au

its

n

ift

ne

ht.

nn

riz

er

> et

en

st­

er

gs

03

13,

180

irt

en

dt

ant

fd

tos

Pr

jat

e-

ur

er

10 In

Em

as

.

och

Bße

ter

Ent

ng

ber

ate

PRE

n

18,

nd

3,

er

Gei

ct

en.

he

ˊ

10,

In

nto

Die

fie

cie

τις

en

he

en

nd

ex

211

1=

er

ch

et

7

R

ts

er

te

en

ch

e

1

0

11

Preis 10 Pfennig.

Morgen- Ausgabe.

Die Freiheit

Redaktion: Berlin NW 6, Schiffbauerbamm 19 III Feiusprecher: Amt Norden 2893 und 2896.

Die Freiheit erscheint zweimal täglich, morgens und nachmittags, an Conn- und Festtagen nur morgens. Der Bezugspreis beträgt bei freier Zustellung ins Haus für Groß- Berlin monatlich 2 Mark, nach außerhalb( 3ufsendung unter Streifband) 4 Mark. Bestellungen find bis auf weiteres ausschließlich an die Expedition zu richten. Für die

Expedition: Berlin NW6, Schiffbauerbamm 19 IV. Fernsprecher: Amt Norden 11007 und 11008.

Inserate kosten bie fiebengespaltene Millimeterzeile oder beren Ram 30 Bf. Kleine Anzeigen" das feltgedruckte Wort 30 Pf.. jebes weitere Wort 15 Pf. Teuerungszuschlag 30 Prozent. Bei Familienanzeigen und Bersammlungsankündigungen von Gewerkschaften und politischen Ore ganisationen fällt der Teuerungszufchlag fort. Inserate für die Morgen­ausgabe müssen bis 5 Uhr abends am Tage zuvor, Inserate für die

Blebigung auswärtiger Beltellungen vorherige Einjenbung berechnet luuadmittagsausgabe bis verm. 11 Uhr bei bet expedition aufgegeben felm

ist

Bezugsgebühr erforderlich.

der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Jahrgang 1

Sonntag, den 24. November 1918

Unerbittlichkeit der Gegner.

En neuer Protest.

An die gegnerischen Regierungen ist folgende Note ge­richtet worden:

der Bernichtung geworden.

gefesten Fristen eine Armee von über 3000 000 Mann in Drb nung auf den schlechten und engen Straßen über die wenigen Rheinübergänge zurückzuführen, erklärte General Nubant, baß er berartige Mitteilungen fünftig nicht mehr ente Die Schwierigkeiten felen woh! be­gegennehmen werde. kannt, die Fristen jelen aber un abänderlich. General Winterfeldt verlas hierauf die Brotestuete.

Der fünftige Zentralrat.

dem Reiche e'rganat. die von der Bertretung der Arbeiter und Soldaten- Räte der nichtpreußischen Bundes­staaten zu wählen sind. Die näheren Bestimmungen über die Wahl dieser Delegierten und deren Verteilung auf die Einzelstaaten sind der einberufenen Delegiertenkonferenz der Bundesstaaten zu überlassen. Der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldaten- Rates Groß- Berlin. ( gez.) Richard Müller. Molkenbuhr.

