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Borwärts" im Wortlaut abgedrudt worden war. In der heutigen Aufsichtsratssigung, die sehr stürmische verlief, machte der Kommunist Lange dem Vorsitzenden, Stadtbaurat Wagner, den Borwurf, er decke mit seinen Maßnahmen die Fememorde der Nationalsozialisten. Wagner ent­zog darauf dem kommunistischen   Sprecher das Wort. Dieser redete aber weiter, bis die Sigung schließlich im allgemeinen Tumult aufflog.

Hüh und Hott!

SA.- Mann kann so und anders!

Wie die Telegraphen- Union erfährt, hat der türzlich abgesetzte Führer der SA.- Gruppe Franken, Stegmann, feine Adolf Hitler   gegen über abgegebene Loyalitätserklärung zurüdgezogen. Er ist aus der Nationalsozia­ listischen   Partei ausgetreten und hat sich dem von einem großen Teil der fränkischen SA.   ge­bildeten Freikorps   Franken   angeschlossen.

Nächtlicher Gelbstmord

Am Telephon abgehört

In der vergangenen Nacht hatte eine Tele­phoniffin in Potsdam   während der Aus­übung ihres Dienstes ein graufiges Erlebnis; sie wurde, ohne es zu ahnen, am Apparat Ohren­zeugin des Todestampfes einer Frau, die Selbst­mord begangen hatte.

Gegen 1 Uhr nachts wollte eine Dame ein telephonisches Telegramm aufgeben, als die Telephonbeamtin ein merfwürdiges Röcheln und Stöhnen vernahm und gleich darauf einen dumpfen Fall. Die Beamtin lauschte, es war aber nichts mehr zu hören. Sofort stellte sie die Telephonnummer fest, es war die Nummer des Zahnarztes Dr. S. in der Nauener Straße 36 in Potsdam  . Die Beamtin, die nichts Gutes ahnte, benachrichtigte Polizei und Feuerwehr und die Beamten fanden in der Wohnung Frau Dr. S., nur mit Hemd und Unterzeug bekleidet, den Tele­phonhörer in der Hand, tot vor ihrem Bett auf. Sie hatte eine starke Dosis Kokain genom men und Selbstmord verübt. nachdem sie noch furz vorher mit einer brennenden Zigarette gegen 12 Uhr nachts aus dem offenen Fenster Bekannten lachend zugewinkt hatte. Ein Abschiedsbrief an ihren Mann ist von der Polizei beschlagnahmt worden. Anscheinend haben Familienverhältnisse die Frau in den Tod getrieben. Der Zahnarzt hat in Potsdam   eine gutgehende Pragis.

Wieder Autoräuber ,, Hände hoch, sonst wird geschossen"

An zwei Stellen der Stadt sind in der ver­gangenen Nacht wieder bewaffnete Autoräuber aufgetreten. Der erste Fall ereignete sich gegen 11 Uhr vor einer Billa   in der Hubertusbader­straße 22/24 im Grunewald.

Der Chauffeur wartete mit dem Wagen und ging in das Haus, um Decken zu holen. Als er zum Fenster hinaussah, beobachtete er einen Mann, der die Wagentür öffnete. Als der Chauffeur auf den Autodieb zuging, sprang aus der Limousine ein junger Bursche mit einer Pistole in der Hand heraus, trat dem Manne entgegen undr ief ihm zu: ,, ände hoch, sonst wird geschossen." Der Dieb hatte inzwischen den großen Mercedeswagen angelassen und fuhr davon. Der Mann mit dem Revolver lief über die Straße, sprang in die kleine Limousine zu seinen Gefährten und der Wagen folgte dem anderen. Eine Verfolgung war aussichtslos. Das Auto, in dem die Räuber tamen, trägt die Nummer IE 50 841. Es ist eine kleine Mercedes­limousine und gehört dem Barvon von Monteton, der von seiner Besizung Prieort nach Berlin   ge= kommen war. Das Auto ist an der Günzelstraße Ecke Kaiserallee eine Stunde vorher gestohlen worden. Der Wagen des Generaldirektors trägt die Nummer I A 4132.

