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Nr. 57 49. Jahrgang

Die

1. Beilage des Vorwärts

Vorwärts Donnerstag

1. Beilage

Mening sib dosub pusfor?

Schreckensnacht auf Kuba

Ein Drittel Santiagos in Trümmern

New york , 3. Februar.

Nach ergänzenden Meldungen aus Habana find außer mehreren Kirchen, Regierungsgebäuden und dem Elektrizitätswert in Santiago de Cuba auch ein Krankenhaus fowie ein Hotel zerstört worden. Ueber die Zahl der Toten und Ver­letzten liegen noch immer teine genauen Nachrichten vor, doch lauten die letzten Schähungen über die Zahl der Todesopfer gegenüber den ersten alarmierenden Mitteilungen abschwäch end. Aerztliche Hilfe ist sowohl mit der Eisenbahn wie auch mit Schiffen und Flugzeugen unterwegs. Die Nachbarstädte Holguin und Guan­ tanamo haben gleichfalls erheblich gelitten, ebenso der Libertadpart.

Das Werf einer Viertelstunde.

Das Erdbeben, das die tubanische Stadt Santiago de Cuba zer störte, erfolgte in tiefster Nacht. Zwischen und Uhr er­eigneten sich mehrere heftige Erdstöße. Die Häuser stürzten zu Duhenden ein. Mindestens ein Drittel der Stadt liegt vollständig in Trümmern. Die noch stehenden Häuser haben schwere Beschädi gungen erlitten. Die meisten Einwohner verließen, nur notdürftig bekleidet, die Stadt und flohen in die Umgebung. Infolge der Dunkelheit entstand ein unbeschreibliches Durcheinander in den Etraßen, die durch die Gesteinsmassen der Häuser völlig blockiert waren. Durch nachträglich zusammenfallende Mauern wurden außerdem zahlreiche Personen getötet. Der Hilfsdienst setzte sofort nach der Katastrophe ein. Hunderte von Berlegten wurden in die Krankenhäuser eingeliefert, die nach wenigen Stunden überfüllt waren. Zahlreiche Verletzte sind in den Morgenstunden gestorben. Große Privathäuser, die dem Erdbeben widerstanden haben, sind als Krankenhäufer eingerichtet worden. Wie durch ein Wunder sind zwei Telephontabel intakt geblieben, so daß es den Behörden möglich war, mit den Re­gierungsstellen in Havanna fofort in Berbindung zu treten. Gegen 6 Uhr morgens fehlen neue Erdflöße ein und vollendeten das Werk der Zerstörung. Feuerwehr und Truppen sind machtlos gegen die zahlreichen nach der Katastrophe ausgebrochenen Brände, da es infolge Berstens der Wasserleitungen an Basser fehlt. Das Dach eines Krankenhauses stürzte ein, wobei zahlreiche Kinder verlegt

wurden.

Dem Spekulationstaumel erlegen. Die Privatspekulationen eines Banffilialvorstehers. De: 39jährige Haus Brüggemann, seit zwanzig Jahren im Banffach tätig, zuleht Borsteher der Depojitenkasse der Commerz und Privatbant am Strausberger Plah, hatte sich vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte wegen Untreue zu verantworten. Der Berhandlung wohnte ein Finanzbeamter bei, Brüggemanns Opfer werden sich noch wegen Steuerhinterziehung zu verantworten

haben.

Dem Bankvorsteher der Hypothekentasse genügte sein Gehalt nicht. Er hoffte an der Börse leicht und viel zu verdienen, ließ sich also von den Bankkunden Werie geben, um mit ihnen unter Um gehung der Bank Privatspetulationen zu treiben, und tat das auf den Namen seines Freundes, eines Stadtoberinspektors, für

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Zahl der Opfer noch unbekannt

Insgesamt dürften jedoch immerhin 500 Zote zu beklagen sein. Die Lage in diefer etwa 40 000 Einwohner zählenden Hafen­fladt hat sich durch eine große Anzahl von Bränden, die un­mittelbar nach der Katastrophe ausbrachen, start verschlimmert, um jo mehr, als infolge eines Bersagens der Wasserwerke empfindlicher Waffermangel eingetreten ist. Bon den größten Bauwerken der Stadt ist die Kathedrale befonders schwer beschädigt. Die Einwohner der eingestürzten Häuser halten sich jetzt hauptsächlich in den Partanlagen auf, soweit sie nicht an dem Rettungswert teil­uehmen. Die Sicherung der Ordnung wurde von einem ftarken Polizeiaufgebot übernommen.

