dung einer Gesellschaft zum Bau einer Europa mit Persien , Indien , Birma und China verbindenden Eisenbahn fein großes Erstaunen verursachen wird. Sir R. M. Stephenson, der feit den legten 34 Jahren bemüht gewesen, ein Ablommen mit der Pforte für den Beginn der Arbeiten in der Türkei zu treffen, ist der Ansicht, daß die Unterhandlungen so weit vorgeschritten find, die Bildung einer Gesellschaft zu rechtfertigen, um die Konzession, die er, wie er glaubt, schließlich erlangen wird, nugbar zu machen. Dem uns vorliegenden vorläufigen Prospekt zufolge beabsichtigt er zur Herstellung von Zweigbahnen in Kleinaften und Perften ein Kapital von Pfd. St. 16,000,000 in 600,000 Attien von je Pfd. St. 20 oder 500 Francs auf zubringen. Es ist im Plane, Pfd. St. 4,000,000 durch Truppen arbeit zu sparen, so daß nur Pfd. St. 12,000,000 zu zeichnen sein würden. Sir R. M. Stephenson hofft, die Regierungen der Länder, welche die Eisenbahn durchschneiden soll, zu bewegen, Truppen für deren Bau zu liefern. Die Pforte hat es indes bereits abgelehnt, diesem Anfinnen zu willfahren."
Die australischen Kolonien find jest in einem ähnlichen Prozeß der Loslösung vom englischen Mutterlande begriffen, wie einst die nordamerikanischen Freistaaten, nur daß er voraussichtlich friedlicher vor sich gehen wird. Im Parlament von Vittoria wurde eine Resolution mit Begeisterung angenommen, welche die Vorschläge der im November und Dezember in Sidney gehaltenen Konvention der auftra- afiatischen Regierungen bestätigt, nämlich: 1) einen Bund der ko lonien zu einer austral- asiatischen herrschaft; 2) die Besißnahme von Reu- Guinea und des Western Irlands für die australische Herr schaft: 3) Schußmaßregeln gegen fremde Sträf linge. Der erste und dritte Punkt des Antrags richten deutlich ihre Spize gegen die britische Regierung, während der zweite der Furcht entsprungen zu sein scheint, daß eine fremdländische Regierung, vielleicht Deutschland , Besitz von jenen Gegenden nehme.
Parlamentarisches.
Durch den vorzeitigen Reichstagsschluß ist, wie die Volfs- Btg." schreibt, bedauerlicher Weise auch ber sozialdemofratische Antrag auf Außerkraftsetzung des sächsischenheimstättengeset es aus dem Jahre 1830 nicht zur Berathung gekommen. Nach dem noch heute in Sachsen gehandhabten mittelalterlichen Gefeße tann nämlich die sächsische Ortspolizei jeden ihr nicht genehmen Fremden an ein Schnürchen anbinden und aus der Stadt hinausschaffen, wie in den lezten Jahren auch sozialistischen Reichstagsabgeordneten geschehen, die sogar im grün- weißen Königreich heimatsberechtigt sind. Die Konservativen beabsichtigen bei Berathung dieses Antrags den alten Antrag von Varnbüler wieder einzubringen, an Stelle des be stehenden Unterstützungswohnsizes das Heimatrecht wieder herzustellen. Damit wollten fie den Erwerb und Verlust des Unterstüßungswohnfiges, welcher gegenwärtig an einen zweijährigen Aufenthalt geknüpft ist, fünftig von einem mindestens fünfjährigen Aufenthalt abhängig machen. Die Kommunen würden dadurch das Recht erhalten, Personen selbst nach einem vierjährigen Aufenthalte, im Falle einer Armenunterstützung, an den früheren Aufenthaltsort zurückzuweisen. Bon liberaler Seite würde sodann natürlich ein Antrag auf Berkürzung der zweijährigen Frist eingebracht worden sein, Denn schon diese ist eine zu ausgedehnte und diejenigen Gemeinden, aus welchen vorzugsweise ein Abzug in industrielle Gegenden stattfindet, erheblich belastet, indem diesen ihren Fas milien zurückgeschickt werden, wenn sie bei ungünstiger Konjunktur an dem neuen Ort ihres Aufenthalts Unterhalt nicht mehr finden.
Bokales.
