Ausgerechnet der Einzelhandel!
Nochmals Gehaltsabbau von 10 Prozent gefordert.
Der Arbeitgeber verband im Einzelhandel| Bericht über den Einzelhandel im ersten Halbjahr 1931 mitteilen Groß- Berlins hat eine Weiterverlängerung des Gehaltsab- müssen, daß die Personalzahl stärter verringert kommens für die Angestellten über den 31. Oktober hinaus ab- wurde als die Umsäge zurückgegangen sind, bei den gelehnt und beschlossen, einen Gehaltsabbau von 10 Proz. jezigen Geldverhältnissen die Verkäufe schwieriger abzu zu verlangen. Der Zentralverband der Angestell wideln wären, und daß die Arbeitsleistung des Personals ten hat gegen diese unglaubliche Forderung der Einzelhändler fo- erheblich gestiegen ist. Hinzukommt, daß von den Einzelhandelsanfort schärfsten Protest erhoben und um beschleunigte Anberaumung gestellten sorgfältige und moderne Kleidung verlangt wird. Die eines Verhandlungstermins ersucht. Unternehmer fragen aber nicht, woher ihre Angestellten Die Mittel nehmen sollen.
Die Forderung der Berliner Einzelhändler ist stärkster Tabak. Rund 50 000 Angestellte sollen nochmals bluten. Die Auswirkung würde um so katastrophaler sein, als die von jeher außer ordentlich niedriger Gehälter im Berliner Einzelhandel schon riefig gekürzt worden find. Bereits im letzten Früh jahr wurde den Angestellten durch Schiedsspruch ein Ge haltsabbau bis zu 9 Pro 3. aufgezwungen. Hinzu kommt,
Die unsoziale Einstellung der Berliner Einzelhändler ist um so erstaunlicher, als die kommenden Monate erfahrungsgemäß zu den besten Einnahmemonaten des Jahres gehören, und schon aus diesem Grunde kein Anlaß zu derartigen unglaublichen Wünschen vorliegt. Wenn die Einzelhändler trotz alledem bei den unglaublichen Forderungen bleiben, dann werden die Berliner Einzelhandelsfast rest- Forderungen bleiben, dann werden die Berliner Einzelhandels: firmen noch mehr als bisher den Unwillen der Berliner Bevölke= rung zu spüren bekommen. Wie wir hören, ist der Zentralverband der Angestellten entschlossen, den neuen Anschlag gegen die Existenz der Einzelhandelsangestellten mit allen Mitteln abzuwehren.
daß außertarifliche Zulagen fast rest los beseitigt wurden und ferner, daß in einem kaum glaublichen Ausmaße tarifmidrige Umgruppierungen unter dem Motto„ Friß Vogel oder stirb" erfolgten. Der tatsächliche Gehaltsabbau im Berliner Einzelhandel beträgt 40 Proz. und darüber, besonders wenn man berücksichtigt, daß auch bei vielen Firmen Kurzarbeit eingeführt wurde.
Es ist daher nicht verwunderlich, daß die neue Forderung der Unternehmer wie eine Bombe unter den Angestellten gewirkt hat. Die Forderungen find um so unberechtigter und unverständlicher, als die Unternehmer in überreichlichem Ausmaße eine Entlastung des Bersonaluntostenetats durch Massenentlassungen und durch ein raffiniertes Aushilfen system vorgenommen haben. Selbst die Berliner Forschungsstelle für den Handel hat in dem letzten
Das Beispiel von oben.
Regierung und Behörden für zweiten Lohnabban.
Die Berhandlungen zur Neuregelung der Löhne der Reich s arbeiter, die am Freitag im Reichsfinanzministerium stattfanden, brachten keine Einigung. Das Reichsfinanzministerium fordert, daß die in der Notverordnung vom 5. Juni 1931 vorgesehenen Lohntürzungen nunmehr auch für die Reichsarbeiter durchgeführt werden. Die Verhandlungen scheiterten, weil die Regierungsvertreter jegliches Entgegentommen vermissen ließen. Auf Vorschlag der Organisationen wurden die Verhandlungen auf Anfang der nächsten Woche vertagt, um den Körperschaften der einzelnen Verbände Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
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Diese Abwehr ist nicht nur das gute Recht der Angestellten, es ist geradezu ihre wirtschaftliche Pflicht. Der Lohnabbaufeuche muß endlich Einhalt geboten werden. Wenn ausgerechnet die Unternehmer im Einzelhandel, die am besten wissen, daß unsere Wirt schaftskrise verursacht ist durch das Zurückbleiben der Kauftraft gegenüber der Produktivität, jetzt nochmals Lohnabbau fordern, vielleicht aus einer schlecht verstandenen Solidarität mit den anderen Unternehmergruppen, so muß dagegen mit aller Schärfe Front gemacht werden.