auf

Ein zweiter Pistolenangriff Passanten wurde kurz vor 4 Uhr vor dem Hause Albrecht ft r. 11 in Steglitz   verübt. Autodtebe schlugen die Schaufensterscheibe zu einem Lederwarengeschäft ein und holten fich einen großen Roffer heraus, als Bassanten hinzu­kamen. Die Räuber zogen sofort Pistolen und riefen den Leuten zu: 3urück, oder wir schießen!" Dann sprangen fie ins Auto und jagten davon. Der Wagen, den die Räuber be­nuzten, trägt das Zeichen IA 11 270. Es ist ein NAG.- Wagen, der um 412 Uhr in der Genthiner Ede Kurfürstenstraße einem Berlag gestohlen wurde.

Haftbefehl gegen Rotters Zur Leistung des Offenbarungseides

Bährend bei der Staatsanwaltschaft gegen märtig geprüft wird, ob auf Grund der Straf anzeige gegen die Gebrüder Rotter ein Berfahren in die Wege geleitet wird, ist von setten eines anderen Gläubigers Saftbefehl gegen Al­fred und Fris Rotter zur Erzwingung bes Offenbarungseides vom Zivilgericht erwirkt und ein Gerichtsvollzieher seit gestern mit der Boll­streďung dieses Haftbefehls beauftragt worden.

Bisher ist es aber nicht gelungen, die Rotters festzunehmen. Alfred Rotter   be.

Stinkgas über Frauen!

Frankfurt   a. M., 20. Januar.

Am Donnerstagabend sprengten in Frant­furt a. M. etwa 400 nazis eine Bersamm­lung der Internationalen Frauen­liga für Frieden und Freiheit im Handwerker­haus. Kaum hatte die Rednerin Frau Martha Hoppstod- Hamburg ihre Rede über Warum Luftschutz, warum Wehrpflicht?" begonnen, da sprang aus dem Publikum ein Mann auf und verlas eine Resolution an den Reichspräsidenten  ", in der die Todesstrafe für alle riegs­gegner verlangt wurde. Gleichzeitig wurden von der Galerie des überfüllten Saales Stint. bomben mit Tränengas geworfen. Die Störer waren planmäßig über den ganzen Saal verteilt. Auf Andersdenkende wurde eingeschla. gen. Im allgemeinen Tumult fonnte die Polizei die Stinkbombenwerfer nicht feststellen. Die Aus­einandersetzungen setzten sich auf der Straße fort, wo die Polizei wiederholt einschreiten mußte.

Terror geht weiter!

Neue Zerstörungen

In den offenbar systematisch vorbereiteten und wohlüberlegt zur Ausführung gelangenden Ter­rorakten der Nationalfozialisten fallen ebenso offenkundig vorbereitete Ueberfälle auf

Vorwärts" Filialen auf; eine Schandtat reiht sich hier an die andere. Das neuefte nationalsozialistische Bubenstück wird uns von der Vorwärts"-Ausgabestelle in der Mühlenstraße 70 in Pankow   berichtet. Dorf hatten sich die nationalsozialistischen Landfriedens­

,, Ritterlichkeit" der Prinzenpartei

brecher bereits vor einigen Tagen angekündigt, in­dem sie die Jalousien mit großen Hakenkreuzen und der Inschrift SA. marschiert" beschmiert hatten. In der vergangenen Nacht schritt das Ge­findel zur Tat": alle drei Glasschilderder Filiale wurden zerfrümmert. Auch hier konnten die Täter entkommen. Daß sie es aber

In der Hübnerstraße 1 im Osten Berlins   wurden die Fensterscheiben des tommunistischen Verkehrs­lokals von SA.  - Leuten eingeworfen. Die Täter entfamen auch hier.

bei solchen Untaten nicht bewenden lassen, beweist Brauntrieg gegen Film

das Folgende:

