als unrechtmäßig bezeichnet. In dem Rundschreiben wird Fortsetzung von der 1. Seite. weiter gesagt:„ Wir halten es nicht für vereinbar mit unserm
Burscheneid und unserer Burschenehre, freiwillig auf den Eden bei Macdonald
Grundsatz des positiven Katholizismus zu verzichten." fatholische Präfeft des Knabenseminars in Freising ( Bayern ) ist seiner firchlichen Aemter enthoben worden, weil er den Direktor des Seminars wegen angeblicher Angriffe auf die nationale Bewegung" bei den Nazibonzen denunzierte. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen hat das in Dortmund erscheinende Bentralvoltsblatt für das gesamte Sauerland ", die in Hagen i. W. erscheinende Westdeutsche Volkszeitung", die in Witten erscheinende Wittener Boltszeitung" und das in Jiertohn erscheinende Märkische Volksblatt auf die Dauer von vier Tagen verboten.
Schwerer Kirchenkonflikt in Hamburg
Landesbischof D. Schöffel zurückgetreten
Pastor D Dr. Schöffel. der vor einigen Tagen aus dem Hamburgischen Staatsrat ausgeschieden ist, hat nun auch sein Amt als hamburgischer Landesbischof niedergelegt. Ebenso haben Hauptpastor D.& nolle das Amt des Generalsuperintendenten, die Pastoren Mumisen. Wehrmann und Dr. Junge ihre Aemter als Pröpste niedergelegt. D. Schöffel hat den Landeskirchenrat aufgelöst und sämtliche firchlichen Vollmachten der Landessynode zurückgegeben. Der Präsident der Synode, Prof. Dr. Fabian, teilt mit, daß Landesbischof Schöffel bei seinem Rücktritt dem Präsidenten der Synode die Vollmacht erteilt habe, die Synode einzuberufen und die Tagesordnung fest zusetzen. Zugleich beauftragte er den Oberkirchenrat Tügel, der gleichzeitig Gauobmann der deutschen Christen" ist, mit der Wahrnehmung aller firchlichen Funktionen.
Adoption eines Nichtariers verboten!
Die Adoption eines evangelischen Nichtariers durch einen Deutschen arischer Abstammung wurde vom Amtsgericht Berlin nicht bestätigt. Die Beschwerde da gegen wurde vom Landgericht zurückgewiesen; es habe bei dem Vertrag die Absicht bestanden, dem Nichtarier einen deutschklingenden Familiennamen zu verschaffen; dies verstoße gegen die guten Sitten und widerspreche der Absicht des neuen Staates die Abstammungsverhältnisse klar zu stellen.
Staviskys Scheckheft
In der Betrugsaffäre Stavisky ist eine pikante Wendung eingetreten. Bei der Untersuchung ist jetzt das Scheckheft Stavistys aufgefunden worden, das bisher nicht entdeckt werden fonnte. Aus ihm sollen die Namen der Persönlichkeiten zu ersehen sein, die von Stavisky Geld erhalten haben.
Innenminister Sarraut erflärte, wie Havas berichtet, den Journalisten, daß der Name des letzten Inhabers der Scheckabschnitte für den Augenblick nicht genannt werden könne.
Nach der Havasagentur sollen die Scheckabschnitte anfäng lich von Frau Stavisty aufbewahrt worden und dann von einer Hand in die andere übergegangen sein, um sie den Nachforschungen der Behörden zu entziehen, bis sich ihr letter Inhaber entschloß, sie auszuliefern. Der Untersuchungsrichter hat den geheimnisvollen Inhaber verhört und dann bis in die frühen Morgenstunden die auf den Scheckabschnitten enthaltenen Namen durchgesehen,
Die spanische Krise
Der Papst für Anerkennung der Republik
Der spanische Staatspräsident hat den Rücktritt der Regierung Verroux angenommen. Man glaubt, daß Verrour wieder beauftragt werden wird, und er dürfte ein Rabinett mit Rechtsradikalen, Katalanischer Liga und Agrariern zu bilden versuchen. Ob die Katholische Volksaktion in die Regierung eintreten wird, erscheint fraglich, da Gil Robles noch fein unbedingtes Bekenntnis zur republikanischen Staatsform abgelegt hat, was den Staatspräsidenten veranlassen könnte, auf seine Mitwirkung zu verzichten. Andererseits aber hat am Mittwoch der Papst die spanischen Katholiken aufgefordert, vorbehaltlos die Republik anzu erkennen. Vielleicht wird also der Führer der Volksaktion noch in letzter Stunde dem Willen des Vatikans entsprechend handeln.
