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sollten wir bei unserer Kritik nicht vergessen. Was sollte denn die Partei thun? Wir haben jetzt keine bezahlten Parteibeamten wie früher. Die frühere öffentliche Thätigkeit war durch das Gesetz unmöglich geworden. Aufforderungen zum Organisiren 2c. werden dadurch gefährlich, daß die Parteigenossen zu wenig Vorsicht mit Schriftstücken beobachten. Es sind Geldersammlungen arrangirt und die Aufforderung an alle Adressen gesandt worden. Eine große Anzahl Orte haben aber nichts gesandt. Man verlangt Flugblätter, eine Zeitung 2c.; aber wo sollen die Mittel dazu herkommen, wenn die Genossen nicht opferwilliger find? Man hätte durch sofortige Gründung eines ausländischen Blattes gar nichts gewonnen. Die Verbreitungs- Vorbedingungen für ein solches waren gar nicht vorhanden. Die Gründung des„ Sozialdemokrat" war nur nach Ueberwindung der größten Schwierigkeiten möglich und dadurch verspätet. Bei Erlaß des Sozialistengesetzes dachte übrigens Niemand daran, ein Blatt im Ausland zu gründen. Most selbst schrieb einen Brief an einen Genossen, laut welchem er in Berlin bleiben und dort journalistisch thätig sein wollte. Er projektirte ein kleines Blatt, welches nicht sozialistisch sein, sondern nur Thatsachen bringen sollte und daher ,, unantastbar" sein würde. Redner verliest den betr. Brief, in dem Most noch die Hoffnung ausspricht, nicht nach Amerika auswandern zu müssen, sondern in Deutschland eine„ Höhle" zu finden; weiter warnt er vor den„ Ungeduldsgefahren".( Redner verliest zur Beſtärkung des Obigen noch zwei weitere Schrift stücke des Herrn Most.) Erst durch Most's Verhalten zur Reichstagsthätigkeit unserer Abgeordneten ist die Feindseligkeit provozirt worden. Im Allgemeinen solle man nicht vergessen, daß die Parteigenossen selbst vielfach Schuld daran tragen, daß nicht mehr geschehen konnte, als gethan wurde.
Die Situng wird 1/29 Uhr vertagt bis zum nächsten Tag, Sonntag, früh 8 Uhr.
Dritte Sizung. Sonntag, 22. August, Vormittags 8 Uhr.
Zuerst gelangt die Präsenzliste, welche die Anwesenheit von 55 Delegirten ergibt, zur Verlesung. Alsdann wird das Protokoll der vorhergegangenen Sitzung verlesen und nach einigen Monirungen genehmigt. Es wird konstatirt, daß die verlesenen Briefe Most's erst dann zur Veröffentlichung gegeben worden seien, als Most darauf bezügliche hämische Bemerkungen in der„ Freiheit" gemacht habe; somit sei jeder Verdacht eines ungerechtfertigten Gebrauchs dieser Briefe, bezw. eines Vertrauensmißbrauchs ausgeschlossen.
Nach Verlesung einer Zuschrift von Mailänder Parteigenossen wird beschlossen, für die nun folgende Spezialdiskussion jedem Antragsteller eine Redezeit von zehn Minuten, den übrigen Rednern eine solche von fünf Minuten zu gestatten.
Zu Punkt I der Tagesordnung, betr. das Programm, sind folgende Anträge eingelaufen:
a) Betreffs der Frage Schutzzoll oder Freihandel schließen wir uns völlig der Resolution an, welche f. 3. vom Genter Weltkongreß mit Einstimmigkeit angenommen wurde, dag nämlich diese Frage eine interne Angelegenheit der Bourgeoisie sei."
b) Von einem deutschen Genossen in der Schweiz :
„ Die sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands hält aller Verfolgungen und Anfeindungen ungeachtet fest an den Grundsäßen des auf dem Vereinigungskongreß der deutschen Sozialdemokratie 1875 in Gotha vereinbarten Programms. Ohne dasselbe in seiner heutigen Fassung als unverbesserlich hinstellen zu wollen, erklärt sie eine Abänderung ihres Programms aus dem Grunde für unnöthig, weil durch die veränderte Lage der Partei die Grundsäße derselben keinerlei Veränderung erfahren können, die Haltung oder Taktik aber, wie es in allen von der Partei veröffentlichten Brochüren betont worden ist, nicht von irgend einem Programm, sondern von der Haltung unserer Gegner be= stimmt wird. Die Sozialdemokratie erklärt nach wie vor, daß sie den Weg organischer Reformen nicht grundsätzlich verschmäht, daß es somit den heutigen Machthabern selbst zuzuschreiben ist, wenn sie ihre auf das Wohl der Gesammt heit gerichteten Bestrebungen auf anderem Wege zu verwirklichen sucht".