Bei den Erdbeben, durch die Amerika und seine Inselgruppen heimgesucht wurden, hat es sich zumeist um tektonische Beben ge­handelt: bei einer Erdbebenkatastrophe im Jahre 1692 wurde der Hafen von Port Royal auf Jamaifa( südlich Cuba ) zerstört; 1767 mütete ein Erdbeben in Martinque; bei einem Erdbeben auf Peru ( 1868) tamen 70 000 Menschen ums Leben; bei dem noch in leb­hafter Erinnerung stehenden Erdbeben in San Franzisko( 1906) wurden 1000 Menschen getötet und 200 000 obdachlos. Am 31. März 1931 ereignete sich das letzte große amerikanische Erdbeben in Nikara­ gua : 5000 Menschen famen damals ums Leben.

Ein gefährlicher Boden.

Die 30 Sekunden lang währenden Erdbebenstöße wurden auch von mehreren deutschen Erdbebenwarten auf gezeichnet. Allem Anschein nach handelt es sich um ein so genanntes tettonisches oder Dislotationsbeben, wie es zumeist als Begleiterscheinung von Brüchen oder Verschiebungen in der Erdkruste auftritt. Die Wissenschaft kennt außerdem noch die ziemlich seltenen und örtlich begrenzten Einsturzbeben, die durch den Einsturz unterirdischer Hohlräume entstehen; ferner die gleichfalls meist engbegrenzten, oft aber in ihrer Auswirkung schrecklichen vulkanischen Beben, die ihre Ursache in Erderschütte­rungen durch Bultanausbrüche und Lavabemegungen haben. Der Rratatau Ausbruch auf Java im Jahre 1883, der 40 000 Todesopfer forderte, ist das erschütterndste Beispiel für eine solche vulkanische Erdbebenkatastrophe.

Kratatau- Ausbruch auf Java im Jahre 1883, der 40 000

Papiere vor als Sicherheit, die in Wirklichkeit nicht ihm gehörten und bezahlte seine Schulden mit Zinscoupons. Ein anderes Mal brachte ihm der Gummifabrikant 300 000 m. in bar, dafür sollten 15 000 englische Pfund gekauft werden, was auch ge­schah. In ähnlicher Weise brachten ihm auch andere Leute große Summen in die Wohnung. Brüggemann fpetulierte an der Börje, verlor immer mieder, deckte die Schulden mit neuen Geldern. verlor wieder, die Dinge spizten sich immer mehr zu. Zum Klappen fam es aber, als er der Firma Möbel- Cohn Goldpfand briefe in Höhe von 40 000 m. lieh und diese Firma in Konkurs ging, Brüggemanns Gläubiger drängten, er fand keinen Ausweg er feinen mehr, bat die Commerz- und Privatbanf um Entlaffung unter dem Vorwand, 40 000 M. Schulden zu haben, und fuhr in die Welt hin­aus. Schließlich fam er zurück und stellte sich der Staatsanwalt­schaft. Erst die Aussagen des Angeklagten selbst enthüllten seine vielseitigen Börsensperulationen. Seine Opfer dagegen hatten sich in der großen Mehrzahl gehütet, Anzeige zu erstatten, sie machten auch vor Gericht nur ungern ihre Aussagen. Das Gericht ver­urteilte Brüggemann wegen lintreue und Unterschlagung zu einem

Brivatfumbent bes Per Brüggemann gehörte auch ein bekannter Jahr Gefängnis.

