Nr. 540.
Beilage zur„ Freiheit".
Die U- Boot- Berbrecher.
Aus dem Untersuchungsausschuß.
Siebenter Tag, Donnerstag, den 6. November. Vors. Abg. Warmuth eröffnet die Sigung um 10% Uhr. Sachverständiger Gesandter von Romberg bittet, vor der Vernehmung des Admirals Koch einige Fragen an den Grafen Bernstorff richten zu dürfen.
Romberg: Graf Bernstorff stand auf dem Standpunft, daß Wilson uns verhältnismäßig günstig gesinnt sei, während in Berlin das schwerste Mißtrauen bestand. Ich habe den Eindruck, daß zwischen der Botschaft in Washington und der Zentralstelle in Berlin in dieser wichtigsten Zeit nicht immer die notwen bige verständigung bestand, daß man ancinander borbeitelegraphiert hat. Das lag an den Verkehrsschwierig= feiten. Wäre der Botschafter nicht in der Lage gewesen, einmal nach Deutschland zu reisen, oder wenigstens einen Beamten der Botschaft nach Deutschland hinüber zu schiden? Welche Schritte hat er getan, um bei der amerikanischen Regierung eine folche Forderung durchzusehen?
teit.
Freitag, 7. November 1919
Graf Bernstorff: Ich glaube nicht an Berrat oder Fahrläffts- zeigt, daß unsere Feinde es auf die Vernichtung Deutschlands
Die Vernehmung des Admirals Koch. Darauf erfolgt die Vernehmung des Admirals Stoch, bes ersten Mitarbeiters des verstorbenen Chefs des Admiralstabs
b. Holzendorff.
Vorsitzenber Warmuth: Wir sehen, wie seit Frühjahr 1916 sich ein starfes Drängen nach dem rüdsichtslosen U- Boottrieg zeigt. Dieses Trängen verliert auch nicht an Kraft durch den Widerstand seitens ziviler Instanzen. Vorbehaltlich der Verlejung von Niederschriften des Herrn v. Holzendorff bitte ich Sie, zu beantworten: U- Bootfrieg, welche Gesamtlage also schien diesen erforderlich zu 1. Was bestimmte dieses Drängen nach dem rücksichtslosen machen?
2. Was rechtfertigte die Zuversicht in die Leistung des rückfichtslosen U- Bootfrieges? 3. Was war die Ursache, daß dieser mit Sicherheit angenome mene Erfolg ausblieb?
Schließlich wird noch die Unterfrage gestellt werden: Wie war Graf Bernstorff: Unser einziges Stabe! war zerstört worden. technisch eine Möglichkeit gegeben, den einmal ins Leben gesetzten Sämtliche Schiffe mußten in England anlaufen. So blieb uns nur der drahtlose Weg. Die amerikanische Regierung hat rücksichtslosen U- Bootfrieg wieder rückgängig zu machen? sich zu Anfang auf den Standpunkt gestellt, daß die drahtlose Flotte von Kriegsbeginn an sich dauernd von deutschen Gewässern Admiral Koch: Es ist Ihnen allen bekannt, daß die englische Station vor dem Kriege nicht in vollem Betriebe war, und daß Flotte von Kriegsbeginn an sich dauernd von deutschen Gewässern sie nach den Bestimmungen der Haager Konvention nicht erfernhielt; abgesehen von einigen Borstößen an die deutsche Bucht, weitert werden dürfe. Auch französisches Kapital war daran be- war nichts von ihr zu sehen. Wider Erwarten verzichtete Engteiligt, und die französischen Mitbesiber verlangten sofort die land also auf eine Seeschlacht, denn es selbst konnte wohl nicht Schließung der Station. Die amerikanische Regierung nahm annehmen, daß die schwächere deutsche Flotte den Feind an seiner darauf die Station selbst in Verwaltung und verlangte, daß sie eigenen Küste aufsuchen würde, was unter fattisch ungünstigen von allen Telegrammen Kenntnis erhielt. Wir durften chiff- Bedingungen stattfinden mußte. England ging auch nicht zu einer rieren, mußten aber die Chiffre bei der amerikanischen völkerrechtlichen Blockade über in dem Karen Bewußtsein, daß, Regierung deponieren. Diese tannie aljo den Inhalt wenn es dies getan hätte, damit einen großen Teil seiner Flotte unjerer Depeschen, der allerdings der Entente verheim im Blockadedienst verloren haben würde. Letzten Endes licht wurde; ob es wirklich der Fall war, kann ich natür- wäre es doch wohl gezwungen gewesen, seine Schlachtflotte einlich nicht beschwören. Es bestand die Abficht, ben jeßigen Unter- zusehen. England bemühte sich statt deffen, seine Kriegsschiffe tantafefretär Albert auf dem Unterseeboot Deutsch vom Striegsschauplatz zurückzuhalten, fie in ficheren Häfen aufland nach Berlin zu schicken. Diese Reise scheiterte aber an zubewahren und statt eine Blockade nach internationalen Regeln dem Einspruch des Kapitäne König . Ich selbst fonnte natürlich eine solche zu eröffnen, die allem Völkerrecht Hohn spricht. Es wicht weg, die Entente würde mich nicht durchgelassen haben. Die fonnte mit leichten Streitkräften und Hilfsfahrzeugen aller Art mterifanische Regierung hat den Benhältnissen in gewiffem die Bugänge zur Nordsee absperren und durch wirtschaftliche und Sinne Rechnung getragen, indem sie Gerard nach Amerika be- physische Aushungerung des deutschen Volkes den Frieden er zwingen unter gleichzeitiger Vergetvaltigung von Neutralen. Auf diese Weise entstand die sogenannte Hungerblockade,
tief.