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Im Absatz II des Gothaer Programms das Wort„ gesetzlich" zu streichen." d) Von deutschen Genossen in Zürich : „ Obgleich wir das Gothaer Programm nicht für unfehlbar und verbesserungsunfähig halten, sind wir der Ueberzeugung, daß jetzt nicht die Zeit zu einer Programmänderung ist; wünschen aber, daß der Kongreß eine Erklärung erlasse und zusammen mit dem Programm veröffentliche, welche den heutigen, durch die Ausnahmegesetzgebung und ihre Folgen herbeigeführten, veränderten Standpunkt der Partei erklärt und namentlich eine unzweideutige Erklärung des sogen. gesetzlichen Weges" mit Rücksicht auf die heutige ungesetzliche, revolutionäre Thätigkeit der deutschen Sozialdemokratie gibt."
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Der Referent für den Antrag d deponirt: Der von ihm eingebrachte Antrag gehe von den bewährtesten Genossen Zürichs aus. Er halte, entgegen dem Antrag c, das Streichen des Wortes gesetzlich" für unthunlich. Gegenüber den zahlreichen Unzufriedenen jedoch sei eine Erklärung in dem von ihm beantragten Sinne nothwendig; es müsse konstatirt werden, daß die Sozialdemokratie Deutschlands die Worte gesetzlicher Weg" stets so verstanden habe, daß sie sich die Kraft zutraue, ihre Sache auf geistigem Gebiete durchzuführen, daß sie indeß, wenn man ihr diesen Weg verrammele, vor keinem Mittel zurück scheuen werde.
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Die Debatte, in welcher noch acht Redner das Wort ergreifen, wird trotz ihrer Kürze sehr animirt. Mit großer Einmüthig
keit plaidiren sämmtliche Redner für den Antrag c, Streichung des Wortes, gesetzlich". Es wird dabei namentlich hervorgehoben, daß, nachdem die deutsche Regierung durch Annahme des infamen„ Gesetzes" vom 21. Oktober 1878 uns jede gesetzliche Agitation unmöglich gemacht, es ein Nonsens sei, das Wort " gesetzlich" in unserem Parteiprogramm stehen zu lassen. Jeder Versuch, irgendwie agitatorisch für unsere Bestrebungen einzutreten, sei ja nach diesem Gesetz" ungesetzlich; lassen wir
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daher das Wort„ gesetzlich" im Programm stehen, so verzichten wir damit darauf, ferner Sozialdemokraten zu sein oder für die Sozialdemokratie zu wirken und machen uns außerdem einer groben politischen Heuchelei schuldig. Ein Redner hebt noch besonders hervor: Könne die Sozialdemokratie gesetzlich Etwas erlangen, so werde sie dies selbstverständlich nicht von der Hand weisen; allein bei der geradezu niederträchtigen Art und Weise, mit der gegen sie vorgegangen werde, müsse sie erklären, daß ihr jedes Mittel recht sei, dieses Gesetz illusorisch zu machen und der Verwirklichung ihrer Ziele näher zu rücken. Dies müsse offen ausgesprochen werden und deshalb sei die Streichung des genannten Passus aus dem Programm nothwendig.--
Der Begründer des Züricher Antrags erklärt hierauf: Nachdem er mit Genugthuung bemerkt, welche Stimmung bei den in Deutschland wohnenden Genossen über diese Frage herrsche, habe er keine Veranlassung, auf dem Antrag d zu beharren, er ziehe deshalb denselben zu Gunsten des Antrages c zurück und glaube damit im Sinne der Antragsteller zu handeln. Hierauf wird der Antrag c mit allgemeiner Akklamation einstimmig angenommen.