langen. Verfügungen und Verordnungen wurden wie immer in der Reichsanstalt haufenweise erlassen, so daß seine Dienststelle heute mehr weiß, was eigentlich Recht ist. Auf eine energische briefliche Erinnerung an die zugesagten Verhandlungen hat am 10. Oktober die Reichsanstalt folgendes Schreiben dem Verbande gesandt:
Die Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 6. Oktober 1931 hat eine neue Lage geschaffen, deren Auswirkung auf das Dienstrecht der Arbeiter der Reichsanstalt zur Zeit geprüft wird. Ich werde nach Abschluß dieser Prüfung Gelegenheit nehmen, die Angelegenheit mit Ihnen zu besprechen. J. B.( gez.) Dr. Kap. hahn."
Mit dieser Antwort fonnte der Gesamtverband nichts anfangen. Im Interesse der von ihm vertretenen Verbandsmitglieder mußte das Reichsarbeitsministerium zur Hilfe gerufen werden, damit diese Prüfungen nicht wieder so lange dauern, bis eine neue Notverordnung neue Prüfungen erforderlich macht...
Die Verhandlungen über die Neuregelung des Lohn tarifvertrages für das Personal der staatlichen Schlepp dampfer auf dem Rhein- Herne Hannover - kana! Man sollte annehmen, daß die Reichsanstalt als Sozialversichefind ergebnislos verkaufen Das Reichsverkehrsministerium, das rungsträger wenigstens loyal gegenüber ihren eigenen Arbeitern den Tarifvertrag gekündigt hat, verlangt einen Lohn abbau von und Angestellten wäre. Das Verhalten der Personalstelle der Reichs7 Prozent. Diese Forderung wurde von den Organisationen abanstalt steht aber an Tariffeindlichkeit hinter feiner Personalstelle gelehnt. Das Ministerium wird nunmehr den Schlichter anrufen. eines beliebigen Privatbetriebes zurück.
Auch die mit der Marineleitung geführten Verhand fungen für die Arbeiter der Marinewerft mußten, da sie ebenfalls ergebnislos verliefen, vertagt werden.
Die Verhandlungen über die Löhne der Gemeindearbeiter und kommunalen Straßenbahner, die gestern den ganzen Tag dauerten, werden heute fortgeführt. Irgendein positives Ergebnis liegt zur Stunde noch nicht vor.
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Alle diese Verhandlungen tragen das gemeinsame Merkmal, im schroffsten Widerspruch zu den Erklärungen des Reichsarbeitsministers zu stehen. Alle Behörden wetteifern in Forderungen nach einem zweiten allgemeinen Lohnabbau in demselben Jahr, in dem die Löhne bereits allgemein ganz erheblich abgebaut worden sind.
Kundgebung der AfA- Verbände.
Versammlung ihrer weiblichen Mitglieder.
3wischen Kapitalismus und Sozialismus" lautete das Thema eines Vortrages, den Genoffe Dr. Otto Suhr Dom AFA- Bundesvorstand am Freitagabend im Reichs wirtschaftsrat in einer Kundgebung der weiblichen Mitglieder aller Berliner AfA- Verbände hielt. Der Referent hatte sich die Aufgabe gestellt, ein flares Bild darüber zu entwerfen, wie sich in der nächsten Zeit gestalten wird. aller Voraussicht nach der Kapitalismus unter dem Drud der Krise
nicht mehr möglich. Seine jetzige Form fann er aber auch nicht Eine Verjüngungsfur ist dem heutigen Monopolfapitalismus behalten, weil er sich dann aus der Umklammerung der Krise über
So geht das nicht. Ob die Reichsregierung zu ihrem Wort steht oder als wortbrüchig gelten will, ist ihre eigene Angelegenheit. Nicht ertragen und nicht geduldet werden kann aber, daß die Reichsregierung und die ihr nachgeord- haupt nicht befreien kann. Die Entwicklung treibt vielmehr dahin, neten Behörden den Scharfmachern der Privatwirtschaft das Beispiel zu einer unerhörten Herabdrückung der Lebenshaltung der gesamten Arbeiterschaft geben.
