Kaffe,
Mitspieler sind die Forteinen, die mehr mehr oder weniger
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aber
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" Für uns Katholiken hat die Sache aber noch eine ganz be sondere Bedeutung. Infolge der Thatsache, daß verschiedentlich Offiziere, welche die Annahme des Duells 2c. veriveigerten, entlassen worden sind, ist es dem katholischen Manne, welcher pflichtgemäß die Vorschriften seiner Kirche beobachten will, äußerst schwer gemacht, in der Armee feine Eriftenz zu finden. Daher ist auch die Zahl der katholischen Offiziere verhältnißmäßig gering. Der Antrag auf Erhöhung der Offiziersgehälter, der an sich ganz berechtigt sein mag, berührt uns Katholiken deshalb immerhin unangenehm, da wir uns sagen müssen, daß das Geld, welches alle Steuerzahler, Protestanten wie Katholiken, für eine derartige Gehaltserhöhung entrichten müffen, in einem Sinne wenig stens nicht gerade paritätisch verwendet wird."
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folgende Notiz der hochoffiziösen Nordd. Allg. 3tg.": Seltsam zum mindesten in der Form ist die
öffentliche und deshalb haben auch die Vorsitzenden so-[ wird er wie bisher machen können, was er will. Sehr heftig wird- Die Duell frage behandelt die in Bonn erscheinende wohl der Strafkammer wie des Schwurgerichts der Behauptung sich der Wahlkampf auf zwei Terrains gestalten. In den Kurien der fleritale Deutsche Reichs Beitung" in einer für den Kriegsminister der Polizeibeamten Münter und Brockmeier, Schröder sei un Städte und Landgemeinden werden in den deutschen Gegenden und das Offiziertorps sehr unbequemen Weise. Sie schließt einen berechtigt in der Versammlung erschienen, widersprochen. Dieser die Loose um die Hinterlassenschaft der Vereinigten deutschen" Ehre" überschriebenen Leitartikel mit folgenden Gäzen: Punkt ist an sich unwesentlich, immerhin aber ist es ein Nachtheil Linken" geworfen werden. für Schröder, wenn das Vorurtheil geweckt war, daß er sich von vornherein in einem Unrecht befunden habe. Wiel wesentlicher ist schrittler" auf der der Irrthum, daß die Belastungszeugen fich in nächster Nähe be- antifemetisch angehauchten Deutschnationalen auf der funden" hätten und daß ihnen deshalb die Thatsache, wenn sie ge- anderen Seite. In vielen Bezirken wird auch der schehen wäre, nicht leicht habe entgehen können". Die Mehrzahl unter christlich- sozialer Flagge mächtig erstartte Klerikalen diefer Bettgen war nach ihren eigenen Aussagen zehn Schritt und Wahlverband auf den Plan treten. Das Kampfesfeld der mehr von dem Orte des Vorganges entfernt; der an der Sozialdemokratie bilden die Wahlbezirke der fünften Kurie. bas heißt nahe an dem Orte des Vorganges figende Belastungszeuge Keunhoff aber will Schröder auf dem Unsere Bruderpartei wird zwar auch in den Städten und Landit en liegen gefehen haben eine Aussage, deren objettive Un- gemeinden Kandidaten aufstellen die Kandidatur des Dr. Adler richtigkeit fofort feftftand, während die Richtigkeit oder Unrichtigkeit in Reichenberg- Land ist sogar sehr aussichtsvoll der Aussagen Schröder's und seiner Genossen in viertägiger Ver- ihre Hauptkraft wird sie doch auf die Bearbeitung der neuen handlung geprüft werden mußte. Es ist ferner unrichtig, daß die Wählergruppe fonzentriren. Sie hat in dieser Beziehung auch Straffammer die Verhaftung Schröder's und seiner Genossen ab- schon tüchtige Vorarbeit geliefert, ihre Propaganda wird nicht gelehnt habe nicht mit der Motivirung, daß sie die Aussagen ohne Erfolg