In der Plesserstraße in Treptow   ver­übten SA.  - Leute in der vergangenen Nacht einen geradezu bestialischen Ueberfall auf einen Kommu­niften. Zwanzig Nazis fielen mit Stahlruten und Totschlägern über den einzelnen her und schlugen so lange auf ihn ein, bis er bewußtlos zu Boden stürzte. Durch Polizeibeamte wurde der Schwerverletzte zur nächsten Rettungsstelle ge= bracht, wo der Arzt den Bruch eines Mittelfingers, schwere Kopfverlegungen und Wunden am ganzen Körepr feststellte. Die nationalsozialistische Bürger­friegshorde ist leider entkommen

Bei der Saalschlacht im Frankfurter Hof", über die der Vorwärts" bereits in der Morgenausgabe berichtete, haben die Kommunisten außer fünf Leichtverletzten noch, wie sich nachträg­lich herausstellt, drei Schwerverlette zu beklagen. Es handelt sich um den 22 Jahre alten Erich Krüger aus der Höchstestraße, den 17jähri­gen Herbert Scheel aus der Weinstraße und den 18 Jahre alten Erwin Völfel aus der Fenn­straße, die von SA.  - Leuten im Bersammlungs­raum brutal niedergestochen worden waren. Die Schwerverletzten, die sämtlich einer fommunistischen Jugendorganisation an­gehören, liegen im Krankenhaus am Friedrichshain  danieder. Nach der Saalschlacht sind von der Polizei 53 Festnahmen erfolgt.

Der Müllprozeß in Moabit  

Der Kampf zwischen der Stadt und der Bemag

Die heutige Morgenfigung im Müllprozeß Lettow war in der Hauptsache mit der Dar­stellung des Angeklagten über die Rolle der ein zelnen Persönlichkeiten in der Bipag und der Bemag ausgefüllt. Borher legte er noch dem Gericht Tabellen über die finanzielle Entwicklung der Bipag und über seine eigenen Bermögens­verhältnisse vor.

Im Jahre 1924 warf die Vipag 1861 000 Mark Reingewinn ab, es wurden 21 Proz. Dividende ausgezahlt. Zur Verlesung kommt der Vertrag zwischen der Bemag und der Stadt. Die Bemag war u. a. verpflichtet, die Genehmigung der Stadt für alle Geschäfte einzuholen und die Selbstkosten so niedrig wie möglich zu halten. Der Vertrag war auf drei Jahre geschlossen und lief bei nicht erfolgter Kündigung automatisch auf fünf Jahre weiter. Lettow betont ganz besonders den Kampf, den die Bemag immer wieder mit der Stadt wegen der Verlängerung des Vertrages zu führen hatte. Es sei anfangs die Zusage ge= macht worden, die Frist des Vertrages auf zehn Jahre festzusetzen. Bors.: Wer hat diese Zusage gemacht? Lettow: Sie war ganz allgemein gemacht worden, und zwar von sämtlichen Herren, auch vom Oberbürgermeister Böß. Bors. Welche Stellung nahm der Stadtrat Wege in der Bipag und in der Bemag ein und moher fannten sie ihn? Lettom: Wege. lernte ich als stellvertretenden Aufsichtsrat der Wirt­

u. a.

findet sich mit seiner Frau zur Zeit im Auslande, und zwar in Luzern  , während Friz Rotter bisher nicht in seiner Wohnung angetroffen werden konnte und sich angeblich mit wechselndem Aufent­halt in Berliner   Hotels aufhalten soll. Es haben bereits mehrere Termine zur Leistung des Offen­barungseides stattgefunden, die von den Gebrü= dern Rotter aber nicht beachtet wurden, so daß fich der Gläubiger endlich entschloß, das letzte Mittel anzuwenden, um zu seinem Gelde zu kommen. Verschiedene Pfändungsversuche, die gleichfalls unternommen wurden, sind auch erfolg­los geblieben. Interessant ist, daß in dem Zivil­streit um die Summe ein Prozeß vor dem Amts= gericht stattfand, der aber zu feinem Ergebnis führte.

