Nr. 209. 14. Jahrgang.
Dom Streik
der nordamerikanischen Gruben- fehlgeschlagen. Die heute hier zusammengetretene Konferenz von Sicherheitsintereffe Veranlassung nahm, auf eine Verfürzung der
Arbeiter.
Aus Pittsburg wird unterm 24. August ge- mit in den jezigen Betrieb übergegangen. Die Arbeitszeit der schrieben: Die legten Anstrengungen, einen Plan zur Beendi- Schaffner und Kutscher war so lange eine fast unbegrenzte unt gung des großen Kohlengräberstreits zu ftande zu bringen, find währte 17-18 Stunden täglich, bis die Polizei selber im öffentlichen. Grubenbefizern und Vertretern der Streiter hat sich resultatlos Arbeitszeit der Kutscher und Schaffner zu dringen. Diesem freund veitagt. Unter den Vorschlägen, die gemacht aber verworfen wurden, lichen Winke konnte die Direktion nicht gut widerstehen, und so Der Streit der nordamerikanischen Kohlengräber trägt seit Mitte befand sich einer der Grubenbefizer, welcher dahin ging, die Differenz wurde denn in diplomatischer Weise die Arbeitszeit verkürzt". Sie August ein wesentlich verändertes Gepräge. Abgesehen davon, daß im Förderlohn zwischen 69 Cents per Tonne, was die Kohlengräber wurde nämlich durch eine dreistündige Pause täglich unterder Streit noch eine größere Ausdehnung angenommen hat, ist er verlangen, und 54 Cents per Tonne, was die Gruben befizer bezahlen brochen, welche Wohlthat" die Bediensteten damit erkaufen den Grubenbesitzern über den Kopf gewachsen. Die Kohlengesellschaften wollen, in der Art auszugleichen, daß der Lohn 61/4 Gents betragen mußten, daß ein Freitag fortan erst nach neun oder zehn glaubten anfänglich, den Streit in ihrem Sinne dirigiren zu können. folle. Die Kohlengräber wollen aber davon nichts wissen. Ebenso Arbeitstagen für sie eintrat, während dies sonst nach 5 Tagen der Ihnen sollte er ein Mittel sein, die Ueberproduktion zu beseitigen, die verwarfen sie den Vorschlag, den Betrieb der Gruben für die Dauer von Fall gewesen war. Nun waren sie etwas gebessert. Da kein Nachfrage nach Kohlen wachsen zu lassen, um dann mit hoben 30 Tagen wieder aufzunehmen, ohne den Förderlohn vorher festzusetzen Personal mehr eingestellt wurde, hatten sie dasselbe Arbeitspensum Preisen auf den Markt treten zu können. Die Arbeiter sollten dann und dann den Förderlohn anzunehmen, den das Schiedsgericht feftfeßen zu erfüllen, wie bisher, nur daß es durch eine tägliche dreistündige mit einigen wenigen Zugeständnissen abgespeist werden. Nun, die werde. Die Kohlengräber wandten durch ihre Vertreter ein, sie seien Pause unterbrochen wurde, sich somit auch auf einen längeren ZeitUeberproduktion an Kohlen war bald gehoben, aber die Arbeiter schon zu oft von den Grubenbesizeru am Narrenfeil herumgeführt raum ausdehnte. Nach dieser Kunstleistung fann eine weitere faum ließen sich nicht furzerhand abspeisen, sondern wollten auch von der worden, um sich auf ungewiffe Dinge einlaffen zu können. Auch von noch überraschen. Die Kutscher der„ Neuen" fangen nämlich mit neu gefchaffenen Konjunktur gleichfalls einen Nugen haben, ste ver- der Wiederaufnahme des Betriebs auf nur zehn Tage ohne vorher dem großartigen Monatsgehalt von 75 M. an, welches in vier langten höhere Löhne und wollten nicht eher zur Arbeit zurückkehren, festgesetzten Förderlohn wollten sie nichts wissen. Damit waren die Jahren die schwindelnde Höhe von 80 M. erreicht.