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19. November 1922.
Wie sich eine Abordnung der Freien Vereini gung" beim Fünferausschuß nachher überzeugen fonnte, wurde das Memorandum den übrigen Mitgliedern des Fünferausschusses nicht einmal zur Kenntnis gebracht, Dieses Verhalten des Prof. Mayr- Harting ist zumindestens sonderbar zu nennen und geeignet, unvoreingenommene u befremden. Man wird auf die weiteren Schritte dieses merkwürdig selbstherrlichen Vorſizenden jedenfalls achtgeben müssen.
Selbst wenn der Staat für jedes Kilogramm, fao über 300 Prozent. Sier imüßte das Ernäh- dafür, daß die Reaktion auf politischem Gebiet nicht Fünferausschusses Prof. Mayr- Harting überreicht. Fleisch, das die Arbeiterfamilie verzehrt, sich eine rungsministerium eingreifen und seine Pflicht mit denselben Mitteln vorgehen wird? Steuer von 45 Heller entrichten ließe, was wäre es, dem Finanzministerium alle Artikel Wir wissen, daß die reaktionären Treibereien ber wahrlich genug wäre, könnte der Preisnachlaß aufzuzählen, bei denen eine Verbilligung durch deutschnationalen Stubentenschaft nicht nur von Set eine Strone per Stilogramm betragen, wodurch Serabsetzung der staatlichen Abgaben ohne weiten reaktionärer großdeutscher Elemente, sondern auch die Bevölkerung Millionen von Kronen für an teres möglich wäre, es müßte dem Finanzmini- von gewissen Parteien im tschechischen Lager volle Un dere Dinge ausgeben könnte. Aber daß die staat- sterium gegenüber einfach nur das Interesse terstügung gefunden haben(„ Narodni Listh",„ Cech"). liche Abgabe bei Fleisch 20 bis 25 Prozent be- der tonfumierenden Bevölkerung Wir halten es deshalb für unsere Pflicht als Sozialt trägt, daß der Staat ein Viertel des vertreten. Auf diese Aufgabe wird das Ernäh- sten und Studenten, auf das entschiedenste dieses VorWarenwertes für sich beansprucht, rungsministerium von der ständigen Konsumen- gehen der deutschvölkischen Studenten und die Unter daß die Ware um dieses Viertel verteuert an icnenquete, dieses schlechten Ersagmittels der ftügung, die ihnen hiebei durch die beutsche und tscheden Konsumenten gelangt, daß der Staat gleich Konsumentenkammer, energisch aufmerksam ge- chische Reaktion zuteil wurde, zu verurteilen. jam von jedem Nilogramm Fleisch, das der Are macht werden müssen.
Nieder mit der Realtion!
Fort mit dem nationalen und Rassenchauvinis
mit dem na
Für die Freiheit der Wissenschaft und der Welt
beiter auf den Tisch bekommt, gleich ein Vicr Freilich darf man hiebei nicht vergessen, tel Kilo wegnimmt, das ist einfach nicht was bei der Betrachtung aller wirtschaftlichen zu ertragen. Wäre es bei den Regierungsmän- Fragen in diesem Staate stels in Erwägung ge- mus! nern nachgerade nicht zur Selbstverständlichkeit zogen werden muß. Bei der Zusammensetzung geworden, daß das Wohl der konsumierenden der gegenwärtigen Roalition, bei dem Ueberwie anschauung! Bevölkerung vor dem Wohl des Staatsfädels gen staatsfapitalistischer und privatkapitalistischer aurüdtreten müßte, müßte ein Schrei der Em- Interessen, bei der Knieweichheit unserer Repörung durch die Bevölkerung darüber gehen, gierungsfozialisten ist leider wenig Soffnung Ueber den Rüdtritt des Rettors dark daß niemand anderer, als der Staat das größte vorhanden, daß die Möglichkeit der Herabfehung Hindernis des Preisabbaues geworden ist.
