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Nr. 515 48. Jahrgang

2. Beilage des Vorwärts

Chinas Bontott gegen Japan  

Wirtschaftliche Waffen gegen Bombenflieger

China   tritt den Japanern in der Mandschurei   nicht mit Waffen­gemalt entgegen; es appelliert an den Völkerbund. Nicht etwa weil die Regierung der Generäle Tschiang Kai- Schet und Tschang- füe­Liang so friedlich gesonnen wäre, sondern weil militärischer Wider­stand so gut wie aussichtslos ist. China   fämpft mit anderen Waffen, mit wirtschaftlichen, die feine blutigen, aber deshalb nicht weniger schwere Wunden schlagen: mit dem Boykott. Nicht in China  allein, überall, wo Chinesen leben, in Singapore   mie in Bangkok  , in Melbourne   wie in San Franzisko, bontottieren sie japanische Maren, widerrufen erteilte Aufträge, vergeben neue an die Kon­furrenten der Japaner; Hafenarbeiter weigern sich, japanische Schiffe zu entladen; Studenten führen Verräter am Boykott in Holzfäfigen durch die Straßen und verbrennen ihre Lager; aus Japan   kommende, nach Japan   gehende Güter werden aus den Zügen geholt mögen fie verderben und verfaulen. Bon der un­geheuren Bucht der Bewegung, mehr von ihrer Raserei, möge ein Beispiel zeugen. In Hanfau sind nach der Ueberschwemmung Seuchen, Typhus und Cholera, ausgebrochen.

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Man bestellte Chlortalt zur Desinfizierung. Er wurde nicht transportiert, weil er aus Japan   fam!

Der Bontott trifft die japanische   Wirtschaft sehr schwer. Japans  Ausfuhr geht in zwei Hauptrichtungen, nach den Vereinigten Staaten  und in die asiatischen Länder. In den Jahren 1925 bis 1929 nahm Amerika   im Durchschnitt 42 Proz. des japanischen Exports auf, zu mehr als vier Fünftel Rohseide. Afiens Anteil am Export betrug überhaupt 43 Proz., der Chinas   27 Proz. Sieht man von dem Seidenexport ab, so entfallen auf alle asiatischen Länder 68, da von auf China   43 Pro3. Mehr als die Hälfte deffen. was Japan   an Legiilien ausführt, geht nach China  . Bedenkt man noch, daß ein bedeutender Teil der japa­nischen Ausfuhr nach Siam, Französisch- Hinterindien, Niederländisch. Indien   und in die Südsee die Hilfe des chinesischen   Mittlers nicht entbehren fann, dann versteht man, was der Boykott durch Die Chinesen für Japan   bedeutet.

Der jezige ist der fiebente innerhalb eines Vierteljahrhun berts, der größte und umfangreichste. Wie weit er sich als neuer Störungsfaktor in der frisengeschüttelten Weltwirtschaft wird be­mertbar machen, ist noch nicht zu sagen. Selbst wenn es den japa­nischen Drohungen gelingt, von der chinesischen   Regierung ein Ver­bot des Boykotts zu erpressen, wird er nicht so bald erlöschen. Das lehrt die Geschichte der früheren Boykottbewegungen. 1908 be­fchlagnahmten chinesische   Behörden das japanische   Schiff Tatsu- Maru mie die Japaner behaupteten, in portugiesischen Gewässern bei Matao, nach chinesischer Bersion im Hoheitsgebiet Chinas   meil es Waffen schmuggeln wollte. Japan   erzwang nicht nur die Be­strafung der Schuldigen" und eine feierliche Entschuldigung, son­dern auch noch die Bezahlung einer ansehnlichen Entschädigung". Daraufhin erklärten die füdchinesischen Kaufleute den Boykott gegen Japan  , dem sich bald auch die anderen Teile des Landes anschlossen.

Das Ziel war,

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für jeden Dollar Entschädigung den Japanern einen Schaden von 10 000 Dollar zuzufügen. Obwohl das hochgesteckte Ziel nicht erreicht wurde, war doch der Verlust, den Japan   erlitt, ganz beträchtlich. In den Monaten April bis Dezember 1908 fant die Einfuhr aus Japan  , verglichen mit jener in den gleichen Monaten des Borjahrs, um 10 Millionen Dollar oder um 31 Proz., nimmt man, wie notwendig, noch den britischen Hafen Hongkong   und das japanische Bachtgebiet Kuang­ tung   hinzu, sogar um 13 Millionen. Wohl kaufte China   in diesem Jahre überhaupt weniger vom Ausland. Während aber der all­gemeine Import nur um 2 Pro3. zurüdging, ging der Import aus Japan   um fast 40 Proz. zurüd.