Eden ,, erfolgreich"
DNB. London, 2. März. Der am Donnerstag abend in London eingetroffene Großsiegelbewahrer Eden erklärte, daß sein Besuch in den drei Hauptstädten erfolgreich gewesen sei. Eine Reihe von Schwierigkeiten und Mißverständnissen sei aus dem Wege geräumt worden. Er fenne jetzt die Ansichten von zwei Regierungen über das britische Memorandum und er erwarte, daß er in kürzester Zeit auch die Ansicht der dritten Regierung erfahren werde.
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DNB. London, 2. März. Eden hat den Staatssekretär des Aeußeren Simon, den Premierminister Macdonald und den Lordpräsidenten des Geheimen Staatsrates, Baldwin, über das Ergebnis seiner europäischen Rundreise Bericht erstattet. Der Pariser Korrespondent der Time3" sagt u. a., die britischen und die italienischen Vorschläge würden, selbst wenn Deutschland ihnen zustimmte, pom französischen Standpunkt aus noch viel zu wünschen übrig lassen. Die italienische Politik werde Frankreich ermöglichen würde, seine schweren Rüstungen zu behalten. Aber auf den Vorschlag, dafür sollte ein teilweises Aufrüsten Deutschlands zugelassen werden, antworte man, man könne seine Aufrüstung nicht rechtlich umgrenzen, da man nicht wisse, wie weit es eventuell schon aufgerüstet habe. Der Korrespondent schreibt weiter, die französische Regierung stehe jetzt vor der Wahl, entweder die britischen und italienischen Vorschläge rundweg abzulehnen, oder ein Kompromiß anzu nehmen, das sich auf diese Anregungen stüße. Die nächsten Tage würden zeigen, in welcher Richtung sich die französische Regierung entscheide. Am Donnerstag schienen die fran zösischen Blätter jede Andeutung einer unnachgiebigen Stellungnahme vermieden zu haben.
insofern günstiger beurteilt als die britische, als fie es Amerikas Luftrüstungen
DNB. Nenyort, 2. März.„ New York Times " veröffentlicht einen längeren Bericht aus Washington über ein großzügiges Programm zur Koordinierung des Handels- und Armeeflugwesens; die Möglichkeit dazu, so heißt es, werde durch die fürzliche Revision der Postflugverträge geboten. Vor allem müßten Flugzeuge mit größerem Aktionsradius hergestellt werden. Die Atlantiffüste sei gegenwärtig mit ihren bedeutsamen Fabritzentren gegen Luftangriffe nahezu ungeschützt. Eine unter Bundesaufsicht stehende Flugzeugindustrie könne diesem Mangel rasch abhelfen. Durch Uebernahme des Postflugdienstes sollte der Armee die Gelegenheit geboten werden, eine bessere Ausbilduna in der Verteidiauna der Ostküste zu erhalten.
