Nr. 17 Die Gleichheit 155 Daß die einsichtigen Genossen sich der Bedeutung der Frauenbewegung nicht länger verschließen, zeigte sich in dem Umstand, daß der Punkt Frauen organisation auf die Tagesordnung des Landesparteitags gesetzt worden war. Die Unterzeichnete, die ihn zu behandeln hatte, faßte die praktischen Schlußfolgerungen, die sich aus ihrem Referat ergaben, in folgender Resolution zusammen, die einstimmig angenommen wurde: „Die Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei Sachsen-Meiningens erkennt die Wichtigkeit und Bedeutung der Frage der Frauenorganisation unbedingt an. Sie macht es den Genossen in allen Orten zur Pflicht, auf diese Or ganisationen ihr besonderes Augenmerk zu richten und sie ganz im Sinne des Vorschlags, den die am 9. Mai stattz gefundene Konferenz des Parteivorstandes und der Vertrete- rinnen der sozialistischen Frauen Deutschlands den Organisationen vorgelegt hat, nach jeder Richtung hin tatkräftig zu unterstützen. An Orten, wo solche Organisationen noch nicht bestehen, sollen die Genossen die Agitation unter den Frauen unverzüglich in die Wege leiten. Zur leichteren Aufklärung der Frauen sind möglichst häufig Versammlungen zu veranstalten, mit Themen, die auf die wirtschaftliche, soziale und politische Stellung der Frauen Bezug nehmen An Orten, wo bereits gewerkschaftliche Frauenorganisationen bestehen, sollen die Genosten mit ganzer Kraft dafür ein treten, daß deren Mitglieder der politischen Organisation beitreten, damit sie dort zu wirklichen Klassenkämpferinnen erzogen werden können. Auch soll in weitgehenderer Weise, als dies bisher geschehen ist, für die Verbreitung der „Gleichheit" Sorge getragen werden, da dieses Blatt die Frauen nicht nur über die Rechte und Pflichten der Ar beiterin und Staatsbürgerin, sondern auch über die der Hausfrau und Mutter in der besten Weise aufklären kann." Zu dem Punkte:„Jugendorganisation", über den Genosse Schumann-Jena in trefflicher Weise referierte gelangte folgende Resolution ebenfalls einstimmig zur Annahme: In allen Orten Sachsen-Meiningens sind gemäß dem Vorschlage des Parteivorstandes Aktionskomitees von Ge Nossen über 18 Jahren einzusetzen, die sofort die Vorberei tungen für eine Jugendorganisation an dem betreffenden Orte zu treffen haben. Die Aktionskomitees der Jugend lichen haben stets im Einvernehmen mit dem Landesvorstand der sozialdemokratischen Partei Sachsen-Meiningens zu hau dein. Der Delegierte zum Parteitag in Nürnberg wird beauftragt, in diesem Sinne mitzuhelfen an dem Ausbau der Jugendorganisation, Leider war es infolge der gedrängten Zeit nicht möglich die beiden hervorgehobenen, für uns so wichtigen Fragen durch eingehende Diskussion so zu ventilieren, wie dies hätte der Fall sein müssen. Immerhin wird aber ihre Behandlung durch den Parteitag anregend und richtunggebend wirken. Jedenfalls werden auch die Meininger Arbeiterinnen nicht lange mehr in dumpfer Untätigkeit verharren. Die Krise, diese herrlichste Blüte am Baume des Kapitalismus, zeigt sich in Thüringen in voller Schönheit. Ihre Folgen werden den Frauen die Augen über die herrschende Ordnung öffnen und sie als Kampfgenossinnen in die Reihen der Männer treiben. Nach dem Parteitag hielt die Unterzeichnete noch in einigen Orten kleine Besprechungen mit den leitenden Genossen und den Frauen ab, um über Mittel und Wege zur Organisation iu beraten. In Lauscha , einem kleinen Orte des Thüringer Waldes , in dessen