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Die Neue Welt. Illustrirte Unterhaltungsbeilage.
, Klappere nicht so," fuhr der Bruder sie an. " Hol' mal was zu futtern! Dalli, dalli!"
Mit einem heimlichen, eifrigen Kopfnicken gegen Lena verschwand das Fräulein. Dieser erschien die Stube mit den unzähligen Pfeifenköpfen und dem blanken Ledersopha auf einmal ungemüthlicher; ihr war, als sei ein guter Schutzgeist daraus entwichen. Sie blieb stumm und sah immer vor sich auf die polirte Tischplatte.
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" So, so hm, hm," machte endlich Bredenhofer; dann legte er die flache Hand mit Vehemenz auf den Tisch. Ist ja eine nette Geschichte! Na, wie geht's Ihnen jezt, Frau Nichte, wieder her= gestellt, was?"
„ Ich danke Ihnen," sagte sie, ohne die zwinfernden Lider zu heben.
„ Wenn ich nur wüßte, was Ihnen einfiel, zu Fuß hier angefocht zu kommen; da giebt es doch Fuhrwerk! Aber natürlich Alles anders wie andere Leute, was Besonderes!"
„ Ich wollte das Geld für den Wagen sparen, Richard hat jezt
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" Schweigen Sie mir von Richard, von dem Fanfaron, dem Thunichtgut! Ein ganz undankbarer Junge! Ist das' ne Art? Ich will nichts von ihm wissen!" Hermann Bredenhofer fühlte sich stets ind überall von Undant umgeben; sein Wettern darüber war das Steckenpferd, das er ritt.
Lena wußte das nicht; ihre Lider schlugen sich auf, sie sah ihn starr an:„ Undankbar? Warum undankbar?"
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" Na, etwa nicht?" brummte er und erhob die Stimme mit jedem Wort lauter.„ Ich, sein Onkel, habe viel für ihn gethan, als er noch als kleiner Hosenpamper herumlief und später? Na, er war ja immer mehr begabt als Andere, man hat sich was Etras von ihm versprochen. Aber Geld hat er auch immer mehr verbraucht als Andere. Wer hat ihn dann jedesmal flott gemacht? Der Onkel! Als der Junge mindig war, hat er die Verwaltung von den paar Groschen, die ihm als mütterliches Erbtheil 3nfamen, selbst übernommen. Wer sagte: Thu' das nicht? Der Onfel? Fragen Sie ihn nur, junge Frau, wo das Geld geblieben ist, wieviel er noch übrig hat. Wer hat ihn nach Italien reisen lassen? Wer hat ihm jeden Wunsch gewährt, ihm sein Leben so augenehm und pläsirlich gemacht, wie nur je ein Vater seinem Kinde? Der Onkel- ich, ich, ich!" ich, ich, ich!" Bredenhofer stieß sich bei jedem„ ich" mit dem dicken Zeigefinger vor die Brust.„ Aber der undankbare Bengel! Nicht allein, daß er sich verplempert und bie gute Partie links liegen läßt- nee, er fragt nicht mal! Vergißt alle und jede Rücksicht, jede Ghrfurcht; vergißt, wie dankbar er zu sein hat, kommit nicht bei Zeiten zum Onkel und sagt:„ Hör' mal, Du, so und so, ich möchte gerne Gine heirathen, sei Du so gut und sieh sie Dir mal an, ich bin Dir so viel Dank schuldig, ich thue nichts ohne Dich! I bewahre! Da wird der Kopf aufgesezt, und wenn man die Dummheit nicht gut heißt, wird gemault. Ich danke für so' nen Undank!" Der Alte hatte sich warm geredet, seine rothe Stirn war noch röther geworden; Der Hals war ihm trocken, darum schwieg er.
Daß Tante Hannchen nicht in der Stube war! Wo blieben die trippelnden Beinchen, das piepsige Stimmchen so lange?
Es erschien wie eine Unmöglichkeit, daß Lena noch blasser wurde; und doch wurde sie's. Sie hatte sich rasch erhoben und stand jetzt hinter ihrem Stuhl, die Hände auf die Lehne gestützt. Ihre blutleeren Lippen preßten sich eigensinnig zusammen, ihre Augen blickten düster und abweisend.