Mit den Vorlesungen muß lofort wieder begonnen werden! Eine Erklärung der deutschliberalen Studenten schaft.
schaft haben, da ste zu der Auffassung gelangt find,
Die Vertreter der deutschliberolen Studenten.
daß mit oder ohne Zutuy des Fünferausschusses des akademischen Senats die Verhandlungen mehr als
nötig in die Länge gezogen werden, dem Fünferaus.
Das Traurige ist, daß es bei allen anderen der Waren mit Staatsabgaben liegt, zur Wirkt weiter verhandelt werden! Die Forderungen der Freien Bereinigung fogialistischer Akademiker". schuß folgende Erklärung abgegeben: Wir nich stret Die Freie Bereinigung der sozialistischen Ala- tenden deutschen Studenten brüden dem Fünferkomt. bemiker" in Brag hat bei ihrer gestrigen Vorsprache tee unser stärkstes Befremden darob aus, daß die Entbeim Fünferausschuß nachstehende Resolution unterscheidung über den Beginn der Vorlesungen hinaus geschoben wird. Wir Studierenden haben ein An.
Waren genau so ist, wie bei dem eben angeführ- lichkeit werde. Bei jedem Kilogramm Fleisch, ten Beispiel. Beim Schweinefett, diefem wich das der Arbeiter ist, bei jedem anderen Lebenstigen Preisregulator, der für die Preisbildung mittel, das die Arbeiterfrau fauft, vom Früh aller Fette, Butter, Kunstfett, Sped bestück bis zum Nachtmahl, wenn der Hunger den stimmend ist, beträgt die Umsatzsteuer allein fünf Arbeiter an das Essen erinnert, fann er den Prozent des Warenwertes, beim Raffee der Zoll Segen der alinationalen" Roalition spüren. 100 Prozent, beim Tee 200 Prozent, beim Ka
Die Prager akademischen Hakenkreuzler.
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Ein Erlan des Schulminifters Wie wir erfahren, ist gestern an das Net
Die Berhandlungen werden ant Wontag fortge- Fort mit dem nationalen und Rollen chauvinismus!
jezt und die Konuniffon ist bestrebt, die Aufnahme des Universitätsbetriebes zu beschleunigen. Die äußerste Endfrist für die Aufnahme der Ein Aufruf des internationalen Ausschusses der Vorlesungen ist der 25. November. Den Kernfozialdemokratischen Studenten, punkt der Verhandlungen mit den Der internationale Ausschuß der sozialistischen Ariern bilde nicht mehr der eventuelle Studenten in Prag hat mit dem Datum vom 17. NoRüdtritt des Rettors, sondern das vember folgenden Aufruf an die Oeffentlichkeit und Mitbestimmungsrecht der Studen- an sämtliche Hochschüler herausgegeben. ten bei kommenden Wahlen.