bleiben, troydem sie alle anderen Parteien ohne von Schröder und Genossen nicht für unwahr halte, sondern weil unterschied gegen sich haben wird. sie der Ansicht war, die Staatsanwaltschaft bedürfe nicht eines Der Marquis Rudini soll das Auflösungsdekret der gerichtlichen Beschlusses Beschlusses zu dieser Verhaftung, fie fönne italienischen Kammer bereits in der Tasche haben. zu dieſer Verhaftung, nicht eines aus eigener Machtvollkommenheit dieselbe vornehmen." Herr Landgerichtsdirektor Möser hat, wvie ich als Dhrenzeuge italienischen Neuwahlen werden voraussichtlich nach einem jederzeit eidlich bekunden kann, den bekunden kann, den Gerichtsbeschluß dahin neuen Wahlgesetz vorgenommen werden. Rudini hat es zwar verkündigt, daß die Verhaftung abgelehnt worden sei, weil der einige Male ableugnen lassen, daß er das Wahlrecht beschneiden Gerichtshof den dringenden Verdacht des Meineids nicht als vor wolle. Der Fall wird aber trotzdem eintreten. Schon hat der liegend erachte und weil außerdem"- oder ein synonymes Wort Ministerpräsident im Senate zugestanden, daß man, d. h. er, die Staatsanwaltschaft die Verhaftung ja aus eigener Macht sich von den extremen Parteien emanzipiren müsse; der jetzige vollkommenheit vornehmen könne. Wenn endlich der Herr Juftig. Wahlmodus aber stärke die extremen Barteien dadurch, daß minifter die Ansicht äußert, daß der Klassenkampf gerade in jener Gegend vermöge der glücklichen Arbeiterverhältnisse teine3 er den zahlreichsten Klassen der Bevölkerung das Ueber vegs in in der Schärfe existire, wie anderswo", und daß gewicht gebe. Mit weniger Worten ausgedrückt heißt es die Landwirthe nicht eine pronongirte Stellung in dem großen Ich werde das Wahlrecht zurückrevidiren. Augenscheinlich Klaſſenkampf, der unser Bolt bewegt, einnähmen", so wird dieses meint der Herr Minister ein Plural- Wahlsystem, wie es ähnUrtheil im Ruhrrevier, in allen Lagern wohl das gleiche Staunen lich in Belgien besteht. Nun, die nächsten Tage werden darüber Gewißheit bringen, was der Mann will. Unsere italienischen Genossen werden bei der Neuwahl auf jeden Fall ihren Mann stellen.
hervorrufen.
Die
Die franzöfifche Bourgeoisrepublik leistet der inter nationalen Reaktion die gemeinsten Polizeidienste. Aus Madrid wird heute depeschirt:
Nun aber zu der Hauptsache, der Kritik des Justizministers an dem Wiederaufnahme- Antrage! Denn seine Rede war eine abfällige Kritit an diesem Antrage, wenn ihm auch die Absicht, auf die Gerichte einzuwirken, fehlte. Nach der Ansicht des Herrn Justizministers find gegen das Effener Urtheil„ age Beitungs artifel, unbeftimmte Besprechungen" 2c. vorgebracht, während für dasselbe bas Urtheil Des Dortmunder Landgerichts in die Wagschale falle und die Feststellungen des Kölner Die spanischen Anarchisten, welche eine Kundgebung gegen die Landgerichts nicht in betracht tämen. Was zunächst die Dortmunder spanische Botschaft in Paris veranstaltet hatten und deshalb aus Verhandlung angeht, die der dortige Staatsanwalt nach dem Zitat rankreich ausgewiesen. ausgewiesen waren, find gestern in des Justizministers als eine glänzende Rechtfertigung" des Effener Sebastian angekommen und sogleich verhaftet Urtheils bezeichnet hat, so hat dort der angeklagte Redakteur Block worden. auf den Wahrheitsbeweis verzichtet, weil er befürchtete, daß Dies die Depesche. Erklärend sei dazu bemerkt, daß abermals eine Anzahl Zeugen unschuldig wegen Meineidsverdachts die Ausweisung" nicht ein Verbot des Aufenthaltes war, verhaftet werden könnten; das hat allerdings nicht gehindert, daß