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7. September 1922.

Eine Erklärung der Dtrauern Regelung des Reparations­Grubenbarone.

Bergarbeiterverbände.

eingekehrt ist und sie für gemeinsame Attionen, handlungen mit allen Intereffenten erfordern ,, matische Pressekampagne gab endlich bem Gra. Die englischen Gewert chien gegen reif geworden sind? Sollen wir unsere Aftion eine längere Zeit in Anspruch nehmen und im fen Lerchenfeld die erwünschte Gelegenheit, in Die Sciebenser.cüge. einstellen und eine ganz unberechenbare Zeit mit Intereffe der Sache nicht übereilt werden dürfen. Berlin zu erklären, daß er nach gewissen Vor­Warten verlieren? Auch die Behauptung ist nicht richtig, daß gängen die Voraussetzungen für eine erspießliche London , 5. September. ( Wolff.) In der Wir fönnen unser Ziel, die Proletarier die Goldgewinnung in Roudna durch die allzu Tätigkeit Zechs in München für nicht mehr vor- heutigen Sitzung des Gewerkschaftst.ngresses in aller Länder in einer Klassenorganisation große Besteuerung der Sprengstoffe unmöglich ge- liegend erachte" und die Reichsregierung leistete Southport wurden verschiedene Resolutionen er­zu vereinigen, nicht aufgeben. Wir wissen heute macht wurde, sondern hiefür war die fallende Ten- diesem Wint mit dem Zaunpfahl Folge. So ist örtert, die die Reparationstrisis und an­wie früher, daß auch in den Reihen der Kommu- denz des Goldpreises auf dem Weltmarkte die denn einer der wenigen Männer der ehemals dere internationale Fragen betreffen. Es wurde nistischen Internationale viele Genoffen sind, die Ursache. An den Preisen der Sprengmittel hat herrschenden Klaffe, der sich ehrlich auf die Seite eine vom Arbeiterführer Thomas eingebrachte das Ungeheuerliche, das dort verübt wird, inner- sich seit dem Jahre 1920 nichts geändert und das des Neuen gestellt und auch den Forderungen des Entschließung angenommen, worin es bezüglich lich verurteilen. Genoffen, die wert sind, als auf- Goldbergwerk in Roudna hat im Jahre 1920 und Sozialismus verständnisvolle Teilnahme ent- der Reparationscrisis heißt: Die Konferenz, auf rechte Revolutionäre der proletarischen Inter - auch während des ganzen Jahres 1921 mit ziem gegengebracht hatte, glücklich abgefägt und das der über fünf Millionen organisierte britische Ar­nationale der Zukunft anzugehören. Heute aber lichem Aftivum gefördert. " Gesetz zum Schuße der Republit" in Bayern beiter vertreten sind, erkennt an, daß die Ent­stehen sie im Banne des Kadavergehorsams Mos­ Es muß noch auf die Vorwürfe veagiert wer eines überzeugten Vertreters beraubt. Wie die scheidung der Reparationskommission für das taus, heute sind Verhandlungen mit Moskau den, als ob die Staatsverwaltung entweder dirett Berliner Verhandlungen über dieses Gefet, fo deutsche Volt einen zeitweiligen Aufschub der un selbst oder mit Moskau angeschlossenen Parteien oder durch Vermittlung des Bantamtes das Fi zeigt auch der Fall Zech, daß die republikanische möglichen Lasten gesichert hat, die ihm von den vollständig aussichtslos. nanzministerium fünftlich auf die Erhöhung des Idee vor dem Sturm der bayrischen Reaktion auf alliierten Regierungen auferlegt wurden. Die Und daher bleibt uns in diesem Moment Kronenfurses einwirkte. Wenn die Finanzver der ganzen Linie zurückweicht. Konferenz hofft, daß diese Krisis dazu gedient feine andere Möglichkeit, als den kommunistischen waltung dies tatsächlich hätte tun wollen, wäre haben wird, die dringende Notwendig. Parteien für die Zukunft die Türe zur Interficherlich keine geeignetere Gelegenheit vorhanden teit einer sofortigen und endgülti­problemes nachdrücklich vor Augen zu füh­ren. In der Entschließung wird dem Plan der internationalen Arbeit zur Wie­neut zugestimmt und erklärt, daß kein Plan für Mähr. Oftrau, 6. September. Zu der Zu der die Wiederherstellung Europas möglich sei, wenn Stundgebung der foalierten Bergarbeiterverbände nicht die Besetzung der Rheinlande und vom 4. ds. erklärt die Direktorenkonferenz des die Politik der Gewalt aufgegeben wird. Es Oftrau- Stariviner Revieres folgendes: Die so muß eine angemessene Frist und eine Erleichte­genannten Prager Vereinbarungen vom 10. Ferung für die Zahlungen gewährt werden. Die ber wurden nicht zwischen den Vertretern des deutsche Industrie darf nicht erdrosselt werden, Grubenbesigerverbandes und den Vertretern der wenn Frankreich und Belgien wieder hergestellt foalierten Bergarbeiterverbände, sondern zwischen werden sollen. Es muß ein unparteiischer den Vertretern der Bergwerksunternehmer und Gerichtshof des Völkerbundes bestehen, dem den Bergarbeiterorganisationen der einzelnen die Schwierigkeiten und Streitfälle zur fchieds­Reviere abgeschlossen, wenn auch unter Inter - gerichtlichen Entscheidung überwiesen werden vention der Vertreter des Grubenbefiberverban- fönnen. Die deutschen Verpflichtun­des und der foalierten Bergarbeiterorganisationen. gen müssen auf eine vernünftige Grund­Das Abkommen vom 10. Feber 1922, dessen vom 10. Feber 1922, dessen age gebracht werden. Der augenblickliche Zu­Bwved die Liquidierung des Strettes war, der stand der ingewißheit ist der Haupt­infolge von Differenzen in einigen Revieren an- faktor der jetzigen Wirtschaftslage Europas . fangs Feber 1922 ausgebrochen ist, läßt im er- Die Deutschen und Russen müssen einge­ften Teile, dritter Satz ausdrüdlich die Möglich laden werden, dem Völker bunde beizu­lichkeit weicher Aenderung der Bestimmungen der treten mit genau denselben Rechten und Pflich­Stollettiv Verträge immer zu, wenn beide Bar- ten wie die bisherigen Mitglieder des Bundes. teien ihre Zustimmung dazu geben. Infolge die­Die Arbeitslosigkeit behandelnd, er­ser Bestimmung wurde auch zwischen dem Se- flärte Thomas: Alle müffen anerkennen, daß tretariat des Bergarbeiterverbandes in Mährisch die anderen Fragen, damit verglichen, durchaus Ostrau einerseits und der Direktorenkonferenz bedeutungslos sind. Keine Frage steht in so en­des. Oftrau- Karwiner Revieres andererseits un- gem Zusammenhange mit dem Arbeitslosenpro­ter Mitwirkung des Revierbergamtes in Mähr. Thomas fordert den Kongreß auf, der britischen blem wie die der internationalen Schwierigkeiten. Ostrau Ende Mai 1922 im Ostrau- Starwiner

