23. August 1922.
Telegramme.
II.
Seite 3.
und als lebie Ursache anfangs, folange es noch ökonomen in unseren Reihen es auch nicht gerne sich." Und so verschärften, indem sie jene noch um den Selbsterhaltungstrieb ging, den Zwang zugeben wollen, zu einem wichtigen laffen- höhnten, weil sie fie nicht mehr unterdrücken Wieder ein Kompromiß mit München ! kgier und schließlich bei den Entdeckungsfahrten der ökonomischen Lage, dann Herrschsucht und Be- fampfmittel gemacht. fonnten, die bürgerlichen Schichten auch draußen Berlin , 22. August.( Wolff.) Nach Münche der Neuzeit offene Raublust und schrankenlose- gabe: Die herrschende Klasse zu überwinden und Da ist es nun hohe Aufgabe, der NaturfreundeDer Klaffenkampf setzt uns eine große Auf- im Reiche der Natur nur den Selajjengegensatz. ner Meldungen der Morgenblätter haben die ſten Imperialismus. Immer waren es ökono- uns an ihre Stelle im Produktions- und Vertei- bewegung, helfend und führend einzugreifen. beiden bayrischen Minister Schweyer und Gürt mische Rücksichten gewesen, die den Menschen in lungsprozesse zu setzen. Dieser Weg aber hat eine Das fleine Häuflein derer, die sehend sind, muß ner dem Ministerrate Bericht erstattet. Der Mi- Die Ferne trieben. Mit den großen Entdeckungs Vorausseßung: Die geistige und fittliche Reife in die Bresche springen, ihr eigenes Beispiel nisterrat ist der Ansicht, daß die Bedenken, die fahrten aber gefellt fich auch ein neues Motiv zu der Angehörigen der befitlofen Klaffe, die Reife muß leuchten, der breiten Maffe den Weg zur bisher gegen die Berliner Abmachungen bestanden bisherigen: Es ist die Freizügigkeit des Aben des Broletariates. An ihrem Fehlen ist die Re- Menschlichkeit zu weisen, ihr den ewigen Jung den haben, im wesentlichen behoben find. Das teurerlebens, die viele und nicht immer die Blüte volution in Ungarn gescheitert, die sozialistische brunnen der unberührten Natur zu erschließen. endgültige Ergebnis wird erst nach Mitteilung der Völler hinaustrieb. Mit ihr verknüpfte fich Republit in Bayern und der Kommunismus So harrt hier schwerste Erziehungsarbeit, d an die Vertreter der Roalitionsparteien bekannt eine Romantik der, bis zu einem gewissen Grade, Rußlands zusammengebrochen. Nur zu sehr war wenn sie getan wird, stellt sie einen mächtigen gegeben werden, leider mitunter zu lebhaft es betont, schon ethische ja die Arbeiterschaft bis zum Umsturze einem Schritt zur Befreiuung unserer Klaffe dar. München , 22. Auguft.( Wolff.) Der Minister. Momente, also durchaus unökonomische Trieb- Zerreibungsprozesse ausgesetzt, der schon in der rat und die Führer der Koalitionsparteien haben federn, innewohnen. Aus den ökonomischen Volksschule begann. Wie unzureichend war das der Lösung haerenden Aufgaben aneinander. Es In stetig steigender Linie reihen sich da die fich heute nachmittags dahin geeignet, daß die Notwendigkeiten heraus ist in Zeiten der Seß Wissen, das sie vermittelte. Nicht ohne Abficht gilt dem breiten Strom ein neues Bett zu gra Ergebnisse der lesten Berliner Berhaftigkeit dem Menschen als ethisches Gefühl die trug fie Bildung macht frei zur Volksverben. Nicht mehr soll er sich wild und sinnlos handlungen betreffend das Gesetz zum Schußze Sehnsucht nach der Ferne geblieben. Der Republik anzunehmen sind. dummung mehr bei, als zur