mich, mich auf die Verteidigung zu beschrä... n und meinem Gegner den Angriff zu überlassen. Hierzu war meine Frau ernsthaft bereit Wenn Sie jemals bei einem Fechtturnier zuge­: he haben, dann werden Sie vielleicht be­merft haben, daß der wichtigste Teil des An­griffes darin besteht, recht fest mit den Füßen aufzuftampfen. Indem man den rechten Fuß vorwärtsbewegt und dann recht dröhnend auf tritt, fann man den Gegner in Schrecken ver­fezzen und zum Rückzug zwingen. Auch ist immer die Möglichkeit vorhanden, daß sich seine große Behe gerade dort befindet, wo Sie ihren Fuß niedersetzen.

Durch Anivendung solcher Methoden war es meiner Frau bald gelungen, mich gegen den Estisch zurückzudrängen. In solcher Bedrän­gung erinnerte ich mich der Abenteuerromane meiner Jugend, in denen der Held, wenn er sich umzingelt sah, stets über den Tisch sprang, die Lichter auslöschte, ins Freie stürmte, sein trenes Pferd bestieg und in der Nacht ver­schwand. Aber ich hatte kein Pferd. So begnügte ich mich damit, die gegen mich gerichteten furchtbaren Angriffe schicksalsergeben zu parie­ren und zu warten, bis meine Gegnerin bon selbst müde geworden war.

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Schach- Ecke

Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 82,

Post Modlan bei Teplitz- Schönau . SCHACHAUFGABE Nr. 245. Von Ewald Blume, Alberta.

sind, sind wir beide allzu atemlos, um noch streiten zu können. Und dann ist Fechten viel sicherer als mit Haushaltungsgegenständen auf einander zu werfen." Mag sein. Aber eine noch sicherere Methode zur Vereinigung häuslicher Auseinandersetzungen ist, mit einer Münze Kopf eer Adler zu werfen. Meines Erachtens ist der Dollar noch immer mächtiger als das Schw.: Kf5, Ta6. Lb1. Sb2. Bd2, d4, f3, f6.( 8) Schwert. Vielleicht aber wird die alte Sitte des Zweikampfes wieder aufleben, und wir werden Kläger und Beklagte ihre Streitig feiten im Waffensaale anstatt vor Gericht aus­tragen sehen; die betrogene Ehegattin wird vielleicht mit ihrer Rivalin bei Sonnenaufgang in irgendeinem Park die Klingen kreuzen.

,, Wie lang... wollen wir... das fortseßen?", fragte ich atemlos. ,, Solange, bis einer von uns den anderen mit seinem Rapier trifft," antwortete sie zwischen zwei Ausfällen." Dann muß der eine, der getroffen ist, Der fitt" sagen!"

Ich beschloß, dem Kampf, wenn möglich, sogleich ein Ende zu bereiten, und traf mit meiner Klinge ohne Umschweife das Zwerchfell meiner Frau. Kein Gentleman sollte eine Frau schlagen. Aber beim Fechten ist das eine andere Sache. Kichernd wich meine Gegnerin vor mir zurüd. ,, Du sollst Der sitzt" sagen", erinnerte ich sie an ihre Pflichten und versetzte ihr, meinen Vorteil ausnüßend, einen weiteren Hieb.

,, Hi, hi, hi," erwiderte sie lediglich und wollte entwischen. Ihre Widerstandskraft war zusammengebrochen. Nochmals ging ich mit meiner treuen Klinge gegen sie los. ,, De de..., der fibt bi, Dil brachte sie mühsam heraus, bitte, hör doch endlich auf, mich zu fibeln." Und allen ge­heiligten Fechtregeln zuvider, schlug sie mit ihrer Waffe in der Luft herum. Plöblich ers tönte ein Krachen und das Splittern herab fallenden Glases und der Luster, aus seiner Befestigung gelöst, fiel mir auf den Kopf. , Der sitzt!", konnte ich geistesgegenwärtig, wie ich bin, noch rufen.

Das Nächste, woran ich mich erinnerte, war, daß meine Frau sich über mich beugte und mir mit ihrer Fechtinaste Kühlung zus fächelte. Ich wollte nicht den Luster auf dich werfen, entschuldigte sie sich ,,, ich wollte nur eine Finte versuchen."

Jedenfalls beobachte ich das Waffen­geflirre im trauten Heim mit äußerster Besorg­nis. Was immer auch die Abrüstungskonferenz des Völkerbundes entscheiden wird, ich habe mich entschlossen, im Interesse des Weltfriedens mein Schwert niederzulegen. Mag die inter­nationale Rüstungsindustrie zusehen, wie sie ohne mich auskommt.

Seiteres

8

7

a b c d e f g h

8

7

6

6 I

5

Ст

4

3

2

1

a b c d e fgh

2

Welẞ: Kh4, Dh2, Tb5, g1, Ld5, d8.( 6)

Matt in zwei Zügen!

Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden.

Lösungszug zu Nr. 242: Se8-87! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Dinnebier Emil, Tetschen ; Schöffel

Ein Auto Hatte auf der Landstraße eine Vanne. Nachdem der Fahrer den Schaden be­fichtigt hatte, ging er zu einem naheliegenden Haus und fragte die alte Frau, die ihm die Anton, Schöbritz; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bef Türe öffnete:

Saben Sie vielleicht etiva3 Del im Haus?" Und auf ihre verneinende Antwort: Es kann auch Rizinusöl sein."