nationale offen zu halten, obwohl wir wissen, daß gewesen, als der Augenblid, da ihr der Wert der sie heute den Weg zu ihr nicht finden können. Auslandsanleihe ausgezahlt wurde. Die tschecho­Aber das gesamte übrige Weltproletariat, das flowakische Krone in Zürich bewegte sich seit dem in seiner überwältigenden Mehrheit nicht im Monate April in Zürich ständig um 10.00 herum. Banne der Moskauer Sekte steht, kann sich durch Damit durch gewaltsame Ausbietung der Devisen Zur Kundgebung der drei koalierten derherstellung der verwüsteten Gebiete er­die verhängnisvollen Irrtümer einzelner Grup- aus der Auslandsanleihe der Kronenkurs nicht pen von der Erfüllung seiner Aufgaben nicht abgehoben werde, traf die Finanzverwaltung mit halten laffen. dem Bankamie ein Einvernehmen, daß es ihr die Wir wollten den Arbeiterweltkongreß mit der Pfund und amerikanischen Dollars provisorisch Moskauer Internationale. Das Vorhaben ist ge- zu einem niedrigeren Kurse zu dem Zwede ab scheitert. Moskau selbst hat einen solchen Kongres rechnet, damit die Regierung über den Wert in unmöglich gemacht. Der Kongres mu Ke dahin disponieren kann, daß das Bantamt, aber sein, er ist ein dringendes und immer je nachdem der Markt zur Aufnahme von Devisen dringenderes Bedürfnis des gesamten Weltprole- fähig sein wird, sie von der Finanzverwaltung tariats. Die ökonomische und politische Lage ver- allmählich zu dem von Fall zu Fall vereinbarten schärft sich immer mehr. Die Schaffung eines definitiven Kurse übernehmen kann. Aber nicht internationalen Aktionszentrums nur das: Alls nach dem heftigen Sturze der Mart muß so rasch als möglich verwirklicht werden, die Krone von der ausländischen Nachfrage ge­wenn die Proletarier aller Länder nicht wehrios fucht war, nahm das Bantamt die angebotenen dem Verhängnis der kapitalistischen Machtpolitik Devisen und Edelmetalle in bedeutenden Posten ausgeliefert werden sollen. Das Exekutivfomitee aus dem Markte, wie aus seinen Ausweisen cr der J.A.S.P. ist daher der Auffassung, daß es sichtlich ist, wonach der Vorrat in Millionen Ke die Aufgabe des internationalen Arbeiterfongresses betrug: sein wird, zu den wichtigsten Tagesfragen Stel­lung zu nehmen und in einem Aktionskomitee das Organ zu schaffen, das für die Ausführung seiner Beschlüsse zu sorgen haben wird, bis die Borbedingungen gegeben sind, die selbständigen internationalen Verbände zu einer geeinigten In­ternationale zu verbinden.