Der Bontott des Jahres 1909 dauerte nur kurze Zeit und war weniger wirksam. Entstanden war er, wie jezt, wegen japani­fdjer Uebergriffe in der Mandschurei  . 1915 stellte Japan   die be­rüchtigten 21 Forderungen an China  . Die Gunst der Lage, die Fesselung der an China   mitinteressierten Mächte durch den Krieg rücksichtslos ausnutzend, erreichte Japan   jene Sonderstellung auch in der Mandschurei  , um deren Behauptung es jetzt tämpft. Der Boykott des Jahres 1931 ist die Fortsetzung des Boy­fotts von 1915. Bom Januar bis Juni 1915 verkaufte Japan  in China  . um 18 Millionen weniger als im ersten Halbjahr 1914, ein Rückgang von 29 Proz. Nur die Abschnürung von den europäischen   Märkten zwang die grenzenlos erbitterten Chinesen, den Boykott abzubrechen. Sie fonnten damals japanische Waren längere Zeit einfach nicht entbehren. Als Japan  

| mannsgilden und Handelskammern, Gewerkschaften und Studenten, sie alle lehnten es ab, japanische Waren zu kaufen und zu befördern, fie ließen japanische Waren verbrennen oder verauktionieren und verwendeten den Erlös zur Agitation. Die japanischen Textilfabriken verloren jeden Monat mindestens eine Million Dollar. Sie verloren aber auch wieder ein Stück des Marktes. Denn

wie bei jedem Boykott erstarkte die einheimische Industrie. Man hat behauptet, daß die Schäden des Boykotts für die Chinesen faum fleiner seien als für die. Japaner. Der Export nach Japan  sinft, die 3olleinnahmen gehen zurüd, japanische, bereits bezahlte Waren werden unabsetzbar. Dennoch unterstützen immer wieder die chinesischen   Kaufleute den Boykott. Nicht allein aus patriotischen Gründen- es wäre unrichtig, sie unterschäßen zu wollen, jon­

Dienstag, 3. November 1931

dern auch, weil ein Monat Boyfott jo wirkt wie zwei Jahre Hochschutz011. Der Boykott trifft nicht bloß den Kon­furrenten, er schaltet ihn zeitweilig ganz aus. Der Bontott fördert die Industriealisierung Chinas  .

Japan   suchte jedem Boykott durch zwei Mittel entgegenzumirfen. Das eine davon war Betrug. Japanische Baren trugen auf einmal die Aufschrift ,, Made in USA  .", famen auf den seltsamsten Umwegen nach China  , schlichen sich als angeblich nicht japanisch über Hong­fong ein. Das andere Mittel war und ist die Gewalt, und diese ist in einem solchen Wirtschaftstrieg nur wenig wirkjam. Unter dem Druck Japans   hat immer wieder die chinesische   Regierung den Bontott verbieten müssen. Die Beförderung von Telegrammen, die den Boykott betrafen, wurde untersagt: man benüßte Chiffern. Es wurde den Zeitungen untersagt, Aufrufe zum Boykott abzu­drucken: sie druckten den Text der 21 Forderungen ohne Kom mentar, und das war der kommentar. Keine Macht der Erde  | war imstande, die chinesischen   Käufer zu zwingen, auf die Wahl zwischen japanischen und nichtjapanischen Waren zu verzichten. Auch der jezige Bontott wird nicht zu unterdrücken sein. Er mag unter­brochen werden. Er wird im Grunde so lange dauern, bis China  Herr im eigenen Land ist.

Für 300 Millionen Schmuck.

Die Edelmetall: und Schmuckindustrie. Aus dem Nachlaß der Enquete.

arbeitslos merden und dann unter weiter verschärftem Lohndruck stehen( so im Jahre 1926), daß sie für die Kleinbetriebe eine ge­wisse Stüße sind, da diese ihre Spezialarbeiten von Heimarbeitern erledigen lassen.

Obmohl der Enqueteausschuß bereits den Schlußbericht über| Goldschmiede 0,68 Mart!), daß fie bei schlechter Konjunktur sofort feine Arbeiten vorgelegt hat, erscheinen jetzt noch einige Teilberichte. So wird im Verlage E. S. Mittler u. Sohn soeben der Bericht über die deutsche   Edelmetall- und Schmuckwarenindustrie veröffent licht. Die Untersuchungen fonnten 3mar nicht mehr bis zur letzten klärung aller Einzelfragen durchgeführt werden, sind aber doch zureichend, einen Einblick in die Lage dieser Berfeinerungsindustrie zu geben.

Die deutsche   Edelmetall- und Schmudwarenindustrie beschäftigte im Jahre 1929 etwa 48 000 Arbeiter und Angestellte in mehr als 3000 Betrieben. Der Produktionswert belief sich auf etwa 300 millionen Mart.