sondern Polizeitransport an die spanische wieder ein neuer Zeuge die Aussage Schröder's bestätigte, und dieser Grenze. Das war niederträchtig. Das war niederträchtig. Selbst die despotische Beuge ist nicht verhaftet oder angeklagt worden. Ich habe dem Prozesse Regierung Preußens hat bei politischen Ausweisungen sich genicht beigewohnt und weiß daher nicht, ob der Grund des Berzichts scheut, die Ausgewiesenen an die Regierung ihres Landes ausauf den Beweis dem Gerichtshofe genügend deutlich bezeichnet worden ift. Bon einer Rechtfertigung des Effener Urtheils durch eine Verzuliefern. Pfui! handlung, in der auf den Wahrheitsbeweis verzichtet worden ist,
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Angesichts der mannigfachen Irrthümer, welche in parlamen tarischen Verhandlungen und in der Presse über Einzelheiten des Prozesses v. Lühow Ledert, insbesondere über den Brozeſſes yo Empfang von Journalisten im Auswärtigen Amt , das angebliche Mißtrauen eines Ministers gegen andere, noch neuerdings vorgebracht wurden, wäre es sehr erwünscht, wenn der vom Reichstags Stenographen Cohnen angekündigte, auf stenographischer Aufnahme beruhende Bericht über diese Prozeßverhandlung baldigst erschiene und genügende Beachtung fände.Schumann Graf Waldersee das Wort. Der Kölnischen Zeitung " Sehr spät aber doch nimmt in Sachen Normanngeht vom Grafen Walderfee folgende Berichtigung zu:" Nummer 2 der Kölnischen Zeitung " enthält einen Bericht:„ Meine Erlebniffe mit Normann- Schumann in Zürich von Hermann Friedrichs", in welchem mehrfach von mir die Rede ist; ich erkläre hiermit, daß fämmtliche Angaben, soweit sie auf meine Person bezogen find, auf unwahrheit beruhen."-
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Herrn Tausch nicht zu kennen, bemerkt mit einer auffälligen Gefliſſentlichkeit der Juspirator der„ Hamb. Nachr." in einem Leitartikel seines Leibblattes. Ebenso gefliffentlich ist der gegen den badischen Staatsanwalt, wie Herr v. Marschall sonst in der Bismarckpreffe genannt wird, gerichtete Borwurf, daß er nicht im Geiste der preußischen Tradition gehandelt habe:
Den preußischen Traditionen entspricht es nicht, daß, um die Bestrafung von ein paar inferioren Individuen herbeizuführen, die höchsten Staatsbeamten auf der Zeugenbant eines beliebigen Gerichts Play nehmen."
Beachtenswerth, auch mit Rücksicht auf den Essener Prozeß, ist folgender Absatz des erwähnten Artikels:
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Soviel wir wissen, befindet Herr v. Tausch sich wegen Ber dachts eines Meineids in Untersuchungshaft, den er dadurch be= gangen hat, daß er unter seinem Zeugeneid widerspruchsvolle An gaben gemacht hat. In dieser Beziehung können wir Bedenten gegen die Richtigkeit de 3 jegigen Ver fahrens nicht unterdrücken wonach bei einem I ang wierigen Prozesse die Zeugen vor Beginn der Verhandlungen vereidigt werden und alle ihre Aussagen unter diesem promissorischen Gide machen müffen. Wir halten es für sehr leicht möglich, daß ein Zeuge, der tagelang durch alle möglichen Phasen der Verhandlung hindurchs geheßt, durch Fragen des Vorsißenden, des Staatsanwalts und der Bertheidiger allmälig verwirrt wird, in diesem und jenem Punkte irrt und mit sich selbst in Widerspruch geräth, weil er unter dem Eindrucke der Verhandlungen sich heute eines Vorganges anders erinnert als gestern. Wir halten Abhilfe in dieser Beziehung im Interesse der Sicherheit aller Staatsbürger, die der Zeugnißpflicht vor Gericht zu entsprechen haben, für dringend er. forderlich."