B. Die Cholera- Epidemie in Frankreich und Spanien hat auch dem hiesigen Reichs- Post- Amt auf Veranlaffung italienischer und portugiesischer Postverwaltungen Gelegenheit gegeben, nachstehende Verfügungen zu erlaffen: Es dürfen bis auf Weiteres auf dem Wege über Frankreich Postpacete( colis postaux) nach Portugal nicht eingeführt werden und find
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( Fortsetzung.)
Bevor Beide die Schwelle des Hauses betraten, sagte Elsen noch zu seinem Sohne:
Kein Wort zu ihr von dem, was früher geschehen. Nie! -nie darf das Mädchen selbst Deine Gattin nicht, etwas davon erfahren!
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Im folgenden Augenblic lag er an der Brust Helenens und Beide weinten, die Herzen voll Leid, doch auch Thränen süßer, hoffender Freude!
Am Nachmittag wurde van Owen still zur legten Ruhe gebracht. Nur Margarethe Lorenz begleitete seine Leiche- während das Gericht die Wohnung, sowie die Villa in Auteuil verschloß und verftegelte. Was auf diesem Wege in der Brust der bleichen Frau vorging wer vermag es zu schildern! Ihr Weh und Leid wollte sie schier zu Boden drücken, und als Erlösung verlangte fie mit dem Todten eingescharrt zu werden. Doch ein Engelsbild hielt sie aufrecht- ihre Tochter war es, die sie zu neuem Leben ermuthigte.
Aus Gerhard's Bericht hatte sie den Aufenthalt der Schwester ihrer Mutter in Paris erfahren. Wußte die alte Frau Grein doch nun auch durch Elsen, daß Margarethe in ihrer Nähe weile, wie sie auch ahnte, daß fie die Verlorene bald wiederfinden und sehen würde.
Ja, jeden Augenblic, wenn sich die Thür ihres Stübchens öffnete, glaubte sie dieselbe eintreten zu sehen.
Da öffnete fich wieder die Thür, eine schwarz gekleidete, doch marmorbleiche Gestalt tritt herein und wirft fich weinend der alten Frau zu Füßen, ihre Hände ergreifend, mit Thränen beneßend und ihr mit jammerndem Ton das Wort: Verzeihung Verzeihung!" zurufend.
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An ihr Herz 30g Mutter Grein die bleiche Frau, und fie auf die Stiene füffend, sagte fie, sobald ihre Thränen ihr nur erlaubten zu reden:
Bist Du endlich da, Margaretha? Lange bist Du von mir geblieben. Aber sei ruhig, ich zürne Dir nicht mehr, und vir wollen von nun an vereint sein.
Siebentes Kapitel.
Nach den Jahren des Leidens.
Am folgenden Tage stand der Abreise von Vater und Sohn nichts mehr im Wege.
Gerhard hatte sich wieder vollständig erholt und Elsen noch Verschiedenes geordnet. Mit Hold batte er eine Unterredung gehabt, dann war er zu der Kleinen Familie Grein gegangen.
Der ehrliche Tischler und seine Familie bedurften zu ihrem stillen Glücke feiner außergewöhnlichen Hilfe mehr.
Ein Versuch Elsens, den wackeren Mann zur Annahme einer größeren Summe zu bewegen, um sein Geschäft ausbreiten zu können, wurde von Friedel dankend, doch entschieden abgelehnt.
Gerührt drückte Elsen dem Manne, der da in der Arbeits
die Bostanstalten deshalb veranlagt worden, Postpacete dahin fortan nur für den Leitweg über Hamburg anzunehmen. Ebenso ist der Austausch von Postpaceten und sonstigen Backetsendungen mit und ohne Werthangabe mit Sar dinien und Sizilien gänzlich eingestellt. Backet ſendungen nach den genannten Inseln sind daher bis auf Weiteres von der Annahme ausgeschlossen.