Aufklärung. Die über die Fluren, in die Täler ergießen; weise geTief ist diese Sehnsucht in jedem einzelnen Arbeitsfron tat dann, das Werk der Volksschule leitet in ein tiefes Bett soll die Zügellosigkeit von uns veranfert. Sie war immer um so le- vollendend, das Ihrige, um allen Selbständig fruchtbringend gestaltet werden. Wir wollen uns Die Berhandlungen der Reparations- bendiger im Grunde der menschlichen Seele, je feitsdrang der Arbeiterschaft zu töten. So müssen den wild dahinstürmenden Wogen derer, die sich tommission in Berlin . fefter der ökonomische Zwang den einzelnen an wir jedes Mittel begrüßen, das des Proletariers nach der Freiheit sehnen, nicht entgegenstellen, die Scholle fesselte. Diese Erkenntnis ist notwen Kampffräfte stärkt, ihn aus dem dämmernden wir wollen mit ihnen gehen und sie langsam, Berlin , 22. Auguſt. Im Reichsfinanz dig, um den Wurzeln der modernen Wanderbe- Dunkel ins helle Sonnenlicht führt, ihm, indem doch stetig zu vorurteilsfreiem, leidenschaftsloſem minifterium haben heute um die Mittagsstunde wegung näher zu kommen, um sie nicht nur es ihn auf den Weg zur Bildung weist, neue Denten erziehen. Es soll ihnen ermöglichen, die eigentlichen fachlichen Verhandlungen über die fennen, sondern auch erfassen zu lernen, um ins- Waffen schmieden hilft. Denn alle diese Mittel Weg und Ziel, ivenn schon nicht zu erkennen, so Bedingungen für die Annahme des deutschen besondere jener Bewegung mit dem nötigen find Bestandteile des fulturellen Klaffenkampfes, doch zu ahnen. Es ist der Boden, aus dent dem Moratoriumsgejuches zwischen den Delegierten Verständnis begegnen zu fönnen, die sie erfor- find Klassentampfmittel. der Reparationsfommiffion Bradbury und dert und verdient: dem proletarischen Einzelnen rein und unantastbar der wahre Frei Mauclere einerseits und dem Reichefinanz- Wandern. Als aus tausend Wunden blutend, seelisch heitsbegriff erstehen soll. minister Dr. Hermes und Staatssekretär a. D. und geistig schtver leidend unsere Soldaten aus Welch schöneres Beispiel fann es denn geben Bergmann andererseits begonnen. den Schüßengräben heimkehrten, da erfüllte sie für falsche und echte Freiheit als den Gegensatz ein solcher Efel vor den Menschen, vor ihrer zwischen den Grenzen, die die Ursprünglichkeit Wandersehnsucht ist etwas, das allen Umwelt, folch ein Grauen vor dem Chaos, daß der unberührten Natur dem fühlenden Menschen Holländisch - polnischer Handelsvertrag? Slaffen heute genau so, wie je zuvor zu eigen ist. fie jedes Mittel ergriffen, um Ablenkung zu fin- zieht und jener Kulturlosigkeit, die heute überall Warschau , 22. Auguſt. Nach Blättermeldun. Aber wie grundverschieden ist sie in ihrer Aus- den, um das innere Gleichgewicht wieder zu er- dort herrscht, wo Menschen in Maffen beisamgen hat die holländische Regierung die polnische wirkung. Ganz anders zeigt sie sich beim Besitz- langen. So haben auch Tausende, denen früher men wohnen. In den Wäldern und Bergen gen hat die holländische Regierung die polnische losen als beim Besizer. Bei diesem ist unter Um- Berge und Wälder fremd waren, fich ins Freie draußen ist der Mensch ungchemnit und unge Regierung unt Einleitung von Verhandlungen cinem Handelsvertrage ersucht. Die holländischen Ständen, wenn er feine Profitgier bezwingt oder geflüchtet und ohne es selbst