haftung widersetzt. Als man sich weigerte, die Leiche der Frau Klausener auszuliefern und sie in der Stille verbrannte, hat keine amtliche Stelle mehr gewagt, den offenen Mord abzuleugnen. Heute wurde Probst„ auf
Triumvirat und Reichswehr
der Flucht erschossen"- morgen werden fie den Die fressende Krise
Mord zugeben. Denn die Leiche ist genau wie im Falle Klaufeners verschwunden und vermutlich gleichfalls längst eingeäschert worden.
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Wir warteten mit Spannung darauf, wie die gleichgeschaltete katholische Bresse diese neue Untat aufnehmen würde. Die erste, die uns zugänglich ist, ist die„ Saarbrücker Landeszeitung". Gie teilt mit, daß Probst am Sonntag, dem 1. Juli- übrigens nach einem Besuch des Generalpräses Wolker in Düsseldorf haftet und in einem Auto fortgebracht worden sei. Und nun äußert sich die Entrüstung des Blattes in folgender Form:
ver=
" Nähere Auskünfte über die Verhaftung und den Tod dieses katholischen Jugendführers liegen uns zur Stunde noch nicht vor. Wir sehen deshalb zunächst von einer Stellungnahme ab, geben aber der Erwägung Ausdruck. daß dieser aufsehenerregende Vorfall schleunigst eine einwandfreie öffentliche Aufklärung erfährt." Das ist alles. Es war ein„ Borfall". Jeder Katholik innerhalb und außerhalb des Saargebietes ist davon überzeugt, daß ein neuer Meuchelmord vorliegt, der den Führer der verhaßten katholischen Jugendverbände ,, umlegen" sollte. Die zarte Zurückhaltung der„ Saarbrücker Landes- Zeitung" demonstriert besonders deutlich den Absturz der katholischen Publizistik. Die im Reiche liegt unter Goebbels Befehlsgewalt die an der Saar an der goldenen Rette, denn ihre Aktienmehrheit gehört der Hitler - Regierung.
Wir berichteten über das große Totenamt für Klausener in der größten katholischen Kirche des Saargebietes St. Michael in Saarbrücken . Diese katholische Demonstration, die vor mehr als 1500 Menschen in der überfüllten Kirche erfolgte, ist noch immer das Tagesgespräch in Saarbrücken . Das Requiem, an dessen Schluß Brälat Schlich zu einem Vater unser für unser armes, gequältes Vaterland" aufforderte, war ein Ausdruck des spürbaren Stimmungsumschwunges an der Saar . Die Leute der„ deutschen Front" wittern die Gefahr! Als die Teilnehmer des Totenamts die Kirche verließen, mur
Paris, 18. Juli.
Paris Soir" bringt eine Anzahl von sensationellen Mitteilungen aus Deutschland , für die wir diesem vielgelesenen Blatte die Verantwortung überlassen. Das Blatt schickt voraus, Deutschland sei das Land, in dem seit Bismarcks Zeiten das Dementi eine wirkliche nationale Tradition und Regierungsmethode darstelle. Deshalb werde man auch die neuen Meldungen des„ Paris Soir" dementieren, das aber werde durchaus nicht ihren Wert herabmindern.
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Das Triumvirat Hitler Göring Goebbels mache alle Anstrengungen, um den Reichspräsiden= ten von Hindenburg völlig talt zu stellen. Dessen Vertrauensmann, Staatssekretär Meißner, sei in Wirklichkeit Görings Gefangener. Er dürfe nach Neudeck nur das telefonisch durchgeben, was ihm vorgeschrieben werde. Die Aussicht, daß die Stelle des Reichs präsidenten frei werden könnte, reize den Appetit des Triumvirats und entfessele seinen Ehrgeiz. Man wisse wohl an führender Stelle, daß höhere Offiziere der Reichswehr unter dem Vorsitz von Fritsch in Nauheim beschlossen hätten, gegen eine Kandidatur Hitlers für den Reichspräsidentenposten Stellung zu nehmen. Das sei der Grund, warum Hitler sich zur Abwehr dieser seindlichen Stimmung mit Göring verbinden müsse.
