Pariser Berichte

Pariser Straßenkalender

Nach der Butte de Montmartre wird zur Zeit eine neue Drahtseilbahn gebaut.

Der Pariser   Stadtrat hat nach längerer Debatte die Plat gebühren der Taxis infolge des Streiks herabgesetzt. Eine Delegation der Gewerkschaften der Fahrer begab sich zum Direktor des Dienstes der indirekten Steuern, der erklärte, daß die tägliche Rückvergütung von 6,25 Fr. auf die Benzin­steuer immer am 1. und 16. des Monats bezahlt werden solle. Bis Ende März soll die Auszahlung auch ohne Nachweis der Zahlung der Platzgebühr vor sich gehen.

Von dem dänischen Gesandten in Paris  , M. Oldenburg und dem Professor der skandinavischen Sprachen an der Sorbonne M. Jolivet wurde der französischen   Nationalbibliothek ein Geschenk von hundert Faksimiles der bedeutendsten islän­ dischen   Manuskripte überreicht, die der reiche dänische Ver­leger Eynar Munksgaard gestiftet hat.

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In der Stavisky- Affäre hat der ,, Mann mit dem kittgrauen Ueberzieher", den man nicht finden kann, Konkurrenz be­kommen. Der gegen ,, Jo la Terreur", beziehungsweise Jo den Schrecklichen" aus der Unterweltbande des Romagnino erlassene Haftbefehl hat die Lokalchronik stark bereichert, insbesondere, nachdem ,, Jo" freiwillig erschienen ist.

Eine ergreifende Szene spielte sich in der Kirche von Saint­Gratien( Seine- et- Oise  ) ab. In diesem Orte des Pariser Land­kreises war der Landwirt Ferrand gestorben und seine 57jährige Frau folgte ihm in den Tod, zumal auch ihre Schwester freiwillig aus dem Leben geschieden war. Diese Schicksalsschläge nahm sich der 31jährige Sohn Emile so zu Herzen, daß er bei der Trauerfeier der Mutter wahnsinnig wurde. Er schrie plötzlich: ,, Hilfe, man tötet meine Mutter, man will sie in den Kasten tun." Der Sohn wurde in eine Klinik, gebracht und unter Aufsicht genommen.

Der Prozeß Germaine Huot

Vor den Geschworenen der Seine   begann am Montag der mit Spannung erwartete Prozeß gegen Germaine Huot, die in ihrer Wohnung in der rue de Parc- Monceau ihren Geliebten, den Präfekten der Rhonemündung, M. Causeret, erschossen hat.

Germaine Huot ist eine Lebedame, eine ehemalige große Pariser   Kokotte, die wegen ihrer großen Schönheit, ihres hohen Wuchses und ihres zarten Gesichts dereinst in den ,, höchsten Kreisen" der Lebewelt sehr berühmt war. Heute ist sie 46 Jahre alt und die einjährige Haft seit dem 7. März, dem Morddatum, hat sie wohl nicht verjüngt.

Die abenteuerhafte Frau ist, wie viele ihres Gewerbes, ein uneheliches Kind, die Tochter eines Grundstückhändlers. Als junges Mädchen wurde sie bei den frommen Schwestern er­zogen. Flügge geworden, las sie am liebsten Romane und sah den Tänzen der schönen Otéro zu. In dieser Zeit legte sie sich den Namen d'Anglmont zu, den sie einem Romane ent­nommen hatte.

Die Reihe ihrer Liebhaber soll sehr groß sein. Der erste, der ihr eine eigene Wohnung einrichtete, war der Besitzer des Warenhauses zum Hotel de Ville   und Abgeordnete Lillaz. Mit diesem war sie glücklich in der rue d'Amsterdam. Dann kamen viele andere und darunter angeblich auch ein ba ye­rischer Prinz, mit dem sie, wie es heißt, fast nach Deutschland   gezogen wäre. Aber sie blieb in Paris   und legte sich einen polnischen Grafen zu. Auch der dicke Agha Khan soll eine zeitlang zu ihren Füßen gelegen haben.

Schließlich fiel sie dem Abgeordneten Picard in die Arme und betrog ihn mit dem Präfekten Causeret. Leider tra­fen sich aber beide in ihrer Wohnung in der rue du Parc­Monceau und Picard verprügelte den Präfekten  , warf ihn hinaus. Germaine wandte ihr Herz dem Sieger Picard zu. In. dessen Picard hatte sie leid und nun kehrte sie reuig zu dem Präfekten zurück.

