hrliche Formen annimmt, daß wir es im Intereffe der] Bewegung für notwendig erachten, hierauf hinzuweisen.

Statt den durch die politischen und ökonomischen Ver­bältnisse start radikalisierten Massen Rechnung zu tragen, glaubte man, durch die alte Gewerkschaftspolitik diejer Wassen Herr zu werden, und merkte nicht, wie man die Gewalt über sie verlor.

Die Gemeindewahlen in der Pfalz .

Bolizeiliche Affion gegen Borpommern.

Wie bie Boifische Zeitung" mitteilt, ist in den leßten Tagen in Greifswald auf Veranlassung des Stettiner Bolizeipräsidenten bon einem größeren Aufgebot der Stettiner Sicherheitswehr und einer Anzahl von Kriminalbcam: en eine Aftion begonnen worden, die die Säuberung von berfaffungsfeindlichen

afternen Großfapitalisten als Ser geeignete Mann betrachtet wird, die gescheiterten Pläne der Kappijten und der Lüttwiter in die Die Gemeinderatswahlen in der Pfalz bedeuten für unsere Tat umzusehen, dieser Mann wird noch immer von der rechts. Bartei einen geradezu glänzenden Erfolg und geben einen sozialistischen Bartei gehalten und darf sogar im Reis. hoffnungsvollen Ausblick für die Reichstagswahlen. In den Jn tag als Sprecher der Frattion feine unheil. dustriestädten Ludwigshafen , Saiserslautern und bolle Politit fortjeßen. Ein Beweis dafür, daß das Birmasens marschieren wir an der Spize. In den fleineren Rostesystem bei den Rechtssozialisten immer noch eine fiarte An­Die letzten Vorkommnisse dürften ja diese unsere Auf- Städten haben wir überall eine Anzahl Mandate errungen. Auch hängerschaft besitzt. Auch darüber wird sich die Schwerindustris faffung bestätigen. Die Betriebsorganisation in den Landgemeinden gelang es unserer Partei, Manbate oder freuen. Groß Berlin hat in der letzten Woche eine 3u doch eine beträchtliche Stimmenzahl aufzubringen. nahme von 18 000 Mitgliedern zu verzeichnen. Dieses hervorragende Ergebnis wird noch bedeutender, wenn Aus dem Ruhrgebiet kommt die Nachricht, daß im Gelsen- man bebenft, daß unsere Organisation in der Pfalz noch ganz tirchener Bezirk bei den Betriebsrätewahlen die jung ist und daß toir fast nirgends in den Gemeinderäten vertre Christlichen 52, die freien Gewerkschaften 72 und die Beten waren. Im gangen erhielt unsere Partei 44 Sie, wäh triebsorganisationen 90 Mandate eroberten. Soll man rend die Rechtssozialisten 60 Eige bekamen. bor dieser Tatsache die Wugen verschließen? Es wäre nicht Nachstehend geben wir einige Wahlresultate: nur ein großer Fehler, sondern ein Verbrechen. Man mag Ludwigshafen . 12 Sozialdemokraten, 12 Unabhängige, Elementen begmedt. Es wurde eine Anzahl von Haus­recht haben mit der Behauptung, da ßdiefe Betriebsorgani. 7 Bentrum, 5 Deutsche Voltepartei, 4 Demokraten. fationen zusammengesett feien aus Schreiern und weniger Bentrum, 3 Demokraten, 1 bürgerliche Vereinigung, 8 Deutsche gen und Einzelpersonen. Ferner wird mitgeteilt, daß eine größere 12 Sozialdemokraten, 4 Unabhängige, fuchungen borgenommen und zwar bei studentischen Verbindun aufgeklärten Arbeitern, man darf aber nicht vergessen, daß Bolkspartei, 2 selbständige Handwerker und Schutzvereinigung für Bahl von Geschüßen nach Königsberg 1. Pr. verladen werden soll­gerade diese Arbeiter einen sehr starken Einfluß auf die Be Handel und Gewerbe. ten, die nun beschlagnahmt worden sind. Die amtliche Wi wegung ausüben, und wenn man die Bewegungen, die dem Landau . 9 Deutsche Volkspartei , 8 8entrum, 7 Sozialbemo teilung des Reichswehrminifteriums, nach der im Augenblick für Proletariat unzweifelhaft noch bevorstehen, in der Hand fraten, 3 Demofraten, 2 Gastwirte. Pommern feinerlei Burschgefahr bestehe, hat in den Kreisen, die behalten will, liegt hier eine große Gefahr. Wie kann Neustadt a. b. Hardt. 7 Demokraten, 6 Deutsche Boltspartei, die Verhältnisse namentlich in Vorpommern gut tennen, Be­man diefer Gefahr Serr werden? 5 Bentrum, 8 Sozialdemokraten, 8 Unabhängige, 2 Gemert fremben erregt. Es habe den Anschein, als ob die Offiziere, schaftsbund. Speyer . 4 Deutsche Volkspartei , 4 Demokraten, 8 Sentrum, Feitstellungen lediglich auf die militärischen Angaben ge bie dieser Untersuchungsfommission angehörten, sich bei ihren 9 Gozialdemokraten, 5 Unabhängige. tübt haben. Man sehe die Lage in unterrichteten Kreisen immer noch sehr ernst an, da die entlassenen Baltikumtruppen ihre Arbeitestellen auf dem Lande mit ihren Waffen beziehen. Deshalb genügt die anscheinend sehr sanfte Attion gegen die militärischen Aufrührer durchaus nicht.