3entralheizung explodiert Ein Feuerwehrmann verunglückt

Hindersinstraße 9, unweit des Reichstages,

In einem großen Geschäftshaus in der

ereignete sich heute vormittag eine folgenschwere Steffelerplosion in der Dampfheizungsanlage. Der Reffel riß auseinander und die Wassermengen ergossen sich in den Kellerraum Der Luftdruck war so start, daß der Bau in feinen Grundfesten erschüttert wurde. Bei den ersten Hilfearbeiten erlift der Feuerwehrmann Kullad eine Kohlen­oxydgasvergiftung. Der Beamte mußte in die Charité gebracht werden. Die Absaugearbeiten in dem überfluteten Keller dauerten längere Zeit. Die Ursache der Explosion ist noch ungeklärt.

schaftsgenossenschaft der Hausbesizer kennen, der die Bipag zur Müllabfuhr Gespanne   lieferte. Im Jahre 1922 wurde die Wirtschaftsgenossenschaft liquidiert, Wege und Schaul in die Bemag dele­giert. So wurde Wege Aufsichtsratsmit glied der Bemag. Bors: Wieso wurde Bege auch Aufsichtsratsmitglied der Vipag? An geflagter: Ich hatte Wege als ordentlichen und weitsichtigen Menschen kennengelernt, er war auch prominenter Mann in der Hausbesizerbeme= gung, deswegen legte ich auf die Zusammenarbeit mit Wege besonderen Wert.

Lettow schildert darauf die Rolle des Fuhr­besitzers Schulz. Er hat diesen 1922 tennen­gelernt, auch Schulz lieferte der Stadt die Ge= spanne für die Müllabfuhr. er war der größte Fuhrunternehmer Berlins  . Vors.: Welche Stel­lung hatte Reuter in der Bemag? Ange= flagter: Im Jahre 1926 wurde Stadtrat Reuter Dezernent und so auch Aufsichtsrats­vorsitzender der Bemag. Reuter zentralisierte in sehr schnellem Tempo die gesamte Müllabfuhr bei der Bemag.

Auf die Frage des Verteidigers R.-A. Dr. Behrs erklärt Lettow, daß er alles, was er in die Bemag hineingebracht, perloren habe. Die Stadt, die nur mit geringen Mitteln an der Bémag beteiligt war, habe später alles restlos geschluckt. Vors.: Das alles wird in der Beweis­aufnahme zu klären sein.

Rätsel um Olly

Nach 6 Jahren wiedergefunden

Auf eigentümlichste Weise wurde jetzt der Ver­bleib eines Mädchens aufgeklärt, das vor sechs Jahren ihren Eltern aus Dresden   davonge= laufen war Das Mädchen, das sich den Namen ,, DIIŋ" zugelegt hat, war bei ihrem Verschwin­den kaum zwanzig Jahre alt. Der Vater ist Loko­motivführer. Auf die Bermiẞtenanzeige, die die Eltern erstatteten, wurden alle Polizeibe­hörden benachrichtigt. Keine fand das Mädchen. Die Eltern trauerten um ihre Tochter und neigten zu der Annahme, daß sie das Opfer eines Ver­brechens geworden war.

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Ein Zufall wollte es, daß das Geheimnis um die schöne Olly" wie sie genannt wird nach über sechs Jahren gelüftet werden konnte. Eine Frau aus Dresden   war nach Berlin   ge­kommen und unternahm einen fleinen Nacht­bummel durch die Lokale des Berliner   Westens. Dabei wurde sie auf eine elegant angezogene Frau aufmerksam, die dort hinter einer Bar arbeitete. Die Dresdnerin glaubte in ihr eine Schulfreundin wiederzuerkennen. Sie sprach sie an Die Bar­frau verneinte das aber und erklärte, daß sie nie in Dresden   gewesen wäre. Es wurde erneut um Fahndung ersucht und gleichzeitig eine völlig neue Beschreibung ausgegeben. Den Beamten der Ber mißtenzentrale gelang es schließlich, nach langem Suchen das Lokal ausfindig zu machen, in dem das Zusammentreffen stattgefunden hatte. Hier mußten sie aber feststellen, daß die Angesprochene

Mit Spaten gegen Leinwand

Eigener Bericht des Vorwärts" Braunschweig  , 20. Januar. In eine hauptsächlich von Arbeitern besuchte Vorführung des Kriegsfilms Im Westen nichts Neues" zu Fallersleben   drang eine 120 föpfige SA  - Bande aus Braun­ schweig  , die sich sofort mit Spaten an die Zer­störung der Leinwand machte. Nur mit Mühe konnte eine Saalschlacht verhindert werden. Zwölf Landjäger konnten die Störung der Auf­führung nicht verhindern. Die braunen Land­friedensbrecher, die vor dem Kino weiterlärmten, erreichten tatsächlich ein Verbot der Aufführung.