Merkwürdig, daß diese sicher sehr beachtenswerthen Be merkungen über die Gidespflicht und die Leichtigkeit, diefelbe ohne jede Absicht zu verletzen, gerade anläßlich des Prozesses Tausch gemacht werden.
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tann aber offenbar keine Rede sein. Uebrigens hat dasselbe Gericht Majestätsbeleidigung hatte sich heute ein Mosaitarbeiterlehrling Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen ich weiß nicht, inwieweit auch dieselben Richter mich von vor der ersten Strafkammer am Landgericht II. zu verantworten. einer Antlage wegen Münter Beleidigung mit der Begründung Aus dem öffentlichen publizirten und begründeten Urtheil ging freigesprochen, daß ein nachlässiges Umgehen Münter's mit seiner hervor, daß sich der Gerichtshof nicht habe überzeugen können, daß Beugenpflicht erwiesen sei. Die von dem Herrn Justizminifter eine falsche Denunziation vorliege, den Belastungszeugen auf grund einer scharfen Juhaltswiedergabe des Urtheils als für die fei Glauben geschenkt und deshalb auf drei Monate Wiederaufnahme so ganz bedeutungslos hingestellte Kölner Verhandlung Gefängniß erkannt worden.-Wegen Majestätsbeleidigung hat nicht blos eine erhebliche Zahl neuer Zeugnisse für die Richtig und Gotteslästerung ist die Grünkramhändlerin Frau Gürtler feit der Schröder'schen Aussage geliefert, sondern zugleich auch aus Rigdorf, die sich unter dem Verdachte, bei dem Mordzwei Jrrthümer widerlegt, auf die sich in Essen die ganze Anklage anschlage auf den Polizei- Obersten Krause betheiligt zu sein, feit rede des Staatsanwalts aufbaute, nämlich erstens die Ansicht, daß geraumer Zeit in Untersuchungshaft befindet, denunzirt worden. ſich geschloffen eine sozialdemokratische und eine nichtsozial- Der Untersuchungsrichter, Landrichter Hallervorden, erhielt einen demokratische Zeugengruppe gegenüberstanden und zweitens die Brief ohne Unterschrift, in dem gesagt wird, Frau Gürtler habe Annahme eines Komplotte zum Zweck einer falschen Beugen wiederholt, besonders aber im Sommer vergangenen Jahres zu aussage. Von den Kölner Zeugen gehörten nämlich mehrere der Kindern, die bei ihr etwas tauften, sehr verlegende Aeußerungen über - Die Interessen des Herrn von Tausch wahrt Zentrumspartei all und sie hatten vor der Essener Ver- den Kaiser, sowie über Gott und die Kirche gethan. Gehört hätten in der Berliner Presse allein und furchtlos und treu die in Polizei handlung mit feinem der Berurtheilten gesprochen.( Die Be- das namentlich die Töchter des Buchdruckers Nademacher aus der fachen stets auffällig wohlinformirte Staatsbürger- Zeitung". Sie lastungszeugen hatte im Auftrage des Staatsanwalts der Kaiser Friedrichstraße zu Rixdorf, der längere Zeit mit Frau geißelt es im Interesse des v. Tausch, daß die Presse Vorgänge, die mit Gendarm Münter aufgesucht und mit ihnen auch eine Art Vernehmung Gürtler in einem Hause Sobrechtstr. 81 gewohnt hat. Diese Mädchen, der Untersuchung in Zusammenhang stehen, ihren Lefern mittheilt. angestellt. Ich vermuthete nun, daß Münter nur diejenigen von die 17jährige Else, die 14jährige Frieda und die 10jährige Grethe Merkwürdig ist es freilich, daß gerade die Staatsbürger Zeitung" den aufgesuchten Zeugen dem Gericht benannt habe, die seiner Aus- Rademacher find nun am Mittwoch viertelstundenlang, von 10 Uhr ein übertrieben feines publizistisches Bartgefühl an den Tag legt, fage nicht widersprachen, daß dagegen auch noch andere Zeugen vor- bis 2 Uhr nachmittags, vom Untersuchungsrichter verhört worden. und noch dazu einem Wanne gegenüber, der