Tag und Nacht nähmen die Beamten der Gestapo Ver: nehmungen und Haussuchungen vor. Das Vermögen der Opfer des 30. Juni sei bei den Banken beschlagnahmt wor= den. Tas Vorgehen der Polizei gegen ihren Gatten habe Frau von Papen einen Nervenschock verursacht. Prinz August Wilhelm set schwer mißhandelt worden, und es habe ihm nichts genützt, daß er sich schon seit Jahren den Nationalsozialisten mit Haut und Haar ver= schrieben habe. Göring abe ihn in einer Unterredung mit brutalen Worten erklärt, man würde seine Anwesenheit in Potsdam höchstens bis zum Herbst noch dulden.
Mit großer Besorgnis frage man in Berlin nach dem Schicksal des Großindustriellen Franz von Thyssen, der seit einigen Tagen verschwunden sei.
den sie von Beauftragten der Deutsch Gregor Straßer
frontler fotografiert. 3u welchem Zwecke ist nicht zweifelhaft. Die Bilder sollen in Kürze das große Terror- und Denunziationsalbum schmücken, das die Gauleitung der NSDAP . getreulich verwahrt. Es ist nur ein Beispiel der unsichtbaren Methoden des Drucks und der Bedrohung, die im Saargebiet bisher durch keinerlei Gegenmaßnahmen zu verhindern waren.
Man hatte erwartet, daß der Vatikan wegen der Ermordung Klauseners einige Schritte in Berlin unternehmen würde. Er hat jedoch zunächst das deutsche Episkopat durch Berhandungen mit der Reichsregierung beauftragt. Jrgendein Ergebnis der Besprechungen ist bis zur Stunde nicht bekanntgegeben worden. Aber„ United Breß" will aus ,, maßgebender römischer Quelle erfahren haben, daß der Vatikan eine offizielle Erklärung hinsich lich der Ermordung Dr. Klaufeners erwarte. Sollte sie nicht erfolgen, so werde man die Einzelheiten über den gewaltsamen Tod und die Einäscherung der Leiche Klauseners einfordern. Da Klausener kein kirchlicher Würdenträger sei, komme ein offener Protest des Vatikans nicht in Frage.
Wie aber steht es um den Hirtenbrief der deutschen Bischöfe, dessen Publikation bis zur Stunde nichts erfolgt ist? Bekanntlich war seine Ver
lefung von allen Kanzeln bereits offiziell angekündigt worden. Niemand glaubt daran, daß die Zurückziehung dieses wichtigen Dokuments gegen das nationalsozia listische Neuheidentum freiwillig erfolgt ist.
Freiwilligkeit ist im„ dritten Reiche" ein Problem für sich. Man sagt ja und ballt die Faust in der Tasche oder unter dem Talar.....
Faulhaber
Die Reichswehr lasse anscheinend ihre Puppen auf der Szene ihr Theater machen, während sie sich selbst im Hinter grunde halte. Die Generale v. Blomberg, v. Fritsch und v. Reichenau hätten von ihrer Ansicht dem Führer Kenntnis gegeben. Sie hätten ihm nicht verheimlicht, wie ungünstig in der Armee die Ermordung mehrerer Generäle gewirkt habe, wie empört man über die Art sei, die bei der Beerdigung dieser Offiziere angewendet worden sei. Durch alle diese Taten habe das Regime mit den heiligsten Traditionen Deutschlands , mit der Achtung vor der Armee gebrochen.
Die Generäle hätten hinzugefügt, die Reichswehr fordere die Wahrheit, die völlige Wahrheit über die Taten, durch die das Land mit Blut befleckt worden sei. Sie hätten dem Führer nur eine gewisse Frist gegeben, damit er sich von seiner Aufregung und Ermüdung erholen könne. Sie be ständen aber auf einer Antwort, um die Gemüter beruhi gen zu können. Damit solle Hitlers Aufenthalt in Berch tesgaden zusammenhängen, damit auch sein Entschluß, den Reichstag einzuberufen.
