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Rebenorganisationen notwendig wären, um den inneren Feind niederzuhalten, wie Röhm die Welt glauben machen

Erfahrungen aus dem letzten Kriege"

will. Die ausländischen Regierungen find viel zu gut über Frankreich gegen Deutschlands Aufrüstung

die derzeitigen Machtverhältnisse in Deutschland unterrich­tet, um Herrn Stabschef Röhm zu glauben. Und selbst wenn er wirklich nur aus Furcht vor dem Marrismus und aus Sorge um die monarchistische Reaktion seine riesenhaften Milizheere zusammenbielte? Alle Welt wird dennoch sagen, daß hier Millionen glänzend trainierter Männer als Reser­ven bereitstehen, wie in anderen Formen in anderen Län­dern auch.

Der Nationalsozialismus hat unter anderm, ob ehrlich oder verlogen sei dahingestellt, den Wahn gepredigt, natio­nalistisch regierte Staaten könnten sich leichter verständigen, sein Regierungssystem werde leichter eine internationale Verständigung auf dem Boden der Gleichberechtigung herbei­führen als das demokratische. Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall. Ein System, das nach innen und nach außen jede öffentliche Kontrolle unmöglich macht, gilt nirgendwo als vertrauenswürdiger Partner. Das Mißtrauen wächst, und die Rüstungen steigen entsprechend. Der Nationalsozialis­mus, der nur Nationalismus ist und nichts von den völker­verbindenden Ideen des Sozialismus kennt, diese sogar aus­drücklich ablehnt, ist auch außenpolitisch Deutschlands Unglüc und ist Europas Gefahr.

Französische Flottenmanöver

Paris , 19. April. Die französischen Flottenmanöver sehen in diesem Jahre drei verschiedene Operationen vor. Zu nächst beginnen längs der afrikanischen Küste im Mittel­ meer Lande- und Küstenverteidigungsübungen unter Be­teiligung des 1. Geschwaders und Einsetzung des Flug­zeugmutterfchiffes Bearn". Sie nehmen Sie nehmen am nächsten Donnerstag ihren Anfang und dauern bis zum 30. April. Dann unternimmt das 1. Geschwader eine Uebungsfahrt von einmonatiger Dauer, bei der die algerischen Häfen angelaufen werden. Ende Mai konzentriert sich das fran­ zösische Mittelmeergeschwader vor Casablanca und begibt fich zu einwöchiger Uebungsfahrt nach dem Kriegshafen Lorient , wo das atlantische und das Kanalgeschwader zu ibm stoßen und wo vom 7. Juni ab dann gemeinsame Flottenmanöver beginnen.

Der Mannheimer Krawall

Das ,, Neue Mannheimer Volksblatt" erscheint w ieder

Die antitatholischen Kundgebungen

in

Paris , 19. April 1934.

Die Note, die die französische Regierung der englischen Re­gierung auf ihre Anfrage vom 28. März hat überreichen lassen, jagt u. a.: Nun hat an dem Tage, an dem der eng­ lische Botschafter sich seines Auftrags entledigte, der Reichs­anzeiger" in Berlin den von der Reichsregierung am 22. März für das Rechnungsjahr 1933/34 angenommenen Haushaltvlan veröffentlicht. Die Prüfung dieses Haushalt­planes erlaubte es, für das Heeresministerium, für das Marineministerium und das Luftfahrtministerium eine Aus­gabenerhöhung von 352 Millionen RM. festzustellen.

Der englischen Regierung hat sich ebenso wie der franzö: fischen eine Erregung bemächtigt wegen der Höhe dieses Ausgabenzuwachses. Sie hat den Ernst der Tatsache durch die Demarche unterstrichen, die ihr Botschafter in Berlin beim Reichsaußenminister unternommen hat.

Die Erklärung, die er erhielt, ist weniger eine Rechtfertigung als eine Bestätigung. In Wirklichkeit hat die Reichsregierung, ohne die Ergebnisse der aufgenommenen Verhandlungen ab­zuwarten, ihren Entschluß aufzwingen wollen, ihre Auf­rüstung in jeder Form fortseßen, und zwar in dem Ausmaß, das sie allein bestimmen zu können behauptet und unter Mißachtung der Bestimmungen des Vertrages, der mangels jedes anderen Abkommens für den Rüstungsstand maßgebend bleibt. Die Reichsregierung gedenkt sofort in einem großen Ausmaß nicht nur die Stärke ihres Heeres, sondern auch die ihrer Marine und ihres Flugwesens zu erhöhen.