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Birmasens. 8 Unabhängige, 7 Deutsche Boltspartei, Demofran, Zentrum und Sozialdemokraten je 5. Raiserslautern. 12 Unabhängige, 7 Sozialdemokraten,

Nicht dadurch, daß man in einer, unserer Ansicht nach, Furzsichtigen Weise die Schuld der Betriebsrätezentrale in die Schuhe schiebt, sondern dadurch, daß eine Politik inner­halb der Gewerkschaften einschlägt, die die Gefahr bietet, dag jene radikalen Elemente fich nicht absplittern, sondern innerhalb der Gewerkschaften ein Be- 6 Zentrum, 6 Demokraten, 9 Deutsche Volkspartei. tätigungsfeld für ihre Ideen finden. Sind ihre partei 4, Demokraten 2, Sozialdemokraten 8 Size. Rheingönheim . Sentrum 2, Unabhängige 4, Bürger­Ideen so grundfalsch, wie sie von verschiedenen Seiten hin- Lambsheim . Sozialdemokraten 806, Zentrum 269, Una 5- gestellt werden, dann wird der gejunde Sinn der Arbeiter- hängige 286, Demokraten 270, Deutsche Boltspartei 428. fchaft den Betriebsorganisationen sehr bald den Todesstoß Edigheim. Sozialdemokraten 461, Deutsche Boltspartei und bersetzen, find sie es nicht, werden sie sich durchsetzen, dann Bayerische Volkspartei 382, Unabhängige 158. haben sie eine Lebensberechtigung und müssen berücksich Waldfee. Sozialdemofraten 486, Bauernpartei 428, Friedens. figt werden auch von den Gewerkschaften, die ja heute partei 148, Bürgerpartei 138, Gewerbepartei 123 Stimmen. keinen Anstoß daran nehmen, sich mit christlichen, Hirsch Bürgerlicher Block 1847. Sike erhalten: Sozialdemokraten 8, Mutterstadt. Sozialdemokraten 1140, Unabhängige 260, Dunder chen und gelben Berbänden an einen Tisch zu setzen. unabhängige 2. Bürgerlicher Block 10.