( Die Schaffner als bis die Grubenbefizer ihre Lohnforderungen anerkannt hätten. Berhandlungen zu Ende, und der Streik dauert fort. Am Nach fangen, wie verlautet, mit einem noch geringeren Gehaltssage an. Als jedoch die Entscheidung über die Anerkennung der Lohn mittag hielten die Grubenunternehmer unter sich eine weitere Be- Die Spekulation auf die Trinkgelder ist daher so groß.) Nun sind forderungen in Frage stand, da war es um die anfängliche Einigkeit rathung und befchloffen, das Ultimatum der Streifer- 69 Cents aber von den einzelnen Gesellschaften verschiedene Kutscher und der Kohlenproduzenten geschehen. Die Grubenbeißer drängten, die Förderlohn, bis das Schiedsgericht einen anderen festgesetzt Schaffner mit einem höheren Gehaltssage übernommen worden, als Arbeiter sollten die Förderung wieder zu den früheren Säßen sofort definitiv zu verwerfen. Die Grubenunternehmer sind entschlossen, fie nach der Lohnstala der neuen Gesellschaft zu beanspruchen haben. aufnehmen, während die Streiker jetzt erst recht ihren Kampf fort- den Betrieb sofort wieder aufzunehmen und zwar mit alten Damit nun diese Gehaltsunterschiede beseitigt werden, sollen die fetten und nicht eher nachgeben wollten, bis sie ihre Forderungen Lenten, wenn diese ihre Bedingungen annehmen, andern geringer befoldeten Bediensteten nicht etwa entsprechende Zulage durchgesetzt hätten, falls mit neuen. Inzwischen haben auch die Kohlen- erhalten, bewahre! Den höher Besoldeten wird vielmehr so viel abDiese Wandlung in der Haltung der Grubenbesitzer hat den gräber der Rochester- und der London - Grube bei Dubois, gezogen, daß sich alle gleich stehen. Das ist ein leichteres Rechen Rampf wesentlich verschärft und verlängert. Schon im vorigen Be- Pennsylvania , die Arbeit eingestellt, obgleich ursprünglich eine exempel! Rechnet man nun zu diesen Annehmlichkeiten noch hinzu, richt haben wir darauf bingewiesen, daß die Gerichte gegen die Mehrheit derfelben gegen den Streik war. Dagegen ist in mehreren daß unter der Leitung des Herrn Direktors, eines Majors a. D., Streifer durch sogenannte Einhaltsbefehle eingeschritten feien. Auf Gruben von West- Virginia die Arbeit wieder aufgenommen worden, eine militärische Schneidigkeit im ganzen Betriebe herrscht und die Veranlassung der Grubenbefizer ist dies in der zweiten Hälfte des so in den Gruben im Kanawba- Thal, am oberen Laup Creek und August in so ziemlich allen Streifgebieten geschehen und hat die am New- River. Beachtenswerth ist der Sieg, den ein in den lebhafteste Opposition der Streifer erregt. Das größte Auffehen Gruben von De Armitt beschäftigt gewefener Streifender in der Frage hat der Einhaltsbefehl hervorgerufen, den der Richter Jackson von der Lohnauszahlung davontrug; sein Lohn für die Zeit vom 16. Juli der United States District Court von Westvirginien auf das An- bis 6. August war ihm auf grund des mit den De Armitt's abfuchen der Monongah Coal Company hin gegen Eugen W. Debs geschlossenen eisengepanzerten Kontrakts" wegen Streifens vors und andere Arbeiterführer erlassen hat. Der Einbaltsbefehl ver- enthalten worden. Das Gericht sprach ihm jedoch den ganzen Lohn bietet Eugen Debs und andere, sich störend in den Geschäftsgang der zu. Andere ähnliche Klagen wegen Lohn- Vorenthaltung sind gegen Monongah Coal Co. und den Betrieb ihrer Minen einzumifchen, De Armitt anhängig gemacht worden. deren Arbeiter mittels Drohungen oder Beläftigungen irgend welcher Art von der Arbeit abzuhalten; er verbietet aber ferner noch, das Eigenthum der Gesellschaft zu betreten und öffentliche oder private Versammlungen auf demselben abzuhalten. Die Dbigen find ges halten, die Wege, Straßen und Pfade, die zu den Minen sowohl als zu den Wohnungen der Arbeiter führen, zu meiden.