30. Juni

670

Debifen Edelmetalle Jm ganzen 563

1233

7. Juli

589

682

1271

15. Juli

860

687

1547

23. Juli

802

698

1495

31. Juli

871

700

1571

7. Auguſt

1428

704

2127

15. August

1611

718

2329

28. Auguſt

1717

722

725

31. August 1727

2489 2452

Mil­

.

Das Exekutivkomitee fordert daher die ange­schlossenen Parteien auf, unverzüglich alle diese Fragen zu prüfen, es beauftragt sein Bureau, in dem dargelegten Sinne zu wir­fen und über die Ergebnisse seiner Tätigkeit so Daraus ist ersichtlich, daß das Bankamt für rasch als möglich einer Sigung des erwei- Devisen und Edelmetalle im Laufe des Monates terten Exekutivkomitees zu berichten. Juli 338 Millionen, im Laufe des Monates u Diefe Sigung des erweiterten Erefutivlomi- August 881 Millionen Ste, im ganzen 1.219 mil tees wird auch entscheiden, ob sogleich eine Ston- lionen Ste in Umlauf fette. Es ließe sich schwer ferenz aller, der J.A.S.P. angeschlossenen Bar- verteidigen, daß das Rettelinstitut diese bedeuten teien einberufen werden muß, oder ob es genügt, den tronenposten billig abgegeben hätte, d. h. diese Konferenz unmittelbar vor dem Arbeiter- daß es die angebotenen Devisen und Metalle zu d. weltkongreß stattfinden zu lassen. Wenn trop dieſer umfangreichen Interven. tion sich der Stronenfurs nich sdestoweniger so Eine Rettung". der tschecho- wesentlich gehoben hat, müssen die Ursachen tschecho- wesentlich ficherlich nicht nur in dem Eingreifen der flowatischen Währungspolitit. auswärtigen Spetulation ,, sondern

