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Eine Mutter weint.

Was fümmert das die Nazimörder auf der Anklageban

3m Prozeß gegen die vier Nationalsozialisten vom Sturm 33 beginnen am Donnerstag die Plädoyers. Am Sonn­abend ist das Urteil zu erwarten. Gestern fam der Kriminalkom­missar zu Worte, der die polizeiliche Untersuchung geführt und die Angeschuldigten vernommen hatte.

Der Angeklagte Friede, der bei der Polizei seinen SA.- Ge­nossen Foyer so schwer belastet hat, ihn der Messerstiche gegen Riemenschneider und des tödlichen Schusses auf Grüneberg bezich tigt hat, will jeßt seine Aussagen nicht mehr wahr haben. Der Sriminalfommiffar habe ihn ausgeschmiert, er habe seine Aussagen unter Drud gemacht, sie seien ihm gewissermaßen in den Mund gelegt worden. Das wird ja von den Angeklagten immer gesagt, wenn fie fich oder ihre Genoffen bei der polizeilichen Bernehmung belastet haben", meint dazu der Kriminalkommissar. Seine Aus fage läßt feinen Raum für irgendwelchen Zweifel: Foyer hat ge­stochen, hat geschossen, er ist zu verurteilen und wird verurteilt merden. Eine andere Hauptzeugin des gestrigen Tages mar die Mutter des erschossenen Grüneberg. Sie hat ihren Ernährer ver­loren. Ihr Sohn war bis furz vor der Tat beschäftigt. Er hat ihr stets das ganze Geld abgegeben, fich mit geringem Taschengeld begnügt, nun sieht sie einem sorgenvollen Alter entgegen. Die un­glückliche Frau weint. Die Tränen der unglücklichen Mutter wer­den die hartgesottenen Gesinnungsgenossen jener Nationalsozialisten, die auf der Anflagebant fißen, nicht davon abhalten, irgendeine an dere Mutter gleichfalls ihres Sohnes zu berauben.

Der

Die Verhandlung geht unter großem Interesse des Zuhörer raumes vor sich. Auch Vertreter von Behörden find anwesend. Die Jugendgerichtshilfe hat eine Fürsorgerin entfandt, die Verhandlungstag für Verhandlungstag zur Stelle ist und fleißig sämtliche Aussagen der Zeugen und der Angeklagten nachschreibt. Denn Konrad Domning ist noch nicht 21 Jahre alt. Auch Foyer hatte bei Begehung der Tat dieses Alter noch nicht erreicht. naive Laie fragt sich aber: Was soll eigentlich die Jugendgerichts hilfe bei diesem Prozeß? Leidet sie etwa so an einem Ueberfluß von Kräften, daß fie fich den Lurus erlauben fann, Wochen hin durch einer Berhandlung, wie diefer hier, beizuwohnen, wo fie doch durch einer Verhandlung, wie dieser hier, beizuwohnen, wo sie doch nichts helfen tann? Konrad Domning ist zudem bereits in einer anderen Sache zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt, und Foyer ist ein ausgewachsener Mensch. Es handelt sich hier um eine grundsäz liche Frage. Ist die Anwesenheit der Jugendgerichtshilfe in ähn lichen Prozessen als Regel erforderlich? Neulich sah man zum Bei­spiel die Fürsorgerin von der Jugendgerichtshilfe in dem Prozeß gegen den ,, Gottlosen". Sollte der junge Mensch etwa zu Gott zu= rüdgeführt werden? Es ist vollkommen unerfindlich, wozu in den mochenlang währenden Prozessen gegen Kommunisten oder National­fozialisten die kostbaren Kräfte der Jugendgerichtshilfe, die tatsäch Tich zum Besten der gefährdeten Jugendlichen eine beffere Berwen hung finden könnten, ihre Zeit in Moabit vergeuden. Die soziale Gerichtshilfe würde zum Beispiel sehr gern bei der Jugendgerichts­hilfe eine Anleihe machen....

Dem Wohl der Krüppel.

Reus und Erweiterungsbauten in Nowawes .