Bredenhofer sah sie an, als erwarte er ein Wort von ihr; sie sprach nicht.„ Na," sagte er gutmüthig, ,, erbärmlich genug sehen Sie noch immer aus. Wir werden Sie ein bischen hier behalten und mit frischer Milch und Eiern auffuttern; die Hanne kocht ganz gut. Mag der Bengel sehen, wie er allein zurechttommt. Warum hat er Sie denn eigentlich hergeschickt? Bei diesem Mopskopf". er streckte den einen Pantoffel vor ich bin gespannt. Warum he?!" Nun streckte er auch den zweiten Schuh vor. " Ich sollte Sie etwas fragen." Miihsam und gepreßt stieß sie die Worte hervor. „ Aber es hat
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jezt
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Zeit bis morgen, ich fann Sie versant in eisiges Schweigen.
nicht!"
Kam denn Tante Hannchen noch nicht?! Der Onkel war beleidigt. Solcher Undank! Man liest sie von der Straße auf, und wenn man sie fragt, antwortet sie nicht mal!„ Na, denn nicht," sagte er kurz; und dann schwieg er auch.
Jetzt fam Tante Hannchen. Lieber hätte sie sich nicht so lange beim Schinkenschneiden aufhalten sollen; ob er mun so glatt und fein war, das war ganz egal, besser wäre es gewesen, sie hätte hier geglättet.
Beide saßen mit frausen Stirnen. Das Fräulein merkte es sofort, hier stimmte nicht Alles. Mit angstvoller Miene sah sie von Einem zum Anderen.
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Gloze mich nicht so an," schrie Bredenhofer. Stell' un endlich mal her! Ich weiß nicht, wie ihr Frauenzimmer seid, gleich so vertatert; ganz anders wie unfereins!"
Lena hatte eins der appetitlichen Brötchen mit rosiger Fleischscheibe und feiner Sahnenbutter vor sich liegen, sie schnippelte daran herum, aber sie aß nichts; nur das Glas Ungarwein stürzte sie wie eine Verschmachtete hinunter.
Eine Unterhaltung kam nicht in Fluß. Tante Hannchen gab sich die größte Mühe; sie ging ganz aus ihrer ewigen Verschüchterung heraus und hielt den drohenden Blicken des Bruders Stand. Sie ers zählte von den Dorffindern, Gerofs Palmblättern, vom kommenden Weihnachtsfeste und den jungen Hühnern im Stall.
Lena sagte, daß sie Gerofs Palmblätter zur Konfirmation bekommen, aber nie gelesen habe. Damit war's aus; am Uebrigen nahm sie keinen Antheil.
Die Augen der jungen Frau hatten einen trost losen Ausdruck, schwach lehnte ihre Gestalt im Stuhl; man glaubte ihr's, daß sie angegriffen sei, als sie nach einer durchgequälten Stunde bat, sich zurückziehen zu dürfen.
Tante Hannchen hatte ihr ihr Zimmerchen ein geräumt. Dort hinein ging sie nun nach fühlem Gutenachtgruß, sank vor dem Bett auf die Kniee und biß in die Kissen; man sollte sie nicht schluchzen hören. Jammerlaut auf Jammerlaut drängte sich über ihre Lippen, und in ihrem Herzen regte sich eine ungeheuer große Beleidigung und bäumte fich wild.
, Verplempert- Partie ausgeschlagen Dumm heites traf sie wie unerträgliche schmerzhafte Schläge. Was hatte der rohe Mann Alles gesagt?! Sie schüttelte sich und zog sich dann zusammen wie eine Mimose, die man unsanft berührt.
Die Geschwister drinnen im Wohnzimmer hatten noch einen ziemlich erregten Abend. Hermann beflagte sich über den Mangel an Vertrauen von seiten der Nichte und über den Undank der Welt im All
gemeinen; Hannchen erlaubte sich zu sagen, daß er selbst darau schuld sei, da er die Leute immer anpoltere und keinen zu Worte fommen lasse. Eins gab das Andere. Bredenhofer warf der Schwester all ihre Missethaten vor, selbst ihre Ohnmacht vor über dreißig Jahren bei der Nachricht vom Tod ihres Bräutigams. Hannchen weinte zuleßt.
Und alles Dies unterdrückt, das ganze erregte Gespräch im Flüsterton, um ja den hereingeschreiten Gast im Nebenzimmer nicht zu stören.
( Fortsegung folgt.)
Kunst und Wirthschaft.
Von L. Schönhoff.
o viel Wirrniß herrscht schwerlich in einem anderen Bereich geistiger Arbeit, als in dem 5 der Kunst. Das Wort ist hier im weitesten Sinne gebraucht: als durchaus nothwendiger, nicht blos verschönernder Ausfluß allgemein menschlicher
Kulturthätigkeit.