In letterer Sinficht steht den Nachbarn Deutschlands um so weniger frei, die über sie verhängte Drohung außer acht au laffen, als fürzlich in der entmilitarisierten Zone, und zwar unter Berlekung des Vertrags, zahlreiche Flughäfen angelegt worden find.

Gleichzeitig fümmert sich die Reichsregierung weniger darum, die halb militärischen Verbände zu beseitigen oder zivilen Zwecken zuzuführen, als ihren für den Krieg ange­paßten Gebrauch zu vervollkommnen. Man braucht, um sich davon zu überzeugen, nur die anderen Haushaltpläne, die mit der nationalen Verteidigung nichts zu tun haben, zu lesen. Welche Auslegung man alle dem auch zu geben ver­sucht, erfordert diese außerordentlich ernite Tatsache eine ge­meinsame eftftellung und Schlußfolgerung d

nicht- Berhandlungen, deren Grundlage durch ihre Inis tiative zunichte gemacht wurde, unmöglich gemacht hatte. Diese Feststellung bittiert der französischen Republik ihre Pflicht und ihre Antwort.

Vor jeder Feststellung, ob eine Einigung möglich ist über ein System von Ausführungsgarantien, das wirksam genug wäre, um die Unterzeichnung eines Abkommens zu erlauben, das die bedeutende Aufrüstung Deutschlands legalisieren würde, muß Frankreich in erster Linie die Bedingungen zu feiner eigenen Sicherheit in Betracht ziehen, von denen es übrigens die Sicherheit der übrigen in Frage kommenden Mächte nicht trennt.

Die Note verweist dann nochmals auf die Rückkehr Deutsch­ lands in den Völkerbund, die wenigstens teilweise die Be­sorgnisse hätte zerstreuen fönnen. Es hätten auch noch andere Regierungen aus der gleichen Sorge heraus die gleiche Auf­fassung befundet. Hinsichtlich dieser wichtigen Frage habe Herr Eden jedoch aus Berlin teine günstige Lösung mit­bringen können.

Die franzöfifche Regierung könne ihrerseits auf diese wesentliche, von ihr in den Vordergrund gerückte Bedin gung nicht verzichten.

Erneut beschwört die französische Regierung ihre Erfah­rungen aus dem letzten Kriege, dessen Grauen Frankreich mehr als jedes andere Land erfahren habe. Frankreich sei für die Freundschaft der englischen Regierung dankbar, da mit ihm ein wirksames System, durch das die Ausführungen eines Abrüstungsabkommens mit Garantien umgeben wer­den könne habe ausfindig machen wollen. Frankreich bedauert, daß eine von auswärts fommende Initiative plöblich die von beiden Ländern mit ähnlichem guten Willen geführten Ver handlungen zwecklos gemacht hat. Es wird Sache der Abe rüftungskonferenz sein, ihr Werk wieder aufzunehmen. Frankreich sei während der ganzen Verhandlungen den Grundsäßen treu geblieben, von denen sich der Hauptaus­schuß der Abrüstungsfonferenz stets habe leiten laffen. Frank­ reich wolle in diesem Sinne weiter verfahren."

Die französische Regierung zweifelt nicht daran, daß sie bei der nächsten Genfer Tagung auf die wertvolle Mitarbeit der englischen Regierung rechnen darf, um den Frieden durch bie Garantien, die die allgemeine Sicherheit erfordern, zu

Sie beweisen, daß die Reichsregierung- abfichtlich oder festigen."

Unwiderruflich"

Mannheim , die zum Sturm auf das Verlagsgebäude De ernste Lage

des Neuen Mannheimer Volksblattes" und zur Verhaf= tung seiner Mitglieder des Verlags und der Redaktion führten, haben großes Aufsehen erregt. Die schlecht ver­tuschten, von der Nazipresse angezettelten Krawalle sind eine Begleitmufit zu den soeben begonnenen Kontordat8­verhandlungen in Rom und werden darum auch in der Auslandspresse stark beachtet.