* Eine großartige Schlägerei hatte sich, so erzählt die ,, Stsb. 3tg.", am Montag Abend zwischen Arbeitern und " Louis" in der Nähe des Sedan - Panoramas entsponnen, zu welcher die letzteren die Veranlassung gegeben hatten. Die Schlägerei zog sich bis zum Alexanderplay hin und nahm einen blutigen Verlauf, da die„ Louis" nach bekannter Manier als bald zu den Messern gegriffen hatten. Einem Arbeiter wurde von folchem Mefferhelden die Backe vollständig aufgeschlißt. Ungefähr 20 Verhaftungen mußten vorgenommen werden, ehe es gelang, die Ruhe wieder herzustellen. ,, Wann endlich wird die Zeit kommen, in der es gelingen wird, durch geeignete Maßregeln dieses licht- und arbeitsscheue Gesindel der ,, Louis" wenigstens aus den belebten Stadtgegenden zu vertreiben:" Also aus den belebten Stadttheilen" soll das Gefindel nur verdrängt werden? Wo soll es dann aber hin? Vielleicht in die unbelebteren Stadttheile? Dahin, wo hauptsächlich der Arbeiter wohnt, der bekanntlich des Nachts nur wenig auf den Straßen zu thun hat? So soll es da vielleicht hauptsächlich sein Wesen treiben? Das wenigstens aus den belebten Stadtgegenden" ist recht bezeichnend für das edle Blatt, welches immer noch mit Vernunft für Recht und Wohlfahrt streitet und nach der Orthographie von Johann Ballhorn stilifirt wird.
v. Luftschifffahrten sind kein grober Unfug, so ents schied wenigstens gestern das Charlottenburger Schöffengericht, indem es den Luftschiffer Opis in der unsern Lesern bekannten Anklage freisprach.
ausreichten, stahl er einfach packetweise Damen- und Kinde tags soll i wäsche, die er zu einem Spottpreise verschleuderte. Von de wovon mo Verhaftung des Händlers, bei welchem er die gestohlenen Sachet Das gehö verkaufte, ist Abstand genommen, weil dieser glaubhaft nach 2 Tage weisen fonnte, daß er von der Herkunft der Gegenstände kein geht, doch wirklich ni Kenntniß hatte. Ein
N. Unglücksfall durch Ueberfahren. Gestern Abend i der 7. Stunde fiel der 16 jährige J., welcher als Aufpaffer au der zweiter einem Speditionswagen angestellt war, in der Neuen Friedrid angeflagt straße so unglücklich von dem Wagen, daß er einen doppelte Hennig au Fußbruch erlitt, der durch das Ueberfahren des Fußes herbei Kürschner geführt worden war. Der Verunglückte mußte nach dem Alagten ein gemeinen städtischen Krankenhause gebracht werden.
war und i
B. Im Frankfurter Viertel, namentlich in der große der Tochte Frankfurter, fl. Frankfurter , Waßmann- und Elisabeth- Straß stellen, wi zirkulirt gegenwärtig unter den dortigen Anwohnern ein Unterschlag Petition an die Bau- Deputation. In diesem Straßen davon war quadrat befindet sich der große, der Neuen Berliner Pferde fuchter Er bahn- Gesellschaft gehörige Kompler, auf dem das Depot errid mit erdrück tet ist. Zu diesem Grundstück führt nur ein Aus- und Ein felbe thörig gang. Da aber auf dem Grundstück die Fourageräume find abzuleugne in welchem ca. 1000 Ctr. Heu und Stroh lagern, so find bein Der Gerich event. Ausbrechen eines Feuers sämmtliche Grundstücke auf da R. Gr höchste gefährdet und im vorigen Jahre wurde beim Ausbru Vor dem eines fleinen Feuers nur durch sehr günstige Umstände angeklagt Gefahr beseitigt. Außerdem fönnen auch taum 24. Mai J ,, eine runte Pferde, circa 230 an der Zahl, geborgen werden. Die Betenten find daher dahin vorstellig geworden: Dschlagen zu l Direktion der genannten Gesellschaft aufzugeben, mindesten des in Bed für noch einen Aus- und Eingang Sorge tragen zu müssen. Riegel.. S a. Der reiche Onkel, jene sagenhafte und geheimnißvol thalerstraße Person, die in gewissen Fällen eine ähnliche Rolle spielt, Nationale Der große Unbekannte" in Verbrecherkreisen, hat dem Sattle fo habe le meister D., der übrigens im Schwindeln bewanderter zu verseßt. scheint, als in der Herstellung von Lederarbeiten, zu eingeklagte ar allerdings nur wenige Tage währenden vergnügten Leben wurde dah holfen. Er verstand es meisterhaft, Fabrikanten durch Hiresp. entsp
a. Eine gefährliche Badegästin ist das stellenlose Dienstmädchen Marie R. Dieselbe benugt die öffentlichen Badeanstalten weniger zu ihrer förperlichen Erfrischung, als zuweisung auf den„ reichen Onkel", der übrigens nur in ſeinnahm an, Diebstählen. Sie untersucht mit liebevoller Sorgfalt die in dem gemeinschaftlichen Garderobenraum aufgehängten Kleidungsstücke der Badenden, und bei dieser Gelegenheit bleiben denn gewöhnlich die Portemonnaies an ihren Fingern fleben. Für einen solchen Geniestreich, den sie gestern in der Badeanstalt für Frauen an der Schillingsbrücke ausführte, wurde sie vorläufig taltgestellt.