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Daß dieser Erfolg nicht ausbleiben wird, das zeigt gegenwärtig die sozialistische Partei Deutschlands , das zeigt Euer Kongreß. Verfolgt und gehetzt, wie fast in feinem Lande der Welt, steht Ihr heute kampfbereiter und siegesmuthiger da, denn je. Das Ausnahmegesetz vermochte nicht wie dies dessen blinde Urheber wähnten- Eure Kraft zu lähmen. Alles, was es vermochte, war, Euch zu einer anderen Kampfweise zu zwingen, die aber keineswegs der heutigen morschen Weltordnung, die früher oder später- hoffentlich in nicht allzuferner Zeit unter den Streichen der Sozialdemokratie zusammenbrechen wird, um einer neuen, weder Arm noch Reich, weder Herren noch Knechte, sondern nur freie, gleiche Menschen kennenden Weltordnung Platz zu machen, zu Gute kommen dürfte.
Wenn es Etwas gibt, das unsere herzliche Theilnahme und Freude an Eurem wundenvollen, aber stegessicheren Kampf trübt, so ist es der leider schon seit längerer Zeit innerhalb der Sozialdemokratie Deutschlands ansgebrochene Streit. Es steht uns nicht zu, uns in Euere inneren Angelegenheiten zu mischen und zu untersuchen, ob dieser Streit mehr ein Personen- oder Prinzipienstreit ist. Eines ist aber sicher, und das ist, daß derselbe, weit
Es wird sodann der Antrag a, Schutzzoll und Frei entfernt der Sozialdemokratie zu nüßen, nur von unseren Geghandel betreffend, diskutirt.
Der Antragsteller führt aus, es sei nicht gleichgültig, wie die Partei sich zu dieser Frage stelle; dieselbe könne unsere Partei sehr leicht in zwei Lager spalten, wenn der eine Theil an diesem, der andere an jenem Punkte festhalte. Man müsse den Arbeitern begreiflich machen, daß es sich bei der Thätigkeit für ihr Wohl nicht um Schutzzoll oder Freihandel, sondern um Beseitigung der planlosen Produktionsweise handle.
Der folgende Redner wendet sich gegen den Antrag a zunächst aus formellen Gründen, da er nicht kontroliren könne, ob dieser Antrag wirklich der Resolution des Genfer Kongresses entspreche. Sodann komme aber noch in Betracht, daß die Lage der Arbeiter allerdings mit abhängig sei von den Zöllen, resp. von der durch dieselben geschaffenen Preisbedingungen. Uebrigens sei an eine Erhöhung der Zölle in Deutschland z. 3. nicht zu denken; es werde sich vielmehr lediglich um Verminderung derselben handeln. Die vom Vorredner angeregte Streitfrage bestehe also 3. 3. gar nicht mehr und beantrage er deshalb über diesen Antrag zur Tagesordnung überzugehen.
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Weitere Redner schließen diesem letzteren Antrag, Uebergang zur Tagesordnung, sich an; der Antrag a besage im Grunde genommen, nichts anderes, als die von dem Kongreß der deutschen Sozialdemokratie 1876 angenommenen Resolution betr. Schutzzoll und Freihandel. Jene Resolution sei ohne genügende Erörterung angenommen worden.
Ein Genosse, der den 1876er Kongreß beigewohnt, wendet sich gegen letztere Ausführung, indem er versichert, es sei auf dem Kongreß von 1876 eingehend die betr. Frage diskutirt worden. Konform den damals gefaßten Beschlüssen sei auch das Verhalten der Abgeordneten unserer Partei im Reichstage gewesen. Die Nothwendigkeit, für gewisse Schutzölle einzutreten, um der deutschen Arbeiter willen, sei nicht abzuleugnen. Man müsse nun einmal, so lange die Sozialdemokratie nicht zum Siege gelangt sei, der Trennung der Nationen in wirthschaftlichen Fragen zu Gunsten der Arbeiter Rechnung tragen. Die meisten der vom Reichstag angenommenen Zölle qualifiziren sich übrigens als Finanzzölle und für diese seien die Abgeordneten unserer Partei nicht eingetreten. Most und Genossen seien nicht berech tigt gewesen, Kayser Vorwürfe über sein Verhalten bei der die Eisenzölle betreffenden Abstimmung zu machen.