Unter diesem Druck hat man versucht, den Schaden einigermaßen wieder gutzumachen. Das Neue Mann­heimer Volksblatt" durfte am Mittwoch wieder erscheinen. Es teilt mit. daß die zuständigen Regierungsstellen sich so­fort mit den Vorfällen beschäftigt haben und noch im Laufe des Dienstagnachmittag das weitere Erscheinen der Zei­tung von Mittwoch ab ausgesprochen wurde. Irgendwelche Maßnahmen sind gegen die Zeitung nicht verfügt worden. Die zu ihrer eigenen persönlichen Sicherheit abgeführten vier Angehörigen des Verlags, der Schriftleitung und des technischen Betriebes sind wieder in Freiheit gesetzt worden".

Worin bestand das Vergehen dieser Zeitung? Sie hatte, unter Berufung auf die Bischöfe, gewagt, die katholische Einwohnerschaft Badens, die die Mehrheit im Land befiẞt. zur Unterstützung der katholischen Presse auf­zufordern....

Buttmann in Rom

Der römische Korrespondent der christlichsozialen Wiener " Reichspost" meldet:

" Der deutsche Ministerialdirektor Buttmann, der auch die bisherigen Verhandlungen mit dem Vatikan über das Reichsfonford at führte, weilt seit einigen Tagen wie­der in Rom , um möglichst eine Einigung über die Durch führungsbestimmungen zu erzielen. Als Grundlage dient die deutsche Antwort auf das Memorandum des Kardinalstaats­Sekretariats, das der Reichsregierung vor Ostern von Dr. Buttmann überbracht worden war. Der Tert des Memoran­dums wie der Antwort ist bisher nicht veröffentlichen worden, doch darf angenommen werden, daß beide Schriftstücke ver

London , 19. April. Zur französischen Note sagt der sozia­listische Daily Herald", die Note mache allen direkten Besprechungen über Abrüstung ein jähes und unwiderruf­liches Ende. Die schwierigste Lage seit Beginn der Ab­rüstungskonferens set entstanden. Die britische Regierung dürfe aber ihre Bemühungen nicht aufgeben.

In einem Leitaufsatz des Daily Telegraph " wird u. a. gesagt: Die letzte französische Note bedeutet eine tiefe Enttäuschung. Hinter den höflichen Wendungen der Antwort findet sich die Verwerfung aller Pläne für Begrenzung der Rüstungen, um die fich die britische und die italienische Re­gierung bemüht. haben. Die britische Regierung habe, so fährt das Blatt fort, anerkannt, daß Deutschland aus moralischen Gründen die Mittel der Selbstverteidigung zugestanden wer­den müssen. Nach Ansicht des Foreign Office habe die Wah! zwischen einer begrenzten Aufrüstung Deutschlands auf Grund einer Vereinbarung der anderen Mächte oder einer unbegrenzten Aufrüstung in einer Atmosphäre allgemeinen Mißtrauens und Uebelwollens gelegen. Die französische Note scheine den letteren Weg zu wählen und damit jedem Gedanken an wertvolle Ergebnisse der Abrüstungsfonferenz ein Ende zu machen. Sollte die Absicht bestehen, ein Ab­rüstungsabfommen in Abwesenheit und ohne Zustimmung Teutschlands auszuarbeiten, so würde es sich um Zeitver­Schwendung handeln. Nebenbei bemerkt scheine die französische Note die Viermächteerklärung vom Dezember 1932 über deutsche Gleichberechtigung jetzt zu verleugnen. Das Blatt schließt: Nichts könnte unfluger sein, als eine Unterschätzung des Ernstes der Lage, wenn die französische Note das letzte Wort wäre. Großbritannien könne das Bewußtsein haben, daß seine Staatsmänner fich eifrig um die Abrüstung be= müht und ein großes Risiko übernommen haben. Wenn Frankreich endaültig entschloffen ist, seinen eigenen Kurs zu verfolgen, bleibe England menigstens unbehelligt von irgend­welchen Forderungen nach Sicherheitsaarantien und es habe die Freiheit, alle Maßnahmen zu treffen, die es um seiner eigenen Rube willen für notwendig balte.