Das Österreichische Rätsel
DNB. Paris, 2. März. Die Zeitung Le Jour" bringt eine Erklärung eines Vertrauensmannes der Habsburger , des Ritters Friedrich von Wiesner , der zunächst die Gerüchte in Abrede stellt, daß die Thronbesteigung Erzherzog Ottos unmittelbar bevorstehe und daß die österreichischen Legitimisten einen Staatsstreich vorbereiteten. Sie dächten in Wirklichkeit gar nicht daran, durch eine übereilte Lösung oder durch eine Abenteurerpolitif ihre Sache zu kompromittieren. Die Wiedereinsetzung der Habsburger würde nach voll
297 Tote. 802 Verwundete
Nach der„ Reichspost" beträgt die endgültige Zahl der Opfer während der blutigen Unruhen in Desterreich insgesamt 297 Tote und 802 Verwundete. Von den Toten entfallen 104 auf die Exekutive, 192 auf den Zivilstand, davon 170 Männer, 21 Frauen und 2 Kinder. An Verwundeten hatte die Erefutive 309, der Schutzbund und der Zivilstand zusammen 402 Männer, 79 Frauen und 12 Kinder.
Erregung und der Haß, den ihre Bemühungen in HitlerDeutschland auslöften, könnten die österreichischen Legitijeder Unabhängigkeitsfundgebung Desterreichs zu widermisten nicht aufhalten. Die Absicht des dritten Reiches", sich setzen und den österreichischen Gedanken zu ersticken, führe die leitenden Männer des Hitler- Deutschlands fatalerweise dazu, die Wiedereinführung der Monarchie in Desterreich zu befämpien. Der Kampf, den die öfterreichischen Legitimisten führten sei der Entscheidungskampf zwischen der preußischen Auffassung vom Recht des Stärkeren und der österreichischen Auffassung von der Macht des Rechts.
DNB. Paris, 2. März. Der Petit Parifien" veröffentlicht heute den Inhalt einer Unterredung, die sein nach Wien gesandter Berichterstatter mit Bundeskanzler Dr. Dollfuß hatte, der zur Frage der Wiedereinführung der Monarchie die kürzlichen Außerungen des Fürsten Starhemberg dahin auslegte, daß die Wiederherstellung der Monarchie nicht eine rein österreichische Frage set, sondern alle heute unabhängigen Staaten angehe, die das alte Oesterreich- Ungarn aus machten. Außerdem aber auch alle Staaten Europas überhaupt. Bundeskanzler Dollfuß erflärte zum Schluß, er danke der französischen Bresse dafür. daß sie ihm bei den Berichten und Kommentaren der fürzlichen Ereianine in Desterreich günstig gewesen sei, was man von der Presse anderer Länder nicht sagen fönne.
Das Neueste
In Tilsit wurde der Sturmmann Albert Stiegei vom
Sturm 13/41 der Tilfiter M. in der Nacht zum 24. februar
nach einer Auseinandersetzung angeblich von einem Kommu: nisten durch einen Messerstich in den Leib so schwer verlegt, daß er am 28. Februar seinen Verlegungen erlag.
Bei Ausgrabungsarbeiten entdeckten die Erdarbeiter im Boden ein Geschoß, das anscheinend noch vom Weltkrieg her= rührt. Der Sprengförper explodierte und zerriz sechs Perionen, die sämtlich auf der Stelle den Tod fanden.
Der Kassierer der Sparkasse von Brieve, der von dem ihm anvertrauten Geldern 90 000 Franken unterschlagen hatte, anvertrauten Geldern 90 000 Franken unterschlagen hatte, hat Selbstmord begangen. Der Direktor des Bant:
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Desterreich jetzt die Verstärkung seiner Grenztruppen gegenüber Deutschland fort. Gestern gingen 600 Heimwehrmänner nach Vorarlberg ab, um, wie ihr offizieller Auftrag lautet, das Eindringen nationalsozialistischer Propaganda zu unterbinden. Zwei Bataillone Heimwehrmänner sind zur Grenzverstärkung nach Oberösterreich entsandt worden.