Er w einer gan 19 jährige theilung de
Phantafie eriftirte, Waaren in ziemlich bedeutendem Betro doch nicht abzuschwindeln und mit denselben zu verduften. Er ließ seinem Laden nur eine Nähmaschine zurück, die einem zahlungsgeschäfte entnommen war und worauf er nur 10 angezahlt hatte. Als er endlich in einem Schanklokale fe genommen wurde, besaß er nur noch wenige Mart, so b werden.
Werthschäßung der Engländer. Den englischen Meistern seine zahlreichen Gläubiger jedenfalls das Nachsehen haber verschie
werden in den sich in der Umgebung Berlins stetig mehrenden Fabriken, in denen bisherige englische Spezialitäten hergestellt werden, sehr hohe Löhne gezahlt. So bekommen z. B. in den Plüsch- und Shoddy- Fahriken die Engländer bis 150 Mark wöchentlich; während ein deutscher Meister, der dasselbe leisten muß, nur 30 bis 35 Mark erhält. Die Engländer jagt man fich förmlich ab. Die deutschen Meister behaupten, die Vorzüge der Engländer beruhen auf Einbildung. Die Engländer fnausern übrigens nicht; fie essen vorzüglich und ihre Frauen machen großen, wenn auch nicht immer geschmackvollen Staat. Sie können sich ja das auch leisten, wenn die deutschen Fabrifanten, die bekanntlich unter gewissen Umständen sehr in Patriotismus machen, es vorziehen, theure ausländische Arbeiter gegen gleich gute, billigere einheimische in ihren Etablissements anzustellen.
Beim Schuhmacher Schaub wurde in den letzten acht Tagen dreimal gehaussucht. Zweimal hatte man nichts mitgenommen, das legte Mal hielt man es jedoch für angezeigt, die in je einem Eremplare vorhandenen Exemplare der Lassalleschen Schriften in polizeilichen Gewahrsam zu nehmen. Ebenso wurde bei dem Drechsler S., Wiener- Str. 30, eine Vifitation der Wohnung vorgenommen. Ein Resultat wurde nicht erzielt.
a. Immer nach der Decke strecken! Wenn der 22jäh rige Kommis R. dieses alte Sprüchwort beherzigt hätte, so fäße er jegt nicht hinter Schloß und Riegel. Derselbe hatte jeden falls noble Paffionen, die er von seinem Gehalt nicht befriedis gen konnte. Er erlaubte fich daher zur Ausgleichung dieses Uebelstandes zunächst einige fühne Griffe in die Ladenkasse feines Prinzipals, die augenblicklich nicht entdeckt werden konnten. Als diese unredlich erworbenen Gelder aber auch nicht
schürze vor ihm stand und so ehrenhaft dachte und sprach, die Hand: hierauf sagte er, anfänglich ernst, dann in leichterer Weise:
Da Sie meine weitere Hilfe zurückweisen, so werden Sie fich auch die Folgen zuzuschreiben haben, welche diese Weigerung nach fich ziehen wird. Sie müssen Ihr Atelier, Ihren Holzvorrath aus eigenen Mitteln vergrößern und vermehren, denn ich gedenke Sie sehr in Anspruch zu nehmen- obgleich Sie mein Renaissance- Meublement noch nicht einmal vollendet haben. Ich brauche nämlich die Einrichtung für ein ganzes Hotel und für zwei Familien, und die müssen Sie mir schaffen. Heute noch reise ich mit Gerhard in die Heimath, in acht Tagen find wir Alle wieder hier, und ist die Trauerzeit vorbei, so gedenke ich sofort die Verbindung zu feiern zwischen meinem Sohne und Ihrer Koufine Helene!