Tetschen ; Habl Erwin, Nestersitz; Walter Lud wig und Robek Franz, Kwitkau; Tesař Frans, Suchei; Havel Franz, Hertine; Hyna Josef und Hyna Franz, Hostomitz; Ulbert Rudolf, Prose

Verständnisvoll lächelnd meinte die Mte: ditz: Triltsch Gustav, Wisterschan; Eckl Alois, Das nicht, aber Karlsbader Salz können

Sie haben.

Beim Tanzen trat ein Tänzer einem an­deren, der sehr dünne Beine hatte, auf die Füße. Bornig fragte der: Glauben Sie, daß ich meine Beine gestohlen habe?"

Settenz,

Kreismeisterschaft.

Kreismeister 1935 wurde Arbeiter- Schachklub Wisterschan.

Der mit Spannung erwartete Endkampf un die Kreismeisterschaft zwischen den Vereinen Wisterschan und Warnsdorf erfreute sich einer stattlichen Anzahl von Schachgenossen Su

Nein", meinte der andere, das glaube ich nicht. sonst würden Sie sich wohl beffere auß Krochwitz, Rosawitz, Tetschen , Bodenbach , Ne­gesucht haben!"

Bitte, wie wiffen Sie eigentlich, wie schnell Sie fahren, wenn Sie gar keinen Ge­schwindigkeitsmesser am Wagen haben?"

rigteiten. Wenn ich 30 Kilometer fahre, dann Ach, das macht mir weiter feine Schipie Klappert das Schlußlicht; fahre ich 40 Kilometer, dann flappert die Schußscheibe, bei 50 Kilo­meter, flapperten die Türen."

"

Und wenn Sie 70 Kilometer fahren?" ,, Denn flappern mir die Zähne."

H

MacPherson bekam aus Versehen 10 Schil. ling zuviel Gehalt ausgezahlt und steckte ben Schein ohne Gegenrede ein. Als er aber am

,, Auch ich," murmelte ich schwach, bitte nächsten Zahltag 10 Schilling zu wenig ausbe­reich mir das Riechsalz!"

" 1

Dann schlug sie mir vor, beim nächsten Gang eine Extramaske über meinen Kopf zu tragen. Es wird kein nächster Gang statt­finden," erwiderte ich mit fester Stimme und stand vom Boden auf. Leb' wohl, du trene Waffe! Meine Laufbahn als Fechter ist be= endet!"

Nach der Meinung Frau Ponderbys stellt Fechten die ideale Lösung zur Vereinigung häuslicher Zwistigkeiten dar. Jedesmal, wenn ich mit meinem Mann eine Meinungsverschie denheit habe," geftand fie meiner Frau ,,, legen wir unsere Fechtausrüstung an und fämpfen einen Zweikampf aus- wie wenn wir Mon­tague und Capulet wären. Wenn wir fertig

-

zahlt bekam, machte er einen mächtigen Krach. Mon untersuchte die Sache und fand dabei auch den ersten Fehler. Natürlich konnte sich der Lohnbuchhalter die Frage nicht verkneifen warum MacPherson nicht gleich das erstemal proteftiert habe.

"

MacPherson war aber nicht auf dem Mund gefallen und brüstete sich laut: Wegen eines lumpigen Fehlers werde ich doch kein Theater machen. Aber wenn so etwas zweimal bor­fommt..."

stersitz, ja sogar zwei Genossen aus Sobrusan­ließen es sich nicht verdrießen und kamen per

Rad nach Bodenbach , um Zeugen dieses Kampfes zu sein. Dem Gen. Jelinek als Kampfrichter stellten sich Mannschaften in folgender Aufstellung:

Warnsdorf­

Wisterschan Brett 1 Pilz Ant, 0: 1 Scharoch 1: 0 Frisch 0: 1 Robek

2

Wünsche

00

3 Dittrich

DG

4 Hausner

: Walter

99

5 Riedel

1: 0 Schramm

66

6

Skrbek

03

0: 1 Röckl

7 Warzel ½: Ernst

8 Pilz Rud. 1: 0 unbesetzt Ergebnis: 4: 4 Punkte

Berechnungssystem 15% 2: 20% für Wisterschan.

Dieses Ergebnis dokumentiert am besten die schan war in diesem Kampf entschieden vom Ersatzleuten und obendrein mit einem umbesetz­

Ausgeglichenheit beider Mannschaften. Wister­Glück begünstigt, allerdings traten sie mit zwei ten Brett an. Unter diesen Umständen ist das Ergebnis ein voller Erfolg des neuen Kreismei sters. Warnsdorf hatte besonders am 1. Brett

Pech, Gen. Pilz unternahm in besserer Stellung eine Fehlkombination, welche ihm Figur und damit Partie und Sieg kostete.

Zum Freundschaftsspiel traten zwei kombi­nierte Mannschaften aus Bodenbach- Tetschen gegen Rosawitz- Krochwitz an 12 Brettern an.

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Sektionsgründung.

Den Schachgenossen aus Nestersitz ist es

Gnädige( zu dem entlassenen Dienstmäd chen): Und da behaupten Sie noch, daß Sie gelungen, im Rahmen des..Atus" eine Schach­nur in besseren Häusern gedient haben?" Nein, gnädige Frau jest nicht mehr!"

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sektion zu gründen, welcher 15 Genossen beige­treten sind. Als Leiter wurde Gen. Habl Erwin, Nestersitz 26, bei Aussig , gewählt.