Im Vertrauen auf die von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten verfündeten Grundsäße eines Rechtsfriedens hat sich das deutsche Volk um Vermittelung eines Waffenstillstandes an Prä­fibent Wilson gewandt. An Steffe des erwarteten, von den Grundfäßen des Rechts und der Villigkeit und von dem Wunsche einer anfünftigen Versöhnung der Büller beherrschten Waffen­Ter Vollzugsrat des Berliner Arbeiter und tillstandes ist uns ein Waffenstillstand der Bergewaltigung und Soldaten Rates wird, soweit es sich um die Erledi­Die Lestimmungen dieses Waffenstilstandes bedeuten inaung der ihm provisorisch für das ganze Gebiet der Republik rer Durchführung nicht eine Brüde zum Grieben, sondern die austehenden Geschäfte handelt. durch Mitalieder aus prtfehung des Krieges mit anderen Mitteln. Die Forderungen des Waffenstillitenbes werben der Welt ben ersehnten Frieben nicht bringen. Sie sollen die Wieder herstellung friedlicher Muhe in Deutschland und eine gesrdnete Demobilisierung unmöglich machen, te sollen das schwergeprüfte Land dem Chaos und der Anarchie preisgeben. Unsere feierlichen Broteste gegen dieses der Menschlichkeit hohnfprechende Verfahren And ungehört rethat. Mag die Härte der Waffenfilstands. bebingungen mit der Notwendigkeit begründet worden sein, dem Deutschen Meiche den Wieberbecinn der Feindseligkeiten unmög Rich an machen, so in dech unseren Feinden inzwischen flar ge worden, daß diese Begründung nicht mehr stichhält, denn das beutsche Bot will die Seinbfelinkeiten nicht wiederheninnen und fann es nicht. Die deutsche Negierung fieht in der Aufrecht erhaltung der harten Bestimmungen ein Attentat gegen die Grund­fäße der Rivilisation und muß den Schluß sichen, daß es ben In unserer ersten programmatischen Erklärung vom 12. Ro­Regierungen der alliierten Länder auf nichts anderes ankommt.vember hat sich die Regierung für die Berufung einer konfti­als auf die Bergewaltigung und Vernichtung des deutschen Bolles! tuerenden Versammlung erklärt, die auf Grund des gleichen, ge­

Sofort nach Abfchluß der Waffenstillstandsverhandlungen hat

Erflärungen Eberts.

Berlin, 28. November. Der Wolfsbeauftragte Bert äußerte Berlin, 28. November. Der Volksbeauftragte Bert äußerte ich heute abend gegenüber dem Berliner Vertreter der Weser­Zeitung" über die Einberujung der Nationalversamm Iung folgendermaßen:

fich i bie beutsche Regierung wiederum an den Präsidenten der Ber. heimen, direkten allgemeinen Wahlrechts auf Grund des einigten Staa'en mit ber Bitte gewandt, so schnell wie möglich proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten Berhandlunger über einen Präfiminorfrieden herbeizuführen. männlichen und weiblichen Personen zusammengesetzt werden Bis heute ist die dentiche Regierung ohne Nachricht darüber, wann oll. Ich kann Ihnen nur erklären, daß wir an dieser Auffassung endlich die Regierungen der alliierten Länder mit dem Friedens auch heute noch entschlossen festhalten. Es sind mir gerabe in werf den Anfang machen wollen. den letzten Tagen von Arbeiter und Soldatenräten aus dem Das deutsche Volk beginnt zu zweifeln, ob sich hinter diefer anzen Reiche und aus den besetzten Gebieten und von Gewerk Berzögerung des Friedens nicht die Absicht der Feinde verbirgt, chaften und Parteiorganisationen Rundgebungen in großer An­bie gebetten unt ermüdeten deutschen Trupren durch Nicht­erfüllung der unerfüllsort. Waffenstillstandsbedingungen ins In- Bahl zugegangen, die sich alle entschieden gegen eine Diftatur recht zu fehen und damit für die Alliierten einen Titel zu schaffen und für die Berufung der Nationalversammlung auf Grund des allgemeinen Wahlrechts aussprechen. Wir Sozialdemokraten für eine Fortiesungies Krieges. Wenn der Friede als ein Rechtsfriere gefchloffen werden foll, haben ja immer für das gleiche Wahlrecht gekämpft, getreu der so barf ben Entscheidungen der Friebenkonferenz in den rechtlicheffalleschen Devise: Das gleiche Wahlrecht ist das Zeichen, in Brittinen rasen nicht vorgegriffen werden. dem wir fiegen."