Diesen erschoß sie an dem kritischen Märztage des Vor­jahres am frühen Nachmittag, wie sie behauptet, infolge eines Versehens. Sie sagt, sie habe ihm Vorhaltungen gemacht und ihn scherzhaft mit dem Revolver bedroht, Causeret habe eine Gegenbewegung mit dem Arm gemacht und dabei sei die Waffe losgegangen. Der Vertreter der Hinterbliebenen, der berühmte Anwalt Torrès, bestreitet das natürlich. Die Lebedame wird von Maitre Legrand verteidigt, dem­selben, der kürzlich die Verteidigung von Violette Nozières, die einen Wechsel der Verteidigung eintreten lassen wollte, abgelehnt hat.

Jetzt ist Anglerzeit!

St Malo  ( Bretagne  ). Nachdem bereits Ende Februar die Fischer von der alten Seeräuberstadt nach Neufundland   aus­gefahren sind, um den Kabeljau zu fangen, beginnt jetzt im Aermelkanal   die beste Zeit des Fischfangs, in der die reichsten Beuten gemacht werden. Von überall her, aus dem nahen England wie vom Kontinent strömen die Fischfreunde zu Ostern in die Hafenorte der Bretagne   und der Vendée  , zumeist mit der Angel, um die ,, Frühlingsfische" zu fangen. Die Angler lassen sich auf den malerischen Granitfelsen, die weit ins Meer hinausragen, nieder und ernten reiche Beute. An anderen Tagen zieht man bei Ebbe zu Fuß mit den Fischern hinaus, um dabei zu sein, wenn die Netze ausgelegt werden, dann gilt es, rasch vor Eintritt der Flut zurückzu­kehren und einige Stunden später, wenn die Rückflut be­ginnt, werden die gefüllten Netze heimgeholt.

Der Fischfang zu Fuß ist besonders in der Normandie  und Bretagne   zuhaus, dort wo bei Ebbe das Meer am weitesten zurückweicht. Nirgends ist diese Art des Fischfangs für den Fremden reizvoller zu beobachten als in Mont Saint- Michel  , der Insel, die das Wunder des Occidents" genannt" wird. Hier müssen die Fischer, um in der fischreichen Bucht Schollen, Seezungen, Barben und Salme zu fangen, Kiepe auf dem Rücken, Netze über der Schulter und den Hund zur Seite, oft bis 12 Kilometer zu­rücklegen, um bei Ebbe an den Rand des Meeres zu kommen. In den vielen Hafenorten. am Kanal und am Ozean, in denen der Fischfang noch nicht industrialisiert ist, nehmen im Frühjahr die Fischer Touristen gern auf ihre Ausfahrten mit, eine Freude, die man im Hochsommer nicht haben kann.

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Opéra. Relâche.

Opéra Comique  . La Vie de Behême, Paillasse( 20). Comédie Française  . Coriolan( 20.30). Odéon Romance.( 20.30). Atelier.

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Richard III.  ( 21).

Gymnase: Le Messager von Henry Bernstein   mit Gaby Morlay  ( 21 h).

Madeleine: Le Passage des Princes( Offenbach  )( 20.45 h). Michodiere. Les Temps difficiles( 20.30 h). Michel: Parole d'honneur( 21 h). Oeuvre. Les Races( 21).

Palais- Royal: La Famille Vauberlain( 21 h). Theatre de Paris  . Tavaritch( 20.45 h).

Sarah- Berhardt: Alibi 14 von Jean Guitton  ( 20.15 h). Chatelet: Rose de France( 20 h).

Gaite- Lyrique: Le pays du sourire  ( Das Land des Lächelns  ) von Lehar  ( 14.45 et 20.45 h).

Magodar: L'Auberge du Cheval Blanc( Im Weißen Röß'l). Pigalle: La Chauve- Souris( Die Fledermaus  ). Regie: Max Reinhardt  ( 20.30 h).

Porte Sait- Martin. Wiener Walzer  ( Operette von Johann Strauß  , Vater und Sohn), mit André Baugé( 20.30 h). Casino de Paris  : Revue: Vive Paris mit Cécile Sorel  ( 20.30) Folies- Bergere. Folies en Folie, Revue mit Mistinguett  . ( 20.30 h).

Kinos

ene) Bal de

Actualites l'Auto( 31, Bd. des Italiens) Bal des petits lits blancs. Sketsch mit Laurel   und Hardy. Pariser   Sechstage­rennen und ein Trickfilm.