Romberg bittet den Staatssekretär a. D. Zimmermann um Busfunft über die Verkehrsschwierigkeiten, wie sie sich in Berlin harstellten.
fiche Holzendorffs hierüber festgelegt. Darin heißt es, daß dab Ende des Krieges unter allen Umständen baldigt herbeigeführt werden müsse, wobei auch die Folgen einer amerikanischen Kriegserklärung nüchtern abzuwägen seien. Uns blieb mur die Wahl zwischen zwei Uebeln, von denen das eine der sichere Untergang war. Die Antwort auf das deutsche Friedensangebot hatte ge= abgesehen hatten. Admiral v. Holmdorff war der Ansicht, daß die Zeit von da ab nicht mehr für uns, sondern gegen uns arbeite, der Krieg könne auf dem Lande nicht mehr gewonnen werden und außerdem verlange die Oberste Heeresleitung die Unterstübung der Marine. Die Neigung der Entente, auf annehmbarer Basis zum Frieden zu kommen, war für ihn so gut wie ausgesdloffem. Vorsitzender Warmuth: Wußte Herr v. Holhendorff, daß die Wilsonsche Friedensaktion von Deutschland angeregt und daß zwischen dem 12. Dezember und dem 1. Februar auf Wilson noch immer in gleicher Weise hingewirkt wurde?
Admiral Koch: Ich weiß es nicht genau, ich nehme e a, er war fast immer im Hauptquartier.
Bethmann Hollweg : Bei den vielfachen Besprechungen, die ich mit Admiral v. Holtendorff über die U- Bootfrage und über die Stellung Amerikas , Wilsons, zu einem Friedensangebot ge habt habe, habe ich ihm wiederholt angedeutet, daß wir darauj hinwirtten, Wilson möge einen Friedensappell veranlassen. Er hat diese meine Mitteilung immer mit Zweifeln erwidert.
Vorsitzender Warmuth: War auch die Oberste Heerealeitung darüber orientiert, daß die Wilsonsche Friedensaktion von Deutsch land angeregt war, ist sie dauernd von uns auf dem laufender erhalten worden?
Bethmann Hollweg : In dieser Beziehung möchte ich auf den Inhalt der Akten Bezug nehmen. Vorsitzender Warmuth: Aus eigenem Wissen fönnen Exzellenz eine Antwort auf diese Frage nicht geben?
Bethmanns Gedächtnis versagt wieder. Bethmann Hollweg : Aus dem Gedächtnis möchte ich sie nicht geben, weil die Aften das Notwendige enthalten und weil ich äußersten Wert darauf legen muß, mich nicht mit dem, was ich nach dent Gedächtnis sagen müßte, in Widerspruch zu sehen, mit dem Inhalt der Akten, nach dem drei Jahre darüber hinweggegangen find.