Daß die Betriebsorganisationen( troß gegenteiliger Versicherung) syndikalistische Tendenzen ver­treten, entspricht auch unserer Aufiaffung, und wir werden nach wie vor deshalb den Kampf gegen sie aufnehmen, nur in anderen Formen als es manche Gewerkschaften tun.

Es entspricht nicht sozialistischen Grundsägen, wenn man in einzelnen Betrieben dazu übergeht, Beichlüsse faijen zu lassen, die die Zugehörigkeit zu einer Betriebsorgani jation als Uriache zur Entlassung enthalten. Man wird durch die Gewaltmaßnahmen dasselbe erzielen, was durch das Sozialistengeset in bezug auf die sozialistische Bewegung erzielt worden ist: das Gegenteil dessen, was man mill.

Oppau. Segialdemokraten 9, Unabhängige 8, Deutsche Wolfspartei 3, Unparteiliche Bürger 2, Zentrum und Gerechte Kommunalpolitik 1.

1478, Bentrum 971, Demofraten 607, Beamtenvereinigung 619, Zweibrüden. Sozialdemokraten 1018, Deutsche Volkspartei Mittelstandsvereinigung 459. Unabhängige 828 Stimmen. Niederanerbach. Sozialdemokraten 11, Bürgerliche Parteien 5, Unabhängige 2 Size, Ernstweiler- Bubenhausen. Sogialdemokraten 7. Bürgerlicher Blod 7, Unabhängige 4, Fraktionsloje 2.

201, Winger 604, Bentrum 278, Geschäftsleute 436, Demokraten Bad Dürkheim. Sozialdemokraten 581, Unabhängige 554, Deutsche Volkspartei 167 Stimmen.

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Hoste als Rapperfab.

Reichsparteifonferenz der S. p. 3.

Die Reidsfonferenz der S. P. D. wird am 5. und 6. Mai in Berlin stattfinden. Das Referat über den einzigen Buntt der Tagesordnung: Die politische Lage und die bevorstehende Reichs­ſchoben wird, die Sünden der E. P. D. vergessen zu maches agswahl" hält Scheidemann, dem erneut die Aufgabe zuge­und für die Wahlen das radikale Mäntelden zurechtzufliden

Tufar mit der Kabineitsbildung betraut.

28ien, 22. April.

Der Prager Testo Slovo" teilt mit, daß Ministerpräsident Tufar mit ter Kabinettsbildung betraut worden sei. Die den. Bei den Wahlen wurden insgesamt 2966 503 bürgerliche Brager Nationalversammlung dürfte Mitte Mai einberufen wer und 2 878 548 fosialistische Stimmen abgegeben.

Die Nationalisierung der englischen Bergwerke.

Amsterdam, 22. April. Es wird immer versucht, auch der Betriebsrätezentrale Aus London wird gemeldet, daß der Vollzugsausschuß der Syndikalistische Zendenzen anzudichten. Hiergegen Die Rheinisch- Westfälische Zeitung", das Organ der Schwer- Arbeiterpartei, die Barlamentsfommiffion des Gewerkschafts müssen wir in aller Deffentlichkeit ich är fsten Protest industriellen, stellt eine trübselige Betrachtung über das Scheitern fongresses und die Leitung des Bergarbeiterbundes beschlossen erheben. Wir nehmen aber zugunsten der Genossen oder des Kappschen Butsches an. Rapp habe als starter Mann" ver- haben, den Feldzug zur Nationalisierung der Gewerkschaftsführer, die diese Beschuldigungen gegen uns fagt, er sei nicht fähig gewesen, mit der erforderlichen Gewalt. Bergwerte mit Rüdicht auf die Wahlen träftig forte erheben, an, daß sie falsch informiert sind über die Tätig- anwendung die politische Bühne zu betreten. Bu einer su se pen. Für die Propaganda stehen 3000 Pfund Sterling zur keit der Betriebsrätezentrale. Wir wünschen nichts 8wangspolitik eigne fich überhaupt nur eine Bersönlich. Berfügung. fehnlicher, als daß endlich eine Kommis- teit, an die sich das Bolt schon etwas gewöhnt habe, und cine

fion, aus allen Gemerfichaften sufammen. felche Bersönlichkeit fei in Deutschland vorhanden gewefen, man Einzelheiten zum holländisch- deutschen Ablommen.

