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Beilage zum Berliner Volksblatt.

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Lokales.

Sonntag, den 28. Juli 1889.

man nach den obwaltenden Umständen auf den Genuß von franker Milch zurückführen zu müssen glaubte. Es stellte sich denn auch heraus, daß auf einem Gute mit 90-100 Kühen eine mit Bläschenausschlag verbundene Euterkrankheit der Rühe vorhanden war und daß gerade diejenigen Konsumenten, welche die Milch von den betreffenden Kühen erhalten hatten, am Scharlach erkrankt waren. Weitere Untersuchungen des in den Bläschen enthaltenen Bazillus und leberimpfung desselben auf ein Ralb führten den betreffenden Forscher zu dem Resultat, daß die bei dem jüngsten Ralbe auftretenden Krankheitserschei nungen eine außerordentlich nahe, in vielen Punkten absolute Uebereinstimmung mit denen des Scharlach beim Menschen Uebereinstimmung mit denen des Scharlach beim Menschen zeigten. Auch die Maul- und Klauenseuche der Kühe fann erfahrungsmäßig durch den Genuß der Milch derselben auf Menschen übertragen werden. Man sieht hieraus also, wie nöthig es ist, die Milch vor dem Gebrauch aufzukochen und durch die Siedehize alle darin etwa enthaltenden Ansteckungs­stoffe unschädlich zu machen. Also noch einmal: Das Trinken von Milch, wie sie von der Kuh tommt, d. h. unaufgekocht, ist gefährlich!

In dem kürzlich gemeldeten Unglücksfall, welcher burch leichtsinniges Umgehen mit Petroleum stattfand, wird ge­Schrieben: Die Technik ist glücklicher Weise soweit gekommen, bas Petroleum ungefährlich zu machen, wenn es nicht in direkte Berbindung mit Feuer gebracht wird. Aber gerade das ist es fälle läßt den Schluß zu auf den Umfang, den die Gewohn was die Frauen so viel thun, die große Zahl der Unglücks­heit gewonnen, denn nicht immer ist das Ende ein fürchter und es soll das nur eine Anregung würde es sich empfehlen, wenn den Frauen durch eine Betige, unausgefekte, nicht zu übersehende Warnung die Gefährlichkeit des Petroleums vor Augen gehalten würde. Die in dem Hause verwendeten schädlichen Mittel müssen, wenn man fie beim Apotheker oder beim Droguenhändler kauft, deuts lich erkennbar ein Zeichen haben, daß sie giftig sind. Nur änßerlich zu verwenden" steht auf der einen Flasche," Gift" auf der Zuckersäure, die zum Polieren verwendet wird, selbst das Fliegenpapier muß einen Todtenkopf" tragen und das Wort bas zum Reinigen gebraucht wird. Vielleicht würde es etwas Gift Feuergefährlich steht auf jedem Fläschchen Benzin, helfen, wenn auf jeder Petroleumflasche und auf jedem Bes hälter, in dem Petroleum gekauft wird, in großen Lettern ein Etiquette stände: Lebensgefährlich, wenn ins Feuer gegoffen" oder etwas Aehnliches, also eine Warnung, auf die noch im letten Moment das Auge fällt. Vielleicht giebt es Leute, lernen? elde meinen, daß Angesichts der unausgefeßten Warnungen fhließlich Jeder die Folgen seines Leichtsinns selbst tragen muß. Das wäre richtig, wenn nur die Strafe nicht in einem so ent­feblichen Mißverhältniß zum Versehen bestände und wenn nicht mann- Cofel die Drohung hinwarf, die ganze Rompagnie könne

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wie es bei Feuer oft der Fall ist eingezogen würden. Das in Vorschlag gebrachte Mittel ist nicht erschöpfend. Es wird den Leichtsinn im Umgehen mit Petro­leum nicht aus der Welt bannen, aber es mag ihn vermindern,

Zu dem empörenden Fall von Soldatenmißhand­lung bringt die Volks- Zeitung" folgende Reminiszenz eines Mitarbeiters:

Ist es möglich, daß Menschen so verroht sein sollten, aus Grausamkeit ihren Kompagniekollegen zu mißhandeln, oder ist es nicht vielmehr die Subordination, welche dieses bejammerns­werthe Opfer gefordert hat? Nur in diesem Sinne fann man den Brief des Hauptmanns von Horn an die unglücklichen Eltern verstehen, der von einem Tod im Dienst des Vater­landes und des Königs" sprach. Denn als Lieutenant v. Neu­wegen des einen Ungehorsamen verschliffen" werden, war es bei dem Unteroffizier Kuwalski felbstverständlich, daß die ganze Kompagnie für dies Wort Rache an diesem Einen nehmen denn dergleichen geschieht schon seit undenklichen

es mag dazu beitragen, die schreckliche Liste der Unglücksfälle Beiten in der preußischen Armee. Das Petroleum aus der Welt zu verbannen, ist nicht angängig. Erzähler nachfolgender trüben Erinnerung in einem kleinen So muß man wenigstens darauf finnen, vor seiner mißbräuch lichen Anwendung in weitgehendster Weise zu warnen.