Ein mehrfaches, recht staunendes ,, Ah!" ließ sich hören. Gerhard hatte innigen Abschiend von Helene und deren Mutter genommen, wie auch Elsen; der Wagen, der sie nach den Meffagerien bringen sollte, rollte daven, und die beiden Frauen blieben in der großen Wohnung Elsen's zurück und allein für mehrere Tage.
An Annette schloß sich Helene gerne und freudig an, und dem heiteren Temperament der jungen Frau, ihrem herzlichen Entgegenkommen war es hauptsächlich zu danken, daß Helene Gerhard bei deffen Rückkehr ruhiger und auch schon mit einem heiterem Lächeln begrüßen fonnte.
Am Tage nach ihrer Abreise von Paris langten die beiden Männer in C. an.
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Je näher dem Ziele der Reise, je ernster, im Innern er regter war Elsen geworden, während Gerhard seine Freude, die Mutter wiederzusehen, überraschen mit so frohen Bot schaften überraschen zu dürfen, nicht zu mäßigen vermochte. Endlich waren fie angelangt.
Doch ein recht befremdendes Staunen überkam den jungen Mann, als sie nun an dem Viertel vorbeifuhren, in dem die Mutter wohnte, und auf seine erregte Frage antwortete der Vater nur:
Wir gehen zu ihr!
Doch immer weiter rollte das Gefährt; bald hatte es die legten Häuser, den Ausgang der Stadt erreicht, und durch die alte gewaltige Thorveste ging es hinaus in's Freie.
Nun wußte auch Gerhard, wohin der Weg führe, und stiller wurde er, während eine Thräne sein Auge neste.
Vor einem großen Gitterthor hielt endlich der Wagen, und schweigend stiegen beide Männer aus.
Gerichts- Zeitung.
gewußt, b Unter den Optiker, de Geschäftsle Auftrage fe
R. A
R. Sonntagsentheiligung. Vor dem SchöffengeriBrieftascher erschien der Kolporteur Jähne, um sich wegen Sonntagsen Präsidente heiligung und Uebertretung der Polizeivorschrift zu verarbie Fernro worten. Der Angeklagte erschien auf der Anklagebant, behangangegeben, mit zwei großen Plakaten, wovon das eine auf dem Ridenwerden un das andere auf der Brust hing- und auf welchen in groepesen, als Buchstaben zu lesen war: Führer durch den Grunewald " Präside Die Sonntagsentheiligung soll Angeklagter durch den Verkwollten Si von Druckschriften unter der Kirchzeit begangen haben; öthigen R Uebertretung dadurch, daß er im Thiergarten Druckschrift Sie werden verkauft habe. Der Angeklagte gab die Richtigkeit der Antiohach Plöße zu, führte indeß bittere Klage über den Schußmann, weldhandlung ihn denunzirt habe. Der Mann droht fortwährend mich Wochen G zuzeigen, nicht einmal dem Pferdebahnwagen soll ich nachlauf ich muß doch dem Wagen nachlaufen, da er doch keine Buhaben. hat und mir entgegen lommen fann."- ,, Bezüglich des Adler denu faufs von Druckschriften im Thiergarten berufe ich mich Rirchzeit di meinen Legitimationsschein, worauf gedruckt zu lesen ist, bezahlen, e ich in allen Straßen und auf allen öffentlichen Plägen Schöffenger Druckschriften handeln kann. Amtsanwalt: Sie geben rüfter Hei zu, daß Sie die Uebertretungen begangen haben; es ffnen müf Ihnen bekannt sein, daß im Thiergarten nur Selterwaffer a es tein Milch verkauft werden darf, ich beantrage für beide hervor, daß 4 Mark oder 2 Tage Haft. Präsident: Haben Sie noch eithür zu ſc anzuführen?" Angefl.: Meine Herren, ich weiß gar nicht maher hätte was ich thun und lassen soll: im Thiergarten soll ich nemacht we verkaufen, dem Pferdebahnwagen soll ich nicht nachlaufen, So
Elfen hatte sich nicht getäuscht.
Diejenige, welche er suchte, Iniete dort auf dem Grabe i
Kindes.