So bedenklich es mandem flingen mas, Moste wäre ba Immer noch ein geeigneterer Mann gewefen als Kapp An Noskes Vergangenheit hätte man sich nicht zu ftoßen brauchen. Denn wo ein Mann herkommt, das ist bis zu einem gewiffen Grade gleichgültig, aber wo er hingeht, darauf kommt es an. Und Nostes Marschrichtung war gut.

gefest, fich einmal über unsere Tätigkeit babe leider nicht auf sie zurückgegriffen. Und wer ist nun dieser informiert. Wir sind gern bereit, in unferen Bureau starte Mann, auf den die Schwerindustrie ihre Hoffnungen fette? räumen jede gewünschte Auskunft zu erteilen und Ein Man lefe: blid au gewähren in die Vorarbeiten, die wir bis­ber, nach unferer Meinung im Interesie des Bro. letariats, geleistet haben. Es ist auch eine Unter­ftellung und wird von uns als Beleidigung empiun­den, wenn man immer wieder in den verschiedensten Birkeln uns den Vorwurf macht, wir wollten nur unsere Bosten beibehalten, und aus diesem Grunde arbeiten wir gegen die Gewerkschaften. Wenn es uns um Boften ginge, fönnten wir längst alle befferbezahlte, bequemere und ber. antwortungsloiere Posten in den Gewerkschaften haben, als wit jest einnehmen.

Wer hat dich, du schöner Wald...

H. N. Haas, 28. April. Die holländische Stegierung hat eine Gesegesvorlage einges bracht, derzufolge vorläufig ein Vorschuß von 25 Millio nen Gulden an Deutschland gegeben werden soll. Diese 25 Millionen stellen einen Teil der 60 Millionen dar, bie Hol land für Nahrungsmitteleinfäufe in Holland und Holländische Indien zur Verfügung stellen wird. Eine Gesetzesvorlage, die noch nicht eingereicht wurde, sieht einen Krebit von 200 mil. Wenn Noste aus dem Munde eines schwerindustriellen Orionen Gulben insgesamt vor. Die restlichen 140 Mile gans dieses Lob gespendet wird, so ergibt sich daraus ohne wei- lionen gelten als neuer Stredit für den Anlauf von Rohstoffen Vou teres, daß Nostes Politik arbeiterfeindlich, antisozialistisch, gegen. Die 25 Millionen Gulden find zu 6 Prozent verzinst. revolutionär war. Und diefer Mann, der noch heute die off1. April 1921 cb muß die Summe in fünf gleich großen Jahress nung der Schwerindustrie ist, der von den bittatur- raten zurüdgezahlt werben.