Für die Opfer der HochwasserKatastrophen
Solche Einhaltsbefehle find in ziemlich allen Grubendistrikten find uns ferner die folgenden Beiträge zugegangen:
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Lokales.
Kutscher wie die Schaffner ihren Dienst in vorschriftsmäßiger Strammheit" auszuführen haben, sowie den strengsten Strafordnungen unterworfen sind, so wird man sich mit Leichtigkeit das Glück auszumalen vermögen, ein Kutscher oder Schaffner der Neuen Berliner Omnibus- Gesellschaft zu sein.
beunruhigt worden, bei welcher die auf der Oberspree verkehrenden Neuerdings ist das Publikum vielfach durch Schiffsunfälle Dampfer eine beträchtliche Rolle spielten. Vor allem tamen natürlich die Fahrzeuge der Stern- Gesellschaft, die bei weitem die be= deutendste ist, bei diesen Vorfällen in Frage. Mag nun auch mancher Unfall auf das Ungeschick der gefürchteten Sonntags ruderer zurückzuführen sein, so bleiben doch noch genug Er eignisse übrig, die den Führern der Dampfer zur Last gelegt werden; und vielfach ist die Frage aufgetaucht, wie es fam, daß die Angestellten, die im allgemeinen doch wohl mit der Navigation vertraute Beute sind, auf der belebten Oberspree unsicher wurden. Vielleicht findet man eine Antwort auf diese Frage, wenn man die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Schiffsbesatzung einer Prüfung unterzieht.
an die Streifer ergangen und haben den Zweck, die Agitation der Theod. Rodestock 1,-. Von den Tabakarbeitern Verdens 78,60. Bergleute für eine weitere Ausbreitung des Streits gänzlich Bes. bei der Geburtstagsfeier des Herrn Beteltorn, Nollendorferstr. 40 labmzulegen. Denn nach diesen Befehlen sind die Leute nicht Bildhauerei, Alte Jakobfir. 8 4,80. Rudolphie Lippspringe mehr im stande, mit den noch arbeitenden Kohlengräbern irgendwie Gef. bei der Verlobung Schorrat 3,30. Summa 87,90. zu verkehren, weil sie das Gebiet des Streikes, dessen Boden meist Bereits quittirt 2989,44. Gesammtsumme 3077,34. Zunächst ist zu konstatiren, daß die Angestellten oft einen 15den Kohlengesellschaften gehört, zu verlassen haben. Die EinhaltsWeitere Beiträge nimmt unsere Expedition entgegen. bis 18stündigen Tagesdienst zu verrichten haben. Pausen kennt befehle werden von den Arbeitern für null und nichtig erklärt; Iman nicht, denn wenn das Schiff liegt, so ist Koaks einzunehmen und ihre Durchführung durch die Polizeibehörden stößt auf den äußersten dieser muß meistens erst gesiebt werden. Dann heißt es, das Schiff Widerstand und eine Reihe von Schlägereien zwifchen Sheriffs und wieder reinigen, und wenn das geschehen, ist es gewöhnlich die höchfte Arbeitern beweisen, bis zu welch einem Grade der Erbitterung die Zeit zur Abfahrt. Sehen wir uns nun die Löhne der Besatzung an. Stimmung unter den Streifern gestiegen ist. Meist haben sich die Auf die beschämenden Berliner Schulzustände weist von Es erhalten Schiffsführer 100-120 M. Monatslohn, Maschinisten streikenden Bergleute benachbarter Gruben in sogenannte Lager zu über die Besuchsziffern der Gemeindeschulen am 1. Mai d. I. hat gegen werden gar nur mit 40-50 m. befoldet. Außerdem gewährt neuem die Vorlage hin, welche der Magistrat den Stadtverordneten 100 M., Stauerleute 60-75 M., Heizer desgleichen; Bootsleute hin. sammen gethan, von wo aus sie täglich, mit einem Musik-, meist Trommlerforps voran, im Zuge zu den Gruben marschiren, um die zugehen lassen. Darnach bestehen