Die neue Lohnabbauwelle. 3m Karosseriegewerbe sechs Proz. Lohnfürzung. Für das Berliner Karosseriegewerbe murde am Donnerstag ein Schiedsspruch gefällt, wonach die Löhne von der kommenden Lohnwoche an um 6 Proz. gekürzt werden sollen. Der Lohnstreit im Berliner Karosseriegewerbe ist schon seit zwei Monaten in der Schwebe. Die Unternehmer hatten das Lohnabkommen zum 31. August gekündigt, weil sie überhaupt teine tarifliche Bindung mehr eingehen, sondern in den Betrieben wieder das freie Spiel der Kräfte walten lassen wollten.
In den Verhandlungen, die Mitte September schließlich doch zustande tamen, zeigten sich die Unternehmer gnädigst bereit, einen neuen Vertrag abzuschließen, wenn die Tariforganisationen in einen zehnprozentigen Abbau aller Verdienste einwilligen würden. Diese Forderung lehnten die Gewerkschaften natürlich ab, zumal schon seit dem Dezember vorigen Jahres die Tarifftunden löhne der Facharbeiter von 1,26 auf 1,17 M. gesenkt worden sind. Die von den Gemertschaften beantragten Schlichtungsverhand fungen führten jetzt zu diesem Schiedsspruch, der bis zum 16. Januar 1932 gelten soll. Die Karofferiearbeiter werden sich mit dem Schiedsspruch noch beschäftigen.
Reichsanstalt als Unternehmer.
Sie drückt sich um den Zarifvertrag.
Ueber das Verhaften der Personalstelle der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung haben wir bereits des öfteren und leider immer kritisch berichten müssen. Der Ge= samtverband hat jetzt endlich im Interesse der von ihm vertretenen Lohnempfänger das Reichsarbeitsministerium ura Bermittlung angerufen, weil trog besten Verhandlungswillens des Gesamtverbandes die verantwortlichen Personalleiter der Reichs anstalt Oberregierungsrat Rachner und Regierungsrat Leu tert, immer neue Verschleppungsmanöver inszenierten.
daß die Karielle, Monopole, Geldinstitute ufm. einer staatlichen Kontrolle unterworfen werden müssen, wenn sich die Kapitalisten dagegen auch noch mehren, genau so, wie sie sich seinerzeit gegen die
Kartelle und Monopole gewehrt haben.
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Unzweifelhaft geht in Deutschland der Kurs auf Staats tapitalismus, der aber immer noch Rapitalismus, wenn auch in anderem Gewande, ist. Der Staatskapitalismus fann zwar der Weg zur planmäßigen Gemeinwirtschaft, zum Sozialismus sein, er fann aber auch und diese Entwicklung fiegt viel näher haltung des jezigen Systems in anderer Form sein. nur eine planmäßigere fapitalistische Wirtschaft und somit eine Erwird. ist eine Machtfrage zwischen Kapital und Arbeit. Der Kampf Auf welchen Weg die privatkapitalistische Wirtschaft gedrängt der Gewerkschaften gegen die Inflationspläne, für die 40- StundenWoche, die Erhaltung der Sozialversicherung usw. ist tein Kampf um die Neugestaltung der Wirtschaft, sondern nur ein allerdings sehr wichtiger Kampf um die Sicherung des Lebensspielraums der
arbeitenden Massen.
Die Umgestaltung der Wirtschaft aber ist eine politische Reichsnerband der Deutschen Industrie erklärt wird, es gebe für die Machtfrage, eine Frage des Klassenkampfes. Und wenn vom oder Sozialismus, dann bedeutet das eben verschärften deutschen Unternehmer nur das eine, entweder Privatfapitalismus Klassentamps, den die Gewerkschaften auch zu bereit sind. führen
noch eine furze Berichterstattung der Genoffinnen Sehner und Dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Referat schloß sich Ellert über den AfA- Kongres an.
Der Seemannsstreit vor Gericht. Gpu. und Rollfommandos im Polizeiboot.
Auf der Reede von Holtenau haben sich bereits mehr als ein Dußend Dampfer angesammelt und warten auf Erledigung der Gerichtsverhandlungen. Zu Ende geführt sind bisher nur vier Verfahren, so daß erst vier Dampfer die Weiterreife antreten fonnten. In Anbetracht der langsamen Abwicklung der Dinge ist beschlossen worden, eine zweite Serie von Schnellgerichten zu bilden.
