י
1
t
d
S
Y
Seite 2.
22. März 1923.
Die füdslawischen Wahlen bie großen fozialen Streitfragen auffällig zurück- Bedürfnissen entsprechend eingerichtet ſehen muß, giens und Deutschlands beschichte Fünfländerton
1. Annahme eines Systems von Natu ral- und Arbeitsleistungen innerhalb der Grenzen seiner Anwendungsmöglichkeit.
getreten find. Seinen Ausdruck findet das in der damit sich dann auf dieser gesicherten Basis die ferenz in Frankfurt am Main ( 25. bis 27. Feber Das Ergebnis, welches die jonntägigen Wah lassenkampsparteien zu erringen wußten. Sicher- können. geringen Teilnahme, die sich die ausgesprochenen sozialen Gegensätze voll und fruchtbar auswirken 1922) ausgearbeitet hat Von der Voraussetzung ausgehend, daß der durch den Krieg angerichtete len den Südslawen gebracht haben, läßt an Deutlich haben die scharfen Ausnahmsgefeße gegen alles Auch den Machthabern der Tschechoslowakei Schaden von Deutschland gutgemacht, Deutschland lichkeit nichts zu wünschen übrig, insofern es die des„ Kommunismus " Verdächtige die sozialdemo- darf der Wahlausgang in Südilawien zu denken selbst aber durch diese Gutmachungen wirtschaftlich Stimmungen und Wünsche der Bevölkerung nach frati che und die kommunistische Agitation fata- geben. Denn hier bricht die Ideologie von Her- nicht gelähmt werden dürfe, fordern sie: der staatsrechtlichen Seite hin flax und strophal geschädigt. Aber das Zusammenschrump renvolt, dem Gott oder Vorsehung die Führung bestimmt ausdrückt. Die sozialen Kämpfe und Befen von rund sechzig auf drei Mandate läßt sich eines Staates für immerdar vorbehalten haben, strebungen hingegen fommen in den Resultaten damit allein nicht begründen, vielmehr muß das nach furzen drei Jahren morsch auseinander und nicht zum Ausdruck und noch weniger läßt sich auf Intereffe der Bewohner heute von anderen Fragen, die Forderung des Selbstbestim grund des Stärkeverhältnisses der Parteien vor- eben von der staatsrechtlichen, so stark ausgefüllt mungsrechtes erhebt siegreich ihr Haupt. ausfagen, ob und wie es zu einer verläßlichen sein, daß elles andere demtgegenüber zurücktritt. Daß es sich im Königreich SSS um nahverwandte Mehrheitsbildung im Bariamente tommen soll. Dafür spricht auch der Umstand, daß die vor allem Stämme, in der Tschechoslowakei um zwei verDaran ändert auch die amtliche Versicherung jozial orientierten„ Landwirte" nur neun Mandate wandte und einen fernerstehenden Stamm Handelt, nichts, daß die Verfassungsfreunde eine Mehrheit zu von 180 Stimmen besitzen. Denn es fragt sich gewinnen vermochten. Die Vorgänge und Er tut grundfäßlich nichts zur Sache. Das Gefüh!, fahrungen dieser Wohlen entbehren nicht der ge- mündiq zu sein, wird jedes Volk solange unerschichtlichen Logit. Es maq so sein, daß zuerst bittlich vorwärtstreiben, bis es sich unter Gleichen jeder Boffsteil eines Staates die Verfassung seinen gleich und frei weiß.
sehr, ob diese Mehrheit ich auch zu einander finden und ob ihr platonisches Bekenntnis zur Verfassung gegenseitige Kämpfe unter ihnen, wie sie die alte Stupschtina umbrachten, tatsächlich wird. Wir an diesem Dauer,
Burgfrieden, bezu, an feiner längeren Die Ententesozialisten und das Ruhrproblem.
falls er zustande kommen sollte.