Bummifabettant; er stellte sein Safe zur Verfügung und übergab Brüggemann Werte in Höhe von 100 000 m., damit er sie in der Schweiz unterbringe. Er wies dem Gummifabrikanten

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Anita

und thr

NOVELLE

VON ERNA BUSING

Cowboy

EHNERTE

Der Nollendorfplatz imponiert ihm. Borerst dentt, Billy, man habe den Asphalt zu bedenklich ungünstiger Zeit ge­fprengt. Dann meint Billy, der Asphalt schmize, und schließ­lich begreift er staunend, daß der Asphalt blankgefahren ist. Er sieht die Automobile die ewige Schleife gleiten. Dann er­hebt er den Kopf und starrt in die laufende Lichtreklame, und als er zu entziffern sucht, was sie zu verkünden hat, wird er von einem Automobil angestoßen, und fallend macht er mit dem schmierigen Asphalt Bekanntschaft.ht

Wie eine Kaze ist er wieder auf den Beinen. Da steht ein Schupo bei ihm und sagt: Wenn Ihnen das noch ein­mal passiert, müssen Sie sich unbedingt die Nummer merken."

Die erste Vorstellung.

An einem Breitergestell, das vor dem Zirkus- Busch Gebäude in Berlin stand, prangten schreiend bunte Bilder. Sie verkündeten, daß Billy und Anita neu für Deutschland feien und das erstemal aufträten.

Billy imponierten die Plakate keineswegs. Er sagte nur: ..Schreien gehört hier zum Handwerk" und damit war für ihn die ganze Angelegenheit erledigt.

In der Tat, er hatte ein weit größeres Intereffe für ein Plakat, das einen fühnen Artisten zeigte, der mit seinem fleinen Auto einen Saltomortale machte. Der Junge war einst Luftturner gewesen, hatte sich ein Bein gebrochen und dieserhalb monatelang im Krankenhaus gelegen. Sein Bruder hatte ihn besucht. Erst aus Mitleid und hernach, weil er selbst einen Menschen haben mußte, dem gegenüber er sich ausfprechen fonnte. Dieser Bruder war nämlich Ingenieur. Im Geschäft wurde ihm andauernd mit dem Abbau gedroht. leber seine Angst vor der Arbeitslosigkeit mußte er mit jemanden sprechen. Er mußte einen Menschen haben, der ihm geduldig zuhörte. Er fonnte im Geschäft zu feinem da von reden; denn allen schnürte die Angst die Kehle zu, alle waren gereizt. Der einzelne fonnte seine Befürchtungen nicht

Reichstagspräsident Genosse Löbe spricht am Freitag, dem 5. Februar, 19½ 1hr, im Schüßenhaus zu Oranienburg.

überheblich hinauspofaunen. Der frante Luftturner hörte schweigend zu. Dadurch kamen die Brüder einander näher. Der Kranke grübelte und grübelte, und aus den Grübeleien formten sich Pläne, Und schließlich kamen die beiden auf den Saltomortale mit dem Automobil. Als der Ingenieur wirf lich abgebaut wurde, maren die Zeichnungen für die neue Nummer fertig. Ein Manager steckte Geld hinein, und nun arbeiteten die beiden Abend für Abend.

Der Ingenieur baute den Apparat auf. Maß ihn genau aus, überprüfte alles und nahm dann mit einem ungeheuer publikumwirksamen Händedruck Abschied von seinem Bruder, der in hellster Scheinwerferbeleuchtung eine schmalsproffige Leiter emporfiomm. Er setzte sich in den Wagen, schnallte sich selbst fest und führte Abend für Abend den Salto aus.

Donnerstag, 4. Februar 1932

Preiskommissar und Handel.

Um die Preise für Nähmaschinen und Briketts.

Der Preistommiffar ist zur Zeit mit der Nachprüfung und Senkung der Handelsspannen beschäftigt. So hat er jetzt eine Herabjegung der Handelsspanne im Nähmaschinen­handel um 10 Prozent verfügt, nachdem bereits im Dezember die Mindestpreise der Fabrikanten und damit auch die Richt­preise der Händler um 10 Prozent abgebaut worden sind. Im Briketthandel sind neuerdings Mißstände offenbar ge­worden, die um so mehr zu verurteilen sind, als sie gerade die Wermsten der Armen belasten. Es ist nämlich festgestellt worden, daß beim Verkauf von Brifetts in fleinsten Mengen( in Papiertüten) die örtlich festgesetzten Kohlenpreise ganz erheblid überschritten werden. Der Preiskommissar hat ausgesprochen, daß die festgesetzten Kohlenpreise als höchstpreise anzusehen sind,