Seit drei Jahren geht der Kampf des Verbandes mit der Ber - Von dem Dampfer Botilla Ruß, der Hamburger Reederei fonalleitung der Reichsanstalt um die selbstverständliche Forderung, Ernst Ruß gehörig, wurde nur ein 17jähriger Meffejunge herunterErnst Ruß gehörig, wurde nur ein 17jähriger Messejunge herunterflare Tarifrechtsverhältnisse für die Lohnempfänger geholt. Das Verfahren gegen ihn wurde aber an das Jugend in den Dienst- und Berwaltungsstellen der Reichsanstalt zu ergericht in Kiel verwiesen. Bom Dampier Dione" wurden sieben
Reute heruntergeholt, einer wurde nach der Bernehmung wieder freigelassen. Der Schiffskoch wurde dem Ermittlungsrichter in Kiel vorgeführt, da er einer Rädelsführerschaft dringend verdächtig ist: das Schnellgericht ist für ihn nicht zuständig. Die übrigen fünf Angeklagten wurden zu je drei Monaten Gefängnis ver urteilt und sofort in Haft genommen. Alle Angeklagten maren geftändig.
Der nächste Dampfer mar Bisurgis" von der Roland- Linie, Bremen . Von diesem Dampfer wurden 6 Leute zu je 1 Monat Gefängnis verurteilt. Auch ,, Visurgis " mar bei Streitbeginn ausfahrtbereit. Die Mannschaft hatte Befehl vom Kapitän erhalten, das Schiff nicht zu verlassen. Die sechs Angeklagten haben dies troßdem getan und erklärten dem Kapitän, daß sie sich an dem Streif beteiligen wollen. Die übrige Besagung wurde von einem Rollkommando von Bord geholt. Nach Aussage von Schiffsoffizieren kam dieses Rollkommando in einem cufftschen Polizeiboot längsseit, zwischen dem Rollkommando sah man zwei Beamte der GPU. Gerade diese Aussage weist mit aller Deutlichkeit auf die Mitwirkung der Russen bei dem deutschen kommunistischen Streik hin. Bezeichnend ist, daß alle Verlade- und Entladearbeiten auf Wunsch der Ruffen nicht unterbrochen wurden. Als später der Streik für die Durchführung des Fünfjahresplans sich unangenehm bemerkbar machte, haben die Ruſſen offensichtlich
abgeblasen.
Gegen jede Spaltung.
Entschließung der Fabrikarbeiter.
In einer startbesuchten Mitgliederversammlung der Berliner 3ahlstelle des Fabritarbeiterverbandes wurde nach einem Referat des Gauleiters Genossen Kohl fast einstimmig eine Entschließung angenommen, in der anerkannt wird, daß die freien Gewerkschaften, besonders der Fabrikarbeiterverband, in der schwersten aller Wirtschaftskrisen auf allen Gebieten den Mitgliedern Halt und Stütze gewesen sind. Weiter heißt es da:
Diese Erkenntnis macht es allen Mitgliedern zur Pflicht, in threm eigenen sowie im Interesse der gesamten Arbeiterschaft allen Spaltungsbestrebungen, von welcher Seite fie auch fommen, mit aller Energie und größter Entschlossenbeit entgegenzutreten.
Sie verpflichten sich, mit dem Einsatz aller Kräfte für Stärkung und Ausbreitung des Verbandes der Fabritarbeiter Sorge zu tragen und in allen in unserem Organisationsbereich liegenden Betrieben für die Aufnahme neuer Mitglieder agitatorisch tätig zu sein.
Kommunistische Verleumdung.
GPD. Betriebsratsvorsitzender als Denunziant beschimpft. Am Dienstag brachte die ,, Rote Fahne" einen Bericht über drei Arbeitsgerichtsverhandlungen, um den Unternehmerhaß gegen rote Betriebsräte" zu zeigen. In dem zweiten Bericht ist die Rede von einem„ roten Arbeiterrat im Wernermert, der megen unentschuldigten Fehlens fristlos entlassen morden sei. Beiläufig steht folgender Sag in diesem Bericht:
Der SPD. - Betriebsratsvorsitzende war im Auftrage der Firma in der Wohnung des Klägers, traf ihn nicht an und denunzierte ihn der Betriebsleitung."