Glasindustrie die Krise mit voller Macht fühlbar geworden ist, gelang es, die Frauen für die politische Organisation zu interessieren. Die Genoffen hoffen, fürs erste «inen Stamm von 3» Mitgliedern zusammenzubringen. Eine rührige weitere Agitation wird noch größere Erfolge Zeitigen. In Pößneck wurden in einer vom Textilarbeiterverband einberufenen Versammlung 13 neue Mitglieder für die politische Organisation gewonnen, so daß dieser jetzt 18 Frauen angehören. In beiden Orten wurden entsprechend dem Beschlüsse der Berliner Konferenz vom b. Mai d. I. Frauen in denVorst and gewählt, auch in demLandesparteivorstand, der in Pößneck seinen Sitz hat, sind die Genossinnen vertreten. Die bisherigen Erfolge her proletarischen Frauenbewegung sind noch klein, aber sie bellen das gute keimfrohe Saatkorn dar, das in fruchtbaren Voden gestreut wird. Und wie es sich der Thüringer nicht verdrießen läßt, auf den Abhängen der Berge unter Müh >>nd Schweiß zu säen, um zu ernten, und wie ihm dabei !ein Weib als treue Gehilfin zur Seite steht, so werden auch hie Genossinnen und Genoffen nicht müde werden, den �amen des Sozialismus in die Herzen zu streuen, damit fr dort der Ernte entgegenreift. Unserer großen Sache zu �utz, unfern Feinden zum Trutz. B. Selinger. Von der Praxis des Rcichsvereinsgcsetzes. In Gronau a. d. L. im 10. hannoverischen Wahlkreis sollte �ine öffentliche Versammlung der Fabrikarbeiter mit Genossin Bosse als Referentin tagen. Die Versammlung ionnte nicht stattfinden, aber dafür haben die Gronauer Ar- heiter eine wertvolle Probe auf die Wohltaten des Reichs- �ereinsrechts gemacht. Als die Versammlung eröffnet ward, d->,>d der Wachtmeister Krämer bereits in Positur, und Während Genossin Bosse ihr Referat begann, rief er in barschem <one:„Ich verlange meinen Platz!" Der Vorsitzende und "Uch die Referentin machten ihn darauf aufmerksam, daß Gewerkschaftsversammlung und keine politische tage. Als Genossin Bosse dann fortfahren wollte zu reden, folgte seitens hes Gendarmen der kommandostimmige Ruf:„Ich fordere �Üe unter 18 Jahre alten Personen auf, den Saal zu ver- afsen!" Die Referentin belehrte ihn. daß dies nach ihrer Auf- ?ssung nicht zulässig sei, und wollte weitersprechen. Darauf �ef der Beamte:»Die Versammlung ist aufgelöst!" und riß die Rednerin am Arm vom Podium herunter. Natürlich bemächtigte sich der Versammlung eine begreifliche Unruhe. Der Wachtmeister sprang nun in eine Ecke des Saales, riß de» Revolver heraus, steckte eine Anzahl Patronen hinein und richtete die Waffe auf die andrängende Menge. Ein dringlich mahnte Genossin Bosse, die ein Unglück befürchtete, den Beamten wie die Versammlung zur Besonnenheit und Ruhe. Als der Gendarm den Revolver hochriß, stellte sich die mutige Frau vor den Beamten und wehrte ihm so, eventuell in die Menge zu schießen. Dem Gendarmen war das Gelegenheit, noch weitere Patronen in den Revolver zu packen. Er erklärte Genossin Bosse für verhaftet und zerrte sie, den Revolver in der Hand, aus dem Saale . Genossin Bosse rief der empörten Menge zu, ruhig zu sein, sie käme wieder, der Beamte müsse sich im Irrtum befinden. Wie ein Messerstecher wurde die Verhaftete durch den Gendarm nach dem Polizeigefängnis geführt. Eine zahlreiche Menge begleitete den Transport, und auch einige Genossen gingen der Vor ficht wegen mit. Vor dem Landratsamt, wo sich das Polizei gefängnis befindet, wurde der Beamte gegen einen von ihnen tätlich, indem er ihm mit der Faust