Nach Abzug aller Ausgaben für Rohstoffe darf man den Netto­produktionswert( Wert, der durch die veredelnde" Arbeit dieses Industriezweiges geschaffen wird) mit 170 Millionen Mart an­nehmen. Das in dieser Industrie arbeitende kapital ist gering; von dem Gesamtbetrage von etwa 175 Millionen Mark sind nur 35 bis 40 Broz. in festen Anlagen investiert.

Die zunehmende Mechanisierung begünstigt auch hier die Ent­widlung zum Großbetrieb. Allerdings bestehen große lnterschiede in den einzelnen Gruppen:

Juwelenschmud wird nur in fleinen Werkstätten hergestellt, aber in der Doublé schmudgruppe finden sich große Fabriken mit mehr als 1000 Arbeitern. Für die Frage der Betriebsgröße und -organisation spielen die mindestens 3000 Heimarbeiter, die in Dörfern um die vier genannten Städte herum mohnen, eine besondere Rolle, die uns durch den Bericht nicht genügend geklärt scheint. Fest steht, daß die Heimarbeiter miserabel bezahlt werden( höchster Stundenlohn im Jahre 1925 für hochqualifizierte

Was ist ein Generaldirektor wert? Bier Millionen Mart. Eine dunkle Versicherungs geschichte. Wo bleibt das Aufsichtsamt?

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In dem großen Frankfurter   Versicherungsprozeß gegen die Favag- Direttoren hat ein Zeuge ausgesagt, daß der Generaldirektor eines führenden Versicherungskonzerns eine Million Dollar in Geſtalt einer Lebensversicherung erhalten haben soll.

Der Generaldirektor der Jduna- Germania- Bersicherung, Walter Klein, hat sich durch diese Zeugenaussage getroffen gefühlt, und veröffentlicht hierzu eine Erklärung. Danach hat Generaldirektor Klein feine Lebensversicherung über eine Million Dollar erhalten. Herr Klein gibt aber zu, daß auf Grund eines Beschlusses der Aufsichtsräte feines Konzerns die angeschlossenen Gesellschaften zu ihren eigenen Gunsten auf das Leben des Generaldirektors eine Versicherung in Höhe von 4 Millionen Marf abgeschlossen haben. Alle Leistungen aus dieser Versicherung sollen einzig und allein den

Der Anteil der Löhne am Produffionswert macht durchschnitt­lich 33 Proz. aus.

Biel   niedriger ist er bei Gruppen, die hochwertige Rohstoffe ver­arbeiten( 18,5 Proz. bei Goldketten); höher, aber stets unter 50 Proz., bei Gruppen, die billiges Rohmaterial verarbeiten( Doublé. schmud). Die Löhne in England, Schweden  , Schweiz  , in den Ber einigten Staaten und wahrscheinlich auch in Frankreich   sind höher als die deutschen  .

an dem Ver

Wenn also die Stellung dieses deutschen   Industriezweiges auf dem Weltmarkt nicht mehr so günstig wie vor dem Kriege ist, dann liegt das keineswegs an zu hohen Löhnen, sondern wie im Be= richt ausdrücklich festgestellt wird jagen der Unternehmer, die sich zu wenig und zu lang­sam auf den Bedarfswandel zum unechten Schmuck hin einstellten. Aber immer noch ist Deutschland   führend am Weltmarkt; die deutsche Ausfuhr macht mehr als die Hälfte der Ausfuhr aller Länder zusammen aus.

Die Kartell bindung ist wegen der großen Zahl der Muster, wegen des raschen Modewandels und der Geringfügigkeit des An­lagefapitals nicht starf. Es bestehen mehr oder minder lose Ver­einbarungen, nur die Silberwarenindustrie hat ein Preis- und Kon­ditionenkarteil. Und bezeichnend genug: seit dem Jahre 1925, seitdem die Einfuhrzölle auf Silberwaren wesentlich höher als in der Vor­triegszeit sind, liegen die Inlandspreise des Kartells etwa 25 Broz. über den Auslandspreisen.

So ist auch jetzt nach der Meldung der französischen   Zeitschrift L'Usine" der Ausschuß der Gruppenvorsitzenden übereingefommen, die endgültige Neubildung des Internationalen Rohstahl­fartells aufzuschieben, daß die internationale Wirtschaftslage gegenwärtig noch zu verworren sei. Man hat daher den Beschluß gefaßt, das augenblickliche Provisorium nochmals bis zum 31. De­zember dieses Jahres zu verlängern.

Genossenschaftliche Selbstkritik.

Das Jahrbuch der Schulze- Delitzsch  - Berbände. Der Deutsche Genossenschaftsverband, in dem die Schulze- Delißsch- Genossenschaften vereint find, hat jetzt sein Jahr­buch für 1930( September bis August) veröffentlicht.