Hierzu erhalten wir von dem ersten Borfizenden bes Betriebs rats der Firma Siemens u. Halste A.-G., Wernerwerf, Genossen Otto Schmidt, eine Erklärung, die besagt:
In einer Betriebsausschußfizung des Wernerwerkes, in der die Notiz in der„ Roten Fahne" besprochen wurde, hat man einstimmig( also auch mit der Stimme des roten Ausschußmitgliedes Thomas Czech) festgestellt, daß im Wernerwert ein rofes Arbeiterratsmitglied R. nicht eristiert und daher auch nicht entlassen werden konnte.
erhobenen Anschuldigungen nur Lüge und Berleumbung find." Damit ist bewiesen, daß die gegen den Betriebsratsvorsitzenden Die Belegschaft der Wernerwerfe wird diese Art der Kampfes weise richtig einschätzen.
Zur Arbeitszeit im Friseurgewerbe.
Sonnabendbeschäftigung weiblicher Kräfte.
Die Gewerbeordnung verbietet die Beschäftigung von Ar beiterinnen in Betrieben mit mindestens zehn Arbeitern des Sonnabends nach 17 Uhr. Für das Friseurgewerbe, das Sonnabends am stärksten beschäftigt ist, bedeutet diese für Fabritbetriebe gedachte Bestimmung(§ 137) eine schwere Belastung.
Der Berliner Polizeipräsident hat daher die Beschäftigung weiblicher Hilfskräfte an den Tagen vor Sonn- und Festtagen in Friseurgeschäften mit mindestens zehn Arbeitern nach 17 Uhr genehmigt, jedoch nur unter der Bedingung, daß an diesen Lagen nur über 16 Jahre alte Arbeiterinnen bis 20 11hr beschäftigt werden dürfen und sie dafür an einem Tage der folgenfind. den Woche spätestens von 17 Uhr ab von jeder Arbeit frei zu lassen
In den kleinen Friseurgeschäften mit weniger als zehn Arbeitern, auf die der§ 137 RGO. feine Anwendung findet, sicht der Beschäftigung von Lehrmädchen und Gehilfinnen des Sonnabends bis 20 Uhr nach wie vor nichts im Wege.
Dienstag, 19 Uhr, in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 17-18, Bersamm Inng der SPD. - Metallarbeiter. Tagesordnung: 1. Referat des Genossen Franz Künstler über Weltwirtschaftskrise, Faschismus und Rampf der deutschen Arbeiterklasse". 2. Stellungnahme zur Generalversammlung. Parteiausweis ist mitzubringen. Der Fraktionsvorstand.
SPD. - Maschinenjeger! Sonntag, 10 Uhr, wichtige Besprechung im Saal 3 des Gewerkschaftshauses. Parteibuch legitimiert. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. SPD . Betriebsfraktion von H. S. Hermann. Montag, 16% Uhr, Berjamminng in ber Spittelmerit- Quelle, Beuthstraße( Industrie- Gebäude). Borwärts"-Leser sind eingeladen.
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Heute, Sonnabend: Aelterenturfus: 19 Uhr im Buchbindersaal, Engel ufer 24-25, Aufgang C, Hof 8 Fr. Jugendgruppe des Gesamtvers bandes, Fachgruppe Handelsgewerbe: 11. Seenwanderung Treffen Gruppe 1 17 Uhr, Gruppe II 1912 Uhr Bahnhof Stralau- Rummelsburg, Cins gang Sonntagstraße. Untoften 1 M.
Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten Der Singekreis übt heute ab 19% Uhr im Jugendheim der Schule Litauer Str . 18. Die nächste Borstellung der Jugendvolksbühne findet aft 1. Stovember statt. Gespielt wird ,, Rampf um Kitsch vom Stemmle. Eintrittskarten zum Preise von 80 Pf. find im Jugendsekretariat zu haben.
Berantwortlich für Bolitik: Victor Schiff: Wirtschaft: 6. Klingelhöfer: Gewerkschaftsbewegung: Steiner; Feuilleton : Dr. John Schitowski: Cotales und Sonstiges: Frik Raritäbt: Anzeigen: Th. Glede: sämtlich in Berlin . Verlag: Vorwärts- Berlaa G. m. b. S., Berlin . Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlansanſtalt Paul Singer 11. Co. Berlin SW 68 Lindenstraße 8.
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