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Der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wird angenommen und damit der Antrag a ausgeschieden.
Zweiter Gegenstand der Tagesordnung ist: Parteileitung. Dazu liegen folgende Resolutionen vor, die einstimmig angenom
men werden:
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a) Die gewählten Revisoren haben die Prüfung der vorgelegten Abrechnungen vollzogen und erklären, daß diese Abrechnungen völlig richtig sind. Es sind dadurch alle von Berliner Ausgewiesenen in Hamburg und anderen Seiten aufgestellten Behauptungen über angebliche Unregelmäßigkeiten durchaus widerlegt."
b)„ Der Kongreß erklärt, daß er die seit Erlaß des listengesetzes von den Abgeordneten und der Partei überhaupt eingehaltene Taktik für prinzipiell richtig hält und spricht den in schwieriger Lage handelnden Vorkämpfern der Partei sein Vertrauen aus."
nern, die jeden derartigen Zwist mit wahrer Wollust verzeichnen, gegen uns und unsere Bestrebungen ausgebeutet wird. Wir glauben, es wäre endlich an der Zeit, daß wir, die wir selbst Völkerzwistigkeiten durch internationale Schiedsgerichte beseitigt wissen wollen, dieses Verfahren auch innerhalb der Sozialdemokratie beobachten. Wenn Euer Kongreß die Bildung eines solchen Schiedsgerichtes zur Schlichtung aller innerhalb der sozialistischen Parteien entstehenden Differenzen beschließen würde, glauben wir, daß dadurch nicht nur alle alten Streitigkeiten in Bälde beseitigt, sondern auch jede neue im Keime erstickt werden würde.
Der Kongreß, den Ihr durch die deutsche Regierung gezwungen seid, auf nichtdeutschem Boden abzuhalten, wird sich in erster Linie, aller Wahrscheinlichkeit nach, damit befassen, der sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands eine ihrer gegenwärtigen Situation entsprechende Organisation zu schaffen, um den baldigen Sieg an ihre Fahne, die Fahne der Menschenbefreiung und Menschenverbrüderung, die auch unsere Fahne ist, zu knüpfen. Möge, Genossen Deutschlands , dieses Euer Streben, mögen alle Eure auf die endliche Befreiung des Proletariats abzielenden Arbeiten vom besten Erfolg gekrönt sein, und Ihr werdet dann- da kein Fortschritt, kein Sieg der Menschheit in einem Lande möglich ist, ohne nicht von wohlthätigen Folgen in den anderen Ländern begleitet zu sein- Euch nicht nur Euch nicht nur um das arbeitende Proletariat Deutschlands , sondern um das Proletariat aller Länder verdient gemacht haben.
Hoch Euer Kongreß! Hoch das Banner der Sozialdemokratie! Hoch das Proletariat aller Länder!
Im Namen der Ungarländischen Allgemeinen Arbeiterpartei:
Leo Frankel , Redakteur der„ Arb.- Wochen- Chroniť". Geza Csorba, Redakteur der« Népszava ».
An den Kongreß der sozialistischen Arbeiter Deutschlands 1880. Porto, 24. August 1880. Theure Brüder! Die unterzeichneten Mitglieder des Rathes der Sektionen der sozialistischen Arbeiterpartei Portugals zu Porto wollen, da sie von der Abhaltung Eures geheimen, im Auslande stattfindenden Kongresses erfahren haben, die Pflichten der Solidarität nicht vergessen, welche die sozialistischen Arbeiter aller Länder sich schulden. Ueberdies hat sich der deutsche Sozialismus, welcher stets die Nothwendigkeit der Verstärkung und Verengerung der die Brüder in Europa und Amerika verbindenden Bande der Freundschaft und Brüderlichkeit erkannt hat, dadurch würdig ge= zeigt, die Beweise der innigsten Verehrung des arbeitenden Volkes der ganzen Welt zu empfangen. In Erfüllung dieser Pflicht senden wir Euch namens aller Genossen am Ufer des Duero unsere Glückwünsche zu Eurem Kongreß.