berufsmäßig die Presse vorhanden und auch noch möglicherweise von Münter vernommen Else, die allerdings mit Frau Gürtler weniger zusammengekommen verfolgte, verleumdete, irreführte und als Werkzeug zu seinen worden sein könnten, die die Aussage Schröder's bestätigten; diese ist, weil sie als Pilnttirerin außerhalb ihrer Wohnung arbeitet, hat schmußigen Plänen benutte. Vielleicht denkt die Staatsbürger- 3tg.": Vermuthung wurde dadurch bestärkt, daß schon in Essen nicht blos das nichts Belastendes aussagen können. Frieda und Grethe dagegen Eine Hand wäscht die andere". Borstandsmitglied des christlichen Bergarbeiter- Vereins Frese konform wollen die Aeußerungen, die der Brief angiebt, gehört Siebenlehu.( Auflösung des Konsumvereins.) Der hiesige der Bekundung Schröder's ausgesagt hatte, sondern auch bezeugt haben. Die Frage, ob sie den Anarchisten Koschemann kennen Konsumverein hat infolge des Gemeinderaths- Beschlusses, dem Verein worden war, daß in den Kreisen des christlichen Vereins der Vor- und einen Dolch bei Frau Gürtler gefehen haben, ist eine umfassteuer von 3 pet. aufzuerlegen, feine Auflösung be gang am selben Abend ganz im Sinne der Schröder'schen Aussage von allen dreien verneint worden. Fran Gürtler stellt die Aeuße- schloffen. Nach dem Geschäftsergebniß des letzten Jahres würde allgemein erzählt worden sei. Der verhängnißvolle Schein, daß sich rungen, von denen bei ihrer ersten Verhaftung auch schon einmal diese Umsatzsteuer 800 m. betragen. Auch eine Ruhmesthat des sozialdemokratische und nicht sozialdemokratische Beugen gegenüber die Rede war, entschieden in Abrede. Die beiden jüngeren Mädchen Systems Wietzsch!- ständen, wäre dann nur ein Wert des Münter gewesen. Deshalb stehen, was ihre Wahrheitsliebe betrifft, in der Nachbarschaft nicht erließ ich eine Aufforderung zur Zeugenmeldung, ein Theil der sich in dem besten Rufe. Das Gegentheil gilt von dem ältesten Meldenden wurde schon in Köln eidlich vernommen und das Er- Mädchen und von Rademacher selbst. Dessen Frau hatte früher gebniß bestätigte meine Vermuthung. einmal bei Frau Gürtler Schulden gemacht, derentwegen es zu 3wvist fam. Eine Tochter Rademacher's, die Frau des Arbeiters Wien , 21. Januar. Der niederösterreichische Landtag berieth Leue, der eine Zeit lang Hausdiener bei Frau Gürtler war, gestern einen Antrag des Antisemiten Vergani, daß in dem entzweite sich mit dieser aus Eifersucht. Frau Leue hat Stenographenbureau des Landtags nur Christen beschäftigt werden im vergangenen Jahre schon einmal geäußert, daß sie sollen, und beschloß nach längerer lebhafter Debatte, denselben dem der Frau Gürtler das Zuchthaus gönne. Ob unter diesen Landesausschusse zur Berichterstattung und Antragstellung zu überUmständen die Aussagen der beiden genannten Mädchen viel werth weisen. Ferner gelangte ein Busazantrag des Sozialpolitikers find, sei dabingestellt. Frau Gürtler ist übrigens im Untersuchungs- Professors Philippowitsch, daß nur die tüchtigsten Bewerber berück gefängniß fehr leidend und stark ergraut. Sie wurde bis vor kurzem sichtigt und persönliche Bevorzugungen vermieden werden sollen, zur mit Ausbessern von Hotelwäsche beschäftigt, hat aber diese Arbeit Annahme. Ein Antrag des liberalen Großgrundbesizers Auersperg, einstellen müssen, weil sie nicht andauernd fißen kann. über den Antrag Vergani zur Tagesordnung überzugehen, wurde abgelehnt.-
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Lothringen tritt am 28. d. M. zusammen. Straßburg i. E., 21. Januar. Der Landesausschuß für ElsaßDefterreich.