Die Unterstützungsaktion Hilfe für die österreichischen Opfer
( P. G.) Die österreichischen Sozialdemokraten, denen es gelungen ist, über die Grenze zu kommen, haben in Brünn demokraten"( abgefürzt: Alös) errichtet. ein„ Auslandsbüro österreichischer Sozial
Arbeiter- Internationale und mit dem Internationalen Das Alös hat sich in Verbindung mit der Sozialistischen Gewerfichaftstongreß gefeßt, um Silfe für die rauen und Kinder der Gefallenen und Gefangenen zu organiſteren. Mit den von unseren Genossen in den anderen Ländern gefammelten Mitteln fonnten bisher 2000 Familien in Wien kleine Unterstüßungen zugewendet werden, obwohl die Regierung der Durchführung dieser Unterstübungsaktion die größten Schwierigkeiten bereitet. Das Alös wird sich aber bemühen, mit Hilfe unserer ausländischen Brüder so viel Hilfe zu leisten, als in den gegenwärtigen Verhältnissen möglich ist.
geschäftes Comptoir general de Bourse wurde verhaftet, da er mehrere Millionen Franken unterschlagen haben soll.
Schweres Erdbeben in Chile Zahl der Opfer noch unbekannt
DNB. Santiago de Chile , 2. März. In der südchilenischen Stadt Valdivia ereignete sich ein schweres Erdbeben, das vier Minuten dauerte. In Tomuco wurden ebenfalls Erdstöße von einer Minute Dauer verspürt. Die Verbindung zwischen Santiago de Chile und Valdivia ist unterbrochen. Ueber die Zahl der Opfer und sonstige Einzelheiten ist noch nichts bekannt.
Der Tote in Zelle 210
Das Ende Artur Landsbergers
Am 5. Oktober 1938 brachte die Berliner „ Nachtausgabe" die Nachricht, daß der bekannte deutsche Schriftsteller Dr. Artur Landsberger in seiner Wohnung im Berliner Tiergartenviertel freiwillig aus dem Leben geschieden sei. Die Zeitung wußte zu berichten, Landsberger habe sich mit Veronal vergiftet. Das tragische Ende Landsbergers, der eine Reihe vielgelesener Unterhaltungsromane geschrieben bat, erweckte nicht nur in Deutschland , sondern auch im Ausland Anteilnahme und Bestürzung. Man wollte wiffen, daß, de Tote sich durch sein Werk Berlin ohne Jude", in dem er fast visionär Berlins wirtschaftlichen Bankrotf nach einem Judenboykott schildert, den besonderen Haß der National foztaliften zugezogen habe. Dennoch zweifelte niemand an der Richtigkeit jener Meldung. Man glaubte, auch der Schriftsteller Lansberger habe, wie so viele andre Intellef tuelle, den Freitod einem Leben in Deutschland , das ihm, dem Juden, uur Demütigungen bieten konnte, vorgezogen. Jezt erst erfährt man, daß auch um den Tod Landsbergers ein schreckliches Geheimnis schwebt. Zunächst ist Artur Lands berger nicht Anfang Oktober 1923 gestorben, sondern bereits am 21. September des vergangenen Jahres. Er starb auch nicht an einer allzu großen Dofis eines Schlafmittels sondern man fand ihn am Morgen des enannten Tages er: hängt in einer Gefängniszelle.
Landsberger war, unter de rim neuen Deutschland so beliebten Beschuldigung,„ Greuelpropaganda" betrieben zu haben, serhaftet worden. Nach mancherlei Irrfahrten landete et im Poft eigefängnis Berlin - Söneberg in der Goth.er Straße Hier faß er im zweiten Stodes Hauses in der Zelle Nr. 210. Am 19. September wurde Landsberger von d. Gehetmen Staatspolizei nach deren Quartier in der Prinz- Albrecht- Straße zum Verhör" abgeholt. Am 20. Sep
tember war er noch nicht zurückgekehrt und seine Mitgefangenen glaubten, er sei in ein andres Gefängnis übergeführt worden. Die Zelle 210 blieb leer. Als jedoch am 21. September morgens gegen 6.30 Uhr die Türen der Zellen zum entieeren der Abortfübel geöffnet wurden, befand sich Dr. Artur Landsberger wieder in der Zelle 210: er hing am Rohr des Heizkörpers! Der Erhängte wurde abgeschnitten und zwei mit Hausarbeiten beschäftigte Gefangene machten angestrengte Wiederbelebungsversuche. Vergebens! Landsberger war tot.