zu wollen, den Weg stört, feine Tradition, feine Gefeßesparagraphen Sapitalisten zeigen für die polnische Industrie diese durch die Genußsucht in ihm bezwungen zur Touristik gefunden. Freilich nur instinktiv, schränken ihn ein, kein Polizeimann ist weit und Intereffe und wollen in Polen einige Unterneh- wird, jeder Tag ein Sonntag. So ist ihm das nur aus einem nervösen Drange heraus, von breit zu sehen, hier hat er ungehemmte Möglich mungen errichten. Das holländische Anerbieten Reisen nicht die Stillung eines tiefen Bedürf einer inneren Unruhe getrieben, nach Ziel und feiten sich auszuleben", wonach ja die Sehnwürde in Polen günstig aufgenommen werden. niffes ,, nicht die Erfüllung einer Sehnsucht, es 3wed nicht fragend. sucht so vieler geht. Doch was sehen wir? Ist er ist ihm nur ein Mittel zu neuer Abwechslung, So war der große Unterschied, der zwischen nur wirklich einmal draußen in der Freiheit, Erhöhung der Arbeitslosenunterstüßung mitunter ein Nervenfibel, die Jagd nach neuem dem kleiften Häuflein derer, die mit einem be- fühlt er sie nur einmal ganz leife in feinem UnGenusse. Er wandert nicht, er reist. Seinen glückenden Andachtsgefühl, fehend und erlebend, terbewußtsein, so beginnt ein seltsamer Wandel in Desterreich. Wandertrieb hat jene Stultur, unter deren Kulaus innerem Bedürfnis heraus mit der Natur in seinem Innern: er geht geräuschloser als eben Wien , 22. August. ( K. B.) Die Staats- turlofigkeit wir alle heute leiden, auf falsche Wege vertraulichen Umgang pflegend, wietliche zuvor, um die Ruhe des Waldes nicht zu stören, forrespondenz meldet: Angesichts der alle Erwar- geleitet. Anders der Beſiklose. Auch seinem Naturfreunde waren und jenem brei- Er horcht und lauscht und hört die Stille, die tungen übersteigenden Teuerung hat die Regie- Wandertrieb von heute fehlt die Romantik des ten Strom, der sich in die fernsten und stillften ihm zum herrlichsten Orchester wird, das er je rung verfügt, daß die Arbeitslosenunterstüßung geftrigen, fehlen Geruhsamkeit und Andacht. Die Winkel ergoß, rasenden Tieren gleich, ein außer vernommen, denn sie fingt- freilich nicht fürs die derzeit in der höchsten Lohntlaffe für den Gefühle, mit denen die deutschen Handwerks- ordentlicher. Biele meinten, Naturgenus fei ein Ohr, doch für die Seele- einen Sphärengefang Sedigen 2520 Kö., für den Familienerhalter burschen noch an der Schwelle unseres Jahrhun- Sport, die meisten aber meinten, daß fie dann ohnegleichen. Und er beginnt es zu fühlen, daß 3360 Eö. pro Tag beträgt, nunmehr von näch derts durch Europa zogen erfüllen seine Brust gefunden würden, wenn sie all die unnatürliche Freiheit nicht heißt, sich schrankenlos ausleben. fter Woche angefangen auf 3360 Kö. für den nicht mehr, sie sind in ihrer ursprünglichen, ge- Unkultur mit in die unberührte Natur brachten, Er fühlt es, daß Freiheit Selbstbeherrschung beLedigen und 4480 Kö. für den Familienerhalter sunden Form dahin. Es fehlt die Sorglosigkeit. ihre gefunden Nerven wieder finden, ihre Bast deutet, höchstes sittliches Wollen und Erleben. erhöht wird. Dazu kommt für den Arbeitslosen Der moderne Sochkapitalismus hat jenes everlieren. Da sie sich nicht bemühten, den Ge- Er lernt sie schäben als jenes hohe Gut, das den und für jeden seiner Angehörigen noch der Brot- fühl zu Fall