an den Hals fuhr. Der Genoffe wollte zu dem Landrat und hatte Genossin Bosse ruhig geraten, ihre sofortige Vorführung zu verlangen. Auch gegen Genossin Bosse selber ließ der Wachtz meister sich vor dem Eingang zum Polizeigefängnis kleine Tätlichkeiten zuschulden kommen. Die Versammlung war um 2 Uhr nachmittags eröffnet worden, der betreffende Genosse wartete bis 7 Uhr abends auf das Kommen des Landrats. Dieser verfügte:„Die Frau kommt nicht los, der Herr Wachtmeister hat gewünscht, daß sie hier bleibt!" Wie es hieß, sollte sich Genossin Bosse der„Aufreizung" schuldig gemacht haben, während alle Zeugen der Vorgänge versichern, daß es nur ihren steten Mahnungen und ihrer tapferen Selbstbeherrschung zu danken ist, daß das Vorgehen des Gendarmen nicht unabsehbares Unglück provoziert hat. Etwa 6 Stunden mußte Genossin Bosse im Polizeigefängnis des gastlichen Städtchens verbringen. Schließlich erlaubte der Herr Landrat, daß sie aus der Haft entlassen wurde, aber— sie mußte Gronau mit dem Zuge'/-10 Uhr abends verlassen und durfte, außer mit jenem Genoffen, auf dem Wege mit niemandem sprechen. Der Gendann ging immer einige Schritte hinter den Schwerverbrechern her, damit das landrätliche Schweigegebot erfüllet würde. Eine herrliche Illustration zu der Polizeiallmacht, die sich mit dem „freiheitlichen" Reichsvereinsgesetz, dieser„liberalen" Errungenschaft verträgt. Gegen den Beamten ist Anzeige wegen Freiheitsberaubung und tätlicher Beleidigung erstattet worden. Politische Rnndscha». Im Osten Revolution, im Westen Reaktion! Während in der Türkei die jungtürkische Revolution von Erfolg zu Erfolg stürmt und dem Sultan stetig neue Zugeständnisse abzwingt, werden in der Republik Frankreich demonstrierende Arbeiter gemetzelt und Arbeiterführer ins Gefängnis geworfen. Die Rolle der Staaten scheint vertauscht. Indes die scheinbare Umkehrung der geschichtlichen Slaaten- charaktere ist das Resultat ganz natürlicher Entwicklung. Die Türkei steht am Anfang ihres kapitalistischen Zeitalters und hat ihre bürgerliche Revolution— die Jungtürken sind die Partei der Gebildeten und Besitzenden. Da die Klassen der modernen bürgerlichen Gesellschaft erst im Werden sind und ihr Klassenbewußtsein noch nicht entwickelt ist, so haben die Jungtürken vorläufig die gesamte bislang unterdrückte und ausgesogene Bevölkerung hinter sich— wozu auch die Armee gehört. Frankreich ist über diese Phase der Entwicklung längst hinaus. Dort haben die Klassengegensätze bereits einen so hohen Grad der Zuspitzung erreicht, daß die kleinbürgerliche Demokratie, erschreckt durch die Kraft äußerungen des Proletariats, sich in die Arme der Reaktion lüchtet. Ministerpräsident Clemenceau , der Führer des radikalen Kleinbürgertums, ist, wie ein Pariser nationalisti- ches Blatt dieser Tage treffend schrieb, der Gefangene der Reaktion. Die blutigen Vorgänge in Villeneuve sind vornehmlich ein Werk. Die Massen der Pariser Bauarbeiter, die dort am 30. Juli durch eintägigen Streik gegen den im Mai an ihren streikenden Brüdern von Traveil verübten Mord protestieren wollten, sind vom Militär brutal provoziert worden. Durch das Massenaufgebot von Truppen, durch die Behinderung des Demonstrationszuges von mehreren Seiten hat die Regierung den anarchistischen und anarchi- telnden Elementen unter den Arbeitern die Oberhand vsr- chafft und zu Handlungen aufgereizt, die den Straßenkampf zur Folge hatte». Einen Kamps, der auf beiden Seiten mit