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verwirrend Ernsten schweben feine Arbeiten in einer ganz feli ... fam packenden Sphäre zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit. Wufgebaut? Den Schöpfer lobt Eichendorff in seinem Lieb. Ich beobachte, daß 90 Prozent der Besucher schwer hinweg. aber: wer hat bit.? Der Großgrundbestber. Begnüge dich mit fommen über die banale Tatsache, daß Schwitters feine Gefta.. bem Eingen des frommen Liebes, mein Bolt"! Wir Grund ungen nicht dadurch zustande bringt, daß er Celfarbe auf die Herren gehen fleißig in die Kirche, aber m die Kirche des Waldes Leinwand streicht, sondern daß er seine Bilder lebt oder nageli.. barist du nicht hinein. Du darfst sie von weitem fehen, du darfst aus Vierfilzen, Rochdeckeln, Drahischlingen, Fahrscheinen, Cigar auch von einem Ort zum andern auf breiter Straße durch den renbändern, Postkarten, Briefmarken, Korten usw. Soll man nun Wald trotten, aber feine Schönheit darfst du nicht auf all den wittlich auf diese Nebensächlichkeit eingehen? 3ft es denn nicht Waldwegen und pfaden belaufchen. Siehst du nicht die Schilder: völlig gleichgültig, wie eine instlerische Wirkung zustandekommt, Brivatweg, Betreten bei Strafe verten! Der Was gehört uns. bovausgefebt nur, daß fie fünstlerisch ist? Und da fie es bei feine Schönheit, der Bogelgesang, alle feine Heimlichkeit, alles Sturt Schwitters ohne jede Frage ist wenn auch für die meisten gehört uns, die Luft, alles, alles. Ihr seid ja alle Bad, ihr wollt erst 30 Jahre verstreichen müssen, ehe fie es ahnen, fann es bloß stehlen, Stullenpapier wegwerfen, das Wild verscheuchen uns wirklich ganz gleich fein, ob Schwitters Oelfarbe oder bunte und ihn mit Rauchen in Brand steden. Was? Ihr würdet schon Fahrscheine benutt. An fich ist es doch wohl nicht minder ber­aufeinander achtea? Gidendorff war ja ein Adliger, er wußte, ridt", Bildniffe, Landschaften oder Stilleben herzustellen, indem was er mit seinem Liede wollte. 3hr sollt mur fromm fein und man Celfarbe aus Tuben quetscht und auf die Blächen pinselt. Juichen, aber in den tiefsten Gründen auf Gott lauschen"? Das fein die Gewohnheit hat diefes Berfahren afs bas einzig ift nur unser Necht, dazu sind die Gefeße. Den Grund und möglife" fanttioniert( Mofait ist auch berriidt). Schwitters er Boben mit allem, mit der gangen Natur haben wir erhandelt, er fannte jedenfalls eines Tages, daß es Mittel gibt, neue, eigen erb, ersessen, darauf fiben wir und das besiben wir von Gottes ortige urad geheimnisvolle Wirkungen zu erzielen burch ab­Hrafte Berwendung verschiedener Materialien. Er entdeckte die Schönheit eines neuen Materia!?. Auf Entformelung fommt es Schmitters an.( Entformelung ist gleich Revolution!) Celfarbe war Formel geworden. Vierfilze oder Bahnräder find sunächst auch Formeln. Aber durch die Verwendung, die Schwit ters für fie bat, entformelt er fie. Sie verlieren ihre Formelbana. fität und stehen im Bilde als Formen, wie fie la unheimli.h prägnent fchver einer erfinden möchte.

Gnaden.

B

Kurt Schwilters.

Die Ausstellung von Bildern und Blastiken urt Swit ters, die zur Zeit der Eturm" geigt( Potsdamer Straße 184 a) i ein taftlerischer Genuß.

expressionisten" sind heute viele. Es gibt ja auch schon eine ließlich ist jede Aunst eine Art Rauberei. Manche Faben Sochschule für Crpreffionismus( nleichfalls im Sturm"). Aber es find nur wenige, die Künstler find. Schwitters gehört zu den mit Celfarbe gezaubert, einige haben diefe Kraft noch heute, wie Wenigen. Er lit ein frischer und vergnügter Arbeiter, überzeugt Georg Muche und Ostar wifcher, bon benen einige bon feirem Recht, auf feine Art au leben; unglaublich reich schöne Bilder neben Schipitters bängen. Solche Rauberer in Cel an Einfällen, die die richtigen Maler verrüdt nennen, die er erkennt Sanvitters verurteilelos an, aber er zaubert auf seine aber io unbeirat fleißig und so fachlich schön und so eigensinnig Weife. Und er zaubert recht überraschend schöne Dinge. Uab präzise ausführt wie ein Handwerker voll Experimentierluit, der menn man ihm das Neben und Nageln nachmachen follte, das weig, mas er will und was er fann und jeden Menschen liebt, de: auerft. noch schüchtern, die Futuristen und dann blo Picasso ihn nicht stört. Sturt@dwilters ist als Maler und Dichter und anwandten, dann dürfte Kurt Schwitters sehr bald eine neue Rolemifer ein ganz folibarer humorist und er ist vor allem... Art aefunden haben, die noch schöner ist. Dean in Kurt Schwit ters steden mehr fünft'erische Jbeen, als in awei Dugend richti chute Sturt Schwitters einen umorilen und meine gen Delmalern zufammen. würlich feinen 28: e oder Epäßemacher. Er ist ebensosehr ernst, wie si heiter ift. Awrichen dem entaüdend eiteren und