Süßliche Schöngeisterei hat hier ebensowohl gesiindigt, wie ein barbarisches Proßen mit eigenem kunstfremden Wesen. Die Schöngeisterei durch einseitiges Schwärmen, romantischen Geniekultus und eine förmliche Vergöttlichung der Kunst; das Barbaren thum dadurch, daß es vorgab, die überflüssigen" Kiiufte zu verachten, sich also um ihr Verhältniß
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zur Wirthschafts- und Geistesgeschichte der Völker nicht fiimmerte.
Das Gebiet Kunst und Wirthschaftsgeschichte umfaßt allerdings außerordentlich viel. Ist die kulturgeschichtliche Betrachtung an und für sich noch nicht alt, so steht vollends die Geschichte der Kunst im Zusammenhange mit der gesammten Wirthschaftsthätigkeit der Menschheit erst in ihren Anfängen. leberraschende Ergebnisse erzielte die moderne vergleichende Völkerkunde. Vieles lehrten Funde und Ausgrabungen, und manche stummen Zeugen vergangener Kultur der vorderasiatischen Menschheit harren des Erwachens. Noch stemmt sich überall in Kleinasien der Widerstand des Großtirken, unseres Freundes, entgegen; und der Widerstand des niederstampfenden Türfenthums ist nicht gering.
Mannigfach trifft man noch auf die Annahme, als sei die Kunst das ausschließliche Merkmal vorgeschrittener Epochen, das Produkt einzelner genialer Geister. Es ist das, als wollte man ein Gebirgsmassiv nach den schneeweiß leuchtenden Gipfeln allein beurtheilen. Ausübenden Künstlern geht es häufig so. Als Mar Liebermann, der Berliner Maler, zur Jahrhundertwende gefragt wurde, wie er sich die Weiterentwickelung der Kunst denke, da meinte er: das werde ein kommendes Genie weisen. Wiederum der Glaube an das unbedingte Genie, indeß eben selbst das große Genie an die Bahn gebunden ist, die ihm gewiesen wurde. Und Max Liebermann ist kein Phantast, sondern der gründliche, streng naturalistische Meister.
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Gewiß ist, daß auf ganz findlicher Kulturstufe schon der Kunsttrieb deutlich sich auslöst. Es geht damit wie mit dem Spieltrieb von Kindern und jungen Thieren. Wie dieser unbändige Spieltrieb in Wahrheit eine Vorbereitung zum Leben und Beruf des Thieres ist man beobachte nur die Fangbewegungen spielender Kazen oder das Treiben junger Hunde mit Apportir- Gegenständen, so ist die Kunst in ihren primitivsten Aeußerungen frühzeitig schon eine Begleiterin harten Arbeitslebens. Rhythmische Klänge unterstüßen die Arbeit der Nigger, die Wolgaschiffer in Rußland , wenn sie die Stähne über seichte Stellen schleifen, fennen einen weichen, schwermüthigen Sang und wenn der Nammpflok sich hebt und senkt, so folgt ihm auch bei uns die Arbeiterſtimme im Taft.
Verblüffende Beispiele primitiver Kunstübungen wurden in den Pfahlbauten entdeckt. Die Pfahlbauer der sogenannten Hallstätter Kultur, die ihre Schußwohnungen in den Hallstätter See( Salz kammergut ) hineinbauten, wie die Schweizer Pfahlbauer der La Tene- Kultur haben mit merkwiirdiger Geduld und Freude an Kunstarbeit Gegenstände, die sie zum Beutemachen, zum Erlegen von Thieren, zum Zertheilen von Markknochen brauchten, schon verziert.
Nachahmung des Erschauten, Naturbeobachtung wie Mittheilungsbedürfniß führen gleichermaßen zur Kunst. Ja, die Bildung in der Sprache ist vom Kunstgeist untrennbar. Wilhelm Humboldt , einer unserer größten Sprachphilosophen, fand dafür ein schönes Gleichniß. Er meint:„ Die Worte entquellen freiwillig ohne Noth und Absicht der Brust, und es mag wohl in feiner Einöde eine wandernde Horde gegeben haben, die nicht schon ihre Lieder besessen hätte. Denn der Mensch als Thiergattung ist ein singendes Geschöpf, aber Gedanken mit den Tönen verbindend." Und nicht mit Unrecht spricht der sonst vielfach dilettantische Bunsen davon, daß die Prägung der Worte das ursprüngliche Gedicht der Menschheit sei.
Ganz flar wird das künstlerische Nachahmungsbedürfniß in der Onomatopoesie, das heißt in dem Bestreben, das Wort nach einem beobachteten Naturlaut zu nennen. Man denke an das Wort donnern oder poltern, frachen. Rollen" findet man mehrfach mit derselben Wortwurzel bei den Indogermanen. Lateinisch rot- are, griechisch ronn- ymi. Das Ge
oder poltern, frachen.
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