gegenwärtig 213 Gemeindeschulen die Gesellschaft jedem Schiffsmann ein Bettgestell mit Strobfack. noch arbeitenden Bergleute zum Niederlegen der Arbeiten zu ist allerdings zu bemerken, daß die durchschnittliche Besetzung der gebahrt, sodaß man, wenn man zu dem in einer Ecke stehenden Bett mit zufammen 3710 Klaffen, einschließlich 110 fliegende Klassen. Nun Diese Betten sind in engen Räumen über- und nebeneinander aufbewegen. Das Leben in den Lagern selbst ist unter Durch Klassen seit dem Jahre 1889, wo sie 55,64 betrug, andauernd ab- will, erft über andere Betten hinwegklettern muß. führung strenger Disziplin organisirt. Ein Lager beherbergt nimmt. Sie stand am 1. November 1896 auf 52,22, am 1. Mai 1897 an 500 bis 1000 Personen. Die Roft ist äußerst einfach, Es wird einleuchten, daß bei einer so ausgedehnten Arbeitsaber doch genügend. Bum Frühstück giebt's Thee oder Raffee, auf 52,23. Aber einmal ist dieser Durchschnitt immer noch über alle zeit und bei solchen, zu einer ordentlichen Ernährung durchaus nicht sowie Brot und Wurft; Mittags Gemüse Gebühr hoch, alsdann ist der Fortschritt ein viel zu langsamer und hinreichenden Löhnen Unfälle nur zu erklärlich find. Man stelle sich Abends wieder Raffee mit Brot und Wurst. Geschirr giebt's nicht; endlich beweisen, wie die„ Bolts- Zeitung" bei einer Erörterung der vor, wie das Auge des Schiffsführers durch den fortwährenden Abends wieder Kaffee mit Brot und Wurst. Geschirr giebt's nicht; man muß sich mit alten Blechbüchsen behelfen. Die Betten bestehen Angelegenheit treffend bemerkt, die Durchschnittsziffern garnichts. Ausgud geschwächt wird, wie dem Manne am Rade die Arme man muß sich mit alten Blechbüchsen behelfen. Die Betten bestehen In den Unterstufen, wo das zarteste Alter besondere Aufmerksam erlahmen und aus etlichen Tonnen Stroh. Abends geht es in den Lagern luftig feit bedarf, find so viele Kinder in theilweise sogar un herrschenden Temperatur von vierzig Grad endlich am Abend wie die Heizer bei der im Maschinenraum und vergnügt her: es wird gesungen, Musit gemacht und gefprochen. zulänglichen Räumen zusammengepfercht, daß der Unterrichtszweck ermatten müssen. Ist es doch, wie uns von kundiger Seite berichtet Freilich ist es nicht leicht, im Lager immer Einigkeit und zufrieden überhaupt nicht erreicht werden kann. Nach der Vorlage existiren wird, vorgekommen, daß der ermüdete Maschinist das Kommando heit aufrecht zu erhalten. In einem der vielen Lager kam es 3" fechte Klaffen 629. Von diesen sechsten Klassen haben 354 60 bis überhört hat, sodaß der Schiffsführer dasselbe mehrfach wiederholen einer offenen Empörung ausländischer Streiker und nur nachdrück: 69 Schüler, resp. Schülerinnen, also mehr als die Hälfte ist derartig mußte. Freie Tage hat der Schiffsangestellte im Sommer nur äußerst liche Strenge vermochte sie zu unterdrücken. Auch von Noth und Mangel besetzt, daß der Lehrer ein Engel sein könnte, er würde doch nichts wenig. an Nahrungsmitteln bleiben manche Lager nicht verschont, obwohl das Bublifum den Streifern febr günstig gesonnen ist und in jeder Weise für erreichen. 