die in keinem Falle überschritten werden dürfen. Wir wollen hoffen, daß mit schärfsten Mitteln die Einhaltung dieser Höchstpreise, gerade beim Verkauf in kleinsten Mengen, erzwungen wird. Außerdem hat sich der Preiskommissar veranlaßt gesehen, die Brifettpreise des Mitteldeutschen und des Ostelbischen Braun­fohlensyndikats nachzuprüfen. Das Mitteldeutsche Braim­fohlensyndikat hat zwar die Reichsanzeigerpreise für Briketts ge­senkt, dafür aber den früher gewährten Rabatt gestrichen, so daß die tatsächlichen Verkaufspreise unverändert geblieben sind. Beim Ost elbischen Braunkohlensyndikat soll( wie von uns häufig gefordert) endlich die Großhandelsspanne herabgedrückt werden. Es ist Pflicht des Preiskommissars, von seinen Macht­mitteln gegenüber den Syndikaten energisch Gebrauch zu machen.

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Im Handel mit Arzneimitteln wird ab 1. Februar allgemein das Prinzip des freien Wettbewerbs gelten. Die Bindung der Einkaufspreise der Apotheken durch die Fabriken ist beseitig: worden. Die Großhandelsspanne für Arzneimittel wurde von 16 auf 10 Prozent, der Aufschlag der Apotheken auf die Einkaufspreise von 75 auf 64 Prozent herabgesetzt. Die Apotheken dürfen nur ihre tatsächlichen Einkaufspreise( feine Richtpreise) in Anrechnung bringen und werden verpflichtet, die Pfennig­rechnung einzuführen. Ueber die Herabsetzung der Nacht- und Sonntagstaren wird noch verhandelt.

od Kommunisten und Reichswehr. losd Sechs Haftbefehle gegen Agitatoren.

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Der Polizeipräsident teilt mit: 2m 20. Januar wurden in Berlin Faltensee eine Anzahl von Personen festgenom­men, die in dem dringenden Verdacht standen, die Zersehung der Reichswehr in Elsgrund im Auftrage der KPD. zu betreiben.

Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches fommu­nistisches Zersehungsmaterial, bei einem der Beschul­digten wurden außerdem drei Pistolen, Munition, cin MG.­Schloß. Handgranatentöpfe und Zünder gefunden. Die Festnahme eines der Täter gelang gerade in dem Augenblid, als er in einem Café in Berlin mit einem Reichswehrangehörigen faß und persuchte, non diesem über militärische Dinge etwas zu erfahren. Die von ihm hierüber gemachten Notizen hatte er vor fich liegen Gegen die Beschuldigten ist ein Strafverfahren wegen Borbe­reifung zum Hochverrat eingeleitet worden. Bom Ber­nehmungsrichter bei dem Polizeipräsidium Berlin wurde gegen fechs Personen Haftbefehl erlassen.

Desterreichische Optanten.

Die österreichische Gesandtschaft in Berlin fordert jene österreichischen Optanten, die die österreichische Bundesbürger­schaft erworben haben, aber noch feine Heimatszuständigkeit in Desterreich befizen, auf, sich zur Beseitigung ihrer Heimatlosigkeit unverzüglich bei der österreichischen Gesandtschaft, Berlin W. 10, Bendlerstr. 15, Zimmer 32, unter Vorlage ihrer Ausweispapiere zu melden.

Sein Tigerscheck soll es gut haben. Billy klopft ihn ab. Der Gaul schnappt vor Freude und nimmt ein Stück von Billys Aermel ins Maul.

Der Abend des ersten Auftretens tommt, dieser Abend, der über ein Ereignis hinaus zum Schicksal wird.

Billy geht großen Schrittes in die Garderobe, die im Erdgeschoß liegt und in der darum andauernd Licht brennen muß. Nebenan ist die Clownsgarderobe. Ein Clown fitzt vor ihr auf einem Stuhl und beschäftigt sich mit einer riesengroßen Puppe, die Frauenkleider trägt. Der Clown entstammt einem uralten Artistengeschlecht. Stolz sagt er von sich: Wir stam­men von 3igeunern ab."

