es scheint so, als ob das Unter nehmen in unzulässiger Weise das Baugeschäft mit der Grund­stücksspekulation verquickt hat; jedenfalls war der Besitz an Grundstücken( 95 000 Quadratmeter) höher als das ganze Kapital( nämlich mit 2,7 Millionen Mark) bewertet. Das Ruß­landgeschäft hat ebenfalls Verluste gebracht; und schließlich ist ein großer Teil der Forderungen( 1929 3,3 Millionen Mark) nicht einzutreiben.

Die Tatsache, daß sofort der Konkurs und nicht erst das Vergleichsverfahren beantragt wird, läßt darauf schließen, daß aus dieser Bleite nicht allzuviel zu retten sein wird. Ende 1929 wurden. Schulden in Höhe von 3,6 Millionen Mark ausgewiesen. Im Jahre 1928 hat die Firma mehr als 5200 Arbeiter beschäftigt, im Jahre 1929 noch über 4000.

Die Entwicklung des Außenhandels hat alfo zu einer mejent 14 Mill. Mark Opel - Verlust.

lichen Verbesserung der Devisenbilanz geführt. Erfreulich ist, daß die Steigerung des Ausfuhrüberschusses zum Teil auf eine Er­höhung der Ausfuhr zurückzuführen ist. Von einem Berlust­export schlechthin und von einer Steigerung des Exports unter Verlusten wird man nicht sprechen können, da sich der Preis. index des Statistischen Reichsamts für ausgeführte Fertigwaren nur um ein Prozent gegenüber dem Vormonat gesenkt hat. Aber der Gesamtumfang des Außenhandels ist gegenüber Juli vorigen Jahres um fast ein Drittel, von 1860 auf 1390 Mill. Mart, zurückgegangen.

Schieles gefährliche Politif.

Die überflüffige Zinsverbilligung.- Preissteigerung auf der ganzen Linie.

Jetzt ist in einem amtlichen Kommuniqué eine Uebersicht der vorgesehenen und teilweise schon erlassenen Verordnungen und Aus­führungsbestimmungen zu Schieles Getreide und Erntepolitik ge geben worden. Die eine I r uppe von Maßnahmen soll bezwecken, daß die Landwirtschaft den Berkauf ihrer Ernte ruhig abwideln fann, die andere soll direkt die Preisbildung beeinflussen durch Kreditverbilligung an Händler und Mühlen sowie durch Verbesserung des Absatzes auf dem Wege des Exportes. Die Maßnahmen der ersten Gruppe liegen bereits fest. Kredite in Höhe von zusammen 350 Millionen Mart find für die Erntebewegung bereit­gestellt und ein Lagerscheinsystem ist geschaffen. Der Erlaß der Ausführungsbestimmungen für die Ingangsetzung des Lagerscheinwesens steht unmittelbar bevor. Der Verwaltungsrat der Getreide handelsgesellschaft hat sich in eingehenden Beratungen damit befaßt; es ist in Aussicht genommen, daß zur Durchführung der Einlagerung die Läger von Handelsfirmen, Genossen­schaften und sonstigen Lagerhaltern benutzt werden, um den Ausbau cines eigenen Apparates der Getreidehandelsgesellschaft zu Verbilli­gung der Lagerspesen someit als möglich entbehrlich zu machen.

Gegen die Maßnahmen einer Erntefinanzierung, soweit sie nicht cine übermäßige Kreditausweitung bedeutet, sowie gegen die Bildung eines Lagerscheinsystems ist nichts einzuwenden, denn eine ruhige Abwicklung des Verkaufs der Getreideernte liegt nicht nur im Inter­esse der Landwirtschaft, sondern aller Teile der Volkswirtschaft. Dagegen fann nicht scharf genug Widerspruch erhoben werden gegen die besondere Zinsverbilligung der Erntebewegungs- und Lombardierungskredite.

Schädlich feit solcher Exportprämien einzusehen oder ob hierfür die Mittel nicht ausreichen, entzieht sich unserer Kenntnis. Vielleicht hat man wirklich eingesehen, daß angesichts der Zinssubventionen und der Magazinierung andere Mittel nicht notwendig sind, um die Roggenpreise auf die gewünschte Höhe zu bringen.