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Die außerordentlichen Umstände, welchen der deutsche Sozialismus während der letzten Jahre unterworfen war, haben unsere lieben Brüder jenseits des Rheins lieben Brüder jenseits des Rheins Dank den infamen Ver folgungen durch die autoritäre Bourgeoisie und der dem beSozia- schränkten und verlotterten Geist eines Bismarck zu verdankenden blöden Verfolgungen- zu wahren Märtyrern der Sache des universellen Proletariats gemacht. Wenn wir den unvergleichlichen Werth der französischen Sozialisten, dem wir in kurzer Frist die materiellen Wohlthaten der Revolution verdanken werden, bewundern und achten, können wir nicht weniger bewundern die Ausdauer, die Umsicht und den Eifer, welche die sozialistische Bewegung des Vaterlandes Lassalles, Mary', Dührings, Schäffles und so vieler hervorragender Denker an den Tag legt.
In Betreff der Angelegenheit Auer- Radow und mit Bezugnahme auf die hierzu vorliegenden Anträge wird beschlossen, ein Schiedsgericht zu ernennen, welches die Sache unter Beiziehung der nöthigen Auskunftspersonen und genauer Prüfung der Belege zu untersuchen hat. Die heute schon gegebenen ausführlichen Darlegungen sollen möglichst wortgetreu den Parteigenossen zu gänglich gemacht werden. Die Mitglieder dieses Schiedsgerichts werden mittelst Stimmzettel gewählt. Schluß der Sitzung 21 Uhr.
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( Schluß folgt.)
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Nachträglich sind noch folgende Begrüßungsschreiben an den Rongreß eingegangen:
An den Kongreß der Sozialdemokraten Deutschlands . Budapest , 24. August 1880. Genossen! Brüder! Ein schwerer Kampf ist es, den die Sozialisten aller Länder, sowohl diesseits als jenseits des atlantischen Meeres, mit der herrschenden Klasse und den an ihrer Spitze stehenden Regierungsgewalten zu kämpfen haben. Ueberall, in, konstitutionellen", wie„ republikanischen" Staaten werden Sozialistenhezen veranstaltet, die jeden Rechtlichdenkenden mit eben solchem Abscheu und Widerwillen erfüllen müssen, wie die Kezerverfolgungen des Mittelalters. Wie unsere Zeit allgemein über diese, wird auch die Nachwelt allgemein über jene ihr Ver
Mögen die Erfolge Eures gegenwärtigen Kongresses günstige sein und dem deutschen Sozialismus neue Mittel des Kampfes und der Zurückeroberung geben, damit er sich aufs neue befestige auf wahrhaft positiven und erfolgreichen Wegen. Ein sozialistischer Kongreß ist stets ein Riesenschritt auf dem Weg der ArbeiterEmanzipation, ein neuer Grundstein zur Befestigung schon bestätigter Ueberzeugungen und ein mächtiger Bahnbrecher des endlichen Triumphes des Proletariats. Vorwärts also, denn die Zukunft gehört den Arbeitern!
Empfanget, theuere Genossen, die brüderlichsten Grüße! O Conselho de Circulos do Partido Socialista do Porto
José Maria Pinna, Weber.
Ermelindo Antonio Martins, Schmied. Joao Maria Pinna, Hutmacher . Francisco Viterbo de Campos, Schreiner. José da Silva Lino, Weber. Manuel José Martins, Schlosser. Joao Ricardo, Schuhmacher, Berichterstatter und Schriftführer für das Ausland.
sie wollen.
Von einem Sozialdemokraten.
dammungsurtheil aussprechen. Es ist noch niemals irgend welchen Was die Sozialdemokraten sind und was Verfolgungen gelungen, neue Weltanschauungen, neue, aus den ökonomischen Verhältnissen entsprungene Ideen auszurotten; dieselben haben im Gegentheil immer dazu beigetragen, die Anhänger dieser Ideen immer mehr aufzustacheln und sie, anstatt von denselben abzubringen, nur zur Entwicklung einer größeren Thatkraft anzuspornen. Thöricht diejenigen, welche sich von den Sozialistenverfolgungen einen andern Erfolg versprechen!
III.
Nach dieser Ausführung wird der erste Theil( 1. und II.) unseres Programms Niemandem unklar sein. Wie richtig der Satz ist, daß die ökonomische Abhängigkeit der Arbeiterklasse