breitet:
Wir sozialistische Stubenten nehmen zu den Cr- recht darauf, daß uns die akademischen Behörden die eigniffen der letzten Tagen in folgender Weise Stel. Möglichkeit bieten, unsere Studien fortzu. Inng: Wir protestieren dagegen, daß die unerhörte eten. Wir sind nicht mehr in der Lage, die mit Berlegung der akademischen Lehr- und Berechtigung erbitterten Studenten zurüdLernfreiheit durch anonyme Gruppen der Stu- zuhalten und warnen daher die akademischen Behör bentenschaft bis heute nicht nur feinen Widerden, die Frist noch weiter hinauszuschieben. stand der akademischen Behörden gefunden hat, sondern daß durch Einleitung von förmlichen Berhandlungen die Erzebierenben eine ideelle Förberung ihrer Bestrebungen, ben von ben Brofessoren gewählten Rektor unserer Universität
tit
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Sie fordern das Mitbestimmungsrecht bei tommenden Wahlen. Im Laufe des gestrigen Tages fanden ledig. Der Sympathiestreit der Brünner lich Verhandlungen zivijayen den Vertretern der deutschbölkischen Techniter. Studentenschaft und dem Fünferausschuß barüber statt, in welcher Weise die Streifangelegen torat ber deutschen Universität ein Eraß des burch Gewalt zum Rüdtritt zu zwingen, gefunden über statt, in welcher Weise die Streifangelegen Brünn , 18. November.( Eigenbericht.) Der heit beigelegt werden soll. Der Vorsitzende bes Schulministers herabgolangt, in welchem der haben. Pflicht bes akademischen Senates wäre es Rektor der Brünner deutschen Technik fand es für Senat ersucht wird, auf das energis este dahin gewesen, eine vorbehaltlose Vertrauensfundgebung für nötig, dem Terror der Deutschvölkischen nachzu Fünferausschusses Professor Mayer- harting erklärte den Vertretern der Freien Ber - zu wirken, daß der infolge der Unruhen unter den Rektor zu beschließen und ihn zu ersuchen, fraft geben und die Vorlesungen für Samstag vorlaus einigung sozialistischer Akademiter" über den brochene Unterricht chestens aufge- feiner Amtsgewalt alle erforderlichen Verfügungen zu fig einzustellen. Die Zweideutigkeit des BerhalStand der Verhandlungen mit der Streitenden nommen werde. Siezu fagt das Schulmini- treffen. Statt deſſen hat der akademische Senat tens des akademischen Senats wird auch aus der Deutschariern folgendes: Auch in der heutigen sterium auch seinerseits seine volle Mitwir- mitten eines von Exzedenten besetzt gehaltenen Ge- Stundgebung ersichtlich, nach welcher er erflärte, bändes und unter ihrer freundlichen Dulbung den Besprechung mit den Delegierten der Arier" tung zu. fchluß gefaßt, ben Rettor auszuschaften und gegenüber dem Beschlusse der deutschen( lies, Schneeweiß, Schindler und Lang. eine Rommission zur gütlichen Beilegung der Er- deutschvöllischen) Studenten die Vorlesungen zu hans ist teine Einigung erzielt worden. unterbrechen. Dagegen wurde eine Rundgebung effe eingeben. Diese Kommission hat von vorner der nicht streikenden Studenten beschlossen, in der forderung, die Position des Rettors durch ein gegen den Streitbeschluß und gegen das Bertrauensvotum in der Leffentlichkeit zu stüten und Berhalten des Rektors sowie des ihm aſſiſtiedie Vorgänge zu verurteilen, sowie durch ihr geheim. renden Brofessors Neumann Stellung genom diplomatisches Borgehen das Versänmnis bes alade. men wird. Nachmittags fand im Saale des mischen Senates noch fraffer gestaltet. Künstlerhauses eine Versammlung der nicht streifenden Studenten aller Richtungen statt, die Nunmehr verlangen wir, daß etwaige weitere Berhandlungen des Fünferausschusses-massenhaft besucht war und der außer dem Rektor nach zwei Profefforen beiwohnten. Sonderbar welcher Gruppe der Studentenschaft immer war es, daß der Rettor sein fragwürdiges Verunter zuziehung der übrigen student halten gegenüber dem Terror der Hafenkreuzler Die deutschnationale Studentenschaft hat am 13. Ihen Gruppen stattfinden und daß die Resultate damit zu rechtfertigen glaubte, daß er