Ausarbeitung eines Wiederaufbau- und Gesundungsprogrammes.
viergliedrige Delegation, die mit der sozialdemokratischen Partei Deutschlands a) über eine den augenblicklichen Notwendigkeiten augepaßte Umgestaltung des Frankfurter Reparationsplanes verhandeln soll, b) die Bedingungen, unter denen die internationale Sicherheit erlangt werden kann.
Die Pariser Kundgebung der Sozialisten aus den Ententeländern ist nach mehreren Seiten hin bedeutsam. In ihrer Hand allein kann die praktische Initiative zu einer Lösung des Ruhrproblems liegen, soweit das Weltproletariat eine folche versuchen kann. Die Entente ist im Ruhr fampf offenfundig der anpreisende Teil, ihren Regierenden, soweit sie den Frieden gebrochen haben, in den Arm zu fallen, und soweit sie gelassen zuschauen, ein vermittelndes Eingreifen aufzuzwingen, ist die nächste und dringendste Aufgabe der Entente Arbeiterschaft. An deren Bewältigung mit greifbaren, festumrissenen Vorschlägen heranzutreten bedeutet einen wichtigen Schritt über die ebenso zeugt von Tatwillen der Beschluß, mit der bisher geübten Protestaktionen hinaus und
Die Anhänger der zentralistischen Vidovdanverfassung verfügen also zweifellos über die Mehr Paris , 20. März.( Tsch. P.) Die Bertre heit ob es aber auch praktisch zum Ausdruck kom ter der sozialistischen Parteien Englands, Frankmen wird, hebt noch sehr im Dunkeln. Denn reichs, Belgiens und Italiens traten heute zu einer Bajič fann sich eigentlich nur auf seine 109 An Beratung zusammen. Gegenstand der Beratung hänger und auf die 18 jüdslawischen Mohamme war die Festlegung einer gemeinsamen daner fest verlassen, über die Stellung der 52 Haltung gegenüber der politischen und wirtDemokraten wird erst die Zukunft Aufschluß brinschaftlichen Besetzung des Ruhrgebietes und gegengen. Unter ihnen steht der rechte, von Bribicevič über dem Reparationsproblem. Die französis geführte Flügel einer Verfassungsrevision im föde- ich e sozialistische Partei war vertreten u. a. durch rafistischen Sinne feindlich gegenüber, die andere die Abgeordneten Blum, Boncourt , Oudet, Auriol, Gruppe unter Davidovič aber nahm im Septent- Brade sowie durch die Mitglieder des Berwal ber 1922 an einem„ Verständigungskonqreß" teil, tungsausschusses der Partei Longuet, Renaude! cine Demonstration, die ein Vierteljahr später und Grumbach, die englische Arbeiterpartei jur Sprengung der radikal- demokratischen Regie- durch Ramjay Macdonald, Gilliet und Burton, rungsfoalition führte. Daß die Demofraten diesen die belgische Arbeiterpartei durch Vandervelde ihren inneren Zwiejpalt mit einer fatastrophalen und Camille Huysmans , die italienische Wahlniederlage büßen mußten, indem die vierzig sozialistische. Partei durch Mattesti und Monteihnen abgekommenen Mandate größtenteils der gliano. Grumbach, der im Industriegebiete rabifalen Partei aufielen, beweist wohl, wie start geweien ist, erstattete Bericht über die Lage. Es der zentralistische Gedante den serbischen Bevölfest beschlossen worden, eine Zusammenkunft der rungsteil in HS. beherrscht. Vertreter der deutschen Sozialdemokraten baldigit Aber die gleiche Tatsache kann doch auch dem Zentralismus felbst gefährlich werden. Denn die I um mit ihnen über die Lage zu beraten. Die entweder in Köln oder in Berlin zu veranlaffen, Wahlniederlage muß die Kluft zwischen den Demo- heute abgehaltene sozialistische Konferenz der Alfroten und ihren Erben, den Radikalen, noch ertiierten hat sich bis zum 29. März vertagt, um in deutschen Arbeiterschaft in ein festes