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Einzelpreis 20 Pfg. 3. Jahrgang
Berthelt erfcheint morgens und nachmittags, Sonntags und Montags m einmal Der Bezugspreis beträgt bet freter Bufteilung ins Haus für Groß- Berlin 10,-. im voraus jahlbar, von be: Spedition felbft abgeholt 8,60 m. Für Bofbe bezug nehmen fämtliche Boftanstalten Bestellungen entgegen. Unter Streifband bezogen für Deutschle nb and Defterreich 16,50 m., für das übrige Ausland 21,50 uglich Balutaufschlag, per Brief für Deutschland und Defterreich 30,- 2. Robaktion, Expedition und Berlag: Berlin 62, Breite Straße 8-9.
Montag, 13. September 1920
Nummer 381
Abend- Ausgabe
De achtgefpeftene Nonparellegette ober deren Raum koftet 5,-. einschließli Teuerungszuschlag. Kleine Anzeigen; Das fettgedruckte Wort 2,- M., jebes meiters Wort 1,50 R., einschließlich Teuerungszufchlag. Laufende Anzeigen lant Tarif. Familien Anzeigen und Stellen- Gesuche 3,20 m. netto pro Belle. Stellen Befuche in Wort Anzeigen: bas fettgedruckte Wort 1,50 m., febes weitere Wort 1,- M Serniprecher: Bentrum 2030, 2645, 4516 4603, 4635, 4648, 4021
Berliner Organ
Mailand, 12. September. Die Konferenz zwischen den Vertretern der Arbeiter Organisationen und der Leitung der sozialistis ichen Partei ist beendet. Die angenommene Entschließung gibt der Metallarbeiterbewegung eine vollkommene Wen bung, da die Konferenz es abgelehnt hat, den Forderun gen der Extremisten zu entsprechen, wonach die Führung der Mes tallarbeiterbewegung in die Hände der Parteileitung gelegt wer ben sollte.
Dagegen wurde eine Entschließung angenommen, derzufolge die Metallarbeiterbewegung an einer gewerkschaftlichen Bewegung mit ausschließlich wirtschaftlichen 3ielen gemacht werden soll. Die Leitung der weiteren Bewegung übernimmt der Allgemeine Arbeiterbund, der die Bewegung aber nicht auf andere Arbeitergruppen ausdehnen wird. Es soll nur eine Kontrolle über die industriellen Betriebe angestrebt werden. Die sozialistische Kammerfrattion ersuchte den Ministerpräsidenten und den aktmmerpräsidenten, die Kammer einzuberufen.
Ablehnung bolschewistischer Tendenzen
Mailand, 12. September. In der Versammlung der Vertreter der Arbeitervers inde wurde gestern nachmittag die vom Sekretär des Allge meinen Gewerkschaftsbundes, Daragona, vorgelegte ge mähigte Tagesordnung, die sich gegen jebe Dir. tatur des Proletariats und gegen bolichewiki. ige Tendenzen ausspricht, mit 185 000 Stimmen Mehrheit angenommen.
Paris, 12. September. Wie Havas ans Rom meldet, treffen die Arbeiter der chemisch en Fabriten Borbereitungen, fich der Arbeiterbewegung anzuschließen. In ihrem Manifest sprechen sie von der Eroberung der Fabriken.
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Ble Epoca" meldet, haben die Roblenarbeiter von Falco ara Gruben befest und die rote Fahne gehißt.
Giornale b' Italia" befürwortet die auf dem Rongreß bes Arbeiterverbandes angenommene Tagesordnung einer Ber tändigung mit den Industriellen auf der Grundlage fofortiger wirtschaftlicher Ausbefferungen.
Weigerung des Bergarbeiterverbandes lenkt, vor einem zuständigen und unpartettfchen Schiedsgerichtshof das Wohlbegründete seiner Lohnforderungen darzulegen. Er meint, daß dieser Strett in der Hauptsache ein politischer Streit sein würde, und unterstreicht die Notwendigkeit, ein für allemal den Grundsay aufzustellen, daß man in Zukunft nur Ansprüchen, die als gesetz
mäßig und gerecht befunden würden, nachkommen werde.