Vorsitzender Warmuth: Es handelt sich doch um so markante Dinge, daß ich glauben möchte, daß Exzellenz auch aus dem Gedächtnis etwas aussagen können. Die Tatsache, daß von uns das Wilsonsche Friedensangebot angeregt war und gefördert wurde, ist in der ganzen Friedensfrage so einschneidend, daß ich es nicht unterdrücken kann, zu sagen, daß das wohl doch in dem Gedächtnis Euer Exzellenz so haften müsse, daß es auch jetzt noch möglich sein müsse, sich aus dem Gedächtnis heraus darüber zu Zimmermann: Ich habe mich mit Gerard barüber unter- die unserm Volfe so schwere und entseßliche Leben gebracht hat, äußern. Wir möchten nur wissen, inwieweit Ste der ersten alten, ob es nicht möglich wäre, ein größeres Entgegenkommen in deren Ausführung sich die englische Brutalität und Weißachtung Heeresleitung von diesen Dingen Kenntnis gegeben haben. erbeizuführen. Gerard erklärte, daß seine Regierung die Neu- jeder bölkerrechtlichen Regelung zeigte. England setzte sich mit Bethmann Hollweg : Diese Ausführungen des Borsigenden malität nach außen hin wahren müsse. Es könne von der En - souveräner Mißachtung jeden Rechtes über alles hinweg. Seit zwingen mich, meine grundsätzliche Auffassung von meiner Stelente nicht unbemerit bleiben, wenn wir zu häufig von dem Herbit 1914 hatte England jo seine Hand an unserer Gurgel, und lung dem Ausschuß gegenüber hier klarzulegen. Ich bin als Ausmerikanischen Kabel Gebrauch machten. Infolgebessen waren Deutschland war dagegen fast machblos. Da erſtand in der U- Boot- funftsperson geladen und werde unter Zeugeneid vernommen. bir verpflichtet, unsere Korrespondenz mit dem Botschafter mög- waffe das gegebene Mittel, dem englischen Wirtschaftsleben und Meine Aufgabe kann nur sein, dem Ausschuß in den Fällen, wo ichst zu beschränken. Der funkentelegraphische Verkehr war für eheime Nachrichten durchaus ungeeignet. Wir hatten das Miß- damit schließlich auch seiner politischen Waacht und der gesamten er sich aus den Atten nicht unterrichten fann, Ausfunft zu geben, rauen, daß unsere chiffrierten Depeschen sofort der Entente pe Striegführung der Entente in Geftaft der Berringerung feines also eine Ergänzung der Aften zu liefern. Diese Ergänzung wird sich vornehmlich darauf beziehen, daß ich die Gründe und annt gegeben wurden. Die Heimfahrt des Geheimrats Albert Frachtraumes Echaden zuzufügen. Biele meines Handelns flar lege. Es fann aber nicht meine Aufgabe sein, nach dem Gedächtnis dem Ausschuß eine Darstellung der Geschehnisse und Begebenheiten zu liefern, die der Ausschuß aus den aften sich selbst verschaffen kann. Ginstweilen stehe ich noch nicht als Angeklagter hier, sondern als Auskunfts. person und Zeuge, und ich lege den größten Wert darauf, daß diese scharfe Scheidung gemacht wird. Wir stehen ja in einem eigentümlichen Verfahren. Es werden hier mit meinem beeibigten Beugnis Tatbestände festgestellt, auf Grund deren ich
bollte.
Allerdings mußte bei Verwendung der N- Boote eine unterschiebliche Behandlung von feindlichen und neutralen Schiffen faft unter bleiben, wodurch eine Gefährdung der neutralen Beziehungen nicht ausgeschloffen war.
kheiterte, weil die Gesellschaft, der das U- Boot gehört, nicht unannehmlichkeiten mit der amerikanischen Regierung sich aussehen Abg. Schüding: Saben Sie in dem Verhalten der amerika nischen Regierung in diesem Falle eine unfreundliche Handling? Graf Bernstorff: Wir waren der Ansicht, daß der Standpunkt Bum erstenmal war durch das U- Boot die Möglichkeit gegeben, ber amerikanischen Regierung falsch fei. Diese glaubte, sie ohne Besitz der Seeherrschaft die Art an die englische Seeherrschaft könne nach der Haager Konvention nicht anders handeln. Auf zu legen, zudem war die Antvendung dieses Machtmittells abhängig eine Anfrage des Sachverständigen Dr. Hoebsch erklärt bon ber militärischen Notwendigkeit.