Erbitterung, von den Soldaten aber auch mit schonungsloser Wildheit geführt wurde. Die Bourgeoisie klatschte Bei- äll zur Massnkrierung der Proletarier und gab ihren Haß gegen sie mit derselben Zügellosigkeit kund, wie 1848 zur zur Zeit der Junischlacht und 1371 bei der Niedermetzelung der Kommune. Polizei und Justiz sollen nun vollenden, was die Flinte begann. Die Leiter der Konföderation der Arbeit, der Ge- werkschastszentrale, sind verhaftet, die ihr angeschlossenen Verbände aus der Pariser Arbeiterbörse verwiesen. Die verhafteten Gewerkschaftsführer sollen wegen Aufruhrs oder gar wegen Hochverrats prozessiert werden. Die gesamte bürgerliche Presse bis zu den linksradikalen Blättern hetzt gegen die Arbeiterklasse, die auf einen konzentrischen Angriff aller bürgerlichen Parteien gefaßt sein muß. Um so bedauerlicher ist es, daß diese Situation das ranzösische Proletariat gespalten findet. Die Konföderation der Arbeit, formell politisch neutral, wird von Syndikalisten und Anarchisten geleitet, die den Parlamentarismus verwerfen, im anarchistischen Generalstreik das alleinselig- machende Mittel des Befreiungskampfes erblicken und die Arbeiter vordem„versumpfenden" Einfluß der sozialistischen Partei bewahren wollen. Die Haltung der Gewerkschaften ist im wesentlichen noch eine verhängnisvolle Folge des unglückseligen„sozialistischen Ministerialismus", der die politische Aktion des Proletariats in den Augen der Massen schwer kompromitiert hat und dadurch den anarchistischen und anarchistelnden Nur-Gewerkschaftern Oberwasser brachte. Diese hoffen für das Proletariat alles von der revolutionären Erziehung vermittelst des Generalstreiks und bekunden damit, daß ihnen das revolutionäre Wesen des Massenstreiks selbst unverständlich geblieben ist. Sie haben nach der Metzelei nicht einmal einen Proteststreik in Paris entfalten können, der wirklich imposant gewesen wäre und das wirtschaftliche Leben.merklich beeinflußt hätte. Nur einige Zehntausende von Arbeitern hatten am 3. August die Arbeit eingestellt. Trotz der kritischen Vorbehalte, die sie gegen die Taktik der Gewerkschaftsführer machen zu müssen glaubte, hal natürlich die sozialistische Partei nicht gezögert, sich sofort in entschiedenster Weise auf die Seite der angegriffenen Arbeiter zu stellen. In einem flammenden Aufruf hat sie sich mit ihnen solidarisch erklärt. Sie betreibt die sofortige Einberufung der Kammer und hatte zum 3. August in Paris und Umgegend zahlreiche Protestvorsammlungen einberufen. In den Provinzen gährt es im Proletariat— hie und da taucht der Gedanke des Sympathiestreiks auf. Die neue Leitung der Arbeiterkonförderation fordert zur Rüstung für einen abermaligen Streik auf. Das französische Proletariat geht stürmischen Tagen entgegen. Der Sultan ist zurzeit Gefangener der Revolution. Er hat nach dem Diktat der jungtürkischen Komitees das erste Reformkabinet abdanken und ein neues einsetzen müssen, das den Revolutionären mehr Garantieen für die Durchführung der Konstitution bietet. Die Truppen sind auf die Verfassung vereidigt worden, die Verwaltung wird von den Anhängern und Nutznießern des alten Regimes energisch gereinigt. Die Bevölkerung ist nach den bisherigen Meldungen enthusiasmiert. Die ersten Anfänge der Parteibildung sind zu verzeichnen. Das Proletariat regt sich, Kon stantinopel hat bereits einige erfolgreiche Streiks gesehen. Die christliche Bevölkerung, der völlige Gleichberechtigung zugesichert wird, ist