58 von diesen Klassen haben 69 Schüler. Nun wird man Bei einer folchen Ausnutzung der Arbeitskraft ist es erklärlich, Unterstüßung forgt. So haben sich in Cincinnati ein Bürgerkomitee für meinen, es sei wenigstens in dem Reft alles vorzüglich bestellt. Es daß die Schiffsführer die Verantwortung für die Unglücksfälle von Unterstützung der streifenden Bergleute und ein Komitee von zehn giebt aber überhaupt nur 78 sechste Klaffen mit unter 50 Schülern, fich weisen und die Gesellschaft verantwortlich machen. Mitgliedern der Handelskammer zum nämlichen Zwecke gebildet, die bei deren Mehrzahl noch besondere Verhältnisse obwalten. Nicht Mögen die Faktoren, die für die Sicherheit des Publikums auf große öffentliche Bersammlungen einberufen, in denen felbft Prediger viel beffer steht es mit den fünften Klaffen. Bon 607 fünften Klassen dem Wasser zu forgen haben, ans vorstehenden Mittheilungen die zu gunsten der Arbeiter als Redner auftreten. Auch die Farmer Bahl, unter 50 nur 91. Selbst bei den vierten und dritten Klassen baben 302 60-69 Schüler, 28 davon 69, d. h. die höchste zulässige richtigen Schlußfolgerungen ziehen. senden nicht nur Lebensmittel in die Lager der Streifer, sondern walten noch ganz traurige Verhältnisse ob. Bei 658 vierten Klaffen im Frankfurter Viertel Krieg geführt. In dieser Gegend haben sich Gegen gewiffe unlautere Geschäftspraktiken wird zur Zeit demonstriren sogar zu ihren gunsten. Umso rücksichtsloser gehen gegen die Arbeiter die Grubenbefizer sind noch 202 mit 60 und mehr Schülern, bei 655 dritten Klaffen eine Anzahl Inhaber von Garderobengeschäften zusammengethan, Ja, es giebt sogar eine um gegen die sogenannten Konkursmassen- Ausverkäufe vorzugehen. vor, unter denen nunmehr so ziemlich Einstimmigkeit hergestellt ist. immer noch 20 mit der gleichen Bahl. Ganz ifolirt steht noch der Senator Mark Hanna unter den wüthenden weite Klasse mit 61 Schülern. Diese Ziffern stellen den Durchschnitt Ueber einige besonders auffallende„ Ausverkäufe" dieser Art wird in die rechte Beleuchtung. Sie machen es nur zu erklärlich, daß bis berichtet: Seit länger als Jahresfrist hält der Konkursmassen Besizern, die um jeden Preis ihre Arbeiter firre machen jetzt immer noch nicht der langgesuchte Knabe gefunden worden ist, Ausverkauf der Frau T. in der Großen Frankfurterstraße an; dieser wollen. Die Seele des rücksichtslosen Vorgehens sind die Gebrüder de Armitt. In allen Bezirken haben die Grubenbefizer maßen im stande wäre, seine liebe deutsche Muttersprache korrekt und eine Frau S. in der Frankfurterstraße. Damit das Publikum der nach achtjährigem Besuch der Gemeindeschule auch nur einiger Dame folgte in neuerer Zeit eine Frau 2. in der Frankfurter- Allee nunmehr Versammlungen abgehalten, die, einheitlich inszenirt, alle die nämlichen Beschlüsse faßten. Die Versammlung der Besitzer in anzuwenden. den Eindruck eines besonders günftigen Angebots empfange, haben Pittsburg beschloß, den Streifern den bisherigen Lohn von 54 Cents Gegen den Lugne im Wohnungswesen bringen bie die Geschäftsinhaberinnen Schilder vor ihren Läden anbringen lassen, anzubieten. Wenn sie darauf nicht eingehen, so sollen Leute im Deutsche Hausbefizer- Zeitung" und das„ Grundeigenthum" Artikel, die in großer Schrift das Wort„ Konkursmaffen- Ausverkauf" entportirt und die Minen unter allen Umständen in Betrieb gefeßt ie fich übereinstimmend gegen die übertriebenen Aufwendungen balten; in viel kleinerer Schrift stehen dann die Worte und andere werden. Die Kosten des Imports und der Eröffnung einiger Minen richten, die auch bei kleineren Wohnungen lediglich zur Erhöhung Waaren". An den ausgestellten Gegenstände befindet sich die sollen von allen an der