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Krönungsfest Edwards VIII. mit besonderem Stolz entgegen tein Zweifel, daß es,.sein" Thron sein wird, den der junge König besteigen wird. Im Keller steht noch das Modell aus dem Jahre 1902. Wenn man sich durch ein Labyrinth verstaubter Prunksessel, Chaiselonguen und ähnlicher Möbel hindurchgewunden hat steht man vor dem Modell des englischen Thrones. Sehr feudal sieht er nicht mehr aus, die Motten haben ihr Werk getan, aber die Goldstiderei ,, Bonny soit qui mal y pense" ist noch einigermaßen leserlich. Ist dieser Thron zu berkaufen?" fragt der Besucher neugierig. Der Meister überlegt und nidt. Warum nicht? Er würde sogar, versichert er, das gute Stück zu einem billigen Preis ablassen. Schließlich ist es ja nicht das Original, und wo steht geschrieben, daß nur Könige auf Throne fißen dürfen?
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Ewiger Tag
Neber den Wellen funkeln die Sonnen Falter vertanzen im zitternden Licht, Und der Himmel, zu Purpur geronnen,
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Ich liege am Ufer- berauscht und verloren Ein zitternder Grashalm wiegt fich und fchwebt,
Aus meiner flacornden Sehnsucht geboren Ein Herzschlag der Liebe, die in mir lebt...
Gedankenschnell verblißen Libellen, Die Wellen fingen verträumt und verweht, Lichttrunkene Vögel vorüberschnellen Und weich verschlagen der Südwind geht...
Die Stunden verdunsten
Ich liege und träume-
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fchon blaffen bie Sterne, verbunden
allein
So möchte ich einft in der ewigen Ferme Im Lichte des Lebens begraben fein-
Pierre.
Es ist, möchte ich sagen, das fanfteite una Wie fieberndes Hoffen zur Erde bricht... ſerer Grenzgebirge, weise und nüchtern anzus sehen unter allen anderen. Nichts vom tiefen, zottligen Böhmerwald , nichts vom Riesen gebirge , aufgetürmt aus nadtem Gestein; hier gibt es nur einen langgezogenen gewellten Kamm, einen gedrungenen Rüden, der sich mit seinen mächtigen Gliedern der Vorgebirge und den verwachsenen Achselhöhlen der Täler nicht allzu breitmacht in der Ebene. Rechtſchaffen, mit gemächlichem und zahmem Anlauf wölbt es sich über dem Tale der Eger und trachtet dann sozusagen, sein Niveau einzuhalten; keine übers flüffigen Durchbrüche und Klammen, keine Abs Freilich, das Throngeschäft ist seit mehregründe, teine Steile, nur so mäßig auf und ab, ren Jahren arg ins Stoden geraten, aber der damit es fich längs des weißen Kammiveges recht hübsch gehe und fahre. Beder Felsen, Meister gibt die Hoffnung nicht auf, obmohl es ziemlich düster scheint mit der Aussicht auf noch Blöde, noch Trümmer, nichts pathetisch neue Bestellungen. Man könnte ja einmal nach Nadtes oder Ursprüngliches ragt da hervor; ea Wien ein Angebot unterbreiten... oder rach gibt wenige Gebirge, die so dezent mit zivilis Lissabon ... Aber insgesamt ist die Weltkonfierten Wäldern, Hafer und weiten Wiesen beajunktur in Königsthronen in eine arge Vaisse fleidet wären; nur hie und da ein schwarzes, geraten, und nicht nur die Throne im Keller des abgedectes Moor mit Gruppen von Kiefern, Meisters sind preiswert abzugeben. Zum Glüd bon Bagdad nach Damaskus donnern. Jener und als besonderes Wahrzeichen der Gegend ab hat das Tapeziererhandwerk noch goldenen Mitreisende, der seine Naſe auch während der und zu eine verlassene Erzhütte oder ein Hang, Boden. Immerhin, sollte sich eine neue Hausse Fahrt über den Semmering nicht aus dem den die Spißhaden einst erschlossen, nunmehe hier ift man darauf vorbereitet, und auch angesichts des blauem Meeres weiter, weit mit heidefraut und Bindhalmen bewachſen. Es es ist verständlich, daß der Meister mit besonde auch angesichts des blauen Meeres weiter, weil lohnt sich wohl da nicht mehr, Kupfer oder Zinn rem Interesse alle diesbezüglichen Meldungen du versäumt hast, ihm rechtzeitig zu sagen, das zu gewinnen; unten im Tale brennen und der Blätter verschlingt. Seine größte Befürch: Geld für seine Reiſe ſei nublos vertan. Du qualmen die Kohlenpfannen, aber hier oben ist tung ist nur die, daß man dann, wenn es wie- dagegen erlebst, nachdem Bahn, Autobus und es tot und still. und das uralte Geheimnis der der irgendwo in Europa so weit" sein wird, die Verdrießlichkeiten mit dem Gepäck und we- Erze und Metalle überlebt seine Zeit nur noch wieder die alten verstaubten Thronseffel aus gen der Unterkunft hinier dir liegen, schon nach als romantischer Dunst der it der Lokalgeſchichte dem Schloßkeller holt, ſtatt neue zu beſtellen, mittags dein erſtes Abenteuer. Sein guter Feuramus Bergama . Bir Erzberge, famt den verstaubten Begriffen, die num einmal Geist ist die wirkliche Kuh, die dich aus tiefstem. reich an Metallen. Als Kind stellte ich es mir dazugehören, wie Samt, Purpur und goldener durch die reinste Luft vermittelten Schlafe mit wie den Magnetberg aus Sindbadz abenteuers Wappenspruch. rauher Zunge wedt. Das liebe Tier springt mit licher Fahrt vor; ich dachte, es gäbe da Felsa bimmelnder Glode steif davon und ist sichtlich gestein, durchädert von rötlich blißendem Kupfer mehr erschrocken als du, da du dich als unge- und grau glitzerndem Zinn: nur mit dem nießbar erweist, auffährst und dir die Augen Hammer aufschlagen und schon leuchtet eine reibst, um vollends wach zu werden und dich Metallader auf. Es sieht wesentlich anders zurechtzufinden, was aber schwer gelingt. Denn aus; sanft und grün ist es hier, Kühe und du ruhst unter der tausendjährigen Linde, die Touristen weiden darauf. an allen Waldrändern steht, fern der Stadt. de ferner die Stadt, desto älter die Linde, auch wenn sie nicht mehr Jahre zählt als du. Dein Blick schweift verwundert über betaldete Hügel und wogende Felder und trifft den Rahmen hoher Berge und all dies Unvertraute steht dir nahe wie ein guter Freund. Luft und Beite fühlst du und denkst„ kein staubigez Büro, keine stidige Werkstätte, wie wunderbar“ und träumst felig weiter.