Bei Beurteilung der Lage forbert Observer" Neuwahlen, denn die Regierung befize nicht das moralische Ansehen, das nötig sei, um heil durch die gegenwärtige Krise hindurchzukommen. Sunday Times" fordern die sofortige Zusammen berufung des Parlaments, um die durch den drohenden Bergarbetterstrett notwendigen Maßnahmen zu beschließen.
Baris, 12. September.
Nach einer Journal"-Meldung aus Bonbon ist gestern nach mittag bekanntgegeben worden, daß, falls der Kohlenar better freit ausbricht, sofortige Rationierungsmaß nahmen ergriffen werden. Vom ersten Tage an wird die Buderration von 360 Gramm auf 170 Gramm die Woche herab gesetzt. Außerdem werden Fleisch, Speck, Mehl und Milch rationiert
werden.
Appell an die amerikanischen Bergarbeiter
Amsterdam, 18. September. Courant" melbet aus Bonbon: Giner aus Washington einge troffenen Rentermeldung zufolge hat Smillie ben amerita. nischen Bergarbeitet bunb telegraphisch ersucht, am 28. 9. zugleich mit den britischen Bergarbeltern in Amerita ben Streit zu verkünden. Der Melbung zufolge werden bie Delegierten des amerikanischen Bundes eine Kommission ernennen, um die Antwort auf das Telegramm Smillies zu erwägen.
In allen englischen Bergwerksbezirken haben die Bergarbetter verkündet, daß fie in zwei Wochen die Arbeit uieberlegen werden. Wie die Biertelmilton Bergarbetter, die gegen den Strett gestimmt haben, sich verhalten wird, ist ungewiß.
Der drohende Bergarbeiterstreik in einem Generalstreit gesprochen, der bereits Ende dieser Woje
London, 12, September.
Der Braftbent bes Sandelsamt 3 batte gestern Abend eine Besprechung mit 2loyd George. Er hat darauf eine Erklärung veröffentlicht, in der er die Aufmerksamkeit auf die
Die Ostfront
Die polnischen Berichte
TU. Warschau, 12. September.
Amtlicher Heeresbericht vom 11. September: Auf dem füdlichen Abschnitt der Front nahmen unsere Kavallericabteilungen mit Unterlügung ukrainischer Retterei Butaczowco, Urfztyn und Nastaszyn, machten hierbei 200 Gefangene und erbeuteten Maschinengewehre. Wiederholte feindliche Angriffe bet Rohatya wurden blutig abgefchlagen. in die Gegend von
nahmen örtliche Kämpfe einen für uns günstigen Verlauf. Im Abschnitt Brest- Bitowst rücken unsere Abteilungen fämpfend vor und haben die Linie des Flusses Osipowka und die Ortschaften Wielkoryta, Maloryta und Mielniti besetzt. Ein starker Angriff lich von Maloryta murbe blutig abgeschlagen; der Feind erlitt bolschewistischer Infanterie mit Unterstützung von 9 Panzerautos süderhebliche Berlufte an Toten und Verwundeten. Sämtliche Panzers antos, 26 Maschinengewehre und 50 bolllommen betrunkene Ge Eisenbahnflation Babinka wurden unter schweren Berluften für ben Feind abgewiesen. An der übrigen Front örtliche Plänteleien und lebhafte Erkundungstätigkeit.
TU. Warschau, 18. September.
Dujestr, der Guila Lipa und des oberen Bugs bis KryllyAmtlicher polnischer Heeresbericht vom 12. September. Längs des nopol geringe Gefechtstätigkeit.
Nördlich von Hrubieszow über
Schritten unsere Abteilungen den Bug und nahmen die Or schaften Senbenti, Bystrakt, Luboml, Borodno sowie Gutmer und drangen
bis omiaan vor.