Abmachung betheiligten Grubenbefizern ge des Prunkes dienen und ohne Berücksichtigung der eigentlichen Be Bezeichnung Taye" oder zu fest taxirten Preisen". Diese Hinweise meinsam getragen werden. Aehnliche Beschlüsse wurden in Cleveland Stimmung der Wohnung und des dafür zu erzielenden Preises gemacht sollen natürlich den Glauben erwecken, daß es sich um Verkäufe von gefaßt. Obwohl der Vertreter der Firma Hanna u. Co. alles aufbot, werden. Hochherrschaftliche Wohnungen mit allem Komfort der Waaren handelt, die von gerichtlich bestellten Ronfursmassen- Ver um die Grubenbefizer von einer augenblicklichen Beschlußfaffung Neuzeit", so lauten heute die meisten Vermiethungsplakate an den waltern taxirt worden sind. In Wirklichkeit haben die Bankrotteure, zurückzuhalten, wollte die Mehrheit von längerem Säumen nichts Neubauten. Früher fand man derartige Anpreisungen nur in den die nach ihrem Falliren in üblicher Manier die Gehilfen ihrer zu wiffen. Energisches Vorgehen sei dringend geboten. Die Gruben- bevorzugten Stadtgegenden, wo kapitalkräftige Miether die ihnen Prinzipalinnen avanzirten Ehegattinnen geworden sind, die Preise befizer find fest entfchloffen, Streitbrecher maffenweise zu engagiren gebotene Eleganz in der Wohnungsausstattung auch bezahlen ganz willkürlich gemacht. Es giebt im Publikum natürlich genug und diese mit Waffengewalt gegenüber den Streifern vertheidigen können; heute aber hat sich der Komfort der Neuzeit" auf Dumme, die auf derartige grobe Täuschungen hineinfallen. Ein zu laffen. Zugleich sind sie bereit, allen Unionleuten wieder Arbeit alle Stadtgegenden verbreitet, und 100 man einen Neubau sehr plumper Kniff wurde vor einigen Wochen in einem der ers zu geben, wenn sich solche melden. steht, fann mit ziemlicher Sicherheit darauf rechnen, wähnten Geschäfte dadurch begangen, daß man zehn Tage vor So ist von beiden Seiten an ein Nachgeben nicht zu denken. daß selbst bei Wohnungen von zwei bis drei Zimmern Gröffnung tes" Ausverkaufs" zu wirklichen Spottpreisen Noch ist die Giltigkeit der Einhaltsbefehle nicht in legter Instanz toftspieligften Mittel aufgewendet werden, den Waaren im Schaufenster auslegte. Das Publikum blieb staunend entschieden, obwohl aller Voraussicht nach die Juftiz fich auf feiten Wohnungen ein möglichst schönes Beiwerk zu geben. Die Miether, ftehen und erwartete vielleicht mit Sehnsucht den Beginn der billigen der Grubenbesitzer schlagen dürfte. Welche Stimmung in den Lagern der welche den Erguß der Hauswirthsblätter lesen, werden bei solchem Kaufgelegenheit. Am Tage der Gröffnung waren die Preise plötzlich Streifer herrscht, das geht aus den Reden der Führer und den Wehklagen nicht ganz von Staunen frei sein und sich fragen, ob die auf das Doppelte erhöht worden. Vorberathungen zu weiterer Organisation des Kampfes im Falle elettrische Klingel, das bischen Stuckwerk in der besten Stube und In den letzten Tagen hat das Amtsgericht die Entfernung der der Entscheidung der Gerichte gegen die Streifer hervor. Einer allenfalls der Balkon von anderem Romfort" fann doch nicht Ronkursmassenschilder verfügt, und der Gerichtsvollzieher mußte der Streifführer, Präsident Urban, äußerte auf den vorläufigen gut die Rede sein denn wirklich über die unerträglichen Miß hierbei seines Amtes walten. Wie berichtet wird, soll die Ans Einhaltsbefehl hin:„ Wir fümmern uns nicht darum. Wir brechen Stände im modernen