F

Das Ostar Helene Krüppelheim in Dahlem ist in Berlin wohlbekannt. Weniger bekannt hingegen dürfte das an der Grenze Berlins , in Nowawes , liegende älteste deutsche Bellkrüppelheim, das Oberiinhaus, sein, das vor

45 Jahren durch den Pastor Hoppe gegründet und bis zum Jahre

1930 auch geleitet wurde.

Nachdem das Oberlinhaus im vergangenen Jahr durch einen Beschluß des Kreistags des Kreises Teltow gezwungen war, das bis dahin zu seinem Gesamtkompleg gehörige Kreistrantenhaus an den Kreis abzutreten, erwies es sich als notwendig, alle für die Krüppelpflege bestimmten Einrichtungen durchgehend zu erneuern. Unter Leitung des Berliner Architekten Kopp wurden in ganz furzer Zeit zwei Neubauten besonderer Prägung erbaut: eine Krüppelfiinit und ein Handwerkerhaus, beide durchaus im Stil unserer Zeit. Wer aus den alten, in vielen Jahr­zehnten wirklich schon etwas muffig gewordenen Gebäuden diefer weiträumigen Anlage in die neuen Häuser kommt, der hat fofort das Gefühl, auch in eine neue Welt zu tommen. Man spricht in diesem streng evangelischen Haus gewiß oft von dem lieben Himmels­licht. Nun, in die neuen Häuser kommt das Himmelslicht ganz be­stimmt überall hin. Licht, Luft, Sonne, hell gestrichene Räume, modernste Hygiene( Luft- und Sonnenbäder, Liegehallen), Aus. fehaltung allen Lärms durch ausschließliche Lichtfignale, dazu alles in Grünanlagen gebettet. Diatoniffen versehen still und freundlich ihre schwere Pflegearbeit. Der neue Leiter des Oberlinhauses. Pfarrer Kleinau, zeigte und erläuterte mit dem Chefarzt Dr. Stahlschmidt der Presse bereitwillig und mit bescheidenem und auch berechtigtem Stolz auf das Geschaffene die Neubauten. Man legt großen Wert, wie übrigens auch im Ostar- Helene- Heim, auf eine sehr forgfältige gewerbliche Ausbildung der jugendlichen Krüppellehrlinge, die ihren förperlichen und geistigen Fähigkeiten besonders angepaßt ist. Die Handwerkerheime, Tischlerei, Drechslerei, Schuhmacherei, Schneiderei, Korbflechterei, orthopädische Werfftatt, Bürstenmacherei, im ganzen 12 ehrwertstätten, sind mit den modernsten Maschinen ausgestattet. Man legt in Nowawes auch großen Wert auf die seelische Beeinflussung der Insassen, was bei Krüppeln, die der Umwelt zunächst vollkommen hilflos gegenüberstehen, besonders wichtig ist. Und wenn wir Sozial demokraten gerade an dieser Stelle unsere Bedenken einschalten, so soll nicht verkannt werden, daß man sich auch hier, menn man wirt lich Erfolge erzielen will, auf das Leben auf unserer Erde und auf das Leben mit den Menschen, wie sie sind, einstellen muß und auch einstellt. Die Tragit aber, die darin liegt, daß heute Millionen ganz gefunder kräftiger Menschen teine Arbeit finden tönnen und daß man trotzdem hofft, diese Krüppel in den Produktionsprozeß ein­schalten zu können, fühlt man in Nowawes wohl.

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Am heutigen Dienstag feiert auch das dem Oberlinhaus ange gliederte Taub stummen Blindenheim, gleichfalls eine Gründung des Pastors Hoppe, sein 25jähriges Bestehen. Taubstumm und blind zugleich! Man ermeffe das Furchtbare eines solchen

Das BudapesterBahnattentat

Bisher keine Spur von den Tätern

Budapest , 14. September.