Rebiere ein neuer Kollektiv- Vertrag abgeschlossen, Regierung zu erklären, daß, wenn auch Amerika der als Ablommen vom Mai 1922 zwischen den die englischen Schulden nicht streichen will, Vertretern der Arbeiterschaft und den Vertretern England doch bereit sei, die Schulden der Geiverfe des Ostrau- Karwiner Revieres, streichen, von denen es vollkommen weiß, gültig vom 26. März 1922" bezeichnet ist. Durch daß sie niemals zurückgezahlt werden können. dieses Abkommen wurden die bisherigen Bestim- Indem diese Schulden über dem Haupte der mungen über die Arbeitszeit, die Festseßung der Nationen schweben, machen sie es ihnen unmög­pauschale usw. abgeändert und das Prager Ab- Höhe zu halten. Löhne, größerer Zulagen, über das Bekleidungs- lich, ihre Währungen auf einer angemessenen

Die Referate des Handels- und des Finanzministers im gestrigen Ministerrat.

feueren Surfen gekauft hätte.

tommen vom 10. Feber 1922 hat. dadurch seine Bedeutung vertoren, indem es durch diesen neuen Vertrag überholt wurde.

Die Richtigkeit dieses Standpunktes ist am

schlagendſten dadurch bewiesen, daß das Sekreta riat des Bergarbeiterverbandes in der tschecho­flowafischen Republik sich in der Zuschrift vem 7. August 1922 gegen die Forderungen der Ge­werke verwahrt, die sechsstündige Arbeits eit durch die normale achtstündige Schicht zu ersetzen und die achtstündige Arbeitszeit der einheimischen Obertagarbeiter durch eine angemessene Mittags ruhe zu unterbrechen. Es hat selbst gegen diese Forderungen eingewendet, daß die Lohnabkom ten respektive der Kollektivvertrag am 22. Mai 1922 vereinbart und ein neuer Stollektivvertrag abgeschlossen wurde, daß dieses Abkommen nicht nur bis zum 31. August 1922 Gültigkeit hatte, sondern daß der Termin bis 31. August 1922 tur die Verträge und Abkommen betrifft, welche vor dem 31. Dezember 1921 und feineswegs die nach dem 10. Feber 1922 neu abgeschlossenen

auch zu Hause gesucht werden, daß nämlich die Importeure, indem sie selbst mit dem Aufstieg der Strone rechneten, sich der nöti gen Devisenkäufe enthielten und demgegenüber die Exporteure massenhaft nicht nur Prag , 6. September. ( Tsch. P.-B.) In dem laufende Valuta, sondern auch ausländische For­am 6. September 1922 stattgefundenen Winister- derungen, die wahrscheinlich aus früheren Zeiten rate referierten der Handels- und der Fi- restieren, abgeführt haben und außerdem bestrebt nanzminister über den Verlauf der diens waren, durch Terminverkäufe sich die Kurse für tägigen Enquete der Zentrale der Han die Exporte ber kommenden Monate zu sichern. dels- und Gewerbetammern und fon- Schließlich find noch die Forderungen des Aus­statierten unter anderem folgendes: landes, die bei uns angelegt sind, zu erwähnen. Es kann doch nicht ernstlich das Verlangen ge­meint fein, daß der Anlage dieser Gelder, wenn meint sein, daß der Anlage dieser Gelder, wenn sie auch furzfristig erfolgt, Hindernisse bereitet werden. Diese Gelder sind, wenn auch nur vor­übergehend, in unserer Wirtschaft mitwirkend, und ihre Anlage ist sicherlich die beste Vertrauens. Stollettioverträge betrifft. undgebung des Auslandes für die Konsolidierung der Verhältnisse in unserer Republif.