Blu
Drauß
Noch einen legten langen Blid wirft sie auf den mit Von dem Grabe ihres Kindes erhebt sich Frau C men bedeckten Hügel, auf das fleine Kreuzchen mit dem Ramelmanda un " Bertha", dann wendete sie das Haupt und verläßt langi den Drt.
Herr S ahm die erdirbst a Ein Geräusch glaubt sie hinter sich gehört zu haben. best ma Langsam, mit Staunen und Bagen, wendet sie den Deverdorf, git dir fpre wieder nach dem Grabe hin. Was erblickt fie?!
Doch nach den ersten Schritten hält sie inne.
Emil
Auf derselben Stelle, wo sie gekniet, fniet nun ein Ma chem Händ einen Kranz von Immortellen hat er auf das Grab gelegt, mmer eine das Haupt niedergebeugt. nd begrub
Emil
Ueberraschung und Schrecken erfassen die Frau. Es ist so ste täuscht sich nicht! Es ist Elsenillend freu Gatte- Hubert Elsen!
en zwar u Man
Seinen Namen will ste schreien, doch sie vermag es wünsche, an Furcht und eine Aufregung, die sie gewaltsam und immer erfaßt, hindern sie daran, denn sie erinnert sich nur zu gut Bernheim legten Zusammentreffens mit ihm auch beginnt der
zu reden.
ne an ihr
ie andere it dem S
Sprachlos- athemlos steht fie da und horcht. Immer erregter, lauter spricht Elsen, seine Stimme sitteinen war sein Auge ist naß, während die Frau vor unendlicher F Da er nach einem Ton oder Thränen ringt, um ihrem Herzen, en Sonne Die ga zu zerspringen droht, Luft zu machen. Doch fie vermag w zu weinen, noch ein Wort hervorzubringen. fen Mun
Endlich nimmt sie ihre legten Kräfte zusammen, welche ihrer begr Aufregung noch gelaffen, und Hubert! mein Subernde, den m jungen rufend, taumelt fie auf Elfen zu, an deffen Seite fie auf Grabe ihres Kindes niederfinkt
Nun stürzt auch Gerhard hervor und mit lautem zu der Mutter.
iher und in Aufsehe lid ihres
oden schla
Ihm w
gen Ange
Frau Elsen schlägt die Augen wieder auf. Sie wa Ohnmacht gefuufen. Ihr Blid trifft den Gatten Sohn, welche bei ihr weilen, fie umarmen, mit Liebesbaan? Tägl halten, und ihr freudiges Weh löst sich nun in linde Herzen, r strafend Thränen auf. Hubert! mein Hubert! so haucht ne ihm ruft Thränen lächelnd zu. Dieser Augenblid fühnt Alles und was wahr febrt all mein Leid in unendliches Glück. ren, daß
träglich. Und d
Zu viel des Glücks, o Herr, hast Du mir nun gegeurschen, ruft sie zu ihrem Sohne gewendet. ruft sie zu ihrem Sohne gewendet. Nun will ich nicht emißheit beweinen, daß meine Tochter von mir gegangen ist! Friedens führte, auf der wir ihn vor nur kurzer Zeit schon sa Zufried Und Du sollst fie wiederfinden, Mutter, in meiner Hel Noch eine Weile blieben die Wiedervereinigten an ho boch be
Elsen überschritt die Schwelle, welche zu der Stätte des
einmal gesehen.
3wei Kränze von Immortellen nahm Elsen von dem Tische eines ambulanten Gärtners des Friedhofs. Einem entfernten einsamen Bläschen, das Gerhard wohl kannte, das Elfen nicht vergessen hatte, ging es zu.
Ruhig lag die weite Stätte des Todes vor ihnen; mit ihrem sanften Golde überströmte die Abendsonne die Gräber der Armen und Reichen, wie damals, als Elfen die so einsamen Wege zwischen Hügeln und Steinen gewandelt.
Bald hatten sie den Ort erreicht; schon konnten sie das bescheidene Kreuzchen des Hügels sehen.
Grabe.
is dem D
Gatten, Jahre des Leidens! Doch sie waren vorüber und meidiger Zwanzig Jahren waren vorübergegangen für die bebildeter neues Leben sollte beginnen.
großem hd Angeli Nur wenige Tage gedachte Elsen mit seiner Gattin fer innere Gerhard in C. zu bleiben.
( Fortsetzung folgt.)
*) Nach