gebracht. Nichts als die Sonntage gensatz zu fühlen, der sie hinaustrieb, da sie es Menschen wahrhaft glücklich macht, dessen er zuschuß in der Höhe von 165 Kö. pro Kopf und und nicht einmal immer die farge Urlaubszeit nie versuchten, die Natur zu erleben, so ging aber nicht von außen her, nicht im oberflächli Tag. sind der modernen Arbeiterschaft, dem heutigen es ihnen wie dem Pfeifenraucher, der, um frische chen Trubel der Großstadt, sondern in stillen Broletariat gewidmet. In ihrem Drang nach Luft zu schöpfen, einen Sonntagsausflug machte Stunden durch sich selbst in heißem Ringen erLuft und Freiheit ist auch die Arbeiterschaft oft und dabei nie die brennende Pfeife vom Wunde wirbt. Wie glücklich der, dem dieser Kampf geund oft vom Wege abgeirrt. Die fapitalistische gab. Wie diesem Einfaltspinsel ging es auch die- lingt, wie glücklich die Klasse, der er dient. Bergnügungsindustrie und die Profitsucht der fen Menschen. Sie machten das Wandern zur Und aus der Freiheitserkenntnis wird in Altoholintereffenten jeder Art, trugen ihr Scherf- Mode, aber sie besudelten die Natur, sie wurden ihm das Bewußtsein wahrer Demokratie reifen, lein dazu bei. dem wahren Naturfreund zur Plage. Und leider Er wird die unfreie Zwiespältigkeit des moder gevade war unter diesen eine große Zahl Ar- nen Wirtschachftslebens richtig beurteilen, die beiter, eine Tatsache die wieder aus jenen öko- Hohlheit des modernen politischen Lebens vernomischen Ursachen zu erklären ist, die wir vor achten lernen. Er wird, durch sein fitthin schon erwähnten: Um mit der Natur verliches Wollen gefestigt, mit unerfraulichen Umgang pflegen zu fönnen, muß eine bittlicher, gewiffe Seelens- und Herzensbildung vorausge 3ähigkeit den Kampf um seine Freifezt werden. Jene Eigenschaften, die gerade den heit führen: den Klassenkampf. Er Menschen zum Menschen machen und die nie- wird den Menschen in den dumpfen Stuben, im mandem fso fehlen als bis zum Umsturz den Tabatsqualm und hinter den Bierkrügen, den arbeitenden Schichten, die, vom Joche der Not Saffeehausgästen und den Kinoopfern, den junund des Daseinskampfes niedergebrüdt, für alles gen Mädchen und den jungen Burschen den Weg Schöngeistige leider nur ein Achselzuden oder zum Licht, zur Freiheit weisen. In ihnen wird gar mur vollständige Ignoran; haben konnten, das Bewußtsein des hohen Wertes ihrer Feierwieder nur jenes fleine Häuflein der Echten shinden aufdämmern, und über die Klage über ausgenommen, von denen wir oben sprachen. die toten Stunden ihrer Vergangenheit wird in Die materielle Not hatte die Eltern einst in die ihnen das Selbstbewußtsein, das KlassenStädte und die Fabriken getrieben und die Kin- bewußtsein erwachen. Den jungen Tag im der schon wußten nichts mehr von der Wunder- Herzen werden sie gleich den Wolken, von denen kraft und Schönheit der Natur. fie es in den Stunden ihres Erwachens sahen, Den Umstand nun, daß gerade die Arbeiter dahinstürmen, um sich und den kommenden Gedas Hauptkontingent der jetzt Hinausströmenden schlechtern den Weg zu bahnen, zur Verwirkli darstellt, haben die bürgerlichen Schichten be- chung des Jdeales der Ideale- des Sozia nutzt, um mit den Fingern auf die Arbeiterschaft Iismus. Richard Deutsch. zu zeigen: Scht, das sind sie, so benehmen sie!
Die Naturfreundebewegung
als Klaffentampimittel.
I.