Die Behauptung von der Unrichtigkeit des Attivums der tschechoslowalischen Handelsbilan; stützte sich in der Enquete vom 5. d. hauptsächlich auf den Hinweis auf die Bewertung der Ein- und Ausfuhr der Baumwollindustrie. Die Be­wertung der Erzeugnisse der Baumwollindustrie wurde in der VII. Fachabteilung der ständigen Kommission durchgeführt. Für das Saldo ter Ein­und Ausfuhr in der Klasse Wolle, Wollwaren" ist die statistische Post 692, Nr. 229 des Zolltari­fes absolut entscheidend.( ,, Gewebte Wollwaren; die anderwärts nicht genannt sind, auch be=" druckte"). Im Jahre 1920 bewerteten die Fach­leute der Fachabteilung VII diefe Post in Gren­zen, deren Minimum 75.000 K, deren Maximum 120.000 K für einen Meterzeniner ist. Im Jahre 1921 betrug das Minimum 33.000 K, das Mari­mum 60.000 K für einen Metergentner. Als Grundlage der Handelsbilanz nahm die Kommis­fion im Jahre 1920 den Durchschnitt von 90.000 K und im Jahre 1921 47.000 K für einen Meter­zentner. Dieser Durchschnitt ist also in beiden Fällen der Grenze des Minimums unverhältnis mäßig näher, fodaß nicht die Rede davon sein kann, daß das Saldo günstiger bewertet wurde als es der Wirklichkeit entspricht.

Der Ministerrat hat die Referate der beiden Minister genehmigt.

( Wir werden uns mit diesen Referaten in der morgigen Nummer des Blattes befassen. D. Red.)

Ausland.

Abberufung des deutschen Reichs­

gesandten aus München .

Was die Gültigkeitsdauer des neuen Ver­trages vom Mai 1922 betrifft, wurde vereinbart, daß für dessen Kündigung für beide Parteien eine vierwöchige Frift gilt. Da aber dieser Vertrag von der Direktorenkonferenz am 19. Juli 1922, also in einer weitaus längeren Frist, als durch den Vertrag festgesetzt ist, gefündigt wurde und da die Kündigung an den Stontrahenten, b. i. das Sekretariat des Bergarbeiterverbandes in Mähr. Ostrau, ordnungsmäßig erfolgte, lehnt. die Direk torenkonferenz die Beschuldigung ab, daß sie den Bertrag berlebt hat und überläßt die Verantwor­tung für die Folgen, welche infolge des Beschlus­ses der foalierten Bergarbeiterverbände eintreten tönnen, den Vertretern der Arbeiterschaft.

Telegramme.

Ertärung Wirths vor den Gewert Ertärung Wirths vor den Gewert icha, tsvertretern.

Der Gewertschaftskongreß hat ferner beschlos sen, das Londoner Blatt Daily Herald" anzukaufen und in eigene Verwaltung zu nehmen.

Zwangswirtschaftsmaßnahmen

in Deutschland .

Hamburg , 5. September. Der Kongreß der Ernährungs- und Landwirt­schaftsminister, der hier Montag und Dienstag unter dem Vorsitze des Reichsministers Fehr tagte, hat festgestellt, daß in Deutschland nach dem Verluste wertvoller land­wirtschaftlicher Gebiete noch weniger als früher genügend Nahrungsmittel erzeugt werden können und daß es namentlich auf dem Gebiete der Erzeugung von Brotgetriebe, Futter­mitteln und Fetten in hohem Maße auf die Einfuhr angewiesen sei.

Die Minister waren darum einmütig der Ueberzeugung, daß alle Maßnahmen getroffen werden müssen, die auf eine sparsame und zwed­mäßige Berivendung der vorhandenen Nahrungs­mittel im Inlande Einfluß haben können. Sie Sprechen sich daher für ein Verbot der Her­stellung von Startbier und im übrigen für eine Einschränkung der Bierherstel lung aus. Sie halten es für notwendig, daß die Verwendung von inländischem 3uder für die Litör, Branntwein, Schotola de- und Süßigkeitenerzeugung als­bald verboten wird. Sie halten es weiterhin für notwendig, daß zu Beginn des neuen Zuder­wirtschaftsjahres Maßnahmen dahin getroffen werden, daß der Inlandszucker in erster Linie der Bevölkerung zum Mundgebrau che zugeführt werde.

f

Grenzregulierungsabsichten in Dverschlesien.