nur furt Schwitters.

Das Bild Schidfal" follte sich die National- Galerie nicht ent -Adolf Beng

gegen laffen

Alfeftis."

Grftaufführung im Staatstheater. Frau Tilla Durieug hat bie Affeftis gespielt, die nach bes griechlichen Sage für den föniglichen Gatten Abmetes in ben Tob ging, um ihm vorm Sterben zu bewahren. Frau Tille Durieux bat die selbstaufopfernde Liebe dargestellt unt die Furcht vorm Tode, die alle Liebe in Nichts auflöst. Sie hat mit der gleichen seelischen Kraft die Abfage ans Leben gestaltet, mit der sie den Gatten, als er sie aus der Unterwelt mit Hilfe bea Serfules erlöfen will, allein wieder emporschickt zur Erde, beren Leib sie nicht ein zweites Mal bulben will. Diese schauspielerische Beistung, diefe Alteitis gab dem Abend den Inhalt. Chne Tilla Durieug wäre die Tragödie Robert Brechtls in ihrer innersten Banalität und äußersten Echwäte noch offenbarer ges worden, denn was die Alteitis gab, entnahm sie ihrem Können und nicht der Stunst des Dichters diefer bier te.

Das Spiel vom Leben und vom Tode, der Tausch und Wieder tausch der Gefühle, die Beides in Eines verschmelzen, dies: in Wahrheit gute Tragödie der griechischen Alfestiz, ist bei Robert Brechtl ein eitel or spiel ohne wahrhafte Tiefe. Daß sein Stüd nicht dramatisch ist, und dort, wo es theatralisch wirken möchte, abgeschmadt wirft, wäre wettzumachen, wenn es tichte. rische, Inrische, ja auch nur sprachliche Qualitäten hätte. Es aber plätschern Jamben über Jamben, und nirgends ist ein innerster Strom. Es werden Weisheiten verfprizt, bie Plattheiten sind, und zu guterletzt löst sich alles in Nichts auf.

Der Regiffeur Reinhard Brud hat fein Möglichstes getan, um die Tragödie zu retten. Er hielt der Bühne den Schwulst fern, stellte die Sprecher in eine Balajtvo: halle gegen Gold- und Silberbände und hielt mit gut getönten Farben eine stille Wir. fung. Die Schauspieler fonnte er nicht besser machen. Eduard von Wintersteins sehr übertriebenes Pathos, das hohle Philofophieren des sprachlich tonlosen Arztes Ernst Legal und vor allem die hölzerne, nein, pappene Steifheit Leopold v. Lebe. burs als eratles fallen ihm nicht zur Last. Das Stüd bietet faum die Möglichkeit, sie zu mildern.

Man braucht fen schwärmerischer Anhänger Grillpargers au fein, um sich angesichts dieser Tragödie feiner zu entfinnen und au wünschen, eins feiner Griechenstüde gespielt au sehen. Robert Brechtls Alfeitis ist weber ein Gewinn für das deutsche Thentes noch für die deutsche Literatur. Der Crfus möge fie behalter Hisia Steinkasth

B