Im Gebiet östlich Brest Litost nahmen wir nach erbitterten Kämpfen Robrin und machten 180 Gefangene aus der 57. und 68, bolichemtittschen Infanteriedivision. Wetter nördlich beiderseitige Patrouillen- und Erkundungstätigkeit. Im Gebiet von Suwalti
nichts Nenes
Mie Reuter meldet, wind die Krise, die der englishher Industrie droht, immer ernster. Neben dem dauernden Berg arbeiterstreit und der Aussicht auf einen Solidaritätsstreit der Eisenbahner und Transportarbeiter broht eine Strije in der Baum woll industrie infolge von Lohnbifferenzen. Es wird auch von ausbrechen soll. Außerdem steht ein Streit der Elettrizitätsarbeiter von London bevor, die fich mit ihren Kameraden in Nerdengland, die gegenwärtig ausgesperrt sind, solidarisch erklären wollen. Es wird eine ähnliche Bewegung unter den Bost angestellten gemeldet.
Wrangels Bericht
Ronftantinopel, 12. September .( Renter.) Wrangel meldet heftige Rämpfe bei Bologi, in der Gegend von Jetaterinoslaw; eine ganze rote Brigade wurde einschließlich des Stabes und des Trains gefangen genommen. Die Kämpfe an der polnisch- litauischen Front
21. Kowno, 18. September. Die polnisch- fitauischen Kämpfe werden auf einer Front von 60 Kilometern ausgefochten. Die Litauer wehren fich ver zweifelt gegen die polnische Uebermacht. Nördlich von Suwalti wurden die Polen aufgehalten, aber östlich der Stadt mußten sich die Litauer zurkestehen. Seiny wurde von den Befen erobert, die an mehreren Punlten die polnisch- bolfchemistische Demarkationslinte von 1919 erreicht haben.
London, 11. September.
Das Renterſche Büro erfährt in gut unterrichteten Kreifen, bak bie Verschiebung der Genfer Schadenersatzfonferenz bis zum nächsten Monat als fast unvermeidlich angesehen wird, da sie mit der Brüffeler Konferenz zusammenfällt, an der mehrere ber Delegierten ebenfalls teilnehmen.
Paris, 12. September.
Nach einem Havasbericht ist über bie Beteiligung Frantretchs an der Genfer Konferenz noch nichts Bestimmtes festgelegt worden. Diesbezügliche Verhandlungen find aber im
Gange. Frankreich hat gegen den Beitpunkt der Konferenz for. melle Einwände, da diese mit der Brüffeler Finanzkonferenz zeitlich aufammenfällt
Unsere Partei und
Von Stöder.
IV.)
Von den Anhängern des Anschlusses an die dritte Inter nationale ist mit Recht immer wieder gesagt worden, daß die Anschlußfrage teine Personen- und auch weniger eine organis satorische als vielmehr eine Frage von allerdings wesentlich fachlicher Entscheidung ist.
Berhehlen wir uns nicht, unsere Partei war und ist frant. Ein Teil zog vorwärts, ein Teil rückwärts. Die wichtigste Voraussetzung des Anschlusses ist allerdings die, daß dieser Zustand aufhört, daß die Partei diese hemmenden Faktoren ausscheidet und wirklich die vorwärtsführende revolutionäre Massenpartei der deutschen Arbeiterklasse wird. Hiermit hängt aufs engste zusammen, daß wir endlich den leidigen Passingeist unserer Partei überwinden und uns von einem wahrhaft vorwärtsdrängenden Offenfingeist gegen unsere den Massen zu gehen, wenn sie in Bewegung geraten, sondern Klaffengegner beherrschen lassen, daß wir aufhören, nur mit auch den Massen wegweisend unter flaren und eindeutigen Parolen vorangehen.