Aber auch in den Reihen des Heeres gäbe es keine Einigfeit. Während die Mehrheit der Offiziere mit dem General v. Fritsch und dem Oberst Baldetz an der Spitze die letzten blutigen Ereignisse verurteilten, verhält sich eine Minorität unter Führung des Obersten Beck und des Generals v. Reichenau entgegenkommender. Man könne wohl sagen, daß Papen heute der große Manit bei der Reichswehr sei. Man meine, Hitler sei nicht imstande, die kommende Revolution niederzuwerfen. Die Absicht der Reichswehr sei es, die besten Teile des Stahlhelms und der SS. zusammen zu schließen, um daraus eine einzige Reichsarmee zu bilden. Die politischen Führer kennen natürlich diesen Plan, der ihnen ihre politische Armee nehmen würde. Man spreche in den Regierungskreisen bereits von einer neuen Verschwörung, von einem neuen in Vorbereitung befindlichen Staatsstreichs, von einer Aufstandserklärung gegen die Regierung. Die Lage eines Diftators, so schließt„ Paris- Soir" seine Ausführungen, ist nicht immer beneidenswert.
hausstrafen von zwei Jahren bis zu drei Jah ren sechs Monaten. 71 Angeklagte erhielten wegen Vorbereitung zum Hochverrat, zumeist in Tateinheit mit
vichisch zertrampelt ergeben gegen das Schußwaffengefeß und teilweise auch
Die„ Deutsche Revolution", das Organ Otto Straßers, teilt mit: Bei Redaktionsschluß erreicht uns die authentische Mitteilung über die Ermordung Gregor Straßers. Nach den furzen Worten des Berichtes ist Gregor Straßer nicht standrechtlich erschossen, sondern von einem Sonder= tommando Görings in viehischer Weise zer trampelt und im Walde verscharrt worden.
Dr. Sad verschwunden!
Der Verteidiger Torglers im Reichstagsprozeß
Die„ Neue Zürcher Zeitung " berichtet aus Berlin : Im Anschluß an die Vorgänge vom 30. Juni und 1. Juli ist auch Rechtsanwalt Dr. Sack, der die Verteidigung Torglers im Prozeß um den Reichstagsbrand geführt hatte, gefangen genommen und in die SS. - Kaserne in der Gene ral- Pape- Straße in Berlin ( genannt Columbia- Haus) abgeführt worden Seither
fehlt jegliche Nachricht
von dem Strafverteidiger, dessen Name seit dem großen Reichstagsbrandprozeß vom lezten Jahre der ganzen Welt geläufig ist Auf seinem Berliner Büro wird er noch immer als abwe'end bezeichnet, woraus zu schließen ist, daß seine
gegen das Kriegsgerätegesetz Gefängnisstrafen von neun Monaten bis zu zwei Jahren drei Monaten. Ein Angeflag= ter wurde wegen unbefugten Waffenbesizes zu einem Monat einer Woche Gefängnis verurteilt.
In der Urteilsbegründung erklärte der Vorsitzende u. a., daß im sächsischen Erzgebirge noch kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung als illegale Fort segung des Roten Frontfämpferbundes unter der Bezeich nung Rote Wehr“ und„ Schutzstaffeln" als Sportverbände getarnte kommunistische Kampforganisationen gegründet worden seien, deren Mitglieder in intensiver Weise geländesportlich und schießtechnisch ausgebildet worden seien. Die Verhandlung habe zu der einwandfreien Feststellung geführt, „ daß die KPD. als solche in einer fritischen Zeit den Befehl zur allgemeinen Bewaffnung ihrer Anhänger ausgegeben habe. Der Hauptangeklagte kaldenbach habe in seiner Eigenschaft als politischer Instrukteur furz vor dem Reichstagsbrand in Chemniß an der entscheidenden Sizung der fommunistischen Bezirksleitung teilgenommen und den dort erteilten Befehl zur Bewaffnung an die einzelnen Ortsgruppen weitergeleitet. Auch in Flugblättern sei zur Bewaffnung aufgerufen worden. Durch den Diebstahl von Sprengstoffent und umfangreichen nächtlichen Waffenschmuggel aus der Tschechoslowakei sei dieser Befehl dann in die Tat umgesetzt worden".