Einverneh weitern, der so sichtbar zutage getretene Stontur zwischen der Delegation, die sich nach Berlin berengstreit fann die Wiedererrichtung der Stuali gibt, Gelegenheit zu geben, mit der Deutschen sotion leicht verhindern und die agrarischen Radialdemokratischen Partei zu verhandeln. Die falen den bürgerlichen Demofraten völlig verfein den. Erfüllt sich diese Möglichkeit, so stehen 122 Entschließung, die nach Beendigung der Beratung 3entralisten nicht weniger als 135 angenommen wurde, hat folgenden Wortlaut: 1. Eine Lösung des Reparationsproblems Anhängern einer Verfassungsrevi fion gegenüber und 52 Demokraten bilden und des Problems der internationalen Sicherheit das freibewegliche Zinglein an der Wage. Denn ist unerläßlich für den friedlichen Wiederaufbau so wie jich die Serben zum Zentralismus, so un. Europas . Diese Lösung wird keine politischen nauwunden haben sich die Stroaten mit ihrem Zu- Sintergedanken verbergen, die beispielsweise auf louf zu Radič und die Slowenen, indem sie sich eine territoriale Annerion oder auf die künftige umt das Ilerifale Banner scharten, zur Autonomie Schaffung von Pufferstaaten ausgehen. der drei Landesteile, ja zur föderativen Republic belauni. Der Traum des einheitlichen stönigreiches der Südilawen ist aus geträumt, troziq jicht jede der drei Bevölke rungstruppen an ihrem Eigenrecht.
Das nene jüdslawische Parlament wird also im Zeichen des Verfassungslampjes stehen und die gejamte Einwohnerschaft des Staates bereitet sich so entschieden darauf vor, daß für den Augenblick
Betrachtungen über ästhetische Lebensgeftaltung.
I.
Die 7000 oder 8000 Jahre, die wir in der Geschichte der Menschheit aufgrund von Aufzeich nungen zurücverfolgen fönnen, sind sicherlich gleichzuhalten den letzten 5 Minuten eines 24 stündigen Tages, gemtessen an der Zeit, die seit dem ersten Auffladern eines Vernunftfüntchens im Tiermenschen vergangen ist. Dennoch hat das Menschengeschlecht in dieser verhältnismäßig furzen Zeit eine ungeheuere Entwicklung genommen, namentlich in geistiger Beziehung. Religionen, philosophische Richtungen, gesellschaftliche Formen find entstanden, haben Spuren hinterlassen, ihrer Epoche den Stempel aufgedrückt und sind zusem mengestürzt, anderen Weltanschauungen, anderen Gebilden sozialer Natur Plas machend oder den Weg bereitend.
Zeit ist gleichbedeutend mit Beränderung. Je mehr wir darüber nachdenfen, desto besser er, fennen wir die tiefe Weisheit der Morie Alles fließt", wir abnen sogar ganz dunkel das linend liche, das Ewige, das Unsterbliche. Eng vertnüpft damit ist unsere Vorstellung vom Weltall. Auch dort droben gibt es ein unaufhörliches Wer den und Bergehen, ein Gebären und Sterben, und die Behauptung, der Mensch sei ein Ebenbild Gottes , ist, der Vergleich als Sinnbild gedacht, zutreffend. Leben in jeder Gestalt und Form zeigt in den Grundzügen dieselbe Gesetzmäßigkeit. Der Stoff der Menschen, das heißt, Körper und Seele, ist ein Teil des Weltganzen, daher unsterblich. Alles in Form gebrachte Leben hat gleichsam eine gemeinsame Ürmutter, entsprießt einemt gemeinsamer Stammbaum, einer Urquelle, deshalb müssen logischerweise auch die Grundfunk fionen verwandt sein.
Ein einziger Wassertropfen enthält Millio nen Lebewesen, es ist eine Welt für sich. Ist es nicht denkbar, daß diese winzigen Geschöpfe eben so denten, empfinden, hoffen und leiden wie wir, vielleicht auf eine andere Art? Welche Lebewe sen mögen uns, unsere ganze Erde, ja unser gan zes Sonnensystem gleichsam als Wassertropfen sehen.