demnächst vielleicht
we
Graf Bernstorff weiter: Die Chiffre wurde nicht so oft ge- Im Herbst 1916 war es immer flarer geworden, daß die wechselt, wie das unter normalen Verhältnissen geschehen wäre. physischen und wirtschaftlichen Hilfsmittel Deutschlands und vor vor dem Staatsgerichtshof als Angeklagter Wäre der Verkehr nicht unterbrochen worden, so würden wir mo- allem unserer Bundesgenossen binnen absehbarer Zeit zur Neige erscheinen muß. Das ist furistisch eine ungeheuerliche Auffaſſung. natlich oder alle zwei Monate einen Wechsel vorgenommen haben. Wir haben nur durch die beiden Reisen der Deutschland neue gingen. Eine Aussicht auf eine günstige Entscheidung im Land- Selbstverständlich wird mich diese Sachlage nicht davon abhalten, hier bei meiner vereideten Aussage die Wahrheit zu sagen. Jeh Chiffren erhalten. Später erfuhr ich, daß die Engländer unsere friege war kaum noch vorhanden. fämtlichen Telegramme de chiffriert haben. will aussagen, was ich nach bestem Wissen und Gewissen aussagen kann. Ob sich daran ein Anklageberfahren gegen mich schließt, wird meine Sprache nicht beeinträchtigen. Aber wenn
Dr. Hoetsch: Von Verrat oder Leichtfertigkeit ist also beime
Rede?
29)
Nach Ansicht des Admiralstabs mußte auch die Rücksicht auf Neutrale zurücktreten. In der Denkschrift des Admiralstabs, die am 22. Dezember dem Hauptquartier übergeben wurde, ist die Ana
IV.
"
Der junge Mann, der sich selbst als„ Geheimpolizist" bezeichnete, hielt Jimmie eine Predigt. Ein ehrlicher Mann, wie Sie, sollte sich schämen, sich von deutschen Verschwörern narren zu lassen, die es darauf abgesehen haben, die amerikanische Industrie lahm zu legen, und das amerifanische Proletariat an der Nase herumzuführen." ,, Sie wollen aber doch der Munitionsverfertigung ein Ende bereiten," meinte Jimmie.
" Damit Deutschland mehr Munition herstellen kann!" " Ich bin auch gegen die Munitionsfabriken in Deutschland ."
Was können Sie dagegen bun?"
Jimmie war sprachlos. Großer Gott! Da hatte er im Geschäft mit einem persönlichen Freund des Kaisers zusammengesessen, hatte seine Pfeife aus dessen Tabakbeutel gefüllt, hatte diesen persönlichen Freund des Kaisers einen Trottel, einen Ejel genannt, ihm erklärt, ein richtiger Mecha niter fönne in der Zeit ein Rugellager zusammensetzen, die er brauche, um in seine Hände zu spucken.
Bus dem Manuskript übertragen von Hermynia 8ur Mühlen. Der Fragesteller schien über alles unterrichtet zu sein; Herr Harrod, der„ Geheimpolizist", belehrte Jimmie, es fiel ihm leicht, aus Jimmie herauszulocken, wie er den er müsse alles aussagen, was er wisse, und Jimmie war alten Rummer über die Empire- Fabrik, das Land und den derart über feinen Frrtum empört, daß er hierzu völlig Präsidenten fluchen gehört, wie Kumme mit Reilly und bereit war. Sie werden vor Gericht erscheinen müssen, fremden Deutschen zusammen geflüstert und wie Heinrich, fagte der junge Mann. Haben Sie jemand, der für Sie Kummes Neffe, Stahlröhren zerschnitten habe. Dann fragte gutstehen fann?" Jimmie zerbrach sich den müden Kopf. der junge Mann nach Jerry Coleman. Wieviel Geld habe " Ich bin ein internationaler Sozialist; wenn ich in Genosse Dr. Service würde es vielleicht tun, wenn er überJimmie von ihm genommen und was habe er damit getan? meinem Bande den Krieg bekämpfe, helfe ich den Sozia- zeugt wäre, daß Jimmie nicht den Deutschen habe helfen Jimmie weigerte sich, Namen anzugeben, als jedoch der listen der andeven Länder, ihn zu bekämpfen. Und ich wollen. Herr Harrod versprach, ihn davon zu überzeugen, junge Mann andeutete, Jimmie habe vielleicht das Geld werde ihn bekämpfen bis zum letzten Atemzug!" Und nun telephonierte Dr. Service, den er zu kennen schien, an und für sich behalten, brauste der kleine Maschinist auf: Weder donnerte Genosse Higgins eine pazifistische Predigt auf den berichtete ihm das Vorgefallene. Dr. Service entgegnete ich, noch mein Freund