Die deutiche Regierung muß diefem von dem Präsidenten Die Vorbereitungen für die Nationalversammlung sind anfgestellten Grundfas gegenüber feststellen, daß die von der von der Regierung bereits in die Wege geleitet. Das Reichsamt franzöfifchen Regierung in Elias- Lothrinnen getroffenen Maß des Innern hat einen Entwurf zum Wahlrecht der Regierung regeln, ebenso wie das Berfahren der Polen in den östlichen unterbreitet, der in den nächsten Tagen im Rat der Bolts Gren gebieten Deutschlands und einzelne Maßnahmen der nicht­beutschen Bestandteile des ehemaligen Deferreich- Ungarns argen beauftragten zur Verhandlurg kommen wird. Allerdings bie Deutschen, nichts anderes find. als Versuche, den Entscheidun darf man die Berufung der Nationalbetiam m lung nicht über stürzen. Zur Zeit fluten unfere Truppen sen der Friedenskonferens. mit Gewalt vorangreifen. Gegen alle diese Perfudie, wie gegen die Berzögerung des von allen Fronten zurüd. Gleichzeitig vollzieht sich eine gewisse Friebensschluffes, legt die Deutsche Regierung den schärften Verschiebung der in der Rüstungsindustrie beschäftigten Arbeiter Pro'eft ein. Aus der Gesinnung, die aus einem solchen Ber- Hier muß erst wieder eine gewisse. Festigkeit eintreten, damit auch fahren spricht, kann ein Friede von Dauer nicht hervorgehen. Das wirklich alle Soldaten und Arbeiter in der Lage sind, ihr Wabl­deutsche Volk kann vorübergebend vergewaltigt werden, es wird recht zur Nationalversammlung ausüben zu können. Die Regte­nicht aufhören, zu lehen und fein Recht zu fordern. rung ist aber nach wie vor der Meinung, daß die Nationalber­gez. Solf, sammlung sobald wie möglich berufen werden soll, um die staats­Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. rechtliche Grundlage für die sozialistische Republik zu schaffen. Für meine Partei handelt es sich hier um eine grund­säbliche Frage, an der wir unter allen Umständen unerschütterlich festhalten werden. Ich bin fest überzeugt: Für Deutschland ist die geseggebende Versammlung eine Lebensnotwendigkeit.

Die Waffenfillifandsverhand'ungen. Spaa, 21. November. In der heutigen Plenarsigung der Waffenstilstandekommission teilte General Nudant mit, daß Marschall och die in dem Schreiben der deutschen Waffenstill tandsfommiffion erbetenen Milderungen der Waffenstillstands. bedingungen, insbesonder also eine Verlängerung der Räumungs. fristen, abgelehnt habe, und zwar ohne irgend welche Be gründung für diese Ablehnung zu geben. Als darauf nochmals an der Land der Karte und unter Angabe von Zahlen ausgeführt wurde, daß es technisch undurchführbar fei, in den feft.

Militärische Unordnungen.

Aus dem heutigen Tagesbefehl der Kommandantur Berlin entnehmen wir deß die Bahnhofstommandanturen wieder bolt darauf hingewiesen werden, den Offizieren zu empfehlen, im Interesse der Ruhe und Ordnung Rangazeiten und Waffen in Berlin abzulegen.

Nummer 17

Staatsaufträge für die Industrie.

Bon Atlanticus.