Eine Depesche vom 21. d. M. meldet: Wie die hiesigen Blätter ferner berichten, haben die Stenographen des Niederösterreichischen Landtages wegen der in der gestrigen Sigung erfolgten Angriffe ihre Thätigkeit eingestellt. Schweiz .
Die Angaben in dem Wiederaufnahme- Antrag find also nicht vag, sondern so bestimmt und speziell wie nur möglich. Ginen weiteren in dem Antrag geltend gemachten Grund, den Herr Minister Schönstedt nicht berührt hat, führe ich noch an. Der Staatsanwalt be hauptet in der Anklagerede, nach gefchloffener Beweisaufnahme, daß der zu gunsten von Parteigenossen geschworene Meineid von dem fozialdemokratischen Organ der Gegend gebilligt worden sei und verlas einen Artikel dieses Juhalts. Ueber die Motive des Geschworenen gesprächs wird ja nichts bekannt. Ich bemerkte als Augenzeuge, daß gerade diefer Punkt der Anklagerede auf die Geschworenen den stärksten Eindruck machte, und man begreift ja auch, daß eine be jahende Beantwortung der Frage, ob einem Sozialdemokraten ein Meineid zuzutrauen ist, in dem Falle leichter wird, wo ein anerkanntes fozialdemokratisches Partei Organ den Meineid gebilligt hat. Thatsächlich hat der betr. Artikel-Ein Hort der Internationalität ist das in dem Blatte des anarchistelnden Herrn Jeup gestanden preußische Herrenhaus, diese seltsame Vereinigung geund unser anerkanntes Parteiorgan in Dortmund hat ihn sofort borener Gesetzgeber, zwar kann nach§ 7 der Verordnung wegen Scharf mißbilligt. Es ergiebt sich also die neue Thatsache, daß jener Bildung der Ersten Kammer vom 12. Oftober 1854 das Recht auf Beru, 19. Januar .( Frants. 3tg.") Im Jahre 1895 erhielt Bunkt in der Antlagerede abfolut unrichtig gewesen ist. Der Wieder Sitz und Stimme in der Ersten Kammer, dem heutigen Herrenhaufe, der Bundesrath von der Bundesversammlung den Auftrag, mit den aufnahme- Antrag beruft sich zum Erweise dieser Thatsache auf das nur von„ preußischen Unterthanen ausgeübt werden, welche europäischen Industriestaaten über die Regelung der ArbeiterschuhBeugniß des Rebatteurs Dr. Diederich. Ist das auch eine" vage" ihren Wohnsig innerhalb Preußen haben." Hierzu führt die„ Magdeb. fragen die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Der Bundesrath Angabe? 3tg." aus: war nur halb dafür angesichts des Verlaufs der Berliner Arbeiter Bei den sehr eingehenden" neueren Prüfungen der Angelegen- Troß dieser Bestimmung und der Anwendung, die sie in schutz- Konferenz. Demgemäß mochte der Bundesrath amtliche heit bin ich der einzige Beuge, der sämmtlichen Verhandlungen diesen wie in anderen Fällen gefunden hat und noch findet, Schritte bei den europäischen Regierungen vorläufig nicht Er erachtete es für flug, vorerst die Regierungen beigewohnt hat und ihnen genau gefolgt ist nicht ein einziges Mal giebt es Mitglieder des Herrenhauses, die ihren thun. die gehört worden. Hat die Prüfung vielleicht nur in einer Atten- Wohnsih nicht in Preußen haben, denen aber ihr Recht durch schweizerischen Vertretungen In zu fondiren. Durchsicht bestanden? Ich hoffe, der Herr Justizminister wird be- auf Sig und Stimme nicht verschränkt wird. Es find dies die dem Rundschreiben, der Bundesrath seinen