Im unheilvollen Bruderkriege von 1866 z. B. stand der Orte vor Prag , auf dem Rückmarsch in die Heimath begriffen, denn der Friede war zu Nikolsburg geschloffen. Mit welchen Gefühlen ward dieser Marsch angetreten? Gehörte sein Re­giment, das brandenburgische Füsilier- Regiment Nr. 35, doch

6. Jahrg.

stehen dann und wann erschien er im Schlafrock und der Zigarre im Munde am Fenster, um überlegen hinabzublicken. Endlich, nach stundenlangem Harren in Uniform lautete seine erfte Frage an die armen Sünder: Nun, haben Euch Eure Kameraden schon verschlappt? Ihr Schw- t- e. Ihr seid werth, daß Euch wer vermöchte die Schimpfworte wiederzu­geben, die der Rehle eines Vorgesetzten bei solcher günstigen Gelegenheit entströmen? Das Berschlappen" von Seiten der Kameraden, zu dem direkt vom Hauptmann M. aufgefordert wurde, fand indeß in diesem besonderen Falle nicht statt, denn die Erbitterung über die erlittene achttägige Unbill war zu groß, als daß sich willige Frohnknechte gefunden hätten. Doch in Luxemburg , der alten Bundesveste, da geschah es oft, daß auf direkte Aufforderung des Vorgesetzten hin die Stubenfames raden ihren malprobren" Kollegen über einen Stuhl legten und schlugen, daß ihm wochenlang das Niedersizen schwer fiel.

Das sind Bilder, die ein alter Soldat gern in die ver­borgenste Rumpelfammer stellt, die aber plöglich wieder auf­leben, von selbst hervortreten und stumm und doch so beredt auf das neueste Opfer des alten Regimes, des blinden Gehor­sams, der fühllosen Subordination zeigen!"

Von Wichtigkeit für die gewerkschaftlichen Organisationen ist das Erkenntniß des Reichsgerichts, wel­ches den Begriff der Politik" definirt und in dem Organe des allgemeinen deutschen Tapezierervereins fürzlich mitgetheilt ist. Die Definition des Reichsgerichts ist weiter und daher für unpolitische Vereine gefährlicher als diejenige, von welcher das hiesige Landgericht bisher ausgegangen ist. Nach der Definition und Judikatur des Landgerichts sind solche Erörterungen und Bestrebungen politische", welche eine Einflußnahme auf die staatliche Gesetzgebung bezwecken. Das Eigenthümliche ist, daß es hiernach nicht auf den behandelten Gegenstand, sondern auf die Tendenz der Behandlung ankommt. So würde eine Dis fussion über die Sonntagsarbeit politisch sein, wenn die Theilnehmer sich für die ungehinderte Sonntagsarbeit erklären. Nach dem Eingangs erwähnten Reichsgerichtserkenntniß wird eln Verein zu einem politischendurch Beschäftigung mit Ver­faffung, Verwaltung, Gefeßgebung, staatsbürgerlichen Rechten oder internationalen Verhältnissen." Ferner wandelt sich eine gewerbliche Koalition in einen politischen Verein um und unterliegt mithin den Beschränkungen des Vereins- und Ver­sammlungsrechtes, sobald sie die Organe und die Thätigkeit des Staates für sich in Anspruch nehmen", also nicht noth­