2. Die augenblidlich betriebene Ruhrpolitit tann keine Lösung dieses Problems bringen und, wenn sie bis zu ihrer verhängnisvollen Krise weiter verfolgt werde, wird sie die wirtschaftlichen und politischen Gefahren verschärfen, die augenblidlich auf den europäischen Nationen lasten.
8. Die Eigenliebe aller Regierungen bildet im Augenblicke das Hindernis für Verhandlungen. Aus diesem Grunde ernennt diese Konferenz eine
Solange es Menschen mit der Fähigkeit zu
denten gibt, haben sie über das Woher und Wohin
men zu treten.
Proletariat des Westens ausgehen muß, so zwei Denn so gewiß es ist, daß die Initiative vom fellos steht es fest, daß die deutsche Arbeiterschaft ein reiches, fruchtbares Feld der Betätigung vor sich hat. Sie befißt in ihrem Staate ein ganz an deres, entscheidungsvolleres Gewicht als etwa die Selaſſengenossen in Frankreich und Belgien , und kann dieses in die Wagschale werfen, um ihre Regierung zur Vorlage eines flaren Reparations programmes zu zwingen. Das Verstedenspiel muß aufhören. Die Welt muß sehen, daß Deutschland wirklich bis zum Aeußersten seiner Leistungsfähigkeit zu gehen, daß es seine Milliardäre energisch heranzuziehen gewillt ist, nur dann tann man auf das endliche Erwachen des Weltgewissens hoffen.
Ein Maß dafür, was die Welt von Deutsch land zu fordern berechtigt und was dieses herzugeben imstande ist, bieten die Reparations grundsäge, welche die von den sozialistischen Parteien Frankreichs , Englands, Jtaliens, Bel
bens.
2. Schaffung eines. Internationalen Wiederaufbauinstituts durch alle daran interessierten Staaten, um die Rohstoffe und Arveitskräfte den Bedürfnissen des Wiederaufbaues dienstbar zu machen.
3. Annullierung und internationale lebernahme derjenigen Lasten, die Deutschland in bezug auf die Kriegspensionen aufgebitrdet wurden im Widerspruch zu Wilsons 14 Punk ten, die beiderseits als Grundlage des Waffenstistandes angenommen waren.
4. Streichung der internationalen Schulden, die aus dem Krieg entstanden
find.
5. Vorschüsse an die Länder, deren Kauf- und Produktionsfähigkeit zurzeit lahmg t ist, durch Lieferung von Maschinen, Lebens- und Transportmitteln, die unentbehrlich sind, um te Hungersnot bekämpfen und die Industrie wieder. aufbauen zu lönnen.
6. Gründung eines internationalen Instituts für Wiederaufbau und Kreditgewährung namentlich zu dem
3wed:
a) den verwüsteten Ländern sofort die Summen zu sichern, die für ihre Wiederherstellung unentbehrlich sind;
b) den von der Hungersnot heimgesuchten Ländern, die nicht imstande sind, ohne Hilfe von auswärts ihren Platz in der internationalen Wirtschaftsgemeinschaft wieder einzunehmen, zu Hilfe zu fommen; c) bic Zahlung von Pensionen an affe Kriegsopfer in dem Maße des Möglichen zut internationalisieren.
7. Einfeßung eines internationalen Schiedsgerichts für, alle Streitigkeiten, die sich aus der Ausführung dieses Wiederaufbauplanes ergeben können.