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Dagegen wird, um die Aufwärtsbewegung der Weizenpreise nicht zu stören, der Export von deutschem Weizen bis zum 31. Dezember dieses Jahres gegen Erteilung von Ausfuhr scheinen, die zur Einfuhr von Auslandsweizen zu einem Zollsak von 2 Mark je Doppelzentner berechtigen, ermöglicht. Und zwar dürfen nicht nur, wie Schiele in seiner Rundfunkrede ankündigte, 40 Broz. der exportierten Menge sofort wieder eingeführt werden, fondern eine dem gesamten Export entsprechende Menge. Die Neuregelung der Ausfuhrscheine tritt am 24. August in Kraft. Bereits vom 16. August ab ist der neue Vermahlungszwang für Inlandsweizen in Geltung, der für das ganze Erntejahr auf 97 Pro 3. festgesezt ist. Die Mühlen sollen also, abgesehen von dem Austauschweizen nur 3 Proz. ihrer gesamten Bermahlungs­menge aus dem Ausland decken dürfen.

In seiner Rundfunkrede hat aber Herr Schiele selber zugegeben, daß unter Zugrundelegung des bisherigen Bedarfs von 4,8 Millionen Tonnen Weizen 300 000 Tonnen nicht aus der deutschen Ernte gedeckt werden können. Er rechnet also entweder damit, daß die Lage der Verbraucher inzwischen so verelendet ist, daß sie den Weizenkonsum einschränken müssen, oder daß die Bermahlungsquote am Ende des Erntejahres gesenkt wird.

In jedem Fall entspricht die Fefflegung des außerordentlich hohen Bermahlungszwanges nicht den zur Zeit bestehenden Berhältnissen.

Mit Hilfe dieser Zinsverbilligung auf 4 Proz. wird die Landwirt­schaft in den Stand gesezt, nicht etwa nur eine ordnungsgemäße Abwicklung der Verkäufe ihrer Ernte durchzuführen, sondern sie fann Dieser Bermahlungszwang, der einem Einfuhrverbot gleich­angesichts des außerordentlich niedrigen Zinssatzes auch das Gekommt, soll anscheinend nur den Mühlen den Anreiz geben, jezt treide zurückhalten. Dadurch wird es ihr ermöglicht, eine Preissteigerung zu erzwingen, die der Not in möglichst viel Inlandsweizen zu kaufen und auszuführen, und damit den Markt von deutschem Weizen zu entlasten. Deutschland geradezu Hohn spricht.

Das Reichsfabinett hat auf diese Not der Massen keine Rüd­ficht genommen, denn der Erlaß der noch fehlenden Ausführungs­bestimmungen für die Bereitstellung von Mitteln für die Zins: verbilligung wird als unmittelbar bevorstehend bezeichnet. Es fehlt also nichts mehr zu einer Steigerung der Getreidepreise, nament­lich der Weizenpreise, auf den enorm hohen Frühjahrs­stand des vergangenen Erntejahres; die Preissteige­rung erfolgt mit Hilfe einer Subvention, deren Kosten die Steuerzahler aufzubringen haben. Die Regierung rechnet damit, daß für die Zinsverbilligung Kredite von ungefähr 350 Mil­lionen Mark in Frage kommen und somit ein Zuschuß von 5,25 Mil­lionen Mark für drei Monate und von 21 Millionen Mark für 1 Jahr aufzubringen wäre.

Neben dieser Zinsverbilligung sollen bekanntlich einige Hundert­tausend Tonnen Roggen von der Deutschen Getreidehandelsge­sellschaft magaziniert werden. Die finanziellen Voraus­setzungen dafür sind bereits durch Uebernahme einer entsprechenden Reichsgarantie geschaffen worden. Dagegen wird nichts ge­fagt von der Einführung von Roggenerportprämien. Ob das Reichsernährungsministerium einsichtig genug war, die

Wir haben oft genug die Getreidepolitif des Reichsernährungs­ministers als schädlich für die Allgemeinheit gefenn­zeichnet. Bir müssen auch diesmal wieder feststellen, daß mit allen Mitteln versucht wird, das agrarische Preisniveau auf einer Höhe zu halten, die angesichts der Krisenlage der deutschen Wirtschaft nicht zu verantworten ist. Dadurch wird die Landwirtschaft, soweit sie Getreide verwertet, allen übrigen Zweigen der Wirtschaft, die unter den besonderen Erschwernissen dieser Krise zu leiden haben, bevorzugt. Wir halten diese Bevorzugung für falsch, sowohl im allgemeinen Interesse als auch im Interesse der Landwirtschaft, denn nur eine Stärkung der Konsumkraft des Inlandes kann eine wahre Agrarhilfe bedeuten.

Börsenöffnung nicht mehr im Auguft. Die Bemühungen um die Wiedereröffnung der Börse noch im Laufe des Monats August Besprechungen darüber dürften faum von Erfolg begleitet sein. im preußischen Handelsministerium ergaben eine fast überein­stimmende Auffassung dahin, daß mit Rücksicht auf die zu er­martende Kursgestaltung der festverzinslichen Bapiere die Börsen erst nach neuerlicher Herabsetzung des Reichsbantdiskonts geöffnet werden könnten.