fuchen werden, einen Modus vivendi amifchen Rirche und Man prüft und prüft

Staat in Deutschland zu finden. Würde man in Rom die Garantien und eine größere Sicherheit als bisher haben, daß der von den obersten Führerstellen in Deutschland darin betonte gute Wille auch der gute Wille aller neben- und untergeordneten Stellen der nationalsozialistischen Hierarchie der Führung wäre, was fraglos bisher nicht der Fall ist, so würde anscheinend eine vorläufige Einigung leichter zu erreichen sein.

Im übrigen steht für alle römischen Beurteiler der Lage fest, daß seitens des Vatikans feinerlei sachliche oder auch nur formelle Konzessionen in der Hauptfrage, nämlich die christlich- katholische Erziehung der fatholischen Jugend in religiöfer und ebenso moraliicher Hinsicht gemacht werden. Diese Erziehung betrifft im Sinne der Kirche die Garantien für Familie. Schule. Jugend organisationen und Universitäten in der Richtung, daß keine andere Weltanschauung als die christliche für Ratho­liken als Erziehungs- und Lebensprinzip maßgebend sein fönne."

Furtwängler in Paris

DNB. Paris, 18. April. Wilhelm Furtwängler leitete am Dienstag in der Großen Oper ein Konzert der Berliner Philharmoniker vor ausverkauftem Hause. Der festliche Abend vereinigte das gesellschaftliche, das geistige und ultu relle Leben von Paris . Auch der Präsident der Republik und Frau Lebrun waren anwesend. Als Gäste des Präsidenten wohnten der deutsche Botschafter Köster und seine Gaitin dem Feitkonzert in der Loge des Präsidenten bei. Furt wängler der schon bei seinem Erscheinen vom Publikum be grüßt wurde, erntete Beifallsstürme. Er wurde in der Pause vom Präsidenten der Republif persönlich empfangen und be­glückwünscht. Das reiche Programm des Abends enthielt außer Werken von Mozart und Schumann und Also sprach Zarathustra" von Richard Strauß auch Stücke der franzö­fischen Komponisten Ravel und Debussy , deren Interpretation besonders lebhaften Beifall fand.

London , 19. April. Der diplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph " teilt mit: Das Kabinett war in seiner Sigung am Mittwoch noch nicht in der Lage, sich mit der

letzten französischen Note zu beschäftigen, da keine Zeit ge­wesen war, den Ministern vorher den Wortlaut zu übermit teln. Später prüften Sir John Simon, Eden und Sachver ständige des Foreign Office die Note. Vor der Einberufung ciner Vollfigung des Kabinetts wird der Abrüstungsaus­schuß des Kabinetts die Note nochmals eingehend prüfen. Die fommenden Beschlüsse sind von größter Wichtigkeit und Tragweite; die Ansichten der italienischen Regierung und auch der belgischen Regierung werden mit großer Spannung erwartet. Anscheinend ist Rom geneiát, einen weiteren Ber= mittlungsverfuch zwischen Frankreich und Deutschland zu machen. Der italienische Unterstaatssekretär Suvich. der am Freitag in London erwartet wird, dürfte die britische Rente­rung in diefer Richtuna fondieren. In britischen Streifen eht man natürlich der nächsten Sibuna des Büros der Ab­rüftungsfonferenz am 30. April und besonders dem Wieder­aufammentritt des Allgemeinen Ausschusses am 23. Mai mit größter Spannung entgegen.