Das wesentlichste Merkmal dieses umfassenden Jahresberichtes ist eine sehr erfreuliche Selbsttritit an gewissen Entwick lungen und Schäden, die im Laufe der Krisenverschärfung auch bei den dem Verband angeschlossenen Genossenschaften zutage getreten

in Bersailles 1919, entgegen allem, was es versprochen hatte, die Konzerngesellschaften zugute kommen. Diese Versicherung ist angeb find. Zunächst stellt der Bericht fest, daß der Verlauf der Kriſe ge­

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Rückgabe der Provinz Schantung   verweigerte, brach ein neuer Boytott aus. 1919 mar er zwar nicht imftande, die Einfuhr aus Japan   zu verringern es mar die Gründerzeit" Chinas  , die eng­lischen Maschinenfabriken z. B. fonnten gar nicht alle Bestellungen aus China   ausführen, so viele maren es, und China   mußte auch in Japan   faufen ater während die Gesamteinfuhr um 26,6 Proz. stieg, stieg die aus Japan   nur um 3,4 Proz. Erst 1920 murde der Bontott recht wirksamt. In diesem Jahre nahm China  um 33 Broz. mehr fremde Waren auf als im Jahre zuvor, aber um 7,2 Proz. meniger japanische. Der Verlust des chinesischen  Marites war für manche Zweige der japanischen Industrie nicht mieder gutzumachen. Japanische Zündhölzer hatten bis dahin China   überschwemmt. Durch den Boykott entstand in diesen Jahren eine eigene

chinesische   Zündholzindustrie

und heute ist die Einfuhr von japanischen Zündhölzern ebenso zu Ende wie die einer Reihe anderer Waren, die von Chinesen damals unter dem Schutz des Boykotts zum erstenmal erzeugt wurden und feither weiter erzeugt werden. Nach kurzer Unterbredung jete 1921 ein neuer Bontott ein. Die Rachgiebigkeit Japans   auf der Konferenz in Washington, mo es auf den Raub aus der Kriegs­Beit menigstens zum Teil verzichten mußte, wurde durch ihn zu mindest sehr gefördert. Bon 1919 bis 1921 mar der Im port Chinas   um 74 Pro3. gestiegen, der 3mport aus Japan   dagegen um 15 Pro3. gefunten. Die Berluste der japanischen Wirtschaft waren enorm.

Das Jahr 1923 sah einen neuen Bonkott and dementsprechend wieder ein Zurückgehen der Einfuhr aus Japan   um 19 Proz. 1927 antwortete China   auf das brutale Vorgehen der Japaner in Tsingtau   wieder mit seiner gewohnten Waffe, besonders energisch 1928 und 1929 anläßlich eines Zusammenstoßes in finanju. Kauf.

lich nach amerikanischem Muster abgeschlossen worden, um dem Konzern im Falle des Todes des, Generaldirektors einen gewissen Ausgleich für den Verlust der Arbeitskraft(!!) zu geben.

Diese Affäre mutet in der Tat mehr als merkwürdig an. Die Aufsichtsräte des Iduna- Konzerns werden der deutschen   Deffentlich­feit doch nicht weismachen mollen, daß sie das teure Leben ihres Generaldirektors mit 4 Millionen bewerten. Unferes Erachtens handelt es sich hier um eine reichlich dunkle Angelegenheit, die das Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung schleu­right flarstellen sollte.

Es liegt auf der Hand, daß hinter diesem Abschlußfehrreale Gründe steden. Inwieweit Herr Generaldirektor Klein aus diesem Abschluß petuniäre Borteile gezogen hat oder ziehen wird, ist bei der fomplizierten Anlage dieses Konzerngeschäfts nicht ersichtlich. Soviel ist aber flar, daß die Gesellschaft selbst durch eine ent­fprechende Erhöhung ihres Risikos die Passivseite ihrer Bilanz erheblich belastet, so daß hier eine glatte Verschleierung vor­liegt, denn nach der Aussage des Herrn Klein tommen alle Leistungen aus dieser Bersicherung einzig und allein der

efellschaft wieder zugute. Wir erwarten jedenfalls, daß das Reichsaufsichtsamt diese mystische Angelegenheit schnellstens untersucht und in das Dunkel dieser Affäre hineinleuchtet.

Das hilflose Stahlfartell. Bon Provisorium zu Provisorium.

Das Internationale Rohstahlfartell meiß sich in der jetzigen Krise feinen anderen Rat, als die bestehende und ver schiedentlich bereits durchlöcherte Kartellorganisation von ciner pro­viforischen Berfängerung zur anderen durchzuschleppen.

MOY GALL TIAHBUAH MND

IC

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Milch ist

keine Sahne­

und einfach gebrannte ungemälzte Gerste ist kein Malzkaffee. Und irgendein Malzkaffee" ift noch lange fein Kathreiner!

Bedenken Giz- 00

Gehalt macht's!