Hohe Abschreibungen- große Neuanlagen.

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Die Adam Opel A. G. , Rüsselsheim , die jetzt bekannt­lich dem amerikanischen General Motors - Konzern gehört, meist für das Geschäftsjahr 1930 einen Verlust von 13,9 mil lionen Mark aus. Dieser Verlust wird mit 1,7 Millionen Mark aus dem Reservefonds gedeckt; 12,2 Millionen Mark werden vor­getragen.

Das ganze Geschäftsjahr 1930 stand unter dem Einfluß der gründlichen Umstellung, die die Amerikaner nach der Besiz­übernahme durchführten. Die ganze frühere Produktion, vom Opel - Laubfrosch bis zum Luruswagen, wurde aufgegeben und dafür die Herstellung von vier Typen( 1,2 Liter und 1,8- Liter- Personenwagen; 1,5- Tonnen- und 2- Tonnen- Lastwagen) entwickelt. Dadurch entwertete sich ein Teil der vorhandenen Materialien, Maschinen und Einrichtungen, während andererseits große Summen für die neue Fabrikation aufgewandt werden mußten. Der Wert des Warenlagers ging von 22 auf 12,4 Millionen Mart zurück, der Wert der Anlagen erhöhte sich von 55,5 auf 67,5 Millionen Mark.

Nicht nur produktionstechnisch, auch in der Bilanz scheinen die Amerikaner erst einmal ,, reinen Tisch" gemacht zu haben. Daß die regulären Abschreibungen von 4,3 auf, 7,2 Millionen, Mart erhöht wurden, erklärt sich aus dem höheren Wert der Anlagen. Aber auch auf die Forderungen an ,, faule" Kunden hat man 5,5 Mil­lionen Mark abgeschrieben; alle Forderungen erscheinen nur noch mit 4,2 gegen 16,1 Millionen Mart. Für besondere Ver­luste( aus Bürgschaften, aus Entwertung der Anlagen) sind weitere 4,1 Millionen Mark abgesetzt. Und schließlich hat man das Sonder reservefonto um 3 Millionen auf 17,8 millionen Mart crhöht. Man muß aber annehmen, daß in diesem Posten auch langfristige Schuldenandie General Motors ( durch jährliche Abschreibungen" später abzutragen) enthalten sind; denn trok der Neuanlagen sind die Verpflichtungen und Bankschulden von 22,3 auf 21.7 Millionen Mark zurüdgegangen. Das Aktienkapital ist mit 60 Millio­nen Mark unverändert.

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Der ausgewiesene Verlust ist also in erster Linie auf die Ab. mertungen und Abschreibungen zurückzuführen. Ob die ganze Um stellung erfolgreich war, wird man erst später beurteilen können, murde doch die Serienfabrikation der neuen Typen erst in diesem Jahre aufgenommen. Die Verwaltung ist jedenfalls opti­mistisch: in diesem Jahre habe sich der Anteil am deutschen Auto­abfaz um fast 2 Proz. erhöht, und im Juni seien 77,6 Proz. der ausgeführten deutschen Autos Opel - Wagen gewesen.

Neue Schwierigkeiten bei Mansfeld .

Die Mansfeld A.-G. für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Eisleben ,

hat in einer Bekanntmachung ihre Belegschaft auf die drohende Ge­eine Senkung der Selbstkosten in Verbindung mit sonstigen Silfs= fahr des Erliegens der Kupferbetriebe hingewiesen, die nur durch maßnahmen abgementet werden könne. Bei dem noch nie da­gemejenen Tiefstand des Kupfer- und Silberpreises ständen die Ein­nahmen in einem so starken Mißverhältnis zu den Selbstkosten, daß trotz der Reichs- und Staatszuschüsse die Beschaffung der Mittel zur Deckung dieser Fehlbeträge nicht möglich sein werde.

Preußag- Berfäufe in Oberschlesien .

Die seit einiger Zeit geführten Verhandlungen, um eine Vereinigung der Preußag- Hüttenwerke in Gleiwit und mala pane mit denjenigen der Vereinigte oberschlesische Hütten­werfe A.-G., Gleiwig, herbeizuführen, sind jetzt zum Abschluß gelangt. Sie haben zu einer Uebertragung der Preußag­Betriebe an die Vereinigte oberschlesische Hüttenwerte A.-G. geführt. Der hierüber abgeschlossene Vertrag läßt hoffen, daß durch den ver­einigten Betrieb weitere Entlassungen von Arbeitern und Angestellten tunlichst vermieden werden, soweit dies die schwierige wirtschaftliche Lage im allgemeinen und der Eisenhüttenbetriebe im besonderen zuläßt. Wir kommen auf diese Maßnahmen noch zurück.

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