Agriculteurs( 8, rue d'Athène). L'Homme invisible( C. Rails, G. Stuart, W. Harrigan).( Tägl. 15 u. 21; Sbds., Sonnt., Ftgs. 14.30, 17, 21.)

Bonaparte( Place St- Sulpice). L'Homme invisible.( Tägl. 15 u. 21, Sbds., Sonnt., Ftgs. 14.30, 17, 21.) Champs- Elysées  ( 118, av. des Champs- Elysées  ). La Croisiére jaune.( Tägl. ununterbr. v. 14.30 bis 19; Sbds. u. Sonnt. von 13.45 bis 20.15.)

Cine- Opera( 32, av. de l'Opéra). L'Homme invisible( C. Rails, G. Stuart, W. Harrigan).( Tägl. ununterbr. von 14-20; abends 21).

Colisee( 38, av. des Champs- Elysées  ). Le Club des casse- cou. ( Tägl. ununterbr. von 14.30 bis 19.30; Abendvorst. 21.) Elysée  - Gaumont( 79, des Champs- Elysées  ). Design for Living ( Fred. March, Miriam Hopkins  , Harry Cooper).( Tägl. von 14.30 bis 20 u. um 21.)

Eremitage Club Ursulines( 72, av. des Chaups- Elysées). Vol de Nuit.( Tägl. von 15 bis 21, Sbd. u. Sonnt. 14.30, 17, 21.) Madeleine( 14. rue de la Madeleine). Esguimaux( ein Film von Van Dyke), amerik. Originalfassung, franz. Unter­titel.( Tageskino von 14 Uhr ab.)

Marignan( 27, av. des Champs- Elysées  ). On a volé un homme. Marivaux- Pathe( 15, Bd. des Italiens). Ces messieurs de la

Santé.

Mesange( 3, rue d'Arras). Princesse Nadia; Lady Lou. Miracles( 100, rue Réaumur). Katharina von Rußland  ( Elis. Bergner, Douglas Fairbanks jr.).( Tägl. 16 u. 21; Sbds., Sonn- u. Feiert. 14, 16.30, 21.)

Pantheon- Cinema( 13, rue Victor- Cousin). Man braucht kein Geld( H. Niser, Hedy Kiesler  ). Raspail 216. A man's Pastle.( Tägl. 14.30, 16.30, 20.30, 22.30.) Studio Caumartin( 25, rue Caumartin). Lady for a day ( amerik. Originalfassung mit franz. Untertiteln).( Tägl. 14.30, 19, 21.15; Sonn- u. Feiert. 14.20, 20.15.) Studio Diamant( Place St. Augustin). Loyalties.( Tägl. 14.30, 16.45 u. 21.)

Studio Gilbert( 115, rue de Vaugirard). Mon Chapeau.( Nach­mittags 13.30, Ununterbr. u. abends 20.30.)

Studio de L'Etoile( 14, rue Troyon). Symphonie inachevée ( Leise flehen meine Lieder). Deutsche   Originalfassung. ( Tägl. von 14.30 bis 19; 21.)

Studio 28( 10, rue Tholozé). La Soupe au canard( Duck soup  ), Originalfassung mit franz. Untertiteln.( Tägl. v. 15 bis 21; Stgs. ununterbr. v. 15 bis 19.)

Studio Parnasse  ( 11, rue Jules- Chaplain). Thomas Garner. Studio Universel( 31, av. de l'Opéra). Ann Carver's Pro­fession.( Tägl. v. 14 bis 20, Abendvorst. 21.)

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BRIEFKASTEN

Andalusien. Besten Dank für Brief und freundliche Anregung. Wir werden uns das interessante Buch mit den Greuelmeldungen" be­stellen. Warum wir hier seinen Titel nicht nennen, werden Sie be greifen. Grüße!

Frau M. D., Amsterdam  . Der Brief ist an die Adressatin weiter gegeben worden.

Dr. L. L. Jn Bellinzona findet ein Kongreß der Judenkenner" statt? Wir würden es nicht glauben, wenn es nicht im Bölkischen Beobachter" stünde. Also wird es wohl wahr sein. Die Zusagen sollen stärker sein als in früheren Jahren. Wir sehen den Berichten mit Fassung entgegen.

Freunde in Johannesburg  . Noch immer ist, wie Sie uns mitteilen, die Stimmung dort unverändert antihitlerisch. Aus Anlaß der Ans wesenheit Prinz Georgs von England in Johannisburg wurde neben den Fahnen anderer Länder auch die deutsche Hakenkreuzfahne gehißt. Auf jüdischen Protest hin wurde aber die Fahne entfernt, woraufhin der deutsche   Generalkonsul seinerseits Protest gegen die Entfernung der offiziellen deutschen   Reichsflagge einlegte.