Diese Punkte stehen gewiß im Widerspruch insoferne sie ihm die meisten Handhaben zu feizu den imperialistischen Tendenzen Poincares nem Gewaltvorgehen entwinden, und die unter vier genannte Forderung kann mit dem heftigsten Widerstand Englands und Amerikas rechnen, aber hier sprechen eben nicht Anwälte der kapitalistifchen Regierungen, sondern die Vorfämpfer des Sozialismus. Ünd indem sie mit den humanitär verbrämten Gewalttendenzen reinen Tisch mas chen, zeigen sie, wie Europa und die Welt gefun den lann: Ein von den Striegspensionen und Besagungskosten befreites Deutschland vermag seinen anderweitigen Verpflichtungen nachzukommen und das durch ein internationales Streditsystem gestützte Europa fann wirtschaftlich gefunden. Die Wiederaufnahme des Frankfurter Programmes durch die Sozialisten der Entente ist ein Stüd praf.ischer Friedensarbeit, der Weg, den sie damit zeigen, ist gangbar und fann alle bis auf die imperialistischen Beutepolitiker besseren Tagen entgegenführen
-
ist der Grundpfeiler eines innigen Zusammenle-| wieder abgekommen sind? Im Leben ertennen wir mit Schaudern, wie gewissenlos, wie fahrläs in aller Ewigkeit nachgegrübelt, oder wie es Goe- Jede Religion und jede philosophische Rich sig das„ Erziehungswert" vollbracht wurde. Allerthe so wunderbar seinen Faust sagen läst: Erken tung in irgend einer Epoche der menschlichen Ge- dings tragen die sozialen Mißstände ein erheblinen, was die Welt im Innersten zusammenhält! schichte lehrten von einander abweichende Grund- thes Maß Schuld daran. Mannigfache Schlüsse waren das Ergebnis dessäge über Moral und Recht. Im Zeitalter des Grübelns, des Forschens. Humanismus der Menschlichkei wurde der Sat:
Die unstillbare Sehnsucht nach Erfenntnis der Wahrheit führte zur Stiftung der Religionen, zur Aufstellung von Sypothesen in irgend einem Gebiete der Wissenschaft, die sich auf sinnlich wahrnehmbare Erscheinungen und logisch begründete Mutmaßungen stüßten.
Das Weltbild entspricht demnach immer dem jeweiligen Stande der Erienntnis von den Dingem. Ebenso ändern sich im übertragenem Sinne Sie Anschauungen der Gesellschaft über Recht, More: und Restethit unter dem Einflußſe ſozialer, philosophischer und wirtschaftlicher Richtungen im Laufe der Zeit. Was heute für vollkomment gilt, fann morgen, nächstes Jahr, in tausend Jahren für fehler oder ickenhaft, ja für falsch ange sehen werden.
Die Beständigkeit des Unbeständigen i bie einzig feststehende Position.
Irrtümer, Leid, Tränen, Schweiß und Das ist der Weg der fämpfenden Menschheit. Nie ist aber die Entwicklung stehen geblieben. Bis heute sind wir ein gutes Stüd des Weges gegan gen. Und so wie das ganze Menschengeschlecht, unser ganzes Sonnensystem unter Stämpfen seiner Bestimmung zustrebt, so haben auch wir als einzelne Menschen den Stampf zu führen, ja wir sind dazu auserforen, nicht verurteilt! Wir fönnen auf Abwege geraten, wir fönnen irren, immer wieder werden wir aber unser Ziel erkennen. II.
Nun da ich versucht habe, den Zusammenhang zwischen Einzelmenschen und Universum aufzus zeigen, will ich wieder herabsteigen von der Höhe philosophischer Betrachtungen und mich dem eigentlich zu behandelnden Thema, zuwenden einem Stoffe, der das Leben selbst betrifft. Es ist die Lebenshaltung in förperlicher und geistiger Beziehung eines äffbetischen Menichen, sich mir sie denke.
Völlige geistige und jeenage garmonie in der Auffassung über das Beben und seine Formen ધમાલ કો
,, Strebe nach dem Wahren, Guien und Schönen" zum Leitmotiv aller edlen Menschen.
Das Wahre, Gute und Schöne fann nur das Natürliche sein. Wenn wir nun in gewisser Sinsicht zur Natur zurückkehren, um einen landläu figen Ausdruck zu gebrauchen, und damit die Er rungenschaften einer 2000jährigen Stultur in Einklang bringen im Hinblick auf unsere Bedürf nisse, so haben wir uns dem Ziel der Erreichung des Guten, Wahren und Schönen ein bedeutendes Stüd genähert.