erklärte, d. M. die Gebäude der Deutschen Universität in Prag dieser Verhandlungen jeweils unverzüglich, sei es durch er habe angesichts der Tatsache, daß gestreikt wird, Die Anonymität der Orgesch Schul- befent. Sie begründet dieses vollständig, unzulässige Anschlag, sei es durch die Tagespresse, der gesamten nichts tun tönnen, als den Streit zur Kenntnis schwänzer gelüftet. und undemokratische Vorgehen damit, daß der zum Studentenschaft bekanntgegeben werden. Wir ersuchen, zu nehmen. Die studentischen Vertreter aller Bei den Verhandlungen mit der Streik. Rektor der Deutschen Univerſität gewählte Profeſſor daß der akademische Senat von einer Disziplinierung leitung, waren diefe bisher inner durch unge- Dr. Steinherz ein Jude ist. Die deutschnationale der von unverantwortlichen Elementen in den Streit" Richtungen gaben ihrer Entschlossenheit Ausbruck, die Wiederaufnahme der Vorlesungen am Monnannte Personen vertreten. Wie aus der Erklä- Studentenschaft hat sich mit einer Rundgebung an die getriebenen Studenten Abstand nehme, verlangen je tag entschieden zu verlangen. Bei aller Höflichrung des Profeffor Diayer- parting ersichtlich ist, Ceffentlichkeit( auch die tschechische) gewendet und die doch die strengſte Bestrafung jener Funktionäre und keit und Schüchternheit fielen in der Bersamnihaben die Vertreter der Streilleitung, endlich ganze Attion für eine innere Angelegenheit der Deut. Angestellten der Univerſität, die durch ihr Berhalten lung auch scharfe Worte gegen die akademischen ihre Anonymität gelüftet. Die Streifleitung hat schen Universität erklärt. Wir können auf die Erfah. die Besehung der Institute unterstützt und ermöglichtung auch scharfe Worte gegen die akademischen Behörden, insbesonders ließen es die fozialisti auch sämtliche Sorporationen benntgegeben, die rungen aus früheren Zeiten gestüpt( Affären Prof. haben. Wir halten es für selbstverständlich, daß weihinter ihr stehen. Es sind dies sämtliche Majaryt, Wahrmund) das Vorgehen der deutschnatio, tere Verhandlungen nur die ungestörte Aufnahme der schen Studenten an berechtigter Stritit nicht fehlen. deutsch nationalen und christlichen nalen Studenten nicht so beurteilen, wir erbliden Vorlesungen betreffen fönnen und baß sich alle Pro- Anschließend fand eine Versammlung der ArbeitsKorporationen und Verbindungen, vielmehr darin einen Angriff auf die Frei- fessoren sowie die Mitglieder des akademischen Se- gemeinschaft der sozialiſtiſchen Akademiler statt, Der auch Vertreter anderer Richtungen beiwohnferner die organisierte intensait" der der prinzipielle Stellungnahme zuDie heit und auf alle fortschrittlichen Bestre. eines Rektors von ihnen nie verhandelt werden kann. Dem Streit und die taktischen Notwendigkeiten
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An die Deffentlichkeit! An alle Hochschüler!
der Bund der Freischaren"! Streiflcitung erklärte auch ferner unter Ehren- bungen im Universitätsleben. Die Aktion der wort, daß weber Ausländer noch Gymnasiasten deutschböllischen Studentenschaft ist der erste Voran den bisherigen Ausschreitungen teilgenommen stoß der organisierten Reaktion im dent. haben und sie verpflichtete sich, auf Verlangen schen Lager, der Angriff auf die Person des Rektors der akademischen Behörden sämtliche Führer Dr. Steinherz ihre erste elementare Kundgebung auf bekanntzugeben. dem Boden des fulturellen Lebens. Wer bürgt uns
Die Hochzeitsfadeln.
Von Gabrici Volland.
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Merkwürdiges Verhalten des Professors
Mayr- Harting.
nur
Wie wir erfahren, wurde das oben abgedruckte Memorandum der Freien Vereinigung" durch die Rektoratskanzlei dem Vorsitzenden des
erörtert wurden. Die große Versammlung der Nichtvöllischen und der Geist, der in ihr herrschte, lieferten den Beweis, mit wie geringen Recht und mit welcher Anmaßung die Völlischen sich als Vertreter der gesamten deutschen Studentenschaft bezeichnen.