Düren  - Köln  . Eure Nazibonzen in der Aachener Ecke scheinen in der Geburtenschlacht höchstens in den Anfängen ihre Pflicht zu tun. Wenn es ernst wird, fährt z. B. der Naziarzt mit seiner Nichte nach Düren  , um von einem befreundeten Arzte Hilfe zu erbitten. Schließ lich wird ein Aachener Arzt gefunden, der die Operation an dem 17jährigen Mädchen vornimmt, noch einen anderen Arzt hinzu­ziehen muß und so ins Gerede kommt. Beide Aerzte sind verhaftet worden. Wir dachten, so etwas wäre nur im" System" möglich ge= wesen. Hitler und Röhm und Göring   und Heß und Konsorten drücken sich zwar auch in der Geburtenschlacht, aber ihre Abneigung ist so groß, daß sie weder Mädchen noch nachher Aerzte zu bemühen brauchen.

Vom Niederrhein  . Bei Euch müssen Luftschutzhauswarte einen dreimonatigen Kursus mitmachen? Und Uniform bekommen sie auch? Es wird immer bunter im dritten Reich".

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Homburg  . Sie senden uns einen Ausschnitt aus der Pirmasenser Beitung", die sich beklagt, daß die Bettelei nicht nur der Nazi­bonzen sondern der Hausbettler zunimmt. Es geht eben aufwärts. Kommunist in B. Sie werden begreifen, daß wir uns in die Angelegenheiten der Neuen Weltbühne" nicht einmischen wollen. Die Mitteilung, daß außer Willi Schlamm   nun auch Gregor Bien­stock und Heinrich Fischer ausgeschieden sind, liegt auch uns vor. Mit einer Beurteilung der neugeschaffenen Situation möchten wir ab­warten, bis sich die neue Leitung vorgestellt hat.

2. B. Mülhausen  . Sie beklagen sich über Druckfehler. Ihr Schmerz ist auch der unsere. Aber in der Hezze des Arbeitstempos rutscht trog aller Bemühungen immer mal wieder ein Fehler durch. Trösten wir uns: auch anderen Zeitungen geht es nicht besser. Der Frank­ furter  " z. B. ist dieser Tage ein ganz großes Malheur passiert. Sie berichtigt einen Druckfehler wie folgt: In dem Telegramm Dr. Leys an Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt war die Rede von dem Gedanken der Ehre, wie er im Gegensatz zur Ordnung der nationa Ien Arbeit festgelegt wurde". Es mußte selbstverständlich heißen: ,, von dem Gedanken der Ehre, wie er im Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit   festgelegt wurde". Es scheint, daß sich im

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" Dritten Reich  " alles gegen die Führer" verschworen hat. Selbst der Druckfehlerteufel ist ein verkappter Margist.

Kaplan N. N. Von einer kurzen Auslandsreise teilen Sie uns mit, daß im Auftrag der Bayerischen Politischen Polizei das Katho­lische Kasino Freising( Arbeiterheim") beschlagnahmt und der Katholische Arbeiterverein für aufgelöst erklärt worden ist. Sie schreiben uns, daß man sich in Deutschland   über keinen amtlichen Diebstahl mehr wundern dürfe. Kämen Sie ins Saargebiet, so würden Sie sich doch wohl wundern, wie Ihre sozusagen katholische Presse aus Angst und Geldsorgen vor den Nazis winselt und lügt, ,, was die katholische Kirche in den Zeiten eines religionsfeindlichen Margismus gelitten hat". Sie kennen ja die Heilige Schrift: Ein Dieb ist ein schändlich Ding, aber ein Verleumder ist noch viel schändlicher."

stud. jur. N. N. Man sollte es nicht für möglich halten, aber es ist so: Der Pg. Müller als Aeltefter der Studentenschaft Köln   hat an­geordnet: Die nichtarischen Studenten haben erst dann Plazz zu nehmen, wenn die Mitglieder der Studentenschaft ihren Plaz ein­genommen haben."

Für den Gesamtinhalt verantwortlich: Johann Pis in Dud­meiler; für Inserate: Otto Kuhn in Saarbrücken  . Rotationsdruc und Verlag: Verlag der Volksstimme GmbH., Saarbrüden 8, Schüßenstraße 5. Schließfach 776 Saarbrüden.

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