Der ungarische Reichsverweser Horthy hatte am Montag mit dem Ministerpräsidenten, dem Landesverteidigungsminister und dem Minister des Innern eine Besprechung, in der beschlossen wurde, in einem Aufruf daran zu erinnern, daß das Standrecht für gewiffe Delitte, namentlich für Anschläge mit Höllenmaschinen, noch immer Geltung habe. Der Innenminifter hat 50 000 Pengö ( etwa 35 000 mart) als Belohnung für die Ermittelung der Atten­täter von Bia Torbagy ausgefeht. Der Zustand von vier im Rochus- Spital gepflegten schwerverletzten Opfern des Attentats ist noch immer lebensgefährlich. Der Zustand der übrigen Ber­letzten ist zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich. Am Montag wurden vier verdächtige Männer aus der Umgebung von Bia Torbagy der Budapester Polizei zugeführt. Die Suche nach den Attentätern von Bia Torbagy geftaltet fich sehr schwierig. Es find teine Fingerabdrüde gefunden worden. Die Polizei ist der Mei­nung, daß drei Leute den Anschlag verübt haben, wovon der eine der ungarische Bertrauensmann einer ausländischen fommunistischen Bande ist. Unklar ist noch die Frage, ob die Attentäter noch im Lande find, da fich nahe der Unglücksstelle seit dem Friedensvertrag die weit vorgeschobene tschechoslowakische Grenz­ffation Szob befindet. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß die Täter über die Grenze euffommen find.

Die Höllenmaschine.

Budapest , 14. September. ( Eigenbericht.)

Das Eisenbahnattentat bei Bia Torbagy wurde, mie nunmehr einwandfrei feststeht, durch eine automatische Explosions: über die Schienen rollenden Lokomotivräber eingeschaltet. Die eine auslösung herbeigeführt. Der Zündstrom wurde durch die uleitung war am Schloß des Koffers, der en Sprengstoff enthielt, befestigt die andere an der sogenannten Schmappzunge". Der Inhalt des Koffers wurde durch einen elektrischen Zünder zur Explosion gebracht. Der Zünder bestand aus einer Messingröhre, in deffen Innern ein dünner Platindraht lagerte. Der Platindraht wurde durch den elektrischen Strom zum Glühen gebracht, entzündete die ihn umgebende chemische Mischung und brachte auf diese Weise

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Geschickes, um zu erkennen, was es bedeutet, wenn diesen Menschen Hilfe zuteil wird. Und es wird ihnen Hilfe. Mit der Braille . Blindenfchrift lernen fie schreiben und lesen und mit einer Art Morfeverständigung von Hand zu hand ist man imftande ein Triumph der modernen Krüppelpädogogit selbst diesen Menschen schwere abstrafte Begriffe beizubringen. Am heutigen Dienstag werden die Neu- und Umbauten in Nowames durch einen Festakt im Festsaal des neuen Handwerker­hauses geweiht. Das Oberlinhaus hat die Neubauten dieser dem Wohl der schwer leidenden Mitmenschen dienenden Anstalt, wie uns versichert wurde, ohne Inanspruchnahme staatlicher und kommunaler Hilfe geschaffen.

Abschied von der goldenen Freiheit.

Bierreife, die im Gefängnis enden sollte.

Betruges vorbestraft ist, hatte noch eine Reststrafe von drei

Der 24jährige Bruno Städ, der schon mehrfach megen

Monaten zu verbüßen, die er am vergangenen Freitag antreten sollte.

Den Abschied von der Freiheit feierte er sehr ausgiebig, und als er sein letztes Geld in Alkohol umgesetzt hatte, nahm er eine Kraftdroschte, um damit zum Gefängnis zu fahren. Die Kleidung des Mannes tam dem Chauffeur nicht gerade vertrauenerweckend vor und so erfundigte er sich vorsorglich, ob der Fahrgast auch genug Geld bei sich habe, worauf dieser antwortete: Ich habe mehr Geld, als Du Eisen ha st." Die Fahrt gestaltete fich dann zu einer Bierreise und der Chauffeur tehrte mit seinem Fahr sajt in mehreren Lokalen ein, wo er selbst die Zeche bezahlen mußte, meil der andere nur großes Geld bei fich haben wollte. Als legtes Biel der Reise gab Stäck dann die Lehrter Straße an, und der Chauffeur war nicht wenig erstaunt, daß sein Fahrgast vor der Strafanstalt halten ließ, ausstieg und die Gefängnistlingel in Tätigkeit setzte. Den Chauffeur bat er, einen Augenblick zu warten. Jetzt wurde dem Chauffeur der Fahrgast, der für einen Augenblick ins Gefängnis will", doch zu unsicher, so daß er ihn wieder ge­waltsam in die Droschke lud und auf eine Polizeiwache

brachte.