Milch als Verbreiter von Krankheiten. Ein Fach­mann schreibt uns: In Nr. 172 dieser Zeitung findet sich unter ber Spigmarke Ueber die Gefahr der Verbreitung des Typhus Engpässe des Böhmer Waldes muthig schreitend, dem Feinde" wendig die Gesetzgebung, sondern auch schon irgend eine andere

das Gefecht bei Münchengräß lieferten, dann im Siegeslauf bei Königgräß den Ruhm der preußischen Waffen besiegelten. Und icht, mit der schaudervollen Erinnerung an das Ver­gangene, an Ströme von vergossenem Blut, und mit der bangen Frage an die Zukunft: Was nun?" ging's heim! Der Gegenwart freute sich, wer leichtlebigen Sinnes die Feste zu feiern verftand, wie sie fielen d. h. wer von der Mutter, einem guten Onkel oder einer zärtlichen Braut dann und wann

burch die Genossenschaftsmolkereien" eine der Hann. land- und foritmo. Zeitung" entnommene Notiz, in welcher mitgetheilt wird, daß in der Gegend von Lingen , durch die Milch eines Bauern= gutsbesizers, in dessen Hause der Typhus herrschte, die genannte Binberuf Krankheit durch die Milch, in welche vermuthlich auf irgend eine Weise Typhus bazillen hineingelangt wären, auf die Empfänger derfelben übertragen worden sei. Wenn nun dieser Fall den Beweis liefert, daß Krankheiten des Men= hen durch die Milch weiter verbreitet werden können, so ift fubftantielle Grüße aus der Heimath empfing- sonst war Alles Die Gefahr der Uebertragung von thierischen Krank beiten durch die Milch doch noch eine bei weitem größere. So fann man sich nach den in neuerer Zeit ge= Beugung verschließen, daß durch den Genuß von Milch tuber­

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er Stübe beim Menschen die Schwindfucht hervorgerufen wird und die Gewißheit dieser Ueberzeugung ist um so trauriger, als Thiere leben, zu erkennen nicht einmal dem Arzt oder Thierarzt, bie Tuberkulose in ihren Anfangsstadien und so lange die geschweige denn dem Laien möglich ist. Es kann daher nicht genug vor dem Genuß von Milch in rohem, ungekochtem Zu ftand gewarnt und ein der jedesmaligen Verwendung vorher gehendes Aufkochen derselben als unbedingt nöthig hergestellt werden, wie dies auch in der Notiz in Nr. 172 geschieht.

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auch grau in grau! Doch hier in diesem Neft - der Name steht in einem alten Tagebuch, das sich nicht mehr auffinden läßt, thut nichts zur Sache hier also ereilte uns der Korpsbefehl, daß aus den Truppen wieder Soldaten" gemacht werden sollten. Was waren wir bislang gewesen? Vielleicht eine Räuberbande"? Wir wurden bald darüber aufgeklärt. Eine Frist von acht Tagen sollte uns gewährt sein, um sämmtliche Armirungs- und Montirungsgegenstände wieder garnisonmäßig in Stand zu bringen. Ein merkwürdiger Befehl, nachdem fast ein Jeder von uns einzelne Ausrüstungsgegenstände theils in den Schlachten, theils in den Bivonals eingebüßt hatte, die hier in diesem Nest unmöglich zu beschaffen waren. Nun be­gann ein Drillen, ein Ererzieren a la Refrut, und die Sol­daten, die mit affenartiger Geschwindigkeit" bis unter die Thare Wiens vorgedrungen wareu, mußten hier in Feindes­

auch mancher anderen Krankheit wegen geboten, wie folgender land, unter den Augen der Ueberwundenen langsamen Schritt Diese Vorsicht ist aber nicht nur der Tuberkulose, sondern

theilt. Dr. Vieth ist ein Deuischer, war früher Assistent des Fall beweist, welchen Dr. Paul Vieth der Milchzeitung" mit­Herrn Prof. Dr. Fleischmann an dem milchwirthschaftlichen Juftitut in Raben bei Lalendorf in Mecklenburg und leitet jett

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üben stundenlang und sich dabei von den Bauern aus­lachen lassen. Endlich waren die acht Tage um und jezt hieß es, vor Hauptmann M. Appell abnehmen mit Nachsehen der Sachen. Dem prüfenden Blick des Gestrengen entging nichts, vom obersten Rockhaken bis zur Stiefelfohle wurde alles

Londons , nämlich dasjenige der Aylesbury Dairy Company. gemustert, diejenigen aber, an denen sein Adlerblick allerlei Derselbe schreibt: Es trat zu Ende des vorigen Jahres in mehreren Bezirken Londons eine Scharlachepidemie auf, welche

Sonntagsplauderet.