,, Du kannst nicht mehr hier bleiben. Morgen,
abgenagten Knochens mit dem Knöchel der Neu- Witwe, bereit, ihre Mlagerkeit über dem von Jahr| Annette Jarbet war zugleich mit Nicolas bermählten entschuldbar gewesen wäre. Sie war zu Jahr wachsenden Wohlstand, den sie der Spar- Malfart auf dem Hofe bedienstet gewefen. Dieser Jaundurr. Heute aber glich fie in ihrer Haube mit famteit verdankte, zu vergessen. Sie war eine aus- hatte ihr die Ehe versprochen und die Versuchung den rosa Bändern, dem fastanienbraunen Seiden- gezeichnete Partie: drei Pferde, sechs Kühe im war leider mit allen ihren Konsequenzen an fie tleid einem Popanz für erotische Vögel. Sie Stall und Felder, mit jener guten Strumic, die herangetreten. Auf Nicolas Malfats Hochzeit wurde an strahlte vor Glid... Ich vernehme die Frage fich wie eine leidenschaftliche Lieblosung an die Nun weint sie über ihre Schande, welche die nichts gespart. Man plünderte den Hühnerhof, nach dem Kranz der Orangeblüten, nach dem wei Sohlen flammert. Aber die Bäuerin wollte Zeit noch mehr an den Tag bringen wird. Gestern schlachtete das Schwein, das in seiner grimmen hen Schleier, der die Frau in der feierlichsten nichts von alledem wissen; die Eifrigsten mußten hat der Mann zu ihr gesagt: Todesangst Töne wie ein fettleibiges, heiferes Stunde des Lebens, unirdisch erscheinen läßt, die schließlich erlahmen. Trozdem bang ihr Herz Lie. Seantorlein von sich gab. Vermöge der günstigen Röte ihrer Stirn verheintlicht und den störper besschäße, und mit 45 Jahren, als sich die ersten am Hochzeitstage, brauchen wir dich noch, aber Witterung fonnten beide Mahlzeiten Haußen auf unter gesenkten Flügeln verbirgt, als wenn gleich weißen Haare zeigten, warf fie ein Auge auf überncorgen gehst du. Meine Frau" wird dir dem Blaye zwischen dem alten Nußbaum und fam ein Engel einwilligte, sich uns zu ergeben... Nicolas Walfat, ihren taum fünfundzwanzigjähden Bohn zahlen; hier, das füge ich noch hinzu..." dem Geländer des Brunnens, dessen Rollenzug nur Nun also, diese Braut war dunkel gekleidet. Sie rigen Knecht. Der Bursche zögerte nicht, und die und er hatte ihr zehn Fünffrantſtüde in die Hand felten fnarrte, aufgetragen werden; feinem füh zählte 45 Jalre. Uebrigens seit langem verwitwet, Heirat wurde ernstlich beschlossen. Das Geld len Wasser wurden die feurigen Weine und hibi ergriff fie Befiz von einem zweiten Ehegemahl. machte das Mißverhältnis der Jahre wett. Er gedrückt. Um den Preis seiner Schändlichkeit kann gen Schnäpse aus der Kellertiefe hervorgezogen. Un Als luge und ordentliche Frau verstand es hätte eine Hundertjährige geehelicht, wenn jegli. er diese Summe von der Mitgift abziehen. fer freiem Himmel speisen, bedeutete für alle Witte Lamraffe, ihr Anwesen, wie die guten Leute ches Luftrum mit einem Tausendfrankschein auf- Die Nacht ist gefommen, eine helle, duftende Gäste eine große Annehmlichkeit: da gab es fein der Gegend fagten, tüchtig auszubeuten. Lamaffe, gewogen worden wore. Nikolas sah das Gut, seine Brautnacht des Lenzes. DerMond scheint licht und Beschmußen des Fußbodens, man durfte Knochen ihr Verstorbener, ein Rohling und Trinter, war Besizerin nahm er mit in Rouf. Seine Neider lar. Lied um Lied beeinträchtigt den großen reste einfach unter den Tisch werfen. Die Küche, an einer Kongestion gestorben, die er sich bei hatten