ergeben
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Ela.
Sommerfahrt
Von Richard Rax
Nicht allein das Verlangen, der greulichen Luft der Großstadt und ihrer Hiße zu entfliehen, grüne Bäume und Büsche zu sehen statt verstaubte Besen, und das neue Bild einer fremden Landschaft mit vollen Sinnen aufzunehmen, statt mit halben das gewohnte der Hügel hinter Rauchfängen und rußiger Dunstschicht, treibt den Städter im Sommer aus dem Gehäuse träger Gewohnheit. Teil an diesen alljährlich wiederholten Fluchtversuchen hat sicherlich die alte Lust der fahrenden Ritter und wandernden Gesellen, Abenteuer zu erleben an Stelle der Stationen der geregelten Bahn.
Freilich wird, wer etwa dreißig oder vierzig bewußte Sommerfahrten hinter sich hat, zur Erkenntnis gekommen sein, daß diese Lust nicht auf ihre Kosten kommt. Nie bist du im Eisenbahnzug der Fee oder Prinzen gegenüber gesenen, die deinen kühnsten Wünschen Gewährung lächelten. Eher als den mächtigen Rübezahl hast du im einsamen Hochwald den Schwämmesucher begegnet, den du von seiner traurigen Tätigkeit als lustiger Straßenmusifant in der inneren Stadt kennst. Die eigene reiche Erfahrung wird dann auch durch das Wien unterſtüßt, das aus den Werken der Dichter spricht, jener wahren und aufrichtigen und darum überaus seltenen Menschen. Auch sie erleben in den fernsten Märchenländern heutzutage nicht mehr, als ihre frisch erregie Phantasie der suchenden Seele entschleiern hilft.
o soll man Aladins Wunderlampe finden im Zeitalter der Autos und Flugzeuge, die
Es ist die Gegend stiller, unheroischer Ge verbe. Schredlich lange deutsche Dörfer gibt es hier, ein Wirtshaus neben dem anderen, und deutsche Städtchen, die einſt recht wohlhabend gewesen waren und infolgedeffen schon längst ihre Schönheit und Unschuld verloren baben. vier in Albertham zum Beispiel verfertigt man nichts als Handschuhe; man könnte da ziegena lederne Handschuhe für das ganze Weltall hera stellen, aber das, so scheint es, hat bereits aufs gehört, seine gewinnsüchtigen Hände in Hands schuhe zu steden. In Gottesgab wieder werden nur Spigen geklöppelt. In Schönbach oder Grasliz wieder haben sich alle Leute in den Kopf gesetzt, bloß Musikinstrumente herzustel len. Ich sah dort so große und blikende Troms bone, daß ich mir nicht denken kann, wo man solche Herrlichkeiten trägt; vielleicht schmückt sich damit irgendein Negerkönig am Tage einer Thronfeier, gekrönt mit der gleißenden Müns dung wie mit dem Glorienschein der Erzengel Das gibt sich bald. Leider oder Gott sei Und dann gibt es hier Ortschaften, wo die Mens Danf? Jedenfalls ist der Herbst da und der schen anscheinend davon leben, daß sie gegens Winter wird kommen, Düsternis und Kälte. seitig hier Ortschaften, wo die Menschen ans Dann ist die Erinnerung an die letzte Som- seitig Wirtshäuser besuchen; zumindest sind da merfahrt ein wärmender Mantel und ein lich ter Schein der Ausblick auf die nächste.
So und ähnlich find die Tage vergangen und die Wochen, bis der Herbst sich meldete in der Natur und die Pflicht rief in der Stadt. Dort scheinen Büro und Werkstätte heller und freundlicher. Das liegt nicht an ihnen, die unverändert blieben. Es liegt an den Augen, die Sonne getrunken haben und Weite. Es lieg! an der frisch gelüfteten Seele, der eine Zeitlang viel. Altvertrautes in der Stadt unbegreiflich und fremd dünkt und die unbelebten Schreibtische näher stehen als die kurzsichtig daran Sitzenden.
Jeder Parteigenosse
liest das Parteiblatt
keine anderen Quellen des Lebensunterhaltes zu fehen außer grünen Wiesen und der schönen Aussicht auf die tschechische und sächsische Seite.
Neben den genannten Dingen sind daß Hauptmerkmal der Gegend die Ebereichen, nichts als Ebereschen längs den Wegen: unter