R. C. Nachdem Professor Virchow­

fonstatirt hat, daß der

Fehlendes entdeckte, mußten stundenlang mit vollständigem Gepäck in der heißen Gluth des Mittags vor seiner Thür

was man unter einem Häuptling zu verstehen hat. Das faun uns jedoch nicht fümmern, wir haben angesichts der Judianer einfach zu schweigen, unser Eintrittsgeld an der

Thätigkeit des Staates. Außerdem heißt es noch:" Nicht lediglich die allgemeine Tendenz und das letzte Ziel, sondern zugleich Form und Mittel der Vereinsbestrebungen entscheiden darüber, ob fie politischen Charakter an sich tragen."( Immer­hin scheint den verschiedenen Auslegungen des§ 152 der Ge­werbeordnung hiernach ein Ende gemacht, insofern zu rein wirthschaftlichen Zwecken Vereine in Verbindung treten dürfen. Also z. B. zu Streifs oder zu Unterstüßungen von Streifs. Bisher stand dies nicht einmal fest.)

Aus dem sogenannten vorderen Vogelhause des 3oologischen Gartens, in dessen Inneren jeßt, wie bekannt, passende Wohnungen für kleine Vierfüßler hergerichtet sind, haben wir wieder eine ganze Reihe von Neuigkeiten mit­zutheilen, die, wenn sie auch mehr zu den unscheinbaren 3wergen als zu den prächtigen Riesen der Thierwelt gehören, doch die Besucher lebhaft interessiren dürften, weil sie in anderen Gärten wenig oder gar nicht zu sehen sind. Da sind jetzt in der unteren Käfigreihe des Hauptraumes zunächst eine Anzahl der allerkleinsten unter den Raubthieren, für die hinten im neuverjüngten fleinen Raubthierhause die Käfige noch zu groß und die Gitter zu weit sind. Der hübsch goldgelb ge­prenkelte Winkelbär mit langem Griffschwanz, ein eigenthümliches nächtlich lebendes Baumraubthier der südamerikanischen Urwälder; dann mehrere Arten Ichneumonen, darunter der indische Mungos, der in seinem Vaterland als eifriger Mäuse- und Schlangen­jäger viel zahm gehalten wird und an Ruhm so beinahe seinen altägyptischen Verwandten erreicht; ferner der Grifon oder der Bandiltis, ein fleiner, flinker Strandräuber der füdamerikanis schen Flußufer, auffallend durch seine merkwürdige Färbung, helle Ober- und dunkle Unterseite, und schließlich 2 Vertreter der sogenannten Rollmarder, langschwänziger nächtlicher Raub thiere aus den Tropen Asiens und Afrikas , mit hübscher Zeich­nung des Felles, wovon der eine, ein sehr seltenes Stück, den

zum wievielhundertsten Male aristokratischen Abkunft der etwas ruppig aussehenden welt! bekannten Bruder hat, der auch die Bretter betritt, beutefüchtige Ausstellet, der irgendwo hier in Berlin tief- Kasse zu deponiren, und alles schön zu finden, was uns die Bourgeois Presse in's Mittel, ein Schauspieler

marze Neger für Geld sehen läßt, einer der gerissensten

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doch halt, da haben wir uns

Geschäftsmenschen ist die Herrschaften vorzuführen geruhen. Es ist nicht unseres aber einmal gründlich verschrieben. Amtes, ein Urtheil über indianische Sitten und Gebräuche abzugeben, selbst bei oberflächlichem Betrachten konnte Herr Professor Birchow hat konstatirt, daß die Neger jedoch sofort festgestellt werden, daß sich das Be baber gekommen sind, wo sie im geliebten Afrika am tragen der Rothhäute wesentlich von dem Be­fchwärzesten gedeihen. Die Zeitungen bemühten sich in gerade uicht einer so füßen Eintracht, den Worten des berühmten Ge­nehmen unserer akademischen Jugend zum Vortheil der letzteren unterscheidet. Ein alter lehrten die weiteste Verbreitung zu geben, wie man sie sonst Häuptling, der mager ist wie ein Besenstiel und mur findet, wenn es gilt, die bösen Sozialdemokraten zu feinen 3ahn mehr sein eigen nennt, hat nicht die Hälfte von den Narben auf dem kampferprobten Leib, wie sie der erste Allerdings

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auf sie zu lenten. Doch das macht nichts, Alles gedeiht beste, echt deutsche Student im Gesicht trägt.