Aber einzelne riffen sich frühzeitig los. Die So weit wir die Geschichte überblicken fön Menschheitstrümmerhaufen, Städte genannt, nen, sind die Menschen gewandert, doch nicht ließen sie weit hinter sich und stürmten hinaus immer aus den gleichen Motiven. Ursprünglich ins einfame Land, in die reine, gefunde Luft. hat die Menschheit ja in allen Ländern und in Wasser und Wolfen, Berge und Täler, Fluren allen Zonen ein Stadium der Entwicklung durch- und Wälder, wurden ihnen Kameraden. Ihr gemacht, in dem das Wandern ihr zum öfono- Sinn hellte fich auf, fie gingen den Weg, den alle mischen Lebenszwed wurde, Selbsterhaltungstrieb Großen unseres Volkes gingen, wenn fie der Etel und Wandertrieb für sie identisch waren: Die und die Gegenwartsnot zu ersticken drohten: Sie Entwicklungsstufe des Nomadenlebens. Aus ihr fuchten die Natur. An ihrer Reinheit wollten sie stammt unsere erste Kunde vom wandernden wieder genesen, und die Nachwelt dankt diesen Menschen nicht als Einzelwesen, sondern als Wanderungen die herrlichen Schöpfungen der Stamm, als Gesamtheit. In dem folgenden Sta Poesie und der Musik. Die einzelnen blieben dium der Seßhaftwerdung finden wir noch oft nicht allein. In ganzen Gruppen tamen sie, in und oft große Wanderbewegungen, die direkt oder hellen Scharen flohen sie die Städte. Sie gingen indirekt alle ökonomische Grundlagen haben. Von nicht mehr allein, Zwang und Erkenntnis führden Perserkriegen über die Römerfahrten, von ten sie zusammen und schufen einer mächtigen den Germanenzügen bis zur Völkerwanderung, Bewegung das Leben: Dem Arbeiter- ouden Normannenfahrten, den Kreuzzügen bis hin riftenverein„ Die Naturfreunde". ein in die Neuzeit mit ihren ozeanischen Entdek Wie bei so mancher anderen Entwicklung zeigten tungsfahrten durchziehen sie das ganze Werden die wahren Aufgaben dieser Bewegung sich erst und Vergehen der Geschlechter und Völker, die mit ihrem Wachsen. Klein und unbedeutend Wirtschafts- und Kulturgeschichte ist von ihnen einst, ist sie heute mächtig und groß. Serieg und erfüllt und alle haben sie als erstes Grundmotiv| Umisturz aber erst haben sie, wenn die Nur
Die Lofoten.
Von K. F. Kur z.
den Schuß der großen Lofoteninseln. Zu einem Nach ein paar Stunden aber kommen wir in kurzen Besuch fährt das„ Polarlys" in den Troll fjord- den Herenfjord. Unheimliche Stille ist hier. Sie wirft beängstigend nach dem wilden Aufruhr.
paar furze, budlige Gassen, schmucklose Holz- einmal eine solche Rettungsschöite im Sturm und Fahrt, der langgestreckten Küfte entlang. Jede häuser und fahle Felsen. Nur mühsam haben in schwerer See hat arbeiten sehen, der wird Stunde bringt neue Bilder. Sommer um Somdie Menschen da und dort dem nackten Boden diesen Anblick nicht so schnell wieder vergessen. mer fönnte man hier fahren und würde stets ein fleines Gärtlein abgerungen. Rührend und Sobald ein Sturm losbricht, segeln sie hinaus. neue Schönheiten entdeden. Wohl liegt dieses Soch und steil steigen die Inseln vom Wasser traurig sehen diese Gärtlein aus mit den paar Mancher Fischer verdankt ihnen das Leben. In Land abseits der großen Heerstraße; aber es bieauf. Rostbraune, graue, zerriffene Felfen von Blumen und den windgezerrten elenden den letzten Jahren ist auch das Flugzeug verwen- tet in seiner Art so viele wunderbare Reize, die unbeschreiblicher Wildheit. Es sind die vom Stauben. det worden, sowohl zur Auffindung der Herings- einmal wohl imstande sein möchten, den großen Frost und Regen zernagten Gipfel turmfpiter Still und verlassen liegt das Städtchen schwärme, als auch der vermißten Fischerboote. Strom der Touristen nordwärts zu leiten. AllerBerge, deren Fuß tief im Meere steht. heute. Aber auch hier gibt es wenigstens ein- Wir fahren auf den Westfjord hinaus. Gischt dings müßten dann in diesen einsamen Bergen, Unfer schöner Dampfer Bolarlys" liegt im mal im Jahre eine Zeit, wo