verlieren an Kurswert
Hait weiterdauert. Im Columbia- Haus wurden letztes Politische Betriebsspitzel Jahr, als es noch SA.- Kaserne war, vorzugsweise Angehörige der früheren Linksparteien interniert; gegenwärtig dient es zur Unterbringung politischer Gefangener anderer Art.
Die Gründe des Vorgehens gegen Dr. Sack sind gänzlich unbekannt. Er kommt ursprünglich aus deutschnatio= nalen Kreisen, ist aber seit zwei oder drei Jahren Mit= glied der Nationalsozialistischen Partei und
mit Zensurlüchen wurde in den Kampfjahren der Bewegung öfters als Ver
In der Berliner „ Germania " ist ein Auszug aus der Predigt, die Kardinal Faulhaber in Bamberg anläßlich des fünfzigjährigen Priesterjubiläums des dortigen Erzbischofs v. Hauck hielt, mit zwei 3 ensuriüden erschienen. Dieser Zeitungsbericht übergeht mit Stillschweigen die Predigtstellen, die sich gegen die Verlästerung der Kirche" durch nationalsozialistische Parteigänger wenden und den Priestern die Aufgabe zuweisen, sich gegen den Geist der Zeit zu wenden, da die Kirche keinen Platz habe für eine Geistlichkeit, die von der Popularität derzeitiger Strömungen Nutzen zu ziehen suche. Der Kardinal sprach sich für eine Verständigung zwischen Staat und Kirche aus, erklärte aber auch, daß keine Konzessionen von katholischer Seite zu erwarten seien. Am Gottesdienst in Bamberg sollen 50 000 Katholiken, die sich im Dom und im Freien auf dem Domplay ansammelten, teilgenommen haben.
Das Neueste
Zahlreiche britische Persönlichkeiten aller Stände, darunter auch der Bischof von Birmingham , Lord Ponsonby und der
Defan von Canterbury, haben ein an Reichstanzler Sitler gerichtetes Schreiben unterzeichnet, in dem um die Frei= laffung der gegenwärtig in den Konzentrationslagern be: findlichen deutschen Pazifisten ersucht wird.
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Wie der„ Lokalanzeiger" berichtet, wurde gegen den fritheren Musikdirektor Otto Klemperer , der sich zur Zeit in Wien im Schloß Schönbrunn aufhält, vom zuständigen Finanzamt ein Steuersteckbrief erlassen. Sein im Inland be: findliches Vermögen wurde beschlagnahmt. Klemperer habe 4500 Marf Steuern hinterzogen.
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Der österreichische Ministerrat hat ein Gesez zur Abwehr politischer Gewalttätigkeiten beschlossen, das für alle Sprengs stoffverbrechen ausschließlich die Todesstrafe vorsieht.
teidiger in Fememord - und anderen politischen Prozessen herangezogen. Die Verteidigung Torglers im Reichstagsbrandprozeß übernahm Dr. Sad unter Zustimmung der regierenden Partei und führte seine doppelte Aufgabe, den Kopf Torglers zu retten und gegen die ausländischen Gerüchte über ein nationalsozialistisches Brandstifterfomplott anzufämpfen, mit Bravour durch. Torgler , der, wie man sich erinnert, in Leipzig den Kommunismus satt bekommen hat, befindet sich gegenwärtig noch in Schußhaft in einer Berliner Strafanstalt.