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hätte ihn zu den Uebrigen gelegt. Aber ein Schauspieler, der noch dazu einen in den Kreisen der sogenannten Lebe­Da legte sich welche die Welt bedeuten nicht etwa, daß wir den armen Teufel nicht eben­bedauerten vor einem Schauspieler legt falls sich unsere anständige" oder einflußreiche" Presse, oder wie sie sich sonst gern nennen hört, einfach auf den Bauch, und läßt sich mit entzücktem Antlitz Fußtritte ver­sehen. Und was hier bei dem speziellen Falle das Traurigste ist, der eigene Bruder leistete sich auf Kosten des durch die Noth dem Selbstmorde zugetriebenen Bruders eine kosten­lose und recht artige Reklame. Die Sache ist zu unbe­deutend, als daß wir unsere Leser damit behelligen sollten, aber sie wirft ein so angenehmes Schlaglicht auf das Ver­flatsch, daß wir von dem Vorkommniß wenigstens an dieser Stelle Notiz nehmen wollten.

durch die Reklame, und Herr Virchow hat sich durch sollen die Indianer ihr Tröpfchen Gift" in ihrem Heimath- hältniß der bürgerlichen Presse zum Theater- und Koulissen­

lande dazu verwenden, ihre Lanzenspißen angenehmer zu

burch die öffentliche Abgabe seines geschätzten Urtheils zu unter- machen, während hier der Tropfen Gift" eine Kneipe ist, füßen, in den Kreisen der Annonzenaquisiteure eineu Wohlbegründeten Ruf erworben.

uns, ihn beswegen zu tabeln, im Gegentheil

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foll fein Licht unter den Scheffel stellen, es soll vielmehr schließlich ihre Vorliebe für unser nationales Feuerwasser. tets zum Wohle der Allgemeinheit und zum Nutzen des Einzelnen möglichst leuchtend angesteckt werden.

zum wilden Amerifa nur eine Behnpfennigtour auf der Im Uebrigen ist es von dem innersten Afrika bis

in der es unmenschliche Hiebe giebt. Jedes Ländchen hat so seine Sitten, und wenn die Indianer in unserem Gemein­wesen etwas wohlgelitten machen könnte, so ist es aus Würde in Deutschland der indianerhafte Durst etwas mehr Verbreitung finden, so dürfte unseren nothleidenden Schnaps­brennern badurch außerordentlich auf die Beine geholfen werden. Um freilich einen merklichen Einfluß auf den nationalen Schnapskonsum auszuüben, dazu sind die Indianer

Stadtbahn. Aus dem dunklen Erdtheil werden uns ganz augenblicklich leider zu wenig zahlreich erschienen, und da

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Ach, auch wir sind einmal von einem hiesigen Theater­direktor gemaßregelt worden. Die Sache ist jetzt fast ein Jahr her, die grenzenlose Wuth, in die uns der gestrenge und allgewaltige Theatertyrann versetzt hatte, ist einiger= maßen verraucht, so daß wir jett ruhig davon sprechen können, ohne in den Verdacht zu gerathen, daß wir uns damals, wie es unsere Pflicht war, nicht nach Kräften ge­ärgert hätten.

Man höre! Wir erdreisteten uns, eine der Poffen, die

baß fie nicht einmal wußten, wie sie heißen, und es bedurfte tommen, so muß man immer noch mit den eingeborenen Meinung hierüber unverhohlen Ausdruck zu geben. Natür­

um ben polizeilichen Anmeldescheinen der Herren Neger auch die erforderliche Rechtschreibung zu geben. Mit

ben Indianern ist das etwas anderes.

Baden

präsentirt fich

als

Eine röth­

Tupfen auf den indianische

liche Dame mit dunkelrothen Prinzessin, ihre männlichen Begleiter sollen alle ,, Häupt­linge fein. In unserem modernen Rechtsstaat kommt diese Charge eigentlich nur bei den Antisemiten vor, und es konnte|

Trinkern verlieb nehmen.

Und an diesen ist-Dank dem ganzen Zuschnitt unserer gesellschaftlichen und wirthschaftlichen Bustände-tein Mangel. Geht's nicht mehr weiter, greift man zum Strick oder zur Schnapsflasche, der Polizeibericht erzählt dann weiter, was geschieht. In der vorigen Woche wurde auch die Leiche eines Schauspielers irgendwo angeschwemmt. Wäre es die Leiche des bekannten ,, unbekannten, anscheinend

baher nicht mit authentischer Klarheit festgestellt werden, dem Arbeiterstande angehörigen Mannes" gewesen man

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lich mußte einem solch' starken Unterfangen die Strafe auf dem Fuße folgen, unserer Zeitung wurden die An­nonzen entzogen, und wir nagten seit der Zeit am Hunger­tuch. Wir frischen diese alte Geschichte nur auf, um das sinnige Verhältniß zu beleuchten, in welchem Kritik und Theaterdirektoren in Berlin stehen. Und diese Geschichte ist nicht etwa Spaß, sondern wirklicher, barer Ernst!