Wegen dieses Rückfalles vor dem Gefängnistor hatte sich Stäck vor dem Schnellgericht zu verantworten, das ihn zu drei Monaten vor dem Schnellgericht zu verantworten, das ihn zu drei Monaten Gefängnis verurteilte.

Schauflug des schwanzlosen Flugzeugs.

Das von dem Leiter der flugtechnischen Abteilung der Rhön­Rositten- Gesellschaft, Alexander Lippisch , unter Mitarbeit und finan­zieller Mithilfe des Ozeanfliegers Hermann Köhl gebaute schwanz­lose Flugzeug, das vor einigen Tagen nach einem Ueberlandflug von der Waffertuppe nach Berlin auf dem Flughafen Tempelhof eingetroffen war, wurde am Montag einem größeren Kreis von Interessenten vorgeführt. Günther Groenhoff , der die Maschine von den ersten Probeflügen an geflogen hat, führte auch diesmal die Vorführungsflüge aus. Der nur 13 Meter messende Eindecker, aus­gerüstet mit einem 28- PS- Bristol- Cherub- Motor, zeigt Flüge und Leistungen, die man sich von einer weit stärkeren Maschine nicht besser wünschen kann. Das ist ein Beweis dafür, daß das Prinzip der Schwanzlosigkeit die sonst am Rumpfende liegenden Steuer­organe sind in den Flügeln untergebracht doch so riesige Bor­teile gegenüber der bisher üblichen Bauart hat, daß es sich verlohnt, dieses Prinzip weiter zu verfalgen. Günther Groenhoff wagte fo­gar einige Kunstflüge, Loopings und Turns, deren Ausführung zeigte, daß auch in dieser Beziehung die Neufonstruktion jedem an beren Kunstflugzeug zum mindesten gewachsen ist.

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die eigentliche mit Knallquedfilber gefüllte Sprengtapfel und dadurch schließlich auch die eigentliche Sprengladung zur Explosion. Bei dieser Sprengladung scheint es sich um Etrasit zu handeln, einen Sprengstoff, der in Desterreich in der Industrie ziemlich viel ver­wandt wird. Die polizeilichen Ermittlungen.

Budapest , 14. September. ( Eigenbericht.)

Die Polizei hat bisher 15 Bersonen verhaftet, die nachweislich mit fommunistischen Zentralen Verbindung unterhalten haben. Die Untersuchung wurde auch in der Richtung fortgesetzt, ob nicht die Arbeiter der Elektrizitätszentrale in der Nähe der Un­glücksstätte, bzw. die Bergleute in den benachbarten Bergwerken Etrafit oder andere Sprengstoffe entwendet haben. 27 Anzeigen find bei der Oberstadthauptmannschaft eingelaufen, die Hinweise auf die mutmaßlichen Täter geben wollen. Bemerkenswert ist, daß sich am Sonnabendnachmittag, etwa 7 Stunden vor Ausführung des Berbrechens, eine Arbeiterin in einer Tabathandlung danach er­fundigte, ob nicht in einer Zeitung bereits über den Eisenbahn­anschlag etwas erschienen sei.

Denkschrift über Jüterbog .

Ueber das Eisenbahnattentat bei Jüterbog hat man eine um­fangreiche Denkschrift verfaßt, die in sämtliche europäischen Sprachen überseht und an alle Polizeizentralen versandt worden ist, so daß auch Budapest informiert war, als sich das fchreckliche Eisenbahnunglück in Ungarn ereignete, das durch ein Berlin und in Budapest stehen seit dem neuen Attentat in Attentat herbeigeführt worden war. Die Polizeibehörden in ständiger Verbindung durch Polizeifunt. Man ist eifrig bemüht, festzustellen, ob irgendwelche Zusammenhänge zwischen den beiden Attentaten bestehen. Der bei Bia Torbagy vor= gefundene Zettel deutet darauf hin. Sehr möglich ist es aber auch, das der 3ettel ein Bluff ist und die Polizei auf falsche Fährte foden soll. Andererseits fann es auch sein, daß das Berbrechen bei Jüterbog zur Nachahmung gereizt hat.