befriedigt, in Mazedonien haben sich die bulgarischen, serbischen und griechischen revolutionären Banden aufgelöst, die die Losreisung dieser Provinz vom ottomanischen Reich anstrebten. Der Sieg der Revolution hat in wenigen Tagen die Ordnung geschaffen, welche die türkische Regierung und die Großmächte jahrelang vergeblich herzustellen suchten. Vermögen die Völker der Türkei die Verfassung zu behaupten, so ist der sogenannten Reformaktion der Großmächte der Boden entzogen, die den Mazedoniern nichts nützte, sondern nur den selbstsüchtigen Plänen der einzelnen Staaten diente. Damit wäre ein gefährlicher Wetterwinkel Europas beseitigt, wo sich jeden Augenblick ein Weltkrieg entzünden konnte. Die Verfassung ist das Mittel, das kranke türkische Reich zu hellen, in dem es die Kräfte freisetzt, die in den Völkern des ottomanischen Staates gebunden waren. Der deutschen auswärtigen Politik ist durch die türkische Revolution freilich das Konzept arg verdorben. Sie hat jahrelang das korrupte Regiment des Sultans gestützt und Deutschland genießt daher keine Sympathien bei den Jungtürken . Die Rechnung auf ein Bündnis mit der Türkei hat ein Loch bekommen. Die deutsche Regierung ist mit Erfolg dabei, Deutschland bei allen vorwärtsstrebenden Nationen verhaßt zu machen, indem sie überall die Sache der Unterdrücker gegen die Unterdrückten fördert. So hat die deutsche Gesandtschaft zu Teheran den flüchtenden persischen Revolutionären die Aufnahme verweigert, im Gegensatz zur englischen Gesandtschaft. Es ist dieselbe Praxis, die zu den schamlosen Liebesdiensten für den Mörderzar geführt hat. Eine Praxis, die so lange dauern wird, als in Preußen und damit auch im Reiche mit dem Willen der Bourgeoisie die Junker regieren, die als Unterdrücker im eigenen Lande natürlich nicht für Fortschritt im Ausland eintreten können. Wie fest sie im Sattel sitzen, zeigt der Umstand, daß das Disziplinarverfahren gegen den freisinnigen Bürgermeister Schücking zu Husum weitergeht, obgleich die„Nordd. Allg. Ztg." erklärt hat, die Regierung habe dieses Verfahren nicht gewünscht und werde gerne sehen, wenn es eingestellt würde. Die Junker wissen, welche Machtstellung ihnen die Bourgeoisie aus Haß gegen das Proletariat einräumt und daher frondieren sie ruhig gegen die Blockpolitik, und Bülow wagt nicht, sie zurechtzuweisen. Der deutsche Freisinn bereitet sich trotz alledem vor, an der Reichsfinanzreform „positiv mitzuarbeiten", das heißt sein Programm abermals zu verraten. Die liberale englische Regierung hat durch den Mund der Minister Grey und Lloyd George erklärt, daß sie eine Verständigung mit Deutschland , die eine Einschränkung der Flottenrüstungen gestatte, lebhaft begrüßen würde. Deutsch lands Regierung und Bürgertum aber tun, als hörten sie nicht. Das bedauerliche Unglück des Zeppelinschen Luftschiffes, das nach fast vollendeter 24 stündiger Fahrt durch ein Elementarereignis zerstört wurde, hat vielmehr zu einer großen Kundgebung geführt, die nicht gerade friedensfördernd genannt werden kann. Die Sammlungen für den Neubau des Luftschiffes, die überall eröffnet wurden und große Summen bringen, gelten dem Kriegsinstrument, das der Zeppelinsche Ballon werden soll. Das haben die Begründungen deutlich gezeigt. Das Proletariat hat um so mehr Anlaß, über den Frieden zu wachen. Es ist deshalb
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19 (17.8.1908) 17
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