Die rechtsfonfervative Morning Post" überschreibt ihren Leitartifel über die letzte franzöfifche Note Finis" ( Ende). Das Blatt unterschreibt die französische Beurtei= lung der Erhöhung des deutschen Haushaltes. Es gibt zu, daß der Grundfaß der Gleichberechtigung Deutschland alt= gestanden sei und daß die Durchführung dieses Grundsages entweder Aufrüstung Deutschlands oder Abrüstung der an­deren bedeute, bemerkt aber, solange feine Vereinbarung erreicht sei, bleibe Deutschland durch den Ver= jailler Vertrag gebunden Die Abrüstung und die Abrüstungskonferenz feien tot. Die Welt der Gegenwart sei nicht reif für den Verzicht auf Waffen. Das Deutschland des Herrn Hitler sei ein genü­gender Beweis für diese Auffassung. Wir feien wieder in derfelben Lage wie 1912 und 1914 und müßten eine Wieder­holung der damaligen Irrtümer vermeiden, wenn wir die gleiche Katastrophe vermeiden wollten.

Der diplomatische Mitarbeiter der News Chro nicle" führt aus, die französische Denkschrift habe wenig­stens den Vorzug der Deutlichkeit.

Unter der Ueberschrift Ein Zusammenbruch" sagt Times" in einem Peitauffaß, die franzöfifche Note scheine Die diplomatischen Verhandlungen über die Abrüstung au beenden. Statt die britische Frage zu beantworten, mende sich Barthouder Tatsache der deutschen Aufrüstung" zu.

Geheim- Information für die deutsche Presse

Berlin , 19. April. Wir veröffentlichen nachstehend eine der Presse- Informationen, wie fie der gesamten beutschen Presse regelmäßig zugehen. Ste trägt das Datum vom 28. März und hat folgenden Wortlaut:

,, Ueber den Prozeß der Firma Goldschmidt u. Rothschild gegen den früheren Kaiser darf an sich berichtet werden. Die Berichterstattung muß jedoch ruhig und objektiv sein. Es darf keine Polemit gegen den früheren Raiser und seine Beziehungen zum Judentum und auch sonst keine anti­monarchistische Propaganda damit verfnüpft sein. Ga han­delt sich um Entschädigungsforderungen aus Borkriegs­ansprüchen.

Im Hinblick auf die Veröffentlichung eines Artikels in einer großen füddeutschen Zeifung über Rußland sei in Erinnerung gebracht, daß irgendwelche Darstellungen, die den sozialistischen Aufbau in Rußland besprechen, nicht in .die deutsche Presse gehören.

Es darf nicht darüber berichtet werden, daß beim Wach­regiment Berlin ein Unteroffizier seinen Feldwebel er­schoffen hat. Die Untersuchung schwebt noch.

Schwierige Verhandlungen finden augenblicklich statt in nicht tunlich, über diese Verhandlungen bas Ausland zu der Frage der Regelung des Kunstseidenmarktes. Es scheint informieren.

Es wird erneut darauf hingewiesen, daß Auseinander­setzungen in der Presse über firchliche Fragen, soweit

Kirchenpolitische Streitigkeiten in Frage kommen, nicht be= handelt werden dürfen.

Ueber die Sanierung Hapag- Norddeutscher Lloyd darf in der Presse nichts gebracht werden.

Vor einiger Zeit wurden in Mostau mehrere Deutsche , die bei einer Schweizer Gesellschaft beschäftigt waren, ver­haftet. Sie sind jetzt wieder entlassen worden. Die Preise wird ersucht, diese Enthaftung nicht in Sufammenhang mit der Freilaffung Dimitroffs und Genoffen zu bringen. Es wird auch empfohlen, ausländische Pressestimmen aum Fall Dimitroff nicht mehr zu attieren. Der Fall D. ist nunmehr endgültig für uns erledigt.

Was die Dreierfonferenz in Rom betrifft, so ist es empe fehlenswert, die Dinge ruhig und sachlich zu behandeln. Ausdrücklich muß betont werden, daß nichts im Wege steht, an den Zuständen in Oesterreich fachlich Kritik zu üben. Ez wird als zweckmäßig erachtet, von allen größeren Schärfen und persönlichen Angriffen abzusehen.

Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß im Interesse der deutsch - polnischen Entspannung über Zwischenfälle in Polen nicht berichtet werden darf. Es gilt vor allem für die deutschen Grenzzeitungen Es ist nicht zuläffig, Einzelfälle au bringen, geschweige denn groß aufzumachen. Es handelt sich dabei um eine richtunggebende Anweisung, die auch für die Zukunft Geltung haben wird."