Strecker hat die Wahrheit gesagt.

Nachprüfung des Geständnisses.- Chauffeur wird gesucht

Zu der Brandstiftung des Schriftstellers Karl Streder erfahren war, daß der Festgenommene nach Moabit gebracht worden ist, wo er auf seinen Geisteszustand untersucht werden soll. Auf Ver­anlassung der Staatsanwaltschaft sind die Einzelheiten seines Ge­ständnisses noch einmal überprüft worden, um einem Widerruf

Dorzubeugen.

Die Angaben, die Streder über die vorbereitenden Einzelheiten gemacht hat, haben sich als zutreffend erwiesen. In Halle a. d. Saale wurde auch der Droschfenchauffeur ermittelt, der Streder nach Weimar gefahren hat. Der Chauffeur hat für diese Fahrt 56 Mart erhalten. In Berlin und Weimar ist weiter nachgeforscht worden wegen der Einkäufe des Sprengmaterials und des Pulvers. Auch hier haben sich die Angaben des Festgenommenen als richtig erwiesen. Noch nicht gemeldet hat sich der Chauffeur, den Streder in der Nacht vom 25. zum 26. August am Anhalter Bahnhof zu einer Fahrt nach Klein- Machnow nachts um 1 Uhr annahm. Es ist möglich, daß dieser Chauffeur noch feine Kenntnis davon hat, daß er als wichtiger Zeuge benötigt wird.

Wild: West.

Belagerungszustand wegen eines Kirchenffreits.

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Ueber die Stadt Jonesboro ( Arkansas ) wurde der Belage rungszustand verhängt, nachdem es zwischen Mitgliedern der dortigen Baptistenkirche um die Amtsenthebung des Pfarrers schweren Zusammenstößen gekommen war, bei denen der Bürgermeister und der Polizeichef angegriffen wurden. Die Stadt hat eine Besatzung von 100 Soldaten erhalten.

Felddiebe töten einen Flurfchützen.

Der Flurschüß Friz Hattemer aus Kelbach bei Frankfurt am Main , der zwei junge Burschen in dortiger Gemarkung beim Nüsse stehlen erwischte und pflichtgemäß deren Persona­lien feststellen wollte, wurde von einem der beiden Nußdiebe mit einem Revolver in den Kopf geschossen und auf der Stelle getötet. Die beiden Täter ergriffen auf ihren Fahrrädern die Flucht und entfamen. Hattemer war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und allgemein in der Gegend beliebt; er hinterläßt eine Witwe mit zwei Eleinen Kindern.

Ringbahnhof Tempelhof fertig.

Der Umbau des Ringbahnhofs Tempelhof ist jetzt beendet worden. Als letzter Teil wurden dieser Tage die neuen Schalteranlagen mit fünf Fahrtartenschaltern in Betrieb genommen. Der Umbau wurde notwendig durch die Weiterführung der Nordjüdbahn bis zum Bahnhof Tempelhof Ringbahn". An Stelle kostspieliger Unterfangungsarbeiten an der alten Eisenbahnbrücke, die mit einer lichten Weite von 20 Meter dem Verkehr nicht mehr gewachsen war, wurde eine neue Unter­führung von 40 Meter Lichtweite erbaut. Dadurch konnte unter der Brücke neben ausreichend breiten Fahrbahnen und Bürger­fteigen auch ein besonderer Gleiskörper für die Straßenbahn ge­fchaffen werden. Infolge der Verbreiterung der Unterführung mußten die Bahnhofsanlagen des Ringbahnhofs Tempelhof verlegt werden. Eine breite Treppe stellt den Uebergang zur U- Bahn her. Nach der Fertigstellung des Bahnhofs wird jezt das behelfsmäßige Fahrkartenverkaufshäuschen beseitigt und durch eine gärtnerische Anlage ersetzt.

Zum Kochen

von Gemüsen

MAGGIS

Fleischbrühe

MAGG

Fleischbrühe

In gut

1/4 Liter

koch Wasser

auflösen