volles, munteres und Schaum schlägt über den Bug, bis über den an schönen Punkten auch Gasthäuser stehen, die Hafen von Soolvär. Draußen, hinter den Leben herrscht. Das ist von Neujahr an bis Schornstein hinauf; und das Schiff stampft und den Fremden aufnehmen könnten. Heute gibt es schüßenden Holmen faucht der Westfjord. Welle gegen Ende März, zur Zeit des großen Fisch- rollt in der schweren See. davon so gut wie nichts. Und so müffen sich denn jagt Welle in vasender Haft. Schwärzlich ist das fangs. Von weither kommen die Fischer gezo Waffer mit fahlschimmernden unzähligen Gifcht- gen. Ueber zwanzigtausend Mann liegen zu Giwas ganz anderes aber ist es mit Schnur und die Reisenden unserer Tage davauf beschränken, mit Dampfern die Süste entlang zu fahren. tämmen. Ein toller Aufruhr ist in den Wogen weilen draußen auf dem Westfjord. Angel im kleinen Boot auf dieses Waffer hinaus. und in der Luft. Graue Wolfenfeßen flattern Viele sind von diesen Fischgründen nicht über die Berge, hüllen fie zuweilen mit wehen- mehr zurückgekehrt. Der Westfjord ist nicht um zufahren, das von Fiſchen wimmelt, und in den den Schleiern ein und deden dann wieder mit sonst berüchtigt wegen seiner Stürme, die zuwei sonnigen Sommernächten den Zauber des Landes leidlos ihre Arnuit und Nadiheit auf. len unerwartet und mit furchtbarer Gewalt fennen zu lernen. Und da tauchen dort oben wieder die felt- losbrechen. Früher war es für die verhältnis Landschaft. Die tablen, wild gerflüfteten Felsen stad. Ringsum dehnt sich fruchtbares Erdreich. Kurz hinter Lödingen berändert sich die samen Spufgestalten auf von Segen und Trollen, mäßig fleinen Boote ein verzweifeltes Ringen. berge freten zurüd. Flacheres Borland schiebt Riesen und vertrüppelten Wesen, für die man In neuerer Zeit aber ist hier, wie überhaupt an sich davor. An Stelle der bemühenden Armut Weithin zieht sich das grüne Wiesenland, da und feinen Namen finden kann. Es braucht recht der ganzen Stifte viel für die Sicherheit der des Gesteins iveten Wiesen und Aeder. Zahl den Wiesen steht feierlich der Birkenwald, der dort unterbrochen von braunen Aeckern. wenig Phantasie dazu, alle diese Figuren dort Fischer getan worden. Die Regierung sendet reicher werden die Häuser. Lange, gleißende den Wieſen ſteht feierlich der Birkenwald, der oben im flatternden Nebel zu erkennen, und nicht nur ihre zahlreichen Ueberwachungsschiffe Sandstränder ziehen sich weithin vor den dunklen ſeinen föftlichen Duft weit übers Land hinausjebermann sieht sie. Was soll man die Namen aus, sondern auch die sogenannten Rettungs- Sandstränder strömt. Für uns, die wir vom Meere herkom aufzählen, die das Volk vielen der Steinunge- schöiten. Das sind fleine gededte Fahrzeuge mit Und da ist es, als ob wir den Sommer er den winzigen Atem der Macchia auf Storfila, von men, ist dieser Duft wundervoll. Er erinnert an Heuer gegeben hat? Das Bolt, das hier in die einem Mast. Sie sind sehr stark und besonders fer Natur aufwächst, fann nicht anders, als in für diesen Zwed gebaut. Ihre Besatzung besteht reicht hätten. Der Simmel wird lichter. Schon dem schon Napoleon sagte, man lönne ihn mit der Welt der Phantome, die es umgibt, bunte aus fünf oder sechs Mann; und davon soll tei- zeigt sich da und dort ein Flecklein Blau . Weich verbundenen Augen meilenweit am Gestade seiFabeln zu erfinnen. Ist doch der Anblick dieser ner über dreißig Jahre alt oder verheiratet sein. iſt die Luft. Dan glaubt nach Süden zu fahren ner Heimat vorbeiführen, er würde sie dennoch an Welt schon eine grandiose Dichtung. Es ist eine ausgewählte Mannschaft, nur die und nicht nach Norden. ihrem Dufte erkennen.
Ein kleines Städtchen ist Soolvär. Ein Besten bekommen unter ihr einen Play. Wer je Von ungeahnter Mannigfaltigkeit ist diese
Ein fleines, freundliches Städtchen ist Har
Sinter
In der Nähe von Harstad steht eine der älte