Ueber das mysteriöse Ende des Gefangenen von Zelle 210 herrschte in dem Gefängnis eine gewisse Bestürzung. Sogar der monotone Trott solcher Institute ward aus dem Gleichgewicht gebracht, denn das Haus in der Gothaer Straße galt bis dahin unter den unzähligen Berliner Strafanstalten und Folterstätten als eines der relativ humansten und anständigsten. Der größte Teil der Inhaftierten feste sich aus Ausländern zusammen, die meist ohne Anklage und Urteil seit Monaten in„ Schutzhaft" gehalten wurden. An dem Morgen, an dem man den Toten in Belle 210 fand, erhielten die Gefangenen ihr erstes Frühstück erst gegen 11 Uhr. Niemand konnte erfahren, was sich in der Nacht auf den 21. September dort in der Zelle 210 abgespielt hatte. Den Wachtdienst versehen in dem Gefängnis im allgemeinen lang gediente Berliner Beamte, die mit wenigen Ausnahmen den Gefangenen feine unnötigen Schikanen zufügten.
Etwas Licht in die dunkle Affäre tam den Mitgefangenen erst, als sie erfuhren, daß in der Nacht zum 21. September die beiden Beamten Heribert Gerhard und Gustav Günther Wachtdienst hatten. Diese beiden Gefangenaufseher hatten sich den Häftlingen gegenüber schon immer als echte Büttel des dritten Reiches" gezeigt. Sie wetteiferten
untereinander in Brutalitäten gegen die hilflofen Gefangenen und der Gummiknüttel und die schweren Zellenschlüssel saßen nur allzu locker in ihren Händen: mancher Gefangene hat sie auf seinem Körper zu spüren bekommen. Die Tatsache, daß ausgerechnet diese beiden Schergen in der Nacht zum 21. September Dienst hatten, ließ den Tod Artur Landsbergers in eigenartigem Lichte erscheinen. Unter den Gefangenen erhielt sich hartnäckig die Vermutung, Landsberger habe nicht selbst Hand an sich gelegt. Vielmehr sei er, von Organen der Geheimen Staatspolizei nach der wie in vielen andern Gothaer Straße zurückgebracht Fällen in der Zelle aufgehängt, also ermordet worden. Und das unter Duldung iener beiden Büttel; denn die andern Beamten hätten vermutlich den feigen Mord zu ver hindern versucht.
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Daß die maßgebenden deutschen Behörden auch diese Bestialität sofort deckten, geht aus der weiteren Behandlung des Falles" hervor. Die in der Kanzlei der Strafanstalt mit Schreibarbeiten beschäftigten Gefangenen durften den Tod Artur Landsbergers nicht im Journal verbuchen. Hinter seinem Namen stehen für den 21. September folgende Eintragungen: Frühstück:-; Mittagessen:; Abendessen: Dadurch sollte der Eindruck erweckt werden, der Häftling sei nach seiner Abholung zur Geheimen Staatspolizei am 19. nicht wieder in die Gothaer Straße zurückgekehrt und auch am 21 habe man noch nicht gewußt, wo er geblieben sei. Und erst am 5. Oktober erfuhr die Oeffentlichkeit von dem angeblichen Selbstmord durch Vergiftung in der eigenen WohWobet nirgends erwähnt wurde, daß Landsberger überhaupt verhaftet war...
Der Schriftsteller Dr. Artur Landsberger ist also gleich vielen andern im„ dritten Reich" ermordet worden. Mit Recht dari man danach annehmen, daß die Selbstmordepidemie in Deutschland nicht nur in den bekannten Fällen, sondern auch in den meisten andern ähnliche Hintergründe
hat.