III.
Ein gesunder Körper ist die Voraussetzung für die Entwicklungsmöglichkeit einer gesunden Seele. Deshalb möchte ich an die Spiße dieses Stapitels die Körperfultur bei der Erziehung des Kindes stellen.
Unsere heutige Zweigenerationen- Familie ist die Grundlage der modernen Staatswesen. Sie ist der Hort der Erziehung der jungen Generation. Gerade in ihr wird im Punkte der Erziehung mit wenigen Ausnahmen schwer gesündigt.
Ein Liebhaber für Kanarienvögel oder Gold fische wird gewiß eifrig in einschlägigen Werten über die Lebensgewohnheiten dieser Tiere studieven, um die Zucht und das machstum seiner Lieblinge nicht zu gefährden.
Wie steht es nur mit der Erziehung des Kinbes, des fleinen Erdenbürgers? Mir schwebt die übergroße Mehrzahl der Arbeiter- und Kleinbir perfamilien vor Augen.
Die Geburt eines Sprößlings wird von den inngen Eltern begrüßt oder als unabwendbares Geschick hingenommen, je nach der sozialen Steltung seiner Erzeuger. DieErziehungsmethoden bleiben im allgemeinen die überlieferten. Haben aber nicht gerade die von unseren Eltern" übernom menten. im wesentlichen dazu beigetragen, uns auf einen falschen Weg zu bringen, von dem wir im Bewußtsein seiner rückständigen Richtung später
Im zarten Kindesalter schon müßte durch liebevollste Obsorge in dem kleinen Menschen das Bedürfnis nach peinlichster Sauberfeit erweat werden. Die Pflege des Körpers, insbesondere der Haut, der Zähne, der Haare, der Hände und Füße wird oft so vernachlässigt, daß vielfach frühzeitig die Folgen sichtbar werden.
Körperhaltung, Benehmen, Sprache des Sindes erfordern gleichfalls erhöhte Aufmerksamkeit.
Im Zeitalter der Pubertät beim Mädchen ungefähr um das 13. Lebensjahr, beim Knaben etwas später sind die jungen Menschenkinder fast ganz auf sich selbst angewiesen in Fragen, die bedeutungsvoll sind für das ganze Leben. Welche Mutter spricht mit ihrer Tochter erschöpfend über die wichtigen feruellen Dinge, bei oder vor Eintreten der Menstruation, welcher Vater belehrt seinen Sohn, wenn er das 14. oder 15. Lebensjahr erreicht hat und sich die Anzeichen der beginnenden Mannbarkeit einstellen? Warum sagt man ihm nichts von den Gefahren der Prostitution, von der entwürdigenden Selbstbefleckung, von der Heiligfeit der Liebe zum anderen Geschlecht? Warum wird die Aufklärung der Gasse überlassen?
Reinlichkeit des Körpers ist durch Baden, Reinlichkeit des Herzens, des Gemütes ist durch Aufklärung über die Funktionen des menschlichen Organismus, über die zorten Triebe und Bezie hungen der Geschlechter zueinander zu erzielen.
Von Haus aus schon muß auf die Ertüchtigung der jungen Störper hingewirkt werden. Turnen, Schwimmen. Klettern Schlittschuh- und StiLaufen, Wandern und Singen werden den Körper fräftigen und die Seele gesund erhalten. Der Alfoholgenuß in der Jugend ist ein besonderer Abschnitt. Wenn mit dem Kampfe hier begonnen wird, ist viel getan.
Die geistige und Herzensbildung muß natür lich mit der körperlicher Hand in Hand gehen,
Den Sinn für die Natur, für echte Stunst, Mufit, Literatur, Malerei und Formenschönheit- zu wecken, die Erziehung zur Wahrhaftig feit und Hilfsbereitschaft durch das gute Beis