Weber Deutschland ergießen fich in diesen Tagen ettöa acht Millionen Feldgrauen, die ihren Kriegsberuf mit dem Zivilberuf vertauschen. Davon finden nur 1% bis 2 Mil­lionen ohne weiteres wieder in Landwirtschaft Unterkunft, vielleicht noch 1 bis 2 Millionen in Industrie, Handel und Sewerbe. Für vielleicht die Hälfte ist vorläufig feine Unter­funft da! Das heißt, es ist von oben herab dekretiert wor­den, daß ein jeder dahin zurückbefördert, in den Betrieb wieder eintreten soll, den er bei der Mobilmachung verlassen. Das ist leichter dekretiert als durchgeführt. Da find zunächst die vielen Fleinen Meister, die zunächst einfach gar nichts onfangen fönnen, weil ihr Betrieb aufgelöst ist, die Kund­Ichaft sich verlaufen hat, fie auch feine Rohstoffe bekommen fönnen. Da sind die vielen, deren Boiten im Kriege von Frauen eingenommen sind, die auch nicht ohne weiteres anderweitig untergebracht werden fönnen. Und von den­jenigen, die in großen Unternehmungen untergebracht wer­den, muß ein großer Teil auf baldige Kündigung gefaßt sein. Denn wenn die Industrie sie dauernd beschäftigen sollte. müßten doch die internationalen jowohl als die inneren, nationalen Handelsbeziehungen auf den Stand von vor dem unmöglich! Unsere auswärtigen Handelsbeziehungen sind 1. August 1914 wiederhergestellt werden. Das ist aber doch zerschnitten, se fehlen uns die meisten Mobstoffe zur schnellen Wiederaufnahme der Fabrikation. Wie soll da eigentlich die Industrie arbeiten, womit soll sie die wieder eingestellten Feldgrauen beschäftigen. wovon fie bezahlen? Bu affedem kommt ja noch, daß die Munitionsindustrie ftillaelent ist, alio auch da eine Unmenge( 1 bis 2 Millionen?) bisher Er. werbstätige aufs Pflafter geworfen sind.

Es bleibt unter folden Umständen wirklich nichts übrig, als daß der Staat in großzügigiter Weise an die Industrie, in erster Linie an die Schwerindustrie. Aufträge veraibt und unverzüglich eine ganze Reihe von Bauten in Angriff nimmt! Dadurch hilft er der Industrie über den sonst un­ausbleiblichen Zusammenbruch hinaus und schafft die Vor­bedingungen für eine eriprießliche Mehrproduktion im In­lande. An die Ausgaben darf man sich nicht stoßer! Man muß fie auf das Konto der Kriegsausgaben schreiben. Hätten wir noch diesen Winter durch gehalten", io wären uns sowieso Mehrausgaben in der Höhe von 25 bis 30 Milliarden Mark erwachsen. Opfern wir diese einmal für den Neu­aufbau der Volkswirtschaft, io haben mir zugleich aufbauende, produktive, schöpferische Arbeit geleistet, nicht, wie bisher im Kriege, zerstörende Söllenarbeit.

Selbstverständlich darf nicht in leichtfertiger Weise nach der Parole: Geld spielt feine Rolle", wie bisher im Kriege, drauflos aeristet werden, sondern nur das gebaut, was einen vernünftigen Zwed hat! Aber es gibt ja außerordent­lich viel schöne, zwedmäßige, produktive Arbeit! Da müssen zunächst die Eisenbahnen erst wieder ordentlich in Stand geicht werden! Der aanze Oberbau ift stark reparaturbedürftig; er ist im Kriege immer und immer wieder notdürftig in Stand gebalten morden! Eine Menge Schienen und Kleineisenzena müssen ausgewechiclt werben, sämtliche Wagen und Lokomotiven gründlich nachgeichen und ausgebessert werden. Die Brücken, Durchlässe und Tunnels müssen ebenfalls genau geprüft werden!

Nene Linien, für die fertig ausgearbeitete oder nahezu fertine Plane vorliegen und deren gibt es eine Menge, müssen schleunigit in Angriff genommen werden. Es ver schlägt wirklich nichts, eine oder zwei Milliarden für Eisen­bahnreparaturen und Neubauten in fürzester Frift zu ver ausgaben diese Ausgaben müßten allmählich doch gemacht werden!

--

Die größte Aufgabe, die uns bevorsteht, ist die Elektrisierung der Eisenbahnen. Ticie form leicht 5-6, auch 10 Milliarden fosten, aber sie bringt jo große Vorteile mit sich, daß diese Ausgaben als durdures produktiv angeichen werden können. Auch da liegen ibou eine Menge fertiger Pläne vor, die vor dem Kriege nicht ausgeführt werden durften, weil die Militärverwaltung törichterweise ibr Beto eingelegt batte: te befürchtete, die Elektrizitätswerfe könnten im Kriege zu leicht durch seind­