Kurt Aram , einst Feuilletonredakteur am„ Berliner Tageblatt" und Verfasser vielgelesener Romane und Weltreisebücher, hat seinem Leben ein Ende gemacht. Er hat sich erhängt. Aram, der 62 Jahre alt geworden ist, fand man tot an einem Baum am Ufer des Caputh - Sees bei Berlin .
80 Angeklagte
Der letzte Hochverratsprozeß vor dem Reichsgericht
Leipzig , 12. Juli. Mit der Verkündung des Urteils in dem am 15. Juni eröffneten och verrats- und Waffenprozeß gegen 80 erzgebirgische Kommu= nisten hat das Reichsgericht nunmehr seine Tätigkeit als erstinstanzliches Gericht für schwere.„ gegen den Bestand des Staates gerichtete Verbrechen" endgültig abgeschlossen. Es wird künftig nur noch in seinem eigentlichen Aufgabengebiet als Revisionsgericht arbeiten, nachdem die von ihm bisher als Tatgericht zu erledigenden Hochverrats- und Landesverratssachen an den neugebildeten Volks= gerichtshof in Berlin abgegeben worden sind. Der 4. Straffenat erkannte gegen a chi Angeflagte auf3ucht
Das Gleiwitzer Landesarbeitsgericht hat in diesen Tagen eine Entscheidung getroffen, der größte Bedeutung beizumessen ist, weil sie geeignet ist, dem üblen Spizel- und Angebertum endlich und endgültig den Garaus zu machen. Ein Unternehmer hatte einen Angestellten fristlos entlassen, weil dieser den Geschäftsführer ver leum det hatte. Das Landesarbeitsgericht bestätigte die fristlose Entlassung, und zwar aus folgenden Gründen: Die pflichttreuesten Beamten und Angestellten mögen mit unter im Drange der Geschäfte schon Aeußerungen über Vorgesetzte und andere Stellen gemacht haben, die ihnen niemand verübeln wird, der sie fennt. Das Spizzel und Angebertum ist eine der schlimmsten Er scheinungen des letzten Jahres, der alle Stellen mit Recht zuleibe gehen.
Es ist deshalb einem Unternehmen nicht zuzumuten, mit einem Manne zusammenzuarbeiten, von dem zu befürchten ist, daß er interne Dinge, die, aus dem Zusammenhang ge= rissen, ganz anders aussehen, wieder an andere Stellen weiterträgt.
Die Sache der Freiheit
Man darf sich nicht einschüchtern lassen
Paris , 13. Juli. Der bekannte elsässische Abgeordnete und Mitglied des auswärtigen Kammerausschusses Eccard be faßt sich in der„ Revue des deux mondes " mit der Saarfrage und der bevorstehenden Volksabstimmung. Die Sache der Freiheit, so erklärt er, zu deren Verteidiger sich Frank reich von jeher gemacht habe, würde einen bedeutenden Erfolg davontragen, wenn sich die Mehrheit der Saarbevölke rung für den Status quo aussprechen und damit in ihrem eigenen moralischen und materiellen Interesse handeln und fich gleichzeitig vom Terror des Nationalsozialismus befreien würde. Frankreich würde in diesem Falle die Gefühle der Dankbarkeit der Saarbevölkreung entgegennehmen und alle Interessen seiner eigenen Landsleute im Saargebiet garan tieren, die Vertrauen auf den Schutz ihres Staates und des Völkerbundes hätten. Leider hätten zu viele Franzosen im Saargebiet und in Frankreich selbst zu wenig Vertrauen und erschwerten und behinderten dadurch die Aufgabe, die Frank reich zufalle. Es bestehe berechtigte Aussicht, daß der Völker bund sein Mandat behalten werde. Frankreich brauche nur geschickt sich der Genfer Abkommen zu bedienen, um diese Aussichten noch zu erhöhen. Man dürfe sich nicht einschüchtern lassen, sondern müsse sich die ganzen Auswirkungen der Volksabstimmung vor Augen halten, um sie dadurch in die Bahnen zu leiten, die der Saar und Frankreich Genugtuung verschafften,