Fallersleben   ist ein preußischer Ort an der braunschweigischen Grenze. Er ist bekannt als Heimatsort des Dichters des Deutschland­liedes, Hoffmann von Fallersleben  . Die braunen Banden aus Klaggeftan haben es also glücklich dahin gebracht, daß auch preußische Drte unter ihren Terror gestellt werden und daß preußische Behörden das Objekt der Störung ver­bieten, weil sie sich der Subjette nicht ere wehren können.

bereits am nächsten Tage ihre Stellung verlassen hatte und dann nicht mehr gesehen worden war. Trogdem ging die Suche von Lokal zu Lokal weiter. Endlich trafen die Beamten auf eine Olly N.", auf die die Beschreibung paßte. Sie bestritt die Gesuchte zu sein. Ihre Papiere wurden geprüft und siehe da sie waren falsch. Nach langem Leugnen gab sie zu, die Gesuchte zu sein. Bor sechs Jahren war sie weggelaufen, weil sie die Welt sehen wollte. Die Eltern wurden be= benachrichtigt und tamen nach Berlin  , um ihre totgeglaubte Tochter zu begrüßen.

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Stimmungsumschwung Toryverluste bei Nachwahl in England Liverpool  , 20. Januar. Bei der gestrigen Nach wahl zum Unterhaus wurde der Konservative Shute mit 15 198 Stimmen gewählt. Silvermann( Arbeiter­partei) erhielt 12 412 Stimmen. Die Mehrheit der Konservativen ist gegenüber der letzten allge­meinen Unterhauswahl stark zurüdgegangen.

Bei den Neuwahlen im Oktober 1931 hatte der tonservative Kandidat 24 038 Stimmen, der Kandidat der Arbeiterpartei 10 894 Stimmen erhalten.

Giftgas im Schlafzimmer

Zwei Lehrlinge erstickt Eigener Bericht des, Vorwärts"

Frankfurt   a. d. D., 20. Januar. Heute früh 7.40 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Hause Bergstraße 132/34 gerufen. Die Lehrlinge Ehrhard Noste aus Dobbernik und Deinas aus Berlin   hatten in ihrem Schlafraum einen Eimer mit glühenden Kohlen aufgestellt, um das kalte Zimmer und über der Kohle auch Wasser in einer Waschschüssel anzus wärmen. Die jungen Leute hatten wahrscheinlich nicht gewußt, daß der offen brennenden Kohle giftiges Rohlenorydgas entweicht. Wäh rend des Schlafes wurden die Lehrlinge von dem Gas betäubt. Als die Feuerwehr und Aerzte eintrafen, war es bereits zu spät. Die Aerzte konnten nur den Tod feststellen.

Die Grippe in England

London  , 19. Januar. In der vergangenen Woche sind in England 1041 Personen an der Grippe gestor ben gegen 681 in der Vorwoche. Das Ansteigen der Krankheit war besonders start in Groß­London, wo 371 Todesfälle zu beklagen waren gegen 163 in der Vormoche In Liverpool   starben 41( 23), in Manchester   49( 22), in Portsmouth  35( 19) Perfonen.

Sie haben genug... Zu der Notiz in Nr. 21 des Vorwärts" wird uns mitgeteilt, daß Gollnom nicht aus der KPD. ausgetreten ist und sein Mandat als Bezirksverordneter nur des halb niedergelegt hat, weil er nach außerhalb verzieht. Gollnow war bisher freigewerkschaftlich und bei der RGO. organisiert.