Schwindelbauwesen hinweghelfen können. Es gelegenheit von den interessirten Geschäftsinhabern weiter verfolgt unser Lager nicht auf und thun, was wir bisher gethan haben. wird wenig Wohnungsmiether geben, die nicht darin übereinstimmen, werden. Wir werden in unserem Lager bleiben, und wenn sie den Befehl, daß das Bauwesen von Jahr zu Jahr elender geworden ist. War Die Dienstverhältnisse der Lokomotivführer, welche wir da3 Lager zu verlassen, weil es auf dem Eigenthum der Mine es früher erhört, daß man keine Defen setzte, sondern nur trappen, vor einigen Tagen auf grund der vom Bahnarzte Dr. Braehmer ges fteht, in fraft setzen, so müssen erst mehr Gefängnisse die Desen vorstellen sollen, die aber selbst mit fünftig oder hundert brachten Abhandlung einer Betrachtung unterzogen, erhalten durch gebaut werden, um alle Männer dort unterzubringen." Breßtoblen täglich kein warmes Bimmer zu schaffen vermögen? folgenden Spezialfall eine weitere Kennzeichnung. Ein Lokomotiva Die Streifer wollen ruhig Nein, nicht über allzu großen Komfort, sondern über frivole Ver- führer R. hatte zwei Jahre und einige Monate hindurch keinerlei erklären, baß sie lieber sterben oder die Gefängnisse füllen nachlässigung des Nothwendigsten ist im heutigen Bauwesen zu Urlaub gehabt, als er gezwungen war, ein Familienmitglied, das werden, ehe sie sich vertreiben lassen. Dieser Entschlossenheit flagen. Es ist bezeichnend für die schematische Art, in der die Bau- schwer frant in einer sehr entfernten Heilanstalt lag, zu besuchen. gegenüber war die Behörde machtlos. Sie haben es bis jetzt polizei ihre Pflichten auffaßt, daß fie den gemeingefährlichsten Der Lokomotivführer wirkte sich zu diesem Zwecke fünf Tage Urlaub noch nicht versucht, mit Gewalt die Lager aufzubrechen. Sollte es Auswüchsen des Schwindelbauwesens wenig oder gar nicht zu aus. Als er die Fahrroute studirte, die ihm für die gleichfalls ausaber auch je dazu kommen, so haben die Streiker sich auch schon auf gewirkte Freifahrt vorgeschrieben war, entdeckte er, daß ihm bei der diese Eventualität eingerichtet: auf keinen Fall werden sie sich aus Ueber die Arbeitsverhältniffe der Schaffner und Kutscher getroffenen Eintheilung gerade zwei Stunden Zeit zum Aufenthalt der nächsten Umgegend der Gruben verdrängen lassen. Es kommt der neuen Berliner Omnibus- Gesellschaft dringen jeht verichie in der Heilanstalt bleiben würden; er bat somit die in für den weiteren Verlauf des Streits thatsächlich in Frage, ob sich dene Nachrichten in die Deffentlichkeit, welche im Zusammenhange betracht kommende Inspektion, ihm den Urlaub in furzer Zeit genügend Streitbrecher finden werden, die den Muth ein ziemlich scharf martirtes Bild liefern von dem Leben dieser Tag zu verlängern und machte hierbei geltend, daß dieser Tag haben, den Streifern in den Rücken zu fallen. Sowohl die Gruben Berkehrsstlaven. Die neue Gesellschaft ftellt eine Verschmelzung verfo wie so reglementsmäßiger Ruhetag für ihn sei. Das Gesuch befizer wie die Arbeiter zweifeln daran. fchiedener Gesellschaften dar, die früher hierorts selbständig bestanden wurde ohne Begründung abgelebnt und R. mußte wirklich nach haben. Ein großer Theil des Verkehrspersonals ist als lebendes Inventar zweiftündigem Aufenthalt die Rückfahrt antreten. Als er wieder an
in ihren Lagern bleiben und
die
Leibe geht.
man
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um einen