Meißner haben einen Dollar erhalten, Geheimpolizisten" der Regierung los, der Jimmies Schid- schließlich, er wolle eine Raution von zweidaujeng Dollark bwohl es uns schwer fiel, unsere Miete zu zahlen; Jerry al in der Hand hielt. Kein Sterblicher, der vor Jimmie erlegen und für Jimmies Erscheinen vor der Jury bürgen. Coleman besitzt alle Bestätigungen. Sie fönnen sich beim Siggins den Krieg verteidigte, durfte ohne Antwort bleiben Herr Harrod fügte hinzu, daß Jimmie heute abend freiGenossen Gerrity, der Genossin Mary Allen und anderen und wenn es Jimmie lebenslängliches Zuchthaus ein- gelassen werden könne, falls Dr. Service verspreche, am Mitgliedern der Ortsgruppe erkundigen." brachte. nächsten Morgen persönlich zu erscheinen, um die Sache zu Allmählich lenkte der junge Mann das Gespräch auf Der junge Mann lachte, gutmütiger, als Jimmie dies regeln. Der Doktor gab diese Versicherung ab, und Jimmie die deutschen Genossen; zum Beispiel der Brauarbeiter je erwartet hätte. Siggins," sagte er, Sie sind ein guter war bis um zehn Uhr des folgenden Morgens frei. Er Schneider, der gehörte doch auch zu jenen, die die Alliierten Narr. Sie können Gott danken, daß zufällig einer der verließ eilends das Postgebäude, wie eine Lerche dem Käfig berfluchen und hatte sich an der Bombenverschwörung be- Männer, denen Sie Ihr Vertrauen geschenkt haben, ein entfliegt. teiligt. Jimmie war empört, es gibt keinen befferen So- Staatsdetektiv ist. Wenn wir nicht über Sie die Wahrzialisten als den Genossen Schneider, und Sozialisten haben beit wüßten, wäre es Ihnen schwer gefallen, sich reinzunichts mit Bomben zu schaffen. Ja, aber der junge Emil waschen."
Forster, stellte der nicht in seinen Mußestunden Sprengstoffe Jimmies Mund stand weit offen. Ein Staatsdetektiv! her? Jimmies Empörung steigerte sich; er tenne Emil gut, Wer ist ein Staatsdetektiv?"
der Junge sei ein Musterzeichner, ein begeisterter Musiker; Reilly," entgegnete der junge Mann. wenn jemand derlei Gerüchte über ihn verbreite, seien sie Reilly?! Aber er war es doch, der mich verführen glatt erlogen. Das Verhör währte etwa eine Stunde; der wollte!" junge Mann peinigte Jimmie bis aufs Blut. Schließlich Seien Sie froh, daß Sie der Verführung widerstanden wurde er milder, sagte, er hätte bloß erfahren wollen, was haben."
V.
Es war ihm eingeschärft worden, mit niemandem über die Angelegenheit zu sprechen; Lizzie erzählte er, er sei mit wichtigen Reparaturen beschäftigt gewesen. Am folgenden Morgen erhob er sich, um feinen Verdacht zu erweden, zur gewohnten Stunde, strebte dem Geschäft zu und starrte dort auf die verschlossene Tür, vor der ein Polizist auf und ab schritt. Dann kaufte er eine Nummer des„ Herald" und las die aufregende. Geschichte der in Leesville entdeckter deutschen Verschwörung. Ein halbes Duzend der BerJimmie über die Leute wisse, deren prodeutsche Ansichten ,, Vielleicht hat auch er Heinrich verführt!" schwörer befand sich in Haft, etwa ein Dußend für die verdächtig waren. Nein, die Regierung befize keine Be-" Nein, Heinrich brauchte gar nicht erst verführt zu wer- Empire- Fabrik bestimmte Bomben waren gefunden worweise gegen Schneider oder Forster noch gegen andere den. Wir haben um Heinrichs Willen unsere Nachforschun- den. Es war endlich gelungen, Franz Heinrich von Holz, bona fide- Sozialisten, die bloß Tölpel waren, welche sich gen angestellt; er hat Sprengstoffe hergestellt und im ganzen der eine Brücke in Kanada in die Luft gesprengt und eine son deutschen Verschwörern als Werkzeug benußen ließen. Band verteilt. Uebrigens heißt er weder Heinrich, noch ist Höllenmaschine auf einem Passagierdampfer untergebracht and diese Verschwörer hatten Geld genug, um alle Muni- er Kummes Neffe. Er heißt von Holz, ist ein preußischer hatte, zu erwischen. Gorbietung folgt.) tionsfabriken des Landes zum Stillstand zu bringen,
Offizier, ein persönlicher Freund bes Kaisers."