Vertretern wirken, daß die hier von mir angeführten Thatsachen auf ihre jenigen erblichen Mitglieder, die zwar innerhalb Preußen" Grund im Auslande zuftellte, ist bemerkt, die Zeit sei offenbar Richtigkeit geprüft werden und daß das Ergebniß bei der Ent- befiß, aber nicht ihren Wohnfis haben, z. B. Graf zu Solms- Rödel noch nicht gekommen, um über den internationalen Arbeiterschutz saeidung über den Wiederaufnahme- Antrag berücksichtigt wird. heim, Fürst zu Solms- Hohensolms- Lich, Fürst zu Thurn und Taxis. Verhandlungen mit Aussicht auf einigen Erfolg anzubahnen. Nicht Berlin , 21. Januar 1897. Auch der kürzlich verstorbene Fürst zu Fürstenberg gehörte hierher. von so großer Tragweite wie die Frage der internationalen Arbeiter Die beiden erftgenannten wohnen im Großherzogthum Hessen, schuß- Gesetzgebung, aber mit ihr zusammenhängend, sei diejenige, ob Fürst zu Thurn und Taxis in Regensburg und der Fürst zunächst ein internationales Bureau für Arbeiterschuh Allgemeine Wahlen zum Barlament stehen in Defter Fürstenberg hatte bekanntlich seinen Wohnsitz in Donau eingerichtet werden könnte, das die Aufgabe hätte, die einschlägige reich und Italien bevor. Ju Desterreich dürfte der Schluß es chingen. Vor einigen Tagen hat, wie schon erwähnt, der Statistik und Gesetzgebung aller Länder zu sammeln und herauszugeben, des Reichsraths nächste Woche, den 26. oder 27. Januar, er- Nachfolger des letzteren, Fürst May Egon zu Fürstenberg, die Er- jährliche Berichte über den Fortgang der Sozialgesetzgebung zu vers folgen. Die Periode, für die das Abgeordnetenhaus ge- flärung abgegeben, daß er seinen Wohnsitz in Oesterreich bei öffentlichen und als Informationsstelle zu dienen. In der Instruktion wählt war, ist abgelaufen, das Wahlgesetz für die fünfte behalten und nur vorübergehend in Donaueschingen Aufenthalt an feine Vertreter betonte der Bundesrath, es sei, wolle man Kurie angenommen und sanktionirt, ein Hinausschieben nehmen wird. Nach der Praxis, die im Herrenhause befolgt wird, ernsthaft an diesen Gegenstand herantreten, von Wichtigkeit, daß der Neuwahlen war ohne Gesegesverlegung nicht möglich. wird auch dies dem Rechte des Fürsten auf Sis und eine vorherige Verständigung mit dem Deutschen Reiche statisinde. Stimme im Herrenhause feinen Abbruch thun. Die von den Regierungen der europäischen Industriestaaten ein Graf Badeni hat übrigens seine Schäfchen schon beisammen. Wohnte doch ein jüngst gestorbenes Mitglied, Graf von Altbann, gegangenen vertraulichen Antworten lauten, wie man sich im Bundes Die Polen sind ihm so wie so sicher, die Jungczechen hat er der als Besitzer einer Herrschaft in Schlesien erbliches Mitglied rathe zum voraus gedacht hatte, ungünstig. Nach den übereinfirre gemacht, mit den Klerikalen wird sich reden lassen, mit des preußischen Herrenhauses war, stets auf einer Besitzung in stimmenden Aeußerungen der Regierungen besteht feinerlei Aussicht, den Resten der aus der Wahlschlacht zurückkehrenden Liberalen Böhmen."- baß die internationale Regelung der Arbeiterschuhfragen gegen
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Dr. Lütgenau.
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