große Luft, mit einem Hagel von Topfge- Frieden, der auf den Fluren ruht, in denen gewoselbs: die Staninchen hin und hergewendet wur- einem nächtlichen Gelage nach allzu gewinnrei- fchirr unter den Fenstern des Brautpaares aufzuheimnisvoll die Reime treiben. Die Sterne haben den, die Hühner sich am Spieße drehten wie in chem Markttage zugezogen hatte. Man fand den warten; aber sie zähmsten sich, denn sie fürchteten fich langsam erhoben, als schämten fie fich, als einem Karussell und Refselsummen die Musik er Trunkenbold auf dem Grunde eines Grabens. die Dogge, die das Haus bewachte, und die träf- blickten sie ungern auf dieses kerzenbeleuchtete, fette: die Küche wurde von den Dorftötern um. In dem von den legten Regengüffen noch stag tigen Handgelenke des jungen Mannes. wirfte Durcheinander der Tafel, auf die weinge lauert. Kein Mittel, sie zu verjagen! Ja, fie nierenden Waffer schlief er seinen Rausch für die röteten Gesichter herab. Manche Profile treten in nahmen sogar an der Böllerei, zu Füßen der Hoch- Ewigkeit aus. Sein Weib hatte gerade so lange tragisch oder farifiert wirkenden Umriffen scharf zeitsgäste, teil. Dies gab Anlaß zu einem kleinen geweint, als das Drot braucht, um in die Höhe hervor. In der nächtlichen Gruppe hebt sich be Zwischenfall, der dem Brautführer zusticß: wäh- zu geben. sonders die Braut ab, die ihre fleine rosafarbene rend er sich zweds Lösung des symbolischen Das war vor einem Jahrzehnt. Nun ver- vermählte schmachtete ihren jungen Gebieter an, Haube frönt, wie eine Vogelscheuche für Küsse. Strumpfbandes niederbüdte, wollte ein großer schwand das verfallene Grab unter wucherndem der blond und sonnenverbrannt den Oberkörper Ach! Wenn man ein weißes Gewand, einen flatSchäferhund, der sich belästigt sah, und um fein Unkraut, unter seidigen, von Svinnen gewobenen in ten Rod des feligen Lamaffe gezivängt hatte. ternden Schleier gewahren möchte, welch anderes Teil zu kommen wähnte, nach ihm schnappen. Leichentüchern. Wahrhaftig! Gewiffe Landfried. Er gab feinen ehemaligen Stameraden bereits in Ansehen böte die Szene! Aber da ist eine Frau, Und dabei hatte der arme Mann doch mir mit höfe gleich verzauberten Orten; die Vögel awit selbstherrlichem Tone Befehle. die einem Mane zulächelt, der ihr Sohn, fein dem Knochen am mageren Schienbein der Braut schern ungestört vom Morgentauen bis zum Abend Die Tafelrunde achtete nicht darauf, daß die könnte!... Einigen jungen Leuten kommt ca zu tun gehabt! und nachts hufchen Frrlichter wie tanzende Feen Gerichte wohl ein wenig falzig schmedten, denn bei, Kiefernäste anzuzünden. Singend ziehen sie Auf die Gefahr hin, wenig galant zu er umher. Dort wuhte Lamasse gleich einem von Al- während Jubel und Gesang erscholl, vergoß eine mit diesen knisternden Feuerbränden umher. fcheinen, muß man gleichwohl eingestehen, daß für Tobol getränkten anatomischen Präparat... Wäh junge Magb alle ihre bitteren Tränen über den ausgehungerte Bestie die Verwechslung ihres rend dieser Zeit näherten sich viele Bewerber der Platten, die sie in der Küche vorbereitete.
Die Beremonie nahm also ihren Verlauf. Eine zahlreiche Hochzeitsgesellschaft hatte sich trop bent eingefunden; denn die Bewirtung war iping und der Wein von gutem Jahrgang. Die Neu
Die Hochzeit bei Fackelschein nimmt durch bas Heulen des an ber Rette legenten gundes