Der Vertreter des Reiches in München , Graf 3e ch, ist von seinent Posten abberufen worden und damit haben die bayrischen Natio nalisten Revanche bekommen für die seinerzeitige Abberufung des preußischen Gesandten in Mün chen, Ministerialrat Schellen. Wie letzterer in deutschvölkischem, so wirfte Zech in republika Breslau , 5. September. ( Wolff.) Der deu Auch die der Regierung im Zusammenhange nischem Sinn und darum mußte er fallen, nach sche Vertreter bei der Grenzkommis mit der Handelsbilanz für das Vorgehen beim dem Schellens antirepublikanische Intrigen die­sion für die Festlegung der neuen oberschlesi Abschlusse der Handelsverträge gemachten Vor- fem schließlich doch den Posten gekostet hatten. würfe sind unbegründet. Es wurde außer den be- Bum Anlaß, gegen Zech vorzugehen, nahm man fanden neuerlich Besprechungen zwischen dem u. a, heißt: Die deutsche Regierung vermag sich Berlin , 6. September. ( Tsch. P.) Gestern der Grenzkommission eine Note, in welcher es fchen Grenze überreichte heute dem Präsidenten reits unterzeichneten Verträgen in der letzten Zeit ben Prozeß gegen den Hochverräter Leoprechting. Reichskanzler und den Spizenorganisationen der der Auffassung der Grenzfommission nicht an­mit zahlreichen Staaten( wie England, Belgien , Diefer, ein pathologischer Lügner, der übrigens Gewerkschaften über die Regierungsmaßnahmen zuschließen, welche dahin geht, daß die Demar Holland , Dänemark , Griechenland , Portugal , Ja tatsächlich mit franzöfifchen Stellen in Beziehung gegen die Teuerung statt. Reichskanzler Dr. tationslinie im oberschlesischen Industrie­pan) eine Reihe teils informativer, teils meri- stand, rühmte fich feiner Beziehungen zum Reichs- Wirth erklärte, daß er keinesfalls oie Hand gebiete nur eine Richtlinie für die end­torischer Verhandlungen über den Abschluß von gesandten, die sich aber in Wahrheit darauf be- dazu bieten werde, daß aus dem mageren gültige Grenzfeststellung darstellt und daß noch Sandelsverträgen geführt, abgesehen von den Vor- fchränkten, daß er ihn einmal vergebens uns eine Goldschaß der Reichsbant namhafte Beträge wesentliche Aenderungen zulässig sind, da diese bereitungen für die Revision einiger älterer Ver- Meldunterstübung gebeten hatte und daß seine abgegeben würden. Er habe die nicht un- Auffassung weder mit dem Friedensvertrage noch träge. Der Stand des tschechoslowakischen 3011 Nachrichtenblätter" von Zech nicht gelesen begründete Soffnung, daß Amerika mit der Genfer Entscheidung vereinbar ist. Nach tarifes bildete für diese Verhandlungen mit wurden. Der Gesandte erbot sich zu zeugeneid in die Neuregelung des Reparationsproblems der Auffassung der deutschen Regierung wären bem Auslande te in Hindernis. Die Regie- licher Aussage, doch sah das Gericht davon ab. aktiver als bisher eingreifen werde. Die Vor- die Grundlagen der Verträge über Oberschlesien rung widmet dem Ausbau des autonomen Boll- Dafür schroteten die Zeitungen der bayrischen aussetzung für die Stügung unserer Währung ist erschüttert, wenn die Grenzfommission den pol­tarifes die größte Aufmerksamkeit, es ist aber felbft Bolkspartei desto cifriger Leoprechtinge Behaup- in erster Linie. eine ausländische Anleihe nischen Ansprüchen auf Grenzänderung nachgeben verständlich, daß die mit einer weitgehenden Vor- tungen aus und erstickten jede sachliche Feststel- und eine Grundbedingung für diese Anleihe ist sollte. lage verbundenen Arbeiten, die detaillierte Ver- lung Zechs in einem Wust von Lügen. Die syste- die Sanieruna des Budgets. ( Dies wäre, darf man hinzufügen, noch umso unbegreiflicher, als die Verkehrs-, Apro

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