Aktionsprogramm gegeben, aber die Praxis unserer Partei Wir haben uns allerdings in Leipzig ein kommunistisches. läßt von dem Geiste dieses Programms sehr wenig verspüren. Man sehe ich nur die führenden Blätter unserer Partei an, die Freiheit", die„ Leipziger Volkszeitung" und manche andere. Wo ist etwas zu merten von einer geistigen Durch arbeitung aller Probleme unserer Leipziger Forderungen der Diftatur des Proletariats? Ueber alle möglichen schönen Dinge wird geschrieben, nur nicht über die wirtschaftlichen, politischen, fulturellen, militärischen Fragen der revolutio nären Diftatur des Proletariats, taum ein Wort über Wesen und Methoden revolutionärer Massenaktionen zur Errin gung der Dittatur. Aber hier liegt des Pudels Kern. Ein Teil unserer Partei betrachtet die Diftatur des Proletariats mäßig friedlicher demokratischer Entwicklung, während der immer noch als einen nebelweiten Zustand" verhältnisvorwärtsdrängende Teil unserer Partei in der Diktatur den fühnen, revolutionären Versuch der vorgeschritteneren und Klaffenbewußten Elemente der Arbeiterklasse sieht, die Bours geoisie in hartem und schwerem Ringen niederzufämpfen. Uns ist die Diftatur des Proletariats fein geschichtlicher Zustand", sondern ein unmittelbares Kampfobjekt, um das win in großen Massenaktionen ringen müssen.
Während ein großer Teil unserer Partei stehe nur den hahnebüchenen Artikel unseres braunschweigischen Genossen und Ministerpräsidenten Sepp Derter vor den Konses quenzen einer revolutionären Diftatur zurückschredt, fordern wir allerdings die rücksichtslose Durchführung der Diktatur mit allen Mitteln.
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und die Reaktion bis an die Zähne bewaffnet gegenüber In einer Zeit, in der der Arbeiterklasse das Bürgertum stehen, in einer Zeit des Bürgerfrieges, in der die Reaktion nach allen Erfahrungen der letzten Jahre vor feinen, auch nicht den grausamsten und unmenschlichsten Mitteln zurückSchreckt, um die Arbeiterklasse niederzuzwingen, müssen sich die revolutionären Proletariermassen völlig darüber klar sein, daß sie in dem schweren Auf und Nieder dieser Kämpfe die Bourgeoisie nur mit denselben harten Mitteln niederwerfen fönnen. Deshalb ist es die Pflicht einer revolutio nären Massenpartei, dies ihren Anhängern flar zu sagen und endlich mit allen fleinbürgerlichen und pazifistischen Vorurteilen gegenüber den Fragen der Gewalt und des Terrors aufzuräumen( Ueber den Terrorismus wird noch besonders zu reden sein.), vor allem aber aufzuräumen mit den immer noch von breiten Massen genährten Jllusionen, als ob es auf verhältnismäßig friedlichem Wege mit wirtschaftlichen Kampfmitteln gelingen werde, die bürgerliche Klasse zu be= fiegen. Völlig unmarristisch und nichtrevolutionär ist es ferner, vor den Folgen und Härten des Bürgerkrieges irgendwie zurückzuschrecken. Denken wir doch daran, daß gerade Karl Marx es war, der den Arbeitern zurief:„ Ihr müßt zehn, zwanzig, fünfzig Jahre lang Bürgerkriege und Völkertämpfe führen, um Euch selbst und die ganzen Verhältnisse zu ändern". Ueberhaupt, wenn man unsere pazifistisch angehauchten Genossen mit allen Brusttönen ihrer Organe von mus der russischen Kommunisten, fann es einem wahrlich Margismus reden hört gegenüber dem seichten Opportunis
schlecht werden. Von einem Verständnis für revolutionäre Epochen gezeigt haben, wie überhaupt von einem wirklich Notwendigkeiten, wie sie sich noch in allen revolutionären revolutionären Geiste ist bei diesen Genossen verflucht wenig zu spüren, ja, von dem fühnen, alles bezwingenden, ungestüm vorwärtsdrängenden Geiste von Karl Marx haben diese Genoffen wahrlich feinen Hauch verspürt. Revolutionen werden nun einmal nicht mit Rosenwasser gemacht und so richtig es ist, den Sozialismus als das Ideal reiner Menschlichkeit und Humanität hinzustellen, so hemmend und verwirrend find diese Worte in der Zeit des Bürgerkrieges. Denn die Revolutionäre aller Zeiten sind bisher immer noch den Konters.
*) Die Reichstonferenz und andere dringende Arbeiten hindere ten mich bisher an der Niederschrift dieses Schlußartitels.