16 m.

Als Billy ihn gestern abend sah, tam er sehr hart runter, die Reifen platten, der Wagen war etwas verbeult, und es dauerte ziemlich lange, bis der Ingenieur den Bruder aus dem Wagen herausholie. Der Artist verbeugte sich lächelnd, als ob nichts geschehen sei. Doch betrachtete er gleich hinter dem Vorhang recht genau seinen Sturzhelm und strich sich auch ein paarmal mit der Hand durch das dichte schwarze Saar, wie es wohl ein Mensch zu tun pflegt, der Kopf­schmerzen hat.o

Die beiden Brüder sprachen erregt miteinander, doch verstand Billy fein Wort; denn die Autonummer waren Franzosen .

Billy gudt sich noch einmal genau das Plakat an, be sieht sich den durch punktierte Linien eingezeichneten Salto und sagt zu sich: Alle Erungenschaften der Technik sind zum Gledverdienen do."

Dann holt Billy sein Pferd einen Tigersdheden, den er für wenig Geld gefauft hat aus dem Stall und geht mit ihm auf diesem ungepflasterten Stückchen Erde nahe der Spree spazieren.

Ein Artist fragt besorgt, ob der Gaul einen Anfall von Kolit gehabt habe. Billy verneint.

Ein anderer fragt, ob der Gaul zu lange gestanden habe. Billy verneint.

Er schämt sich, den wahren Grund zu sagen; denn Billy geht hier mit dem Pferd spazieren, damit das mal wieder Erde unter den Sufen verspürt, richtige, wenn auch flebrige Erde. Er hat dann und wann Pferde in der Stadi gesehen. Sie alle waren pflastermüde und aus grenzenlosem Er barmen mit der armen Kreatur läuft Billy hier im Schmuz mit seinem Pferd spazieren.

Er weiß, wie schwer für Neulinge das erste Auftreten ist. Darum fühlt er sich bemüßigt, Billy etwas Freundliches zu sagen, doch, er ist ein Spanier, er fann sich mit dem Combon nicht unterhalten. Da deutet er auf seine Puppe und sagt: Hat immer guten Charakter, schilt nicht, schlägt nicht, ist nicht eifersüchtig, habe beste Frau von der Welt." Billy und der Clown lachen.

In der Garderobe gibt es einen Auftritt; denn Billy soll geschminkt werden. Er widersetzt sich den Verschönerungs­maßnahmen außerordentlich energisch, doch der Truppenchef fagt: Du fannst hier nicht herumlaufen wie ausgefottes Apfelmus." Darauf gibt Billy sich zufrieden. Il

Billy staunt über die prächtige Ausrüstung der Schau, über die Lederarbeiten an 3aumzeugen und Sätteln und die herrlichen Perlstickereien. Nun, der Chef hat Berbin­dungen. Seine guten Freunde jagen immer in den kleinen Fordwagen durchs Land, und wo sie geschickte Indianer fin­den, da taufen fie ihre Handarbeiten gleich in Massen auf. Man hat es verstanden, die Indianer zu begeistern und sie haben ihre Hausarbeit auf diese Wild- West- Schau eingestellt. Darum befißt der Chef indianische Perlstickereien, wie sie faum ein Museum aufzuweisen hat. Fachleute sind schon auf ihn aufmerksam geworden und haben mehr als einmal feinen Fundus bestaunt.

Endlich ist Billy für die Vorstellung hergerichtet. Es ist Pause.

Er quct in den Stallgang, sieht ängstliche Zirkusbesucher und hört die befehlende Stimme des Oberregisseurs: Nehmt doch die Kamele aus dem Gang. Das Publikum traut sich nicht in den Stall, wenn die Kamele im Weg stehen."

Die Kamele werden abgeführt und trotten gelassen davon. Billy grient, die Städter haben vor Viehzeug Angst. Komisch, zu fomisch ist das für ihn. ( Forts. folgt.)